Weihnachtsguetsli aus der eigenen Küche

Keine Adventszeit ohne Guetsli. Die selbstgebackenen schmecken am besten. Und keine Angst, auch ungeübte Backkünstler bringen ein paar feine Weihnachtsguetsli zustande. Das Grundprinzip von vielen Guetsli ist dasselbe. Teig genau nach Rezept mischen, eine Stunde kühl stellen, auswallen und dann beginnt der Spass mit dem Ausstechen, Backen und Dekorieren. Sie können die meisten Guetsli mit Zuckerglasur bestreichen, diese färben und dekorieren, ganz nach eigenem Geschmack. Hier finden Sie sechs einfache Guetslirezepte.
anthropolgie Backen

Planen Sie einen gemütlichen Backnachmittag 

Mehl an den Händen, der Duft von Butter und Vanille im Haus: Das ist Weihnachtsstimmung pur. Planen Sie einen gemütlichen Backnachmittag, hören Sie schöne Musik dazu, laden Sie Freundinnen ein oder backen Sie mit Ihren Kindern. Schöne Backaccessoires helfen, die Freude zu vergrössern. Diese praktischen und hübschen Werkzeuge können Sie bei Anthropologie kaufen.

cookrepublic

1 — Guetslikränze zum Essen und Dekorieren

Traditionell wurden Christbäume mit feinen Leckereien geschmückt. Diese Guetsli mit einem Loch in der Mitte kann man auch mit einer Schleife an den Baum oder als Dekoration auf einem Tisch um ein Glas, eine Serviette oder an ein Zweiglein binden. So oder so wollen wir sie aber auch essen. (Bild über: Cookrepublic)

Zutaten:
  • 2 Eigelb
  • 180 g Zucker
  • 300 g Butter, Zimmertemperatur
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Guetsliformen mit einem Loch in der Mitte
Zubereitung:

Rühren Sie Eigelb, Zucker und Butter schaumig. Rühren Sie Vanillezucker und Mehl langsam unter und kneten Sie alles so, dass sich ein Teig bildet. Wickeln Sie den Teig in Haushaltfolie und lassen Sie ihn eine Stunde im Kühlschrank ruhen. In der Zwischenzeit heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor. Rollen Sie den Teig aus, am besten auf Mehl oder zwischen zwei Backpapieren. Stechen Sie die Guetsli aus, legen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backen Sie diese ca. 10 Minuten. Bestreuen Sie sie im noch warmen, weichen Zustand mit Puderzucker.

miss renaissance

2 — Vanillehörnchen mit Puderzucker

Vanillehörnchen oder Kipferl sind Klassiker unter den Weihnachtsguetsli, vor allem in Österreich und in Deutschland.  Sie schmecken nicht nur fantastisch, sondern sehen hübsch aus und lassen beim Backen das ganze Haus nach Vanille duften. (Bild über: Miss Renaissance)

Zutaten:
  • 250 g Mehl
  • 200 g Butter, Zimmertemperatur
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • Puderzucker
Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf den Puderzucker untereinander mischen und zu einem Teig verkneten. In Haushaltsfolie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig zu Rollen von 4 Zentimeter Durchmesser formen, in Scheiben von 1-2 Zentimeter Dicke schneiden. Aus diesen Scheiben können Sie nun die Hörnchen formen und sie mit genügend Abstand auf  ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Im Umluftherd bei 175 Grad ca. 20 Minuten backen. Sobald die Hörnchen leicht braun werden, sind sie fertig. Die Hörnchen im noch warmen, weichen Zustand grosszügig mit Puderzucker bestäuben.

two-tarts

3 — Guetsli mit Konfitürenfüllung 

Diese Guetsli kann man von Hand formen. Mit dem Daumen drückt man eine Delle rein und füllt diese mit seiner Lieblingskonfitüre. (Bild über: Two Tarts)

Zutaten:
  • 180 g Butter, Zimmertemperatur
  • 60 g Zucker
  • 1 KL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 200 g Mehl
  • Konfitüre, zum Beispiel Himbeer
Zubereitung:

Schlagen Sie die Butter mit dem Zucker schaumig und geben Sie Vanille, Salz und Eigelb dazu. Gut vermischen. Geben Sie nun das Mehl dazu, bis sich ein knetbarer Teig bildet. Rollen Sie diesen in ca. 4 Zentimeter dicke Rollen und lassen Sie ihn in Haushaltfolie gewickelt eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Nehmen Sie ihn heraus und lassen Sie ihn bei Zimmertemperatur 10 Minuten ruhen. Heizen Sie in der Zwischenzeit den Backofen auf 180 Grad vor. Nun schneiden sie die Teigwürste in ca. 1 cm dicke Scheiben und legen Sie diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Pressen Sie die Scheiben ein wenig und drücken mit dem Daumen eine Delle rein. Nun füllen Sie jede Delle mit ein wenig Konfitüre, ca. 1/4 Kaffeelöffel voll. Backen Sie die Guetsli ca. 15–20 Minuten und nehmen Sie sie dann zum Abkühlen raus.

eat a little bird

4 — Nussguetsli mit Glasur 

Nüsse sind besonders weihnächtlich, diese Guetsli sind voll davon, sind einfach zu machen und geben kleine Prachtstücke ab. (Bild über: Eat little Bird)

Zutaten:
  • 2 Eiweiss
  • 1 Prise Salz
  • 200 g gemahlene Walnüsse
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 200 g Zucker
Zutaten für die Glasur:
  • 150 g Puderzucker
  • 1 EL Wasser
  • 2 KL Zitronensaft
  • Nüsse zum Dekorieren
Zubereitung:

Schlagen Sie das Eiweiss mit einer Prise Salz steif. Mischen Sie die gemahlenen Nüsse und den Zucker unter das Eiweiss und formen Sie einen Teig. Rollen Sie den Teig aus (ca. 1 Zentimeter dick) und stechen Sie Guetsli aus. Lassen Sie sie eine Stunde ruhen und backen Sie sie im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10–12 Minuten. Sobald Sie leicht braun werden, sind sie gut. Lassen Sie sie auskühlen. Mischen Sie für die Glasur den Puderzucker, den Zitronensaft und das Wasser. Bepinseln Sie die Guetsli damit und dekorieren Sie alles mit Nüssen. Die Glasur einige Stunden trocknen lassen.

london bakes

5 — Zitronenguetsli 

Diese Guetsli sind leicht, delikat und superzitronig. (Bild über: London Bakes)

Zutaten:
  • 400 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Zucker
  • 3 Eiweiss, steif geschlagen
  • die abgeriebene Schale von 3 Zitronen
Zutaten für die Glasur:
  • 2 EL Zitronensaft
  • 150 g Puderzucker
Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Mischen Sie die Mandeln mit der Zitronenschale und dem Zucker. Geben Sie nun das Eiweiss portionenweise bei und formen Sie einen Teig. Rollen Sie den Teig aus auf ca. 0,75 Zentimeter Dicke. Stechen Sie Guetsli aus und legen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backen sie ca. 10 Minuten. Lassen Sie sie auskühlen und bestreichen Sie sie dann mit der Glasur. Für die Glasur mischen Sie den Puderzucker mit dem Zitronensaft. Die Glasur einige Stunden trocknen lassen.

the bootblog.net

6 — Italienische Mandelguetsli 

Wir lieben die Amaretti. Sie sind die Lieblingsguetsli der Italiener und es gibt ganz verschiedene Sorten. Hier ist eine einfache Variante, die gut in die Weihnachtszeit passt. (Bild über: The Bootblog)

Zutaten:
  • 350 g geschälte Mandeln
  • je 1 Mandel pro Guetsli für die Dekoration
  • 130 g Zucker
  • 2 Eiweiss, Zimmertemperatur
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 KL Mandelextrakt
  • 1/2 KL Vanilleextrakt
Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Mandeln mit der Hälfte des Zuckers in einer Küchenmaschine vermischen und zerhacken. Schlagen Sie das Eiweiss mit einer Prise Salz steif. Nun geben Sie die zweite Zuckerhälfte nach und nach zum geschlagenen Eiweiss und schlagen dieses weiter bis es steif ist und sich Spitzen formen. Dann falten Sie sorgfältig die Mandelmischung darunter, geben den Mandelextrakt und den Vanilleextrakt dazu und formen kleine Bällchen. Verteilen Sie diese Bällchen mit genügend Abstand auf einem mit Backpapier belegten Backblech und drücken in jedes Bällchen eine Mandel. Backen Sie die Mandelguetsli ca. 25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Bestäuben Sie sie mit Puderzucker und lassen Sie sie auskühlen.

Keine Kommentare zu «Weihnachtsguetsli aus der eigenen Küche»

  • Karrer sagt:

    ACHTUNG: Das Rezept für die Zitronenguetzli kann nicht stimmen! Das gibt ganz bestimmt keinen Teig, den man auswallen kann!

    • Marianne Kohler sagt:

      Doch, doch, das wird ein wenig wie bei den Haselnussguetzli, die Mandeln und der Zucker werden mit dem Eiweiss zusammengehalten.

      • maia sagt:

        Liebe Frau Kohler
        Können Sie nicht ein Foto von Ihren Zitronenguetzli’s veröffentlichen? Bitteeeeee
        Würde so gerne sehen, wie die aussehen ;-)

  • Wilde Henne sagt:

    Gemütlicher Backnachmittag? Den hatte ich letzten Sonntag – 5 Sorten Guetzli gebacken, eingedost, auf den letzten Drücker die Küche aufgeräumt und den Boden gefegt. Zwei Minuten vor dem Tatort war ich fertig. Fix und fertig. Leider muss ich jetzt schon wieder backen. Ich bin nicht mal dazu gekommen, auch nur eine Sorte zu verbloggen, da waren die Dosen schon wieder leer. Und wohlverstanden, ich hatte nicht etwas nur 20 Guetzli von jeder Sorte gebacken… ;-)

  • Karin sagt:

    Mmh, lecker. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen – egal, ob die Güezi vielleicht trocken sein könnten. Ich mag sablé-artige, eher trockene und bröselige Güezi sehr.
    Ich werde daher auf dem Heimweg wohl einen Abstecher ins Dorflädeli machen und Zutaten für VanilleKIPFERL (nicht -hörnchen!) und Mandelgüezi holen. Mein Mann wird grosse Augen machen, wenn ICH einmal selbst Güezi mache!
    Danke für die Anregung.

  • Nora Richardson sagt:

    Vanillehörnchen?????? Ich habe noch nie einen Schweizer gehört der „Vanillehörnchen“ gesagt hat. Das isch doch es Vanillegipfeli! Ich nehme an, dass Sie sich auch bewusst für das Wort „Guetzli“ entschieden haben…

    • Marianne Kohler sagt:

      Unter Vanillegipfeli versteht man auch hierzulande Croissants die mit Vanille gefüllt sind. DIe Hörnchen aber sind Guetzli oder Kekse.

      • Sonja Sempacher sagt:

        im Ursprungsland des Rezeptes heissen diese kleinen Köstlichkeiten „Vanillekipferl“ und das klingt doch viel appettitanregender als „Hörnchen“, wo jeder an Teigwaren denkt.

  • Nala Kurer sagt:

    Bei all den Ideen, die Befehlsform „Backen Sie Guetzli“.. „machen Sie dieses, machen Sie jenes“ empfinde ich nicht als sehr angenehm….

  • maia sagt:

    Ich versuche es nochmals – der Komentar ist offenbar immer noch in der Warteschlaufe.
    Das Foto bei den Zitronenguetzli’s zeigt offensichtlich andere Kekse. Gemäss Homepage sind das „burnt orange and cardamom shortbread“. Ich denke, die Zintronenguetzli’s haben eine ähnliche Konsistenz wie die Italienischen Mandelguetzlis. Es würde mich wundernehmen, wie sie aussehen und ob man sie wirklich ausrollen und die Guetzli’s ausstechen kann. Auch bei den Gueztlikränzen stimmt das Bild nicht mit dem Rezept überrein.
    Dann nähme es mich wunder was es heisst „die Mandelmischung darunter FALTEN“?! – bei den Italienischen Mandelguetzli’s.

  • Daniel sagt:

    Ich freue mich wieder auf die Vanillehörnchen! Meine Figur wird zwar weniger Freude haben, aber leider bin ich süchtig nach den Dingern!

  • Anita sagt:

    oh, ganz leckere Ideen. Vorallem mal andere Guetzlirezepte. Die Mandelguetsli werde ich sicher probieren!

  • Filo Sof sagt:

    Schweizer Guetzli sind mir zu trocken und zu hart. Die muss ich mit viel Kaffee runterspülen. Ich mag Guetzli mit etwas Schokolade dran, mit kandierten Orangen, Ingwer, mit Marzipan etc. Das passt zur Winterzeit und hat Feuer.

    • Anja sagt:

      Ich stimme Ihnen zu, dass Guetsli hart und trocken sein können. Allerdings habe ich diese Erfahrung v.a. bei den in den üblichen Geschäften gekauften gemacht. Selbst gebackene Guetsli sind hingegen völlig anders.

  • Philipp Rittermann sagt:

    meine gattin bäckt die fein. vor allem die kirsch-brunsli sind eine geschmacksexplosion.

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