Gastgebertipps für Kochmuffel

Was serviere ich Gästen, wenn ich nicht gut kochen kann? Ganz einfach: Bereiten Sie etwas Einfaches zu, bei dem nichts schiefgehen kann.
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HEISSEN SIE IHRE GÄSTE WILLKOMMEN
Stylen Sie Ihr Zuhause freundlich und liebevoll. Beweisen Sie Ihre Liebe zu kulinarischen Genüssen, indem Sie Schalen und Töpfe grosszügig mit Früchten und Gemüse füllen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern wirkt einladend und macht Lust auf Essen.

KEINE REZEPTE AUS DEM KOCHBUCH
Versuchen Sie ja keine Rezepte aus einem Kochbuch. Denn wenn Sie nicht kochen können, dann funktionieren auch die besten Rezepte nicht. Schon gar nicht, wenn Sie unter Zeitdruck sind. Gehen Sie auf Nummer sicher und bereiten Sie etwas zu, bei dem Sie nichts abwiegen müssen und wenig Zutaten brauchen. Wählen Sie etwas, das alle sicher mögen.

SELBSTBEDIENUNG DARF SEIN
Es gibt nichts Schlimmeres, als vor einem vollen Teller zu sitzen, den man leer essen muss, um den Gastgeber nicht zu beleidigen. Servieren Sie also Ihr Essen so, dass sich jeder selber nehmen kann, was er mag. Dadurch bleibt Ihren Gästen das Abendessen viel besser in Erinnerung.

INTERESSANTE GESCHMACKSVERSTÄRKER
Stellen Sie viele interessante Zutaten, mit denen auch ein durchschnittliches Essen aufgewertet werden kann, auf den Tisch. Das können Nüsse, Saucen, Kräuter, Gewürze, aromatisiertes Öl oder rohes Gemüse sein. Diese Sachen können Sie im Delikatessenladen kaufen.

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Poulet mit Zitrone 

Sie brauchen ein Biopoulet vom Supermarkt, circa 3 Zitronen, Olivenöl und als Gewürze reichen Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und ein paar Zweige Rosmarin. Heizen Sie den Backofen auf 220 Grad vor. Waschen Sie das Poulet und reiben Sie es mit Olivenöl ein, legen Sie es auf ein Backblech. Schneiden Sie die Zitronen in Schnitze oder halbieren Sie diese. Verteilen Sie den Saft einer halben Zitrone über das Poulet. Würzen Sie mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Verteilen Sie die restlichen Zitronen und den Rosmarin auf dem Backblech rund ums Poulet und schieben Sie das Blech in den heissen Backofen. Nach circa 50 Minuten bis 1 Stunde ist das Poulet fertig. Servieren Sie es mit frischem Brot und Salsa. (Bild über: Heat Oven to 350 Degrees)

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Sommer-Salsa

Hier müssen Sie gar nicht kochen, nur klein hacken und mischen. Schneiden Sie Tomaten (am schönsten sind verschiedenfarbige Tomaten, die Sie in guten, grösseren Supermärkten bekommen), rote, grüne und gelbe Peperoni und Zwiebeln in kleine Würfel. Hacken Sie Petersilie. Mischen Sie alles mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl. (Bild über: Lemonsandanchovies)

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Miniquiches zum Apéro 

Kaufen Sie ausgerollten Blätterteig und schneiden Sie ihn in Kreise. Dafür benutzen Sie einen Unterteller, legen diesen auf den ausgerollten Teig und schneiden ihn mit einem Messer aus. Nun legen Sie die Kreise in eine Muffinform. Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad vor. Mischen Sie in einer Schüssel 4 Eier mit einer guten Handvoll geriebenem Käse (diesen bekommen Sie bereits gerieben im Supermarkt) und 1 dl Rahm. Braten Sie eine gute Handvoll Speckwürfeli knusprig, lassen Sie sie abkühlen und mischen Sie sie unter die Eiermasse. Hacken Sie eine Handvoll Spinat und mischen Sie ihn auch in die Eiermasse. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer.  Nun verteilen Sie die Masse in die Teigschalen in der Muffinform und backen Sie sie im heissen Backofen ca. 35–45 Minuten bis sie goldbraun und knusprig sind. Sie können aber auch fertige Aufback-Quiches kaufen und diese servieren mit ein wenig gehackten Kräutern darüber. (Bild über: The Galley Gourmet)

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Pink Pasta 

Eine gute Pasta zu kochen, ist gar nicht so einfach. Also bluffen Sie und lassen Sie das Auge mitessen. Kaufen Sie rote (mit Randen gefärbte) Pasta (erhältlich in Delikatessengeschäften). Kochen Sie die Pasta in Salzwasser al dente (bissfest). Erhitzen Sie Butter in einer Bratpfanne und geben Sie eine gute Handvoll Pinienkerne bei. Hacken Sie frische Kräuter wie Basilikum und Petersilie. Nun mischen Sie die Butter mit den Pinienkernen und den gehackten Kräutern mit der abgetropften Pasta und servieren alles mit geriebenem Käse. (Bild über: Ubiquitous)

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Biscotti mit Schokolade 

Feine, italienische Biscotti können Sie in Delikatessengeschäften kaufen. Geben Sie ihnen einen persönlichen Touch. Dafür schmelzen Sie Schokolade und tunken die Biscotti darin. Legen Sie sie zum Abkühlen auf Backpapier. Servieren Sie die Biscuits mit Vanille-Glace und giessen Sie ein wenig Vin Santo darüber. (Bild über: Lemonsandanchovies)

21 Kommentare zu «Gastgebertipps für Kochmuffel»

  • Wilde Henne sagt:

    Hmmm, komische Kommentare hier zum Teil. Wieso soll jemand, der nicht kochen kann, das Huhn nicht nachbasteln können. Also nicht kochen können bedeutet ja nicht, dass man nicht lesen kann. Und wer sich genau ans Rezept hält, kriegt das doch hin. Mein 16jähriger Sohn kocht jedenfalls sehr gut nach Kochrezept.
    Gut, bei den Biscotti hätte Frau Kohler ruhig angeben dürfen, wie man Schoggi schmilzt – wer nicht kochen kann braucht eine genaue Anleitung. Aber in den Kommentaren steht es ja jetzt ja gut beschrieben.

  • maia sagt:

    Warum soll jemand, der nicht Kochen kann kein Rezept aus einem Kochbuch kochen, dann aber wohl eines, das im Tagi erscheint???
    Am einfachsten schmilzt man Schoggi indem man sie in Stücke bricht, mit kochendem Wasser übergiest, 2-3 Minuten wartet, das Wasser abgiest und die Schoggi verührt. evt. etwas kochendes Wasser nachgiessen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

  • Daniel sagt:

    Mir läuft jetzt schon das Wasser im Munde zusammen, beim anblick der Bilder!

  • Beat Koch sagt:

    Jemandem, der nicht kochen kann, ein rohes Poulet genau dann in die Hand zu drücken, wenn Gäste kommen, ist grobfahrlässig. Die erste, wichtigste Regel ist: probiere nie was Neues aus, wenn Gäste kommen ! Und wenn das Repertoire halt eben gleich Null ist, empfehle ich ein Plättli mit Bündnerfleisch, ein paar Sorten Käse, gutes Brot und Fertigsalat aus dem Beutel. Eine gute Flasche Wein und niemand wird stänkern.
    Das mit dem Poulet würde ich dann mal an einem ruhigen Abend mit dem Partner zusammen probieren (mit einem Sandwich in Reserve, wenn man das Ding nicht essen kann…)

  • Gino Gelati sagt:

    „BISCOTTI MIT SCHOKOLADE“, das mach ich jetzt und dazu natürlich ein Stracciatella Glace!

  • Ruth Gingold sagt:

    Lesen Sie die Informationen betr. Hühnerhaltung auf der Seite des BVet: http://www.bvet.admin.ch/tsp/02060/index.html?lang=de.
    Dort finden Sie z. B. auf Seite 6 die max. Besatzdichte (13.3-37.5 Hühner pro m2). Messen Sie mal einen Quadratmeter ab und stellen Sie sich darin 37 Hühner vor – 3 Wochen lang. Ausserdem werden Sie eine Menge ambivalenter (d.h. frei interpretierbarer) Formulierungen finden, wie z.B. „kranke und verletzte Tiere angemessen untergebracht sind“. Was ist „angemessen, und wer bestimmt das?
    Vergeht Ihnen der Appetit?
    Darum Bio – finden Sie hierzu Informationen auf der Seite der BioSuisse: http://www.bioaktuell.ch/de/tierhaltung/gefluegel.html. Hühner haben da genügend Platz, etc. Und nicht zuletzt: was das Tier frisst, landet in seinem Fleisch und daher auch in Ihrem Organismus. Gesundheitlich betrachtet sind Bio Hühner also weitaus die bessere Variante!

    • Daniel sagt:

      Oder wie es eine dt. Ernährungswissenschaftlerin ausdrückte, wer sich kein Bio-Gemüse leisten könne, sollte wenigstens Bio-Fleisch essen, weil Bio-Tiere mit Bio-Futter ernährt würden und das Fleisch daher gehaltvoller sei.

  • markus ginsig sagt:

    weils gut tönt

  • Lena sagt:

    Für Menschen die nicht kochen können müssen Salz und andere Gewürzeangaben unbedingt spezifiert werden! Und wie schmelzt man Schokolode? Jemand der nicht kochen kann dreht vielleicht die Platte voll oder auch nur halb auf! Schokolade muss aber entweder im Wasserbad geschmolzen werden oder auf sehr kleiner Pfanne & einen Esslöffel Wasser dazu, dabeibleiben und rühren. Ich kann kochen, aber diese Rezepte sind so nichts für Menschen die das nicht können.
    Frage mich auch ob Menschen die nicht kochen können Muffinformen haben. Der beste Tipp ist, alles vorher auszuprobieren und so oft gekocht zu haben, das man weiss das es gelingt und sich sicher fühlt. Manche Leute sagen man sollte sowieso nie etwas zum ersten Mal für Gäste machen- ich denke das stimmt nicht, gute Köche wissen das etwas gelingen wird, aber gewisse Dinge probiere ich auch zuerst aus. Für Leute die nicht kochen können ists aber ein Muss alles vorher mal zu machen.

    • Carl Over sagt:

      Gut geschrieben, meine Meinung. Habe genau dasselbe gedacht, als ich zur Schokoladenschmelze kam. Läck, das ist dann nicht ganz so trivial wie es hier tönt.

      Aber den Salat machen oder das Poulet gelingt auch blutigen Anfängern. Wer sich nicht traut, soll mit Salz einfach etwas vorsichtig umgehen (gesunder Menschenverstand). Nachsalzen kann man immer.

      Übrigens – ich setze meinen Gästen immer etwas vor, dass ich noch nie ausprobiert habe. Das alleine gibt dann Stoff für eine kleine Diskussion. Immer spannend, Rezepte auszutauschen mit meinen Gästen. Danach wird gejasst.

    • Peter Lustig sagt:

      Völlig richtig. Ausser der Salsa kann alles voll in die Hosen gehen. Und selbst die wird trostlos, wenn sich ein Anfänger – was häufig ist – nicht die Mühe macht, gleichmässig und klein zu schnipseln. Die Rezepte sind sicher fein, aber für einen Anfänger braucht es Rezepte mit viel mehr Toleranz: eine Bolognese kann man 6 oder 8 Stunden köcheln lassen, bei Pasta entscheiden zwei Minuten über zu wenig oder zu viel. Noch engere Toleranz – bezüglich Temperatur – dann bei der Schoggi. Einfacher ist ein Rezept, in dem man einmal aufkochen kann bis es ’strodlet‘ und dann die Pfanne vom Herd nehmen kann, z.B. ein Rhabarberkompott. Dazu eine Kugel Erdbeerglace, finito.

  • Columbo sagt:

    Wieso BIO Huhn?

    • Philipp sagt:

      Weil jedes Huhn BIO ist. Schon mal ein Chemiehuhn gesehen *grins*? Und macdo zählt nicht :-) Aber ehrlich, ich finde die Rezepte für jemand der die Küche nur vom Hörensagen her kennt etwas ansrpuchsvoll. Man kann fast alles versalzen. Dann lieber selbstgepimte Fertigpizza, Tiefkühlapéro oder kalte Platte schön angerichtet. Und dann bin ich noch der Meinung, dass jeder zumindest Grundlegendes selber kochen können sollte. Meine Meinung. Grz

    • Daniel Trautmann sagt:

      Weil man seinen Gästen keinen Giftmüll servieren sollte. Hat was mit Wertschätzung zu tun.

    • Nora sagt:

      Weil es besser schmeckt.

    • sanja sagt:

      Weil ein Bio-Huhn besser schmeckt.

    • Opi sagt:

      ist gesünder.
      schmeckt besser.
      war glücklicher.
      macht glücklicher.

      • Daniel Trautmann sagt:

        Dieselben Egoismen wie jedes Mal. Weil es besser schmeckt, weil es gesünder ist…
        Und was ist mit dem Huhn?! Schon einmal auf die Idee gekommen, dass einem Bio-Huhn ein schöneres Leben geboten wird und dass allein das schon Grund genug sein sollte ausschließlich Bio-Fleisch zu kaufen? Sogar wenn es schlechter schmecken oder keimbelasteter sein sollte, wie es z. B. bei Bio-Eiern der Fall ist?

      • Jasmin Wartmann sagt:

        @ Daniel Trautmann. Es schmeckt besser und ist gesünder, weil eben das Huhn ein besseres Leben führen durfte, das ist quasi die ‚logische Konsequenz‘. Und ich denke, dass wenn man ein Tier artgerecht hält, Gemüse vielfälltig anbaut etc. halt so, wie es sein sollte, wird es immer besser schmecken und gesünder sein.

        ‚Anders als von einigen Fachleuten befürchtet, weisen Hennen und Eier vom Biohof gegenüber konventionellen Betrieben keine erhöhte Zahl an Keimen auf. Das haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden.‘

        http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29881

    • Michael sagt:

      …und vor allem: Wieso aus dem Supermarkt? Richtiges Fleisch kaufe ich beim Metzger meines Vertrauens.

    • Columbo sagt:

      Ok Danke. Bin nicht fuer oder gegen Bio, aber als Nicht – Kocher sind mir diese Rezepte auch schon komplex genug, ohne auch noch die eigentliche „Bau – Anleitung“ von der Ideologie des Authors aussortieren zu muessen. Habe nix dagegen, dass die Bio / Oeko / Vegi / Fair Trade Debatten diskutiert werden, aber vielleicht eher in einem separaten „Gschpuersch Mi“ Beitrag.

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