10 Dinge, die Sie diesen Sommer unbedingt noch tun sollten

Mitten in den Ferien kommt die Panik auf, dass bald schon alles wieder vorbei ist und der Sommer geht. Ein guter Grund für diese herrlichen Sommergenussmomente.

1 — Rosé am Strand trinken

Während ich diesen Blog schreibe, liege ich mit Miss C., meinem Hündchen, im Garten, lese und gönne mir ein Glas Rosé mit Eis. Mein Mann putzt enthusiastisch den Grill. Wir sind alle drei glücklich. Ich bin zwar nicht am Strand, aber ich stelle es mir auch wunderbar vor, dort am Abend bei rosa Licht einen solchen Apéro am Meer zu geniessen. Rosé ist ein Sommerwein, und man darf ihn mit Eis trinken. Es gibt sehr feine Rosés, vor allem solche aus Südfrankreich. Gönnen Sie sich dazu Baguette und Tapenade und geniessen Sie das Sommerferiengefühl. Und wenn Sie nicht am Strand sind, dann machen Sie das auf dem Balkon oder wie wir im Garten an der Sonne. (Bilder über: Pinterest)

 2 — Einen Pfirsich über dem Spülbecken essen

Wer wie ich saftige Pfirsiche oder süsse Wassermelonen über alles liebt, isst sie bestimmt auch am liebsten direkt nach dem Einkauf über dem Spülbecken und lässt es dabei so herrlich tropfen. Eine Sommerfreude, die man sich nicht entgehen lassen darf. (Bild über: Instagram

Die übrigen Pfirsiche kommen auf den Grill. Früchte auf dem Grill schmecken fantastisch als ganz besonderes und einfaches Dessert. Träufeln Sie während des Grillierens noch ein bisschen Honig darüber. Servieren Sie die warmen, gemacksstarken Pfirsiche mit Vanilleglace oder noch besser mit Sauerrahmglace. (Bild über: What’s Gaby Cooking

3 — Abendessen im Badekleid 

Das schönste Sommerkleid ist das Badekleid. Schön genug, um mindestens einmal darin fein zu dinieren. Nicht gerade im Restaurant, aber zu Hause, im Garten oder am Strand. (Bild über: Pinterest)

4 — Draussen feiern 

Ob Sie nun zu Hause sind oder in den Ferien, draussen feiern kann man jetzt gerade wunderbar. Es ist heiss, und die Sonnentage reihen sich aneinander wie Perlen an einer Kette. Es braucht nicht viel, um unkompliziert mit Freunden, Nachbarn und Familie ein spontanes kleines Fest zu organisieren. Einen vollen Kühlschrank, Stühle, Decken und – wenns länger geht – ein paar Lampions. (Bild über: Pinterest

5 — Einen Cocktail im 80ties-Stil stylen

Die Cocktails sind slick geworden, chic und elegant. Man trinkt Brambles, macht ein Trara um die perfekten Zutaten eines Negroni, mixt mit Foodzutaten wie Pilzen, Gurken, Randen oder Speck oder mischt Rosenwasser und Kurkuma bei. Entspannen Sie in den Ferien und mixen und stylen Sie gute alte Cocktails aus den Achtzigern. Dazu gehören Pina Colada, Screwdriver und natürlich ganz viel Deko wie Schirmchen, Cocktailkirschen, Blüten und Fruchtstückchen. (Bild über: The Spruce Eats

6 — Ein Kochbuch lesen

Sommerferien bedeuten auch Zeit zum Lesen. Lesen Sie Kochbücher. Sie sind wohl die sinnlichsten Bücher, und sie entführen sofort in andere Welten. An diesem besagten Tag, an dem ich dann später diesen Blogpost schrieb, habe ich mir «Persiana» von Sabrina Ghayour aus dem Regal geschnappt und liess mich von den feinen, einfach nachzukochenden Rezepten inspirieren. Sie entdecken unter anderem, wie man Feta mariniert, köstliche Reisgerichte kochen kann, Rezepte für Lamm oder Poulet, die man dann nach den Ferien, wenn es wieder kühler wird, nachkochen kann, viele fantastische Versionen von Gemüse, Salaten und Hülsenfrüchten und frische Joghurtsaucen. Das tolle an den Rezepten ist, dass sie nicht kompliziert sind und man sie ganz einfach in den Kochalltag integrieren kann. Einige Zutaten wie Tahini oder die Gewürze Zatar oder Sumac muss man allerdings vorher in einem Spezialitätengeschäft kaufen. 

7 — Joghurt zu Grillgut servieren

Grillieren und BBQ mag ich nicht besonders. Ich weiss, es macht die meisten Menschen glücklich – aber ich gehöre nicht dazu. Wie man an einem heissen Tag Lust hat, Feuer zu machen, bleibt mir ein ewiges Rätsel, auch die Unmengen von Fleisch und Bier, die Kohlensäcke, der Rauch und das Rüsten und Schnetzeln von Salatzutaten bringen mir diese Sommerfreude nicht näher. Doch ich habe einen Weg gefunden, aus allem das Beste zu machen: Die Joghurtsauce! Raffeln Sie Gurken, drücken Sie das Geraffelte gut aus. Mischen Sie die Gurken mit Naturjoghurt, gehackten Kräutern wie Dill, Petersilie oder Pfefferminze und geben Sie Salz und Pfeffer dazu. So wird jedes Grillspiessli und jede Wurst viel frischer, besser, sanfter und delikater. (Bild über: Eating European)

8 —Pfefferminze als Frischmacher einsetzen 

Ein anderer sommerlicher Frischmacher ist die Pfefferminze. Hacken Sie die Blätter je nach Geschmack grob oder fein und streuen Sie sie frisch über grillierten Fisch, Lamm, den Fruchtsalat, über Vanilleglace und Cocktails. Geben Sie damit auch einem Kartoffelsalat einen anderen Geschmack, peppen Sie einen weissen Reis auf oder ersetzen Sie damit den Basilikum über einer Pasta. (Bild über: Crowded Kitchen

9 — Kuchen mit Beeren und Glace servieren

Jetzt ist Beerensaison. Machen Sie daraus, so viel Sie können. Desserts, Konfitüren, Gelees, mischen Sie Beeren überall rein und picken Sie sie einfach so aus dem Schälchen als wunderbare Kostbarkeiten. Der einfachste und beste Sommerdessert geht mit diesen drei Zutaten: Kuchen (auch gekauften), Beeren und Glace. Wer mag, kann den Kuchen mit ein bisschen Likör beträufeln oder alles lagenweise im Glas servieren. Statt Kuchen schmecken auch Madeleines fantastisch. (Bilder links über Dels Cooking Twist, Mitte Girlfriend is better und rechts über Nutrition Refined

10 — Kindheitserinnerungen hervorholen

In meiner Kindheit waren wir einmal oder gar mehrmals in einem kleinen Ort an der italienischen Riviera in den Ferien. Ich liebte und liebe immer noch Strandferien mit viel Schwimmen und guten Büchern. Für mich bleibt das das Allerschönste. Schwimmen und in den Wellen hüpfen macht für mich auch auf die schönste Art hungrig. In diesen Ferien, vor langer Zeit, verkaufte jeweils ein Strandverkäufer am Nachmittag eine Art Donut oder Berliner. Der Vanillegeschmack, die Mischung von Zucker, Sand und Salzwasser blieb das ganze Leben als sinnliche, glückliche Erinnerung. Auch wenn ich später eher Wassermelonen oder einen Panino nach dem Schwimmen ass – diese Weggen, so wunderbar untypisch für das Strandleben, blieben als Genusserinnerung an endlose Sommerferien. (Bild über: Genius Kitchen

 

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Welcher Sommerferien-Genuss bringt Sie zurück in die Kindheit?

 

Credits: 

Bilder über Blogs, Foodblogs und Magazine: Genius Kitchen, Dels Cooking TwistGirlfriend is better, Nutrition Refined, Crowded Kitchen, Eating European, The Spruce Eats, What’s Gaby Cooking 

27 Kommentare zu «10 Dinge, die Sie diesen Sommer unbedingt noch tun sollten»

  • Claire sagt:

    1. Rosé + 2. Pfirsiche zusammen:
    Pfirsiche kurz vor dem Essen in Stücke schneiden, in Rosé einlegen und im Kühlschrank stellen. Als Dessert mit oder ohne Zucker geniessen…

  • Sommertage sagt:

    Einfach wieder ein schöner Sommerblog….. wie gewohnt von Frau Kohler – DANKE

    • Mom sagt:

      ich finde es richtig tröstend dass sie auch nicht so ein grillfan sind,so viele reden vom ewigen kochen auf dem grill und essen unmengen fleisch und wurst…das mit der hitze während dem einfeuern kommt noch dazu..thank you für ein bisschen seelenverwandtschaft…generell für die tollen beiträge…

  • URSINOW sagt:

    Ein wirklich schöner Artikel und ich habe bemerkt dass ich sogar schon einige Sachen davon abhaken kann…. und aus meinen Kindheits-ferienerinnerungen ist mir eingefallen dass wir jeweils Kirschen direkt vom Baum bis zum Umfallen gegessen haben mit bösen Spuren auf den Kleidern… Aber hier noch was Unkulinarisches: ich ca 15jährig stibitzte mit unserem Ferienjungen das Käsiauto meines Papas (ein kultiger Citroen Mehari den ich heute noch fahren wollte) und wir fuhren auf den Waldsträsschen rauf und runter und hofften dass uns niemand begegnet… Abenteuer pur! Ich wünsche allen einen schönen Sommer!

  • Maike sagt:

    Sorry, aber ich MUSS im Sommer – speziell noch in den Sommerferien nichts, aber auch garnichts machen ! Ich mache, wozu ich Lust habe, was mir gerade einfällt, was die Hitze, mein Kühlschrank und mein Bücherschrank mir anbietet.

  • bohrerin sagt:

    der geruch eines in der glutheissen sonne getrockneten badetuchs….

  • Astra sagt:

    Da gab es jeweils Chriesi-z‘Sunne. Leider weiss ich nicht mehr, wie meine Mutter diese Köstlichkeit zubereitete. Kennt das noch jemand?

    • Maja sagt:

      Mein Schwiegervater war ein Appenzeller und er machte jeweils Holderezonne. Das war ein Kompott mit geröstetem Mehlartig. Rezepte gibts auf Google.

    • adam gretener sagt:

      Mir sagt diese Bezeichnung nichts. Können Sie kurz beschreiben, was diesees Gericht ungeführ so ist?

      • Maja sagt:

        Es sollte Mehl heissen. Für Holderezonne wird Mehl und Butter angeröstet, mit Milch abgelöscht und dann werden die abgezupfte Holunderbeeren darin gekocht, mit in Butter gerösteten Croutons servieren. Beim Brägel werden die Früchte mit in Milch aufgelöstem Mehl gekocht. Zucker kommt auch noch dazu.

      • Marcus Ballmer sagt:

        Chriesi-z’Sunne habe ich auch noch nie gehört, aber vielleicht schreibt sich das „Chriesizonne“. Denn „Zonne“ gibt es in verschiedenen Varianten: Holderezonne, Nidlezonne, usw. Die Zonne war das übliche Mittagessen der Älpler im Appenzell so um 1800. Man mischte Rahm und Weissmehl und kochte dies so lange auf dem Feuer, bis sich unten eine gelbe Kruste ansetzte und alles Fett obenauf schwamm. En Guete…

        • adam gretener sagt:

          Lieber Herr Ballmer, ich bin mir nicht sicher, es kann auch an der Hitze bei mir liegen, aber ich könnte wetten eine Stimmung bei ihnen herausgespürt zu haben, dass Sie dieses Gericht nicht gerade als letztes Mahl wählen würden. Aber ich kann mich auch täuschen…

        • adam gretener sagt:

          Ihr letzter Satz erinnert mich stark an die Lyrik von Walter von der Vogelweide. Wie Sie die Vorgänge in der Natur pötisch und schmetterlingsartig leicht erhoben in Worte zu verpacken mögen, unerreicht. Man könnte direkt meinen, Sie komponieren Musik für den Eiskunstlauf.

          • Marcus Ballmer sagt:

            Lieber Herr Gretener, zuviel der Ehre: weder Walter von der Vogelweide noch Eiskunstlauf. Ich bin eher der robusteren Sportart auf gefrorenem Wasser zugetan: dem Eishockey. Vogelweide und Walter sind da eher selten zugegen, wie Sie ja bestens wissen. Apropos Zonne: die habe ich mir tatsächlich mal zubereitet. Weil ich wissen wollte, wie es sich als Appenzeller auf der Alp so anfühlt. Wirklich weiterempfehlen kann ich das Gericht nicht. Mein Magen hat kurz nach dem Verzehr die Chose stante pede wieder retourniert. Mehrfach…

  • Beatrice sagt:

    Marianne Kohler ist eine Freundin des Lebens! ich mag diesen Blog im Allgemeinen und im Speziellen, danke für die wunderschönen Ideen immer wieder!

  • Zora sagt:

    zu Nr 2: …hab immer gemeint, nur ich mach das, mit meinen saftigen Nektarinen und den Wassermelonen, die ich kiloweise verfuttere.
    Schöner Sommerblog, danke!

  • Reiner Ulrich sagt:

    Ein schöner Artikel und beruhigendes Kontrastprogramm zu den im Tagi online daneben stehenden Artikeln zur Klimaerwärmung. Geniessen wir den Moment! Das könnte in Zukunft immer wichtiger werden. Bei #6 empfehle ich einen CO2 neutralen Grill und als #11 schlage ich „Geniessen wir einen der letzten relativ kühlen Sommer in Europa“ vor.

  • Lila Flieder sagt:

    Stachelbeeren im Garten meiner Tante.
    irgendwie in ’schlechter‘ Erinnerung (warum auch immer – es liegt 60 Jahre zurück)
    bis heute kein Verlangen mehr danach verspürt…
    dafür aktuell Unmengen Brombeeren aus dem eigenen Garten > Brombeer-Pancakes! M

    • Veronica sagt:

      Übers Gitters des Milchmanns schleichen und einige Stachelbeeren pflücken. Unglaugblich fanden wir es, dass man Beere so pflücken konnte. Wir taten es nur selten, denn die Beeren sind so sauer.
      Später wusste eine Nachbarin wo man am Weg entlang Brombeeren pflücken konnte. Sie und meine Mutter holten Kübels voll. Und während einen Sommerferien haben wir viel Heidelbeeren gepflükt.
      Das letzte Mal war während Ferien auf einem Bauernhof nähe Baden, wo ein Jostistrauch neben die Vordertüre stand und pflücken warm empfohlen worde.

  • adam gretener sagt:

    In der Badi schlotternd und mit nassem Haar einen Bienenstich essen. Klein-Adam hätte nicht glücklicher sein können.

  • sabina sagt:

    Einen Pfirsich über dem Spülbecken essen…..

    So eine schöne Alltagsszene. Danke fürs Kopfkino

    • Brischit sagt:

      Ging mir grad ganz genau so….

    • Nicole Brüngger sagt:

      Meine Mutter kam im Sommer über die Mittagszeit in die Badi Heuried mit einem grossen grünen Bülacherglas voller Wurst-Käse-Gürkli-Tomatensalat. Wir kamen direkt von der Schule und freuten uns auf ein erfrischendes Bad und das Picnic unter den Bäumen. Am Nachmittag dann direkt wieder ins Schulhaus Küngenmatt.
      Abends gingen wir in den Garten und pflückten Brombeeren, die zerkleinert und mit Schlagrahm in ein kleines rechteckiges Blech in 2 Stunden im Gefrierfach zu Glacé wurde! Sensationell!!! Diese Erinnerungen liegen 50 Jahre zurück!

      • adam gretener sagt:

        Liebe Frau Brüngger, das tönt genial, werde ich die nächsten Tage mal probieren. Ich habe den ganzen Garten voller Brombeeren und weiss schon fast nicht mehr was damit anfangen.

        Und auch der Wurstsalat. Ich habe jeweils nicht den ganzen Kühlschrank und Kästen voller Lebensmittel, aber was immerimmerimmer vorrätig sein muss, sind Gürckchen/Cornichons.

        Danke für den Tipp!

      • maja sagt:

        Zmittag in der Badi gabs bei uns auch: Meine Mutter holte uns dafür beim Beck Chäschüechli, die wir dann kalt gegessen haben. Wunderbar!

    • Doris sagt:

      …. und wenn man dabei noch geniesserische Einziehgeräusche machen kann über dem Spültrog, dann ist man dabei ganz glücklich.
      Danke für den wunderbaren Blog.

Kommentar

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