Ein Haus wie eine Faltbox

Wie ein Entwurf oder mal eben aufgeklappt wirkt dieses aussergewöhnliche Einfamilienhaus in Tübingen, gebaut von Martenson und Nagel Theissen.

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Die Architekten bekamen den Autrag, ein umweltverträgliches Haus  für eine Familie mit vier Kindern zu bauen. Dabei stellten besonders die zahlreichen Bauvorgaben eine Herausforderung dar. Zudem sollte das Haus in die Umgebung passen und den Nachbarn die Sicht auf das Schloss erhalten bleiben. Den Architekten gelang es nicht nur, all diese Einschränkungen zu berücksichtigen, vielmehr entstand dadurch eine raffiniert-kreativer Bau. Aus all den Grenzen entfaltete sich ein Haus, das durch seine Vielseitigkeit und Perspektiven besticht.
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Durch die eigensinnige Bauweise entstand eine Art Turm, der Aussicht auf die Stadt und das nahegelegene Schloss bietet. Da das Haus gut in die Umgebung passen sollte, wurde die Fassade den umliegenden Häusern, die meisten aus den 20er-Jahren, angepasst.
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Das Haus wurde ausschliesslich aus Holz gebaut, wobei das Dach und die oberen Mauern mit Gummi beschichtet sind, angelehnt an die Tradition von Fischerhütten. Die vielen verschachtelten Räume bieten trotz geringer Grundfläche viel Platz für die ganze Familie.
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Der Innenbereich ist ebenfalls vollständig aus Holz. Damit die vielen Räume gross und hell wirken, wurde das Holz sandgestrahlt.
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Schlichtes Mobiliar, viel Licht, Helligkeit und spannende Raumaufteilungen auf verschiedenen Ebenen bestimmen das Innenleben des Hauses Just K von Maartenson und Nagel Theissen.

30 Kommentare zu «Ein Haus wie eine Faltbox»

  • Chicago Boy sagt:

    Ich finde diesen Blog einfach wunderbar. Vielen Dank! Das Haus ist von der Form her interessant. Die Farblosigkeit aussen wie innen ist wohl Geschmackssache. Mein Spontaner Gedanke war, hier wohnt wohl kaum jemand – oder ist frisch eingezogen. Es hat keine Dekorationen, keine Bilder, alles sehr unpersönlich und steril. Mit einigen „Farbklecksen des Lebens“ würde dem Haus mehr Freundlichkeit eingehaucht. Für mich dominiert hier zu viel kühle Strenge.

  • open mind sagt:

    merci, c.j. branov! genau auf den punkt gebracht. die rechtschreibefehler ignorierend, bereitet es auch mir grosse mühe, solch einen geschmackslosen beitrag zu goutieren. abgesehen davon, dass gino gelati kinderattituden für seine argumente missbraucht, finde ich es ungeheuerlich, die versierte journalistin dieses textes derart zu diffamieren. vielleicht sollte der schreiberling mal etwas in sich gehen und seinen „mind“ öffnen. das würde übrigens, wie weiter oben bereits erwähnt, einigen geistern in dieser rubrik sehr gut tun… ;)

  • Gino Gelati sagt:

    Hilfe, sowas von grausam hässlich, inne wie aussen! Sollten Kinder da sein, dann alle Wasserfarben, Schococrèms, KetchUp’s und Filzstifte wegschliessen, die Wände sind einen Einladung zum verschmieren! Ich staune immer wieder über diese völlig sinnlosen Beiträge in diesem SweetHome Blog! Gebt dieser „Marianne Kohler Nizamuddin“ bitte einen anderen Job, zb Hauspost verteilen!

    • C.J. Branov sagt:

      Gino Gelati, Sie sind ein entsetzlich respektloser Geselle. Was erlauben Sie sich eigentlich? Leisten Sie was anderes als destruktive Kommentare schreiben über etwas, das zum grössten Teil sowieso Geschmackssache ist? So Typen wie Sie sollten mal in einen Kommentar-Benimmkurs. Und Kinder kann man erziehen. Wüsste nicht, warum sie Holzwände eher versauen sollten als weisse Wände. Einfach nur Nonsens, Ihr Geschreibe.

  • erika hugentobler sagt:

    … nicht geschenkt würde ich in so einer kiste wohnen wollen…

  • open mind sagt:

    ein kuules projekt. :) das graugrüne volumen zeitgemäss modelliert, ein gekonntes kontrastprogramm im innern, super!
    übrigens immer wieder erheiternd, welch destruktive feedbacks man in dieser rubrik liest, sobald ein projekt vorgestellt wird, welches gradlinig durchgezogen wird. ich sage da nur: open your minds, folks! ;)

    • Karl Lang sagt:

      Well put, dear open mind. Das Haus ist sicher nicht mein Traumhaus. Es gefällt mir nicht sonderlich, trotzdem verdient es, da zu stehen und sehenswert zu sein. Die teilweise heftigen Reaktionen in diesem Forum sind leider typisch. Sobald mal ein Haus nicht der 08/15 Wohnschablone entspricht, folgen gleich die vernichtenden Kommentare wie das Amen in der Kirche. Sind wir denn so voll Neid und Missgunst? Was der Schweiz gut tun würde, wären weniger farblose und hässliche Wohnblöcke («no design language», frei nach Kevin McCloud). Stattdessen wünsche ich mir Einzigartiges, Interessantes, z.B. zeitgemässe Townhouses.

  • wunder sagt:

    mich wundert die komischen Bemerkungen all dieser Leute!
    Es ist eine gute Lösung,durchdacht und gut gestaltet.
    Es ist leider so ,dass immer wieder die Bauvorschriften holperige Regeln
    darstellen.
    Eine gute Leistung,wenn man die Bauvorschriften bedenkt.

  • Veronica sagt:

    Das erste Foto erinnert sehr an Kerichtkübel und Sammelkontainer.
    Der Innerseite ist eigentlich eine Art Alptraum. Wo man auch schaut, überall dieses farbloses gesantstrahltes Holz dass alle Forme des Raums zerflacht. Unbequem auch mit den vielen Stolperstellen.

  • A. Chris Östman-WENGER sagt:

    Wir Schweizer sollten auf unseren weltberühmten Architekten sehr, sehr stolz sein. Dieses Beispiel – fantastisch fantasievoll – scheint von Dänischen Architekten entworfen zu sein. Mindestens einer davon. Deswegen nicht weniger originell und eigensinnig. Nachbarn? Sie wohnen doch nicht im Haus! Wieso so viel Rücksicht wegen Aussicht?
    CHRIS Ö-We

  • stylewatch sagt:

    Na ja, irgendwie passt’s nicht so…. Vor allem für eine Familie mit vier Kindern. Scheint mir ziemlich unpraktisch (wie putzt man das sandgestrahlte Holz?)

  • Petra sagt:

    Für einmal muss man hier wohl die Sonnenbrille IM Haus tragen…
    Nein, mein Geschmack ist das ü-ber-haupt nicht.

  • P. DeVega sagt:

    Kann mir kaum vorstellen, dass in den 20-er Jahren die Häuser solche Fassaden hatten? Vermutlich wurden höchstens „Elemente“ andeutungsweise übernommen. Sicherheit scheint nicht in den Bauvorschriften mangelhaft zu sein. Die Innentreppe ist für die ersten Stufen nicht gesichert. Ein Kind könnte ab der Höhe der 7. Stufe herunterfallen! Aber man spricht (und schreibt) darüber: Erfolg für die Architekten, wohl aber kaum für Nachbarn und Bewohner

  • Christian Duerig sagt:

    Architektonischer Schwachsinn vom Feinsten. Aussen GRAU und innen BILLIG. Loyd Weber wird sich im Grab umdrehen. „Falling Water“ spielt das Wetter. FAZIT: Stumpfsinn ! Blödsinn ! Du mein Vergnügen ! Da Capo mit: Du meine Lust !

  • Reto Gächter sagt:

    Ich finds stylisch!
    Aloha

  • lisa sagt:

    entzsetzlich, innen wie aussen – aber wie immer auch geschmacksache…

  • Mario Monaro sagt:

    Luigi Colani – der auch viel Quatsch erzählt hat – prägte mal den Satz, dass ein Haus, genau wie ein Handschuh, vor allem INNEN passen und angenehm sein muss. Scheint mir ein schönes Beispiel für diese Theorie zu sein. Von aussen eher unproportioniert, aber Innen sehr attraktiv.

  • Claudia sagt:

    Vier Kinder und soviel helles Holz? Das sieht doch in allerkürzester Zeit total schmuddelig und dreckig aus… oder nimmt sandgestrahltes Holz keinen Schmutz an? Kenne mich da nicht so aus…

    • joachim kuhn sagt:

      Dachte soeben das Selbe ;)

      • elena sagt:

        Irritierender Gedanke, der das Haus bei gewissen Leuten auslöst. Kinder scheinen bei den meisten eine Garantie für Schmutz zu sein – trotz drei Kindern seh ich das nicht so: Wie wäre es mit Erziehung zur Sorgfalt?

  • ivo seiler sagt:

    meinen geschmackssinn nicht getroffen – potthässlich, arme nachbarn

  • Philipp Rittermann sagt:

    ..architekten sind oft das ende malerischer dorfbilder….

  • Déjà-vu sagt:

    Freie Sicht aufs Schloss für die Nachbarn? Dann ist dieses Haus wohl die Ritterrüstung der Abwehrsoldaten? Würde mich als Nachbar bedanken…

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