Modernes Berghaus in den Pyrenäen

In der Weihnachtszeit zieht es viele in ein Ferienhaus in den Bergen. Wer erst jetzt sucht, wird kaum etwas Schönes finden. Aber auch wenn man bereits im Frühling bucht, fällt auf, dass viele neue Häuser in den Bergen nicht wirklich Charakter haben. Dass neue Häuser in den Bergen modern und chic zugleich sein können, zeigt dieses Haus im Aran-Tal in den spanischen Pyrenäen: kein romantisierender Chalet-Stil, dafür aber sehr viel formal starke Architektur.

Architektur: Cadaval & Solà-Morales

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Modern, stolz und trotzdem passend zeigt sich dieses spanische Berghaus mitten in einem Dorf in den Pyrenäen. Ausgangspunkt war ein altes, traditionelles Steinhaus. Die Besitzer wollten es in ein modernes Ferienhaus umwandeln. Die Architekten von Cadaval & Solà-Morales haben diesen Auftrag gekonnt ausgeführt.
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Trotz seinen modernen, schlichten Formen passt das strenge Haus perfekt in die Berglandschaft und zum umliegenden Dorf.
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Hier sieht man deutlich die alte Steinbasis und die moderne, spitze Haushaube. Zwei unterschiedliche und doch ineinander fliessende Hausteile sind zu einem harmonischen Ganzen geworden.

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Der offene Innenbereich ist mit viel Weiss und einem warmen Holzboden gestaltet. Der Essbereich ist wie ein Balkon im Innern des Hauses und erlaubt eine erhöhte Sicht auf den Wohnraum und eine sonnengelbe Schrankwand.

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Das Haus hat viele kleine Aussichtsfenster, die einen Blick auf das Bergpanorama erlauben. Darunter sind praktische Regale eingebaut. Die Seitenwand mit vielen Schränken ist dunkel gehalten. Die dunkle Farbe erzeugt einen verspielten Licht-Schatten-Kontrast, gibt dem Raum Tiefe und betont die spitze Form des Hauses.

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Auf der Bergseite des Dachs hat es ebenfalls viele Fenster. Dadurch fällt das Tageslicht gleichmässig ins Haus.
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Das gelungene Zusammenspiel von Ursprünglichem und Neuem respektiert die Formensprache der traditionellen Bauweise in der Gegend. Das Dorfbild wirkt auch mit den modernen Elementen des Hauses ungestört und harmonisch.

18 Kommentare zu «Modernes Berghaus in den Pyrenäen»

  • sonja sagt:

    wunderschön!

  • helene pauli sagt:

    Von außen wirklich gelungen – phantastische Linien, die in die Umgebung passen!! Ich muss aber in einigen Punkten meinen Vorrednern recht geben: das Schwarz der Giebelseite ist etwas zu hart und die Inneneinrichtung ist langweilig, uninspiriert und unpersönlich, doch daran lässt sich ja noch arbeiten ;)………

  • Bossert sagt:

    Ob etwas passt oder eben nicht passt ist auch eine Frage von Statusliebe. Rein äusserlich passt dieses Haus zwar zu den übrigen Gebäuden, nicht aber zu den Bergen im Hintergrund da der Architekt versucht die Berge mit überspitzten und strengen Linien zu dominieren.Auch die Innenräume wirken nicht gerade erhohlsam, wenn man bedenkt dass man sich an trüben regnerischen Ferientagen mehr im Innern aufhält, könnte man fast depressiev werden bei diesem Anblick!

  • Stocker Werner sagt:

    Essbereich/Wohnbereich auf mich wirkt das wie eine seelenlose Büro Kantine.Aber eben über Geschmack läss sich ja bekannt-
    lich streiten.

  • Philippe sagt:

    Endlich mal kein so dämliches, rechteckiges Flachdachhaus.

  • Hnas Bär sagt:

    Einfach nur schön!

  • Marc Domenig sagt:

    Absolut phantastisch! Hier hat Kunst noch etwas mit können zu tun.

  • Toni Tobler sagt:

    Von „aussen“ total hässlich, von „innen“ noch hässlicher und ungemütlich! Wie heizt man so ein hohes Haus?

    • Ruth sagt:

      „Wie heizt man ein solch hohes Haus?“ Ganz normal wie jedes andere auch. Bekanntlich steigt Wärme und erzeugt gerade in den oberen Räumen eine wohlige Wärme. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Und unten sind es die dicken Steinmauern, die die Wärme speichern.

  • Maria sagt:

    Sehr gut in die Umgebung eingefuegt, aber die Inneneinrichtung ist mir zu kalt. Die weisse Farbe ist schrecklich. Ausserdem ist es nicht sehr weit her mit Privatsphaere,

    • Ruth sagt:

      Wir haben hier in der CH mehrheitlich Häuser mit „kleinen Fernstern“ und trotzdem hängt jeder für seine „Privatsphäre“ Vorhänge auf. Tut man es nicht, glotzt, wenn möglich, jeder rein. In England und Holland kennt man keine Vorhänge und keiner kommt auf die Idee, in die Wohnung seines Nachbarn zu schauen. Für mich ist dieses „Geglotze“ eine typisch schlechte und dümliche Schweizer Gewohnheit.

    • lukas sagt:

      @Maria: wo liegt das problem: solls doch jeder so machen, wie er möchte. habe bei mir riesenfenster und jeder kann „hineinglotzen“, wenn er will.
      @Ruth: schonmal überlegt, dass das nichts mit Schweizer zu tun hat? habe noch nie solcherart gaffende schweizer kennengelernt.

      übrigens das haus gefällt mir =)

      • Ruth sagt:

        Lukas, haben Sie eine Ahnung! Ein paar Beispiele gefällig? Bei mir haben wildfremde Menschen aus Neugier das Grundstück betreten, obwohl ich selbst draussen anwesend war. Frühmorgens um 06.00 erlebt, dass einer das Grundstück betrat, um die Sicht auf den See zu geniessen. Bei meinem Nachbarn beobachtet, wie einer hemmungslos über den Gartenzaun stieg und ins Wohnzimmer „glotzte“. Es scheint teilweise keine Grenzen mehr zu geben.

  • Matthias sagt:

    Ein sehr schönes Bespiel, bei dem der Architekt seine Egozentrik nicht über die gegebene Situation stellt. Das Haus fügt sich genial in die Dorfstruktur ein und hat dennoch seinen eigenen, modernen Charakter. Solche Häuser bräuchte es auch bei uns viel mehr, damit die Verdichtung unseres knappen Raumes sinnvoll umgesetzt werden kann. Vorallem in ländlichen Gegegenden, wo ehemals intakte Dorfstrukturen durch rücksichtslose Bauten zerfallen, ist ein solcher gezeigter Ansatz dringend von Nöten. Das ist wahre Architektur, wahres Können. Singuläre Baukörper ohne Bezug und Dialog mit der Umbegung sind meistens banal, egozentrisch, ja manchmal sogar machoid und am Ende auch einfach zu entwerfen.

  • Déjà-vu sagt:

    Unbedingt Zusatzfotos auf der Homepage der Architekten anschauen! Sehr schönes Bildmaterial, gelungene architektonische Umsetzung. Jetzt nur noch toll einrichten, damit es auch etwas ’stimmig‘ wird im Haus…

  • erwin haas sagt:

    Dieses Haus steht auf ca 900 m über Meer in der 110 Einw-Gemeinde Canejan / Lerida / Katalonien / Spanien / Wikipedia:
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Canejan

  • Daniel sagt:

    Da sieht man das die Moderne mit dem alteren sehr gut Fusionieren kann! Nur schon alleine von der Räumlichkeit finde ich das Haus genial!

  • Ruth sagt:

    Mir gefällt dieses Haus. Das einzig Störende ist dieses immer und immer wiederkehrende Schwarz, ob nun in der Innen- oder Aussengestaltung. Architekten können nicht ohne dieses Schwarz, mit allen anderen Farben sind sie offensichtlich überfordert oder ganz einfach zu faul.

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