Drei Stadtwohnungen in Zürich

Wohnen in der Stadt kann ganz schön vielfältig sein, das beweisen unsere drei Beispiele aus Zürich. Die Schuhdesignerin Stefi Talman hat sich ein ruhiges Refugium in der Altstadt erschaffen, die Grafikdesignerin Yvonne Helm mischte Modernität in eine Altbauwohnung und das Architektenpaar Britta und Matthias hat eine Loft sehr gemütlich gemacht.

Fotos: Rita Palanikumar

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1 — Die Altstadtwohnung

Stefi Talman entwirft Schuhe und Taschen, hat ein Atelier und auch eine eigene Boutique. Ihre Traumwohnung, mit Blick ins Grüne und über die Altstadtdächer, ist ein ruhiges, stilvolles Refugium mit viel Persönlichkeit. Eine schlichte Liege wird mit einigen Kissen und Plaids zum gemütlichem Kuschelplatz. Die Farben der Möbel und Accessoires harmonieren perfekt mit dem Holz des Bodens, die Vorhänge sind weiss wie die Wände, alles zusammen vermittelt Leichtigkeit und Ruhe. Klicken Sie hier für noch mehr Wohnideen von Stefi Talman.

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Die Küche öffnet sich mit einer doppelten Glastüre zum Wohnraum und wird so zur Erweiterung des Wohnzimmers. Der diskrete Einrichtungsstil, der die Schönheit der Altstadtwohnung respektiert, zieht sich durch die ganze Wohnung. Die Möbel sind so gestellt, dass sie auch wirklich zum Wohnen gebraucht werden können. Durchgänge werden geschaffen, Abstellflächen geboten und Licht ist punktuell eingesetzt und zwar da, wo es nötig ist: neben dem Sofa, auf dem Tisch, zu den Sesseln hin.

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2 — Die Zweizimmerwohnung 

Yvonne Helm ist Grafikerin und hat zusammen mit einer Freundin eine Miniagentur, die spezialisiert ist auf  Editorial Design. Sie wohnt in einer Zweizimmer-Jugendstilwohnung. Diese hat sie mit viel Einfühlungsvermögen aufgefrischt und ihr Modernität und Klarheit verpasst. Yvonne Helm durchbricht die Schwere der Jugendstilwohnung mit schlichten, leicht wirkenden Designermöbeln und stapelt Bücher und Zeitschriften auf tiefen, kubischen Regalen. Sie verzichtet bewusst auf hohe Regale und dominante Möbel, so wirkt die Wohnung leicht und modern. Klicken Sie hier für noch mehr Wohnideen von Yvonne Helm.

 

 
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Ein niedriges Regal wurde mit Büchern gefüllt, diese stehen auch als Stapel darauf und davor. Das wirkt improvisiert und trotzdem stylish. Eine hohe Vase mit blühenden Zweigen unterbricht die grafische Strenge der Stapel. Rechtes Bild: In der Küche hat Yvonne eine Wand in einem mediterran wirkenden Rot gestrichen. Die kleine Tischleuchte auf dem hölzernen Küchentisch gibt gemütliches Licht.

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3 — Die Loftwohnung 

Das junge Architektenpaar Britta und Matthias wohnt im Zürcher Kreis 4, in einer neuen, urbanen Loftwohnung mit einer grossartigen Sicht auf die Geleise und die Dächer der halben Stadt. Das Paar hat es geschafft, die modernen Räume mit einem interessanten Mix von Designermöbeln, Erbstücken und  Fundsachen wohnlich und persönlich einzurichten. Urbanes Lebensgefühl pur: Die Wohnung ist grosszügig geschnitten und hat fast rundherum grosse Fensterfronten. Herzstück ist ein grosser Wohnraum mit offener Küche. Ein kleinerer Raum im hinteren Teil der Wohnung dient als Schlafzimmer. Klicken Sie hier für mehr Wohnideen von Britta und Matthias.

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An diesem Tisch ist Platz für alle: Stühle von Eames, Panton und Ikea vertragen sich perfekt, denn alle sind in Form und Beschaffenheit verwandt. Über dem Tisch hängen zwei elegante, schwarze Leuchten mit goldenem Innenleben. An der Wand sind CD-Regale montiert, welche hier fast wie konkrete Kunst wirken.

Keine Kommentare zu «Drei Stadtwohnungen in Zürich»

  • Carole sagt:

    Eins sollte hier mal gesagt sein. Diesen Blog zu lesen ist freiwillig!
    Ich bin es mir langsam leid, dass in jedem zweiten Kommentar eine neidische Äusserung gemacht wird.
    Auch wenn mir nicht immer alle Fotos gleich gut gefallen muss ich nicht schreiben, wie kitschig ich dies nun finde.
    Denn dies interessiert einfach wirklich niemand!
    Mir ist eine geschmackvolle Einrichtung sehr wichtig, zudem leiste ich mir eine wahnsinnig tolle Wohnung.
    Ich hole mir bei Sweethome immer wieder gerne Anregungen! Also macht weiter so.
    Freue mich auf ausgefallene, spannende Beiträge.
    Liebe Grüsse

  • Karin sagt:

    Hallo zusammen,

    es sind nette, aufgeräumte sowie reduzierte Wohnungen. Holz, Grautöne, Weiß, überschaubares Mobiliar, hi und da ein paar gezielt eingesetzte Leuchten und die fast schon zum guten Ton gehörenden grünen Zweige in der Vase.
    Etwas Besonderes, Neues oder Inspirierendes? Eher nicht.

    Das hier erinnert mich vielmehr an die Aussage einer meiner Professoinnen aus dem Studium, dass ein Großteil (wenn nicht fast alle) so genannten Designerwohnungen im Grunde den gleichen Stil aufweisen. Ihre Untersuchungen hierzu waren recht amüsant!

    Schöne Grüße,
    Karin

    • Pete sagt:

      Dieses um jeden Preis „Etwas Besonderes, Neues, Originelles, Cooles“ sein zu wollen finde ich abstossend. Die oben gezeigten Wohnungen sind toll. Deren Bewohner hatten sicher nicht den Anspruch angestrengt ach so cool und lässig originell sein zu wollen.

  • Anna sagt:

    Schöne Wohnungen! Die dritte ist für meinen Geschmack zwar etwas zu unterkühlt (und die Plastik Eames Chairs kann ich auch langsam nicht mehr sehen), aber in Stefi Talmans Wohnung würde ich sofort einziehen. Zu dem geäusserten „zu aufgeräumt“ Argument in den Kommentaren, kann ich nur sagen: Selbst wer normalerweise immer seine schmutzigen Unterhösli und Konsorten rumliegen lässt, würde die wegräumen, wenn ein Fototeam vor der Tür steht. Und mal im Ernst: Wer will denn so was sehen? Den Anblick von ungespültem Geschirr im Schüttstein „geniesse“ ich zur Genüge bereits in meiner Wohnung, solche Stilleben muss ich mir auf Fotos nicht auch noch anschauen. Wer solche Bilder mag, soll das übrigens ansonsten sehr lesenswerte Magazin apartamento kaufen. Es liefert eine sehr schöne Vorlage dafür, wie man sich auch mit wenig Geld (und wenig IKEA) in einer Bruchbude schön einrichten kann. Und: In der Schweiz gibt es schliesslich Brockis, eine Errungenschaft, die einem im Ausland sehr fehlen kann. Ich spreche aus Erfahrung.

  • Andreas Meier sagt:

    Wie Frau Halder schon sagte sind die Bilder schon immer etwas totgestylt. Selbst der IKEA-Katalog wirkt lebhafter. Was mal toll wäre, wären vorher/nachher Fotos, von einer Wohnung die wirklich 1 Jahr lang belebt wurde und NICHT aufgeräumt ist und dann die gestylten danach. So haben wir nicht Kreativen, sind ja alles Designer da oben, eher eine Möglichkeit die Verbindung zu useren Alltagswohnungen zu sehen.

  • Maria Halder sagt:

    Ja, toll gestylt und absolut leblos.

    • Marie sagt:

      Also leblos finde ich diese Wohungen ganz und gar nicht. Es ist doch normal, dass man aufräumt wenn Frau Kohler sich anmeldet. Es lässt tief blicken, wenn man bewusst Beleidigungen von sich gibt. Kritik kann auch positiv angebracht werden.

      Auf Frau Kohler’s Blog werden NUR kreative Köpfe vorgestellt. Persönlichkeiten – jeder auf seine Art anders. Es braucht schon Mut hier seine Tore zu öffnen. Alle bisher gezeigten Häuser und Wohungen waren auf ihre Art speziell und schön.

      Leblos war garantiert keine. Wie sagt man so schön: Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.

      Die Art und Weise wie man Kritik von sich gibt zeigt, wer man selber IST.

  • Gema sagt:

    Tolle Wohnungen und sehr interessanter Beitrag. Danke!

  • Katharina sagt:

    Also, wenn mich schön designte – und vielleicht auch teure – Wohnungen und Häuser so dermassen frustrieren würden, dann würde ich diesen Blog einfach nicht lesen. Ich hole mir hier gute Ideen und setze sie dann meinem Budget entsprechend um. Nach meinen Erfahrungen kann man auch etwas herunter gekommene Wohnungen schön aufpeppen. Ich hatte noch nie eine Luxusbleibe.

    Dass sich der Wohnraum immer mehr verteuert, vor allem in den Zentren, ist tatsächlich ein Problem. Aber das ist als Thema wohl eher für den Politblog geeignet. Ich mag Sweet Home sehr! Wie wärs mal mit einer Sammlung von Einträgen als Buch? Würde ich sofort kaufen, allein schon wegen der tollen Rezepte.

  • Matteo sagt:

    So wohnen ist nicht unbedingt eine Frage des Geldes sondern des Verzichtes. Gerade die, die wenig Geld zur Verfügung haben, haben meistens die Wohnungen mit dem meisten Zeugs vollbeladen und geben für ihre hundert Schnäppli und Dekorationszeugs mehr aus, als in den gezeigten Wohnungen ausgegeben wurde. Diese Ideen lassen sich auch in einer Durchschnitts-Wohnung und mit Brocki und IKEA umsetzen! Hab’s selbst so gemacht und kann es nur empfehlen – es braucht im wahrsten Sinne nicht viel!

    • Sophie-Mia sagt:

      Phu! Danke Matteo! Ich verdiene selbst nicht viel und wohne trotzdem schön (find ich). Vieles lässt sich selber machen, sofern man auf „Namen“ und „Marken“ verzichten kann. Zudem gehört eine Portion Geduld und Musse dazu. Stilvoll wohnen entwickelt und ändert sich in der Regel mit der Zeit. Sweethome soll inspirieren und ist kein Kaufkatalog. Kleine Empfehlung: wenn in Basel wieder einmal Sperrgutabfuhr ist, lohnt sich der Gang durch die Strassen. Alles gratis! Und wer die guten Sachen nur im Laden mit Preisschild erkennt… da kann ich auch keinen Tip mehr geben.

  • M. Bättiger sagt:

    Dieses ewige gemotze hier über teure Wohnungen und teure Möbel nervt schon. Diese Seite soll Ideen und Träume zeigen und selbstverständlich geht man dann vom Ideal aus und nicht von einer 1-Zimmer-Sozialwohnung. Natürlich sind auch diese Bilder voll von Designmöbeln, die sehr viel kosten. Doch auf dem Internet findet man selbige Stücke auch zu bloss 20% des VPs. Und tolle Albauwohnungen zu tiefem Preis findet man auch häufig – allerdings nicht in Zürich sondern dann halt in Bern oder Freiburg. Und: die Schönheit eines Raums ist auch Abhängig von der Kreativität des Einrichters (Kreativität=notgedrungen teuer). Also mit gefallen die Beiträge hier jeweils. Wenn z.B. jemandem die Eames-Essstühle auf Bild 3 gefallen, so kann er Kopien davon für 80.- auf Ebay kaufen – in allen Farben…

    • lukas sagt:

      oh ja, und ich befürchte, diejenigen, die immer mit der geldfrage reinblöhööken, produzieren auch mit viel geld ein optisches schlachtfeld – nur mit den einschlägigen marken und nicht mit ikea…

    • Christoph sagt:

      Herr Bättiger, wie kann man denn heutzutage noch Kopien von Designoriginalen kaufen! In einer Zeit, in der alle Welt von Nachhaltigkeit und Langlebigkeit schwadroniert, erzählen Sie uns von den illegalen Kopien, die aus dem fernen Osten rangekarrt werden. Na danke. Dann lieber vom regionalen Möbelhaus einen anständigen Stuhl. Oder halt etwas länger sparen.

  • Karin Gut sagt:

    Tja, Ups, interessant ist das problemlose Leben der Urbanen in den stylischen Stadtwohungen. Warum interessant? Weil es Seltenheitswert hat. Die meisten Menschen kämpfen Monat für Monat dass nach den Fixausgaben noch ein paar Franken überig bleiben, haben da und dort Zoff, quängelnde Kinder, Schlafprobleme und diverse andere Pipapos, sind weder reich noch schön, einfach im normalen Wahnsinn des Alltags.

  • Ups sagt:

    Gerne möchte ich auch wissen, wieviel Miete für diese Wohnungen bezahlt werden müssen. Und dann hätte ich gerne einen Vergleich: Drei Wohnungen in Zürich für Menschen, die sich eine Wohnung von maximal 1’100.– (inklusive Nebenkosten) leisten können, z.B. Alte und Behinderte. Denn Alten und Behinderten wird vom Staat verordnet (AHV, IV) nur ein solcher Höchstbetrag für die Wohnungsmiete zugestanden. Also liebe Macher von SweetHome, zeigt mir die süssen Wohnträume. Oder muss ich den Blog jetzt schon von SweetHome auf SourHome umbenennen?

    • chris sagt:

      Neid ? Ich finde es geht um die Fotos/Einrichtung und nicht immer um Was kostet das – Wer kann sich das leisten etc….. Für mich ein sehr interessanten Beitrag. Danke…

      • Mama sagt:

        Nörgel, nörgel – du Ups…..

        Die Ideen sind einfach toll und können in jeder Wohnung partiell verwirklicht werden – GANZ TOLLER BERICHT und LAESSIGE Bilder. Danke!

    • Kreis7 sagt:

      Jup, das war auch der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging. Stylish mit viel Kohle ist einfach; dem Wohndesignberater anrufen und er macht ein Konzept – voilà. Dazu ein 80m^2 Loft mit teurem Parkett (Handgeölt und naturgebleicht) für 5’000 CHF pro Monat und schon siehts stylish aus. Das ist keine Leistung.

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