Alles eine Sache der Verpackung

Ein echtes Geschenk ist mit Liebe und Stil verpackt. Diese Inspirationen und Tipps bringen uns auf neue Ideen.

Am Sonntag habe ich mir den Arm gebrochen. Während ich bei cooler Musik mit David und Miss C. Lämpchen um den Christbaum drapierte. So werde ich dieses Jahr wohl keine Päckli einpacken – oder ich muss nach hübschen Tüten Ausschau halten. Mit einer Hand lässt es sich schwer wickeln und falten! Doch ich finde, dass ein liebevoll verpacktes Geschenk ganz einfach zu Weihnachten gehört. Die Verpackung ist, im unweihnächtlichen Millennial-Slang ausgedrückt, ein persönliches Branding. (Bild über: A Daily Something)

Beginnen Sie am besten mit der Auswahl von Papier und Bändern. Wählen Sie ein Thema und eine Farbigkeit, die zu Ihren Weihnachtskarten und zu Ihrer Deko passt. Ein edles, unifarbenes Papier und bunte Samtbänder sind da immer eine gute Idee. 

Gemalt

Dieses Papier ist zwar gedruckt, aber es inspiriert dazu, Pinsel und Farbe hervorzuholen und unifarbene Päckli kunstvoll zu bemalen. Wählen Sie am besten Acrylfarbe, die ist wasserfest. (Papier und Bild: Anthropologie)

Koordiniert

Im Interiordesign kombiniert man verwandte Stoffe als sogenannte Coordonnées. Das können Sie auch mit Geschenkpapier und Bändern machen. (Bild, Papier und Schmuck: Bungalow)

Klassiker

Als Textildesignerin bin ich sehr heikel, was Muster anbelangt. Ich liebe sie natürlich sehr, stelle aber einen hohen Anspruch an die künstlerische Qualität des Dessins. Ein Tipp: Besser als schlecht gezeichnete Blumen und Ornamente sind immer Klassiker wie Streifen, Tupfen und Karos. (Bild über: My Fabuless Life)

Sweet Homes

Nun sind wir bei den Tüten. Einfache Papiertüten im Spitz angeschnitten und zugeklebt sehen aus wie kleine Häuschen. Mit weisser Farbe bemalt werden sie zu süssen Lebkuchenhäusern. (Bild über: Crafberry Bush)

Couture

Statt falten und kleben geht auch nähen. Das ist eine hübsche handwerkliche Art, Geschenken den persönlichen Touch zu geben. Keine Sorge: Papier lässt sich sehr gut mit der Maschine nähen. (Bild über: Arquitrecos)

Schlicht und einfach

Dieser Style ist elegant, einfach und geht schnell. Was es dazu braucht: schwarzes, mattes Papier, Samtbänder in edlen Naturtönen wie Beige oder Moos und einige frische Tannenzweiglein. (Bild über: Delta Breezes)

Jugendstil

Suchen Sie bei der Wahl von Geschenkpapier nach edlen geblumten oder ornamentalen Mustern in gedämpften Farben. Kombinieren Sie dazu passende Satinbänder und geben Sie so Ihren Päckli eine Jugendstilanmutung wie die Bloggerin Jasmina Bylund.

Very pretty

Diese Päckli der Bloggerin Mia Kinoko sind meine persönlichen Lieblinge. Sie sind frisch, sehr hübsch, machen neugierig auf den Inhalt und wirken, als wären sie direkt von Engelchen versandt worden. Wichtig bei einem hübsch verpackten Geschenk ist, dass das Papier satt sitzt. 

Umwickelt

Ähnlich apart sind diese bunten Exemplare. Man kann dafür Tüten wählen oder einfach Packpapier benutzen. Dann schneiden Sie mit normaler und mit Zickzackschere Streifen aus bunten Geschenkpapierresten und umwickeln die Päckli mit einigen davon, plus Garn oder Bändern. Dies ist eine sehr gute Idee, um Papierreste aufzubrauchen. (Bild über: The Kitchn)

Abgehoben

Wer kein Trara und wenig Einpackstress möchte, der lässt sich von dieser Idee vom Studio DIY inspirieren: Bunte Kartonboxen, eine Schleife drum herum und einen Ballon dran!  

Credits: 

Shops und Kollektionen: Bungalow, Anthropologie
Blogs und Magazine: Studio DIY, The Kitchn, Jasmina Bylund, Delta Breezes, Arquitrecos, Crafberry Bush, My Fabuless Life, A Daily Something

16 Kommentare zu «Alles eine Sache der Verpackung»

  • Tulpe sagt:

    Arme Frau Kohler, Ich wünsche Ihnen gute, schnelle Besserung und trotz allem wunderschöne Festtage!!

  • Sunflyer sagt:

    Ich packe dieses Jahr alle Geschenke in Zeitungspapier ein und zwar so, dass ein schönes Sujet, Bild, passend auf der Frontseite des Päcklis kommt. Wenn das Bild noch zum Beschenkten passt, umso besser. Das ist sehr nachhaltig und sieht stylish aus. Sehr gut eignen sich zB. die ganzseitigen Uhreninserate, viele davon finden sich in der NZZ am Sonntag.

  • Zora sagt:

    Ojeoje!! Ganz gute Besserung und viel Himmlisches mit Ihren Lieben!

  • Maura Hanley sagt:

    Herzlich gute Besserung wünsche ich Ihnen. Ihr Artikel ist einmal mehr wunderbar. Ich liebe es, entgegen allen diesen ‚Warnfinger-Kommentator*Innen‘ Päckli einzupacken. Das ist ein weiteres Geschenk. Auch Weihnachtskarten verschicken, ist für mich Weihnachten. Auch da wird mit der Umwelt gedroht. Wie toll, eine Weihnachtskarte zu schreiben und auch zu erhalten. Bis heute habe ich aus dem Ausland 12 Greetings und aus der CH 2 Weihnachtsgrüsse erhalten. Ja, es wird kalt hier vor lauter Umwelt-Schutz….Ihnen erfüllende Weihnacht. Ich denke fest an Sie.

  • marlise & roland mit balzac sagt:

    oh jeh, von herzen gute besserung liebe marianne, du packst das, auch wenn deine pakete ein wenig unförmig werden!

  • Christina Staeger sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Gute Besserung – einen besseren Zeitpunkt für Ihren gebrochenen Arm hätten Sie kaum finden können, nicht wahr?!
    Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen von Herzen baldige Genesung (hoffentlich können Sie bald in die Physiotherapie), ein frohes Weihnachtsfest und dann natürlich einen super Rutsch in ein friedliches, gesundes und überhaupt rundum erfreuliches 2020!

  • Claire Goodwin sagt:

    Ein schöner Artikel. Und doch: Gerade bei der Verpackung gäbe es viel Gelegenheit, etwas nachhaltiger zu denken und zu handeln. Als Mutter eine fünfköpfigen sehe ich hinter all dem schönen Papier bereits den mich beelendenden Abfallberg.
    Wir sin deshalb dazu übergegangen, Altpapier zu bedrucken oder zu bemalen, erhaltenes Geschenkpapier aufzubügeln und wiederzuverwenden und Bändel aus Wollresten herzustellen. Unser Weihnachtsglück ist deswegen nicht weniger gross….

  • Thomas Hartl sagt:

    Am meisten freue ich mich über Geschenke, die nicht verpackt sind. Das erspart unnötige Arbeit und reduziert den ökologischen Schaden. Am zweitliebsten sind mir Verpackungen, die ich in irgend einer Form weiter verwenden kann. Eigentlich wäre es doch viel sympathischer, Liebe und Stil nicht über die Verpackung auszudrücken, sondern über das Geschenk selber, oder noch besser über die persönliche Präsenz und Hinwendung.

    • Anna sagt:

      Am besten gar keine Geschenke, dann ist’s am ökologischen und den Braten auch gleich streichen, dann nur noch viel Liebe und frohe Festtage…
      Und p.s. Gute Besserung, da sieht man wieder wie gefährlich diese Festtage sind!

  • Markus sagt:

    Es ist schon los gegangen. Shampoo, Parfüm, Schokolade usw. Ich bekomme haufenweise sinnloses Zeugs geschenkt. Nur Zeit, Zeit schenkt mir niemand.

    • Carolina sagt:

      Ich habe früher dieselbe Erfahrung gemacht – bis mir mal jemand gesagt hat, dass man Zeit nur selber verschenken kann. Diejenigen meiner Freunde und Familie, mit denen ich gern mehr Zeit verbringen möchte, frage ich, ob wir nicht jeweils an Weihnachten (an Geschenkes Stelle) ein Wochenende oder wenigstens einen Tag abmachen könnten, an dem wir ungestört zusammen sind. Das hat sich gut bewährt, mein Angebot wird eigentlich immer freudig angenommen und ist in vielen Fällen zu einer Tradition geworden.

  • David sagt:

    Weihnachtsverpackungen? Die reinste Verschwendung. Zeitverschwendung. Materialverschwendung. Geldverschwendung. Ressourcenverschwendung. Arbeitsverschwendung. Dieses „Fest“ ist die reinste Verschwendung und gehört abgeschafft.

    • Marlise Spirig sagt:

      den liebsten etwas schönes zu verschenken, verpackt voller freude ist keine verschwendung und bäume wachsen wieder nach, was für ein glück!
      welche freude mit der familie und lieben freunden zu sein, es zu schätzen und zu geniessen. natürlich feiern wir weihnachten mit vernünftigen geschenken und kochen überlegt und saisonal, dies sind wir uns wert!

  • Kusi sagt:

    Danke für die Tipps. Gibt es da aber auch noch etwas für Männer die nicht so blumig sind, nicht auf Karo und Punkte stehen und auch nicht die Kreativsten beim Geschenk einpacken sind? Frohe Festtage.

  • Bufi sagt:

    Liebe Frau Kohler das mit Ihrem Arm tut mir sehr leid und Ich wünsche Ihnen von Herzen gute, schnelle und vollständige Genesung!
    Was das Einpacken angeht: Dieses Jahr habe ich erstmals ein paar Geschenke mit Packpapier zu einem Stern eingenäht. Eine tolle Idee die ich bei Pinterest gesehen habe. Geht schnell und sieht fantastisch aus. Aber einarmig leider auch nicht machbar. Ich wünsche Ihnen trotz Ihrem Handicap ganz schöne Weihnachten!

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