Wohnideen aus dem Hotel

Butler-Wand, Rückendeckung und ganz viel Geborgenheit: Bei diesen Hotelzimmern gibt es weit Besseres mit nach Hause zu nehmen als Shampoo-Portionen.

Betten mit Rückendeckung

Gerne buchen wir ein Zimmer mit Aussicht. So sind denn auch in diesem Hotelzimmer die Betten mit Sicht aufs Fenster platziert. Und damit ganz privat. Denn man sieht beim Eintritt ins Zimmer nicht gleich auf die Betten, sondern auf deren Kopfende. Diese trennen zugleich den Raum und sind zu einer Art Wand geworden. Das wird optisch unterstützt mit zwei Paneelen, die an die bis zur Decke reichenden Pfeiler angebracht sind. Die eine Kopfendewand wurde für einen Schreibtisch oder Boudoirtisch genutzt, die andere für eine Sofaecke. Diese Art von Schlafzimmereinrichtung ist auch in einer Wohnung definitiv eine Überlegung wert. Besonders in den modernen Wohnungen, die grosse Glasfronten statt normale Fenster haben. Dieses chic eingerichtete Hotelzimmer befindet sich im Ace Hotel in Kyoto und wurde geplant, gestaltet und eingerichtet von Kengo Kuma und Commune. (Bild über: Turbulences Déco)

Das spielt eine Rolle!

Modernes Design und japanische Tradition verbinden sich in dieser Einrichtung auf zeitgemässe und stylishe Art. So hat das Minisofa futonähnliche Matratzen statt einer klassischen Polsterung. Etwas, das auch zu Hause gut und einfach umsetzbar ist. Das Hotelzimmer befindet sich im Ace Hotel in Kyoto. (Bild über: Turbulences Déco)

Minimalismus, der beruhigt

Ein Hotelzimmer muss nicht spektakulär sein, sondern Komfort und eine Art Zuhause auf Zeit bieten. Zudem muss es vielen Gästen gefallen. Deshalb setzen sich in vielen modernen Hotels schlichte und unaufgeregte Einrichtungen durch. Denn diese beruhigen, lassen Platz und wirken neutral. Das Hotel, in dem sich dieses ruhige Zimmer befindet, heisst denn auch Casa Calma und ist in Lissabon. Es ist ein kleines Gästehaus, bietet fünf Schlafzimmer, eine Küche, ein Wohnzimmer und alles, was ein gemütliches, modernes Haus hat. Was wir davon für das eigene Schlafzimmer lernen können: dass Schlichtheit immer eine gute Idee ist und dass Symmetrie, neutrale Farben und gutes, modernes Design die Zutaten für eine solche Einrichtung sind. 

Einfach mal kurz abhängen

Die Einrichtung der Schlafzimmer im Casa Calma in Lissabon ist frisch, zeitgemäss, hell und so, dass man sich bestimmt wohlfühlt. Clever und nachahmenswert ist die Idee, eine Garderobe von der Decke abhängen zu lassen. Die Zutaten dafür sind Lederriemen und eine Stange. 

Die Welt an der Wand

So ziemlich das Gegenteil von modernen, minimalistisch praktischen Hotels ist das Casa Telmo auf der Baleareninsel Menorca. Auch dieses befindet sich in der Stadt, nämlich in der Hauptstadt Mahón. Doch in diesem Hotel fühlt man sich in die Kindheit versetzt, in ein zauberhaftes Wunderland, in ein kurioses Haus von Verwandten, in dem es Geheimnisse zu entdecken gibt. Das Haus bietet auch einen hübschen Garten, Hinterhöfe und natürlich viel südliches Feriengefühl. Es befindet sich in einem alten Stadthaus, dessen Geschichte man überall spürt. Denn die Wände, die Böden und antiken Details wurden belassen und vermitteln so die Sinnlichkeit einer reichen Vergangenheit. Diese zeigt sich denn auch in vielen kleinen Dingen, bei den Möbeln, der Dekoration und den vielen Dingen, mit denen die Zimmer bestückt wurden. Charmant und auch daheim umsetzbar ist die Idee, statt eines Kopfendes ein Regal hinter das Bett zu platzieren. 

Ziemlich viel Stimmung

Nicht nur mit antiken Möbeln hat man im Casa Telmo Stimmung geschaffen, sondern auch mit Farben, Büchern, kleinen Antiquitäten, Bildern, Fotos, Kuriositäten und Fundstücken – Dinge, die auch heimischen Schlafzimmern guttun.  

Bühne frei fürs Bett

Wenn der Platz beschränkt ist, und das ist er in Hotelzimmern immer, dann müssen gute Ideen her. Davon mangelt es im Made Hotel in New York nicht. Es steht mitten drin, in der sogenannten NoMad Neighbourhood, dem trendy Quartier rund um den Madison Square und das Flatiron Building. Wo früher Grossmärkte boomten, stehen heute elegante Eigentumswohnungen und immer mehr luxuriöse und hippe Hotels. Das Made Hotel gehört zur hippen Garde und zeigt dies auch mit speziellen Zimmern und einer entsprechenden Einrichtung. So steht hier ein Bett auf einer Bühne mit Stauraum. Eine praktische und hübsche Lösung auch für private Schlafzimmer, die klein sind und viel bieten müssen. (Bild über: Remodelista)

Butler-Wand

Raffiniert ist auch diese Stauraumidee aus dem Made Hotel in New York. Statt eines üblichen, holzverkleideten Multifunktionseinbaus, der in vielen Hotels zu finden ist, dient hier eine Wandkonstruktion sozusagen als Butler. Da hat es neben der Jacke auch Platz für Bücher, die Minibar und vieles andere. Wenn man also praktisch keinen Fläche hat in einem Raum, dann ist eine solche Butler-Wand chic und praktisch. (Bild über: Remodelista)

Ruhe sanft 

Kennen Sie das Gefühl, wenn man nach einem harten, aufregenden und vollbepackten Tag einfach in ein weiches, grosses, frisch bezogenes Bett sinken möchte? Genau das ist der Sinn eines Hotels. Es bietet dieses Refugium, diese Sicherheit. Im Marram Hotel in Montauk, Kalifornien, strahlen die ganzen Zimmer diese Weichheit, Sanftheit und Geborgenheit aus. Es zeigt die Farben und Texturen eines Strandes, der die Wärme des Tages und das goldene Abendlicht ausstrahlt. Nehmen Sie diese Stimmung auch für Ihr Schlafzimmer auf. Das Bild ist vom Instagram-Account des Marram Hotels.

Ordnung mit Stil 

Auch im Marram Hotel in Montauk wurden geschickt platzsparende und stilvolle Lösungen für die Ablage von Kleidern und Taschen umgesetzt. Ein filigranes Stangenkonstrukt schafft dabei auf stilvolle Weise Ordnung. Das könnte es auch zu Hause im eigenen Schlafzimmer statt eines Herrendieners oder einfacher Haken an der Wand. (Bild über: Turbulences Déco)

Credits: 

Hotels: Ace Hotel in Kyoto, Casa Calma in Lissabon, Casa Telmo in Menorca, Made Hotel in New YorkMarram Hotel in Montauk Blogs und Magazine: Turbulences Déco, Remodelista

2 Kommentare zu «Wohnideen aus dem Hotel»

  • Claire S. sagt:

    Vielen dank für die schönen Ideen und Fotos. Die Idee für ein Farbkonzept mit dezenten aber doch starken Farben und das Spiel mit Stoffen (Vorhänge, Rückenteil, Sitzmöbeln) und Materialen habe ich mir beim Hotel La Couronne Inn Solothurn geholt.

  • Roger sagt:

    Vielen Dank für die tollen Ideen und Tipps! Problem 1: Bett auf Podest = Stolperfalle, wenn man nachts mal aufstehen muss. Problem 2: Büchergestell hinter dem Bett = Staubfänger und damit verbundene Niesattacken und bei einem Erdbeben ist hoffentlich der Gipskopf nicht auf dem Gestell. All die Hotels werde ich mir aber gerne mal im Web anschauen.

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