Very English indeed!

Heute beginnen die Olympischen Spiele in London. Für Sweet Home ist das ein Grund, einen Blick in typisch englische Häuser zu werfen. Denn Home, Sweet Home ist eine englische Erfindung. Jeder Engländer liebt sein Zuhause und möchte es so gemütlich und persönlich wie möglich gestalten. Wir lieben den englischen Einrichtungsstil, voll von Individualität, Exzentrik und Humor.

first option
Poppig, verrucht, sexy und gemütlich zugleich wirkt dieser eklektisch eingerichtete Raum. Da stehen Tische aus den Vierzigerjahren mit verschnörkelten, gusseisernen Beinen kombiniert zu einem weichen Sofa, Plüschhockern und Hollywoodsesseln. Und das alles in gemütlich holzgetäferten Wänden mit tannengrünem Anstrich. Blickfänger sind die koketten Stehleuchten mit den Spitzen und Perlen besetzten Schirmen. Eine gelungene Mischung von Boudoir und Salon. Das Haus ist ein privater Club und kann auch als Location für Fotoshootings gemietet werden. Über: First Option
first option 78
Hier wurde ein Haus in einem dunklen, sinnlichen Grauton gestrichen. Die einzelnen Retromöbel aus dem Midcentury bilden einen starken Kontrast zu den viktorianischen Räumen und leuchten aus dem Grau hervor. Der Gesamteindruck aber ist eine gelungene Mischung aus Coolness und Gemütlichkeit. Denn dunkle Töne vermitteln Tiefe und Geborgenheit und lassen Farben und Einzelstücke stark hervortreten. Das tolle Haus gehört einem Fotografen und einer Stylistin und diente schon als Location für stylische Fotoshootings in renommierten Interior-Zeitschriften. Über: First Option
airspaces lordship
Ein anderes tolles Haus, welches auch vermietet wird für Film- und Fotoshootings, ist der Lordship Park. Die Eigentümer bestücken es immer wieder mit neuen, interessanten Fundstücken. Einige Räume sind romantisch und elegant, andere, wie dieser, cool mit einem Seventies-Touch so stilvoll und gewagt eingerichtet, wie es nur die Engländer können. Über: Airspaces
first-home-7
Was wir immer mit englischer Cosyness verbinden, ist der gemütliche Cottagestil à la Miss Marple. In diesem Wohnzimmer ist er liebevoll interpretiert und mit ein wenig Humor versetzt umgesetzt. Ein altes Sofa wurde patchworkartig mit Leinenstoffen bezogen und mit allerlei geblümten Chintzkissen bestückt. Darüber hängen antike und moderne geblümte Teller, ein Teecosy dient als Lampenschirm. Bild über: First Home
new collection
Eleganz auf die englische Art: schlicht und einfach umgesetzt mit hellen Tönen, schlichten Formen, interessanten Einzelstücken, gerahmten Schwarzweissfotos von der jungen Königin Elizabeth und einer Tapete von Andrew Martin.
airspaces 1
Die Engländer haben keine Angst vor Romantik. Kein Wunder, sie schaffen es auch, Rosa, Geblümtes und Oma-Möbel so zu inszenieren, dass sie einfach unheimlich chic und groovy aussehen. Bild über: Airspaces
jjlocations 2
Ja, man kann auch mit dem Boot im Haus gemütlich leben. Hier hängt eines in einem Strandhaus in Kent über Korbmöbeln, Ledersessel, Patchworkdecken und Blumenkissen. Der Bohemia-Chic ist in diesem Haus sehr lebendig und romantisch umgesetzt. Bild über: JJLocations
the battery
Dieses prächtige, himmelblaue Holzhaus am Meer war einst ein Seemannsheim. Nun ist es liebevoll, mit viel Country-Charme und nautischen Details eingerichtet. Sammlungen von alten Wassertöpfen, Salzstreuern oder kleinen Segelschiffen sind Bestandteil der Einrichtung. Um den grossen Esstisch stehen  Kirchenstühle, und die Schlafzimmer sind mit bunten Quilts versehen. The Battery ist in vielen Interior-Büchern und -Zeitschriften zu sehen.
airspaces jiji
Englische Exzentrik ist hier daheim. In diesem Haus aus der Zeit von Queen Anne sind viele Antiquitäten zu finden, die auf eine unkomplizierte, persönliche Art zusammengestellt wurden und eine Stimmung von vergangener Zeit verbreiten. Über: Airspaces
denissevershousejpg
Dennis Severs (1948–1999) hatte sein Zuhause in ein Museum verwandelt. Jedem Zimmer hauchte er viel Vergangenheit ein und hat es so inszeniert, als wären seine Bewohner gerade eben rasch aus dem Raum gegangen. Das Haus ist heute öffentlich als Dennis Severs House zugänglich, es wurde in vielen BBC-Sendungen gezeigt und diente in Vogue-Shootings und in Videos, wie zum Beispiel der Gruppe Pulp, als Kulisse.

3 Kommentare zu «Very English indeed!»

  • Adam Gretener sagt:

    Bestimmt richtig, Annema. Aber gerade in einem Einrichtungsblog können, oder sollen eben nicht Standard-Mittelklassewohnungen abgebildet werden.. Ohne ihnen zu nahe treten zu wollen. Ich war z.B. eine Zeit lang in Schottland und habe da in einem B&B gewohnt, welches den Bildern sehr ähnlich sieht. Es sind die kleinen Ungereimtheiten und Stilbrüche welche die Briten ausmachen. Man kann es drehen und wenden wie man möchte, ich finde die Briten sind uns mit ihrer unkonventionellen Art zu denken und der Aufgeschlossenheit voraus.

    • Annema sagt:

      Ach wirklich? Haette ich nicht gemerkt! <- Irony!!

      Ich bin ja nicht bloed.Sowieso sagt es in der Fotolegende, dass die ausgesprochene geschmackvolle Interieurs vielmals als Kulisse fuer was-auch-immer dienten. Dennoch bin ich der Meinung, dass man das abgebildete mit nichten als typisch bezeichnen kann und sorry, aber BB zaehlt nicht.

  • Annema sagt:

    JaJa, das sind wirklich typische englische Haeuser, wie man sie ueberall sieht, denn wir leben hier alle in Theaterkulissen. Jane Austen, Miss Marple, Sherlock Holmes; ein bisschen Tudor hier und Georgian da und zwischendurch Victoriana.
    Gruesse aus einem East London Victorian terraced

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.