Heimkommen für Fortgeschrittene

Mit diesen 12 Inspirationen landen sie besser, schöner und glücklicher.

1 — Home Sweet Home beginnt in der Küche

Jetzt sind die grossen Sommerferien vorbei. Morgen beginnt ein neues Schuljahr, und das bedeutet für viele Veränderungen und auf jeden Fall einen Neustart im Alltag. Das Wetter hat auch schon ein wenig auf Frühherbst umgeschaltet, und so passt es ganz gut, wieder mehr zu Hause zu sein. Vor allem wenn man weg war und den Sommer so richtig ausgekostet hat. Er ist ja vielleicht noch nicht ganz vorbei. Im September und Oktober kann die Sonne golden scheinen und wärmen. So stellen wir nicht gleich um auf Wolle und Kuscheln, sondern geniessen das Zuhausesein mit einem Rest Feriengefühl im Herzen und vielen neuen Ideen.

Für mich beginnt das Gefühl von Home Sweet Home mit einem vollen Kühlschrank und gutem Essen. Und auch mit einer schönen Küche. Investieren Sie ruhig in ein bisschen schönere «Kitchenware». Wenn die Dinge, die man jeden Tag in die Hand nimmt, hübsch sind, machen sie mehr Freude. Alles von Zara Home

2 — Ein Fest mit fast nichts

Kennen Sie das? Man kommt von einer langen Reise nach Hause, hat Hunger, und der erste Grosseinkauf steht noch aus. Machen Sie ein Fest mit dem wenigen, das Sie noch im Küchenschrank finden. Kaufen Sie frisches Brot und öffnen Sie eine Flasche Wein. Sehr fein sind Brote mit Sardinen, sie erinnern ans Meer: Einfach Sardinen aus der Dose auf frische Brotscheiben verteilen, gehackte Petersilie und Zitrone darüber streuen und mit einem kühlen Glas Rosé oder Weisswein geniessen. Dazu gibt es Vorratsdessert mit getrockneten Früchten, Biscotti und Amaretti oder den Delikatessen, die Sie von der Reise mitgenommen haben. (Bild über: Camille Styles)

3 — Einfach sein

Versuchen Sie noch ein wenig den Rhythmus der Ferien aufrechtzuerhalten. Also alles langsamer und ruhiger angehen. Gönnen Sie sich mehr Nichts-tun-Zeit. Einfach so zu Hause zu sein, die Sonne auf der Haut zu spüren, bei offenem Fenster dem Rascheln der Blätter zu horchen. Wer Haustiere hat, lernt viel von ihnen. Sie wissen, wo die schönsten Plätze in der Wohnung sind, wann sie Ruhe brauchen – und holen immer alles aus den Sonnenstrahlen heraus, die die Räume küssen. (Bild über: Dôen

4 — Mehr Ruhe schaffen

Nach den Sommerferien habe ich immer Lust, zu Hause alles ein bisschen umzustellen, etwas Neues zu kaufen und somit eine Art frischen Neuanfang zu machen. Das beginnt bei mir jeweils mit einer Putzaktion. Ich putze nicht gross vor den Ferien, denn in meiner Abwesenheit wird eh alles staubig. Das Putzen und Bettenbeziehen ist auch eine Art Rückgewinnung des Territoriums. Ich freunde mich also wieder mit meiner Wohnung an und zeige ihr, indem ich sie pflege, dass ich sie liebe. Dabei ordne ich alles ein bisschen anders, schaffe mehr Ruhe und Klarheit. Manchmal entsteht das mit dem Umstellen von einigen Möbeln, oder dem besseren Platzieren von Möbeln und Gegenständen, dem Ausrichten der Teppiche, dem Richten der Kissen, dem Umhängen einiger Bilder. All das geht einher mit dem Abstauben und Staubsaugen und macht dieses auch spannender und kreativer. (Bild über: Diane likes Art)

5 — Die Natur reinlassen

Dann gehts bei mir natürlich auch immer schnell raus. Denn Miss C., unser Jack Russel Terrier, will ganz schnell das Revier inspizieren und allen mitteilen, dass sie wieder da ist. Die Natur ist ein wichtiger Teil vom Leben und Wohnen. Holen Sie sich immer wieder ein Stück davon ins Haus, damit Sie das nie vergessen. Ich finde, statt sich dauernd ein schlechtes Gewissen zu machen wegen allem, das wir tun oder lassen, ist es viel besser, die Schönheit unserer Welt zu erkennen und sie zu schätzen. Dann respektieren wir sie stärker und tragen ihr automatisch mehr Sorge. Entdecken Sie die Schönheit der kleine Dinge und geben Sie diesen Platz in Ihrem Zuhause. Die Blumen, die Steine, die Blätter, Muscheln, Holz, ein Landschaftsbild … (Bild über: Destination Pearl Street)

6 — Freundliche Farben wählen

Vielleicht haben Sie ja so viel Energie von den Ferien nach Hause mitgebracht, dass Sie Lust haben, etwas Grösseres zu ändern. Da ist Farbe immer eine gute Idee: Eine neue Farbe an den Wänden oder ein neues Farbkleid für Möbel verändert die Wohnung. Tauchen Sie in eine freundlich warme Farbpalette. Diese hier, entdeckt auf dem Blog Birdcagewalk, zeigt die Töne eines Sommerstrands von der weissen Gischt der Wellen über das Perlenrosa von Muscheln bis zu warmen Sandkörnern und goldenen Sonnenstrahlen. 

7 — Romantik zelebrieren

Es war doch schön, im kleinen Bistro am Meer. Zu Hause muss es beim Essen nicht immer bloss alltäglich, schnell und praktisch sein. Geben Sie der Romantik und der Schönheit mehr Platz und richten Sie sich einen Platz dafür ein. Ein kleines Tischchen, zwei hübsche Stühle, Tischtuch, Kerzen, ein gutes Glas Wein – und schon wird aus dem Znacht ein «Tête-à-Tête». (Bild über: Elsa Elle)

Entdecken Sie noch mehr Ideen für romantische Essplätze.

8 — Alles neu ordnen

Wie schon erwähnt, putze ich die Wohnung immer nach der Rückkehr aus den Ferien. Denn Staub setzt sich an, und die Wohnung wird auch benutzt von lieben Menschen, die Post aus dem Briefkasten nehmen und Blumen giessen. Ich hinterlasse natürlich kein Chaos, aber die grosse Putzaktion lohnt sich meiner Meinung nicht. Zudem hat man nach den Ferien neue Energie und möchte die Wohnung wieder erobern. So beginnt auch die Zeit der Ordnung: Bücher neu einräumen, das Arbeitszimmer auf Vordermann bringen, Lieblingssachen neu arrangieren. All das schafft Verbindung zum Zuhause und weckt die Lust und Freude am Wohnen. (Bild über: Giancarlo Valle)

9 — Weiterlesen

Ich habe leider wieder einmal viel zu viele Bücher in die Ferien geschleppt. Ja, schleppen ist das richtige Wort. Da wir nicht Auto fahren, reisen wir mit Riesenkoffern im Zug. Ich gehöre nicht zu denen, die mit zwei T-Shirts und einem kleinen Reisesack oder Minikoffer reisen. Ich mag immer das kleine bisschen mehr und will schöne Dinge dabeihaben. Und genug Bücher. Leider verlangte mein Blog dann etwas mehr Aufmerksamkeit als geplant, und das Lesen bekam nicht den Stellenwert, den ich ihm zugedacht hatte. Also lese ich nun daheim weiter. Der Ferienbücherstapel ist gross, und das Weiterlesen trägt ein Stück Ferien in den Alltag. (Bild über:The Ordinarily Beautiful)

10 — Sommerkleider tragen

Ja, das Wetter zeigt bereits Frühherbst-Allüren. Doch lassen Sie sich davon nicht unterkriegen! Ziehen Sie Ihre bunten, luftigen Sommerkleider einfach im Haus an – als elegant-kokette Hauskleider. (Bild über: The Ordinarily Beautiful)

11 — Den Regen ausblenden

Wenn Sie keine Schlechtwetterlaune bekommen möchten, gehen Sie stolz mit Ihrer Strohtasche aus der Provence auf den Markt und kaufen Sie Rosé, Tapenade und Baguette. Damit das mit dem Weiterziehen der Ferienstimmung noch eine Weile hinhält. (Bild über: Pinterest

12 — Seelenfood kochen

Zurück zum Anfang und in die Küche: Verwöhnen Sie sich jetzt mit echten Zuhause-Gerichten. Geniessen Sie dabei auch das Kochen, es ist ein wichtiger Teil vom Zuhausesein. Ein Risotto ist dabei immer eine gute Idee. Dieses einfache Wohlfühlgericht ist perfekt für die ersten Tage nach den Ferien. Es verbindet Sommergefühl mit Gemütlichkeit. Gönnen Sie sich ein Glas vom Rosé, den Sie für den Risotto brauchen, dazu etwas Musik, und verbinden Sie sich mit Ihrer Küche und dem Kochen. (Bild über: Simply Delicious Food)

Zutaten Parmesanrisotto:

Zubereitung:

1 l Gemüsebouillon

2 gute EL Butter (ca. 70 g)

1 Schalotte

1 Rosmarin-Zweiglein

320 g Carnaroli-Reis

1 dl Roséwein 

100 g Parmesan, gerieben

Kochen Sie die Bouillon, hacken Sie die Schalotte. Geben Sie die Butter in eine Pfanne. (Ich mache meinen Risotto in der Schnitzelpfanne von Riess.) Dann kommt der Reis dazu. Diesen dünsten Sie einige Minuten in der Butter mit den Schalotten an und giessen dann Rosé darüber. Wenn der Wein verdampft ist, beginnen Sie mit dem langsamen Zugeben der Bouillon. Geben Sie nun auch das Rosmarin-Zweiglein bei. Kochen Sie den Risotto, bis der Reis gar und noch bissfest ist und die Konsistenz cremig, aber nicht zu flüssig. Dann nehmen Sie die Pfanne von der Herdplatte und rühren den Parmesan ein. Schmecken Sie den Risotto mit etwas Pfeffer aus der Mühle ab. 

Zutaten Pouletbrüstchen:

Zubereitung und Fertigstellung:

1 Pouletbrust pro Person

Salz und Pfeffer

Butter und Olivenöl

Rosmarin

Zitronen 

gehackte Petersilie

Geben Sie Butter und Olivenöl in eine Bratpfanne. Wenn diese heiss ist, kommen die Pouletbrüstchen rein. Beidseitig gut anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. hacken Sie Rosmarin fein. Geben Sie den Rosmarin über die Pouletbrüstchen und garen Sie sie im 200 Grad heissen Backofen fertig. 

Lassen Sie die Pouletbrüstchen vor dem Aufschneiden etwa 5 Minuten ruhen. Schneiden Sie sie leicht diagonal auf und servieren Sie sie mit Zitronenschnitzen und gehackter Petersilie über dem Risotto. 

Credits: 

Blogs und Magazine: The Ordinarily Beautiful, Elsa Elle, Birdcagewalk, Destination Pearl Street, Diane likes Art, Camille Styles
Foodblogs: Simply Delicious Food
Shops und Kollektionen: Zara Home
Fashion: Dôen
Interior Design: Giancarlo Valle

7 Kommentare zu «Heimkommen für Fortgeschrittene»

  • André Rohrbach sagt:

    Für mich hat essen IMMER mit Seele zu tun. Schade, wenn das anders wäre.

  • Sandra sagt:

    Ich bin in vielem einig mit Frau Kohler… was allerdings das putzen nach den Ferien anbelangt, das sehe ich ganz anders. Ich möchte in meinen Ferien nicht daran denken, die ganze Wohnung putzen zu müssen nach der Heimkehr. Auch setzt sich nicht so viel Staub an in 1-2 Wochen, das man das gleich wieder putzen müsste.. ich komme gerne nach Hause in eine bereits geputzte und daher saubere Wohnung, mit bereits bezogenen Betten, und will meine entspannte und angesammelte Ferienstimmung nicht mit einer Putzaktion (= zurück in den Alltag) vermiesen ! Das mag für Frau Kohler stimmen, aber viele sehen das sicher anders. Also bitte nicht ständig und lehrmeisterhaft wiederholen, das bekommt ihnen nicht gut.

  • Heidi Arn sagt:

    Wieder so ein schöner, liebevoller Text von Frau Kohler!

    • Salome sagt:

      Da kann ich mich nur anschliessen. So möchte ich auch schreiben können. Wenn es Frau Kohler nicht geben würde, man müsste sie direkt erfinden!

  • Karin sagt:

    Diese Tipps sind ja gut gemeint.
    Viele der Tipps gehen jedoch wie selbstverständlich davon aus, dass man Geld hat, um ständig Neues zu kaufen, dass man eine Partnerin/einen Partner hat und dass man Zeit zum Kochen hat.

    • Monique Saulnier sagt:

      Ich bin Single und habe nicht das Gefühl, es brauche für die meisten Ideen einen Partner für die zum Teil inspirierenden Tipps. Wo ich Ihnen aber Recht gebe, ist, dass Geld vorausgesetzt wird.
      Dabei kann man auch mit wenig Geld geschmackvoll wohnen. Z. B. indem man Designmöbel in Retro-Läden oder Brockenstuben kauft. Es braucht lediglich etwas mehr Geduld, bis man das findet, was man sucht.

  • Doris sagt:

    Dieser Artikel macht Lust auf den Frühherbst und Mut, mit all den guten Tipps voll in diese Jahreszeit einzutauchen.

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