Bitte schön freundlich

Freundlichkeit hilft immer und überall. So bringen Sie sie in die Wohnung

1 — Aufräumen, putzen und auflockern

Damit man sich daheim wohlfühlt und durchatmen kann, hilft regelmässiges Aufräumen. Und auch wenn wir jetzt nicht oft nach draussen gehen, so können wir den Frühling doch ein bisschen ins Haus lassen. Das bedeutet mehr Platz schaffen. Das geht, wenn wir einen schwerer wirkenden Sessel mit einem Gartenmöbel austauschen. Oder Dinge wegräumen, die rumliegen, und Bücher ordentlicher stapeln und stellen. Bodenkissen sind auch eine gute Idee, denn sie schaffen eine neue Ebene. Wer einen Blumenlieferdienst kennt, ordert regelmässig Blumensträusse. Die Zimmerpflanzen werden abgestaubt und gepflegt. Kissen auf Möbeln aufplustern und schön richten. Und ja, putzen gehört auch dazu. Hygiene ist jetzt ausserordentlich wichtig. Schuhe, die man draussen trägt, sollen, wenn immer möglich, draussen bleiben und immer geputzt werden. Strassenjacken gut auf dem Balkon auslüften oder ans offene Fenster hängen. Viel waschen und alle Handtücher lieber einmal zu oft wechseln. Und ja: Bügeln Sie jetzt ruhig alles. Denn der heisse Dampf sorgt auch für mehr Sauberkeit. Und mal ehrlich, gebügelte Wäsche ist einfach viel schöner und freundlicher als Rumpfhaufen. Freunden Sie sich an mit der Hausarbeit, sie ist wertvoll und macht auch jetzt das Zuhause viel freundlicher. (Bild über: Lonny)

2 — Fenster auf

Frische Luft tut gut. Lüften Sie öfter so richtig durch. Wenn es warm ist, dann öffnen Sie die Fenster auch mal zum Arbeiten und zum Wohnen. Schauen Sie öfter aus dem Fenster. Sie entdecken immer etwas Schönes, wenn Sie sich Zeit nehmen. Meine Freundin aus Mailand hat mir gerade eine Fotoserie geschickt von einem Entenpaar, das durch die leeren Strassen der Stadt watschelt. Grüssen Sie die Nachbarn und winken Sie aus dem Fenster. Je wärmer es wird, umso stärker wird die Lust nach frischer Luft. Wer keinen Balkon hat, rückt Stühle und Sessel in Fensternähe und polstert einen Fenstersims mit Kissen auf. (Bild über: The Fox and She

3 — Gruppen, die sich verstehen

Freundlichkeit hat viel mit dem Stellen der Möbel zu tun. Auch wenn jetzt der Fernseher wieder viel mehr läuft, bedeutet das noch lange nicht, dass man mit den Sitzmöbeln eine Kinobestuhlung imitieren muss. Gemütliche Sitzrunden sind viel freundlicher. Nehmen Sie bei Bedarf den Fernseher in ihre Runde auf. (Bild über: Doré, das schöne Onlinemagazin von Garance Doré)

4 — Farben, die Freude bereiten

Farben bringen immer Freundlichkeit. «Beziehen» Sie das Sofa neu! Das klappt ganz einfach mit farbigen Decken und Kissen. So erschaffen Sie eine freundliche Frühlingslaune in der Wohnung – ohne grossen Aufwand und ohne Einkaufstour. (Bild über: Forma Plural

5 — Drunter und drüber

Das geht auch mit Ordnung. Sie schaffen zum Beispiel mehr und neuen Platz, wenn Sie mal ein Möbel auf ein anderes stellen. Das geht mit Hockern, kleinen Beistellmöbeln oder Bänken. Natürlich können Sie auch Dinge «unterschieben»: Zeitschriftenstapel unter das Sideboard, Hocker und Körbe unter die Konsole. (Bild über: My Attic)

6 — Die Liebe zum Detail

Die Details in der Wohnung spielen nun eine noch wichtigere Rolle. Decken Sie alles noch hübscher und freundlicher als gewöhnlich auf. Wählen Sie besonderes Geschirr und werden Sie kreativer. Regen Sie sich weniger auf und schätzen Sie das, was Sie haben. Es ist eine schwierige Zeit, und die Panik packt viele ab und zu. Doch Angst und Panik lähmen. Man muss sich ganz einfach aufraffen und das Beste versuchen. Und dazu gehört die Freundlichkeit. (Bild über: Elsa Elle

7 — Leidenschaft

Wichtig sind nun auch Leidenschaften. Das können Hobbys sein, besondere Interessen und Kreativität. Pflegen Sie diese zu Hause. Bleiben Sie nicht am Bildschirm oder am Handy kleben. Auch wenn diese uns helfen, zusammenzubleiben, trotz räumlicher Trennung. Versuchen Sie, etwas mit den Händen zu machen oder mehr zu lesen, zu kochen, zu schreiben. Das hilft, um zur Ruhe zu kommen. Nutzen Sie dabei die Dinge, die Sie haben. Ordnen Sie sie neu – das gibt Anstösse. Ich habe zum Beispiel angefangen, zu flicken. Es ist etwas, wofür ich mir vorher nie wirklich Zeit genommen habe. Diese Tätigkeit geht für mich tiefer. Sie symbolisiert den Wert, das Beste aus dem zu machen, was man hat. (Bild über: Metromode

8 — Ablenkung

Das momentane Leben in den eigenen vier Wänden pausieren lassen und in andere Welten eintauchen? Das geht dank Büchern. Ich persönliche lese am liebsten Geschichten, die so ganz anders als mein eigenes Leben sind. Dazu gehört zum Beispiel «House Party» von Adrian Tinniswood über die schicken, dekadenten und verruchten englischen House-Partys, die ihre Blütezeit zwischen den beiden Weltkriegen hatten. (Bild: MKN)

9 — Entspannung

Etwas, das nun auch eine sehr grosse Bedeutung hat, ist die Entspannung. Schaffen Sie dafür freundliche Orte. Mit Teppichen und Kissen können Sie solche Ecken praktisch überall in der Wohnung kreieren. Sie dienen zum Beispiel als Meditationsecke, aber auch zum Spielen oder einfach zum Sein. Man kann zum Beispiel als Familie solche Orte auch als Ruhezonen einrichten. Und wer immer auf diesen Inseln Platz nimmt, wird in Ruhe gelassen. (Bild und Wohnaccessoires von Urban Outfitters

10 — Sonne im Bett

Ein fröhlich, farbiger Mix tut nun auch dem Bett gut. Mischen Sie Ihre Bettwäsche, das macht nicht nur alles frischer und neuer, sondern ist auch einfacher in der Handhabung. Da man jetzt auch das Bett öfter frisch anzieht, braucht man nicht immer eine passende Garnitur. Duvet- und Kissenbezüge können freier gemischt und eingesetzt werden. Zierkissen und Decken helfen, dass das Bett auch am Tag freundlicher wirkt. Wagen Sie ruhig Farben und Muster, denn diese bringen Sonne ins Bett. (Alles von der australischen Firma Castle and Things)

Credits: 

Blogs und Magazine: Metromode, Elsa Elle, My Attic, Forma Plural, Doré, The Fox and She, Lonny
Shops und Kollektionen: Castle and Things, Urban Outfitters 

8 Kommentare zu «Bitte schön freundlich»

  • Karin sagt:

    ja wie immer toll, mit guter Laune und Geschmack verteilt……..Sie sind wohl nie depressiv????? Bravo !!!!!! Ich auch nicht !!!!!!!! Sehe eben auch (noch) die schönen Seiten unserer Erde ( wohne in Frankreich, also nun gerade total eingeschränkt.)

  • marlise spirig sagt:

    liebe marianne,
    du bringst es auf den punkt, genau so machen wir es im moment. wir sind in unserem nest, kochen, wohnen und putzen, schaffen schöne ecken. übrigens dein bild 8 freut mich besonders.
    euch einen gesunden gruss nach zürich
    marlise & roland mit balzac

  • Susanne sagt:

    Die reinste, frischeste, belebendste Medizin in diesen Zeiten !!!!
    Herzlichen Dank !!!!
    Vieles wird und wurde schon umgesetzt……..

  • MRK sagt:

    liebe Frau Kohler
    Ihr Blog war immer schon eine Wohltat für die Seele! Jetzt erst recht, wo wir soviel drinnen sind. Bitte machen Sie weiter- Sie machen sehr wertvolle Arbeit! Herzlichen Dank

  • squirrel and owl sagt:

    …..so gehts mir auch, liebe Frau Kohler, bitte machen Sie noch lange so weiter…

  • Ursi sagt:

    Ihr Blog ist einfach wunderbar! Sie finden für die momentane Situation genau die richtigen Worte. Und täusche ich mich, oder machen Sie jetzt erst recht mehr Beiträge? Ich geniesse jeden. Sogar wenn einzelne Bilder nicht mein Geschmack sind, inspirieren sie mich dennoch. Danke, danke für Ihre Arbeit!

  • Nicole sagt:

    Ich freue mich täglich auf Ihre Inputs,
    ganz herzlichen Dank!
    Ich liebe Ihre Texte und die tollen Bilder: alles sind Ideen, die mit wenig Aufwand und mit Bestehendem umgesetzt werden können. Echte Aufsteller!

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