Die ärgerlichste Niederlage seit Marignano

Thomas Renggli am Donnerstag, den 16. September 2010
Würde für seine gestrige Aussage von der deutschen Boulevardpresse geteert und gefedert: Thorsten Fink.

Würde für seine gestrige Aussage von der deutschen Boulevardpresse geteert und gefedert: Thorsten Fink.

Normalerweise ist es für einen Schweizer Klub schon ein Erfolg, in der Champions League dabei zu sein. Spieler und Trainer des FC Zürich beispielsweise erlebten im letzten Herbst Weihnachten und Ostern im Zweiwochen-Rhythmus, vergassen beim gegenseitigen Schulterklopfen aber, dass die Realität nicht Mailand und Madrid, sondern Bellinzona und Aarau heisst.

Dem FC Basel wird das in diesem Jahr nicht passieren – so die landläufig Meinung. Der Double-Gewinner besitzt nicht nur ein breites Kader und die internationale Erfahrung. Vor allem hat er einen Trainer (Thorsten Fink), der quasi die Personifizierung der deutschen Siegermentalität verkörpert. Das war zumindest bist am Mittwochabend in Cluj so.

Dann wurden Fink und Co. innerhalb von zwölf Minuten auf den Boden der europäischen Realität zurückgeholt – und die Vorfreude von Alex Frei («Ich will diese Champions-League-Spiele einfach geniessen») ad absurdum geführt. Am Schluss stand eine 1:2-Niederlage, die das grosse Kopfschütteln hinterliess. Der FCB war besser. Er besass die grösseren Spielanteile und ein klares Chancenplus. Er hätte dieses Spiel gewinnen müssen. Letztlich scheiterte er aber auch an der eigenen Arroganz und dem (zu) ausgeprägten Selbstvertrauen seines Trainers. Wer den Start zum bisher wichtigsten Rendez-vous der Saison im Tiefschlaf verbringt, war offenbar nicht bereit – oder schlecht eingestellt.

Die verpatzte Champions-League-Premiere der Basler in Transsilvanien ist eine ärgerlichsten und unnötigsten Schweizer Niederlagen seit der Schlacht von Marignano (1515). Was Fink danach zu sagen hatte, hinterlässt die grosse Ratlosigkeit: «Letztlich kann man mit der Leistung sogar zufrieden sein. Nur mit dem Resultat nicht.» – Für ein ähnliches Statement würde Christian Gross von der deutschen Boulevardpresse geteert und gefedert.

Ärgernis Kunstrasen

Thomas Renggli am Dienstag, den 14. September 2010

In den neuen Schweizer Fussball-Arenen in Luzern, Thun oder Schaffhausen wird bald auf Kunstrasen gespielt. Eine Dummheit. Das zeigen auch zwei Beispiele, wo man zur Einsicht gekommen ist.

Der neue YB-Chef Ilja Kaenzig hat in den ersten Wochen seiner Berner Amtszeit nicht viel lachen: Zuerst die verpuffte Parforceleistung im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen die Tottenham Hotspurs, dann die ernüchternde Bilanz in der Meisterschaft (im Vergleich zum Vorjahr fehlen den Bernern 13 Punkte) und zuletzt der dramatische Zwischenfall von Abwehrchef Dudar. Trotzdem setzt Kaenzig in den Medien ein Zeichen, das für die Zukunft des Schweizer Fussballs von grosser Bedeutung sein kann – und für die meisten Spieler, Trainer und Fans ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk darstellt: „Die Rückkehr zum Naturasen steht auf unserer Traktandenliste ganz oben“, sagt der frühere Bundesliga-Manager (Leverkusen, Hannover) gegenüber der „NZZ am Sonntag“ zur infrastrukturellen Ausrichtung im Stade de Suisse.

Damit lanciert Kaenzig eine Diskussion neu, die je länger je mehr auf eine bürokratische Ebene abgeglitten ist – in der vor allem die ökonomischen und nicht die sportlichen Gedanken eine Rolle spielen. Sowohl in Bern als auch in Neuenburg beruhte der Entscheid zugunsten des Kunstrasens auf wirtschaftlichen Kriterien. Der Erwerb und die Installation einer künstlichen Unterlage kosten zwar rund dreimal mehr (ca. 1 Mio. Franken) als bei einem Naturrasen, aber in Sachen Pflege und Haltbarkeit zahlt sich die Investition aus. Im Zürcher Letzigrund betragen die Kosten für die Rasenerneuerung nach den U2-Konzerten 250‘000 Franken.

So wollen auch die Verantwortlichen in Luzern im neuen Stadion einen Kunstrasen ausrollen. Gleiches gilt für die neuen Arenen in Thun und Schaffhausen. Im Norden von Frankreich (Lorient, Nancy) hat man sich aus klimatischen Überlegungen für Plastikgras entschieden.

Sportlich läuft die Argumentation in die gegenteilige Richtung. Ausserhalb von Bern und Neuenburg bekennt sich momentan kaum ein Schweizer Fussballer zum Kunstrasen. Plastik mag als Trainingsunterlage im Winter eine hervorragende Alternative sein. Als echter Rasenersatz wird er sich in unseren Breitengraden aber nie durchsetzen – zu sehr verändert sich das Spiel auf der schnelleren und härteren Unterlage. Zu keimfrei und synthetisch wirkt das Geschehen aufs Publikum.

Der Zwiespalt kommt auch in der Haltung der Fifa zum Ausdruck. Der internationale Verband hat sich die Förderung des Kunstrasens zwar auf die Fahne geschrieben, dennoch musste er zurückbuchstabieren. Die vor Jahren geäusserte Absicht von Präsident Joseph S. Blatter, die WM 2010 in Südafrika auf Kunstrasen auszutragen, wurde stillschweigend auf dem Komposthaufen deponiert.

Selbst in der fussballerischen „Retorten-Hochburg“ von Red Bull Salzburg hat man das synthetische Zeitalter beendet. Seit diesem Sommer wird in der Mozartstadt wieder auf Naturrasen gespielt. Freuen tut dies den österreichischen Verband. Ab sofort kommt die Red Bull Arena wieder für Länderspiele in Frage.

Auch in der Schweiz muss man über die Bücher. Es kann nicht sein, dass die Super League die einzige ernstzunehmende Liga südlich des Polarkreises ist, in der das Plastikgras fast ebenso üppig spriesst wie der Naturrasen. In Zürich liegen sich die beiden A-Klubs schon auf Vorrat in den Haaren. FCZ-Boss Ancillo Canepa sagt: „Wir vom FCZ sind klar der Meinung, dass im neuen Stadion auf Naturrasen gespielt werden soll.“ GC-Verwaltungsratspräsident Urs Linsi, ein altgedienter Fifa-Funktionär, dagegen kontert: „Kunstrasen ist die Zukunft des Fussballs.“

Anders als in Bern ist diese Diskussion in Zürich allerdings von virtueller Natur. Bevor man über die Spielfeldunterlage diskutieren kann, braucht man ein Stadion. Und das wächst in der Zürcher Bürokratie bekanntlich noch langsamer als Kunstrasen.

Plädoyer für Leoni

Thomas Renggli am Montag, den 13. September 2010


Der FCZ kann nach dem 3:1 in Thun der Fortsetzung der Meisterschaft gelassen entgegenblicken. Mit dem vierten Saisonsieg hat er sich in der Spitzengruppe etabliert. Wer den Match gesehen hat, dem wurde schnell klar: Die individuellen Leistungen deuten darauf hin, dass im Letzigrund eine vielversprechende Gruppe zusammenwächst. Die jugendlichen Aussenläufer Koch und Rodriquez bringen frischen Wind und Tempo ins Spiel, im zentralen Mittelfeld ist Kukuruzovic ein grosses Versprechen. Und im Sturm hat der Tunesier Amine Chermiti seine spielerische Klasse und läuferische Eleganz erstmals demonstriert. Mit zwei Assists und einem Tor war er der Machtwinner.

Und trotzdem sieht sich Trainer Urs Fischer mit einer grossen Baustelle konfrontiert – einer, die er selber geschaffen hat, die das neue Glück im Stadtklub akut gefährdet. Die Rede ist von der Torhüterposition. Aufgrund seiner WM-Teilnahme hat der langjährige Stammkeeper Johnny Leoni den Grossteil der Vorbereitung verpasst. Es war deshalb legitim, dass Andrea Guatelli, die stets loyale Nummer 2, zum Saisonbeginn den Vortritt erhielt. Spätestens nach dem Auftritt im Berner Oberland ist nun aber eine Situationsanalyse angesagt – und die kann nur zu einem Schluss führen: Guatelli – physische Präsenz hin, Ausstrahlung her – ist mehr Sicherheitsrisiko als Lebensversicherung.

Trotz seiner hünenhaften Gestalt (197 cm) offenbart er bei Standardsituationen und Flanken beängstigende Schwächen – eine Tatsache, die beim Stadtklub eigentlich bekannt sein müsste. Schliesslich hatte Guatelli schon zu Beginn der vergangenen Saison (als Leoni verletzt war) seine Chance erhalten. Nach dem verkorksten Meisterschaftsstart und dem Debakel im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Maribor (mit Guatelli als tragisch-komischem Hauptdarsteller) zog der damalige Trainer Bernard Challandes aber die Notbremse und stellte die alte Torhüter-Hierarchie wieder her.

Fortschritte sind seither bei Guatelli nicht zu erkennen. Der Italiener schafft es kaum einmal, einen hohen Ball unter Kontrolle zu bringen, sondern interveniert praktisch immer mit den Fäusten. Das sorgt für unberechenbare Querschläger und verunmöglicht einen kultivierten Spielaufbau schon im Ansatz. Nicht Guatelli, sondern ein anderer italienischsprechender Wettkampfteilnehmer hielt die Zürcher in Thun auf Erfolgskurs – der deroutierte Schiedsrichter Massimo Busacca mit seinen kurzsichtigen Assistenten.


Guatelli patzt gegen Maribor.

Es ist aus FCZ-Sicht zu hoffen, dass Urs Fischer genauer hingeschaut hat als das Schiedsrichter-Trio. Dann wird er bis zum nächsten Meisterschaftstermin – am übernächsten Samstag zuhause gegen Basel – nicht darum herumkommen, die Goalie-Frage neu zu stellen. Dass Leoni mit seinen ständigen Abwanderungsgedanken auf dem Letzigrund Sympathien verloren hat, darf nicht das Hauptthema sein – auch nicht, dass er punkto Charisma im Schatten von Guatelli steht. Nur die sportlichen Fakten dürfen zählen: Und die sprechen eindeutig für Johnny Leoni.

Der 26-jährige Walliser ist der erfolgreichste FCZ-Goalie seit dem legendären Karl Grob. Er wurde dreimal Meister und gehörte in der vergangenen Rückrunde zu den wenigen Spielern der Mannschaft, die nicht komplett den Boden unter den Füssen verloren. Sein WM-Aufgebot war kein Zufall. Dass ihm nun in Zürich aber ausgerechnet der Abstecher nach Südafrika zum Verhängnis werden könnte, ist schon fast absurd und steht im krassen Widerspruch zum Leistungsgedanken, der im Spitzenfussball eigentlich gelten müsste.

Sforza sollte bei GC aufhören

Thomas Renggli am Freitag, den 10. September 2010
Geniesst bei GC einen suboptimalen Rückhalt: Ciriaco Sforza.

Geniesst bei GC suboptimalen Rückhalt: Ciriaco Sforza.

Die Grasshoppers geniessen ein wettkampffreies Wochenende – nicht ganz freiwillig allerdings. Das Zürcher Gastspiel der irischen Rockband U2 lässt im Letzigrund keinen Platz für Triviales wie Super-League-Fussball. Trotzdem überraschte die Medienstelle des Rekordmeisters diese Woche mit einer Meldung von der Personalfront: «Wir haben uns in gegenseitigem Respekt vor der gemeinsamen Vergangenheit und in freundschaftlicher Verbundenheit entschieden, vorerst eigene Wege zu gehen.» Was wie die übliche Floskel nach der Entlassung eines führenden Angestellten tönt, hat diesmal einen anderen Hintergrund. Die Breaking-News betrifft die Beziehung von Cheftrainer Ciriaco Sforza und dessen Ehefrau Nicole. Wayne Rooney pflegt ähnliche Fälle weniger formell zu lösen.

Sforza am Scheideweg. Im Privaten – aber auch im Beruflichen. Denn bei den Grasshoppers gibts für ihn nichts mehr zu gewinnen. Hatte der Aargauer den darbenden Nobelklub in der vergangenen Saison trotz wirtschaftlichem Gegenwind, notorischem Personalengpass und Liebesentzug des eigenen Publikums sensationell auf den dritten Platz geführt, musste er diesen Sommer faktisch wieder von vorne anfangen. Das GC-Krisenmanagement lässt keine andere Wahl, als die hoffnungsvollsten Spieler jeweils sofort auf den Transfermarkt zu werfen. Ben Khalifa, Seferovic, Lulic und Zarate verliessen den Klub. Das spülte dem Generalbevollmächtigten Urs Linsi zwar geschätzte fünf Millionen Euro in die Kasse, hinterliess sportlich aber die grosse Leere. Nach sieben Runden stehen die Grasshoppers mit bloss sechs Punkten zu Buche – und angesichts der Spielplankonstellation (die hinter ihnen klassierten Teams aus Neuenburg und St. Gallen spielen gegeneinander) droht ihnen an diesem Wochenende sogar der Fall auf den Barrageplatz.

Sforza bleibt nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen: «Dieser Punkt ist Gold wert», sagte er nach dem biederen 1:1 in Bellinzona. Dass der Goldpreis derzeit über 40‘000 Franken pro Kilo liegt, ignorierte er tapfer.

Wichtiger Bestandteil von Sforzas Arbeit: Trösten der Nachwuchsspieler.

Wichtiger Bestandteil von Sforzas Arbeit: Trösten der Nachwuchsspieler.

Sforza steckt mit GC in der sportlichen Sackgasse – ohne grosse Perspektive auf einen baldigen Turnaround. Der verletzungsbedingte Ausfall von Captain Boris Smiljanic verschärft die Situation ebenso wie das knappe Scheitern in der Qualifikation zur Europa League. Dieser Wettbewerb hätte zwar nicht den grossen Geldregen ausgelöst, aber mit Einnahmen von circa fünf Millionen Franken wenigstens einen Teil des strukturellen Defizits gedeckt.

«Wir müssen langfristig planen», sagt Sportchef Georges Perego bei jeder Gelegenheit. Die Worte müssen in Sforzas Ohren wie Hohn und Spott klingen. Wie soll man langfristig planen, wenn die erste Mannschaft für den eigenen Nachwuchs zum Durchlauferhitzer im Sinne der finanziellen Symptombekämpfung verkommt? Diese Frage wird sich je länger je mehr auch Ciriaco Sforza stellen. Der Erfolgsmensch, der als Spieler mit Bayern München zweimal die Deutsche Meisterschaft, die Champions League und den Weltpokal gewonnen hat, dürfte früher oder später die Perspektivelosigkeit seiner Sisyphusarbeit eingestehen – und froh darüber sein, dass er einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit regulärer Kündigungsfrist besitzt.

Warum Alex Frei der falsche Captain ist

Thomas Renggli am Freitag, den 3. September 2010
Alex Frei

Richtig zufrieden ist er nur, wenn er selbst im Zentrum steht: Alex Frei.

Das St. Galler Publikum steht bekanntlich nicht auf Alex Frei. Lauter als das Pfeifkonzert gegen den Nationalmannschafts-Captain in der AFG-Arena am letzten Freitag war nur das anschliessende Gejammer – vom Direktbetroffenen und dessen Umfeld. Dabei müsste der 31-jährige Goalgetter allmählich gelernt haben, mit solchen Reaktionen umzugehen – und vor allem wissen: Missgunst und Neid sind die ehrlichsten Formen der Anerkennung. Abgesehen davon könnte man vor einem Penalty auch mehr als zwei Schritte Anlauf nehmen.

Heute Abend im St.-Jakob-Park beim Schlager gegen England sind Misstöne ausgeschlossen. Einerseits gilt in europäischen Stadien mittlerweile ein Vuvuzela-Verbot, andererseits werden allfällige Nebengeräusche konspirativer Ostschweizer Elemente von der Basler Kundschaft garantiert übertönt. An der Birs wird Alex Frei noch als das angesehen, was er ist: der mit Abstand produktivste Fussballer des Landes, der allein für die Nationalmannschaft bisher 40-mal ins Tor und an der Euro 04 sogar den Nacken von Steven Gerrard getroffen hat.

Winnetou

Freis rhetorisches Vorbild: Winnetou.

Trotzdem müsste auch in Basel allmählich eine Erkenntnis gereift sein: Alex Frei ist als Captain ähnlich ungeeignet wie als Rapmusiker. Er beansprucht die Rolle des Leaders und Wortführers, aber wenn es ihm nicht läuft, verweigert er die Kommunikation (wie an der WM). In Interviews vermutet er hinter jeder Frage eine rhetorische Falle  und stuft die Journalisten prinzipiell als publizistische Meuchelmörder ein (vergleiche Tages-Anzeiger-Interview von letzter Woche). Wie Häuptling Winnetou spricht er in der dritten Person Einzahl von sich. Richtig zufrieden ist er nur, wenn er selbst im Zentrum steht. Man wird den Verdacht nicht los, dass ihm eine 2:3-Niederlage (mit zwei persönlichen Treffern) gegen England lieber wäre als ein 1:0-Sieg, bei dem er den Jubel über das entscheidende Tor Eren Derdiyok überlassen müsste.

Frei tritt jeden Corner und jeden Freistoss, fordert den Ball bei jeder Gelegenheit. Doch gegen aussen entsteht der Eindruck – weniger wäre mehr. Der Stürmer würde sich selbst den grössten Gefallen tun, wenn er einen Teil der Verantwortung delegieren und sich so selber aus der Schusslinie nehmen würde.

Dazu müsste in letzter Konsequenz die Abgabe der Captain-Binde gehören. Es ist allerdings kaum anzunehmen, dass Frei diesen Schritt je von sich aus tun wird. Zu gross ist sein Ehrgeiz, zu ausgeprägt sein Selbstwertgefühl. Auch Hitzfeld wird sich hüten, in dieser Angelegenheit eine neue Baustelle aufzutun. Denn er weiss genau: In einem Kader, in dem treffsichere Spieler ähnlich selten sind wie FCB-Fans in St. Gallen, kann er es sich nicht leisten, Alex Frei zu vergraulen.

Die Zeit wird dieses Problem allerdings lösen – und Hitzfeld (oder seinem Nachfolger) neue Optionen in die Hand spielen. Dann muss auch die Captain-Frage neu gestellt werden und die Verantwortung jenem Spieler übertragen werden, der als einziger permanent Weltklasse verkörpert und in jeder Beziehung der grösste Identifikationsfaktor ist – egal, ob er in Basel im Tor oder in Wolfsburg in einem Gebärsaal steht: Diego Benaglio.