Das Comeback des Barock

In der Zeit des Maximalismus findet auch barocke Pracht zurück in die Wohnung.

Witzig

Keine Angst, der aktuelle Barock zeigt sich nicht mehr wie in den 80er- und 90er-Jahren mit roten Samtvorhängen, kapitonierten Plüschbetten und der ach so edlen Kombination von Ultramarinblau und Gold. Die Liebe nach Schnörkeln und Üppigkeit hat momentan eine gute Portion Humor und passt ins moderne Leben. Dem Mix von Witz und Stil hat die englische Firma Mineheart ihre ganze Kollektion gewidmet. Dieses grosse schwarzweisse Bild ist ein gutes Beispiel dafür. 

Glamourös 

So zeigen sich dramatisch üppige, goldene Barockrahmen auf die moderne Art. Sie machen Mode- und Beautyfotos zum Hingucker in einer sehr eleganten, aber diskreten, modernen Einrichtung, die eher Richtung Minimalismus geht. (Bild über: Alquimia Deco)

Mit viel Chic

Dieses Beispiel vom Blog Apartment 34 vermittelt die Prachtliebe des Barocks sehr zeitgemäss. Grossartigkeit ist das Spiel mit den Dimensionen. Und Glanz ist Teil von schlichtem, modernem Design. 

Mit italienischer Eleganz

Der Barock hat seine Wurzeln in Italien. Von dort aus hat er sich im 16. Jahrhundert in ganz Europa auf unterschiedlichste Arten ausgebreitet. Auch heute kokettiert der italienische Stil immer noch mit Pracht und Eleganz. Wunderschön hat das der Interiordesigner Gaetano Irpinio in seiner Familienwohnung in den Alltag umgesetzt. Die Eleganz und auch ein wenig Prunk und Glamour ziehen sich durch die ganze Einrichtung. Aber so, dass es sich dabei ganz entspannt wohnen lässt. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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Überraschend

Die Louis-Ghost-Stühle, die Philippe Starck für Kartell entworfen hat, sind zeitlose Kultmöbel geworden. Ihre Form haben sie aus dem barocken Zeitalter und ihre Beschaffenheit aus der Moderne. So sind sie immer eine gute Idee, um einer Einrichtung das gewisse Etwas zu verleihen und dabei zu überraschen. (Bild über: Alquimia Deco)

Lesen Sie mehr über Louis Ghost in meiner Serie Kultmöbel

Im Mix

In dieser Wohnung ist der Stuhl nochmals zu sehen. Und zwar in einer interessanten Mischung von vielen Einzelteilen, die Tendenzen zum Barock zeigen. Da sind viele grosse Kerzenleuchter, eine silberne Kommode, dominante Bilder, Spiegel, Blumen und Samt. Alles zusammen wirkt aber leicht und alltagstauglich. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor)

Glänzend

Zurück zur coolen Kollektion von Mineheart: ein golden glänzender Konsolentisch, eine französische Bulldogge aus Keramik, eine dominante Tapete, ein witziger Pouf und ein orientalisch inspirierter Teppich bringen die gewisse moderne Portion Barock in die Wohnung. 

Spektakulär

Die Tapeten der englischen Firma Cole and Son sind so ausserordentlich, dass sie eigentlich alle etwas Barockes haben. Aber diese hier, das Design Prism, macht auch den kleinsten Raum absolut grossartig, grandios und auf glamourös moderne Art barock. 

Kokett

Klar, damit diese Einrichtung barock anmutet, hat die Architektur eine bedeutende Rolle. Aber die Tatsache, dass ein solch bombastischer Raum hellgrau gestrichen ist und rosa Samtsofas, Designermöbel und knallige Akzente bekommen hat, macht ihn zum Paradebeispiel der heutigen barocken Welle. (Bild über: Trendland

Supercool

Es geht auch poppig, wie das Wohnzimmer der berühmten englischen Schmuckdesignerin Solange Azagury-Partridge zeigt. Die Einrichtung ist eigentlich eine Ode an die Seventies. Damals hatte man Alt und Neu so schräg wie möglich zusammengebracht. Schauen Sie sich wieder mal die Avengers an – die alte Serie, nicht die neuen Interpretationen. Nach den Schwarzweiss-Serien aus den Sixties gibt es farbige Staffeln, die exemplarisch für typische Seventies-Pop-Chic-Einrichtungen stehen. Auch sie waren moderner Barock. Und nach diesem ist die Einrichtung der Designerin entstanden. 

Stilvoll

Klar ist moderner Barock einfacher umzusetzen, wenn man eine solch tolle Architektur als Bühne hat. Was wir aber von diesem Beispiel vom Blog The Design Files lernen können, ist der Mut, den es braucht, um eine wunderschöne Boiserie türkis anzustreichen. Wagen Sie also einen dramatischen Anstrich auch an ganz normalen Wänden. Peppen Sie die Wände zusätzlich mit grossen Spiegeln mit goldenen Rahmen auf und schaffen Sie so eine grossartige Basis für eine moderne, farblich passende Einrichtung. 

Modisch

Barock bedeutet hier, dass alles ein bisschen übertrieben ist. Super viele Bilder und die Farbe Schwarz für die Wände, ein wildes Muster für den Teppich und ein grosser, glänzender Tisch mit vielen identischen, filigranen Sesseln. Alles zusammen vermittelt grosse Eleganz und erinnert an einen Modesalon. (Bild über: The Nordroom)

Entspannt

In alten französischen Häusern oder Hotels findet man diese barocken Konsolen immer noch. Aber auch wenn man kein solches Prachtstück hat; die Idee dieser Wohnsituation ist, mit Grandiosem ganz entspannt umzugehen. Wenn man ein dramatisches Stück ganz selbstverständlich ins Alltagsleben integriert, macht man es noch einzigartiger. (Bild über: One Kings Lane)

Selbstverständlich

Genau nach diesem Motto steht bei Gaetano und Seline Irpinio ein barock geschwungener Stuhl, der beim Heimkommen als Ablage dient. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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Credits: 

Blogs und Magazine: The Design Files, The Nordroom, Trendland, Découvrir l’endroit du décor, Alquimia Deco, Apartment 34
Shops und Kollektionen: One Kings Lane, Mineheart
Tapeten: Cole and Son, Mineheart
Designer: Solange Azagury-Partridge, The Vendome Group

11 Kommentare zu «Das Comeback des Barock»

  • Zora sagt:

    …schwarze Wände – bittebitte nicht!

  • Maike sagt:

    Dann aber bitte auch das komplette Barockprogramm in der Wohnung – Frauen mit engen Korsetts, die Herren mit Absatzschuhen. Und beide mit Perücken…

  • Hanne sagt:

    naja, nu hab ich wenigstens Ahnung, warum Barock – nicht – mein Ding ist.

  • ri kauf sagt:

    Hmmmm…..alles mit 2 Ausnahmen in diesem Blog erscheint mir dekadent…..

  • Bufi sagt:

    Liebste Frau Kohler
    Seit ich vor ca. 1 Jahr auf Pinterest ein barockes Damenportrait mit einem pinken Farbklecks im Gesicht gesehen habe, bin ich auf der Suche desselbigen. Bisher leider erfolglos. Nun habe ich es dank Ihrem Blog bei Mineheart entdeckt! Freude herrscht! Vielen Dank,! juppiie you made my day!

    • Dagmar Dornbierer sagt:

      Es handelt sich dabei um ein Jugendbildnis von Elisabeth de France (de Bourbon), Tochter von Henri IV. und Maria de Medici. Schwester des späteren Königs Louis XIII. von Frankreich, verheiratet mit König Philipp IV. von Spanien, wo sie Isabel de Borbón genannt wurde.

      • Karl König sagt:

        Liebste Frau Dornbierer: kann mir kaum vorstellen, dass Bufi weniger die Herkunft der abgebildeten Dame interessierte, sondern ganz ‚profan‘ die mögliche Kaufadresse…
        aber: gut zu wissen, dass es solche geschichtsbewanderte Koryphän wie Sie gibt!

        • Dagmar Dornbierer sagt:

          Vielen Dank, Herr König.
          Gewiss. Ja, die arme Prinzessin. Zuerst wurde sie nach Madrid verkauft und jetzt verkauft man sie hinter einer Kaugummiblase. Welch ein Schicksal :-) Vor allem, weil die junge Dame kein pubertärer Teenager war, sondern friedlich und umgänglich.

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