Sommerrezepte aus aller Welt

Machen Sie mit Sweet Home eine kleine kulinarische Ferienreise. Diese vier ganz unterscheidlichen Gerichte vermitteln Ihnen das Gefühl, woanders zu sein.

 

Obazda, eine Biergartenspezialität aus Bayern 

Obazda ist wirklich bayrisch, auch wenn es irgendwie ungarisch klingt. Der exotische Name kommt vom bayrischen „Angebatzt“ auf gut Deutsch: zermanscht, angemacht. Dabei handelt es sich um eine gewürzte Käsemasse. Mehr bayrische Rezepte finden Sie im  Sweet-Home-Beitrag: Bayrisches Biergartenessen.

Zutaten:
  • 300 g Camembert
  • 150 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel gehackt
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Paprika, Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Zerdrücken Sie den weichen Camembert und die Butter mit einer Gabel. Würzen Sie die Masse mit Salz, Pfeffer und genügend Paprika. Mischen Sie die gehackte Zwiebel darunter und bestreuen Sie den Käse mit Schnittlauchringli. Servieren Sie Obazda mit Zwiebeln, einer Brezel oder Schwarzbrot.

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Jerk Chicen aus der Karibik

Jerk Chicken heisst die scharfe, westindische Art, Poulet zu kochen. Es ist ein typisches Gericht aus der Karibik und wird mit Reis und Bohnen serviert. Mehr Rezepte aus der Karibik finden Sie im Sweet-Home-Beitrag: Reggae zum Kochen.

Zutaten:
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Soyasauce
  • 2 EL Sonnenblumenöl oder Erdnussöl
  • 1 EL Salz
  • den Saft von einer Limone
  • 1 EL Jamaica-Pfeffer
  • 5 Scotch Bonnets (runde, rote, scharfe Chilis)
  • 1 EL getrockneter Thymian
  • 1 fingergrosses Stück Ingwer ungeschält
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 EL brauner Zucker
Zubereitung:

Mischen Sie alle Zutaten in einem Mixer zu einem Püree. Das Püree sollte wie eine feine, scharfe Sauce schmecken. Marinieren Sie Pouletstücke ohne Haut mit der Jerkmarinade, am besten über Nacht. Das Poulet ist nun bereit für den Grill. Mit Reis und Bohnen servieren.

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Humus und Pitabrot, eine Spezialität aus den nahen Osten 

Das Kichererbsenpüree ist ein gesunder  Snack für den kleinen Hunger. Sie können die orientalische Spezialität auch mit weissen Bohnen zubereiten. (Bild über: The Parsley Thief)

Zutaten:
  • 1/2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • eine Prise Salz
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • eine Handvoll Petersilie
  • Pitabrot
Zubereitung:

Rösten Sie in einer Pfanne 1/2 Esslöffel Kümmelsamen und zerstossen Sie diese danach in einem Mörser.  Geben Sie eine abgetropfte Dose Kichererbsen, 1/2 Knoblauchzehe, eine Prise Salz, 4 Esslöffel gutes Olivenöl und 2 Esslöffel Zitronensaft zusammen mit dem Kümmel in eine Küchenmaschine und pürieren Sie alles. Schneiden Sie eine Handvoll Petersilie und richten Sie den Hummus in hübsche Schälchen an mit ein wenig Petersilie und Olivenöl. Dazu servieren Sie warmes Pitabrot.

TIPP: Bereiten Sie den Hummus mit Tahini zu. Tahini ist eine Spezialität aus dem nahen Osten, die Sie in den Spezialitätenabteilungen grosser Supermärkte finden. Zum Hummus einfach noch 2 Esslöffel Tahini beifügen.

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Salsicce mit Zitronen und Kartoffeln aus APULIEN

Mit italienischen Würstchen, Kartoffeln und  Zitronen kann man schnell und einfach ein herrliches Abendessen mit dem Duft des Südens auf den Tisch zaubern. Salsicce finden Sie übrigens zurzeit einfach im Supermarkt. Auch Luganighe eignen sich für dieses Rezept sehr gut. Das Rezept ist vom englischen Starkoch Rick Stein. Ich habe es, ein wenig abgeändert, bereits mehrmals nachgekocht.

Zutaten:
  • Olivenöl
  • 1 grosse Wurstschnecke (Salsiccia) oder 2 Paar Luganighe
  • 1 KL Fenchelsamen
  • 3 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 750 g Kartoffeln
  • Schale einer Zitrone
  • 1 Glas Weisswein
  • 2 Zweiglein Rosmarin
  • 1/2 Bund flache Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in gleichgrosse Stücke schneiden, vierteln oder halbieren. Kleine, ca. 1o cm grosse Würstchen schneiden. Mit einem Kartoffelschäler die Haut der Zitrone in Streifen abschälen. Die Fenchelsamen im Mörser zerstossen, die Zwiebel in grosse Stücke schneiden und die Knoblauchzehen zerstossen. Nun das Olivenöl erhitzen, die Fenchelsamen reingeben und die Würstchen dazu. Die Würstchen gut anbraten und wieder herausnehmen. Anschliessend die Zwiebeln beigeben, ein wenig anbraten und die Knoblauchzehen dazugeben. Sobald der Knoblauch duftet, die Kartoffeln beigeben. Alles gut vermengen und danach die Würstchen wieder in den Topf geben, die Zitronenschalen hinzufügen und den Wein darüber giessen. Alles würzen, Rosmarin beigeben und zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gekocht sind (ca. 40 Minuten).

Im Originalrezept wird ohne Wein, dafür mit Wasser und Zitronensaft gekocht. Es hat kein Rosmarin, dafür 4 Lorbeerblätter.

Mehr Rezepte von Rick Stein finden Sie in seinem Buch «Land und Meer – meine kulinarische Weltreise».

8 Kommentare zu «Sommerrezepte aus aller Welt»

  • David B. sagt:

    Zu Hummus: Cumin=Kreuzkümmel, Caraway=Kümmel.
    Der Geschmack von Kümmel und Kreuzkümmel ist jedoch völlig unterschiedlich, obwohl beide zur Familie der Doldenblütler gehören.

  • Andreas Kuhn sagt:

    Hummus ohne Tahini ist nicht Hummus. Und, ja, Kreuzkümmer, nicht Kümmel. Zudem sollte Cilantro (Frischer, grüner Koriander) und nicht Petersile verwendet weden.

  • Philipp Rittermann sagt:

    obazda ist lecker; ich mag die bayerische küche überhaupt – deftig, aber gut. und dazu a schöne mass!

  • Sonja sagt:

    Zum Obazdn:
    Wir in Bayern machen Obazdn immer noch mit nem Schuss Bier, machts cremiger und „gschmackiger“.
    Ich als Frau empfehle auch die leichte Variante, die meiner Meinung auch frischer schmeckt:

    300 gr Camembert
    200-300 gr Frischkäse natur (je nach Belieben, ich nehm jeweils gleichviel Camembert und Frischkäse)
    1-2 Esslöffel Butter (fürs Cremige)
    eine kleine Zwiebel
    viel Paprikapulver, Salz und Pfeffer (nach Belieben auch bisserl Curry)
    Schuss Bier (nicht zu viel, den Rest einfach dazu trinken ;) )
    Schnittlauch tu ich nur oben drüber

    An Guadn :)

  • Ronnie König sagt:

    Obazda: Anbatzen, Batzen = Hand, wurde also früher quasi mit der Hand vermanscht wie ein Teig. Dazu gehört ein Schuss Bier in die Masse. Als Brauer muss das klargestellt werden. So hab ichs früher in Bayer gelernt.

    Salsicce:Das Orginalrezept geht auf die Römer zurück. Anstatt Kartoffeln wurden Bohnen verwendet. Olivenöl, Zitrone, Pfeffer, Salz +/- Knoblauch.

  • Hans sagt:

    HUMUS: Kümmel?? dann doch eher Kreuzkümmel denke ich.

    Tahini kann man leicht selber machen.
    Weisse Sesamsamen langsam leicht anrösten in trockener Pfanne bis sie anfangen zu riechen und anfangen zu ‚knattern‘.
    In einer Küchenmaschine die abgekühlten Samen mit etwas Wasser zu Matsch zermahlen (dauert ewig). Ich nehme dazu den Hacker der beim Pürierstab mitgeliefert wurde.
    Das Resultat ist besser und aromatischer als die Version aus dem Glas.

  • Adam Gretener sagt:

    Wunderbar, vielen Dank Marianne.

    Ein paar kleine Bemerkungen:

    – Obazda wird mit Radieschen gegessen, was wunderbar passt. Die „Crème“ ist einfach so pur etwas schwer. Und ursprünglich gehört auch Anis rein, um es besser verdauen zu können. Ich weiss, ich weiss, die Bayern werden mich steinigen wollen. Aber mir schmeckt ein dunkles Brot besser dazu als diese Laugen-Brezn. Was allerdings die Salzstangen darin zu suchen haben, erschliesst sich mir nicht.

    – Bezüglich Jerk Chicken sollte man unbedingt „Levi Roots“ kennen. Und Jamaika-Pfeffer ist nichts anderes als „Pimento“

    – Humus ist der Himmel auf Erden. Im Nahen Osten verbindet dieses Gericht alle verfeindeten Gruppierungen und Nationen. Übrigens, das beste Olivenöl, dass ich je hatte, kommt aus Palästina. Bei Claro erhältlich. Dazu passend: Kapernäpfel.

    Guten Morgen allerseits.

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