Ganz schön verwandelt!

Die wenigsten von uns wohnen in der Traumlocation, die wir uns eigentlich wünschen. Doch glücklicherweise erleben Tapeten gerade ein riesengrosses Comeback. Besonders kunstvolle Highlights hat die italienische Firma Wall and Deco. Deren Tapeten sind aufwändig bedruckt und haben ihren Preis. Dafür verwandeln sie auch die bescheidensten vier Wände und die langweiligste Wohnung in ein Märchenschloss, eine Superloft, eine verwunschene Villa, ein Shabby Chic Refugium oder in eine supertrendy, coole Bude!

CLOSE TO ME
DIE CHICE MAILÄNDER WOHNUNG, MIT POSTLEITZAHL 8000
Das Dessin «Close to me» zeigt wunderschöne alte Schränke und Täfer und gibt der Wohnung einen Mailänder Touch. Diese Tapete passt perfekt zu Klötzchenparket und verpasst so der einfachen Einrichtung aus den Vierziger Jahren viel italienische Grandezza.
CENTURY 19
AHNEN UND GESCHICHTE,  AUCH IN DER DREIZIMMER-MIETWOHNUNG
Tagtäglich gehen sie das Treppenhaus rauf und runter und steigen über Kindervelos und Gummistiefel? Da kommt schon mal der Wunsch auf, in einem Schloss zu wohnen und eine Ahengalerie anstelle der nachbarlichen Alltagstragödie anzuschauen. Die Tapete «Century» gibt es mit drei verschiedenen Sujets und peppt jede 08.15-Mietwohnung auf.
COUNT DOWN
INDUSTRIAL LOFT GROOVE
Grandezza bringt kann man auch mit modernen und neueren Stilrichtungen in eine Wohnung. Diese Tapete heisst «Countdown», eine lebendige Wand im momentan so beliebten Industrial Chic. Sie passt zum Beispiel auch in ein Büro und vermittelt Wärme und Wohnlichkeit.
DRAWING
EIN SCHLAFZIMMER ZUM ABHEBEN
Eine einfache Kritzelei, vergrössert auf eine Tapete. So wird  «Drawing» zum eleganten Graffity, das man sich an die Wand kleben kann. Als wunderschöne Rückwand hinter einem Bett gibt die Tapete dem Schlafzimmer eine ganz neue Dimension.
GASOLINE
DAMIT KANN AUCH EINE DURCHSCHNITTSWOHNUNG AUFGEWECKT WERDEN
Viele Wohnungen wirken langweilig weil die Wände ganz einfach Weiss bleiben. Sie straheln so gar kein Leben aus. Ein Anstrich hilft natürlich immer, aber eine super Alternative ist die Tapete «Gasoline». Sie täuscht eine verbrauchte, alte Tankstellenwand vor und bringt die Möbel davor ganz schön und stark raus.
TRUE LIES
DIESE TOLLEN SIEBENSACHEN MÜSSEN SIE NICHT ABSTAUBEN
Aufkleben statt zusammensuchen ist die Devise der Tapete «True Lies». Sie zeigt schöne, ausgesuchte Flohmarktfundstücke auf einem chicen Regal im Countryhouse-Stil. So haben Sie Tausend Sachen unter einem Dach, die aber keinen Platz wegnehmen und nie Staub fangen.
WET HEART
DAMIT KOMMT LEBEN IN DIE BUDE
Oft fehlen schöne, lebendige Wände, die eine Geschichte erzählen. In den meisten Wohnungen sind die Wände blitzblank, superweiss und brandneu. Dem können Sie mit der Tapete «Wet Heart» Abhilfe schaffen. Sie versprüht den Charme alter Häuser, ohne den Duft und Staub, der sich über die Jahre darin sammelt.

20 Kommentare zu «Ganz schön verwandelt!»

  • Halsey Anderson sagt:

    Die schweizer Romanze mit unauthentischem is eher bedauerlich. Alles muss immer neu und sauber sein und dann haengt man sich eine Tapete einer verwahrlosten Liegenschaft, da man die unatuerliche sterile Perfection einfach nicht aushaellt und man transportiert sich in pathologische Verfaelschung.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Auch eine wahnsinnig originelle Tapete kann eine verlorene Seele nicht retten. Nein danke.

  • Adam Gretener sagt:

    Auf der ganzen Welt werden Tapeten geklebt, Böden verlegt und Küchen eingebaut. Nur wir nicht. Wir fragen uns, darf ich das, was sagt der Vermieter?

    Wir Schweizer haben einfach keine Arsch in der Hose. So eine 3-Zimmer-Wohnung ist in einem halben Tag gestrichen.

    • maja sagt:

      ach was wir haben früher auch tapeziert, sogar noch die Decken wenn es sein musste. Beim Auszug muss es einfach wieder so sein wie beim Einzug ausser der Nachmieter übernimmt alles.

  • Halsey Anderson sagt:

    Die schweizer Romanze mit Unauthentischem ist eher bedauerlich. Alles muss immer sauber und neu sein, doch dann hängt man sich eine Tapete einer verwahrlosten Liegenschaft, da man die sterile Perfektion einfach nicht aushält und verliebt man sich in pathologische Verfälschung.

  • Schöne Aufnahmen, hübsche Palette von Tapeten. Das hat wohl auch Holly Becker gefunden, sie präsentiert die Photographie des Schlafzimmers zum Abheben mit Drawing Tapete auf ihrem Blog decor8 als „Project Redecorate“!

  • B. obachter sagt:

    Wüsste gar nicht wie ich die tapeten an die poröse gipswand bringen könnte im mietobjekt. Und solche wände hatte ich bisher in jeder mietwohnung. Find ein paar tapeten echt schön :-)

  • Prüll sagt:

    Dieser Artikel erinnert mich daran, dass ich mal eine rötliche Backsteinwand als Tapete gesucht habe, im Altbau-Loft-Stil. Weiss jemand wo ich sowas im Raum Basel finde?

  • Filo Sof sagt:

    Zu meiner Zeit klebte man noch kitschige Blumentapeten an die Wand und hing dann Bilder mit röhrenden Hirschen oder
    verschneiten Alpen auf, selbstverständlich mit dickem Schnörkelrahmen. Das war der Durchschnitt damals und ich hab
    das als Kind so glühend gehasst, dass ich mir schwor: niemals Tapeten! Die hier gezeigten sind schon ganz anders, originell,
    lustig, wunderschön. Nur eines kann man da nicht machen: Bilder aufhängen. Einerseits vielleicht schade, andererseits werden Besucher davon abgeschreckt, einen mit selbstgemalten Bildern zu beglücken ;-)

  • Ramon sagt:

    Schön, aber es gibt ein Problem dabei. So habe ich vor einigen Jahren versucht in einem Jumbo Baumarkt in Wattwil Tapeten zu bekommen. Leider wusste niemand von der Belegschaft was „Tapeten“ sind. So scheiterte dann leider der Versuch mir sowas an die Wand zu pappen.

  • Katharina sagt:

    Für Schweizer Mietwohnungen gänzlich ungeeignet. Oder kennen Sie einen Vermieter der es duldet dass man selber tapeziert?! Schade, ein bisschen mehr Raum um etwas zu gestalten sollte man in den hiesigen Wohnungen schon haben dürfen.

    • Massimo sagt:

      Wieso argumentieren viele Mieter so? Wenn man auszieht, streicht man einfach über die Tapete. Das ist nun wirklich kein grosser Aufwand.

    • Samuel sagt:

      Ist doch gar kein Problem: beim Auszug einfach rückgängig machen. (Das wiederum ist zugegebenermassen bei Tapeten eine rechte Anstrengung, aber bei einigen Jahren Wohlbefinden lohnt sich das ja wohl).

    • sepp z. sagt:

      katharina, in der schweiz sind mietwohnungen praktisch immer in tadellosem zustand, beim einzug alle wände weiss und sauber. in der schweiz dominieren hochwertige verputze als wandoberflächen in miet- wie eigentumswohnungen. wenn sie diesen zustand wieder herstellen, beim auszug, dürfen sie mit einwilligung des mieters veränderungen vornehmen.
      wenn aber die tapete des vormieters anstandslos drin bleiben könnte, beim auszug, dann müsste der nachmieter des vormieters schlechter geschmack übernehmen, was hätte das mit gestaltungsspielraum zu tun.

      • Katharina sagt:

        Im Prinzip geb ich Euch Recht und ich hab schon so manche Wohnung gestrichen. Für Veränderungen solcher Art braucht es aber meistens die Einwilligung der Vermieter und das ist eben nicht so einfach. Und Tapete abmachen, wenn man nicht einfach übermalt ist halt doch mit ziemlichem Aufwand verbunden. Und ja, ich weiss wie Schweizer Wohnungen übergeben werden (müssen), bin genug umgezogen. ;)

  • Cybot sagt:

    Da kann man ja auch gleich in eine Ruine ziehen. Oder in ein Drittweltland, dort sehen die Häuser alle so aus.

  • marie sagt:

    als absolute tapetenphobikerin sage ich soviel zu diesen tapen: ich würde jede, der abgebildeten bei mir an die wand kleben.
    tapeten KÖNNEN ja so richt toll wirken!
    schön. bin begeistert.

  • etoile-filante sagt:

    u.m.w.e.r.f.e.n.d!! Bis auf die Krizelei über dem Bett, hätte ich sie gerne ALLE… Natürlich nicht alle gleichzeitig in der gleichen Wohnung!

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