Es muss nicht immer ein Garten sein

Dieses überraschend grüne Haus in Argentinien relativiert den Traum vom eigenen Gärtchen.

Architektur: Bam!

Viele träumen von einem Häuschen mit einem hübschen Gärtchen drumherum. Bei dieser Architektur kommen aber Grün und Wohnraum auf überraschendere Weise zusammen – und der Aussenbereich wird zur Rundum-Landschaftsarchitektur. Nicht nur Treppen verbinden die verschiedenen Balkon- und Terrassenetagen, sondern auch grüne Hügel.  

Das Grün wächst optisch in die Räume. Treppen und Grünflächen sind geschwungen, rutschbahnartig angeordnet. Die grossen Fensterflächen eröffnen den Blick auf einen grünen Hügel. Die Fenster lassen sich öffnen, und man gelangt vom Wohnraum aus per Gartentreppe in die nächste Etage. 

Der Raum unter der Treppe wird geschickt für einen Backofen genutzt. Auf spielerische Art haben die Architekten Licht, Grün, weiche und harte Formen zusammengefügt. 

Die diagonal angelegten Grünflächen sind wild mit allerlei Gräsern bepflanzt und brechen auf schönste Art die sonst strenge Architektur. Bei der Bepflanzung setzten die Architekten auf Pflanzen, die wenig Wasser brauchen. 

Natürlich wurde bei so viel Liebe zur grünen Natur auch für nachhaltige Energiequellen gesorgt. Aus der Vogelperspektive wird ersichtlich, wie die Grünflächen das Haus einhüllen und wie dank lang gezogenem Grundriss viel Wohnfläche entstanden ist. 

Nachts wird das Grün beleuchtet und sorgt so für zauberhafte Aussichten. 

9 Kommentare zu «Es muss nicht immer ein Garten sein»

  • Monica sagt:

    Dieses Haus mit den Grünflächen gefällt mir sehr gut. Doch wenn nachhaltig sein will und mit „einfachen“ Pflanzen, Gräser, pflanzt, was mir gut gefällt, ist die Aussenbeleuchtung der Anlage kritisch zu beurteilen, zwar wunderschön im Effekt, jedoch wegen Lichtsmog nicht sehr umweltfreundlich. Dann dass die älteren Leute Wohnen auf einer Ebene bevorzugen. Wir sind um die 70 und haben vor kurzem ein Haus auf vier Ebenen gebaut. Wenn man fit ist und fit bleiben will, ist Treppenlaufen ein tägliches gutes Training.

    • ri kauf sagt:

      ich gebe Ihnen Recht. Das mit der Nachtbeleuchtung in Gärten ist eine Unsitte. Sie ist gar nicht gut für die Tierwelt und damit meine ich auch Insekten.

      • Lukas Schuler sagt:

        Selbst schwache Solarlämpli vertreiben nachweislich die bodenkriechenden Gliederfüssler, das sind Nahrungstiere für Spinnen, diese wiederum Nahrungstiere für Vögel. Und so nimmt der Artenschwund seinen Lauf.

  • Henri sagt:

    Hoffentlich ist der Wasserabfluss gut gelöst, damit bei langem und starken Regen über die Schräge vor dem Wohnzimmer kein Wasser eindringt. Sonst ist es ganz nett, aber ein richtiger Garten ist doch besser.

  • alexandra weber sagt:

    Alles gut doch nur für JUNGE Menschen bewohnbar. Ältere bevorzugen WoHNEN auf EINER EBENE.

  • JoeCH sagt:

    Der Begriff „Verdichtetes Bauen“ löst bei mir meist negative Assoziationen aus. Mir kommen dann entweder diese viereckigen Wohnsilos mit tristen Balkonen oder unbezahlbare Luxuslofts welche nur zum kurz Schlafen und zwei mal im Jahr für eine „Wohnzimmerparty“ genutzt werden.
    Mit solchen Ideen wie hier könnte man aber durchaus sehr attraktiv Verdichten. Und wenn man will ginge das auch im Mittleren Preissegment mit weniger luxuriöser und ausgefallener Innenausstattung.

  • Claudia sagt:

    Tolle Idee – gefällt mir sehr gut!

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