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Warum Schweizer nichts von deutschen Trainern halten

Simon Zimmerli am Donnerstag den 11. Juli 2013
 Ein deutscher Trainer, der freiwillig in die Schweiz kommt, kann ja nur eine Niete sein, denken viele: GC-Trainer Michael Skibbe. (Keystone/Ennio Leanza)

Ein deutscher Trainer, der freiwillig in die Schweiz kommt, kann ja nur eine Niete sein, denken viele: Der neue GC-Trainer Michael Skibbe. (Keystone/Ennio Leanza)

Deutsche Zuwanderer haben es bisweilen schwer in der Schweiz. Nicht nur dann, wenn sie von Beruf Fussballtrainer sind. Aber dann insbesondere. Statt helvetischer Gastfreundschaft schlägt ihnen eidgenössische Skepsis entgegen. Der neue GC-Trainer Michael Skibbe ist hier keine Ausnahme. Noch hat Skibbe mit den Zürchern keinen Ernstkampf bestritten, und schon kürt ihn der frühere Nati-Torjäger Kubilay Türkyilmaz in seiner «Blick»-Kolumne zum Trainer, der als Erster seinen Stuhl räumen muss. Der frühere Coach von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sei die falsche Wahl und habe zudem ein grössenwahnsinniges Ziel zu erreichen: die Wiederholung der Saison-Erfolge 2012/13.

Gewiss dürfte es Skibbe schwer fallen, gegen die sicher nicht noch einmal so schwache Konkurrenz von den Young Boys und dem FCZ hinter dem als Meister gesetzt scheinenden FC Basel Platz 2 zu erreichen, aber davon redet bei den Grasshoppers ja auch gar keiner. Das Ziel für die kommende Spielzeit sei ein Platz im europäischen Wettbewerb, heisst es – Rang 4 also. Und das scheint durchaus realistisch wenn man sieht, was sich sonst noch so in der Super League tummelt. Aarau und Lausanne? Bescheiden! Sion? Mit Constantin niemals konstant! St. Gallen? Ohne Scarione nicht mal die Hälfte wert! Luzern? Noch nicht reif! Thun? Ganz ok, aber sicher nicht besser als GC.

Skibbe geht es heute gleich wie Thorsten Fink, der 2009 nach Basel kam. Fink habe keinen richtigen Leistungsausweis im Profifussball und sei nach dem Aufstieg in die 2. Liga mit Ingolstadt wohl nicht umsonst entlassen worden, hiess es damals. Nachdem der FC Ingolstadt nach der Hinrunde auf Platz 12 zugegen war und danach nach elf sieglosen Spielen auf einen Abstiegsplatz abrutschte. Was danach folgte, ist bekannt: Der zunächst so skeptisch beäugte Fink gewann mit dem FCB 2010 das Double und 2011 die Meisterschaft, ehe ihn der Hamburger SV abwarb. Im Fall von Skibbe wird immer wieder das zugegeben erbärmliche Intermezzo bei Hertha BSC in der Saison 2011/12 herangezogen, als er mit den zuvor schon recht trostlos kickenden Berlinern in fünf Spielen fünf Niederlagen kassierte und mit Schimpf und Schande davongejagt wurde. Er verabschiedete sich mit einer 0:5 Pleite beim VfB Stuttgart und ging als einer der bestverdienendsten Trainer in die Geschichte der Bundesliga ein.

Dass Skibbe ein ausgezeichneter Ausbildner ist und das Schweizer Nachwuchssystem bestens kennt, weil der DFB zu seinen Zeiten als Nachwuchstrainer intensiv mit dem SFV kooperierte, wird bei der Beurteilung gern ausser Acht gelassen. Ein deutscher Trainer, der freiwillig in die Schweiz kommt, kann ja nur eine Niete sein, denken viele. Sonst würde er ja in seinem Heimatland und nicht in der Super League an der Seitenlinie stehen. Der Skepsis gegenüber deutschen Trainern liegt also wohl mehr ein Minderwertigkeitskomplex betreffend unseres eigenen Fussballs – der gar nicht so schlecht ist, wie die vielen Schweizer in der Bundesliga beweisen – zu Grunde als eine objektive Einschätzung ihrer Fähigkeiten. Darum lassen wir Skibbe doch erst einmal arbeiten. Ich jedenfalls halte dagegen und sage: Lieber Kubilay Türkyilmaz, bevor die Grasshoppers Michael Skibbe in die Wüste schicken, hat Christian Constantin in Sitten schon wieder mehr als einen Übungsleiter degradiert.

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32 Kommentare zu “Warum Schweizer nichts von deutschen Trainern halten”

  1. Ben sagt:

    Zugegeben, auch ich war auf den ersten Blick skeptisch. Doch Skibbes Leistungsausweis als Ausbildner ist gut. Das der GC in finanziell nicht so rosigen Zeiten langfristig denkt und auf die eigene Jugend setzt macht durchaus sinn.
    Ich halte GC momentan für einen sehr gut geführten Verein mit intelligente Leuten an der Spitze. Solche vereine sind in der Schweiz dünn gesät. Angesichts des nervösen Umfelds in Bern, des anmassenden Investors in Luzern und der Hau-Ruck Politik in Sitten ist der vernünftige Ansatz im GC durchaus erfolgsversprechend. Und wenn nicht in dieser Saison dann sicher langfristig.

  2. Wishaw Thomas sagt:

    Die Skepsis gegenüber Skippe ist von Herrn K. Türkilmaz kommuniziert worden. Die Skepsis gegen über deutschen Trainer kommt von ihnen! Kein Fan meint Skippe wird als erster gefeuert oder die Trainer aus Deutschland taugen nichts!
    Herr Zimmerli, sie glauben tatsächlich, dass CC seinen Trainer vor Skippe entlassen wird? Wie gewagt ihre Aussage!

  3. Ernst erhu sagt:

    Danke für diesen objektiven und ausgewogenen Bericht. Trainer wie Spieler sind irgendwie moderne Söldner, setzen ihre Prioritäten auf die Geldbörse oder das Umfeld des Vereins, für den sie sich entschieden haben. Herr Skibbe ist ein seriöser Trainer und hat wahrscheinlich nach seinem Türkei-Abenteuer genug von Hektik und extremen Emotionen. Lasst ihn doch bitte einmal arbeiten und entscheidet dann, ob er zu GC passt oder nicht. Das gilt natürlich auch für BLICK-Kolumnenschreiber.

  4. Ueli Pfändler sagt:

    Was soll dieser Beitrag bevor die Meisterschaft begonnen hat?

    • René Grossenbacher sagt:

      …. das habe ich mich schon bei einigen Blogs gefragt. Es ist meist alles auf der Stufe von Kaffeesatzlesern aus den Fingern gesogen. “Warum wird wer nicht Schweizermeister” war schon eine Trilogie des Schreckens! Schade!

  5. Fabien sagt:

    Muss man eigentlich auf jeden Schwachsinn im “Blick” reagieren? Lasst die Experten doch einfach schwafeln.

  6. Rolf Binder sagt:

    Herrn Zimmerli sei gedankt! Das Skibbe-Bashing geht mir so ziemlich auf den Sack. Die Trainerfrage wird in vielen Sportarten oft überbewertet oder auch falsch eingeschätzt. Selbst Heynckes würde den “Härtetest” Sion nicht überstehen…! In der Schweiz ist die Kaderdichte, ausgenommen Basel, doch sehr dünn. Sollten sich wichtige Spieler wie Bürki, Grichting, Salatic bei GC nicht verletzen – liegt Platz 4 bestimmt (auch mit Skibbe) drin. Der Schuss mit Vonlanthen kann sowohl nach hinten wie nach vorne los gehen…..! Schlägt er aber ein – hat GC auch noch etwas Luft nach oben – und dann ist Skibbe auch bald wieder weg – aber abgeworben und nicht geschasst – in Richtung Buli!

    • Auguste sagt:

      hmm…, sion als härtetest einzustufen trifft es nicht so richtig, rolf binder – das ist der irrationale, unberechenbare, blanke wahnsinn, der dort herrscht. das paradies für abrissbirnen, ein fleischfressender verein für übungsleiter und eine schande für den fussball, die sportlichkeit und die menschlichkeit in einem. um dort einen vertrag zu unterschreiben, muss beim betreffenden blanke verzweiflung und existenzangst herrschen oder er ist einfach total bescheuert, analphabet oder blind und taub. wie sagte doch der st. galler wüthrich nach seinem transfer im winter: “ich habe xamax und sion überlebt…”

      was das “skibbe-bashing” angeht, denke ich auch, dass man kaum je voraussagen kann, wie sich die chemie zwischen mannschaft und trainer entwickeln wird, aber zu michael skibbe ins training zu gehen, wird wahrscheinlich weniger spass machen als zu uli forte letzte saison. allerdings, von der tabellenspitze aus macht sowieso alles spass im fussball.

  7. Hans-Peter Gruber sagt:

    Selbst als GC-Fan schaue ich der kommenden Saison skeptisch entgegen. Nicht weil Herr Skibbe ein Deutscher ist, sondern weil sein Leistungsausweis doch recht bescheiden ist. Gleich würde es mir ergehen, wenn man Sforza, Andermatt oder Weiler verpfichtet hätte (alles Schweizer). Ich glaube nicht, dass GC schlecht sein wird, aber die Erfolge der letzten Saison sind mit dem aktuellen Kader kaum zu erreichen. Ausser Vonlanthen ist doch nicht so schlecht (der Uhren-Cup hat jedoch anders gezeigt), Steven Zuber kann ersetzt werden (würde Ben Khalifa gerne auf dieser Position sehen), Izet Hajrovic kann gehalten werden und ein offensiver Mittelstürmer mit Durschlagskraft und Präzision kann zusätzlich verpflichtet werden (Vonlanthen könnte dies allenfalls übernehmen, bin jedoch skeptisch). Mein Tipp: 2 Niederlagen in 3. Runder der CL Quali (danach 1 Sieg und 1 Niederlage in den Playoffs der EL, Auswärtstorregel lässt GC ausscheiden); Niederlage im Cup-Halbfinale und ein 4. Rang in der Meisterschaft.

    • Auguste sagt:

      hmm…, schaut man sich gc’s dünne spielerdecke an, h.-p. gruber, dann muss es vonlanthen bringen, damit man wieder auf eine vergleichbare leistungsebene käme wie letzte saison. wenn es skibbe gelänge, endlich mehr aus ben-khalifa und auch anatole (da müsste bei beiden noch ordentlich luft nach oben sein) herauszuholen, und die mannschaft kein verletzungspech ereilt, dann sieht es für gc trotz zuber-abgang nicht schlechter aus.

      ich weiss allerdings nicht, ob sich gc über ihr “horoskop” so freuen würde. ist der aszendent von gc eigentlich der fcz und umgekehrt?

      • Hans-Peter Gruber sagt:

        Realistisch gesehen, hätte Zuber sich bei GC nicht mehr viel weiterentwickeln können. Dazu ist das Niveau in der Mannschaft und im grössten Teil der Liga zu tief. Daher ist es, meiner Meinung nach, gut das man 5Mio für Zuber herausholen konnte. Mit dem Geld kann ein Junger Nachfolger aufgebaut werden (das kann Skibbe gemäss eigenen Angaben ja gut…).

        Die Spielerdecke ist allerdings sehr dünn! Würde mich persönlich über einen weiteren OM und einem Abwehrspieler, der sowohl in der zentralen Abwehr sowie in der Aussenverteidigung einsetzbar ist, sehr freuen. Als OM allenfalls Bengondo und als Abwehrspieler entweder Bühler oder Sead Hajrovic (Ziegler ist wohl Wunschdenken).

        Klar wird sich GC nicht freuen über meine Prognose, aber die letzten 10-15 Jahre am unteren Ende des Spektrums hat einem GC-Fan einen gewissen Realismus aber auch Zynismus gelehrt.

        • Auguste sagt:

          hmm…, herr gruber hier noch etwas, was ich zu zuber gefunden habe:

          “Steven Zuber wechselte für 5 Millionen Franken zum russischen Meister ZSKA Moskau. Wahrscheinlich wird er sich an Russlands Machtzentrum die Zähne ausbeissen, wie schon grössere Eroberer vor ihm. Warum? Zuber ist zwar ein vollausgestatteter Aussenstürmer, aber da endet die Geschichte auch schon. Er konnte in der vergangenen Rückrunde bei GC keine bemerkenswerten spielerischen Akzente mehr setzen, obwohl die Mannschaft im Rennen um zwei Titel lag. Wenngleich die Reife Zubers gegen diesen Wechsel spricht, kann ich den jungen Mann verstehen: Die Weiten und Schätze Russlands haben Abenteurer schon immer magisch angezogen, die Meisterschaft ist hart umkämpft, die Fans sind leidenschaftlich, und er kann in einer Saison mehr verdienen als in fünf Super League Spielzeiten. Dennoch, der bislang einzig klare Gewinner in diesem Deal ist der Grasshoppers Club.”

          hoffentlich haben sie recht, und zuber reift im alten moskauer armeeklub weiter – bei gc war schon ein gewisser stillstand sichtbar bei ihm. ich würde es ihm von herzen gönnen, auch wenn ich mich eher zu den skeptischeren zählen muss.

  8. Paulo sagt:

    Der FCB ist mit seinen Deutschen Trainern bisher meistens gut gefahren und ein Helmut Benthaus hat die Stadt so gut gefallen dass er auch jetzt noch dort lebt, und unter anderem dafür nach seinem Abstecher in Stuttgart 1985 dem grossen FC Barcelona einen Korb gab.

  9. Scheichegingger sagt:

    Warum nehmen eigendlich alle diesen Kubilay immer so ernst?
    Hat sich bis jetzt auch nur eine einzige seiner tausenden Prophezeiungen bewahrheitet?

    Da erzählt sogar Mike Shiva weniger Stuss…

  10. Diego Sutter sagt:

    Den Skibbe einfach mal machen lassen und schauen was dabei rauskommt.
    Für die Schweiz wird sein Können wohl allemal reichen und der Charakter kann ja auch nur besser sein als bei seinem Vorgänger…

  11. E. Schönbächler sagt:

    Es ist gar nicht so schlecht dass Trainer auch Posten im Ausland antreten. Die Coaches und Clubs sammeln neue Erfahrungen und die Fussballfans können sich auf einen neuen Reiter auf dem Trainerkarussell freuen. Es gibt ja heuzutage (leider) kaum mehr Fussballtrainer die jahrelang ihre Mannschaften prägen wie zum Beispiel Benthaus, Gross (beide Basel), Roux (Auxerre), Ferguson (ManUnited) oder Schaaf (Werder). In den meisten Ligen heuern entlassene Fussballtrainer nach ein paar Monaten bei einem einstigen Rivalen an oder aber sie provozieren ihren Abgang. Vor der letzten Saison schwärmten Rolf Fringer (FCZ) und Uli Forte (GC) in den höchsten Tönen von ihren neuen Vereinen. Ihr Abgang war nicht besonders stilvoll und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Deshalb ist es zu begrüssen dass hin und wieder ein neues Gesicht den Trainermarkt aufmischt.

    Ob Michael Skibbe an die Erfolge seiner Landsmänner Hennes Weisweiler (GC), Thorsten Fink und Heiko Vogel (Basel) anknüpfen kann wird sich weisen. Auf jeden Fall will er seine ins Stocken geratene Karriere neu lancieren. Und das geht im schnelllebigen Fussballgeschäft nur mit möglichst schnellen Erfolgen. Schau’n mer mal!

    • richi sagt:

      was hat bitte schön herr vogel geleistet? eine fixfertige und gut eingespielte mannschaft von herr fink übernommen.das hätte damals jeder trainer hingekriegt.dieser heiko vogel ist sowas von überschätzt worden. das sieht man ja jetzt. er hat 1 jahr nach fink die mannschaft nicht weitergebracht,wurde geschasst und hat bis heute keinen neuen arbeitgeber gefunden.

  12. MaKu sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Die Vorstellung von Herrn Skibbe bei GC hat mich sehr erstaunt und verwundert. Offensichtlich verkennen die Verantwortlichen die Schwächen von dem neuen Trainer. Als Fussballkenner weiss ich wovon ich rede. Auf sämtlichen Stationen in der letzten Zeit wurde Herr Skibbe wegen Erfolglosigkeit gefeuert. Anscheinend überschätzt er sich jedes Mal. Nur weil er mal beim DFB mal angestellt war und ab und zu mit dem SFV etwas zu tun hatte, ist er noch lange nicht ein guter Ausbilder. Nun soll er die Spieler von GC zum Erfolg führen. Es wird mit Sicherheit scheitern. Leider aufgrund der fehlenden Erfahrung von langfristigen Anstellungen und dadurch keine Kontinuität. Und, GC ist nicht irgendein Verein. GC ist zu Erfolg und Leistung verpflichtet. Schade. Werde auch diese Station von Herrn Skibbe verfolgen

    • Hermann sagt:

      @MaKu: Warum werden Sie die Station von Herrn Skibbe verfolgen. Er wird doch eh scheitern. Hat Ihre Glaskugel doch ohne wenn und aber so vorausgesagt.

  13. Michi sagt:

    vergesst doch das Geschwafel vom Kubi. Hatte noch nie recht.

  14. Michi sagt:

    “SG ohne Scarione nicht mal die Hälfte wert”. Wir werden ja sehen. Unterschätzt uns nur weiter und kassiert wieder ein paar 1-3 Niederlagen. Ts.

  15. Marcel Claudio sagt:

    Das ist wieder so Zeitgeistmode-Blog – aber vermutlich war der Autor noch gar nicht geboren, als es in Basel schon eine deutsche Trainerlegende gab – Helmut Benthaus hiess der und hat dem FCB viele viele Titel beschert – am liebsten gegen den damaligen Erzrivalen FC Zürich – da kamen zum Duell dann auch ab und zu mal 56’000 Zuschauer ins alte Joggeli.
    .
    Und der Deutsche Hitzfeld (war damals unter Benthaus der Hitzblitz) hat in der CH auch eine ganz gute Karriere hingelegt, bevor er dann in Deutschland mit Borussia und den Bayern die grossen Titel holte – und jetzt ist er ja auch wieder in der CH.
    .
    Fink hat auch einen ganz guten Job gemacht, bevor er dann den Lockrufen der BL erlegen ist, Vogel hat sein Werk noch beendet.
    .
    Ich weiss nicht, woher der Autor seine Thesen hat – als FCZler müsste er sich ja zumindest noch an Timo Konietzka erinnern – der war ja auch Deutscher und hat dem FCZ ein paar Titel gebracht…

    • Raymond Allaman sagt:

      Da waren auch noch Hennes Weisweiler (mit GC Meister) und Helmuth Johannsen (mit GC Meister, im UEFA-Cup-Halbfinal und im Meistercup Real Madrid eliminiert) sowie ein paar Jahre später Friedel Rausch, der das Kunststück fertig gebracht hat, mit Luzern Meister zu werden.

      • Nino sagt:

        Dann nehmen wir dann noch den Sepp Herberger, Fritz Walther, Xam Abegglen, Bibi Torriani oder wie die ‘alten’ alle hiessen!
        Was für Vergleiche? – Wir leben heute!
        Oder waren die Zeiten unter Napoleon doch besser als die heutigen?

  16. Fabian sagt:

    Ich teile die Meinung von Simon Zimmerli mit einer Ausnahme: Das Schweizer Spieler sich in Deutschland durchsetzen konnten, heisst nicht, dass die Liga stark ist. Bisher ist jeder der einigermassen geradeaus laufen konnte gegangen. Dies könnte eines der ersten Jahre sein, wo wirklich (für unsere Verhältnisse) Top-Spieler wie zum Beispiel Stocker, Sommer, Salatic nicht beim erst besten Angebot die Koffer packen. Ein Grund sich auf eine spannende und qualitativ anständige Saison zu freuen.

  17. Michael Skibbe, also das ist der neue Trainer von GC. Und warum soll er nicht ein Deutscher erfolgreich sein. Die Nationalität muss nie von Bedeutung sein, der Mensch ist es, der zählt. Und ich würde es so sagen, bitte einfach einmal abwarten. Und wenn man jetzt auch den früheren Basler Trainer, der jetzt beim HSV ist, in Erwägung zieht, dann würde ich meinen, dass man überzeichnet. Der Thorsten Fink, so wie ich es von Match zu Match sah, der hatte in Basel keine Probleme. So auch der Heiko Vogel doch auch nicht. Eher noch der Zürcher Trainer Gross. Und warum? Ganz einfach, weil er am Schluss nicht mehr erfolgreich war. Anfangs schon, das ist halt so im Fussball Geschäft. Gewinnt man, dann ist man der grosse König, Verliert man, ja dann wissen es alle besser. Und wir hätten dann in einer Stadt wie Basel gleich 30 000 Trainer. Und im Moment ist halt der Murat der Hahn im Korb.

  18. Christian Kronenberg sagt:

    Die Grasshoppers haben in der letzten Saison mit dem Vizemeister eine hervorragende Saison gespielt! Der Druck zur Bestätigung in dieser Saison wird sehr viel grösser sein, mit Skippe einen neuen Trainer ohne grossen Leistungsausweis, einige wichtige Sammspieler wie Zuber verloren und kein Geld. Für die Grasshoppers und Skippe wird es sehr schwer werden erstens international gute Resultate zu erzielen und zweitens sich wieder am Ende der Saison international zu qualifizieren.
    Meine Prognose: 1. FC Basel, 2. BSC Young Boys, 3. FC Sion, 4. FC Luzern, 5. FC St. Gallen, 6. FC Thun, 7. FC Zürich, 8. Grasshoppers, 9. Lausanne Sports, 10. FC Aarau

  19. Florian Meier sagt:

    Solange das Gehalt stimmt, kann es einem Deutschen Trainer doch völlig Latte sein, ob die Schweizer einem gegenüber skeptisch sind. Ich war damals auch nicht in die Schweiz gekommen, weil ich scharf auf die herzige Art der Schweizer war.

    • J. Kraft sagt:

      Lieber Herr Meier, ich verstehe ja, dass Sie sich als Deutscher genötigt fühlen, jeden noch so irrelevanten Artikel zu kommentieren, der in irgendeiner Weise die Worte ‘deutsch’, ‘Deutscher’, oder ‘Deutschland’ enthält, aber lesen Sie dann doch die Texte wenigstens. Vielleicht würde Ihnen dann auch auffallen, dass es gar nicht immer einer Rechtfertigung, Verteidigung oder eines Gegenangriffs bedarf. Zum Beispiel hier. Weiterhin ein fröhliches Lohntütchen-Sammeln wünsche ich Ihnen.

  20. Robert Baumann sagt:

    Ein unglücklicher Artikel, mit einem ungluecklichem Titel von einem unglücklichem Journalisten der sich wohl bei Sport lieber mit Schwingen oder Hornussen befassen würde oder sollte. Die Deutschen Trainer gehörten zu den besten Trainern in der Schweiz. Hennes Weissweiler, der erste Trainer der verstand dass man jedes Spiel sicher gewinnt, wenn man ein Tor mehr erzielt als der Gegner. Ein anderer Name Uli Stielike hat die Weichen zu einer besseren Nationalmannschaft gestellt. Ich bin gespannt auf Skippe und er verdient eine Chance. Die Herausforderung wird jedoch immens sein und im ersten Jahr wird es schwierig sein den gewachsenen Erwartungen nach einer sensationellen Saison gerecht zu werden. Aber letzte Saison hatte auch niemand erwartet nach der katastrophalen Saison zuvor. Ich glaube Skippe Ist ein spannender Name für die Schweiz.

  21. Nino sagt:

    Erstens was Kubilay Türkyilmaz von sich gibt kann ja niemand ernst nehmen.
    Zweitens die Schweiz ist nicht Nr1 in Europa, jedoch nicht so schlecht wie viele darüber reden, aber ein gutes Sprungbrett für höhere Aufgaben.
    Drittens Skibbe, der ist nicht so schlecht wie viele denken, der Umweg über die Schweiz kann ihn wieder in die Bundesliga bringen. Man lasse ihm Zeit, ich denke er passt gut zu GC.
    Viertens was soll ich mit Vergleichen wie Hennes Weissweiler (vor 40 Jahren in der Schweiz) oder Uli Stieleke (vor 30 Jahren…) in der heutigen Zeit anfangen? -Nichts!
    Ein guter Trainer hat nichts damit zu tun ob er aus der Schweiz oder aus Deutschland kommt, ich denke die Ausbildungen sind auf Augenhöhe! Skibbe muss sich aber (ein wenig) der Schweizer Mentalität anpassen, dann funktioniert es schon.
    Die Zeit der Deutschen Generale (Weissweiler, Sundermann, Johannsen etc.) ist aber endgültig vorbei!