Pure Fleischeslust

In vielen Haushalten kochen Männer, und für sie gehört oft ein gutes Stück Fleisch einfach dazu. Achten Sie beim Kauf des Fleisches, dass es biologisch ist, die Tiere artgerecht gehalten wurden und dass die Qualität grundsätzlich hochwertig ist. Weniger ist mehr, geben Sie lieber mehr Geld für ein gutes Stück Fleisch aus und essen Sie dafür weniger. So bleibt es etwas Besonderes, Geschätztes. Diese vier Rezepte sind alle ganz unterschiedlich, supereinfach und doch kleine Festessen.

 

singforyoursupper

Koteletts mit Aprikosenmarinade

Zu Schweinefleisch passen Früchte gut, sie sorgen für einen süss-sauren Geschmack und unterstützen die Karamelisierung des Fleisches. Diese Schweinskoteletts passsen gut zu Kartoffelstock und Frühlingsgemüse und geben eine klassisch sonntägliche Mahlzeit ab. (Bild über: Sing for your Supper)

Zutaten für 4 Personen:
  • 4 dicke Schweinskoteletts ohne Knochen
  • 2 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Aprikosenkonfitüre
  • Zitronensaft zum Abschmecken
  • ein wenig frischer Thymian

Zubereitung:

Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad. Geben Sie das Öl in eine backofenfeste Bratpfanne und erhitzen Sie es. Braten Sie die Koteletts, ohne sie zu bewegen ca. 3-5 Minuten an. Dann wenden und auf der anderen Seite nochmals 3-5 Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen und in den Backofen schieben. Dort ca. 20 Minuten fertig kochen bis das Innere des Fleisches eine Temeperatur von 70 Grad hat. Nun nehmen Sie die Koteletts aus der Pfanne und bedecken Sie mit Alufolie. Stellen Sie die Pfanne wieder auf den Herd und geben Sie die Aprikosenkonfitüre und ein wenig Thymian bei, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und lassen Sie die Sauce auf kleinen Feuer köcheln. Falls es zu wenig Fleischsaft hat, geben Sie ein bisschen Hühnerbouillon bei. Servieren Sie das Fleisch und löffeln Sie die Sauce darüber. Dazu passt ein feiner Kartoffelstock mit knusprig gerösteten Zwiebeln und Frühlingsgemüse wie Kefen, frische Erbsen oder zarte, in Butter gekochte Rüebli.

thegalleygourmet

Scharfe Saftplätzli auf kreolische Art 

Diese Saftplätzli haben einen kreolischen Dreh und werden in den Südstaaten von Amerika mit Griess serviert. Es passt aber auch sehr gut eine Polenta oder Kartoffelstock aus Süsskartoffeln dazu. (Bild über: The Galley Gourmet)

Zutaten für 4 Personen:
  • 1 kg Rindsplätzli, für Saftplätzli geeignet
  • Salz, Pfeffer und ein wenig Cayennepfeffer
  • Mehl
  • Sonnenblumenöl
  • Butter
  • 5 Knoblauchzehen, zerstossen und fein gehackt
  • 1-2 Zwiebeln, gehackt
  • 2 Stangen Sellerie, gehackt
  • 1 grüne Peperoni, gehackt
  • 1 kleine Dose (400 g) gehackte Tomaten
  • 2 dl Fleischbouillon
  • 2 dl trockener Rotwein
  • 2 Esslöffel Rotweinessig
  • Frühlingszwiebeln
  • Tabascosauce

Zubereitung:

Klopfen Sie die Plätzchen dünn, am besten zwischen zwei Lagen Backpapier. Dann würzen Sie diese mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer, reiben Sie sie mit dem Knoblauch ein. Nun wenden Sie die Plätzchen im Mehl und braten Sie diese portionenweise beidseitig in heissem Öl mit Butter an, so dass sie braun werden. Zur Seite legen. Nun geben Sie das gehackte Gemüse und den übrigen Knoblauch in das Bratfett und braten Sie es unter ständigen Rühren auf kleiner Hitze ca. 10 Minuten an. Nun giessen Sie den Wein dazu und rühren gut um, die Bouillon beigeben und dann die Tomaten. Legen Sie das Fleisch in die Sauce und kochen Sie es zugedeckt auf niedriger Hitze 1,5 Stunden. Nehmen Sie den Deckel weg und kochen Sie es nochmals 40 Minuten, so dass sich die Sauce eindickt. Servieren Sie die Plätzli mit einigen grünen Frühlingszwiebelringen und schmecken Sie alles nach Bedarf mit ein wenig Tabascosauce ab. Dazu machen Sie eine buttrige Polenta oder Kartoffelstock aus Süsskartoffeln.

mealngery.com

Frühlings-Kalbsvoressen

Gulasch schmeckt auch im Frühling. Auf eine ähnliche Art wie Zürigeschnetzletes lässt sich auch ein langsam gekochtes Kalbsvoressen zubereiten. Servieren Sie es mit viel Gemüse und feinem, knusprigem Brot. (Bild über: Melangery)

Zutaten für 4 Personen:
  • 1 kg Kalbsvoressen
  • Butter
  • 2 dl trockener Weisswein
  • 2 dl Hühnerbouillon
  • 1 Bouquet garni mit Rosmarin, Thymian, Salbei und Lorbeer
  • 12 kleine Saucenzwiebeln, geschält
  • 300 g Champignons
  • Salz und weisser Pfeffer
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Rahm oder Crème fraîche

Zubereitung:

Braten Sie die Fleischstücke portionenweise an, würzen Sie sie mit ein wenig Salz und Pfeffer. Löschen Sie den Bratenfond mit dem Wein ab, giessen Sie die Bouillon dazu und legen Sie das Bouquet garni bei. Gut umrühren und auf kleiner Flamme ca. 1 Stunde köcheln, bis das Fleisch zart ist. In einer Bratpfanne braten Sie in Butter die Zwiebeln und die Pilze an. Geben Sie den Zitronensaft dazu und stellen Sie alles zur Seite. Wenn das Fleisch gekocht ist, geben Sie die Pilze und die Zwiebeln dazu und köcheln alles nochmals 15 Minuten. Nun geben Sie den Rahm oder die Crème fraîche und die gehackte Petersilie bei. Servieren Sie das Fleisch mit frischem Frühlingsgemüse wie buttrigen Rüebli, Erbsen oder Kefen. Essen Sie dazu frisches, knuspriges Brot oder kleine, neue Kartoffeln.

IBREATHIMHUNGRY

Bangers und Mash – Bratwürstchen mit Kartoffelstock

Unseren Bratwurst und Rösti entsprechen in England die Bangers und Mash. Sie kochen die Würstchen mit einer Sauce und servieren Sie über Kartoffelstock mit grünen Erbsen. (Bild über: I breath I’m hungry.)

Und so gehts: Dieses Gericht ist wirklich supereinfach und kann nicht schiefgehen. Sie brauchen einfach gute Bratwürste vom Metzger. Machen Sie aus grossen Bratwürsten je zwei kleine und braten Sie diese sorgfältig rundum an. Das geht auch einfach im Backofen. Dafür legen Sie die Würstchen auf ein Blech oder in eine Gratinform, geben ein wenig Öl dazu und drehen Sie mindestens einmal, so dass sie überall braun werden. In der Zwischenzeit rösten Sie grob geschnittene Zwiebeln in ein wenig Butter goldbraun, geben ein wenig Mehl dazu und löschen alles mit einem halben Glas Rot- oder Weisswein ab. Giessen Sie 1 Glas Bouillon dazu und würzen Sie nach Geschmack. Wenn die Würstchen fertig gebraten sind, geben Sie die Sauce dazu. Für den Kartoffelstock kochen Sie geschälte Kartoffeln in Salzwasser oder Bouillon weich, giessen diese ab und mischen ein grosses Stück Butter dazu. Zerstampfen Sie die Kartoffeln mit einem Stampfeisen. Kochen Sie frische oder gefrorene Erbsen als Beilage. Servieren Sie die Würstchen mit der Sauce über dem Kartoffelstock.

22 Kommentare zu «Pure Fleischeslust»

  • Raul Bärlocher sagt:

    Etikettenschwindel !!! Im Titel steht etwas von purer Fleischeslust und dann stösst man in den Rezepten auf Dinge wie Gemüse, Polenta, Kartoffelstock . . . lauter Kohlehydrate welche nur die Verdauung stören . . . ;-)

    Wenn man „Pure Fleischeslust“ sagt, kann man eigentlich nur argentinischen Asado meinen: Ein halbes Kilo Fleisch pro Person als Ausgangspunkt, Chorizos nicht mit eingerechnet. Grünen Salat zur Dekoration und viel Rotwein. Voilà.

  • Ina Müller sagt:

    Wann sind diese Themenwochen Mann denn endlich vorbei? Gähn…

    • sepp z. sagt:

      „In vielen Haushalten kochen Männer, und für sie gehört oft ein gutes Stück Fleisch einfach dazu“
      ersetzen Sie einfach Männer durch Frauen, und Sie haben eine Frauenwoche.
      „In vielen Haushalten kochen Frauen, und für sie gehört oft ein gutes Stück Fleisch einfach dazu“
      Woila.

  • Sugus sagt:

    Welche Bratwürstchen (Schweins, Kalbs, Rinds, Cipolata?…) würde ein echter Brite für Bangers and Mash verwenden? Gibt es dazu eine traditionelle oder speziell geeignete Sorte von Würstchen?

  • Sauber sagt:

    „Achten Sie beim Kauf des Fleisches, dass es biologisch ist“

    Grundsätzlich ist gegen Bio ja nichts ein zu wenden nur denken viele dass Bio per se ökologischer ist.

    Was schadet der Umwelt wohl weniger; Ein Stück Fleisch aus der Region von einem nicht Biobauer, oder ein aus Argentinien importiertes Bio Ojo de Agua Rindsfilet?

    • Carne sagt:

      Gute Frage, ich vermute das Argentinische Fleisch schneidet besser ab. Vorausgesetzt es wird mit dem Schiff nach Europa gebracht, wo es gleich noch schön abhangen kann. In Argentinien braucht es auch keinen Stall der geheizt werden muss und die „Betreuung“ der Tiere geschieht vom Pferd aus.

      • rainer_d sagt:

        Richtig ist sicher, das oft mehr Energie verbraten wird durch den Transport von der Anlandestelle (HH oder Rotterdam) bis zum Endverbraucher als vom Produktions-Ort per Schiff zur Anlandestelle.
        Richtig ökologisch wäre aber nur ein Transport mit dem Lastensegler.
        Konventionelle Containerschiffe verheizen Schweröl, was die Atmosphäre extrem mit Schadstoffen verschmutzt.

  • Bena sagt:

    Wer Rindfleisch verzehrt sollte/ muss wissen, dass der virtuelle Wasserbedarf für ein (1) Kilogramm Rindfleisch bei 16’000 Liter Trinkwasser liegt (sechzehntausend Liter). – Guten Appetit…

    • Ulindo Bubikoner sagt:

      Schon mal die Ökobilanz von Quorn und Soya angeschaut?

    • Carnivore sagt:

      Danke für die Information. Da man aus Trinkwasser keine Burger braten kann, werde ich wohl weiterhin auf Rindfleisch statt Trinkwasser setzen :)

    • Jimmy sagt:

      liebe Bena, Sie gehöhren offenbar zu der mixed-körnli-picker garde, dann mischen Sie sich doch bitte nicht ein, wenn
      es um wunderbare Fleischrezepte geht, danke

    • Christian sagt:

      Hmm, ich finde zu Rindfleisch passen 16000 Liter Bier besser als Wasser! In diesem Sinne eine fröhlich Grillsaison und lasst die Smoker rauchen und kiloweise Fleisch verzehren.

    • Sandra sagt:

      Solange es sich nur um „virtuelle“ Liter handelt…

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Bena, ich finde Fleisch essen in mehrfachster Weise unverantwortlich. Das erste Argument ist für mich der Respekt vor dem Lebensrecht von emotional hochentwickelten (Säuge-) Tieren und ihrer Leidensfähigkeit. Sollte für differenzierte Menschen eigentlich genügen. Immer wieder entlarvend ist, wie man bei den zu Recht schuldbewussten Fleischessern den grossen roten Panik-Knopf mit einem kleinen Hinweis betätigen kann. Macht Hoffnung für die Zukunft – es tut sich langsam was in den Köpfen und Herzen der Menschen !

      • Ulindo Bubikoner sagt:

        Das Gnu leidet auch und der Löwe muss nun mal Fleisch essen. Offenbar sind nicht die Karnivore undifferenziert. Sondern den Vegetariern fehlt das nötige Protein, um denken zu können.

  • Thomas M. sagt:

    Keith Richards hat in seiner Autobiographie erklärt, wie *er* bangers and mash macht. Er meint, er hätte das ultimative Rezept.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.