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Messi zu PSG?

Annette Fetscherin am Donnerstag den 25. Juli 2013
Messi's Friends' Lionel Messi smiles as he stands on the field against the Rest of the World during the first half of the Messi and Friends charity soccer exhibition, Saturday, July 6, 2013 in Chicago. Messi's Friends won 9-6.  (AP Photo/Brian Kersey)

Ab wie viel Geld würde sich Messi zu einem Tranfser bewegen lassen? Bild oben: Lionel Messi an einem Wohltätigkeitsturnier, 6. Juli 2013. (AP Photo/Brian Kersey)

Dies mal vorweg: Nein, Messi geht nicht zum PSG. Zumindest nicht heute und morgen. Dies ist genauso eine Falschmeldung wie hunderte andere in den Tagen wo nur das Geschlecht des royalen Babys zu mehr Spekulationen anregte, als die Transferaktivitäten der europäischen Topclubs. Jawohl, Topclub. Spätestens seit der katarische Scheich Nasser Al-Khelaifi sein Geld in den Pariser Verein buttert, werden in der französischen Hauptstadt finanzielle Grenzen gesprengt.

Und plötzlich steht mit dem Russen Dmitri Rybolowlew noch ein weiterer Player mit scheinbar unerschöpflichen Mitteln auf dem Parket. Frankreich rüstet auf. Wird die Französische Liga plötzlich die Deutsche und die Spanische an europäischer Bedeutung überholen? Wird die AS Monaco der FC Barcelona der Zukunft, der PSG so erfolgreich wie Bayern München?

Paris Saint Germain's club president Nasser al-Khelaifi (R) and Uruguay's soccer player Edinson Cavani pose after a news conference at the Parc des Princes stadium in Paris July 16, 2013. Paris St Germain signed last season's Serie A top scorer Edinson Cavani from Napoli on a five-year contract, the French Ligue 1 champions said on Tuesday.    REUTERS/Charles Platiau  (FRANCE - Tags: SPORT SOCCER) - RTX11OK2

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi (r.) präsentiert den neuen Spieler Edinson Cavani, 16. Juli 2013. (Reuters/Charles Platiau)

Scheich Nasser Al-Khelaifi vom PSG könnte die 250 Millionen Euro für die Ausstiegsklausen von Lionel Messi offensichtlich locker auf den Tisch legen. Und hat bereits damit gedroht, es zu tun. Doch Lionel Messi bekennt sich wie kaum ein anderer im Business immer wieder zum FC Barcelona und betont, er wolle für keine anderen Farben spielen. Es wäre spannend zu sehen, bei welcher finanziellen Grenze seine Clubliebe erlischt.

Rund einen halben Messi hat Katar-Paris in dieser Saison bereits in die Transfers von unter anderem Edison Cavani und Lucas Digne investiert. Konkret 111 Millionen Euro.

Dabei steht man sogar noch hinter dem Monaco-Russen an, der 144 Millionen rausgeschleudert hat, 60 davon allein für Falcao.

AS-Monaco-Neuzugang Radamel Falcao.epa03798706 Monaco's Colombian forward Radamel Falcao takes part in a training session of AS Monaco in La Turbie, near to Monaco southeastern France, 23 July 2013.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Auch Monaco hat potente Geldgeber: AS-Monaco-Neuzugang Radamel Falcao, 23. Juli 2013.(EPA /Sebastien Nogier)

Wohin führen diese Summen den französischen Fussball? Der PSG hat in dieser Saison den Meistertitel zu verteidigen. Die AS Monaco wird mit einer völlig neu zusammengewürfelten Mannschaft versuchen, dagegenzuhalten. Doch beide haben grössere Ziele. Russe wie Katarer sehen in der Zukunft die Sterne der Champions League glitzern. Der PSG hat letztes Jahr mit dem Erreichen der Viertelfinals gegen Barcelona schon einmal eine Duftmarke gesetzt. Doch noch war die Truppe nicht so weit. Veränderung braucht eben nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Doch dieses Jahr dürfte der PSG wieder etwas mehr gereift sein. Gejagt vom plötzlich aufgetauchten Rivalen AS Monaco in einer Liga, in der die Konkurrenz auszugehen drohte? Gibt es bald eine erneute Wachablösung auf dem europäischen Fussballthron?

Und immer wieder brennt sie im Hinterkopf, die zugegeben etwas absurd anmutende Frage: Was wäre wenn? Wenn sich ein Nasser Al-Khelaifi in einen Schweizer Club verlieben würde? Wenn er sein Taschengeld in den FC Winterthur oder den FC Lausanne-Sport stecken würde? Kein tschetschenischer Hochstapler, sondern einer, bei dem die hunderten von Millionen, die er in Megastars investiert, auch tatsächlich auf dem Konto schlummern. Wie würde es unsere Liga verkraften, wenn ein Verein plötzlich das Potenzial und Kader hätte, nach den Sternen des Champions-League-Titels zu greifen? Surreal, ja. Aber das sind sie auch, die Ultrareichen, die Frankreichs Liga aufmischen.

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21 Kommentare zu “Messi zu PSG?”

  1. Caratt sagt:

    Da kann man nur noch den Kopf schütteln, diese Leute würden mit ihrem Geld besser etwas für die Armen dieser Welt machen. Ich find’s widerlich. Da werden mir ja die Bayern richtig sympathisch.

    • Bruno sagt:

      Verschenken Sie Ihr Geld den auch an die Armen? Regelmässig in intervallen, dass es auch wirklich nützt? Eine Patenschaft eines Kindes oder einer Familie etwa?
      Ich glaube nicht. Wieso sollte es dann ein Milliadär tun? Ausserdem schafft er mit seinem Reichtum Arbeitsplätze, wenn er es den ausgibt, was man von Ihnen bestimmt nicht behaupten kann.

    • falcao sagt:

      Aber ehrlich. Danke Caratt.

    • Caratt sagt:

      Bruno, du hast nichts begriffen, gar nichts – und ja, ich verschenke einen Teil meines bescheidenen Einkommens, aber ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen. Widerlich finde ich es trotzdem. Und ein paar Arbeitsplätze für überzahlte Fussballer schaffen ist nicht wirklich lobenswert.

      • Martin sagt:

        Ganz deiner Meinung, Caratt. Ich finde es auch widerlich.
        Bruno hat leider echt nichts begriffen, aber vielleicht lernt er im Laufe der Zeit noch dazu. Man kann’s nur hoffen.

      • Andy D sagt:

        @Caratt: Wer sagt denn, dass der Scheich für die Armen dieser Welt nicht auch was macht? Ziemlich frech, Ihre Unterstellung hier! Und natürlich, nur weil der Herr Milliardär (und Abzocker?) ist, masst man sich an ihm zu sagen wie er sein Geld auszugeben hat. Bin mir sicher, sie mögen’s auch gerne wenn man ihnen sagt wie sie ihr Geld ausgeben sollten…

      • Danny Kindasport sagt:

        @ Caratt und die Bayern werfen nicht um sich mit Geld? Wie viel ist diese Truppe denn Wert und wer ausser der BVB kann bei diesem Wettrüsten in der BL noch mithalten?

  2. El Maestro sagt:

    Nun ja, streng genommen müsste Messi nach einem Wechsel zu PSG auch nicht in “anderen Farben spielen”. Zudem dürfte diesen mutmasslichen Steuerhinterzieher ein Wechsel nach Monaco mehr reizen.
    Aber Spass beiseite – Wann und inwiefern greift eigentlich Financial Fairplay?

    • Dario Piemontese sagt:

      Das FFP greift beim PSG offensichtlich nicht. Der Club bezieht sich dabei auf eine Ausnahmeregelung, welche, Platini sei Dank, bei gewissen Clubs sehr grosszügig ausgelegt wird. Diese Regel besagt, dass ein Defizitärer Club seine Lizenz für die Europäischen Wettbewerbe dann nicht verliert, wenn seine Bilanz eine positive Tendenz aufweist. Will heissen: Schmeiss im Jahr 1 so viel Geld aus dem Fenster wie du nur kannst und in den folgenden Jahren immer etwas weniger. Hurra!

    • Angelo sagt:

      Naja, für mich sind sie auch ein mutmasslicher Steuerhinterzieher….

  3. Auguste sagt:

    hmm…, genau genommen, waren rainer e. gut und fritz gerber damals bei gc ja auch keine chorknaben in sachen sinnlos geld versenken. das resultat blieb allerdings weit hinter den hoffnungen zurück. tatsächlich ist gc wohl DER sozialistische sünden- und freifall des zürcher wirtschafts-freisinns. mehr blamieren sich die heute nur noch, beim wahlzettel ausfüllen.

    genau betrachtet, trennen nur ganz dünne linien scheiche, oligarchen und freisinnige zürcher oder freigiebige baslerinnen. sepp blatter hat schon recht, wenn immer er wieder mal die verbindende kraft des fussballs hervorhebt: altes geld, neues geld, petro-dollars, gestohlenes staatsvermögen – die vereinskasse behandelt alle gleich und nimmt und verbrennt es.

    zum löschen und zur abkühlung sollen schon hohe vereinsfunktionärinnen mit der mannschaft baden gegangen sein. das stünde dem russen von der côte noch bevor, aber dagegen spricht wohl die ausgeprägte homophobie dieser leute. kein wunder, wer damals breschnew und honecker sich küssen (das war ein zungenkuss – jede wette) sah, der kann gar nicht anders.

    die abscheuchlichkeit des ganzen theaters zwingt schon fast zum hinschauen. la ligue 1 – das dschungelcamp des fussballs.

    • Andy D sagt:

      Auguste, ich finde du solltest einer der Blogger hier sein! Deine Kommentare sind immer wieder ein Genuss!

  4. Loris Frei sagt:

    Naja……die französische Liga soll was überholen? Schielt man ennet den Gotthard und schaut wie sich die Serie A am aufsrüsten ist, (Juve, Florenz, Neapel, AS Rom) um nur einige zu nennnen, bezweifle ich das die League 1 was überholt. Wenn schon die Buli denn da kommt nach den Bayern und evtl. Dortmund lange gar nichts.

  5. D. Hugentobler sagt:

    Wenn es nur um die Farben geht, dann kann Messi ja auch zum FC Basel gehen.
    Solange er mit Barca Titel holt wird er kaum dort weggehen. Anders sieht es vermutlich aus, wenn die Katalanen mal 2 oder 3 Jahre ohne Titel dastehen.

  6. Reto H. sagt:

    Das selbe Geschäftmodell wurde ja auch vor Jahren in Basel praktiziert.
    Im Gegensatz zu PSG und Scheich Nasser Al-Khelaifi war es halt die deutsche Frau Oeri, die den Club mit Geld zugeschüttet hat und zu dem gemacht hat was er heute ist.

    • Hans Meier sagt:

      Nur hat Frau Oeri vor allem in den Nachwuchs investiert und damit nachhaltig gearbeitet. Die Früchte (Shaqiri, Xhaka, …) bringen dem Verein ihrerseits wieder Geld (sportliche Erfolge, Transfers). Der FC Basel braucht keinen Geldgeber mehr, der jedes Jahr das Defizit deckt, wies bei anderen Vereinen gerne geschieht.

  7. Hans Klemm sagt:

    Die Geschichten mit der kompletten Vereinsübernahme einer einzigen Person, die dann gegen eventuell ähnliche Absichtversuche anderer Reicher förmlich ein Kräftemessen der finanziellen Möglichkeiten durch Zukäufe in utopischer Höhe eher in Betracht zieht, als im sportlichen Kräftemessen möglichst die Nase vorn zu haben, nimmt immer groteskere Züge an!
    Das kann doch nicht die Zukunft sein! Wo sind wir eigentlich hingekommen?

    Die Schweiz kann doch eigentlich nur froh sein, dass sie von dieser scheinbar “unheilbaren Krankheit” bisher im Großen und Ganzen verschont blieb, obwohl der exentrische Alleinherrscher, CC” als Präsident des FC Sion ständig schon seit Jahren genug für allgemeine Aufregung und totale Unruhe sorgt, nun auch bei den eigenen Spielern und Fans!

    In Deutschland versucht man mit der Umgehung von bestehenden Gesetzen einzelne Vereine trotzdem mehr zu fördern als erlaubt ist (z. B. Hoffenheim, Rasenballsport Leipzig) . Aus welchen Fonds Bayern München das unnormal hohe Geld für seine Neuverpflichtungen bestreitet, wissen nur deren dafür Verantwortliche! Bei diesem Club, wo der “Wunder-Pep” als Trainer bestimmt schwierigen Zeiten entgegensehen könnte, wenn es nicht so, wie zuletzt einmal läuft ! Der kürzliche “U. Hoeneß -Cup” war schon eine komische Nummer, denn ausgerechnet beide Präsidenten der beiden FC B – Kontrahenten warten als “Hauptpersonen” auf ein gerichtliches Verfahren, das die jeweiligen Staatsanwälte schon seit Monaten vorbereiten……..

  8. Thibaut sagt:

    Ja, ja, ja!
    Ihr schaut auch alle lieber topmannschaften als irgendwelche clubs! Was regt ihr euch auf? Nur weil psg aufrüstet? Was ist dann mit barça oder real??? Die sollen gesund sein? Bayern mit hoeness???? Gesund???? Die ligue 1 kann und darf auch top werden!!!!! Was stört das! Und unsere banken??? Ist das besser???

  9. Thibaut sagt:

    Ach ja, wir sind alle heilig und die anderen die bösen! Die reichen sind ja so schlecht! C’est la vie et ici c’est paris! Immerhin haben sie sich getraut die ultras vom stadiongelände zu entfernen! Unsere gurkenliga bringt nicht mal 2678 zuschauer unter kontrolle! Also geht zurück in die 80er und geniesst würschtli uf äm brügglifäld!!!!!