Zwischen Mittelalter und Beton

Das ursprüngliche Gebäude dieses Ferienhauses stammt aus dem 16. Jahrhundert und steht mitten in der Altstadt Gironas.

Architektur: Anna Noguera
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Alt und neu unter einem Dach kann ganz schön stilsicher daherkommen. Dieses Ferienhaus im mittelalterlichen spanischen Städtchen Girona ist ein gelungenes Beispiel von Renovation. Neues gestalten und das Alte respektieren: So heisst die Zauberformel dafür, die Architektin Anna Noguera hat sie auf eine schlichte, selbstverständliche Art wirken lassen. Im Aussen- und im Innenbereich ist Modernität mit Bestehendem auf eine harmonische Art verschmolzen. Das Haus Alemanys 5 hat verschiedene Wohnungen und kann als Ganzes oder partiell für Ferienaufenthalte gemietet werden. Die nüchternen, groben Steinfassaden vertragen sich perfekt mit den modernen, reduzierten Fernstern und den einfachen Strohrollos.

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Steinmauern, Betonwände und grosse, hölzerne Kastendecken bilden die Hüllen des modernen Wohnbereichs von Alemanys 5. Auch Metall mit matten, gelebten Oberflächen wurde als Baumaterial eingesetzt. Der warme Holzboden zieht sich vom Innenberich auf die gedeckte Terrasse durch. Möbiliert wurde schlicht aber gekonnt, und so ist eine urbanes, komfortables Wohnparadies entstanden.

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Passt perfekt: Das Cheminée mit Metallverkleidung, der warme, neue Holzboden und die Aussicht auf die historischen Nachbarhäuser.

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So modern kann man in alten Gemäuern wohnen: Eine helle, schlichte Eckgruppe richtet sich gegen Wand und Fenster, mit einem hellen Teppich, einer Corbusierliege und schlichten Holzkuben als Beistelltischchen ist eine gemütliche Sitzecke entstanden. Der Boden in diesem Wohnraum ist aus hellem Stein. In die neuen Betonelemente eingebaut sind klassische, schwarze Regale.

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Diese Perspektive eröffnet sich einem von der Sitzgruppe her: der Balkon mit dem Holzboden, ein einfaches Cheminée und das Wandregal. Der Fledermaussessel passt schön als unkomplizierte Sitzgelenheit für den Aussenbereich.

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Wir lieben die schweren, alten, gemütlichen Küchen mit Kupferpfannen und Feuerherden. Dass Gemütlichkeit aber auch mit leichtem, modernem Design entstehen kann, zeigt die Einrichtung dieser Küche. Zu dem groben, alten Mauerwerk passt Weiss hervorragend. Anstelle von Kupferpfannen sind praktischere aus Chrom aufgehängt, um den schlichten Holztisch klassische Deckchairs gruppiert worden.

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Auch Romantik kann modern daherkommen. Im Schlafzimmer fallen bodenlange, transparente, weisse Leinenvorhänge ins Auge, das weiche Bett ist ganz weiss und ein weisser Kuschelteppich macht den grauen Steinboden komfortabler.

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Ein anderes Wohnzimmer ist mit einem schwarzem XXL-Sofa, Sitzsack und grauem Wollteppich eingerichtet. Einen leichten, zarten Gegensatz bilden die transparenten Leinenvorhänge und die kleinen, weissen Beistelltischchen.

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Der Blick in die Küche der zweiten Wohnung zeigt Schalenstühle, einen weissen Tisch und langgezogene, schwarze Regale. Die unifarbenen, neutralen und ruhigen Töne ziehen sich durch die gesamte Einrichtung.

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Eine saubere Lösung: Die Küche verschwindet hinter grossen, weissen Klapptüren.

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Auch im Bad verbinden sich Baustoffe aus zwei Zeitlaltern – nämlich alte Steinmauern mit modernen, strengen Betonelementen.

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Der kleine Innenhof lädt ein zum Baden im Minipool und zum Liegen in der Sonne. Zu buchen ist das Ferienhaus in Girona über: Alemanys 5

Keine Kommentare zu «Zwischen Mittelalter und Beton»

  • Peter sagt:

    Neid hat Asyl beantragt in Deutschland!

    Die Architektin und das Bauobjekt sind ein Beispiel für Gestaltung und Kreativität. Das nächste Haus von uns wird Anna Noguera bauen: Sensatinell!l
    Liebe grüsse aus der Schweiz, die Qualität und Leistung wertschätzt.

  • tessa sagt:

    Habe lange in Barcelona gelebt und kann mit dem „Gemotze“
    auch nichts anfangen!!!!
    Finde die Einrichtung für mein ästhetisches Empfinden in Farbe und Form
    genau richtig!
    Bin ein Fan von Anna Noguera!!!!
    Einfach perfecto, muy bonito!!
    tessa

  • jo saegesser sagt:

    girona, esp. sehr weit bis zur beach, also nicht’s fuer badeferien. aber ueberzeugende renovation und interior. schade dass es nicht in LA steht.
    wuerde ich kaufen. hab ein problem mit weinerlichen comments von leuten die sich so etwas nicht leisten koennen.
    jo LA usa

  • Veronica sagt:

    Teilweise schön. Aber in Stein & Beton wohen verlangt mehr Farbe und lebendigkeit. Weiss auch wieder warum man in alten Zeiten Teppiche an den Wänder hängte.

  • Toni Indermühle sagt:

    Interessant sind auch die „schlichten“ Möbel: Allein die Corbusier-Liege kostet knapp 10000.- Franken…

    • Landwirt sagt:

      Die hat man dafür ein Leben lang und die nächste Generation wird sich an diesem Klassiker ebenfalls noch erfreuen können.

      Solche Stücke kauft man sich nicht en Mass sondern alle 10 Jahre mal……….. Es lohnt sich !!!

  • Reto sagt:

    weshalb bin ich jedes mal, nach den ’sweet home‘-reportagen völlig frustriert? ;-)

  • Oliver sagt:

    Immer wieder überrascht mich der „Sweet Home“ Blog mit sorgfältig ausgesuchten Reportagen, Bildstrecken auf hohem Niveau. Das Team hinter der Rubrik leistet tolle Arbeit. Wenn man sich die Zeit nimmt die Links der Verweise anzuklicken, die auf die Quellen der Bilder hinweist, geht die Entdeckungsreise erst richtig lost. Super Job, vielen Dank!

  • Jennifer sagt:

    Ich finde es zwar wunderschön, aber irgendwie fehlt es mir doch an Wärme und Farben. Die Farbe Grau ist zu dominant

  • marie sagt:

    traumhaft – ein grund mehr euromillionen zu spielen.

  • Mary sagt:

    ICH LIEBE ES!

  • Robert Meili sagt:

    Ich weiss nicht… Bei aller Liebe zum Puristischen, sieht das für mich nach „Wohnen im Keller“ aus. Einzig das Atrium finde ich vollends gelungen. Das Bad ist einfach… nun ja… reduziert!

  • Marco sagt:

    Schönes Beispiel, welches sofort wieder bei allen Kommentaren ein „will auch“ hervorruft. Das aber eine solche Bauweise (man erinnere sich: Spanien) bei uns technisch normal nicht realisierbar ist resp. sehr teuer kommt wird elegant ausgeblendet. So entstehen dann wieder die Rufe nach Nachahmung unter Beibehalt von möglichst billigen Bau-/Mietkosten… .

  • Roland sagt:

    Geniale Verbindung aber schade nur, dass ich mir dies wohl nie leisten kann. Ich frage mich aber, wie sie so viel Licht in die Räume bekommen haben. Normalerweise sind solche historische Bauten oft dunkel.

    @Leo: Ich verstehe was Sie meinen. Ich finde es nicht nur schade, sondern bedenklich, dass man sich immer als „Sektenmitglied outen“ muss. Diesbezüglich kenne ich ein paar Vorgesetzte mit ähnlichen Wohnungen und Powerbooks. Ausser das Ding rumstehen lassen oder höchstens einschalten, mehr kann man von denen nicht erwarten.

  • Cybot sagt:

    Und wer kann sich sowas leisten? Ach richtig, die 1%…

    • Sherlock Holmes sagt:

      Genau, deshalb reissen wir jetzt schnell alle unsere Altstädte ein und ersetzen diese mit Plattenbauten. Die können sich ja alle leisten und würden gerade auch noch die Wohnungsnot lindern. Gaht’s no!

      • Johnny Boy sagt:

        Alte Häuser stinken und verhindern die Etablierung der Gegenwartskultur. Wer so sehr an alter Architektur haftet ist selber schon ein Kadaver. Für Sie ist es sicher schön, wenn Sie von alten Stinkhäusern überdauert werden.

    • Landwirt sagt:

      ICH!!!

  • Angelique Juve sagt:

    Einfach nur wunderschön, da gehe ich ganz bestimmt mal hin!!!

  • stef sagt:

    Ich würde mir wünschen, dass in der Schweiz auch wieder vermehrt alte Bausubstanz genutzt wird. Dass dies auf moderne, ästhetische Art möglich ist, zeigt dieses Beispiel. Es geht somit auch ohne den unsäglichen rustikalen 70er-Jahre-Stil.
    Leider stehen in Schweizer Ortschaften heute tausende alter Gebäude leer, während rundherum die grünen Wiesen mit stilloser Architektur zugepflastert werden.

  • yvonne sagt:

    Traumhaft, wunderschön, wie so oft inspirierend. Einzig die Metallverkleidung beim Cheminée ist mir zu gefährlich! Ja, ins Bad
    nehme ich Luftkissen mit…

  • Leo Taormina sagt:

    Am wichtisten allerdings ist, dass offene Apple Powerbooks zufällig rumstehen. Und bei wem zu Hause stehen alles Bücher mit gleichen Format, also gleich gross?

    • Andi sagt:

      …bei uns. Ist übrigens ein einfacher Tipp, um ein grosses Bücherregal aufgeräumt und stilvoller daherkommen zu lassen: sortieren nach Verlagen. So entstehen „Bücher-Blocks“ von gleichem Format und gleicher Farbe und man findet alles erstaunlich leicht wieder. Kanns nur empfehlen.

      • Chris sagt:

        Leute, welche Bücher tatsächlich lesen, sortieren nach Themen, Genres, Autoren etc. Wer „Aufgeräumtheit“ als Hauptkriterium nimmt und Bücher nach der Grösse ordnet, besitzt Bücher offensichtlich nur, um die Gäste zu beeindrucken … und offenbart gleichzeitig seinen halbwegs gebildeten Gästen mehr über sich, als er möchte.

      • Johnny Boy sagt:

        Oh ein Kenner der Bücher.
        Die werden da wohl kaum verstauben und feucht ist es in der Wohnung sicher auch nie.
        So kommt man elegant um das Kernthema herum: langweilige Pseudoarchitektur.
        Genau so machen es die lächerlichen und fantasielosen Muttersöhnchen auch.
        Und wenn es mit den Kritzeleien völlig ausartet hocken sich diese Kreaturen in ein Gremium und lassen ihren Schrott denkmalschützen – oder auszeichnen.
        Zum Glück wird dieser Planet in spätestens 4 Milliarden Jahren untergehen.

    • Cindy Rost sagt:

      Also auf dem achten Bild sind auch nicht alle Bücher vom selben Format. Das offene Apple Dingsbums ist wirklich fehl am Platz. Und die versenkbare Küche ist zwar schön, aber alles andere als praktisch.

  • Jasmin Loser sagt:

    Das schlimmste an dem Gebäude ist, dass ich da nicht drin wohne. Im ernst: Alt und neu ist wirklich perfekt aufeinander abgestimmt, auch die Einrichtung ist schlicht und elegant. Einfach traumhaft.

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