Nun brauchen wir was Gutes!

Ja, ich weiss: Alle sind nun auf Diät. Doch wie lange noch? Sweet Home findet, dass wir besonders im Januar etwas Gutes brauchen. Keine grossen, üppigen Festessen, von denen hatten wir nun genug in der Weihnachtszeit, aber kleine, feine Mahlzeiten, die zwar nicht auf den Diätmenülisten vorkommen, aber trotzdem gesund sind. Hier finden Sie drei einfache Januarrezepte – und den allerbesten, französischen Dreikönigskuchen.
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Gefüllte Pouletschnitzel mit grünen Bohnen 

Schneiden Sie ein Pouletbrüstchen der Länge nach in zwei Hälften – aber nicht ganz durchschneiden, nur so, dass es einen Schmetterling ergibt. Nun füllen Sie das Pouletbrüstchen mit einer Tranche Schinken, einem Stück Käse (z. B. Gruyère) und gehackten Kräutern wie Petersilie und Basilikum. Legen Sie das gefüllte Plätzchen auf ein Backpapier und bedecken Sie es mit einem zweiten Backpapier. Nun nehmen Sie eine schwere Gusseisenbratpfanne und klopfen es flach. Würzen Sie nun das Plätzchen beidseitig mit Salz und Pfeffer. Dann panieren Sie es. Dazu brauchen Sie drei Teller. Der erste bekommt Mehl, im zweiten verklopfen Sie ein Ei und in den dritten kommt das Paniermehl. Brauchen Sie Paniermehl vom Bäcker oder selbstgemachtes (ein Rezept finden Sie hier auf Sweet Home). Nun wenden Sie das gefüllte Pouletbrüstchen zuerst im Mehl, dann im Ei und am Schluss im Paniermehl. Braten Sie es in Bratbutter langsam beidseitig goldbraun an. In der Zwischenzeit Bohnen rüsten, in Butter oder Olivenöl leicht andünsten mit ein wenig Weisswein ablöschen. 1 Glas Bouillon beigeben und gar kochen, so dass die Bohnen noch Biss haben. Servieren Sie das Pouletbrüstchen mit Zitronenscheiben, ein wenig gehackten Kräutern und den grünen Bohnen.

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Hamburger mit Coleslaw 

Für 6 Hamburger mischen Sie  500 Gramm Rindshackfleisch mit 1 gehackten, angebratenen Schalotte, 1 gehackten Peperoncino, 1 Bund gehackter Petersilie, Salz, Pfeffer, einem in Bouillon aufgeweichten weissen Brötchen, Semmeli oder Weggli, 1 Esslöffel Worcestersauce und 1 Ei. Mischen Sie alles gut und formen Sie 6 Hamburger. Wenden Sie diese in Mehl und braten Sie sie in einer Bratpfanne beidseitig heiss an. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen gar kochen. In der Zwischenzeit schneiden Sie Rotkabis in feine Streifen und raffeln Rüebli mit der Röstiraffel. Mischen Sie eine Sauce mit 3 Esslöffeln Mayonnaise, 1 Esslöffel Ketchup, 1 Esslöffel Weissweinessig, 1 Esslöffel Schnittlauchringli und Salz und Pfeffer. Mischen Sie das Gemüse mit der Sauce. Toasten Sie Hamburgerbrötchen kurz im heissen Backofen. Verteilen Sie die Hamburger in die Brötchen, geben Sie je einen gehäuften Esslöffel Coleslaw (den Salat mit Kabis und Rüebli) darüber und decken Sie die Hamburger zu. (Bild: What Katie Ate)

zoe blog

Gefüllte Pastamuscheln 

Kochen Sie 1 Packung grosse Pastamuscheln al dente, tropfen Sie sie ab und beträufeln Sie sie grosszügig mit Olivenöl, so dass sie nicht zusammenkleben. Mischen Sie 300 Gramm Ricotta mit 100 Gramm Ziegenweichkäse. Geben Sie eine Handvoll gehackte Petersilie und eine Handvoll gehackten Basilikum bei. Kochen Sie eine kleine Packung Blattspinat bis dieser zusammenfällt und drücken Sie ihn gut aus, hacken Sie den Spinat ein wenig und vermischen Sie ihn mit der Käsemischung und mischen Sie noch 1 Ei darunter.  Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Füllen Sie die Pastamuscheln mit der Ricottafüllung. In der Zwischenzeit kochen Sie eine einfache Tomatensauce. Dafür hacken Sie eine Schalotte und 1/2 Peperoncino. Zerquetschen Sie 2 Knoblauchzehen. Dünsten Sie die Schalotten und den Peperoncino in Olivenöl an, geben Sie die zerquetschten Knoblauchzehen dazu, wenn diese zu duften beginnen, 1 grosse Dose Pelati beigeben. Mit der Gabel gut zerdrücken. Eine Handvoll Baslikum zerreissen und in die Sauce geben, 30-40 Minuten köcheln lassen. Nehmen Sie nun eine Gratinform zur Hand und bestreichen Sie den Boden grosszügig mit der Tomatensauce. Die gefüllten Pastamuscheln darauf verteilen, den Rest der Sauce mit einem Löffel über die Pastamuscheln verteilen, Parmesan darüber streuen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen 30 – 40 Minuten lang backen. Mit einem feinen, knackigen Salat servieren. (Bild über: The Zoe Blog)

galette des rois

La Galette des Rois 

Neben einem französischen Dreikönigskuchen erblassen unsere einfachen Hefekränze. Da sie hier nicht zu bekommen sind, backen Sie am besten einen selbst. Mit fertigem Blätterteig, nehmen Sie einen guten vom Bäcker, ist der Kuchen ein Kinderspiel.

Zutaten:
  • 2 ausgewallte, runde Blätterteige
  • 100 g fein gemahlene Mandeln
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 100 g weiche Butter
  • Einige Tropfen Mandelextrakt
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • 1 kleiner König oder 1 Bohne
Zubereitung:

Legen Sie einen Blätterteig auf eine runde Kuchenform. Stechen Sie mit einer Gabel Löcher in den Teig. Mischen Sie die Mandeln mit dem Zucker, der Butter, dem Ei und dem Mandelextrakt. Verteilen Sie die Masse auf dem Teig. Stecken Sie den König oder die Bohne rein. Bedecken Sie nun die Masse mit dem zweiten Blätterteig. Gravieren Sie mit dem Messer ein Muster hinein und bestreichen Sie den Teig mit dem Eigelb. Stechen Sie auch einige Löcher rein, damit die Luft herausfindet und der Kuchen sich nicht aufbläst. Im auf 210 Grad vorgeheizten Backofen 30-40 Minuten lang goldgelb und knusprig backen.

19 Kommentare zu «Nun brauchen wir was Gutes!»

  • Tanja sagt:

    Die gefüllten Pouletschnitzel waren sehr zart und haben hervorragend geschmeckt. Vielen Dank für das Rezept.

  • Laura sagt:

    Sieht lecker aus!

  • jenny callaghan sagt:

    very fancy Rezepte…… will get with it right away thank you

  • Das Königskuchen-Rezept tönt verführerisch. Ich werde es ausprobieren. Wobei ich allerdings den Blätterteig IN eine Kuchenform legen werde – und nicht AUF die Kuchenform.

  • Hannes Estermann sagt:

    Mehrheitlich sehr gute Rezepte und Anleitungen,aber nur mehrheitlich.
    Egal mit was ich ein à la minute Fleischstück fülle ,habe ich .als gelernter Metzger/Koch mit über 50 J.Praxis es wie
    Hr.Schuhmacher gehalten.

  • Ein Bayer sagt:

    Was bitte ist ein „kleiner König“?

    Gruss in die Runde
    Ein Bayer

  • B. Schumacher sagt:

    Gefülltes Pouletschnitzel: Vom Klopfen nach dem Füllen ist dringenst abzuraten! Das Schnitzel zuerst klopfen und dann füllen, ansonsten gibt es eine Riesen-Sauerei:

    • Gan Ke Lin sagt:

      Noch besser ist es die Schnitzel an der Fleischtheke im Supermarkt aufschneiden und flach klopfen zu lassen :)

  • Luzia sagt:

    Mir gefaellt Ihr Blog auch ausserordentlich gut! Ich wollte schon einmal ein Rezept mit grossen Pastamuscheln kochen, fand aber nie welche. Wo kann man diese kaufen? Vielen Dank fuer all die tollen Ideen und es guets Neus.

    • Marianne Kohler sagt:

      In grösseren Supermärkten wie St. Annahof, in Delikatessabteilungen oder in italienischen Lebensmittelgeschäften finden sie solche Muscheln.

  • Malina sagt:

    Statt Bohnen gehen Broccoli, die haben Saison und schmecken auch.
    Schliesse mich aber Meinung von Res an, dass ich mir mehr saisonale Rezepte wünsche!

  • Carl Schmid sagt:

    Es heisst Coleslaw, nicht Coleslow, auch wenn es Slowfood ist.

    • Marianne Kohler sagt:

      Herzlichen Dank für den Hinweis, ist nun geändert! Liebe Grüsse, Marianne Kohler

      • Monica Bigler sagt:

        Das Bild mit den drei „Burgers“ sieht toll aus, aber handelt es sich dabei nicht eher um „pulled pork or beef“ als um Hamburger?

      • Barbara sagt:

        Ein guter Hamburger besteht nur aus gehacktem Fleisch und Gewürzen. Wenn zusätzlich Brot, Gemüse, Mehl, Käse…beigemischt werden, handelt es sich um Hackfleischplätzchen, Buletten, Frikadellen, Fleischpflanzerl, Polpetten…. (wie immer sie im Europäischen Raum genannt werden) und sie sind vorzüglich.
        Gruss aus dem Land der Hamburger
        Barbara

  • res sagt:

    Auf jeden Fall tolle Rezepte. Aber ich vermisse saisongerechte Rezepte. Grüne Stangenbohnen im Januar geht gar nicht, auch wenn sie im Coop erhältlich sind.

    • Roger sagt:

      @res
      Stangenbohnen geht sehr wohl Saisongerecht. Während der Ernte fallen wohl bei allen (Hobby)-GärtnerInnen derart viele Bohnen an, dass sie tiefgekühlt werden. Ideal als eigenes Gemüse im Winter.

  • Nora sagt:

    Einfach ein Komplient an Sie, ich liebe Ihren Blog! Danke für viele weitere spannende Beiträge!

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