Damit wird uns warm ums Herz: Fünf einfache Wintermahlzeiten

Das Schönste an der Winterkälte ist, dass man, wenn man abends ins warme Haus kommt, so richtig hungrig ist. Kochen Sie etwas Feines, Winterliches, das Körper und Seele wärmt und für einen gemütlichen Abend sorgt. Hier finden Sie fünf einfache Rezeptideen.
350

1 — Schweinskoteletten mit Äpfeln und Nüssen 

Süss und würzig vertragen sich besonders im Winter besonders gut. Diese Schweinskoteletten oder Schweinssteaks mit Äpfeln und Nüssen sind ein feines und einfaches Rezept, das auch was hermacht, wenn Gäste da sind. Dazu passen zum Beispiel Kartoffeln oder Spätzli. (Bild über: Heat Oven to 350)

Zutaten:
  • 4 Schweinskoteletten oder grosse Schweinssteaks
  • 2 Äpfel, in Schnitze geschnitten
  • 1 gute Handvoll Pecannüsse
  • 0,5 dl Bouillon
  • 0,5 dl Süssmost
  • Mehl, Salz, Pfeffer
  • Butter
Zubereitung:

Erhitzen Sie die Butter in einer ofentauglichen Bratpfanne. Würzen Sie die Fleischstücke mit Salz und Pfeffer und bestäuben Sie sie mit ein wenig Mehl. Braten Sie sie beidseitig an und kochen Sie sie im auf 180 vorgeheizten Backofen fertig. In der Zwischenzeit in einer anderen Pfanne die Apfelschnitze in Butter anbraten und die Nüsse dazugeben, ein wenig Süssmost dazugeben. Das Fleisch aus dem Ofen nehmen, mit 0,5 dl Bouillon ablöschen und dann die Äpfel mit den Nüssen dazu geben. Zugedeckt noch ein paar Minuten köcheln lassen.

lemonsandancovies

2 — Eiernudeln mit Pilzen und Weisswein 

Teigwaren sind immer «Comfortfood» und machen uns glücklich. Diese üppigen Eiernudeln sind genau richtig für kalte Wintertage. (Bild: Lemon and Anchovies)

Zutaten für 4 Personen:
  • 400 g Eiernudeln
  • Olivenöl
  • 1 dl Weisswein
  • 1 dl Bouillon
  • 2 dl Rahm
  • 400 g Champignons, weisse und braune gemischt
  • 2 Handvoll gedörrte Steinpilze, eingelegt in warmem Wasser
  • 2 Schalotten
  • 1/2 gehackter Peperoncino
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • Thymian
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 6 grüne Oliven, gehackt
  • 1 Handvoll Petersilie, gehackt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • geriebener Parmesan
Zubereitung:

Kochen Sie die Tagliatelle al dente. Schneiden Sie die Champignons in Viertel. Drücken Sie das Wasser aus den Steinpilzen. Hacken Sie die Schalotten, den Knoblauch und den Chili, streifen Sie die Blättchen von den Thymianzweiglein, hacken Sie die Oliven. Braten Sie die Schalotten in Olivenöl an, geben Sie den Peperoncino und den Knoblauch bei, sobald dieser zu duften beginnen, die Pilze beigeben. Braten Sie die Pilze an, geben Sie die Zitronenschale bei, den Zitronensaft und den Thymian. Giessen Sie den Wein und die Bouillon dazu und lassen alles bis zur Hälfte einkochen. Würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat. Den Rahm dazugeben, aufkochen und dann die Hitze zurückstellen. Die Oliven beigeben und die gehackte Petersilie darunter mischen. Die Nudeln abgiessen, in die Sauce geben, gut durchmischen und mit geriebenem Parmesan servieren.

kitchenist

3 — Gefülltes Pizzabrot 

Eine lustige und feine Art, mit Pizzateig umzugehen, ist dieser Ring, der sich Stromboli nennt. Sie können ihn nach Geschmack füllen und im heissen Ofen wie ein Brot backen. (Quelle: The Kitchenist)

Zutaten:
  • 1 ausgewallter Pizzateig
  • 3 Esslöffel Pesto
  • 100 g getrocknete Tomaten, in Stücke geschnitten
  • Olivenöl
  • 100 Gramm Mozzarella, in Stücke gerissen
  • 2 EL Sugo (am besten selbstgemachte Tomatensauce vom Vortag, es geht aber auch Pizzasauce aus der Dose)
  • 1 Ei
Zubereitung:

Bestreichen Sie den Pizzateig mit dem Sugo, verteilen Sie die Pestosauce darauf und verteilen Sie die Tomaten- und Mozzarellastücke. Träufeln Sie ein wenig Olivenöl darüber und rollen Sie den belegten Teig zu einer Wurst. Machen Sie daraus eine Rolle und schneiden Sie sie in regelmässigen Abständen ein. Bestreichen Sie sie mit einem geschlagenen Ei und backen Sie sie im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten.

ubiquitous

4 — Gemüsesuppe mit verlorenem Ei 

Nichts tut uns im Winter so gut wie eine gute Suppe. Und das Beste, Suppen können ganz schnell gehen. Sie brauchen einfach eine Küchenmaschine oder einen Pürierstab. (Bild über: Ubiquitous)

Zutaten für 4 Personen:
  • 1 Broccoli
  • 1 Lauchstängel
  • 1 Kartoffel
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 7 dl Bouillon
  • 2 dl Rahm
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 6 Basilikumblätter
  • 4 Eier
Zubereitung:

Schneiden Sie das Gemüse in Stücke. Hacken Sie die Zwiebel und zerquetschen Sie den Knoblauch. Braten Sie die Zwiebel im Olivenöl an, geben Sie den Knoblauch dazu, sobald dieser zu duften beginnt, herausnehmen und das Gemüse beigeben, alles gut dünsten, die Bouillon beigeben und das Gemüse weichkochen. Den Basilikum beigeben und alles pürieren, würzen, den Rahm beigeben und erwärmen. In der Zwischenzeit 1 Ei pro Person pochieren. Die Suppe mit dem verlorenen Ei und einem gerösteten Stück Pariserbrot servieren, ein bisschen Olivenöl darüberträufeln.

brooklynsuppers 2

5 — Altmodischer Apfelkuchen 

Wenn Kuchenduft durch die Wohnung dringt, dann fühlen wir uns gleich zu Hause und freuen uns auf ein gutes Stück. Dieser Apfelkuchen ist supereinfach und dank der vielen Früchte erst noch gesund. (Bild: Brooklyn Supper)

Zutaten für den Teig:
  • 130 g Mehl
  • 6 EL Butter, kalt
  • 0,6 dl Eiswasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 KL Zucker
Zutaten Füllung:
  • ca. 3 grosse Äpfel wie Boskop oder Granny Smith
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 gute Prise Salz
Zutaten Guss:
  • 1 dl Wasser
  • 100 g Zucker
  • Apfelschalen und Kerngehäuse
  • den Saft und die abgeriebene Schale von 1 Orange
Zubereitung:

Geben Sie Mehl, Salz und Zucker in die Küchenmaschine und mischen Sie alles gut durch, bis sich eine sandige Konsistenz bildet. Nun geben Sie portionenweise das Eiswasser dazu, bis sich der Teig bindet. In Haushaltsfolie einwickeln und im Kühlschrank eine Stunde kühl stellen. Danach auswallen und eine runde Form (28 cm Durchmesser) damit belegen. Die Form vorher gut ausbuttern oder noch besser mit Backpapier auslegen.
Nun schälen und rüsten Sie die Äpfel und schneiden sie in gleich dünne Schnitze. Dann belegen Sie den Kuchenboden dicht mit den stehenden Apfelscheiben. Bestreichen Sie die Äpfel mit den 2 Esslöffeln geschmolzener Butter, bestreichen Sie sie mit der Prise Salz und danach mit den 3 Esslöffeln Zucker. Nun backen Sie den Kuchen im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten. In der Zwischenzeit kochen Sie mit dem Wasser, dem Zucker, den Apfelresten, der Schale und dem Saft der Orange einen Sirup. Abgiessen und über den ca. 15 Minuten augekühlten Kuchen giessen. Servieren Sie den Kuchen zum Beispiel mit Crème fraîche, Schlagrahm oder Vanillecreme.

16 Kommentare zu «Damit wird uns warm ums Herz: Fünf einfache Wintermahlzeiten»

  • Ina Müller sagt:

    Jacqualine, du musst darauf achten, dass das Wasser nicht wallt! Sonst gehen die Eier sofort kaputt. Versuch es mal so:

    Wasser (gesalzen oder selbstgemachte KLARE Bouillon) aufkochen, bis es sprudelt, dann von der Platte nehmen, bis das Wasser wieder klar ist, also nicht mehr sprudelt, aber immer noch heiss. Die Eier vorsichtig in eine Tasse schlagen und von dort aus ins Wasser gleiten lassen. Wenn du magst, mit einer Kelle sorgfältig das Weiss um das Gelb herumlegen, falls das Ei zu sehr zerfliesst. Dann einige Minuten so pochieren lassen, bis das Ei fest wird.

  • Jacqueline sagt:

    Kann mir mal jemand einen Geheimtip für die verlorenen Eier geben.
    Ich koche gerne und gut (sagt man) aber ich habe noch nie ein gutes verlorenes Ei hinbekommen.
    Wie macht man das am Besten?

    • Monika sagt:

      Für Verlorene Eier gibt man in 2 Liter Wasser 2dl Weissweinessig. Das Ei in ein Schälchen aufschlagen. Das Wasser auf den Siedepunkt bringen und das Ei ins Wasser gleiten lassen. Wenn man sofort mit zwei Löffeln etwas nachhilft kann man das Ei noch etwas in Form bringen. 3-4 Minuten pochieren und vorsichtig herausnehmen.
      Frohe Ostern!

  • Issey Schnyder sagt:

    Also die Wähe habe ich gestern probiert. Man muss mit dieser Variante Süss schon sehr gerne haben und ich brauchte nur etwa die Hälfte das Zuckers. Aber der Apfelgeschmack kommt mit diesem Sirup-Guss äusserst zur Geltung! Wers mag, doch ich bleibe bei meinem alten „Grosi“ Rezept mit Rahm, Quark usw..

  • Bezüglich Pizza-Brot: gibt das nicht eine Sauerei beim Backen? Sieht sonst lecker aus.

    • Marlies sagt:

      Ich habs ausprobiert, und es hat eine Sauerei gegeben…..
      Desshalb ist das Bild mit dem Pizzabrot auch vor dem backen aufgenommen worden.

      • Daniela sagt:

        Bei mir gab es keine nennenswerte Sauerei! allerdings habe ich nicht derart tiefe Schnitte gemacht wie oben… sah trotzdem super aus. Dummerweise habe ich mich bei den getrockneten Tomaten für welche entschieden die nicht in Öl gelegt waren sondern im Tütchen und gesalzen. Dementsprechend salzig ist dann das ganze geworden… In Zukunft werde ich getrocknete Tomaten nehmen die in Öl eingelegt sind und dafür das Olivenöl am Ende weglassen. Alles in allem mit etwas Salat perfekt für einen WG-Abend.

  • Katharina sagt:

    Ich will eigentlich schon gar nicht mehr kommentieren bei den Rezepten, ich schreibe sowieso immer das gleiche: hmmmm! So fein! :-) Diesmal gefällt mir die Suppe am besten. Denken Sie sich einfach bei jedem Rezeptbeitrag, dass ich ihn lese und in Gedanken „Dankedankedanke!“ sage. :-) Und dann schreibe ich doch wieder was.

  • Tom Uelinger sagt:

    Wie kann man denn Granny Smith als Kuchenapfel nehmen?? Boskop, Cox Orange, Reinetten, aber Granny Smith… gruuselig

    • Wilde Henne sagt:

      Tom, wieso soll der Granny Smith nicht als Kuchenapfel gehen? Der ist säuerlich wie ein Boskop, wie ein Cox Orange – passt also einwandfrei. Nicht nur die alten Apfelsorten taugen als Äpfel für eine Wähe!

      • die da sagt:

        Granny Smith ist aber kein Schweizer Apfel und wenn es schon eine Frucht gibt, die in allen Variationen in der Schweiz vorhanden ist, sollte man darauf achten…

  • Hallo Marianne, alles sehr gute Vorschläge. Als Fleischtiger schlage ich vor: Ein Angusbeef-Filet mit einer selbstgemachten Sauce Café de Paris, Grattin Dauphinois und frische Gemüse. Bon appétit! Martial Kohler

  • étoile-filante sagt:

    Das gefüllte pizza-brot probiere ich aus! Mal sehen, ob sich das als finger-food eignet! Ich freue mich darauf…

  • Wilde Henne sagt:

    Sieht sehr lecker aus. Jetzt hab ich grad Lust auf das pochierte Ei mit der Gemüsesuppe. Mal gucken, ob da noch Eier im Haus sind, dann wäre das grad eine Option für heute Mittag. Und die Apfelwähe wäre dann was fürs Znacht.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.