Drei Häuser unter einem Dach

Dieses aussergewöhnliche Haus in Australien lebt vom Spiel mit Distanz und Offenheit: Und wie viel Privatsphäre brauchen Sie?

Architektur: Andrew Power

In einer Zeit, in der Wohnungen vermehrt ohne Türen und Wände gebaut werden, hat der Architekt Andrew Power in diesem Haus alle Bereiche mit einem eigenen Haus getrennt. Das gesamte Haus besteht aus einem Wohnraum, einem Schlafzimmer und einem Gästezimmer – wobei jeder Bereich ein eigenes Haus hat. Dies bedeutet auch, dass die Fassade praktisch nicht existiert, sondern viel Durchsicht bietet. 

Die verschiedenen Häuser sind getrennt durch Gartenflächen und Innenhöfe. Das Wohnhaus ist der Bereich, den alle benützen. Hier isst man auch und kocht. Geht man zu Bett, trennen sich die Wege: Gäste und Gastgeber gehen in entgegengesetzte Richtungen in ihre Privaträume. Die Zwischenräume helfen gemäss dem Architekten, die tägliche Routine zu überdenken, innezuhalten und Privatsphäre zu schaffen. 

An heissen Tagen, wenn alle Fenster und Türen geöffnet werden, verschmelzen die verschiedenen Bereiche und Zimmer wieder zu einem gesamten Ganzen. 

Auch im Innenbereich der verschiedenen Häuser sind Trennungen und Öffnungen ein wichtiges Thema. Grosse Türen und Fenster helfen dabei. 

Im Innenausbau vereinen sich Einfachheit und edle Materialien. Dominant ist die Farbe Weiss, die im Bad mit Farbe und rosa Stein gebrochen wird. 

Die Dusche ist offen und hat keine Abgrenzung zum Rest des Bades. So wirken die Sanitärinstallationen organisch und selbstverständlich.  

Das Haus steht auf einem erhöhten Fundament – wie eine kleine Insel als eigene Welt. Es ist im Pavillonstil gebaut, der vor allem in heissen Ländern möglich und beliebt ist. 

7 Kommentare zu «Drei Häuser unter einem Dach»

  • E. Tommasi sagt:

    Da hat jemand aber ziemlich viel bei Glenn Murcutt abgeschaut….vielleicht nicht verwunderlich denn der Pritzker Preisträger und wohl berühmteste Architekt Australiens hat diesen aussergewöhnlichen Baustil schon vor vielen Jahren kreiert….hatte Gelegenheit einige seiner Häuser in Australien zu besuchen und kann das Buch über sein Lebenswerk nur empfehlen:
    “ Glenn Murcutt Architect, 01 Editions „

  • Georg sagt:

    Sehr schön, mit vielen Details inszeniert! Leicht und luftig. Da lässt es sich atmen und leben.

  • Hanne sagt:

    wo in Australien steht das Teil denn? Kein Schutz gegen Spinnen, Schlangen und sonstige Tiere? Keine Fliegengitter? Sehr ungewöhnlich.

  • Karl-Heinz sagt:

    Wems gefällt? Der Erste, der für 10 Jahre einziehen müsste, ist der Architekt.

  • Barbara Kaufmann sagt:

    Fantastisch!! Aber ist halt nichts fuer Erbsenzaehler…

  • mrs.green sagt:

    na, ja. sehr offen- auch das klo :-)))

  • déjà-vu sagt:

    da läuft man wohl permanent dem schlüsselbund hinterher. wäre mir im alltag zu kompliziert.

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