Schlichte Schwarzweiss-Architektur aus Schweden

Viele Schweden haben Sommerhäuser auf dem Land. Diese sind meist sehr modern und passen trotzdem perfekt in die Landschaft. Keine Hüttenromantik, kein Cottage- oder Chaletstil, sondern schlicht und einfach skandinavisch. Die Unkompliziertheit und Alltagstauglichkeit des nordischen Wohnens wirkt sehr gemütlich. Dieses schwarz-weisse Holzhaus des Architekten Johannes Norlander ist ein wunderschönes Beispiel. Es zeigt, wie formschön und modern man ein Holzhaus bauen kann.

Architektur: Johannes Norlander

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Das schlichte, schwarze Holzhaus mit Terrasse wirkt fast wie auf einer grossen Platte serviert. Für das  Sommerhaus wurde ein bestehendes Haus aus den Fünfzigern völlig neu renoviert. Enstanden ist dieses schlichte, moderne schwarze Haus. Die Aussenwände bestehen aus geteertem Sperrholz.
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Aussen ist die Holzfassade geteert und zeigt einen matten, schwarzen Look. Diese Technik wurde auch im traditionellen Bootsbau eingesetzt. Innen eröffnet sich eine helle Holzwelt, auch diese mit viel Sperrholz in verschiedenen Strukturen.
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Holz kann auch ganz schön modern wirken. Der Innenausbau des Hauses ist klar, praktisch und einfach gehalten. Bänke dienen auch als Regale und grosse Fensterflächen bieten einen tollen Ausblick in die Natur.
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So können auch moderne Küchen heimelig wirken: Eine schlichte Holzverkleidung mit eingebautem Regal beinhaltet Herd, Wasserbecken und Kühlschrank. Eine lustige Idee: Die Pfannen hängen mit roten Schleifen an einer Holzstange.
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Mit einer Leiter erreicht man den oberen Stock, farbige Lampions dienen als Leuchten.
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Die schlichte Fassade des schwarzen Holzhauses erinnert ein wenig an den reduzierten Stil der Shaker.
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Der Architekt Johannes Norlander entwirft auch Möbel. Hier das Regal Cano für Hay.
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Holz auch für den Möbelbau: Den Stuhl Ask und den passenden Tisch gibt es in Naturesche oder mit einem weissem Finish. Ask für Collex.

Keine Kommentare zu «Schlichte Schwarzweiss-Architektur aus Schweden»

  • Urs Rippstein sagt:

    Norlander‘ Wurf ist eine phantasielose, lieblose Holzkiste, die von innen her betrachtet für Hühneraufzucht geradezu prädestiniert wäre. Ausserdem ist dieser Bau sowohl in gesundheitlicher als auch in ökologischer Hinsicht im höchsten Sinne verwerflich. Viele Bewunderer von Norlander‘ Architektur scheinen völlig auszublenden, dass Teer und Bitumen gesundheitsgefährdende Stoffe sind, welche ein hohes karzinogenes Potential in sich tragen. Beide Stoffe haben im nahen Wohnbereich nichts verloren. Hinzukommt, dass die mit Bitumen behandelten Sperrholzplatten alles andere als umweltverträglich sind. Die Architekten lernen offenbar nichts hinzu. Reduziertes und schlichtes Bauwohnen in Ehren, aber Norlander‘ Architektur kann ich nichts Positives abgewinnen – weder im ästhetischen, praktischen noch im funktionalen Sinne. Die Autorin MARIANNE KOHLER schreibt in ihrem Beitrag von einem wunderschönen […] Beispiel sehr gemütlichem […] nordischen Wohnens und von heimeliger Küche: Da lach ich mich schief über so viel distinguierten Geschmack und architektonische Kompetenz.

  • diva sagt:

    ich frag mich immer, wo werden wohl die sachen der bewohner solcher häuser für die fotos hingeräumt? das kann ja nicht sein, dass man so karg lebt…?
    schön ist das haus. schöner als manches, was hier schon so gezeigt wurde…
    ach ja, eh ich s vergess: «renovieren» heisst bereits «erneuern» oder «wie neu machen», das wörtche «neu» davor ist also überflüssig. es sprachlich der gleiche witz wie «kafi mit OHNI zucker» zu bestellen…

  • meier sagt:

    Nun habe mir dieses Modell angesschaut wirkt wie ein moderner Hühnerstall. Ich weiss nicht so eine Art Hundehaltersilo oder so nun ja muss mir ja nicht gefallen aber als Aphütte für einige Wochen durchaus super wenns draussen wenig regnet oder gar schneit.

  • W. Di Boldi sagt:

    (WIKIPEDIA) Langzeitiges Einwirken des Teers auf der Haut kann Hautveränderungen hervorrufen, die im schlimmsten Fall krebsverursachend sind. Teerpräparate werden in der Medizin allerdings auch als äußerlich anwendbare Arzneimittel gegen Hautkrankheiten genutzt, da sie juckreizstillend, keimtötend und durchblutungsfördernd wirken.

    Na was habt Ihr denn? Müsst Euch nicht mehr am A…. kratzen, die Eiterbeule geht weg und rote Backen gibts noch dazu.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Geteertes Sperrholz ist nicht nachhaltig. Das Holz ist mit Teer problematisch, chemisch belastet und muss in einem Spezialofen entsorgt werden. Unbelastetes Holz kann mit wenig Aufwand einer Zweit- oder sogar Drittnutzung zugeführt werden. Nachhaltig wäre ein guter konstruktiver Holzschutzmittel u.a. mit grossen Dachvorsprüngen und einem Sockel, der die Feuchtigkeit vom Holz fern hält. Für die Aussenschalung wäre eine unbehandelte Schalung aus dem natürlich dauerhaften Lärchenholz nachhaltig. Nur eine umweltschonende, nachhaltige Architektur ist auch eine gute, zukunftsweisende Architektur, aber das haben die meisten Architekten noch nicht begriffen.

    • fred sagt:

      Man sollte das Wort „Teer“ hier nicht so ernst nehmen. Wer die Hysterie der Skandinavier um gewisse Chemikalien kennt, kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich zumindest um Bitumen / Asphalt handelt.
      Damit wäre eigentlich eine Deponierung unproblematisch, eine saubere Verbrennung aber die bessere Lösung.
      Hinsichtlich Nachhaltigkeit – wenn die Lebensdauer von einfachen Hölzern damit signifikant erhöht wird und die Entsorgung am Ende sauber geschieht, gibt es sicher deutlich schlechtere Lösungen.
      Fakt ist – nicht jeder kann sich eine Lärchenfassade leisten und auch nicht jeder findet unbehandeltes vergrautes Holz schön (OK, das Schwarz vielleicht auch nicht…). Ob man sowas wirklich als gelungenes, vorbildliches Projekt präsentieren muss, sei dahingestellt. Nennen wir es halt „optisch interessant, aber technisch suboptimal gelöst“.

  • Rene Sidler sagt:

    In Skandinavien wimmelt es von diesen Container ohne Räder. Teer soll auch sehr gesund und bekömmlich sein. Und wenn gerammelt wird, wackelt das Häusli. Aber sonst finde ich reduziertes Wohnen gut. Ich nehme dann immer ein Zelt oder meinen ausgebauten Wintermantel.

  • Hugo1 sagt:

    Aussenansicht gefällt. Innenausbau: der Saunastil dürfte wohl bei Wänden und Decken fantasievolle Farbe vertragen. (Die Dachrinne bei starkem Regen ist untauglich: das Wasser überschiesst)

  • Martin Degen sagt:

    Und wann wird der Rohbau fertig gestellt?

  • Andreas Severin sagt:

    Ganz hübsch innen, aber das klassische ‚Stuga‘ in Rot und Weiss aussen gefällt mir besser. Zumindest im gesamten (nord-)skandinavischen Raum gehört das schlicht mit zur Landschaft. Was nicht bedeuten muss, dass man sich nicht Gedanken über alternierende Grundrisse und Innenausstattungen machen sollte. Die Innenausstattung ist beim vorliegenden Gebäude zwar angenehm hell, aber ‚gemütlich‘ ist anders. Da wo ich gewohnt habe, wurde es über 40° minus – Da sind mir die ebenfalls traditionell kleineren Fenster gefühlsmässig auch sympathischer.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Und noch was, nur wer sich selber nicht aushält, hält es in einer kargen Umgebung nicht lange aus.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Schlicht und einfach, genial. Draussen bleibt Platz für die röhrenden Hirsche und stiebende Schneestürme und drinnen kann man es sich behaglich einrichten. Wer jammert, dass die Innenausstattung plump sei, muss ein fantasieverarmter moderner Menschen sein. Früher reichte ein Feuer an dem man sich wärmen konnte, um die besten Märchen, Fabelen, Ideen etc zu (er)finden. Wer sich mit überfüllter Grossk(l)otz-Architektur und einer unappetitlichen Designermöbelorgie eindeckt, darf sich nicht verwundern, wenn der Kosmos, welcher voller noch nicht be(er)griffener Ideen ist, sich vor lauter Ekel jäh verabschiedet. Irgendwann erwacht der stolze Protzklotz aus seinem modernen Wahn und ihm wird kalt, weil er merkt, dass er seine Seele dem Insein verkauft hat. Dann kommt oft der Run zum Psychiater. Und ich kann euch versichern die Architektur der pychiatrischen Kliniken ist wirklich alles andere als erbaulich. Der fantasiege(er)füllte Redutionist hingegen, wird sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn die ganze Ingesellschaft an ihrem Ramschkonsum krank wird. Er wird einem Schneestrum zuhöhren und vielieicht einwenig erbarmen haben, mit den entseelten modernen Menschen.

  • Daniel sagt:

    So als moderne Alphütte könnte ich es mir noch vorstellen, aber nicht all zu lange!

  • Paul Jenni sagt:

    Mich nimmt wunder, wie das Haus gedämmt ist. Also aussen (auf der kalten Seite) geteert (diffusionsgeschlossen) dünkt mich irgendwie falsch.

    • Alex Zatelli sagt:

      Es ist ein Sommerhaus, laut Artikel.

      Also sowas wie eine Maiensäss, nur nicht in der Höhe. Also auch nicht so kalt im Sommer.
      In Alphütten ist die Isolation auch nicht so wichtig, und wenn im Sommer alle Fenster offenstehen, dann ist das Haus auch diffusionsoffen.

    • fred sagt:

      Guter Punkt. Zwei Dinge würde ich als Lösung sehen: erstens, die „Teerfarbe“ ist – abhängig von der Schichtdicke – vermutlich nicht 100% diffusionsdicht, so dass eine Feuchteabgabe nach aussen noch möglich ist. Zweitens wäre eine Dampfsperre (nicht -bremse!) innen direkt unter der Sperrholzverkleidung ganz nützlich.
      Regelmässiges Lüften soll aber auch ganz gut helfen :)

    • stef sagt:

      Es dürfte sich um eine hinterlüftete Holzfassade handeln (also: geteerte Holzplatten / Hinterlüftung / Dämmung / Dampfsperre / Innenschalung). So funktioniert das Ganze auch bauphysikalisch.

  • Andrei Mihailescu sagt:

    Also mir müsste man seeehr viel Geld zahlen damit ich in einer solch plumpen, ungemütlichen, phantasielosen und kalten Holzkiste wohnen will.

    • fred sagt:

      Also kalt, finde ich, wirkt das Holz nicht. Ungemütlich, phantasielos und plump sind sicher Geschmackssache. Es ist halt extrem reduziert.
      Ich vermute mal, der erste, der dort einzieht, wird ein paar Möbel aufstellen. Und schon wirkt das alles etwas lebhafter.

      Frage an Frau Kohler: Wo der Witz bei „Eine lustige Idee: Die Pfannen hängen mit roten Schleifen an einer Holzstange.“ liegt, erschliesst sich mir nicht. Oder ist das nur ein Hinweis, dass nun auch schon deutsche Adjektive Glückssache sind?

    • Jürg Mathis sagt:

      Nun, an jede Wand einer solch kahlen Kiste lassen sich Dinge anbringen, die dem Ganzen ein persönliche Note verleihen. Allerdings braucht es dazu Fantasie und die muss nicht unbedingt seeehr teuer sein.

  • Alex Zatelli sagt:

    Skandinavische Schlichheit, organische Moderne. Egoless Architecture.

    Man beachte mal die durchdachten Arbeiten der Norwegerin Wenche Selmer, die schlichte, aber trotzdem komplexe Häuser und Inneräume gestaltet hat. Damit gewinnt man keine Preise, und kommt auch nicht in die spektakulären Fotomagazine, aber das ist ja auch nicht das erste Ziel von guter Architektur.

    • Johnny Boy sagt:

      Der Mensch kann einzig die Natur zerstören um sie zu nutzen. Etwas anderes wäre ja nicht möglich. Dass bei diesem Prozess Häuser entstehen die einem gefallen ist reine Geschmackssache. Der Zerstörungsgrad in der Natur bleibt gleich. Architektonische Schnorrer sind immerhin in der Lage, um die Objektivität bezüglich der Funktion dieser Konstruktion herum zu schwafeln, anders gesagt, den schon fertigen Bauten dieser fantasielosen, unfähigen, beschränkten Möchtegern-Architekten ihre ach so geistreiche Interpretation zu schenken. Wie süss!

      • marc berg sagt:

        @johnny boy : genau! das Da-Sein des menschen ist puure Naturzerstörung! am besten wir verschwinden wohl ganz von der Erdoberfläche. Architektur ist nicht nur Geschmakssache, sondern auch eine existenzielle Notwendigkeit!

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