Die besten Rezepte für Sommerpasta

Mit einem Teller Spaghetti und einem kühlen Glas Wein kommt Ferienstimmung in die Alltagsküche. Zehn einfache Ideen.

1 — Spaghetti mit Calamaretti

Manchmal reise ich mit dem Zug nach Baden, um bei Manor Food einzukaufen. Ich liebe die Fischabteilung, die für mich einzigartig ist und die ich so in Zürich leider nirgends finde. Das Angebot ist superfrisch, kommt aus nachhaltiger Produktion und die Beratung ist genial. Gute Tipps habe ich auch schon von anderen Kundinnen beim Anstehen bekommen. So hat mir einmal eine Italienerin verraten, dass sie jeweils auch in den Salat fein gehackten Peperoncino gebe, was ihn besser und erst noch gesünder mache. Ich folge diesem Tipp seither regelmässig. Fische und Meeresfrüchte zu kaufen, sorgt auf jeden Fall für Feriengefühl und macht kleine kulinarische Alltagsfeste möglich. Schnell und einfach geht eine Ferienpasta mit kleinen Calamaretti. (Bild: MKN
Und so gehts:
Geben Sie gutes Olivenöl, zwei zerquetschte, fein gehackte Knoblauchzehen, einen halben fein gehackten Peperoncino und eine gute Handvoll fein gehackte Petersilie in eine Pfanne und erhitzen Sie alles. Wenn der Knoblauch duftet, kommen die gewaschenen Calameretti dazu. Gut anbraten. Dann giessen Sie ein Glas Weisswein dazu und lassen diesen fast verdampfen. Nun geben Sie zwei gute Handvoll kleine, halbierte Tomaten bei. Lassen Sie alles etwa 20 Minuten auf kleinem Feuer köcheln. In der Zwischenzeit kochen Sie Spaghetti al dente. Die Spaghetti mit etwas Pastawasser in die Sauce geben, zwei Minuten mischen und köcheln und dann mit Olivenöl, gehackter Petersilie und etwas Zitrone servieren. 

2 — Rigatoni mit Sommergemüse

Machen Sie es wie die Italiener und balancieren Sie die Menge Pasta mit der Menge Sauce oder Zutaten besser aus. In Italien ist die Pasta Träger der Zutaten. Es gibt nicht einfach viel Pasta mit ein bisschen Sauce. Gerade mit dieser Gemüsepasta lässt sich dieses Verhältnis besser angehen. Also viel Gemüse und dieses dann mit gleich viel oder eher weniger Pasta mischen! (Bild über: Lazy Cat Kitchen)
Und so gehts:
Legen Sie in Würfel geschnittenes Gemüse wie Zucchetti, Peperoni, Auberginen und Tomaten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Träufeln Sie reichlich Olivenöl darüber und salzen Sie mit Meersalz. Geben Sie auch einige ungeschälte Knoblauchzehen dazu und Kräuter wie Rosmarin und Thymian. Gut vermischen und dann im 200 Grad heissen Backofen rösten, bis das Gemüse gar ist. Am Schluss geben Sie noch einige Oliven bei und Kapern, wenn Sie mögen. In der Zwischenzeit kochen Sie Rigatoni al dente Nun mischen Sie das Gemüse mit der Pasta, etwas Pastawasser und den weichen, süsslichen Knoblauchzehen, die sie enthäuten und mit einer Gabel zu einer Paste zerdrücken. Geben Sie etwas gehackte Petersilie darüber, Zitronensaft und Olivenöl. 

3 — Papardelle mit Zitrone

Zitronig, cremig, frisch, schnell und supereinfach – diese  Nudeln sind ein elegantes kleines Sommerfest. (Bild über: Family Style Food)

Zutaten:

Zubereitung:

Papardelle

2 Amalfizitronen – sie sind einfach die besten, aber natürlich gehen auch andere Zitronen

2 dl Rahm

1 EL Ziegenfrischkäse, z.B. Chavroux

100 g Parmesan, gerieben

1 Eigelb

Olivenöl

1 Knoblauchzehe

½ Peperoncino

Muskatnuss

Salz, Pfeffer

Kochen Sie die Papardelle al dente, für zwei Personen reichen 200 g, für 4 Personen 400 g. Reiben Sie die Schale von 1 Zitrone ab und pressen Sie den Saft von der gleichen Zitrone aus. Schneiden Sie den Peperoncino und die Knoblauchzehe in Stücke und geben Sie sie mit der Zitronenschale und etwas Salz in einen Mörser. Ich brauche immer Maldon Sea Salt. Dann geben Sie reichlich Olivenöl in eine Bratpfanne. Ich finde, dass kein Gericht wirklich gut wird, wenn man mit Olivenöl geizt! Nun geben Sie die Knoblauchmischung bei. Andünsten, bis alles fein duftet, dann den Zitronensaft darübergeben und einköcheln lassen. Sie können in diesem Moment noch etwas Bouillon beigeben, falls Sie mögen. Dann den Rahm dazugiessen, mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen, die restliche abgeriebene Zitronenschale untermischen, etwas Ziegenfrischkäse und den Parmesan unterrühren. Die Papardelle in die Sauce geben, alles gut mischen, falls nötig noch etwas Pastawasser dazugeben und das Eigelb untermischen. Servieren Sie die Pasta mit etwas fein gehackter Petersilie oder ein wenig Thymian und einigen Zitronenschnitzen. Es schmeckt sehr fein und frisch, wenn Sie am Schluss noch frischen Zitronensaft darüberträufeln – dafür ist die zweite Amalfizitrone da!

4 — Ditali mit Erbsli 

Fast ein bisschen wie ein gemütlich liebevolles Kinderessen sind Pastagerichte mit kleinen Pastasorten. (Bild über: Whats Gaby Cooking)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Ditali

400 g Erbsli, frisch oder gefroren

Olivenöl

2-3 Frühlingszwiebeln, in Rädchen geschnitten 

1 Peperoncino, fein gehackt

1 Handvoll Basilikumblätter

4 Pfefferminzblätter

1 Zitrone

1 dl Bouillon

Salz und Pfeffer

Muskatnuss

70 g Parmesan, gerieben

Kochen Sie Ditali al dente. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und dünsten Sie die Frühlingszwiebeln mit dem fein gehackten Peperoncino an. Geben Sie die Erbsli bei und nach etwa 3 Minuten giessen Sie die Bouillon dazu. Geben Sie den Basilikum und die Pfefferminze bei, etwas abgeriebene Zitronenschale und etwas Zitronensaft. Dann giessen Sie die Pasta ab und behalten etwas Pastawasser zurück. Geben Sie nun die Pasta zu den Erbsli und giessen etwas Pastawasser dazu, geben den Parmesan bei und schmecken mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss ab. Alles gut mischen und mit Burrata oder Ricotta, der restlichen abgeriebenen Zitronenschale und frischen Kräutern servieren. Etwas Zitronensaft und Olivenöl darüber geben. 

5 — Trofie al Pesto

Eine sämige, fantastisch duftende Pasta mit Basilikumpesto entführt direkt ans Mittelmeer. Ich mache mein Pesto nicht mehr mit Knoblauch. Aber natürlich kann man, wenn man Knoblauch roh liebt, klassisch Knoblauch beigeben. Achten Sie darauf, dass Sie allfällige grüne Sprösslinge im Innern der Knoblauchzehen entfernen. Diese sind nicht gut verdaulich. (Bild: MKN)

Zutaten:

Zubereitung:

Trofie

3 Bund frischer Basilikum

1,5 dl gutes Olivenöl

1 gute Handvoll frisch geriebenen Parmesan

1 gute Handvoll frisch geriebener Pecorino

2 EL Pinienkerne, geröstet

1 Prise Meersalz

Den Basilikum in die Küchenmaschine geben, kurz zerhacken, die Pinienkerne dazugeben, danach den Käse und am Schluss das Olivenöl reingiessen, bis das Pesto schön cremig ist. Die Trofie al dente kochen und abgiessen, eine Tasse heisses Teigwarenwasser zur Seite stellen. In einer warmen Schüssel die Pasta mit dem Pesto vermischen und so viel heisses Pastawasser dazugeben, bis die Pasta cremig ist. Sofort in vorgewärmten Tellern servieren.

Tipp: Pesto lässt sich gut einfrieren und kann so zu einem anderen schnellen, spontanen Znacht verhelfen.

«Jede  wirklich gute Pasta ist einfach,

hat wenige aber gute Zutaten

und wird mit Geduld, Liebe und Sorgfalt zubereitet. »

 

6 — Spaghetti mit frischer Tomatensauce

Pasta mit Tomatensauce aus frischen Tomaten gibt es bei uns bestimmt einmal in der Woche. Ich habe die Zutaten dafür stets zu Hause, es geht schnell und einfach und schmeckt immer nach Ferien. (Bild: MKN)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Spaghetti

600 g kleine Tomaten

Olivenöl

1 Knoblauchzehe

1 Peperoncino

Basilikum

Olivenöl in eine Pfanne geben, die Knoblauchzehe zerquetschen und im Olivenöl dünsten, bis sich der Geschmack entwickelt. Wichtig: Der Knoblauch darf keine Farbe annehmen. Den Peperoncino längs halbieren und hinzufügen. Die kleinen Tomaten, halbiert und gesalzen dazugeben. Etwas zerrissenen Basilikum beigeben. Die Tomaten köcheln lassen, während die Spaghetti gekocht werden. Die al dente gekochte Pasta abgiessen und zu den Tomaten geben. Alles gut vermischen und nochmals 2 bis 3 Minuten köcheln lassen, ein bisschen Pastawasser dazugeben. Mit zerrissenem Basilikum und geriebenem Pecorino servieren. 

Tipp: Die Pasta braucht eigentlich keinen Käse und schmeckt sehr gut, wenn Sie nur noch etwas Olivenöl darüber träufeln. 

7 — Fusilli mit Zucchetti

Zucchetti gibt es in verschiedenen Varianten und Farben. Wenn Sie also das nächste Mal auf den Markt gehen, dann kaufen Sie davon reichlich, denn das herrliche Sommergemüse lässt sich einfach zubereiten und passt auch perfekt in eine Sommerpasta. (Bild über: How Sweet Eats)
Und so gehts:
Verschiedene Zucchetti in Rädchen schneiden. Geben Sie grosszügig Olivenöl in eine Pfanne und ein bis zwei zerquetschte Knoblauchzehen. Dann braten Sie die Zucchetti sorgfältig an und geben zerrissenen Basilikum dazu. Alles langsam andünsten. Die Zucchetti dürfen ein bisschen, aber nicht zu viel Farbe annehmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann mischen Sie die Pasta mit etwas Pastawasser unter die Zucchetti und geben etwas Ricotta dazu oder Feta, frischen Basilikum und geröstete Pinienkerne. 

8 — Penne mit Thunfisch

Thunfisch aus der Dose, Tomaten und Pasta hat man immer auf Vorrat. Diese Pasta ist so einfach, dass man sie auch im Ferienhaus oder auf dem Campingplatz gut zubereiten kann. (Bild: MKN)
Und so gehts:
Ich gebe grosszügig Olivenöl in eine Bratpfanne. Wenn es heiss ist, kommen eine fein gehackte Schalotte und einige klein geschnittene Sardellenfilets dazu. Ich dünste beides sanft an und gebe nach etwa 5 Minuten einen fein gehackten, halben Peperoncino und eine kleine, fein gehackte Knoblauchzehe dazu. Dann dünste ich alles, bis es duftet, und gebe einige klein geschnittene, kleine Tomaten bei. Wenn diese weich geworden sind, kommt eine Dose abgetropfter Thunfisch rein, den ich vorher mit einer Gabel etwas zerkleinert habe. Ich erwärme alles zusammen und gebe frischen Zitronensaft bei. Es braucht kein Salz und Pfeffer, da die Sardellen salzig genug sind und der Peperoncino für Schärfe sorgt. Zum Ganzen kommen al dente gekochte Penne und etwas Pastawasser. Kurz vor dem Servieren mische ich gehackte Petersilie unter und träufle noch etwas Olivenöl darüber.

9 — Paccheri mit Aubergine

Auberginen sind ein Gemüsewunder in der mediterranen Küche. So macht man damit auch herrliche Pasta. (Bild über: Cool Chic Style Confidential

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Paccheri

2 grosse dunkle Auberginen

500 g Tomaten, gehackt

1 Knoblauchzehe

1/2 Peperoncino

Basilikum

Olivenöl 

Salz 

Schneiden Sie die Auberginen in Würfelchen und mischen Sie diese mit Salz. Lassen Sie alles etwa 2 Stunden ruhen und waschen Sie dann das Salz von den Auberginen. Nun geben Sie grosszügig Öl in eine Pfanne und braten die Auberginen in Portionen an. Auf ein Küchenpapier legen. Nun giessen Sie das meiste Öl ab und geben die zerquetschte Knoblauchzehe bei sowie den Peperoncino. Erhitzen und, wenn der Knoblauch duftet, die Tomaten beigeben. Salz und etwas Zucker beigeben und einige zerrissene Basilikumblätter. Nach etwa 20 Minuten geben Sie die Auberginen zu den Tomaten, erwärmen alles gut und mischen dann al dente gekochte abgegossene Paccheri unter und mischen ein bisschen Pastawasser dazu. Mit geriebenem Scamorza, also geräuchertem Mozzarella, servieren. 

10 — Spaghetti alla Trapanese

Pesto ist eine Sauce, die mit frischen Zutaten im Mörser zubereitet wird. Diese Version kommt aus der sizilianischen Stadt Trapani, ist herrlich einfach und schmeckt vorzüglich. (Bild über: The Delish Kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

ca. 12 kleine Tomaten wie Cherry oder Datterini

12 Basilikumblättchen

2 Knoblauchzehen

50 g geröstete, geschälte Mandeln

75 g Pecorino, geraffelt

1 Prise Salz

ein wenig Olivenöl

400 g Spaghetti

 

Zerstossen Sie die Mandeln, den Basilikum und die Knoblauchzehen mit einem Mörser. Blanchieren Sie die Tomaten und enthäuten Sie sie. Hacken Sie sie fein und mischen Sie sie mit der Mandelmischung. Kochen Sie die Spaghetti al dente und mischen Sie sie mit dem Pesto und einem Esslöffel heissem Pastawasser. Sofort servieren.

Credits: 

Bilder über Foodblogs: The Delish Kitchen, Cool Chic Style Confidential, Family Style Food, How Sweet Eats, Whats Gaby Cooking, Lazy Cat Kitchen

 

6 Kommentare zu «Die besten Rezepte für Sommerpasta»

  • Esther sagt:

    Super fein aussehend Frau Kohler, danke ! Ich will gerne bei Ihnen eingeladen sein, bringe den Wein mit !

  • chefkoch sagt:

    Genial!

  • Hobbykoch sagt:

    Die Rezepte laden richtig zum ausprobieren ein. Sehen sehr fein aus! Einzig bei meinem Lieblingsrezept mit den Auberginen: da steht, das meiste Öl abgiessen: besser mit einem Haushaltpapier aufsaugen und in den Kehricht oder wenn abgiessen, dann in ein verschliessbares Glas und zur Altspeiseöl-Sammelstelle bringen. Olivenöl verstopft den Abfluss und verunreinigt, auch wenn es nur wenig ist, viel Wasser.

  • Walter Cheswick sagt:

    Sieht alles seeeehr fein aus, werde alles mal ausprobieren!

  • Marianna Wildi sagt:

    Herrlich herrlich Frau Kohler vielen Dank für neue Anregungen und alte Erinnerungen.

  • Anna sagt:

    Danke für die leckeren Rezepte. Frage: Verwenden Sie den Peperoncino jeweils mit oder ohne Kerne?

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