Schöner wohnen mit dem Fernseher!

Flachbildschirme nehmen zwar weniger Platz in Anspruch, sind aber nicht unbedingt Schönheiten, die gut in die Wohnungen passen. Trotzdem ist der Fernseher für viele ein zentrales Möbelstück, das dominant im Wohnbereich Platz nimmt. Wie das ein wenig schöner, diskreter oder unerwarteter aussehen kann, zeigen die folgenden sechs Beispiele.
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Elegant

Eine clevere und elegante Lösung  ist es vom Fernseher abzulenken ihn selbstverständlich, aber diskret zu platzieren. Hier hat er Tiefgang: Auf einem niedrigen Rollmöbel steht er unter einem dekorativen Regal, welches mit Souvenirs und hübschem Geschirr bestückt ist. Eine Bildercollage verdichtet die dekorative Wirkung. So wird das Auge auf die schönen Dinge gelenkt, weg von den technischen Geräten. Der Fernseher bekommt auf dem Rollmöbel auch Mobilität, so kann er bei Bedarf näher gerollt werden oder gar in ein anderes Zimmer. Zusätzliche Eleganz bringt die weisse Farbe: Möbel, Wand und Fernseher sind alle in diskretem Weiss. Bild über: Interiors Porn.

decorista

Ausgestellt

Mitten in eine Bilderwand integriert tarnt sich dieser Fernseher in einer kleinen Galerie. Das weisse, antike Tischchen ist ein perfektes TV-Möbel, bietet genau Platz für den Bildschirm und im unteren Bereich für ein DVD oder eine Digitalbox. Auch wirkt es persönlich, leichtfüssig und mildert mit seiner Verspieltheit die technische, männliche Ausstrahlung der Geräte. Bild über: Decorista.

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Beiläufig

Wie ein ganz normales Bild ist dieser Bildschirm an die Wand montiert. Was ihm aber die Dominanz nimmt, ist der darunter platzierte Tisch mit Bücherstapeln, Pflanzen und Bildern. So erscheint der Fernseher ganz beiläufig und selbstverständlich und verliert fast ein wenig den typischen Fernsehcharakter. Bild über: Interiors Porn.

Designtraveller 2

Kokett

 Auch hier findet ein geschicktes Ablenkungsmanöver statt. Der Fernseher steht auf einer Holzbank mit dekorativen Tieren und integriert sich so in die kuschlige Retrostimmung des Raumes. Die charmante Bilderserie ist so inszeniert, dass sie mit dem Fernseher kokettiert. Der Spiegel öffnet den Blick auf den Rest des Raumes, auch das ist geschickt, weil dadurch der Blick auch auf eine andere Aussicht gelenkt wird. Bild über: Designtraveller.

La Maison Boheme

Inszeniert

Ganz nach dem Motto «Wenn schon, denn schon» ist hier die Fernsehecke mit buntgemusterten Tellern und Platten dekoriert. Die unkonventionelle, auffällige Idee wird unterstützt durch das verspielte Schränkchen, auf dem der Fernseher thront und den zwei hellblau, lackierten Stehleuchten. Bild über: La Maison Boheme.

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Gekonnt

Anstatt den Fernseher in die Umgebung einzupassen, wurde hier eine perfekte Umgebung für den Fernseher geschaffen. Die dunkle Tapetenfarbe, die grafischen Muster und das Sideboard im Retrolook werden zum Bühnenbild für den dunklen Flachbildschirm. So versinkt er in seiner Umgebung und wirkt diskret und elegant. Das Arrangement mit Büchern, Bild, Blumen und Schale unterstützt den Look, rahmt den Fernseher ein und macht alles persönlicher und wohnlicher. Bild über: One Hour.

32 Kommentare zu «Schöner wohnen mit dem Fernseher!»

  • Michael sagt:

    Bei uns steht im Wohnzimmer ein alter Holzschrank mit zweiflügligen Türen und wenn man diese öffnet kann man den Fernseher ein wenig hervorziehen. Auf einem Tablar darüber ist der ganze sonst noch nötige hässliche Technikschnickschnack versteckt. Und somit ist das ganze bei Nichtgebrauch einfach aus dem Blickfeld. Interssanterweise ist seit dieser Umstellung die Frage der Kinder nach „Dürfen wir fernsehen“ stark zurückgegangen, weil das Ding einfach nicht mehr so präsent ist. Ich würde es nie mehr anders Machen. PS: Der beschränkte Platz im Schrank verhindert auch wirkungsvoll unüberlegte Käufe von völlig überdimensionierten Geräten

  • Marie sagt:

    Mein Fernseher ist aus meinem kleinen Studentenzimmer geflogen aufgrund von Platzsparmaßnahmen.
    Im Nachhinein bin ich ganz froh darüber, weil früher hat man einfach mal die Kiste angeschaltet und sich so nebenbei berieseln lassen, was auch nicht gerade gut ist.
    Vom ästhetischen Blickwinkel her, war es die beste Entscheidung, denn mein Fernseher hat weder einen Vintage Touch noch ist er durch sein modernes Design aufgefallen.

  • Tom sagt:

    Die Frage nach der aesthetischen Verträglichkeit des Fernsehers im Wohnzimmer ist eine äusserst heikle. Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es leider hierzu immer nur mehr oder weniger glückliche Lösungen; bei Freunden und Bekannten habe ich jedoch schon ganz schlimme Verfehlungen beobachtet, die zur kompletten Verschandelung des (nun gut, man kann es nicht anders sagen) eh schon hässlichen Wohnzimmers führten. Grundsätzlich würde ich den Integrationswillen der Flimmerkiste grundsätzlich anzweifeln.
    Ein besserer Ansatz ist für mich den Fernseher auf einen für ihn abgestimmten edlen Sockel zu stellen und ihn als Solitär zu behandeln. Loewe bot beispielsweise diesbezüglich auch schon früher für ihre Kathodenstrahlröhren überzeugende Lösungen an.

  • regina sagt:

    was ich an den vorschlägen vermisse sind die zum richtigen filmgenuss notwendigen speaker (home cinema anlage). die fehlt bei den allermeisten einrichtungsvorschlägen in möbelprospekten/möbelhäusern auch. soweit ich weiss müssten neben dem flachbildschirm zwei speaker und unten in der mitte auch ein center speaker zu sehen sein. ich geniesse meine filme auch lieber auf einem tv mit einer weissen wand im hintergrund, das mit den bildern ist mir persönlich etwas zu überladen.

    • Tomi Vasek sagt:

      Absolut korrekt! Je länger desto unverzichtbarer wird ein Home Cinema. Die Fernseher werden immer dünner, dass da die Tonqualität nicht unbedingt steigt, liegt auf der Hand.

  • lisa sagt:

    hm, bin tv-los aufgewachsen und schaue inzwischen selber gern, v.a. filme. wir haben dafür einen beamer, so fällt es uns auch nicht zu unzeiten ein, fernzusehen. tv-abstinenz scheint einen quasireligiösen status zu haben, sonst auf jeden fall das sendungsbewusstwein der abstinenzlerInnen.

  • Tobias sagt:

    Genau Herbstzeitloser, das fällt mir auch auf. Es scheint eine Tugend zu sein, keinen Fernseher zu haben. Die Fernsehlosen gebaren sich wie Helden der Moderne. In was für einer komischen Welt leben wir?

    • maurena salzmann sagt:

      *mimimi*

      Als ob alle Errungenschaften der Moderne sankrosant wären….Ich lebe sehr gerne in der Moderne, vorallem als Frau, aber kritisch prüfen darf ich diese trotzdem.

  • André Hafner sagt:

    Moderne Flachbildschirme sehen besser aus, als so manches „Designmöbel“. In den meisten Wohnzimmern, die man hier sieht, würde ich mich nicht freiwillig aufhalten wollen.

  • Giselle Wendel sagt:

    Wer glaubwürdig Stromsparen will – und ohne das wird ein Ausstieg aus der Atomkraft sehr schwierig – muss auf TVs verzichten.
    Wer weiterhin das Risiko von Super-Gaus und verstahlten Kindern eingehen will, soll ruhig weiterglotzen.
    Gerade grosse LCD-Screens sind eine Energie-Sünde erster Güte – von der Fabrikation über den Gebrauch bis zur Entsorgung eine Katastrophe bezüglich Energiebilanz. Im Gebrauch ist TV eine Propagandamaschine, ein Zeit- und Kostenfresser …
    Design und Deko können und sollen dies nicht schönen.

    • Bremu sagt:

      Möglicherweise hat der PC mittels dem Sie diesen Kommentar geschrieben haben kein Atom-Strom gebraucht und das Gerät selber ist auch biologisch abbaubar…

  • Herr Bstzeitloser sagt:

    Interessant, dass sich hier so viele Kommenatatoren als TV-Abstinenzler hervortun wollen… „Ich habe einen TV nicht nötig!“ …aber lese trotzdem Einrichtungstipps zum Fernseher?? Da frag ich mich, weshalb jemand diesen Artikel liest, dem sich das Problem der stilvollen Platzierung des Fernsehers gar nicht stellt…. Ob da irgendwo der Zweifel oder die Sehnsucht nach einer Glotze nagt???
    PS: Ich darf dies so ketzerisch schreiben, da ich selber auch keinen Fernseher habe. Aber ich werde mir demnächst einen anschaffen, da ich ein grosser Junge bin und mich punkto TV-Konsum nicht vor mir selber schützen muss….

    • Vasek Tomi sagt:

      Fällt mir auch auf. Jede und jeder muss hier beweisen, wie fantastisch es sich doch lebt ohne Fernseher. Was also hat sie diese Einrichtungstipps zu interessieren, bzw. warum werden nicht die Vorschläge kommentiert? Ich finde ausnahmslos alle Tipps schrecklich, ich finde meinen Fernsehr sehr schön, schaue gerne fern und nichts soll dabei davon ablenken.

      • Marco sagt:

        Herr Bstzeitloser, ich habe keinen Fernseher, ich habe aber nicht gesagt, dass ich kein Fernseh schaue. Ich bezahle die hälfte am Teleclubabo meinen Nachbarn, damit wir gemeinsam die Fussballspiele schauen können. Und ganz ohne Fernsehschauen geht fast nicht, wen man auf Besuch ist oder im Ausgang, laufen ja ständig TV`s.

    • Veronica sagt:

      O Herr Bstzeitloser, dann darf man nur Artikel lesen über Sachen die man selbst hat, tut, wünscht?
      Ich glaube nicht, dass viele Problemen gelöscht werden mit diesen kunterbunten Beispiele .

  • Marco sagt:

    Sehr gut ist es, wen man den Fernseher so hinstellt oder aufhängt, damit er nicht im Mittelpunkt steht. Die beste Lösung ist aber, man hat gar keinen Fernseher. Ich vermisse diese Kiste seit über 15 Jahren nicht!

  • Au sagt:

    Am besten passt ein TV-Gerät in eine Wohnung, indem man es aus dem Fenster schmeisst (aber bitte nicht auf Passanten).

  • Yann Theler sagt:

    Die Vorschläge sind wirklich super, wenn’s darum geht das TV Gerät so gut wie möglich zu verstecken. Leider stören Bilder und Gegenstände unmittelbar neben der Bildfläche den Filmgenuss. Filmfreunde bevorzugen darum sicher eine ruhige, leere Fläche rund um den Fernseher, die nicht vom Filmgeschehen ablenkt.

  • G. Frey sagt:

    Also mich stören mehr die Männer die einem immer wenn sie etwas machen sollen den ganzen Haushalt durcheinander bringen wollen. Wenn Frau dann nein sagt hören sie nicht zu wenn man nein schreit sagen sie mach nicht so wie ein kleines Kind.
    Lampe aufhängen erst nach langem reden nehmen sie das neue Kabel weil es Arbeit ist. Den Staubsaugerschlauch rausdrehen nicht mehr hineindrehen. Und so weiter Sicherung rausdrehen Computer und Tel. ist auch gestört muss Frau wieder neu progr. weil die Männer gehen dann und du bleibst mit dem Zeug alleine. Nein ein TV ist mir lieber den kann ich ein und ausschalten, es braucht halt Disziplin. Den Mann kann ich nicht ein und ausschalten.

    • Tschannen Werner sagt:

      Liebe Frau Frey, ich vermute Ihr Problem sind nicht die Männer….

      ,,Flachbildschirme nehmen zwar weniger Platz in Anspruch, sind aber nicht unbedingt Schönheiten,, Waren die Röhrenbildschirme schöner?!? Sonst aber schöne Präsentationen der Verdummungsmaschiene, schön baut man diesen Hirnverdreher schon Altäre!

    • Herr Bstzeitloser sagt:

      Vielleicht liegt’s ja an meiner männlichen Verkabelung, dass ich aus Ihrem Kommentar nicht schlau werde. Für mich wirkt ziemlich wirr und irgendwie auch Mitleid erregend, wie Sie Deko-Vorschläge bzgl. Fernseher auf ein Gender-Problem herunterbrechen… Tönt jedenfalls alles enorm dramatisch, was Sie da in Ihrem Alltag mit „den Männern“ so erleben. Schon gut, ich schalte mich jetzt selber aus und lasse Sie mit Ihrem „Zeug alleine“. Seelig seien die, die nichts zu sagen haben und auch den Mund halten…

      • sepp z. sagt:

        Immerhin ist G. Frey nicht die einzige, die Deko-Vorschläge mit Genderthemen in Verbindung bringt.
        Siehe oben, zweiter Vorschlag ‚ausgestellt‘.
        „Auch wirkt es persönlich, leichtfüssig und mildert mit seiner Verspieltheit die technische, männliche Ausstrahlung der Geräte.“

  • Thomas sagt:

    Fernseher verstümmelt Zusammenleben? Flachbildschirme nicht elegant? Wirklich kauzig diese Ansichten.

    • maurena salzmann sagt:

      Als eine der Käuze möchte ich betonen, dass ich genug Paare kennen, die abends zusammen vor dem Fernseher das Abendessen in sich reinschauffeln, weil sie beide unbedingt eine dämliche Soap sehen wollen. Nachher wird weitergeglozt, manchmal auch damit man sich nicht mit dem Partner/der Partnerin auseinandersetzen muss. Andere verabreden sich zu gewissen Uhrzeiten nicht, weil dann eine Folge einer Serie in der Kiste läuft….und wohlgemerkt: ich liebe gute Sendungen, Serien und Filme. Erstere zwei schaue ich mir auf dem Laptop an, letztere im Kino. So muss ich auch nicht an diesem Billag-Gezetter teilnehmen…

  • Carmen sagt:

    Das Bild Flachbildschirm über Bücherstapel hat etwas Ansprechendes.

  • Synn sagt:

    @maurena salzmann
    sehe ich genauso!
    obwohl ich zugeben muss, dass mir die vorschläge z.t. sehr gefallen

  • alessandro portmann sagt:

    Teilweise überzeugt hat mich einzig das zuletzt gezeigte Beispiel. Bei mir wurde der TV schon lange durch ein Bild abgedeckt (überhängt) und war so völlig unsichtbar. Seit Oktober allerdings lebe ich zu hinterst in einem kleinen Seitental im Tessin, kein TV. Es lebt sich viel besser so. Viel mehr Zeit für sich, den Hund, den Garten, man musiziert, schwatzt. Keine Hektik und Zeit-Zwänge mehr. Allerdings: Jetzt werde ich nicht mehr über jeden Furz auf der anderen Seite der Weltkugel informiert! Macht aber auch nichts. :)

  • maurena salzmann sagt:

    Am schönsten lebt es sich ohne diese Logorrhoe-KIste. Traurig wie die blaue Pest unser Zusammenleben verstümmelt…

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