Die schönsten Kinderzimmer unserer Homestorys

Die langen Sommerferien und das kurz bevorstehende neue Schuljahr sind gute Gründe, dem Kinderzimmer mehr Beachtung zu schenken. Lassen Sie sich von diesen vielen Ideen aus echten Wohnungen inspirieren.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

1 — Design und Spiel

Bei Thom Pfister und Kathrin Wiedmer in Bern spielt Design auch eine Rolle im Kinderzimmer. Sie haben ein USM-Regal als perfekten Stauraum für die vielen Spielsachen und Kinderbücher gewählt. Dank der geschickten Einteilung und den Schubladen ist es auf Kinderhöhe und bietet gar noch Spielfläche. 

Die Holzwände in Ellas Kinderzimmer waren ursprünglich dunkelbraun maseriert. Mit dem Einverständnis der Denkmalpflege durften sie weiss gestrichen werden. Als wichtige Möbelstücke für eine Fünfjährige dienen ein Marktstand, ein Familienstück von Thom, ein praktischer Tisch zum Basteln und Werken, ein Wäscheständer und natürlich das Bett.

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2 — Landhausstil

Vor längerer Zeit waren wir bei Conny Pfister, der Gründerin und Besitzerin des Zürcher Wohngeschäfts Contra Punkt, auf Besuch für eine Homestory. Sie wohnte damals noch in einer grosszügigen Altbauwohnung in Schaffhausen, wo sie alles liebevoll mit antiken Stücken eingerichtet hatte – auch die Kinderzimmer. So sorgte ein entspannter Landhausstil für viel Gemütlichkeit und Persönlichkeit.  

Das Zimmer von Tochter Alma war hell, die Möbel allesamt weiss gestrichen. Die Spannung entstand durch die verschiedenen Formen und Materialien. Als Sitzecke diente ein antikes Sofa, welches mit verschiedenen Kissen und Leinenstoffen zur Kuschelecke geworden war. Die Katze Amajöni hatte sich während unseres Besuchs das schöne alte Bauernbett von Alma für ein Nachmittagsnickerchen ausgesucht.

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3 — Moodboard

Im Haus der Architektin Gabriele Frei Friedrich verbindet sich eine frische Moderne mit Midcentury-Architektur. Bei unserem Besuch vor etwa fünf Jahren hatten die Zimmer der Töchter, die im Teenageralter waren, clevere weisse Holzbetten und inspirierende Moodboards an den Wänden. 

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4 — Turmbett

Es gibt sie, die ganz normalen Wohnungen und Häuser, die mit kleinem Budget, grossen Ideen und viel Eigeninitiative zu kleinen Wohnwundern werden. Wir haben eines gefunden: Es gehört Simone Weibel und ihrer Familie. Klein und unscheinbar steht es mitten in einem Zürcher Wohnquartier. Hinter der Haustüre aber traten wir in eine sehr persönliche, mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Familienwohnung, in der wir uns eher wie in Paris oder London fühlten. Der Einrichtungsstil zeigte eine erfrischende, urbane Mischung von Mustern und Farben, Gefundenem, Geerbtem und Selbstgestaltetem.

Bei unserem Besuch vor einigen Jahren hatte das Kinderzimmer gerade einen neuen Look bekommen. Es passte sich dem Alter der Kinder an, wurde ein wenig «erwachsener» und ganz in sanftem Hellgrün gestrichen. Zuvor war die Decke weiss und das Bett leichter und bunter. Das Einbaubett bekam zwei Schlafplätze. Vorher war unten ein Spieltisch installiert. Hübsche Details sind die Lampenschirmchen am Kronleuchter und weisse Holzmöbel, die im Hellgrün des Raumes frisch und freundlich wirken. Wie wohl das Zimmer heute aussieht? Die Turmbettidee ist auf jeden Fall eine clevere und hübsche Lösung, einem Kinderzimmer mehr Platz zum Spielen zu bieten. 

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5 — Kleine Welt unterm Dach

Erfrischend entspannt war der Besuch bei der Modesignerin Suzanna Vock, die in der Innerschweiz ein kleines Bohemia-Paradies gestaltet hatte. Sie empfing uns damals in einem langen, wallenden Kimonokleid in Rosa, einer Blume im geflochtenen Haar und Glitzerlidschatten in Gold. Ihr Look erinnerte an den der Bohemiens der 20er-Jahre, an die Plakate des Jugendstilkünstlers Mucha und daran, dass Styling eine sehr persönliche Angelegenheit ist und nicht bloss Diktat der Fashionindustrie. Das war schon immer das Credo der Luzerner Designerin und zeigt sich auch in dem gemütlichen, eklektisch im Bohemian-Stil eingerichteten Einfamilienhaus und im Kinderzimmer. Dieses befand sich im obersten Stockwerk mit Dachschräge. Das fand Suzanna für Kinder besonders gemütlich. Deshalb hatte sie ihnen den Bereich unterm Dach wie eine kleine Kinderwohnung eingerichtet, mit einem Spielkaufladen, einem kleinen Tisch für Kindertee und Sitzmöbeln. Als Abgrenzung hatte sie weisse Bücherregale eingesetzt.

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6 — Spielzimmer

Erst kürzlich besuchten wir Viviane Gall und Daniel Donati und ihre beiden kleinen Söhne Marley und Jamiro. Dass man sich bei Daniel Donati und Viviane Gall sofort wohlfühlt, hat nicht nur mit der Grösse und der Schönheit der Räume zu tun, sondern auch mit der kreativen Stimmung im Haus, die unkompliziert und lebendig ist und eine sympathische Portion Rock’n’Roll-Allüre zeigt. Hier lebt eine coole, stylishe und aktive Familie. Für die beiden Buben haben sie im Erdgeschoss ein grosses Spielzimmer eingerichtet. Die Schlafzimmer befinden sich im oberen Stockwerk, wo auch das Elternschlafzimmer und das Bad sind. 

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7 — Dachstock-Freiheit

Gleich vier Buben hat Nina Hohendorf, die wir im April in ihrem Haus in Zürich Oerlikon besuchten, wobei sie das Haus nicht auf Anhieb fanden. Zuvor wohnten sie in einer Mietwohnung, alle auf der gleichen Etage. «Die Buben wurden grösser und lauter, und die Wohnung bot nicht allen den besten Platz und die nötigen Rückzugsmöglichkeiten», erklärte Nina den Schritt, sich nach einem Haus umzuschauen. «Die Suche war schwierig und langwierig. Bei dem endlosen Bieten konnten wir einfach nicht mithalten. Manchmal machten Eigentümer gar richtige Familiencastings, um sich dann die Familie auszusuchen, die ihnen am sympathischsten war.» Aber sie haben ein hübsches kleines Haus gefunden und es so eingerichtet, dass alle genügend Platz und Freiraum bekamen. 

Unter dem Dach entstand eine Welt für die vier Buben. Die beiden grösseren haben hier ihre Zimmer, die anderen beiden schlafen in der gleiche Etage wie die Eltern. Der grosse Raum dient allen zum Spielen, Arbeiten und um Zeit mit Freunden zu verbringen. Für Übernachtungsgäste gibt es ganz oben unter dem Giebel nochmals zwei Schlafplätze.

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8 — Weiss als Basis

Im Zürcher Freilagerareal sind grosszügige Wohnungen für Familien entstanden. Eine davon, die des jungen Architektenpaars Stephan Jack und Miriam Keller und ihrer kleinen Tochter Karla, besuchten wir vor etwa zwei Jahren. Damals war der Umbau gerade frisch. Das Paar hatte die Wohnung zum ersten Mal bei der Schlüsselübergabe gesehen. Zum Glück konnten sich die beiden Architekten das neue Zuhause gut vorstellen. Denn ab Plan haben sie sich für genau diese Wohnung entschieden. Die grosszügige, helle Wohnung mit hohen Räumen haben sie mit viel Liebe zu gutem Design gemütlich und familientauglich eingerichtet. Karlas kleines Reich wirkt grosszügig und dank der Raumhöhe kann auch das Bett etwas höher sein, was besonders Spass macht, da es so auch gleich noch eine kleine Hütte ist.

Vielleicht fördern das kleine Regal in Hausform und die schlichte Puppenstube einst die Liebe zur Architektur. Derzeit steht allerdings noch eher das Praktische dieser Spielecke im Vordergrund. 

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9 — Dunkelkammer

Ein gemütliches und hübsches Teenagerzimmer haben wir in der Wohnung der Innenarchitektin Katharina Bütler und ihrer Tochter Clara in einem kleinen, charmanten Zürcher Reihenhaus gefunden. Dieses steht ganz am Ende der Tramlinie 5 in der idyllischen, alten und geschützten Zürcher Wohnsiedlung «Im Laubegg». «Wir haben eigentlich so viel Platz wie in einer Dreizimmerwohnung, bloss auf drei Stockwerke verteilt», erklärte uns Katharina Bütler. Genau sind es pro Stockwerk 30 m², das gibt total 90 m² Wohnraum. Katharina Bütlers Beruf ist es, anderen beim Einrichten zu helfen. Sie ist die Geschäftsführerin der italienischen Firma Boffi in Zürich. Ihre Tochter Clara war zum Zeitpunkt unseres Besuchs im letzten Jahr 15 Jahre alt und Mittelschülerin.

Claras Zimmer trug damals gerade schwarz, wobei es der sechste Anstrich war: «Zuvor hatte ich es pink, gelb, grün und blau gestrichen», erklärte uns Clara. Das Schwarz als Wandfarbe bringt Tiefe in das Teenager-Refugium, tarnt den Fernseher und bietet auch einen schicken Hintergrund für Claras Klavier. Ob das Zimmer immer noch schwarz trägt?

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10 — Bubenbude

In einer sonnigen Vierzimmerwohnung im Zürcher Seefeld wohnten bei unserem Besuch im letzten Jahr der Interiordesigner Gaetano Irpinio, seine Frau Seline, ihr Sohn Jamie und der fröhliche Jack Russell Nobu. Eingerichtet hat sie der Interiordesigner in seinem typisch italienisch eleganten Stil. Er hat solch renommierte Projekte wie das Spa im Hotel «The Chedi» in Andermatt oder das Park-Hyatt-Hotel in Mailand eingerichtet und gestaltet auch Privatresidenzen, Büros oder Boutiquen. Eleganz, gutes Design und edle Handwerkskunst sind dabei seine wichtigsten Zutaten. Mit diesen Zutaten hat er auch das Familienzuhause eingerichtet und dabei Grandezza und Alltagstauglichkeit gekonnt vereint. In Jamies Zimmer stehen praktische, schlichte, aber formschöne Alltagsmöbel, die mit einigen wenigen edlen Teilen ergänzt werden. Zur warmen dunklen Holzfarbe des Betts und des Pults passt die warme moosgrüne Wand. Aufgeweckt wird alles mit dem gegensätzlichen Rot des Stuhls. So geht im Kinderzimmer die schlichte Eleganz der Einrichtung weiter und bietet trotzdem Platz für Farbe, Spielsachen sowie kleine und grosse Helden.

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Anmerkung: Da einige Homestorys etwas älter sind, kann es sein, dass die Kinder heute keine Kinder mehr sind und einige Bewohner nicht mehr am gleichen Ort leben.

1 Kommentar zu «Die schönsten Kinderzimmer unserer Homestorys»

  • adam gretener sagt:

    Meine Mutter arbeitete damals in einer Kopierabteilung einer grossen Firma, 80er. Sie nahm jeweils dicke Papierrollen mit, mit denen sie meine Wände beklebte. Ich konnte schmieren und zeichnen wie ich wollte. Herrlich.

    Oder im Zelt im Garten der Eltern eines Freundes übernachten, Gusti-Brösmeli-Kassetten hören und mit 4-Gewinnt-Chips Poker spielen die halbe Nacht bei Licht aus der Militärtaschenlampe, da konnte man das Licht rot oder grün machen.

    Ob die Eltern nun ein neues Rolf-Knie-Bild aufhängen oder nicht, ist den Kindern so ziemlich ******-egal.

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