Verwachsen und verwunschen

Diesen Sommer hat es ganz schön viel geregnet. Wie es aussehen könnte, wenn die Natur unbeschränkt weiterwächst und die Architektur in Besitz nimmt, zeigen diese wunderschönen, verwunschenen Beispiele.

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AUSBLICK INS GRÜNE
Was hier nun das Drinnen und was das Draussen ist, bleibt völlig unklar. Ein leerstehendes Gebäude wurde von der Natur so eingenommen und überwachsen, dass die Grenzen verschwinden und etwas Neues entsteht. Bild über: Jungalow.
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GRÜNE SKULPTUR
Dieses alte Wasserrad wurde von Schlingpflanzen so überwuchert, dass es nun ganz selbstverständlich zwischen den benachbarten Bäumen steht und etwas märchenhaft Geheimnisvolles ausstrahlt. Bild über: Nest Pretty Things.
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EIN ZAUBERWALD IN DER BIBLIOTHEK
Wir lieben Sie, die Fantasiegeschichten, das Verzauberte. Diese Bibliothek ist ein wahr gewordenes Märchen, in das man sich gerne verirren möchte. Bild über: Pinterest Elizabeth Knight.
feather and nest
SCHÖN GETARNT
Zelte können auch wachsen, das beweist dieses mit Moos und Efeu überwachsene zauberhafte Tipi. Bild über: Feather and Nest.
1 home
ECHTER GREEN-HOUSE-EFFEKT
Dieses Gewächshaus dient immer noch dem Wachstum von Pflanzen, nur haben diese ihre Freiheit gefunden und überwachsen alles nach Lust und Laune. Bild über: First Home.
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VERDRÄNGUNGSTAKTIK
Eine verlassene Stadt wird von der Natur zurückerobert. Bild über: Ganymedpaean.
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GEMÜTLICHER UNTERSCHLUPF
Dieses Haus ist unter das Gras geschlüpft und bietet so einen sicheren und gemütlichen Unterschlupf. Bild über: Apartmentdiet.
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MÖBEL, DIE WACHSEN
Für einmal ist es weder Seide noch Samt, mit denen Möbel überzogen sind, sondern echtes Moos. Der Effekt ist fantastisch und inspiriert. So können alte Möbel ein zweites, elegantes Leben im Garten erhalten, statt im Brokenhaus zu landen. Bild über: Pinterest Elizabeth Knight.
Jungalow 1
WOHNEN IN DER NATUR
Das geht auch in Suburbia, man muss nur alles gut wachsen lassen. Bild über: Jungalow.
Lolita
ECHTE GARTENSTÜHLE
Eine wunderschöne Idee, die sich einfach umsetzen lässt: Lassen Sie Pflanzen und Blumen auf alten Gartenstühlen wachsen, so werden diese zu einer romantischen Skulptur. Bild über: Lolita.
notre dame d'orsan
HAUS MIT HERZ
Efeubewachsene Fassaden sind immer eine Augenweide, diese in Notre Dame d’Orsan aber beweist auch Herz und Sinn für Originalität.

19 Kommentare zu «Verwachsen und verwunschen»

  • lukas sagt:

    das sofa gefällt mir besonders!

  • lukas sagt:

    coole bilder!

  • Beat Hess sagt:

    Faszinierende Bilder, ich würde liebend gerne diese Orte selber erkunden. Eine Ausnahme ist vielleicht die überwachsene Stadt („Verdrängungstaktik“)… ich frage mich, ob das wohl Pripyat (bei Tschernobyl) ist (siehe dazu auch Google-Bildersuche).

  • Daniela sagt:

    Besonders inspirierend, das Moos-Sofa. Schön zu sehen, dass sich die Natur, selbst vom Menschen, nicht aufhalten lässt und immer wieder wächst – und blüht – und grünt … vielleicht selbst dann noch, oder erst recht, wenn wir hier alle verschwunden sind.

  • Jutta Maier sagt:

    Ich bezweifle ja, ob die Bücher in der Bibliothek noch lesbar sind. Vermutlich ist alles verschimmelt. Aber WO befindet sich dieses Gebäude?
    Ein traumhaftes Beispiel, wie man Bäume in ein Haus integrieren könnte, findet sich in dem Film „Das Haus am See“. (the lake house).

    • Barbara sagt:

      Habe mich auch gefragt ob das echt ist oder nicht, falls ja, schade um die Bücher obwohl es ja total märchenhaft aussieht

      • Markus sagt:

        @Jutta + Barbara: es ist ein Gemälde. Zu erkennen z.B. den Schatten, die so unmöglich echt sein können. Interessant wäre, wer es gemalt hat, und in welcher Epoche.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Das Bild ist von Lori Nix. Auf ihrer Website hat es noch mehr thematisch ähnliche Bilder (Reihe „The City“). Unheimlich schöne postapokalyptische Szenen – mal nicht im Mad-Max-Wüstenstil sondern in Grün. Der 2010 verstorbene Zürcher Künstler Fred E. Knecht hat übrigens auch einige Bilder mit Szenen eines tropisch überwucherten und mit saurierartigen Tieren bevölkerten Zürich geschaffen (man findet allerdings nur wenige über google).

  • caroline egger sagt:

    Sympathisch, aber ich weiss nicht, ob das in der Schweiz Schule machen würde: Der typische Besitzer des knallfarbenen Schweizer Einfamilienhüslis oder – in der gehobenen Variante – der kubischen blenden weissen Villa mit Glasfront und ebenso blendend weissem Mobiliar im Schlachthaus- oder Operationssaalstil ist eher ein Anhänger von dröhnenden Rasenmähern, Laubbläsern und allerlei anderem Gerät, das fröhlich wachsender Natur alsbald den Garaus macht. Manche würden zweifellos den Gammastrahler benutzen, um jedes Leben abzutöten, wenn sie könnten. Nein, das hier sind nichts als herzige Abziehbildli für jene, die „Natur“ gerne von weitem betrachten aber ansonsten denken, dass andere für sie sorgen sollen. NIMBY, dort muss es sauber sein! Am besten Bäume mit Blättern aus Plastik neben dem Hausaltar zum Fleischbraten. Wer Ironie findet darf sie behalten.

    • urs fellmann sagt:

      Hi caroline egger
      Herzlichen Dank für diesen Sack voll Ironie, wenn es denn ironisch wäre. Mir kommt es eher vor wie eine akkurate Beschreibung dessen, was ich 360° în meiner Umgebung sehe. Ausser das Gammadings, das offenbar noch nicht die Zulassung als Hobbygerät erhalten hat.Übrigens: Bei uns ist die gehobene Variante mausgrau oder gold-ocker, sonst aber stimmt die Beschreibung.

    • Phil sagt:

      Bravo – exzellenter Kommentar – danke
      trotz allem schöne und inspirierende Bilder (und nicht alle sind so bünzlig)

    • Michel Patrick sagt:

      Danke für den Kommentar. Sehr treffend! Herrlich auf den Punkt gebracht.

    • patrik schmid sagt:

      wunderbar dein kommentar zu lesen habe mich riesig amüsiert!

    • Pedro sagt:

      Nicht alle Schweizer sind so bieder … zumindest nicht im Osten! Wer sehen will wie man im kreativen Thurgau mit Pflanzen umgeht, sollte dem Garten des Naturmuseums in Frauenfeld einen Besuch abstatten. Inspiration gibt’s hier: http://www.maxbottini.ch/aus_dem_tisch_auf_den_tisch/aus_dem_tisch.html

    • Susanne sagt:

      ich leide unter genau solchen Nachbarn – Bemerkungen, ob ich nicht nachkomme mit jäten, finde Zettel im Briefkasten „Euer Grün bedrängt uns“ und Ängste werden geäussert meine Bäume könnten in ein paar Jahren Schatten verursachen – wohlgemerkt vom Nachbarn auf der Westseite, dessen Haus MIR im Winter Schatten wirft…. – werde mir wohl gelegentlich neue oder noch besser keine Nachbarn suchen!

  • Agneta Chris Wenger-Östman sagt:

    Das Moos-Sofa – Spitze. Habe selber einen Moos-Stuhl hergezaubert. Das Vorgehen mag unglaublich doof tönen – aber das Möbelstück – oder eine Mauer – zuerst mit Nordischem Milch…. bestreichen. Die Sauermilch ist anscheinend der beste Keimboden! Habe es ausprobiert – und es funktioniert!

  • Peter sagt:

    bis auf das leicht geschmacklos-kitschige herz wunderschöne bilder!

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