Best of: So stehen Möbel bestimmt falsch

Das Aufstellen allein macht noch keine Einrichtung. Die sechs grössten Fehler.

Während der Ferienzeit publizieren wir Texte, die bei den Leserinnen und Lesern besonders gut ankamen. Dieser Beitrag erschien erstmals am 18. September 2018.

Damit das Zuhause so richtig gemütlich und persönlich wird, braucht es Liebe, hübsche Sachen, Styling, das von Herzen kommt, und Freude am Einrichten. Beginnen aber tut alles mit der Platzierung der Möbel: Wenn Sie die folgenden Fehler vermeiden, schaffen Sie die Basis für eine gelungene Einrichtung. (Bild über: Coco Lapine Design)

1 — Sofas kein Gegenüber geben

Das Sofa wird schnell zum wichtigen Einzelstück in der Wohnung. Man stellt es in eine gemütliche Ecke oder richtet es auf den Fernseher – und lässt es oft allein stehen. Ein Sofa braucht aber Gesellschaft von anderen Möbeln, vor allem aber braucht es ein Gegenüber. Man möchte ja schliesslich auch mal mit Freunden und Familie zusammensitzen, schwatzen, sich austauschen. Das gelingt nur, wenn da auch noch Sessel, Poufs oder gemütliche Stühle sind. Diese werden so platziert, dass sie dem Sofa gegenüberstehen, sodass man sich anschauen kann. Das gilt übrigens auch für Eckgruppen, denn auch diese wirken ungesellig, wenn sie allein dastehen. (Bild über: Gravity Home Blog)

2 — Couchtische ausser Reichweite stellen

Wenn man an den Komfort denkt, dann platziert man alles automatisch besser. Ein Sitzmöbel braucht etwa eine Abstellfläche. Und zwar eine, die mühelos erreichbar ist. Wenn man auf dem Sofa sitzt, will man nicht jedes Mal bis zur Kante rutschen und dann noch weit hinauslehnen müssen, um die Tasse oder das Buch auf dem Couchtisch zu erreichen. Platzieren Sie Beistelltische so, dass sie bequem erreichbar sind, dabei aber nicht die Beinfreiheit einschränken. Wenn das schwierig wird, dann entscheiden Sie sich besser für Couchtische, die neben und nicht vor dem Sofa stehen. (Bild über: The Every Girl)

3 — Nicht durch die Wohnung führen

Wenn man eine Wohnung betritt oder durch einen Raum geht und dazu einen Zickzackkurs einschlagen muss, dann stehen ganz einfach Möbel im Weg. Schaffen Sie Platz, machen Sie aber auch Lust, um die nächste Ecke und in weitere Räume zu gehen. Auf diesem Beispiel, entdeckt über Apartment 34, wird man durch die einladende Platzierung des rosa Sessels neugierig gemacht. Denken Sie dabei an die weissen Steinchen, die Hänsel und Gretel durch den Wald nach Hause führen. Das gelingt in der Wohnung nicht nur mit dem geschickten Platzieren von Möbeln, sondern auch mit der Lichtführung oder mit Bildern an der Wand.

4 — Kein Willkommensgefühl schaffen

Wenn Sie in eine Wohnung kommen und erst mal einen Fernseher oder die Rückseite eines Sofas sehen, dann fühlen Sie sich nicht willkommen. Platzieren Sie die Möbel so, dass sie Sie empfangen. Ein Sofa, das sich Ihnen beim Näherkommen anbietet, hat die Wirkung offener Arme. (Bild über: 55 Kvadrat)

Sehr schön hat das Jürg Brawand in seinem Haus in Winterthur umgesetzt. Trotz einer tollen Aussicht stellte er das Sofa mit dem Rücken zum Fenster, so, dass man beim Eintritt von einer einladenden Sitzgruppe begrüsst wird. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home 

5 — Den Raum überfüllen

Grundsätzlich ist nichts gegen üppige Einrichtungsstile einzuwenden. Gerade kleinen Räumen tut eine gemütliche Einrichtung mit vielen Dingen gut. Wichtig dabei ist aber, wie die einzelnen Möbel zueinander stehen. Der Komfort ist wie immer der Leitfaden. Wenn Sie einfach Möbel zueinander stellen, weil Sie sie halt haben und sie Ihrer Meinung nach irgendwohin müssen, wirkt ein Raum schnell wie eine Abstellkammer. Ebenfalls von Bedeutung ist die Zugänglichkeit der einzelnen Stücke. Wenn Sie das Sofa wegschieben müssen, um ein Regal zu erreichen, wenn der Sessel schräg steht, weil er bloss mit einem Fuss auf den Teppich passt oder wenn jedes Mal etwas vom Beistelltisch fliegt, wenn Sie einen Lichtschalter bedienen – dann ist es Zeit für eine sinnvolle Reduktion oder eine bessere Platzierung. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor)

6 — Fensterplätze nicht nutzen

Fenster bringen Licht, Luft und Aussicht in die Wohnung. Sie sind aber nicht unantastbar. Nutzen Sie die Fensterplätze für Arbeitstische, Esstische oder einen Lesesessel. Es gibt auch Möbel, die man durchaus vor grossen Fensterfronten platzieren kann. Bänke zum Beispiel, Regale ohne Rückwände, Kommoden, Sideboards und natürlich Sitzmöbel. (Bild über: Pretty Simple)

Credits: 

Blogs und Magazine: Pretty Simple, Découvrir l’endroit du décorApartment 34, Gravity Home Blog, The Every Girl, Cocolapine Design
Immobilienagenturen: 55 Kvadrat

3 Kommentare zu «Best of: So stehen Möbel bestimmt falsch»

  • Bettina Fischer sagt:

    Tolle Tipps! Herzlichen Dank

  • Maike sagt:

    Da ist ja vieles Ansichtssache. Speziell find ich, das man Fenster frei lassen sollte und sie eben nicht durch einen Arbeitstisch o.ä. blockieren soll. Ich mache Fenster eben auch gerne mal auf und möchte da nicht befürchten, das mir ein Windstoss die Arbeitspapiere durcheinander wirbelt.

  • marianne pomeroy sagt:

    Auch mir gefallen die Einrichtungen nicht besonders. Man muss aber festhalten dass es sich mehrfach um kleinere Zimmer handelt. Bei den meisten anderen Einrichtungblogs von Frau Kohler sind die Räume um einiges grösser und/oder die Wohnungen sind in speziellen Liegenschaften angelegt. Auch liegen die Einrichtungsgegenstände in einem höheren Preissegment. Die meisten Leute leben aber in durchschnittlichen grossen Objekten und haben nicht immer die Ressourcen sich so einzurichten.

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