6 Köstlichkeiten zum Frühlingsanfang

Feiern Sie den heutigen Frühlingsanfang mit diesen feinen, frühlingshaften und leichten Gerichten.

Frühlingsteller

In diesem Gericht vereinen sich allerfrischste Frühlingsschätze. (Bild über: Canelle et Vanille)

Zutaten für 2 Portionen:

Zubereitung:

500 g frische Erbsli

500 g frische Favabohnen

1 Schalotte, fein gehackt

1 Handvoll Bärlauch

Olivenöl

Zitronensaft

2 Handvoll Brunnenkresse

2 Eier

4 Tranchen Rohschinken 

Petersilie, Kerbel und Schnittlauch, gehackt

Salz und Pfeffer

2 EL Ricotta

Pulen Sie die Erbsli und die Favabohnen aus den Hülsen. Schälen Sie die Favabohnen. Kochen Sie die Erbsli und die Bohnen etwa 3 Minuten in heissem Wasser. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und dünsten Sie die Schalotten. Geben Sie Erbsli und Bohnen dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und den gehackten Bärlauch dazu geben. Mischen Sie anschliessend die Kräuter unter und pressen Sie etwas Zitronensaft darüber. Verteilen Sie das Gemüse auf zwei grosse, hübsche Teller und geben Sie die Brunnenkresse sowie pro Portion zwei Tranchen guten Rohschinken dazu. Mit je einem Spiegelei und einem EL Ricotta garnieren und servieren. 

Frühlingskunstwerk

Mit Pizzateig lassen sich auch kleine kulinarische Kunstwerke zaubern. Das Wichtigste bei diesem Rezept ist das Sammeln und Finden von Frühlingskräutern und essbaren Blumen. Gute frische Kräuter finden Sie auf dem Markt, Bärlauch im Wald, und essbare Blumen sehe ich immer wieder in der Globus-Delikatessabteilung. Dann brauchen Sie einen guten Pizzateig. Den können Sie selber machen oder, wenn Sie eine gute Quelle haben, auch fertig kaufen. Ich kaufe fertigen Pizzateig, wenn ich in Basel bin. Im Manor Food gibt es den besten hausgemachten Bio-Pizzateig, aber nur in der Filiale an der Rheinbrücke. Ich habe ihn bisher noch in keiner anderen Filiale entdeckt. (Bild über: Domino)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Mehl

2,5 dl lauwarmes Wasser

die Hälfte eines frischen Hefewürfels (ich glaube 20 g, aber überprüfen!)

4 EL Olivenöl

ein wenig Salz

Mischen Sie die Hefe mit ein wenig lauwarmem Wasser. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel, vermischen Sie alles mit einer Kelle und formen Sie den Teig danach zu einer Kugel. Legen Sie ein feuchtes Tuch über die Schüssel und stellen Sie sie auf die unterste Schiene im auf 40 Grad vorgeheizten Backofen. Ungefähr 1,5 Stunden aufgehen lassen. Danach ist der Teig zur Verarbeitung bereit.

Zutaten:

Zubereitung:

frische Kräuter am Stiel

Bärlauch mit Wurzel

essbare Blüten

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Wallen Sie den Pizzateig zu einem Rechteck aus. Legen Sie die Kräuter und Blumen wie ein Bild auf den Teig und drücken Sie sie etwas hinein. Beträufeln Sie alles mit Olivenöl und geben Sie Salz und nach Geschmack auch Pfeffer darüber. Im 250 Grad heissen Backofen etwa 10 Minuten backen, bis der Teig knusprig und golden ist. 

Frühlingsrisotto

Unsere Wälder hier in Zürich sind üppig bewachsen mit frischem, köstlichem Bärlauch. Ein guter Grund für einen Spaziergang und eine kleine Ernte für einen feinen Risotto. (Bild über: The Roaming Kitchen)

Und so gehts: 
Kochen Sie eine Gemüsebouillon. Sie brauchen zwei gute Handvoll Bärlauch für die Pesto und eine Handvoll Bärlauchblätter extra. Geben Sie die zwei Handvoll Bärlauch mit 2 EL Butter, etwas Zitronensaft und 100 g geriebenem Pecorino Romano in eine Küchenmaschine und machen Sie eine Art Pesto. Schneiden Sie die anderen Bärlauchblätter grob. Geben Sie reichlich Olivenöl in eine tiefe Bratpfanne, dünsten Sie eine fein gehackte Schalotte an und geben Sie den Risottoreis dazu. Dünsten Sie diesen einige Minuten mit den Schalotten. Anschliessend geben Sie einige der grob gehackten Bärlauchblätter dazu. Löschen Sie mit ein wenig trockenem Weisswein ab, und giessen Sie nach und nach die Bouillon in den Risotto, bis dieser fertig gekocht ist. Nehmen Sie den Risotto von der Herdplatte und rühren Sie die Bärlauchpesto ein. Servieren Sie den Risotto mit einigen grob gehackten Bärlauchblättern darüber.

Frühlingstortellini 

Dieses kleine, feine Gericht geht mit feinen Tortellini oder Ravioli aus dem Traiteur ruckzuck! (Bild über: Fraise et Basilic)
Und so gehts:
Kochen Sie die Tortellini oder Ravioli in etwas Bouillon. Geben Sie kurz vor Schluss frische Erbsli dazu. Servieren sie die Tortellini mit den Erbsli, Ricotta, etwas geriebener Zitronenschale und frischen Kräutern wie Basilikum und Pfefferminze. 

Frühlingspie

Dieser griechische Kuchen geht ganz einfach, doch man braucht Filoteig. Diesen bekommen Sie am ehesten in einem türkischen Geschäft. (Bild über: C’est très facile à faire)

Zutaten:

Zubereitung:

etwa 1 kg gekochter frischer Spinat

2 EL Pinienkerne, golden geröstet

1 Bund Frühlingszwiebeln, fein gehackt 

2 Knoblauchzehen, gepresst

2 Eier

300 g Feta, in Krümeln

300 g geriebenen Pecorino Romano

2 EL Oregano, fein gehackt

2 EL Dill, fein gehackt

2 EL Basilikum, fein gehackt

1 EL abgeriebene Zitronenschale

100 g Butter, geschmolzen oder mehr

 12 bis 15 Filoteig-Blätter

Hacken Sie den Spinat fein. Legen Sie ihn in ein Küchentuch und pressen Sie ihn gut aus. Der Spinat muss so trocken wie möglich sein. Nun geben Sie etwas Olivenöl in eine Pfanne und dünsten die Frühlingszwiebeln an. Geben Sie den Knoblauch bei, und wenn alles duftet, sofort von der Herdplatte nehmen und unter den Spinat mischen. Nun mischen Sie auch die Kräuter, die Pinienkerne, den Feta und den Pecorino unter. Alles sehr gut vermischen. Verquirlen Sie die Eier und mischen Sie sie ebenfalls unter. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Nun bestreichen Sie jedes einzelne Filoteigblatt beidseitig mit Butter. Legen Sie die Blätter lose übereinander (so, dass sie nicht exakt passen) in eine runde Backform, die Sie vorher mit Backpapier ausgelegt haben. Geben Sie die Spinatfüllung rein und schliessen Sie den Kuchen mit den Teigblättern, wobei es in der Mitte nicht ganz zu sein muss. Im 180 Grad heissen Backofen etwa 1 Stunde backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist. 

Frühlingsdessert

Das allereinfachste und feinste Erdbeerdessert ist ein englischer Klassiker, der immer gelingt. Es heisst «Eton Mess» und ist eine «Mess», also ein Durcheinander! Bild über: Delicious Magazine.

Dieses wunderschöne englische Magazin gibt es übrigens bei Orell Füssli auf der englischen Etage zu kaufen.  

Und so gehts superschnell und einfach: 
Schneiden Sie Erdbeeren in Stücke und mische Sie diese mit ein wenig Puderzucker. Lassen Sie sie bei Zimmertemperatur ein wenig ziehen. Nun mischen Sie sie mit Schlagrahm und zerbrochenen feinen Meringues. 

Frühlingskuchen

Ein einfaches und schnelles Rezept, das man auch mit klein geschnittener Rhabarber machen kann, aber so sieht es schöner aus. (Bild über: Licking the plate)

Zutaten:

Zubereitung:

4 dl Rahm

200 g Zucker

1 Päckli Vanillezucker

die abgeriebene Schale von einer Zitrone

5 Eier

375 g Mehl

1 Päckli Backpulver,

1 Prise Salz 

1 kg Rhabarber in Stangen geschnitten

Zucker

Den Rahm mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem Zucker und dem Vanillezucker halb steif schlagen, die Eier einzeln unterrühren, Mehl, Backpulver und die Prise Salz sieben und unterrühren. Den Teig in eine runde, mit Backpapier ausgelegte Backform geben. Die Rhabarberstangen zuerst mit ein bisschen Zucker mischen, dann auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Im heissen Backofen bei 200 Grad auf der zweiten Schiene von unten 15 Minuten backen.

Zutaten Guss:

Zubereitung:

100 g Butter

100 g Zucker

4 EL Milch 

In der Zwischenzeit für den Guss Butter, Zucker und Milch aufkochen. Den Kuchen herausnehmen, den Guss über dem Kuchen verteilen und dann den Kuchen weitere 15 Minuten auf der zweiten Schiene von oben fertig backen.

Credits: 

Bilder über Foodblogs, Foodshops, Blogs und Magazine: Licking the plate, C’est très facile à faire, Fraise et Basilic, Domino, Canelle et Vanille, The Roaming Kitchen, Delicious Magazine

21 Kommentare zu «6 Köstlichkeiten zum Frühlingsanfang»

  • Denise sagt:

    Der Frühlingskuchen hat mich beim Lesen sofort angesprochen, ich liebe Rhabarber. Leider hat das Rezept bei mir aber nicht funktioniert: Viel zu viel Masse für eine Standard Springform. Und nach 30 Minuten backen noch voll teigig. Ich habe die Backzeit dann auf 50 Min erhöht, aber beim Essen zeigte sich leider, dass der Kuchen im Innern noch immer fast flüssig war. Könnte es sein, dass bei der Übersetzung vom Originalrezept etwas durcheinander geraten ist? Wurde das Rezept in der vorliegenden Form ausprobiert? Wär cool, wenn es funktionieren würde, denn geschmacklich war der Kuche (Crème ;-) top…

  • Anita sagt:

    Hallo Adam Gretener

    Ich habe so viel Bärlauch wie Sie gerne möchten, bei mir kommt er besser als Unkraut. Ich komme immer wieder nach Winti in die Tösstalstrasse. Wenn Sie noch Bärlauch wollen melden Sie sich gerne bei mir.

  • Lucas Cannolari sagt:

    Hört auf mit dem ewigen lächerlichen Erdbeer-Drama. Ja, es gibt jetzt frische, feine Erdbeeren aus Spanien und bald auch aus Italien in den Grossverteilern. Zugegeben kommen sie geschmacklich nicht ganz an die besten einheimischen Erdbeeren (ab Ende Mai). Aber es gibt allemal auch gute Erdbeeren aus dem Ausland. Und wer jetzt die Umweltkeule schwingt, verzichtet in Zukunft auf Bananen, Avocados und sämtliche Südfrüchte und Exoten, ebenso auf Lammfleisch und Wild aus NZ etc. Also viel Spass mit leckeren Erdbeeren :)

    • misi sagt:

      Es macht ja wohl einen Unterschied, ob ich jetzt auf „hergeflogene“ Erdbeeren verzichte, weil ich sie in zwei Monaten vom heimischen Feld bekommen kann oder ob ich Bananen esse, die in der Schweiz nun mal nicht wachsen. Nicht immer nur schwarz-weiss kategorisieren…

      • Lucas Cannolari sagt:

        Nur kommen die Erdbeeren eben nicht per Flieger sondern per LKW aus Spanien oder Norditalien (gleich ennet der CH-Grenze). Darum ist so eine Erdbeere aus Spanien oder Italien eben nicht das gleiche wie Spargel aus Peru/Mexico…

  • Barbara Grohé sagt:

    Erdbeeren als Frühlingsprodukt zu bezeichnen – der Handel machts möglich mit hellen, geschmacklosen, holzigen Früchten. Also wirklich!! Einheimische Erdbeeren gibts dann Ende Juni (Sommeranfang 21.6.) – dann wirklich Guten Appetit!

    • adam gretener sagt:

      Jede Woche dieselbe Diskussion. Man kann das Rezept ja auch archivieren bis im Juni. Und ob es uns gefällt oder nicht, es werden jetzt schon fleissig Erdbeeren gekauft. Ein Discounter eines Grossverteilers hatte heute eine 50%-Aktion. Die Leute sind mit Taschen voller Erdbeeren rausgelaufen.

  • adam gretener sagt:

    Ich habe letztes Wochenende gesehen, dass alle meine 5 Rhabarber-Pflanzen bereits ihr Köpfchen aus der Erde gestreckt haben. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert. Übrigens, Rhabarber eignet sich auch hervorragend für die salzige Küche, so z.B. in ein Curry.

    • Luisa Haltner sagt:

      Sie Glückspilz! Mein Rhabarber hat leider den Geist aufgegeben… (Dafür habe ich soviel Bärlauch, dass ich schon bald mit dem Rasenmäher wehren muss. ;-)
      Apropos Bärlauch:
      Raviolifüllung – ein Traum und soo simpel:
      Aus 1-2 Bd. Bärlauch (gehackt), 1 Becher Ricottag, 3 El. geriebenem Parmesan, 1 Eigelb und der Schale einerr 1/2 Bio-Zitrone die Füllung machen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pastateig selbst gemacht oder Teigplatten mit dem Eiweiss bestreichen, Füllung drauf, gut andrücken und dann 2-4 Min. kochen. Mit Butter übergiessen u.mit Bärlauchblättern garnieren. MmH.

      • adam gretener sagt:

        Schade sind Sie nicht meine Nachbarin, liebe Luisa. Dann könnten wir über den Gartenzaun hinweg tauschen. Bärlauch gegen Rhabarber. Wir haben auch noch zwei Kisten Äpfel vom letzten Jahr im Schopf

        Sie wohnen nicht zufällig in Winti? Dann müssten wir uns kurzschliessen…

  • Philip sagt:

    Hmm, die Blätter auf dem Risotto-Bild sehen verdächtig eher nach Maiglöckchen als nach Bärlauch aus … ich hoffe, Sie haben’s überlebt :).

  • David sagt:

    Irgendwann habe ich gelernt, dass ein Pizzateig (auf 500g Mehl) nur ca. 2 g Hefe benötigt. Unbedingt ausprobieren!

  • tina sagt:

    huuuunger hungerhungerhunger :)
    den frühlingspie will ich unbedingt machen. und den rhabarerkuchen auch.
    rezept1 habe ich fast so aus resten von gestern mit dabei heute. ergänzt mit salzkartoffeln, dafür – schinken, favabohnen und bärlauch

  • Jan Kober sagt:

    Die Rezepte erscheinen 2 Monate zu früh. Ausser Bärlauch spriesst noch keine dieser Zutaten.

  • misi sagt:

    Erdbeeren als „Frühlings-Obst“???!!!

    • Maike sagt:

      Ja – herrlich !! Auch wenn die Erdbeere keine Beere im biologischen Sinne ist sondern eine Sammelnusss tut das dem Geschmack keinerlei Abbruch ! Trivial Pursuit lässt grüssen.
      Ich für meinen Teil werde einmal den Frühliungspie ausprobieren. Finde ich eine pfiffige Sache und ich habe schon die ein um andere Variante im Hinterkopf.

    • Bruno sagt:

      Ja klar, die wässrigen, geschmacklosen :-)

    • Nicole sagt:

      Ja weshalb nicht, der Frühling geht bis Ende Juni

Kommentar

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