Das Haus im Haus

Ein spannendes Raumkonzept verhilft einer grossen Loftwohnung zu mehr Privatsphäre.

Architektur: Zooco

Das Leben in offenen, grossen Lofts hat nicht für alle die gleiche Anziehungskraft. Es fehlen Rückzugsgebiete und geeigneter Raum für bestimmte Funktionen. In dieser Madrider Loft haben die Architekten von Zooco eine Art Haus ins Haus gebaut. 

Dabei entstanden privatere Räume, neue Badezimmer und mehrere Ebenen. Damit alles in den bestehenden, industriell anmutenden Raum passt und dessen Lustigkeit und Grosszügigkeit bestehen bleibt, haben die Architekten auf Weiss, viel Transparenz und filigrane Formen gesetzt. Die neuen Räume sind einerseits vom Boden aufgebaut und hängen anderseits von der Decke. 

Ein anderes wichtiges Element bei der Neugestaltung des Innenraums ist warmes, helles Holz. Dieses wurde nicht nur für die Böden verwendet, sondern auch für Treppen und Trennwände. 

Das Holz korrespondiert mit dem Balkengerüst der Wohnung. Im oberen Bereich entstand eine Arbeitsfläche mit mehreren Arbeitsplätzen. Aus dem gleichen Holz sind hier langgezogene Wandregale angebracht. 

Durch das neue Konstrukt sind auch gemütliche Ecken und Nischen entstanden, in denen Wohnlichkeit möglich wird. 

Halbtransparente Trennwände bieten Abgrenzung und Verbundenheit gleichzeitig. 

Gewisse Räume sind durch Glasfassaden getrennt. Der Einbau bietet zugleich Stauraum. So kann etwa der Unterbau der Treppe als Schrank genutzt werden. 

10 Kommentare zu «Das Haus im Haus»

  • M. Sutter sagt:

    Naja. Wenn man keine Kinder oder Tiere hat (oder entsprechenden Besuch), mag das noch gehen. Ansonsten möchte ich nie eine Wohnung, wo man ohne Schranke 2 Meter herunterfallen kann. Jedem Elternpaar würden da wohl die Haare zu Berge stehen. Und als Erwachsener mag ich auch nicht am Boden sitzend an einem Schreibtisch arbeiten.
    Kurzum: „hübsche“ Idee wohl eines jungen Architekten, der jedoch völlig die Praktikabilität abhanden kommt.

  • Karin Stepi sagt:

    Wir hatten früher im Kinderzimmer ein Hochbett mit Rutschbahn und nur einem einzigen anderen Möbel als Stauraum. Dank dem riesigen Fenster und nur wenigen Farben wirkte das Zimmer luftig und grosszügig, obwohl es klein war.
    Die Konstruktion wirkte anregend und inspirierend für gross und klein.
    Ich liebe solche Räume im Raum! Vielen Dank einmal mehr Frau Kohler für Ihre stets varianten- und abwechslungsreichen Artikel.

  • Marie sagt:

    Softe, freundliche Trennwände wären eine gute Idee, und dann natürlich : FARBE! Alles in weiss ist sowas von deprimierend.

  • Barbara V.E. sagt:

    Ich liebe es! So was würde mir gefallen. Leider fehlen mir Geld und bei meinem Partner den gleichen Enthusiasmus wie ich ihn empfinde ;-)
    @Balz Stocker: man darf sich schlussendlich einrichten wie man möchte. Man kann sich den Stuhl/Sessel kaufen und hinstellen in dem man selber bequem sitzt. Für das Foto muss es natürlich stylish sein.

  • Balz Stocker sagt:

    Diese doch merkwürdige Wohnform hat etwas unfreiwillig Komisches. Die Personen wirken lost in space in ihrem leeren Wohnkosmos. Alles wirkt wie eine einzige angestrengte Pose und man spürt förmlich, wie die Protagonisten das Gefühl haben, sie sind bereits im 22 Jahrhundert angekommen. In dieser Welt ist kein Wohnen möglich und die Erstarrung ist richtig fühlbar. Das arme Kind wurde in die Spielzone verwiesen und die Dame liest angestrengt auf einem sicherlich sündhaft teuren und doch langweiligen, weil tausendfach gesehenen, unbequemen Stuhl. Die Bewohner wirken wie störende Fremdkörper in einer angestrengt minimalistischen Welt. Ich musste laut lachen beim Anblick dieser Bildfolge…hier ist alles kopflastig und pure Ideologie.

    • Lichtblau sagt:

      Witzig, habe Ähnliches gedacht. Dazu passt, dass der vermeintliche Vater aus dem Kopfschütteln offenbar gar nicht mehr raus kommt. Die Eltern scheinen sich beim Lesen des einzigen Buches zudem abzuwechseln. Aber den Stauraum unter der Treppe finde ich ganz entzückend.

  • Zora sagt:

    schlicht, warm, hell, schön als Grundstruktur! Noch mehr Alltägliches in der Wohnung platziert und es wird sehr wohnlich und gemütlich. Bei diesen Lichtverhältnissen bieten sich grosse Pflanzen und Bilder an.

  • marianne pomeroy sagt:

    Ich fine die Ausstattung dieser Loft sehr verführend. Würde ohne Umschweife dort einziehen.

Kommentar

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