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Gurken- und Nietenliga?

Thomas Kobler am Montag den 22. Juli 2013
Marco Streller von Basel, rechts, kaempft um den Ball mit Daniel Pavlovic von GC, im Fussballspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Basel, am Sonntag, 21. Juli 2013, im Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der FCB scheint nicht mehr so souverän: Basel-Spieler Marco Streller (r.) kämpft mit Daniel Pavlovic von GC um den Ball, 21. Juli 2013. (Keystone/Ennio Leanza)

Wer abschätzig über die Super League urteilt, dem erschliesst sich die im Detail innewohnende Schönheit nicht. Oder man kultiviert dumpfe Polemik, weil man vom grosse Ligen-Schauen Mass und Ziel aus den Augen verloren hat. Trotz ihrer Unzulänglichkeiten ist die Super League eine sportlich interessante, ja sogar spannende Meisterschaft. Auch wenn es in den letzten Jahren einen dominanten Verein gegeben hat, so musste dieser oft genug bis in die letzten zwei, drei Runden strampeln, bevor der Meisterpokal auf dem Balkon am Barfüsserplatz in die Höhe gereckt werden konnte.

Wie es diesmal ausgehen wird? Keine Ahnung, ich bin nicht Madame Etoile. Was sich aber schon nach den ersten beiden Runden der neuen Meisterschaft  andeutet, ist ein wahrscheinlich zweigeteiltes Rennen:

Die Torschuetzen Artur Ionita, vorne, und Remo Staubli vom FC Aarau jubeln, beim Super League Spiel zwischen dem FC Aarau und dem FC Luzern, am Samstag, 20. Juli 2013, auf dem Bruegglifeld in Aarau. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Der FC Aarau wird kaum um die vorderen Plätze mitkämpfen: Aarau-Spieler Artur Ionita feiert ein Tor gegen Luzern, 20. Juli 2013. (Keystone/Sigi Tischler)

Aarau, Lausanne, Luzern, Sion und St. Gallen werden den Abstieg unter sich ausmachen, und die andern fünf die Meisterschaft und die europäischen Plätze. Weil den Clubs dieser Gruppe entweder ein Spielmacher, ein Torjäger oder beides fehlt, werden sie mit den vorderen Rängen nichts zu tun haben.  Auffallend ist allerdings, dass keine dieser Mannschaften in den Direktbegegnungen untereinander chancenlos ist, und deshalb steht möglicherweise ein pickelharter Abstiegskampf an,  in dem jeder Punkt zählt. Das werden vermutlich nicht die schönsten Spiele werden, aber weil in dieser Gruppe Niederlagen gegen die andern Abstiegskandidaten verboten sind, müssten das Kämpfe auf Biegen und Brechen werden. Das hat durchaus auch seinen Reiz und Spannung.

Der FCB hat sich gegenüber der Rückrunde nominell kaum verstärkt (Delgados Einfluss später muss abgewartet werden). Kurze Rückblende: Gegen GC verlor Basel den Cup und fast auch die Meisterschaft. Gegen den FCZ seit Jahren erstmals wieder ein Spiel und auch Thun bezwang die Basler am 17. und erzwang ein Remis am 28. Spieltag. Weil jetzt YB auch nicht mehr grossspurig von Phasen fabuliert und Spieler, die nicht das Erwartete brachten, sogar noch für gutes Geld loswurde und Stabilität zukaufen konnte, gibt es unter meinen Top-Fünf vier Clubs, die Rot-Blau wahrscheinlich eher näher gekommen sind. Und wie weiss doch der Volksmund: Viele Jäger sind des Hasen Tod.

Fabian Frei von Basel, Mitte, kaempft um den Ball mit Anatole Ngamukol, rechts, und Nassim Ben Khalifa, rechts, von GC, im Fussballspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Basel, am Sonntag, 21. Juli 2013, im Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

GC will an Basel dranbleiben: Fabian Frei (M.) wird von GC-Spielern Anatole Ngamukol (l.) und Nassim Ben Khalifa in die Mangel genommen, 21. Juli 2013. (Keystone/Ennio Leanza)

Einen Vorgeschmack lieferte gestern die Cup-Final-Revanche im Letzigrund. Der personell  weiterhin etwas schwindsüchtige GC wurde gleich im zweiten Spiel auf Herz und Nieren geprüft. Sie bestanden den Test mehr als ordentlich. Gegen ballsichere, aber kreativ unauffällige Basler zeigten die Grasshoppers die bessere Spielanlage. Skibbe machte den Aussenverteidigern Beine und Ben-Khalifa hat endlich das Spiel vor sich. Das Resultat war zwar nur ein für den FCB schmeichelhaftes Unentschieden, aber Murat Yakin wird die Botschaft verstanden haben. Und der Grund für Delgados Rückkehr ist alles andere als Sentimentalität: Das Basler Mittelfeld könnte schon länger einen zünftigen Schuss Spielwitz vertragen. Das war trotz Hitze prima Sommerfussball gestern.

Super League oder doch Gurkenliga, wie siehts aus, Sportsfreunde?

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58 Kommentare zu “Gurken- und Nietenliga?”

  1. Hugo Allmen sagt:

    Ich denke es ist noch zu früh etwas darüber zu sagen. Der FCB ist noch am System testen, hat man gestern klar gesehen. GCZ hat gestern durch Einsatz und Willen überzeugt. Basel hat nicht mehr als 50% seiner Leistungsvermögens gezeigt, daher ist der Punkt doch eher erstaunlich, wenn man bedenkt dass der FCB auch ohne MF…(verletzt, noch in der Pause) gespielt hat. Denke aber diese Saison wird klarer für den FCB ausgehen als letzte davon bin ich überzeugt.

    • Paulo Mino sagt:

      Ich hoffe dass wenigsten sie an das glauben was sie da sagen. So ein Blödsinn, von wegen 50% ihres Leistungsvermögens. Legen sie mal die Rotblaue Brille bei Seite und sie werden erkennen, dass das mind. 80-90% ihres Leistungsvermögen war. Und egal wer da fehlt beim FCB, es heisst ja immer, die Basler Bank ist so gross und so gut bestückt, so kommen sie mir nicht mit solchen Ausreden. Und das mit dem klarer ausgehen warten wir mal erst ab, denn zuerst müssen sie den Titel noch holen und auch das ist nicht sicher.

      • Hugo Allmen sagt:

        Was für eine Ausrede ?!? und von wegen Rotblaue Brille ? Der FCB hat mit einer sagen wir mal uninspirierten Leistung im fremden Stadion 1 Punkt geholt. Mir schon klar dass dies in der Euphorie die das Spiel gestern für einen GCZ Anhänger ausgelöst hat provozierend wirken kann. War aber nicht meine Absicht ! Kann Sie aber beruhigen, die Aussage an sich war aber mein ernst.

        • Paulo Mino sagt:

          Bin aber kein GC-Fan und sie offenbar auch kein Realist, sonst würden sie da nicht von 50% abgerufenem Leistungsvermögen sprechen, da ist def. noch die Rotblaue Brille auf.

  2. Speedway sagt:

    Sehe es auch so, dass die Gurkenliga als solche genannt wird, sobald der gewünschte Verein/Club nicht in die Gänge kommt und man sich dann mit Bundesliga, Prima Division Federn etc. schmecken möchte. Bayern, Barcelona Shirt statt FC Luzern oder FC Zürich. Im weiteren bestätigt der CH-Klubfussball von Jahr zu Jahr, dass er zumindest solides/vorderes Mittelfeld zu den reslichen Europäischen Ligen ist (sagen wir mal hinter England, Italien, Deutschland, Spanien und Frankreich beginnt für mich das Mittelfeld). Dies Dank des viel geschmähten FCB aber auch sonstigen isolierten Leistungen anderer CH-Vereine, Zudem gehen Jahr zu Jahr neue Talente in die ausländischen Ligen. Auch qualifiziert sich die CHNati seit den letzten ca. 15 Jahren regelmässig für ein int. Turnier. Ergo, ich stimme mit der Conclusion des Autos überein aber sehe die Gründe wie erwähnt einwenig anders. Wie gut nun die Konkuzrrenz vom FCB ist, wird sich noch weisen und ich würde die Leistungen von GC nicht schmälern wollen, aber ausser der Cupsieg wurde noch nichts erreicht und beim 3. letzten Meisterschaftsspiel wurde die Meisterschaft nur mit xtrem viel Glück vertagt. Deshalb war er es gestern die viel erwähnte Ausgleich der Gerichtigkeit. Aussderdam erwartet kein realistischer Anhänger seines Clubs, dass er jeweils mit 10 Punkten Meister wird, sondern freut sich jeweils um gewonnene Titel (sei es nur um 1Tor). Alles andere wäre dekadent.

  3. Buschbrenner sagt:

    Nun Herr Kobler, ich würde diese zwei Spieltage nicht überbewerten! Schauen Sie den Start des FCB in den vergangenen Jahren an! Dann sind diese 2 Spiele sowohl bezüglich Ausbeute wie auch Leistung eher über dem Durchschnitt. Was den Spielwitz im Mittelfeld betrifft; welcher andere Verein kann schon vor den beiden Spielen kommunizieren, dass ein Diaz bewusst noch nicht eingesetzt wird weil er einen ordentlichen Aufbau haben soll! Ob das Mittelfeld mit Adili, Andrist, Delgado, D. Degen, Diaz, Elneny, Frei, Jevtic, Salah, Serey Die und Stocker wirklich zu schwach besetzt ist mag ich zu bezweifeln.

    • Paulo Mino sagt:

      Herr Buschbrenner, wieso erwähnen sie das mit Diaz eigentlich überhaupt, das ist doch bei so einem grossartigen Klub wie’s der FCB ist, doch nicht nötig. Die habe ja sooooo eine Breite (hunderttausend Mal von FCB-Spieler u. Anhängern gehört) in ihrem Kader oder ist das nicht der Fall, dass dies hier ihrerseits Erwähnung finden musste !?

      • Hugo Allmen sagt:

        Ja, Herr Mino, dies wurde auch noch nie von jemanden bestritten. Die breite des Kader sucht schweizweit gleichwertiges. Das Resultat in den ersten 2 Spielen zeigt dies ja eindrücklich. Ohne die besten MF Kracks ein Punkt beim von den Medien als Titelaspirant eingestuften GCZ zu holen spricht für sich.

    • TK sagt:

      Ich sage mit keinem Wort, dass das Basler Mittelfeld ungenügend besetzt ist, aber Spielwitz – das Ueberraschende – das ja auch der Trainer immer wieder anstrebt, sucht man dort schon seit längerem vergebens, Buschbrenner Ruedi. Stocker und Salah sind keine Mittelfeldspieler, das sind astreine Aussenstürmer, deren Wert hauptsächlich in der Aktion aufs Tor liegt. Der FCB hat viel Qualität und hohe Ballsicherheit – das sah cool aus in der gestrigen Hitze – aber daraus produziert er mir zu wenig Entscheidendes im offensiven, zentralen Mittelfeld. Deshalb auch der Delgado-Transfer. Der könnte eben genau diese Qualität ins Team zurückbringen. Warten wir’s mal ab.

      • Buschbrenner sagt:

        na dann, Sie müssen es ja wissen wer beim FCB Mittelfeldspieler und wer Stürmer ist! Der Club FC Basel 1893 vertritt laut offizieller HP eine andere Ansicht: http://www.fcb.ch/Teams, aber eben…. Darstellung des Vereins vs Blogger, soll sich jeder selber seine Meiung bilden wer über die Postion der Spieler besser Bescheid weiss.
        Zudem bin ich der Meinung, dass obgenannte Aussage “Der FCB hat sich gegenüber der Rückrunde nominell kaum verstärkt” im Widerspruch zum fehlenden Spielwitz im Mittelfeld steht. Mir jedenfalls hat es gerade in den Europa-League Auftritten (Frühling – also Zeitpunkt Rückrunde) gegen Dnjepr, Zenit, Tottenham und Chelsea nicht an Spielwitz gefehlt. Im Gegenteil, selbst in England hat man von den Basler Mittelfeldspielern oder je nach Sichtweise z.T. astreinen Aussenstürmern geschwärmt. Da sich das Personal kaum verändert hat, scheint mir hier irgendetwas nicht aufzugehen. Aber ja, warten wir die Delgado-Ankunft mal ab. Nur, diesen hat man in den letzten Jahren bereits mehrfach versucht zurückzuholen. Ob dieser Transfer also jetzt genau wegen der fehlenden Qualität im offensiven, zentralen MV getätigt wurde…

        • Werner Jockel sagt:

          Was auf der offiziellen Website steht, ist auch nicht in Stein gemeisselt. Nur weil ein Büroangestellter des FCB Stocker und Salah als Mittelfeldspieler sieht, heisst das doch nicht, dass Murat Yakin die beiden nicht offensiver als ein Mittelfeldspieler spielen lässt.

          Salah und Stocker sind sogenannte Flügelspieler, deren Aufgabe wohl mehr im Tore schiessen bzw. vorbereiten liegt, als dem Tore verhindern, oder dem verwalten des Ballbesitz (Aufgabe des Mittelfeldes).

    • Loris Frei sagt:

      Herr Mino was für eine Groll hegen Sie eigentlich gegen den FCB. Ich bin kein Basel Jünger, kann und muss aber erwähnen, dass wir dank dem FCB auf Internationaler Ebene (UEFA) mit 2 CL Plätzen (Qualifikation) gesegnet wurden.
      Noch ein kleiner Tip. Klopfen Sie an der Chefetage Ihres Vereins an und bringen denen das Konzept des FCB. Dann klappt es vielleicht auch eimal mit einem Titel. Am Namen an sind Sie italienischer Herkunft. Ist doch in der Serie A das gleiche Trauerspiel. Juventus vesuchte man zu elimnieren. Was passierte ist allen bekannt. Der Ital. Fussball degenerierte inkl. Nationalmannschaft. Juventus schaffte es in 6! Jahren aus den Trümmern wieder an die Spitze zu kommen. Und siehe da, die Azzurris sind auch wieder da. Und alle Jubeln über die Nationalmannschaft. Aber das Rückrad dieses Erfolges liegt eben bei Juve, wie bei den Eidgenossen beim FCB. Ob Sie es wollen oder nicht!

      • Paulo Mino sagt:

        Herr Frei, ich geh jetzt nicht mehr weiter auf Ihr Geschriebenes ein, nur noch soviel zu meiner Herkunft, bin kein Italiener und kein Anhänger des Ital. Fussball.
        Falls es ihnen auch schon aufgefallen ist, gibt’s in der Schweiz auch noch das Tessin und dort gibt’s halt auch ital. klingende Namen. Also ihre Tirade gegen den Ital. Fussball, viel bei mir def. nicht auf fruchtbaren Boden, denn mir ist der Ital. Fussball so lang wie breit.
        Und noch ein kleiner Hinweis, der FCB hat ja schon einiges geleistet im int. Fussball, nur ohne YB und ohne Punkte auch anderer CH-Teams, ständen wir auch noch nicht da, wo wir heute int. stehen. Also, Basel hat sicher viel geleistet, aber nicht alles wie’s viele FCB-Anhänger immer wieder sehen möchten.

  4. M Goldinger sagt:

    “Aarau, Lausanne, Luzern, Sion und St. Gallen werden den Abstieg unter sich ausmachen, und die andern fünf die Meisterschaft und die europäischen Plätze.” Genau, und falls das nicht zutrifft, schreiben Sie NIE MEHR über Fussball, versprochen?

  5. Fabian sagt:

    Superleague! Da zum ersten mal die Besten nicht gleich gegangen sind: Stocker, Sommer, Dragovic, Hajrovic, Salatic… ..und grosse dazukommen von Bergen, Delgado… ..aber vielleicht kommt leider noch der grosse Sommerschlussverkauf. Hoffen wir es nicht!

    • Paulo Mino sagt:

      Genau und alle anderen Fussballer sind nichts als nur Gurken, wollten sie uns doch verklickern !?
      Sie sind auch einer derjenigen, welche nur Superfussballer als gute Fussballer sehen und erkennen können. Ich hoffe sie liefern bei ihren Tätigkeiten auch nur Superresultate, sonst müssten sie bei ihren Mitarbeitern auch unten durch…

      • Hugo Allmen sagt:

        Ja, Herr Mino, Profifussball ist ein Leistungssport und in der Spitze zählen nur Titel ! Oder gehören sie zur Fraktion “Gewinnen ist nicht alles” Also zur Mittelmässigkeit ?

        • Paulo Mino sagt:

          Sie weichen ab Herr Allmen, ich hab sie gefragt, ob sie immer nur Spitzenresultate in ihrem Beruf abliefern, denn nur dann ist ihre Leistung zu respektieren, alles andere ist nur Nieten-Niveau.
          Aber ich glaube sie verstehen das nicht.

  6. michael sagt:

    Die schweizer Liga, man möge ihr noch so klingende Namen geben ist im internationalen Vergleich nur zweitrangig. Es liegt sehr daran, das es hier keine Finanzmagnaten gibt, die hinter den Vereinen stehen. Man könnte einen FCB oder FCZ locker auf internationales Niveau bringen, wenn man gewillt ist, richtig Geld anzufassen. fc b(arcelona) hat einen Umsatz von 500 Millionen im Jahr. So werden Sieger gemacht. Und wenn auch nur ein bis zwei Vereine dieses Niveau haben, das wirkt sich dann auch auf die anderen auf. Aber solange alle guten Spieler auswandern oder weggekauft werden, solange wird der schweizer Fussball vor sich hindümpeln

    • Thomas S. sagt:

      @michael: Den FCB auf internationales Niveau bringen? Der ist gut! Irgendwie habe ich das Gefühl, Sie haben in den vergangenen Jahren ein paar entscheidende Dinge verpasst. Nix mit vor sich hindümpeln. Aber anscheinend definieren Sie den Begriff “international” ohnehin ganz anders. Wenn Sie den Umsatz von Barcelona mit 500 Millionen Euro zum Massstab für CHer-Klubs nehmen, gibt es dem tatsächlich nichts mehr hinzuzufügen…

    • DonZamorano sagt:

      Lieber Michael, was für ein schlaues Kerlchen du doch bist. Natürlich ist unsere Liga nur zweitranigig. Natürlich kann der FCZ nicht mit Barcelona mithalten. Vergleiche doch einfach mal die Grösse der Länder. Das was die SuperLeague-Vereine zusammen an TV-Gelder erhalten, kriegt in England der Absteiger alleine. Wie um Himmelswillen kommst du überhaupt dazu Barca mit einem Schweizer Verein zu vergleichen? 99.9% aller europäischen Vereine ziehen im Vergleich mit Barca den Kürzeren..

      Sorry, Michael, bei allem Respekt aber … nur Banausen vergleichen die Schweizer Liga mit der Spanischen. Nur Banausen nennen die Super League eine Dümpelliga nur weil sie nicht so viel Glamour hat wie die Spanische. Lustig ist ja, dass viele dieser Banausen auch von der Spanischen Liga nicht wirklich viel Ahnung haben. Man sieht Barca und Real in der Champions League. Sieht die Zusammenfassungen vom Classico und malt sich so sein Bild von einer grandiosen Liga zusammen. Das die Primeria Division auch andere Spiele zu bieten hat, wird ausgeblendet. Und davon, dass in Spanien die Klubs ihre Transfers nur auf Pumb stemmen, davon hat man sowieso keine Ahnung. Man nörgelt dann lieber daran rum, dass es bei uns Fälle wie jener von Xamax oder Bellinzona gibt. Es wird dann gerne behauptet, dass solches in Spanien nicht möglich wäre. Hier beist sich Hund allerdings gehörig in den Schwanz. Würde die Liga in Spanien ihre Klubs nach den gleichen Standards prüfen wie die Liga in der Schweiz, dann müssten sie wohl 2/3 der Vereine zwangsrelegieren.

      Die Schweizer Liga hat für Ihre Grösse (!!) sehr viel zu bieten. Die Zuschauerzahlen steigen ständig, es ist spannend, in den Stadien herrscht fast überall eine gute Stimmung. Die Kurven sind stets voll. Lieber Michael, schau doch mal nach Portugal, nach Belgien, nach Oestereich und du wirst sehen, die Schweizer Liga rockt. Oder schau bzgl. Stimmung doch auch mal in England genauer hin. Da schläft einem das Gesicht ein. Der Fussball in England mag auf dem Feld sehr stark rocken, aber auf den Fanrängen ist das ein trauriges Schauspiel. In jedem Stadion der Schweiz ist stimmungsmässig mehr drin als in Englands Eliteligen. Glaubst du nicht? Dann geh mal hin, geh mal in die Stadien und bilde dir nicht nur vom Sofa aus beim Champions League gucken deine Meinung..

      • Mäse sagt:

        Sehr guter Kommentar Don. Genau getroffen. Die 1. Klassligen sind Deutschland, England, Spanien, Italien und mit Abstrichen Frankreich. Danach kommt die 2. Klasse und da müssen wir uns nicht verstecken.

      • Adriano Granello sagt:

        Ein prächtiger Kommentar, nicht etwa wegen der ungewöhnlichen Länge, sondern weil der Autor die Fakten klug analysierend auf den Tisch legt! Man stelle sich vor, ein deutsches Bundesland müsste die Meisterschaft mit 10 Clubs im eigenen Ländle austragen, etwa unser Nachbar Baden-Würtemberg, mit seinen 10,5 Millionen Einwohnern bevölkerungsmässig sogar noch etwas besser dotiert als unsere Schweiz. Da würden die Gurken NIeten nur so fliegen und in den Stadien herrschte eine vergleichbare Ebbe wie hier im hehren Käseland. Mit anderen Worten: Das Gebotene KANN folgerichtig nicht super sein, aber (fast) jeder Akteur ist bestrebt,, dem Schweizer Publikum die bestmögliche fussballerische Unterhaltungzu bieten. Die im internationalen Vergleich notgedrungen weniger guten CH-Spieler haben es jedenfalls ganz und gar nicht verdient, als “Gurken” und “Nieten” beschimpft zu werden.

  7. Dave sagt:

    Mal vorneweg: auch eine drittliga Meisterschaft kann spannend sein. Und dass der FCB oft bis zum Schluss bangen musste, bis er am Ende eben doch wieder jubeln durfte, hat wohl eher mit dem dichten Programm (CL) zu tun als mit der Qualität der Gegner. Ich will kein Miesepeter sein, bin auch oft im Stadion weil ich Fussballbegeistert bin. Aber bei allem Respekt, die Liga hat leider kein bisschen an Qualität gewonnen, im Gegenteil, sie verliert jedes Jahr die besten Spieler an europäische Vereine, und das ist wirklich ein Wehrmutstropfen, wie Dynamo Moskau und Kiev usw. Wenn einer in die BL kann, okay, kann man villeicht noch nachvollziehen aber auch da gibt es Bsp., die zu früh gegangen sind und dann auf der Ersatzbank versauern… Deshalb sage ich, von mir aus ist die SL vielleicht spannend, qualititativ aber ist sie höchstens mittelmass

    • DonZamorano sagt:

      Dave, in Moskau und in Kiev zwahlen sie mittlerweile Löhne, die mehr als vergleichbar sind mit mitteleuropäischer Bezahlung. Vor nicht allzulanger Zeit spielte mal ein gewisser Kevin Kurany in Deutschland. Und richtig der ging danach zu Dynamo Moskau. Gleich tat es ihm übrigens ein gewisser Eto – der ging zu Anschi. In Russland gibt es mittlerweile zig stinkreiche Oligarchen die unfassbar viel Geld in den Fussball buttern. Wie kannst du die Qualität unserer Liga daran messen wohin die Spieler wechseln? Oder ist in dem Fall die Bundesliga auch nur drittklassig?

  8. Chris Chelios sagt:

    Schön, dass der Herr Kobler schon nach 2 gespielten Runden weiss, wer alles vorne mitspielt und wer nicht. Vielleicht sollte man ihm noch erklären, dass z. B. die Transferperiode bis Ende August dauert und es im Winter auch eine gibt. Die aktuellen Kader und damit deren allfälligen Schwachstellen sind nur Momentaufnahmen. Schon ein Transfer kann da vieles ändern. Zudem kann es auch gut sein, dass der eine oder andere Klub noch den einen oder anderen Leistungsträger verliert.

    Aber das weiss der Autor ja alles schon, mit soviel Hellseherei lässt sich mit Sportwetten viel Geld verdienen.
    Ein erstes Fazit lässt sich vielleicht nach 10 Runden ziehen, aber sicher nicht nach 2.

    • TK sagt:

      Sagen wir sechs Runden, dann sind in der Super League die Trends meistens schon gut erkennbar. Nach zehn ist der Fall klar, und in Sion normalerweise schon der dritte Trainer am Werk. Natürlich kann sich noch einiges ändern, aber dann beurteile ich die Situation entsprechend wieder neu. St. Gallen ist eine ordentliche Mannschaft, aber insgesamt auf allen Positionen zu nahe am Liga-Durchschnitt für einen Exploit diese Saison. Gegen GC waren sie zu Hause völlig chancenlos, als die einen Gang höher schalteten in der zweiten Hälfte, und in Thun konnten sie die Führung nicht verteidigen. Siege werden euch keine in den Schoss fallen. Scarione war einer meiner Spieler des Jahres (Saison) – der ist noch nicht annähernd ersetzt.

  9. Jack Stoffel sagt:

    Gurkenliga? Ach, diese Sportschurnis; aus unerfindlichen Gründen haben sie was gegen Gurken! – Ach so, wir sind ja in der Sauregurkenzeit…

  10. Juhui sagt:

    Ich glaube es ist ein pendeln zwischen gurkenliga und Super league ! Die Eintrittspreise sind bestimmt cl Niveau im Vergleich ( England mal ausgenommen ) das Niveau auf dem Rasen kann durchaus mit 2 Bundesliga sandhausen-Aalen mithalten.Die stadien bis dauf das brügglifeld wie in den meisten grossen ligen modern und null charme versprühende betonklötze .Im Vergleich zu Ligen wie Russland , Türkei, Griechenland portugal etc.die oben an uns stehen sind wir nicht minder attraktiv . Nur jeder von uns findet Die genannten Ligen ebenfalls Gurke den bis auf ein paar Grossklubs auch dort grosses gegurke ! Und mit dem fcb haben wir unser Grossklubs. Es bräüchte nur ein Konkurrent vielleicht in absehbarer zeit yb??? Aber sonst ja wir sind eine Extreme gurkenliga nur eine Premium gurkenliga

  11. Paul Müller sagt:

    Diese immer wiederkehrenden Vergleiche unserer Liga mit ausländischen Ligen und vor allem die Miesmache der Liga im eigenen Land nervt mich wahrlich auch seit längerem.

    Halten wir uns doch einfach an die Fakten, beziehungsweise das Fünfjahresranking, wo die Schweizer Meisterschaft (bei gut 50 UEFA-Nationen) in der Regel zwischen Rang 12 und 15 auftaucht – bezüglich Zuschaueraufkommen sind wir sogar in den Top Ten. Natürlich besteht eine (beträchtliche) Kluft zu den Top-Ligen, mit denen man sich aber auch nicht ernsthaft messen kann. Im Vergleich zu Meisterschaften ähnlicher Länder wie Belgien, Österreich, Schottland, den skandinavischen Meisterschaften oder den allermeisten osteuropäischen Meisterschaften bewegen wir uns aber auf ordentlichem Niveau.
    Ich fand die Liga in den letzten Jahren immer interessant, FCB-Hegemonie hin oder her.

    Was momentan aber eher nachdenklich stimmt, ist das Verschwinden der Romandie von der Spitze – steigt LS dieses Jahr auch noch ab, sieht’s für ein Weile vielleicht def. zappenduster aus. Für die Liga wäre es nur wichtig, gäbe es noch 1-2 starke Vereine im Westen und im Idealfall ab und an noch einen Vertreter aus dem Tessin.

  12. Paulo Mino sagt:

    Alle diejenigen welche von der Superleague von Gurkenliga sprechen, sind schlichtweg selber Gurken, welchen jeglicher Respekt vor unseren Sportlern verloren haben. Ihr müsst halt nicht immer nur Barcelona, ManU und und und zuschauen. Es wäre in etwa so, wie wenn jemand im Tennis immer nur Spiele von Top-Ten-Spielern schauen würden und alle anderen Spieler als Gurken bezeichnen würde.
    Jedenfalls bezeichnet ein vernünftig denkender Mensch unsere Liga nie und nimmer als Gurkenliga. Das ist halt alles eine Frage des Respekt und des Anstandes gegenüber den Sportlern, den Menschen. Leider haben längst nicht alle eine gute Kinderstube durchlaufen.

  13. Cyan Jaeger sagt:

    Die CH-Liga ist nicht so schlecht wie sie oft gemacht wird. Mit dem notwendigen Kleingeld und einer passenden Infrastruktur ist vieles möglich (siehe FCB). Leider werkeln noch zu viele Amateure in den Vereinen und die Infrastruktur (Stadien etc.) ist vielerorts ungenügend (Zürich) um das nächste Level zu erreichen. Zudem fehlt es an der Vermarktung und den TV-Geldern – ohne solche Einnahmen, dem Anhäufen von Schuldenbergen (FC Barcelona, ital. Serie A etc.) sowie von potenten Geldgebern (Paris, ManCity, AS Monaco etc.) würde es in den sogenannt grossen Ligen auch anders aussehen.
    Die CH-Spieler sind nicht gar so schlecht denn sonst würden nicht immer die Besten ins Ausland abwandern – und genau hier liegt eines der Probleme: Durch das fehlende Geld wandern die besten Spieler ins Ausland und in der heimischen Liga bleiben die, die sich verzockt haben oder nicht gewollt werden – und dies ist dem Niveau nicht eben zuträglich.

    Und seien wir mal ehrlich – ein Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und Hertha BSC Berlin ist auch nicht gerade schöner anzusehen als Thun gegen Luzern….oder Aston Villa gegen Norwich City zeigt uns auch keinen Fussball vom anderen Stern (Stockfehler und Fehlpässe gibt es auch da zuhauf)….

  14. Turi sagt:

    ..Gurkenliga..!!

  15. D borer sagt:

    Welche Liga spielt 4 x in einer Saison Meisterschaft gegeneinander? Die Zuschauerzahlen in den Stadien ist die Realität, zahlen lügen nicht. In der grössten Stadt der Schweiz gibt es nicht einmal ein Fussball Stadion? Die Popularität und die Attraktivität so wie die Erwartungen haben einen niederigen Stellenwert. Die Nati hat hervorragende Talente aber der Fussball ist abscheulich zum zusehen und Wenn ein 0-0 gegen Zypern gespielt wird findet man dennoch entschuldigungen. In DE Sind da ganz andere Verhältnisse. Ottmar hat den pfupf der neuen Trainer Generation NICHT. FAZIT die Manschaften versuchen der SFV ist blank und ist total passiv und hauptverantwortlich für die pumpiliga…

    • de Philippe sagt:

      Herr Borer, zahlen lügen nicht? Sie wissen, dass die Zuschauerzahlen in der Schweiz seit Jahren steigen? Oder ziehen Sie Ihren Vergleich mit DE doch mal durch und vergleichen Sie auch die Zahlen der Landesbevölkerungen. Wieviele Spitzenvereine pro Einwohner gibt es in DE? Und in CH??¨

      Zum Spielstil der Nati gebe ich Ihnen ja recht, aber wir sind glaubs Gruppenerster. Ihre Probleme möchte ich haben…

      • D borer sagt:

        Ist ja nicht mein Problem, bloss meine Meinung, Spitzenvereine pro Einwohner? Sind Sie an der Planung für den Gubristtunnel zuständig? Seit 20 Jahren erkennt man das Problem und in vielleicht 20 Jahren später kommt die Reaktion. Lausanne vs YB 4300 Zuschauer beachtliche Steigerung, Gruppenerster? Ist genau das was ich meine, mit dem absoluten Minimum zufrieden! Vergleichen Sie doch mal Wohlstand/Einkommen ggü Einwohner, Investoren? WISO bringt es der SFV NICHT zu mehr? Weil wir lieber einen Schwingerkönig feiern, immer Ausverkauft,

        • de Philippe sagt:

          Von mir aus könnte man den Gubrist auch fluten, aber das ist ein anderes Thema. Bei Spitzenvereine/Einwohner meine ich natürlich das Vermarktungspotential. Und wie Sie selber schreiben, herrschen diesbezüglich in Deutschland definitiv ganz andere Verhältnisse. Weil unsere Vereine wirtschaftlich nicht mithalten können, bewegen sie sich halt auch sportlich auf einem anderen Nivau. Natürlich bin ich auch der Meinung, dass man sich immer an den besseren orientieren soll und natürlich zählt am Schluss nur der Sieg. Trotzdem stört es mich extrem, wenn “allen anderen”, die nicht das erträumte, oft unrealistische Topniveau erreichen, die Leistung per se abgesprochen wird. Das ist absolut respektlos und zeugt halt in den meisten Fällen von schierem Unwissen und mit der Wirklichkeit verwechselten Wunschträumen.

  16. Dan Horber sagt:

    Leider ist sie Super League eine Gurkenliga. Allein schon deshalb, weil man das Produkt mit “Super” bezeichnen muss. So etwas hat keine Spitzenliga nötig (vergleiche D, E, GB, I). Super steht übrigens für “über” und eine Überliga ist die Superleague defnitiv nicht. Oft wird in den unteren Ligen attraktiverer Fussball gespielt, weil die dortigen Akteure nicht des Geldes wegen sondern aus Freude am Spiel kicken. In der Schweiz werden zuviele mittelmässige Spieler übermässig saläriert. Und jeder, der halbwegs Fussball spielen kann und aus dem Ausland ein Angebot erhält, setzt sich auch prompt ab, um dann auf der Ersatzbank zu versauern bzw. zu merken, dass man nirgends so leicht so gut verdient wie in der Schweiz. Hart, aber wahr. Selbstverständlich gibt es auch löbliche Ausnahmen wie Xerdan Shaqiri.

  17. KayDee sagt:

    Also wenn eine Liga seine besten Spieler Jahr für Jahr nicht halten mag und jedesmal an europäische Ligen verliert, dann sinkt auch automatisch das Niveau der heimischen Liga. Basel mag hier noch den einen oder anderen am ehesten halten mögen, aber das auch nie auf Dauer. Dass ein Yann Sommer, Stocker, Dragovic, Frei 1+2 in naher Zukunft den Club verlassen werden ist jetzt schon klar. Wenn ein Salah irgendwann doch noch lernt das Tor zu treffen, dann wird auch er gehen!
    Leider gibt es in der sooo reichen Schweiz keinen, der 100erte von Millionen in einen Cllub investiert und somit werden die meisten Clubs Jahr für Jahr wieder ausverkauft, Wenn man dann noch etwas Erfolge in Europa feiern kann, ja dann erst recht!

  18. Rolf sagt:

    Die Superleague füllt das Sommerloch. Fussball gespielt wird dann ab August und abgestiegen und gefeiert im Frühjahr 2014. Alles andere ist Spekulation oder eben auch hier – Sommerloch Zeitungsfüller.

  19. Ben sagt:

    Ich habe seit uber mehr als 10 Jahre aus der Ferne zugeschaut wie sich der Schweizer Fussball entwickelt. Ich bin erstaunt, dass in der Schweiz nur wenige etwas positives in der Super League sehen. Die Schweizer Liga ist mit ausnahme von (vielleicht) Deutschland DIE Liga in Europa die am meisten fortschritte gemacht hat in den letzten 10 bis 15 jahren! Mann arbeitet in der Schweiz unglaublich gut mit Jungen Talenten (besonders in betracht auf wie viel Geld vorhanden ist) Wer sagt in der Schweiz werden Spieler zu viel bezahlt, musste mal nach England kommen wo U18 spieler mehr verdienen als super league profis!!… Die Spiele in der Super league sind oft attraktiv, die Fans viel kreativer als zum Beispiel in England wo Ich wohne, die Stadien sind gut, die teams suchen vielmehr kontakt mit Fans als in England und in andere Top Ligen, und die Schweizer Klubs werden in den Europa Wettberwerben immer presenter. Gurken Liga: Auf keinen fall!

  20. Boris sagt:

    Natürlich ist die CH-Liga keine Gurkenliga. Das grosse Geld fehlt (zum Glück) und so tragisch ist es nicht. Zwei Dinge finde ich erwähnenswert. Die CH-Liga hat den Vorteil, dass nur ein Klub absteigt. Deshalb kann man in der CH auch etwas aufbauen (z.B. Luzern) ohne gleich mit grösster Sicherheit zweitklassig zu werden. Der andere Vorteil liegt bei den guten Vereinen, die können sich ebenfalls Zeit lassen – ausser dem FC Basel. Beispiel FCZ; Pedro spielte oder besser gesagt spielte letzte Saison kaum und könnte dieses Jahr gross herauskommen. Bei GC könnte der Gewinner Ben K. heissen und bei YB fast die ganze Mannschaft. Keine der grossen Ligen und Mannschaften kann Spielern so viel Zeit lassen. Damit bietet sich diese Liga gerade für Fussballer an, die entweder enttäuscht haben oder sich langsam an Europa gewöhnen müssen – bevor sie in eine grössere Liga wechseln (samt fetteren Lohn).
    Das die CH-Liga nicht mit England, D, Italien, Spanien, Frankreich oder den besten portugisischen Vereinen (Porto, Benfica) normalerweise mithalten kann ist logisch – das eine oder andere Mal kann es aber gelingen.

  21. Nino sagt:

    Es gibt in Europa vielleicht 4 Topligen (GB, E, D, I), 2 sehr gute Ligen (F, RUS) in der nächsten guten Stufe darf sicher die Schweiz eingereiht werden. Jedem der etwas von Fussball versteht ist nicht entgangen dass die Schweiz in den letzten 15 Jahren sowohl im Club- als auch in der Nationalmannschaft stetig enorme Fortschritte macht. Es ist vermessen sich an Topligen zu messen, allein schon wegen der Vermarktung sprich geringen Grösse der Schweiz. Die Schweizer Fussballer haben eine tolle Juniorenförderung, tolle Infrastrukturen, sind taktisch auf neuestem Stand ausgebildet, haben den Zuschauerschnitt enorm gesteigert (im Verhältnis zur Grösse, Nr. 1 in Europa..!). Die Schweizer Fussballer müssen sich absolut nicht verstecken, sie können den Topteams ein Bein stellen und mit dem Rest sind sie auf Augenhöhe.

    Dies zum Thema Gurkenliga!

  22. Mäse sagt:

    Warum man die Schweizer Liga Gurkenliga nennt? Nun, weil es des Schweizers ureigene Eigenschaft ist, per se alles schlecht zu reden. Ohne Neid, Missgunst und negatives Denken geht es in der Schweiz nicht. Dieses Verhalten kann man überall beobachten. Wir könnten die beste Liga Europas haben, man würde sich hierzulande nicht darüber freuen.

  23. Fabien sagt:

    Gurkenliga hat etwas Abschätziges, politisch korrekt ausgedrückt ist die SL ein Durchlauferhitzer, für Einheimische auch eine Ausbildungsliga. Mehr nicht. Die offiziellen Zuschauerzahlen sind geschönt. Einige Clubs zählen die Saisonkarten konsequent dazu, obwohl viele Inhaber gar nicht anwesend sind. Es gibt offenbar nicht einmal eine Regelung der Liga dafür. Letzte Saison z.B. wurden die Zahlen von Servette massiv nach oben gepusht. Reine Marketingüberlegungen. Gute Zuschauerzahlen haben lediglich Basel, YB, Luzern und St. Gallen, also 4 von 10 Mannschaften. GC gegen Basel, auf dem Papier ein Schlagerspiel: 9000 Zuschauer, kläglich. Das Gebotene ist meist sehr bieder, es fehlen Rhythmus, gesunde Aggressivität, der unbedingte Siegeswille, Technik, Kondition. Jedem Talentierten muss man anraten, diese Liga so schnell wie möglich zu verlassen, weil er sich hier nicht weiterentwickeln kann. Es geht nicht nur ums Finanzielle. Dass über 90 Min. gefightet wird, ist sehr selten, man begnügt sich mit Abtasten oder mit dem Unentschieden. Kommt hinzu, dass die Bedingungen oft sehr schwierig sind: zu viele Spiele, folglich spielt man im Hochsommer und im Winter. Diese Liga wird von den Medien, Ringier, Teleclub und SRF stark gehypt, in Wirklichkeit ist sie schlecht geführt.

  24. Bernhard sagt:

    Die Superleague ist top! Warum? Ohne grosses Geld (die durchnittlich 13-15 Mio Budget pro Klub sind intetnational ein Witz!) so gute Leistungen zu bringen, dass die Hälfte (!!!) der Liga europäisch spielen kann, ist wohl einmalig! Zudem ist es nichts als logisch, dass JEDER überdurchschnittliche Fussballer ins Ausland geht, da er sich finanziell absichern muss. In der Schweiz kann kaum einer in 15 Jahren Profifussball soviel verdienen, dass er ausgesorgt hat. Und trotzdem stellen die Clubs Saison für Saison kompetitive Mannschaften. Unter diesem Aspekt bietet die Superleague guten bis sehr guten Fussball. Und die Zuschauerzahlen sind – gemessen an der Bevölkerungszahl – grandios. Wenn ich an die 6’000-8’000 Zuschauer denke, die ein schwacher Verein in der Serie A (ITA), anlockt…

  25. Mike Glarner sagt:

    Vorneweg: Die Schweiz liegt im europäischen Verbandsranking auf Platz 14, vor Tschechien, Schottland, Kroatien oder Schweden. Die letzte Meisterschaft war bis zum Schluss spannend. Die Liga hat viele junge talentierte Spieler. Gurkenliga? Das sagen jene, die den Schweizer Fussball nicht verfolgen. Die gleichen, die sagen, dass alle Fans gewalttätig sind, aber nie selber im Stadion sind. Nietenliga? Das sagen nur die Nieten selber. Leute, die immer über alles motzen und alles schlecht machen müssen. Leider der Standard in der Schweiz.

  26. P.A. sagt:

    Ich finde die Bildunterschrift ganz oben sehr interessant – “Der FCB scheint nicht mehr so souverän” – Da haben die Leute die letzten paar Saisons aber nicht gut aufgepasst. Schliesslich holte der FC Basel die letzten 4 Titel IMMER nach einem katastrophalen Fehlstart!

    Diesmal wurde der Fehlstart vermieden – somit könnte der FC Basel ja dieses mal noch deutlicher Meister werden.

  27. Thomas sagt:

    Wir wären ja keine Schweizer, wenn wir mal zufrieden wären mit dem, was wir haben. Dabei hat der Schweizer Fussball innerhalb von zwei Dekaden etliche vergleichbare Nationen eingeholt oder gar überflügelt (AUT, BEL, CZE, SWE, DEN, NOR, SCO). In den 70er- und 80-Jahren wäre eine EM- oder WM-Teilnahme der Nationalmannschaft das höchste der Gefühle gewesen, mittlerweile ist das fast zur Gewohnheit geworden.
    In regelmässigen Abständen sorgten Vertreter der Liga zuletzt in europäischen Wettbewerben für Furore. In den letzten 10 Jahren natürlich vor allem Basel, aber auch Xamax und die Grasshoppers in den 90ern und sogar der kleine FC Thun haben dies schon geschafft. In Österreich etwa wäre man noch so froh drum, wenn dies endlich wieder mal gelänge (zuletzt wohl Sturm Graz 2001). So haben selbst die Red Bull-Millionen Salzburg bisher nicht zur CL-Quali verholfen. Spricht dies alles nicht auch für ein durchaus anständiges Niveau unserer Meisterschaft?
    Natürlich gibt es auch Probleme (wo nicht? Schaut nach Italien, Spanien, sogar der Bundesliga droht die Eintönigkeit ob der Übermacht der Bayern). Und da Stillstand im Fussball Rückschritt bedeutet, hier noch meine Zukunftswünsche für eine noch attraktivere Liga: Der FCB wird 2014 nicht wieder Meister (egal wer sonst), in Zürich steht mittelfristig ein reines Fussballstadion und zieht auch tatsächlich mehr Publikum an, ein konkurrenzfähiger AC Ticino hält bald in der Super League Einzug, ein Klub aus der Romandie bleibt erstklassig, CC baut mal etwas Langfristiges auf im Wallis, YB holt einen Titel, die unsäglichen Krawalle rund um Fussballspiele haben endlich ein Ende…

  28. peter hollenstein sagt:

    gurkenliga ist falsch, unbedeutende liga eher richtig. um dies zu verbessern, wird ja auch nichts getan. als langjaehriger fcz-fan ist es mir nicht moeglich, die spiele -nicht mal die zusammenfassungen- vom schlafenden sfdrs anzusehen. die zuercher haben ja nicht mal ein echtes stadion. momentan spielen die top-mannschaften der 1erlige in asian. ich kann alle spiele live sehen. schauen sie mal diese stadien an. und in der schweiz jammert man nur, man habe kein geld, wenn federer zurueckfaellt, auch kein tennis mehr in der schweiz (hier in thailand sah ich voegeles halbfinal live), und sauber ist auch schon russisch.gute nach liebe, arme schweizer.

  29. sydney sagt:

    will ich einen investor, der 100mio in den fcb steckt nur seiner selbst willen und das ganze clubgefüge zusammenbricht? will ich qualitativ hochstehende aber emotionslose spiele? will ich einen schuldenberg von CHF 100mio und höher? will ich spieler, die nicht einmal in basel leben wollen (siehe anschi)? das will ich alles nicht, aber das hat man zum teil in VERGLEICHBAREN ligen vorallem in osten europas. wir müssen endlich aufhören uns mit spanien, frankreich, deutschland, italien und england zu vergleichen – das ist ein vergleich zwischen apfel und birnen. gegenüber anderen ländern – vielleicht noch mit ausnahme hollands – können wir uns absolut sehen lassen. wir sind ein kleines land (alleine London hat mehr einwohner als wir…) und wir haben nebst fussball noch ein weltbekanntes eishockey und sind auch im wintersport (vielleicht wieder einmal) spitze.

    das einzige problem in der schweiz ist m.e. die absolut schlechte, lächerliche und stümperhafte organisation der liga (der super- und challengeleague – nicht der nachwuchsbereich) durch den sfv. das fängt beim manipulierten weil nicht ausgelosten spielplan an und hört bei einer definitiven kontigentsliste im juli (!!!) auf. über das verhandeln von tv rechten, schiedsrichterwesen, diszplinarkommission, fanbetreuung etc. möchte ich einmal den mantel des schweigens halten…

  30. Chris T. sagt:

    Natürlich ist die schweizer Liga eine Gurkenliga. Keine Zuschauer (eventuell von den Vereinen künstlich aufbereitet), keine Stimmung (zusätzlich in die Berichterstattung gemischt). Spitzenspiel zwischen GC und Basel unter 10 Tsd Zuschauern sagt doch schon alles. Anfragen für Karten zwischen Bayern und BVB bis zu 300.000 Tsd !!!!
    Dazu kommt noch die Qualität der Spiele. Im Vergleich zu E, D, I oder ESP ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer das nicht erkennt soll mal die CH Brille absetzen.
    Und die Argumentation mit der Größe des Landes bzw. Anzahl der Einwohner ist ja sowas von lächerlich. Dann müsste Russland alles gewinnnen. Holland hat es viele Jahre gezeigt was alles Möglich ist, trotz kleinem Land und wenig Einwohner.

    • Paul Müller sagt:

      Ich glaube, es sind eher Leute wie Sie, die eine Brille aufhaben und ausser Bundesliga-Topspiele und Champions League sich nicht gross für Fussball interessieren.

      In Europa existieren wohl rund 1’000 Profimannschaften – wie langweilig, kennen heute viele (TV-)Fans nur noch Bayern, Dortmund, Barcelona und vielleicht ein paar englische Teams aus der CL.

      Die Stärke des europäischen Fussballs ist gerade seine Vielfältigkeit; wagen Sie den Blick etwas über den Tellerrand hinaus und schauen Sie sich mal Spiele der österreischen, belgischen, dänischen oder serbischen Liga an (so etwa vergleichbare Länder) – Sie erkennen, dass die Super League in Sachen Stimmung, Publikumsaufmarsch, Infrastruktur und Niveau mit diesen Ländern sehr gut mithalten kann. Typisch bünzlig-schweizerisch, wird immer an der eigenen Liga rumgemeckert, käme den Fans in vielen anderen kleinen Ländern so nie in den Sinn (obwohl dort meist noch viel mehr ausländischer Fussball im Free-TV zu sehen ist als bei uns).

    • Mike Glarner sagt:

      Herr Chris T. Genau Sie meine ich in meinem Beitrag oben. Man kann doch den CH-Fussball nicht mit den grossen Ligen wie Deutschland, England und Spanien vergleichen. Das sind schllicht und einfach andere Dimensionen. Und nur weil sie ab und zu BVB gegen Bayern im TV sehen, müssen Sie nicht meinen die ganze Bundesliga habe dieses Niveau. Oder meinen Sie z.B. Düsseldorf gegen Mainz ist wirklich attraktiver als z.B. Basel gegen FCZ? Und zu ihrem Vergleich mit Holland: da bringen Sie schön den Beweis. Schweiz: 8 Mio. Einwohner, Schnitt Super League 12/13: 12’000. Holland: 16 Mio. (Doppelt soviel!) Einwohner, Schnitt Eredivise: 19’000 (v.a. weil Ajax und Feyernoord 50’000 haben). Trotz der geringen Einwohnerzahl in der CH kommen relativ viel Zuschauer. Vergleichen sie den Schnitt mit anderen kleinen Ländern. Z.B. Österreich: knapp über 6’000. Aber immer einfach mal mit falschen Fakten und Vergleiche um sich werfen. Unerträglich!

  31. Pat Znuk sagt:

    Verglichen mit anderen Ligen aus ähnlich grossen Ländern, ist die SL sicher keine Gurkenliga. Oder Nietenliga. Diese Ausdrücke werden nach meinen Beobachtungen von Leuten verwendet, welche permanent den Schweizer Fussball schlecht reden müssen und nur grosse Teams oder Ligen in Betracht ziehn. Allerdings gibt es viel mehr als BL oder Premier League und auch mehr als ManU, Real oder Bayern. Das sind Weltclub und alle anderen Clubs auf dieser Welt sehen gegenüber diesen mies aus.

    Wenn die SL eine Gurkenliga ist, sind alle ausser PL, BL Gurkenligen. D.h. ca. 98%. Mit Leuten, welche das so anschauen, braucht man dann auch nicht mehr über Fussball reden.

    Gemessen an Zuschauerzahlen und sportlichen Resulaten ist die SL eine ordenliche bis gute Liga. Und wäre in der UEFA-Koeffizienten-Rangliste wohl auch noch ein, zwei Plätze weiter vorne, wenn es bei den Russen und Ukainern die Oligarchen
    nicht gäbe, welche alles verfälschen. Ausser den Top-Teams da ist da die jeweilige Liga auch nicht so toll.
    Gleiche Umstände haben wir in der Türkei.

    Die SL ist auf Platz 13 in Europa. Eredivise auf Platz 9. Nur. Platz 1 – 8 sind von Top-Ligen sowie Oligarchen-Ligen belegt.
    Dann kommt schon Türkei und Griechenland. (wobei die Griechen wohl zukünftig auch weniger Geld als auch schon in ihre Clubs stecken werden und daher wohl ein paar Plätze verlieren werden) Dann ist aktuell noch Belgien vor der SL.
    Alle andern sind hinter der SL.

    Was man auch noch wissen muss, wenn man Ligen vergleicht ist, dass in der SL mit Abstand am wenigsten an Fehrnsehgeldern bezahlt wird. Auch in Belgien, Dänemark, Oesterreich wird mehr an die Clubs bezahlt.
    So gesehn ist die SL eine tolle Liga mit verhältnismässig viel Zuschauern, sportlich ordentliches Niveau, und die Clubs
    stellen ihr Budget quasi netto auf. Ohne Fehrnsehgelder.

    Das muss man alles berücksichtigen, wenn man Ligen vergleichen geht. Ansonsten hat man mMn keine Ahnung.