So stylen Sie Ihre Wohnung schöner

Lernen Sie von den anderen: Diese 10 Ideen aus unseren Homestorys zeigen, wie Sie auf einfache Art Ihr Zuhause verschönern können.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Anmerkung: Nicht alle der vorgestellten Bewohnerinnen und Bewohner wohnen heute noch gleich oder am selben Ort wie bei unserem Besuch für die Homestorys. 

1 — Machen Sie das Sideboard zum Ausstellungsstück 

Sideboards sind Möbel, die im Midcentury, also in der Mitte des 20. Jahrhunderts, ihren grossen Auftritt hatten. Damals änderte sich das Wohnen grundsätzlich. Man zog nach den Kriegen von Häusern in Wohnungen und Möbel wurden nicht mehr von Hand, sondern vermehrt industriell hergestellt. Dass diese Möbel immer noch so beliebt sind, hat damit zu tun, dass die damalige «Wohnrevolution» auch heute noch unsere Beziehung zum Wohnen und Einrichten prägt. So haben zwar viele ein Sideboard, aber nicht alle haben es so schön in Szene gesetzt wie Stephanie Aebischer und Beat Brechbühl. Sie nutzen es nämlich nicht nur als Stauraum, sondern haben es fulminant mit Pflanzen, Objekten und Bildern zum Thema Dschungel gestylt.

Und so können auch Sie Ihr Sideboard eindrucksvoll stylen: 

  • Wählen Sie ein Thema, eine Farbigkeit, eine Geschichte.
  • Alle Objekte haben in ihrer Anmutung etwas mit dem gewählten Thema zu tun.
  • Spielen Sie mit Grossem und Kleinem. Hier sind es grosse Bilder und grosse Pflanzen, zu denen sich kleine Sträusse und Fundstücke aus der Natur gesellen.
  • Kreieren Sie Gruppen und stellen Sie nicht einfach bloss alles in Reih und Glied.

Nun haben Sie bestimmt Lust, die ganze Wohnung von Stephanie und Beat zu sehen!

2 — Nutzen Sie einen Couchtisch als Ordnungshüter

Viele Wohnungen sind oder werden mit der Zeit zu klein, um allem, was man liebt, einen gebührenden Platz oder Stauraum zu geben. Dieses Problem hat die Galeristin Frédérique Hutter in ihrer kleinen Zürcher Altstadtwohnung so charmant gelöst, dass es auch noch hübsch aussieht. So türmt sie hübsche Boxen unter einem Couchtisch, den sie erst noch in die Küche gestellt hat, um dieser mehr Wohnlichkeit zu verleihen. Darauf platziert sie neben Blumen und einer hübschen Leuchte gleich noch wunderschöne Schalen und Schälchen. 

Und so können auch Sie einen Couchtisch anders nutzen:  

  • Wichtig bei solchen Ideen ist, dass Sie nur ausgewählte Möbelstücke voll bepacken.
  • Sorgen Sie trotz den vielen Dingen für eine ruhige Anordnung.
  • Schwarze Boxen treten optisch in den Hintergrund.
  • Vergessen Sie nie, frische Blumen einzustellen.

Entdecken Sie die anderen Räume in Frédériques charmanter Zürcher Altstadtwohnung.

3 — Kreieren Sie ein Moodboard wie ein Kunstwerk

Kreative Menschen lieben Moodboards. Das sind Wände oder eben Boards, auf denen Dinge wie Bilder, Karten, Einladungen und vieles mehr, das inspiriert, aufgepinnt wird. Die Interiordesignerin Kathrin Wiedmer und der Creative Director Thom Pfister gehen in ihrer Wohnung noch einen Schritt weiter: Sie nutzen die Eames Garderobe «Hang it all», um Dinge aufzuhängen und aufzustellen und drumherum anzukleben. Damit wird die Garderobe zu einer Art persönlichem Kunstwerk.

Und so können auch Sie ein kreatives Inspirationsboard gestalten :

  • Nutzen Sie nicht nur ein klassische Pinboard, um Hübsches anzuclippen, sondern auch Haken, kleine Regale oder Bilderrahmen. 
  • Mischen Sie Fotos, Einladungen, Postkarten, aber auch Bastelarbeiten von Ihren Kindern. 

Neugierig auf die ganze Wohnung des kreativen Paares?

4 — Sorgen Sie mit einem Spiegel für Grösse

Interiorexperten wie Barbara Hinder, die Besitzerin des renommierten Zürcher Einrichtungshauses Artiana, kennen viele Tricks, die helfen, einen Raum noch besser aussehen zu lassen. Ein Spiegel etwa, der richtig platziert ist, vergrössert optisch den Raum. Er bietet Aussicht, Weitsicht und reflektiert erst noch Licht. Barbara Hinder hat für ihre Wohnung, die im modernen, entspannten und eleganten Artiana-Stil eingerichtet ist, ein antikes Modell als Stilbruch und Hingucker gewählt. 

So können Sie mit einem Spiegel Wohnprobleme lösen: 

  • Platzieren Sie einen Spiegel so zum Fenster, dass er das Tageslicht reflektiert.
  • Besonders kleinen Räumen und Wohnungen tun Spiegel gut, denn sie vergrössern optisch und kokettieren mit der Raumaufteilung.
  • Schaffen Sie mit der Wahl eines Spiegels einen gelungenen Stilbruch in der Einrichtung, so wie Barbara Hinder.
  • Ein Spiegel hilft auch einem Arbeitsplatz, der gegen eine Wand gerichtet ist, zur Aussicht.

Besuchen Sie Barbara Hinder in ihrem Zuhause auf der Forch.

5 — Benützen Sie ein Tablett als Tischdeko

Kennen Sie das? Kaum wird der Tisch gedeckt, gibt es erst mal eine grosse Umräumaktion. Die Fruchtschale muss weg, der Kerzenständer, die Vase mit den Blumen. Das muss nicht sein, hat sich Simone Weibel gedacht, und gruppiert einfach alles zusammen auf einem grossen, schicken Silbertablett. So kann man alles gleichzeitig wegräumen und es sieht erst noch toll aus! 

Wieso Tabletts helfen, besser zu stylen: 

  • Sie schaffen ganz selbstverständlich aus verschiedenen Dinge eine Gruppe.
  • Auf einem Tablett sieht alles wertvoller aus.
  • Der Trick mit dem Tablett funktioniert auch in der Küche, mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer oder mit Putzsachen.
  • Im Badezimmer hält ein Tablett zum Beispiel Seifenspender, Zahnbecher und die Handcrème stilvoll zusammen.

In Simone Weibels Zuhause stecken noch mehr clevere Ideen.

6 — Geben Sie Schrankschlüsseln Zotteln 

Der Unterschied liegt oft im Detail. Diese sind es auch, die echten Stil von blosser Dekoration unterscheiden. Darin ist die renommierte Schweizer Interiordesignerin Claudia Silberschmidt von Atelier Zürich eine Meisterin. Sie schafft es, auch aus Kleinem und Unscheinbarem etwas Besonderes zu gestalten. So haben die Schlüssel ihres schlichten, grau lackierten Kleiderschrankes grosse Lederzotteln bekommen, die dem Möbel wie Schmuck Glamour verleihen. 

Weshalb Glamour immer eine gute Idee ist: 

  • Schmuck und das gewisse Etwas helfen, damit Alltägliches auf einmal exklusiv und einzigartig wird.
  • Glamour ist nie ganz ernst, er sorgt immer für gute Laune.
  • Glamour hilft, mit wenig viel zu machen. Wenn Sie zum Beispiel ein bescheidenes Möbelstück in einer kräftigen Farbe lackieren, wird es auf einmal ein Lieblingsstück.

Weshalb Claudia Silberschmidt Leder den üblichen Posamenten vorzieht, erfahren Sie hier.

7 — Stapeln Sie Zeitschriften auf einer Konsole

Eine der beliebtesten Homestorys war jene bei Jenny Nyfeler. Die Modedesignerin und Inhaberin des Basler Conceptstores Aisso wohnt in einem Haus, das einmal als Abbruchobjekt deklariert war. Es steht immer noch und Jenny ist geblieben, mit wenig Luxus, aber viel Chic. Klar, dass eine solche Wohnung vor guten Einrichtungsideen nur so strotzt. Eine davon ist, ein Möbel zweckentfremdet für etwas ganz Bestimmtes einzusetzen. Das ist hier mit einer schlichten Midcentury-Konsole gelungen. Sie dient nämlich dazu, einer Zeitschriftensammlung einen attraktiven und zugänglichen Platz zu geben. 

So können auch Sie umdenken: 

  • Ein Stuhl ist nicht bloss ein Stuhl, er kann zum Beistelltisch werden oder zum Herrendiener.
  • Ein Couchtisch macht sich auch als Nachttisch prächtig.
  • Bücher brauchen nicht immer Regale, gestapelt auf anderen Möbeln können Sie unter Umständen gebrauchsnaher sein.
  • Wie wärs mit einem Nachttischchen im Badezimmer oder einem Sessel am Küchentisch?

Nun ist es höchste Zeit, Jennys ganze Wohnung in Basel zu besichtigen.

8 — Bringen Sie mit einem Tischtuch mehr Farbe in die Wohnung

Ein Tischtuch kommt meist dann zum Einsatz, wenn ein Festessen angesagt ist. Nicht so bei den Burns. Hier ist alles ein bisschen anders. Die Zimmer werden je nach Bedürfnis getauscht, es hat fast mehr Pflanzen als Möbel und die Nähmaschine steht im Wohnzimmer. So ist auch ein prächtiges Tischtuch einfach ein Alltagskleid für den grossen Tisch, damit dieser immer farbig und freundlich wirkt. Ihre Familienwohnung ist eine Oase der Ruhe und Kreativität mitten in der Stadt und natürlich voller alltagstauglichen Wohnideen. 

Damit bringen auch Sie mehr Farbe in die Wohnung:

  • Was mit dem Tisch geht, funktioniert auch für Sofa und Bett: Tücher und Decken können diesen einen neuen, bunteren Look verleihen.
  • Teppiche, Vorhänge oder Bilder an der Wand helfen auch, dass eine Wohnung Farbe bekommt.
  • Farbiges Geschirr, auch einfach als Einzelstücke untergemischt, verhilft zu mehr Farbe im Alltag.

Es lohnt sich, einen Blick in die Zürcher Familienwohnung von Marisa und Gigi Burn zu werfen.

9 — Stellen Sie Ihre Einkäufe aus

Ok, der Globus-Foodscout Richard Kägi ist zum Promi geworden, und er ist an der Quelle von guten und hübschen Esswaren. Und doch hat er ein ganz bestimmtes Händchen, was Stimmung und Stil im Haus angeht. Als wir ihn für eine Homestory für Sweet Home besuchten, raste er noch schnell auf seinem Motorrad davon, holte Blumen und hat diese liebevoll in einer Vase arrangiert. So geht er auch mit den Lebensmitteln um. Er kreiert mit ihnen nicht nur fantastische Gerichte, sondern gibt ihnen Ehrenplätze in seiner Küche. Sie inspirieren ihn und geben seiner Küche, zusammen mit südafrikanischer Keramik und vielen Kochbüchern, Persönlichkeit und Sinnlichkeit. 

Geben auch Sie Einkäufen einen besonderen Platz:

  • Schön verpackte Pasta, Dosen oder Gewürze können Sie gut zwischen dem Geschirr auf einem offenen Küchenregal platzieren.
  • Hübsche Fruchtschalen verschönern jede Küche.
  • Nutzen Sie besonders attraktive Dosen und Kisten, in denen Lebensmittel waren, als Aufbewahrungsgefässe.
  • Edle Glasflaschen von Getränken können Blumenvasen oder Wasserkaraffen abgeben.

Richard Kägis Haus am Zürcher Sonnenberg ist immer einen Besuch wert.

10 — Geben Sie Ihrem Couchtisch mehr Liebe

Unsere erste Homestory nach dem Lockdown führte uns in die wunderschöne Gartenwohnung von Dominique Brunner. Dabei haben wir auch diese glamouröse Stylingidee entdeckt: Er hat nämlich seinem Couchtisch hübsche Lämpchen, einen üppigen Blumenstrauss und Bücher zum Anschauen gegeben und macht ihn damit zum Schmuckstück.

So stylen auch Sie Ihren Couchtisch hübscher: 

  • Jedes Styling braucht etwas aus der Natur: Blumen sind immer eine gute Idee, aber auch Pflanzen beleben einen Couchtisch.
  • Stapeln Sie sogenannte «Coffeetable Books» auf dem Couchtisch. Das sind edle und spannende Bildbände, die Lust machen, darin zu blättern.
  • Nutzen Sie den Trick mit dem Tablett (Beispiel 5) auch für den Couchtisch. Darin können Sie Bücher, Duftkerzen, Bücher, Boxen, Untersetzer und anderes schön arrangieren.

Und hier geht es direkt in die Wohnung und den Garten von Dominique Brunner.