Das Haus, das eine Scheune war

Bauernhäuser umzubauen, sie zu modernisieren und auf den Zeitgeschmack zu trimmen, war hierzulande in den 80er-Jahren besonders angesagt. Auf einmal wurden da gemütliche Stübchen ausgehöhlt und mit Glastreppen versehen. Metallgeländer ersetzten Hölzernes und blaue Sofas nahmen Platz. Dass diese coole Scheune aus Flandern etwas ganz anderes ist, sieht man schon von Weitem. Sie ist nämlich schlicht und einfach schön.

Architektin: Rita Huys von Buro 2

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Der belgischen Architektin Rita Huys ist es gelungen, eine bestehende Scheune so umzubauen, dass sie optisch als solche erkennbar geblieben ist und trotzdem ein modernes, grosszügiges Einfamilienhaus geworden ist.
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Dem Auftraggeber war es wichtig, dass die Landschaft und die bäuerliche Umgebung respektiert werden. Es sollte eine Verbindung von Tradition und Innovation entstehen. So ist denn auch der dazugehörige Garten landschaftlich, diskret, grün und mit kleinen Biotopen bestückt.
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Das schlichte, lange Gebäude ist ein Haus im Haus. Eingehüllt in eine reduzierte Holzfassade öffnet sich nur das eigentliche Wohnhaus an der Vorder-und Rückenfassade richtig.
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Raffiniert ist die Fensterlösung. Die Storen sind ein Teil der Fassade und können aufgeklappt werden. Sind sie offen, bieten sie zugleich auch ein Schattendach für die Veranda.
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Das Moderne am Gebäude und den Möbeln ist schlicht, diskret, sauber. Es verbindet sich auf eine harmonische Art mit Traditition und Umgebung.
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Im Aussenbereich hat die Architektin den Hof mit Stapeln aus alten Ziegelsteinen gestaltet. Dadurch entstehen geschützte Bereiche, die eine spannende Umgebungsstruktur schaffen, die zugleich rustikal und modern wirkt.

29 Kommentare zu «Das Haus, das eine Scheune war»

  • Florian Müller sagt:

    …, doch es ist zumindest im Kanton Zuerich moeglich. Seit Ende Dezember 2010 wohne ich in einer unter Heimatschutz stehenden Scheune, die zum Wohnhaus umgebaut wurde. Und hier kann man das Projekt auf der Webseite des Architekten anschauen http://www.scharsach.ch/. Dort unter Bauen und Projekte gehen und dann den Umbau/Renovation Bauernhaus in Effretikon auswählen. Auf einem der Bilder ist die Scheune in ihrem original Zustand abgebildet.

  • Steffen sagt:

    Hallo Marianne Kohler!
    vielen Dank für den interessanten Beitrag. Die Architektin großartige Arbeit geleistet. Ich würde mal interessieren, die dieses gelungenen Projekt finanziert wurde und wie teuer es im Endeffekt war?

  • Paul Atten sagt:

    Gratulation! Einfach grossartig. Wann kann ich einziehen? Ich hätte auch nur ganz wenig… ;-))

  • Markus sagt:

    Bestenfalls formal erinnert mich dieses Haus an eine Scheune und die gräuliche Farbgebung und der Steingarten tun das übrige. Eine freundlich wirkende, ehemalige Scheune stelle ich mir anders vor.
    Aus etwas Bestehendem eine zeitgemässe Umnutzung gestalten zu können, würde ich in der Schweiz auch begrüssen. Leider verunmöglicht dergleichen unsere überbordende „Regulitis“ und „Zonitis“.

  • James sagt:

    ….wie kühlt man denn so eine Designer-Baracke?
    ….wie heizt man denn so eine Designer-Baracke?

  • jenny callaghan sagt:

    laessig modern luftig hell und enfach ganz fantastisch……….

  • Elizabeth sagt:

    Schööön! @Andreas Meier: Sehe ich auch so..aber in einem solchen Fall wäre es ja so, dass das Gebäude schon da war. Also fände ich es schön, wenn so etwas in der CH auch möglich wäre….wir machen ja auch Fleecejacken aus PET-Flaschen, wieso nicht ein Haus aus einer alten, leerstehenden Scheune?

  • Hans sagt:

    Die Scheune stand ja schon und hatte vermutlich mindestens einen Elektro- und Wasseranschluss und warum soll man sie nicht sinnvoll zu Wohnraum umnützen? Gebe allerdings allen hier recht in der Schweiz wäre das wohl kaum möglich. Ich war vor sehr langer Zeit einmal in Holland in den Ferien. Ein alter Kuhstall wurde da zu einem Dancing-Restaurant umgewandelt. Die Holz-Futterkrippen standen noch, dazwischen die Tanzfläche, quasi im 1. Stock auf der Heubühne die Tische mit Sitzplätzen und für mich als jungen Burschen natürlich auch aufregend die hübschen, blonden Holländerinnen, es war alles ein grosses Erlebnis welches in der Schweiz in allen Teilen unmöglich gewesen wäre.

  • Jep sagt:

    Super, so möchte ich auch wohnen.

  • Andreas Meier sagt:

    Mir gefällt die Scheune, ich würde gerne auf diese Art und Weise leben und wohnen. An viele meiner Vorredner: Ist es denn wirklich so schlecht, dass unsere Gesetzgebung es zu verhindern versucht, dass inmitten grüner Wiesen und Matten, am Rande der Agglomeration keine einzelnen Einfamilienhäuser mehr entstehen sollen? Die Schweiz ist dicht besiedelt und hat sehr begrenzte Landreserven. Es wäre doch schade, wenn das Mittelland zu einer durchgehenden urbanen Agglomeration zusammenwachsen würde (wobei dies ja eigentlich schon heute ansatzweise der Fall ist…). Raumplanung ist eine gute Sache!

  • Eleonora Gamber sagt:

    einfach fantastisch.

  • lisa sagt:

    wirklich schön, auch innen erstaunlicherweise luftig und heiter! heimatschutz und zonenpläne auf den mond.

  • Sepp Scheunentor sagt:

    ähm ich steh grad auf dem Schlauch… und was genau soll hier eine bestehende Scheune gewesen sein? 1% Umbau und 99% Neubau? oder sind die Ziegelsteinstapel im Garten die zerlegte ehemalige Scheune?

  • Sebastian Egli sagt:

    Sehr schön! Und ja, leider sind solche Sachen in der Schweiz nicht zu realisieren. Heimatschutz und Baubhörden lässen grüssen. Schade, dass wir hier so sind, und dann uns gleichzeitig an Wunderwerken ennet der Grenze ergötzen….

  • Horst sagt:

    total geil! innovativ und mal was anderes! solche ideen sind super….rahmen sprengen und was neues kreiren! muss nicht immer alles heimatschutz und suuuuuuper umweltfreundlich sein….ich finds geil! wer hat ne scheune zu verkaufen, ich nehm sie!

    • Thomas sagt:

      Kannst das vergessen. Ist in der Schweiz verboten, da die Scheune nicht Zonenkonform sein wird. Wohnbauten dürfen grundsätzlich nicht in der Landwirtschaftszone erstellt werden.

  • Markus Kästli sagt:

    Ich finde das ganze ein gelungener Umbau mit vielen tollen Details wie dem „Fassadenstoren“. Wünschte mir mehr so innovative Architekten und Baukomissionen, welche solches auch zulassen.

  • Placido sagt:

    Gibts das Haus auch in Grün? :-P

  • Sylvia Liatowitsch sagt:

    Von innen wohl wohnlicher! Die Storen Variante überzeugt, die Steinhaufen der alten Ziegel für mein Empfinden weniger, zu kompakt, repetieren das Damalige!

  • ob wir die scheune noch erkennen? dafür kennen wir die scheune zu wenig, aber das haus ist ein traum und was die realisation in der schweiz betriff wären wir gar nicht so pessimistisch.

    • Thomas sagt:

      – Die Scheune wäre in der Schweiz nicht in der Bauzone sondern Landwirtschaftszone.
      – Umnutzung von Scheunen in Wohnbauten ist sehr schwierig bis total unmöglich, selbst für einen Landwirt, für einen Nichtlandwirt per Gesetz unmöglich
      – Wohnbauten in der Landwirtschaftszone benötigen einen landw. Bedarfsnachweis
      – Selbst Wohnhäuser dürfen in der Landwirtschaftszone nicht total umgebaut werden (von einem Nichtlandwirt)

  • Jörg sagt:

    Grauenhaft! Kalt, abweisend, fantasielos. Vermutlich erstellt im Auftrag von steinreichen, kinderlosen Yuppies, die ein Renommierobjekt im Grünen „brauchen“. Sich zu Hause fühlen in diesem Klotz ist ja nicht möglich.

  • Thomas sagt:

    Glück gha, dass mer in Belgie das mache darf. I dä Schwiiz werd mer für sowas Gsteinigt.

    • Rene Vetterli sagt:

      Sehr richtig aud zwar vom heimatschutz

      • Thomas sagt:

        Nöd nu vom Heimatschutz, au vo dä Raumplanig, vom Landwirtschaftsamt, etc.
        Wäg:
        a) Zoneplanig
        b) Umnutzig
        c) Gewässerschutz (Kanalisation etc.)
        d) Raumplanig
        und erscht denn dä Heimatschutz

        Ganz eifach: Ä Schüür isch kei Wohnig, än Nicht-Landwirt darf eigentli usserhalb vo dä Wohnzone gar nöd Wohne und äs Wohngebäude i dä Landwirtschaftszone darf än Nicht-Landwirt gar nöd totalsaniere.

    • Werner Bhend sagt:

      Dummes Zeug, geh mal nach Schönenberg hinterer Stollen da hats ein ähnliches Gebäude bzw. ehemalige Scheune welche in ein sehr schönes Wohnhaus umgebaut wurde. Gruss

      • Karin Gut sagt:

        Ich schliesse mich Werner Bhend an, in der Schweiz wird so erneuert, dass der wesentliche Charakter des ursprünglichen Gebäudes erhalten bleibt. Hier im Fall der belgischen Scheune wurde aussen eine Neubauhülle übergestülpt, oder als Ersatz montiert, was hier überhaupt noch ursprünglich sein soll, erkennt man eigentlich gar nicht.

    • Keller sagt:

      steinige? sehr intelligente biitrag!

  • Rene Vetterli sagt:

    na glueck gehabt dass sie noch niemals vom heimatschutz gehoert hat

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