Das asymmetrische Wochenendhaus

Klare, moderne Architektur gibt es auch in der Schweiz. Die Sweet-Home-Blog-Leser Petra Wicky und Andreas Fürst haben Bilder dieses interessanten Hauses mit Holzfassade am Sitzberg im Kanton Zürich geschickt. Vom Haus mit dem asymmetrischen Dach aus hat man eine wunderschöne Sicht auf das Alpsteinmassiv.

Architektur: Kasparthalmann

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Das Wochenendhaus «Säntisblick» wirkt auf den ersten Blick karg und streng. Auf den zweiten Blick sieht man, dass es sich in die sanfte Hügellandschaft einfügt.
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Jede Fassadenseite hat eine andere Form. Das Haus entfaltet dadurch je nach Perspektive eine neue Wirkung.
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Der langgezogene Hauptraum ist zum Kochen, Essen und Wohnen gedacht. Auf beiden Seiten erlaubt er durch zwei lange Fensterfronten grosszügige Aussichten auf die Landschaft. An der einen Seite ist eine Küche eingebaut, an der anderen ist ein tiefer Fenstersims, der Ablagefläche und Stauraum bietet.
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Gemütlich wirkt die zusammengewürfelte Tischrunde: Verschiedene Stühle an einem langen, schlichten Holztisch vermitteln entspannte Ferienatmosphäre.
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Auf der Rückseite des Hauses hat es eine lange Sitzbank, von der aus man das kleine Strässchen und die Landschaft überblickt. Darunter wird Feuerholz gestapelt.
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Auch in der Nacht sind die verschiedenen, geometrischen Formen des Wochenendhauses gut zu erkennen.
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Gegensätze, die harmonieren: Verwinkelte, asymmetrische Formen, weiche Hügel und winterlich-filigrane Bäume.

29 Kommentare zu «Das asymmetrische Wochenendhaus»

  • Viv sagt:

    Ein echter Traum von Haus :) … Gemütlich und inspirierend! Was für fantastische «Spagetti-Abende» man dort machen kann – richtig hübsch diese Bilder… Einziger Minus-Punkt: Ich würde ein par Kissen und Schaff-Felle auf die wahnsinnig Einladende Fensterbank legen ;) (gehört für mich einfach zu einer Leseecke)

  • Wondi sagt:

    …., und wo schläft man(n) / frau…, und wo ist das badzimmer….?

  • Herbert Hegner sagt:

    Eine zukünftige Bausünde, wie alle neuen Häuser mit dem Siegel: Quadratisch, Praktisch, Ungut. In den 60er wurden so viele Bausünden begangen, welche heute noch das Landschaftsbild verschandeln. Die heutigen sehen genau gleich schlimm aus, einfach mit viel mehr Glas. Die Leute haben keine Gefühle mehr, und das spiegelt sich sehr deutlich in den Häusern. Kalt, durchsichtig, herzlos. Die asymmetrie in diesem Haus übertifft es noch, wird aber noch von einer Einrichtung getoppt, die zwar Stil hat, aber einer, der nicht mal in einem sterilen Operationssaal seine Berechtigung hätte. Ich finde es schrecklich, welche kalte Häuserwelt zur Zeit entsteht. Es ist wie in der Geschäftswelt. Alle machen Powerpoint-Vorträge, alles immer gleich, die Fantasie ist verkommen, Abwechslung ein Fremdwort.

  • MPJ Aström sagt:

    Die Zeit vom Eckbänkli, Spinnrad, Geranien und „heimelig“ ist zum Glück endgültig vorbei… Vonwegen „zu kalt“ – das Leben und die Personen im Haus bringen doch eigentlich Wärne? Und dort zu kochen ist sicher sehr inspirierend!

    Ich finde das Haus so wie es einfach da steht grossartig und sehr spannend!

  • G. Frey sagt:

    So ein seelenloses Zeug. Baut endlich wieder Küchen wo man leben, kochen und essen kann. Ein richtiges Wohnzimmer mit noch einem Esstisch und einer gräumigen Wohnlandschaft. Ich frage mich was fühlen die Architekten nur noch das Geld. Igitt.

    • Philipp sagt:

      Sie vergessen dass die Architrekten ohne Zustimmung des Bauherrn sowas nicht erstellen könnten ausser der Arch. baut für sich selber. Und auch das Geld kommt vom Bauherrn. Wo ist das Problem mit der Küche? Genau für das ist sie ja da… Kochen, Essen und Leben gehôren zusammen und nicht getrennt durch Wände. Die Einrichtung ist ja aber wohl dann der Part des Bauherrn und könnte auch komplett anders aussehen.

    • betty sagt:

      WOHNLANDSCHAFT – da strecken sich unsere Nackenhaare!!!

  • Patrick sagt:

    Ob traditionel oder modern, das Resultat der Wochenendhäuser ist die Zersiedelung der Schweiz ! Wollen wir so weitermachen?

    • Gilbert sagt:

      @Patrick: Ahh. Auch ein Weltverbesserer hat sich in der Runde eingefunden! Nur geht es hier leider nicht darum die Welt zu verbessern … oder doch eigentlich schon, aber halt nicht so :-)

  • fred sagt:

    Von weitem stellt sich die Frage ob geschrumpfte Mehrzweckhalle oder doch nur ein Kuhstall…
    Aber wenn ich das richtig sehe, darf man endlich mal positiv vermerken, dass die abscheuliche Schweizer Bunkerarchitektur mit Ihren Sichtbetonflächen hier durch die Holzverkleidung der Fassade etwas abgemildert wurde und nur noch die Decke des Dachüberhangs mit Schalbrettabdrücken „verschönert“ ist. Ich wage es gar nicht zu träumen- aber sollte der schweizspezifische Brutalismus im Wohnungsbau langsam ein Ende finden? Ein kleiner Schritt für den Architekten, aber ein grosser Schritt für das Auge des Betrachters. Bravo.

  • Ella Müller sagt:

    Wow, gefällt mir! Aber (leichte) Vorhänge müsste ich schon haben!

  • Elisabeth Brunner sagt:

    Gefällt mir (73 J. alt) sehr gut, ein wunderschönes modernes Haus. Passt gut in die Landschaft. Es muss eine Freude sein, dort zu wohnen.

  • Daniel sagt:

    Tolles Haus. Ich würde sofort dort einziehen!

  • Jaguar sagt:

    Ich frage mich manchmal, wie weit die Selbstkasteiung hiesiger Architekten noch gehen muss, bis auch ihnen ihr eigener Minimalismus anfängt zu schmerzen.

  • betty sagt:

    von aussen gefällt mir das Haus. Innen fehlt aber jeglicher Charme obwohl ich zeitgemässe-geradlinige Architektur sehr schätze. Es ist halt eine Gratwanderung die nicht alle beherrschen……………

  • Freddy sagt:

    Ja, ev. als Turnhalle oder Umziehkabine geeignet. Jedoch ist der innenraum viel zu klein und total fantasielos gestaltet. Aussen mag es ja grad noch als Wartehäuschen für den Bus durchgehen, doch von Charme und gemütlichkeit keine Spur. Da helfen auch hölzerne Fenstersimse oder Retrostühle nicht. Nö… da gibts sicher tollere Häuser, die wohl auch noch nur die hälfte kosten.

  • Monika Fassbind sagt:

    Das nehm‘ ich!

  • maja sagt:

    von aussen gefällt mir das Haus. Der lange Aufenthaltsraum erinnert mich aber zu stark an ein Schulzimmer.

  • Mutter Theresa sagt:

    gfallt mer mega!

    • juerg49 sagt:

      Mir gefählt dieses Haus super – passt sich bestens in die Landschaft ein! Interessiert hätten mich auch die Schlafräume sowie das Badzimmer, aber auch sonstige Nebenräume – da würde sich das ganze Potential des Architekten zeigen!
      Aber sonst: gefällt auch mir mega!

  • pfiffner sagt:

    Wunderschön? Eiskalt wäre der richtige Ausdruck.Es bewahrheitet sich wieder einmal dass es zwischen dem Volkes-Geschmack und der sogenannten Archidekturkennern ein gewaltiger Graben herscht.

    • Alexander sagt:

      nö… ich mags schlicht und mit klaren linien – und bin trozallem kein architekt…

    • pfiffiges sagt:

      aha, pfiffner vetritt hier also das Volk!

    • Saporeil Mahani sagt:

      @Pfiffner

      Wer definiert denn den Volksgeschmack. Nur weil es viele Normhäuschen gibt in der Schweiz, heisst das noch lange nicht, dass dies der Geschmack der Bewohner ist. Ich zähle mich auch zum Volk, empfinde jedoch eine strenge und klare Architektur als was sehr schönes und wohne auch so. Und nein, arrogant bin ich nicht und auch nicht Architekt.

    • Suse sagt:

      …also mir gefällt es!

    • mat sagt:

      Es sind meist die Bauvorschriften und Traditionalisten wie pfiffner, welche schöne und praktische Häuser verhindern. Ich finde dies wiedermal ein Beispiel für sehr gute Architektur und Inetelligenz, was das Wohnbedürfnis von Ferienaufenthalter angeht. Zum Glück gibt es neben pfiffner noch Leute mit Stil und Verständnis für Schönheit.

    • Widerspenstige sagt:

      Es ist mir auch zu kalt konzipiert. Ich bin halt der unverbesserliche Chaletstyle-Fan mit Giebeln, verschnörkelten Verandafronten, Fensterläden, vielen schmucken Fenstern mit Simsen, wo man Blumenkästen draufstellen kann….ein ‚Knusperhäuschen‘ zum Träumen, tja. Unverbesserliche Romantiker haben auch ihre Träume….seufz.

      Wunderschön hat die Autorin den Ausblick bedacht und nicht das Ferienhaus, ok? Es steht so geschrieben im Leitartikel.

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