Diese Woche geniessen wir günstig

Resteverwertung, achtsames Einkaufen und Freude an einfachen Gerichten: Gut kochen muss nicht teuer sein.

1 — Gemüsesuppe

Manchmal macht auch unser Portemonnaie Diät. Da hilft es, günstiger zu kochen. Damit sind aber nicht Masseneinkäufe beim Billigsthändler oder Schweinekoteletts im Superangebot gemeint. Wir haben ja letzte Woche gesehen, wie es den armen Schweinen auch in der Schweiz geht. Man kann sparen und trotzdem anständig einkaufen. Nach dem Motto «weniger ist mehr» kaufen wir lieber Gutes in kleineren Mengen. Das Wichtigste beim Günstiger-Kochen ist eine gute Planung und ein besserer Umgang mit dem, was wir haben. Also Resteverwertung – eher einmal zu viel kochen und es dann am nächsten Tag nochmals einsetzen. So beginnen wir heute mit einer Kühlschrankplünderung und verkochen erst mal alle Gemüsereste zu einer guten Suppe. (Bild über: The Awsome Green)

Zutaten:

Zubereitung:

3 EL Olivenöl

1 Schalotte, gehackt

1 Stück Ingwer, gerieben

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 Peperoncino, fein gehackt

etwas Thymian

Stangensellerie, in Stücke geschnitten

Rüebli, in Stücke geschnitten

Peperoni, in Streifen geschnitten

Blumenkohlröschen 

Broccoliröschen

Tomaten, gewürfelt

1 Dose Kichererbsen

7 dl Gemüsebouillon

Salz und Pfeffer

gehackte Kräuter

Sprossen

Erhitzen Sie das Olivenöl und geben Sie die Schalotten bei. Andünsten, dann den Knoblauch, den Peperoncino und den geriebenen Ingwer hinzufügen. Wenn der Knoblauch duftet, den Thymian, die Rüebli, den Sellerie, die Peperoni, den Blumenkohl und den Broccoli beigeben. 5 Minuten weiterdünsten, dann die Tomaten in den Topf geben und 5 Minuten weiterköcheln. Nun die Bouillon und Kichererbsen beigeben und alles 10–15 Minuten köcheln, bis es gar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit vielen gehackten Kräutern servieren. Etwas Zitronensaft darübergeben und geniessen.

 

Tipps:

  • Die Wahl des Gemüses ergibt sich aus dem Inhalt des Kühlschranks.
  • Damit die Suppe substanzieller wird, helfen die Kichererbsen. Sie können aber auch Bohnen aus der Dose nehmen oder (noch günstiger!) Kichererbsen oder Bohnen am Vortag einweichen. 

2 — Chinanudeln mit viel Grün

Für dieses schnelle und einfache Nudelgericht brauchen Sie Reisnudeln, Lattich und Bambussprossen. Die restlichen Zutaten haben Sie bestimmt auf Vorrat. (Bild über: Alexandra Cooks)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Packung Reisnudeln

1 Lattich

1 Packung Bambussprossen

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1/2 Peperoncino, fein gehackt

3 EL Sonnenblumenöl

1 Handvoll geröstete Erdnüsse, grob gehackt 

3 EL Soyasauce

3 EL Reisweinessig

3 EL Fischsauce

3 EL brauner Zucker

2 Eier

Erhitzen Sie etwas Öl in einer grossen Bratpfanne, schlagen Sie die Eier auf und braten Sie sie unter rühren an. Zur Seite stellen. Kochen Sie die Nudeln gemäss Packungsangaben. Zudem den Lattich in Stücke und die Frühlingszwiebeln in Ringli schneiden. Anschliessend den braunen Zucker mit der Sojasauce, der Fischsauce und dem Reisweinessig mischen. Nun das restliche Öl in die grosse Bratpfanne oder in einen Wok geben. Den Knoblauch und den Peperoncino beigeben und kurz dünsten. Wenn alles duftet, die Nudeln dazugeben, alles gut mischen und schliesslich die Sauce untermischen. Eventuell noch etwas Wasser dazugeben. Dann kommen die Frühlingszwiebeln, die Bambussprossen und die verrührten, gebratenen Eier dazu. Zum Schluss den Lattich und die Nüsse untermischen und die Nudeln sofort servieren. 

3 — Brotauflauf

Wir haben ein Lieblingsdessert, das es bei uns aber nur im Winter gibt. Es heisst Bread and Butter Pudding, ist englisch, ziemlich üppig und köstlich. Auf eine ähnliche Art, aber salzig, lässt sich mit Resten ein Auflauf machen, der einen feinen, günstigen Znacht abgibt – auch im Sommer, aber vielleicht nicht gerade an einem Hitzetag! (Bild über: Foodness Gracious)

Zutaten:

Zubereitung:

Brot vom Vortag

2 Lauchstangen

200 g Käse wie Gruyère, gerieben

100 g Roquefort oder Feta

4 Eier

4 dl Milch

1 EL Dijonsenf

Salz, Pfeffer

Muskatnuss

Thymian

50 g Butter

Brot in grosse Würfel oder Scheiben schneiden, mit Butter bestreichen und in eine ausgebutterte Gratinform legen. Lauch rüsten und in feine Ringe schneiden, in etwas Olivenöl andünsten und dann unter das Brot mischen. Frische Thymianblättchen darüberstreuen. Anschliessend den Roquefort oder Feta zerbröseln und unter die Brot-Lauch-Mischung verteilen. Nun die Eier mit dem Senf, der Milch, dem geriebenen Käse mischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Anschliessend die Mischung über die Brotmischung giessen, etwa 10 Minuten ruhen lassen und dann im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten golden backen. Dazu passt zum Beispiel ein grüner Salat, ein Rüeblisalat oder roher Fenchel mit etwas Olivenöl und Zitronensaft. 

 

4 — Griechische Spaghetti

Definitiv leichter ist die mediterrane Kost, wobei dabei Pasta eine ganz wichtige Rolle spielt. Pasta ist günstig, geht schnell und lässt sich mit dem machen, was man gerade hat. Diese Spaghetti werden mit den Zutaten eines griechischen Salates zubereitet und sind auch eine Art Kühlschrank-Plünderungs-Rezept. Denn Feta, Oliven und Peperoni hat man meist daheim. (Bild über: Cooking Classy)
Und so gehts:
Schneiden Sie Peperoni und Tomaten in Würfeli, zerbröseln Sie Feta und schneiden Sie Oliven in Ringe. Kochen Sie Spaghettini al dente. Mischen Sie in einer grossen Schüssel die Peperoni und die Tomaten mit Olivenöl, Zitronensaft, etwas Salz und ein bisschen Honig. Anschliessend Petersilie und Basilikum hacken und untermischen. Die fertige Pasta abgiessen und etwas Pastawasser zurückbehalten. Die Spaghettini in die Schüssel zum Gemüse geben, die Oliven und drei Viertel des Fetas beigeben und alles gut vermischen. Dabei können Sie auch etwas Pastawasser dazugiessen. Zum Schluss die Pasta mit dem restlichen Feta garnieren, noch etwas Olivenöl darüberträufeln und das Gericht sofort geniessen. 

5 — Hackfleisch mit Bohnen

Auch wenn Hackfleisch zu den günstigen Fleischsorten gehört, ist auch bei ihm gute Qualität mit guter Herkunft verbunden. Kochen und geniessen Sie das Fleisch mit der Liebe und dem Respekt, die es verdient, und machen Sie gleich zwei Mahlzeiten daraus. (Bild über: Austin Food Journal

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Hackfleisch vom Metzger Ihres Vertrauens

4 EL Olivenöl

2 Schalotten, grob gehackt

1 KL TL Paprika

1 KL Kreuzkümmel, gemahlen

2 Knoblauchzehen

1 Peperoncino

1 Lorbeerblatt

2 dl Bouillon

4 Tomaten, fein gewürfelt

1 Dose rote Bohnen

1 Handvoll Rosinen 

Erhitzen Sie Olivenöl und geben Sie die gehackten Schalotten, den Knoblauch, den Peperoncino und die Gewürze bei. Alles bei nicht zu grosser Hitze etwa 10 Minuten dünsten. Anschliessend die Hitze ein wenig höher stellen und das Hackfleisch dazugeben. Alles gut anbraten und die Bohnen dazugeben. Mit Bouillon ablöschen, kurz einköcheln lassen und dann ein Lorbeerblatt und Tomaten beigeben. Zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel wegnehmen, eine Handvoll Rosinen beigeben und nochmals 10 Minuten weiterköcheln lassen. Die Hälfte des Hackfleisches mit Reis vermischt servieren. Dazu servieren Sie eine Joghurtsauce, die Sie mit Naturjoghurt, geraffelter Gurke, gehackten Pfefferminzblättchen, Salz und Pfeffer mischen. Die andere Hälfte des Hackfleisches für das Znacht vom nächsten Tag aufbewahren. 

Tipp:
Günstiger ist es, wenn Sie trockene Bohnen nehmen, diese vorher einweichen und kochen. 

6 — Überbackene Brote

Wenn schon Fleisch, dann soll es gleich für zwei Mahlzeiten herhalten. Dieses Gericht geht blitzschnell und ist supereinfach. (Bild über: Dinner Then Dessert)
Und so gehts:
Bestreichen Sie Baguettehälften mit etwas Olivenöl. Dann verteilen Sie die Hackfleischresten vom Vortag darauf und legen Mozzarellascheiben darüber. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 15 Minuten rösten und mit einem Salat geniessen. 

7 — Gnocchi mit Tomatensauce

Gnocchi, die kleinen, italienischen Kartoffelklösschen, bieten eine angenehme Abwechslung zur Alltagspasta. Man kann sie natürlich selber machen, aber dafür fehlt im Alltag leider meist die Zeit. Doch es gibt auch feine, preiswerte Gnocchi vom Supermarkt. Da Gnocchi ziemlich viel hermachen, reicht eine Packung gut für 2–3 Personen. (Bild über: Creme de la Crumb)
Und so gehts: 
Geben Sie Butter in eine grosse Bratpfanne. Dazu kommt eine zerquetschte Knoblauchzehe und ein halber, in Streifen geschnittener Peperoncino. Erhitzen, bis der Knoblauch duftet. Danach eine Dose Pelati beigeben und mit der Gabel etwas zerdrücken. Mit Salz, etwas Muskatnuss und einer Prise Zucker abschmecken. Zerrissenen Basilikum beigeben und etwa 15 Minuten köcheln. Anschliessend den Knoblauch herausnehmen und etwa 2 dl Rahm dazugeben. Umrühren und die Gnocchi beigeben. Alles zugedeckt etwa 5 Minuten erwärmen. Dann den Deckel wegnehmen und nochmals 5 Minuten sanft köcheln, bis die Gnocchi warm sind. Mit geriebenem Käse und etwas Basilikum servieren. 

8  — Kartoffeln mit Joghurt

Bratkartoffeln erwärmen das Herz und geben ein perfektes Spar-Znacht ab. Diese werden im Ofen gemacht und bekommen eine feine Joghurtsauce. (Bild über: Dolly and Oatmeal)

Und so gehts:
Kartoffeln in der Schale weich kochen, schälen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einer Gabel leicht zerdrücken, Olivenöl darüberträufeln und mit flockigem Meersalz oder ein wenig Fleur de Sel salzen. Im 200 Grad heissen Ofen etwa 40 Minuten golden und knusprig rösten. Für die Sauce mischen Sie Naturjoghurt mit etwas Salz und Schnittlauchringli. Servieren Sie die Kartoffeln mit der Joghurtsauce und nach Geschmack mit Zwiebelringen.

Tipps:

  • Geben Sie mit dem Öl und dem Salz auch Rosmarin bei
  • Statt Zwiebeln schmecken auch fein geschnittene Fenchelstreifen
  • Je nach Kartoffelsorte und Geschmack können Sie die Schale an der Kartoffel lassen 

9 —  Brot, Spiegeleier und Gemüse

Spiegeleier und Toast geht auch auf die elegante Art. (Bild über: Food 52)
Und zwar so: 
Brot vom Vortag in Würfel schneiden und in einer Bratpfanne mit Butter und Salz knusprig braten. Grüne Spargeln oder anderes Gemüse wie etwa Fenchel, Rüebli, Lattich oder Peperoni mit Olivenöl beträufeln und im Backofen gar rösten. Beides zusammen mit einem Spiegelei servieren. 

10 — Tomatenwähe

Eine gute Wähe gehört auf jeden Schweizer Menüplan. Diese hier wird mit Tomaten gemacht und ergibt mit einem Salat eine edle, klassische und günstige Mahlzeit. (Bild über: Rebel Recipes)
Und so gehts:
Belegen Sie ein Backblech mit einem ausgewallten Kuchenteig und stechen Sie den Teigboden mit einer Gabel ein. Vermischen Sie ein wenig Paniermehl vom Bäcker mit Thymian und streuen Sie es auf den Kuchenboden. Nun 3 Eier mit etwas Milch und 300 g Ricotta vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Anschliessend 200 g geriebenen Parmesan und eine gute Handvoll fein gehackten Basilikum dazugeben. Geben Sie den Guss auf den Teigboden und platzieren Sie etwa 500 g halbierte, kleine Tomaten darauf. Etwas Olivenöl darüberträufeln und etwas flockiges Meersalz auf die Tomaten geben. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten backen und geniessen.

 

Credits:

Bilder über Foodblogs und Magazine: Rebel Recipes, Food 52, Dolly and Oatmeal, Creme de la Crumb, Dinner Then Dessert, Austin Food Journal,  Cooking Classy, Foodness Gracious, Foodness Gracious, Alexandra Cooks, The Awsome Green

2 Kommentare zu «Diese Woche geniessen wir günstig»

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