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Mehr als eine Silbermedaille

Fabian Ruch am Mittwoch den 5. Juni 2013
(EPA/Tobias Hase)

Das Potenzial der Schweizer Fussballer ist gross: Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri während eines Spiels gegen Freiburg, 27. April 2013. (EPA/Tobias Hase)

Verpasst die Schweiz die Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien, wäre das eine riesengrosse Enttäuschung. Und es wäre eine schwere Niederlage für den Startrainer Ottmar Hitzfeld, der den personellen Umbruch im Team in den letzten Jahren so geschickt moderiert hat. In einer Gruppe mit den zwar unbequemen, aber bestenfalls mittelmässigen Gegnern Island, Norwegen, Slowenien, Albanien und Zypern muss die Schweiz einfach Rang 1 erreichen. Und sie muss am Samstag das Heimspiel gegen Zypern gewinnen. Man darf das verlangen. Dafür reicht ein Blick auf die Kaderlisten und die Arbeitgeber der Nationalspieler. Diese Schweizer Auswahl besitzt enorme Fähigkeiten. Aber vermutlich wird sie ihren Leistungszenit erst nach der WM in Brasilien erreichen. Viele junge, hochbegabte Kräfte wie Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez oder Josip Drmic können nur noch besser, reifer, zielstrebiger werden. Keiner von ihnen ist älter als 21!

Grosses Potenzial

Möglicherweise landet diese talentierte Generation Schweizer Fussballer irgendwann in den nächsten Jahren einen Riesencoup. Sie besitzt das Potenzial dazu, die Weltgrössen zu ärgern und zu schlagen. Allerdings ist die Konkurrenz in einer Sportart, die nahezu in jedem Land der Welt mit Begeisterung  betrieben wird, ausserordentlich gross. Eine Finalteilnahme an einer Fussball-Weltmeisterschaft wäre für ein derart kleines Land wie die Schweiz eine historische Mega-Sensation. Andererseits wurden einige Mitglieder der aktuellen Mannschaft vor bald vier Jahren U-17-Weltmeister oder standen 2011 an der U-21-EM im Final gegen Spanien. Sie wissen, wie man scheinbar übermächtige Länder herausfordert – und bezwingt.

Shaqiri ins zentrale Mittelfeld

Die Karriereplanung der besten helvetischen Nachwuchskräfte ist zum Glück cleverer geworden. Viele wollen sich zuerst in der Super League durchsetzen, ehe sie in eine ausländische Liga wechseln. So versauern weniger Talente auf Ersatzbänken irgendwo in Europa. Xherdan Shaqiri ist auch in dieser Beziehung das Vorbild – allerdings muss er sich bei den Bayern nächste Saison vom wertvollen Ergänzungsspieler zur Stammkraft entwickeln. Mit seinem aussergewöhnlichen Talent sollte der Bayern-München-Spieler zudem im Nationalteam eine noch einflussreichere Rolle übernehmen dürfen. Im zentralen, offensiven Mittelfeld würden Torgefahr, Instinkt, Ballsicherheit und Sonderklasse Shaqiris noch ausgeprägter zur Geltung kommen.

Vorbild Eishockeyaner

Shaqiri und Kollegen stehen vor einer glänzenden Zukunft. Noch aber haben sie als Nationalteam wenig gewonnen. Und seit ein paar Wochen können sich die Fussballer ja an einem Vorbild aus dem eigenen Land orientieren. Die Eishockeyaner haben mit ihrem fantastischen Siegeszug an der WM und ihrem tollen Teamgeist ein kräftiges Zeichen gesetzt. In der allgemeinen Euphorie nach dem Gewinn der Silbermedaille war vielerorts die Schreibe vom grössten Schweizer Sport-Mannschaftserfolg der Geschichte. Das ist, ohne die überragende Leistung in einer attraktiven Sportart schmälern zu wollen, natürlich übertrieben. Zumindest von der globalen Bedeutung her.

Wie eine Fussball-WM ohne Messi und Ronaldo

Die von Kollege Simon Zimmerli hier kürzlich angeregte Diskussion, wie Kaiser Fussball die anderen Sportarten am Rand dominiert, verdient eine Fortsetzung. Denn gemessen an der Resonanz in der Sportwelt ist bereits eine Qualifikation der Schweizer Fussballer für den WM-Achtelfinal wie 1994 und 2006 eine grössere Tat als eine Silbermedaille im Eishockey. Dieser Achtelfinal wird in ungefähr 208 Ländern live am TV ausgestrahlt – und nicht in bloss rund vier. Und ernsthaft betrieben wird Eishockey nun einmal nur in maximal 20 Ländern, während es im Fussball auch in Südamerika, Asien und Afrika starke Nationen gibt. Zudem fehlen an einer Eishockey-WM viele der besten Akteure, weil sie in den NHL-Playoffs engagiert sind. Man stelle sich eine Fussball-WM ohne Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney, Zlatan Ibrahimovic und Neymar vor! Oder Deutschland ohne Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller, Toni Kroos und alle anderen Bayern-Stars, weil diese noch den Champions-League-Final bestreiten müssen!

Das wäre absurd. Es würde aber immerhin – selbst wenn der Münchner Xherdan Shaqiri ja auch fehlen würde – die Chancen der Schweizer erhöhen.

Was finden Sie: Ist eine Silbermedaille im Eishockey die grössere Leistung als eine Qualifikation der Fussballer für einen WM-Achtelfinal? Und: Was trauen Sie der Schweizer Nationalmannschaft in der WM-Kampagne 2014 zu? Welche Rolle sollte Xherdan Shaqiri dabei im Spielsystem spielen?

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68 Kommentare zu “Mehr als eine Silbermedaille”

  1. Mäse sagt:

    Vom Talent und vom Können her gab es nie eine bessere Mannschaft als jene von 1994. Jene Mannschaft hat den 8-tel Final dümmlich verspielt, die heutige Generation schafft dies schon gar nicht und ist hoffnungslos überbewertet. Auf der anderen Seite glaube ich, dass wenn die aktuelle Mannschaft den 8-tel Final schafft, dann wird sie diesen auch gewinnen. Im Kopf ist die aktuelle Mannschaft gefestigter als jene in 94, vom Können, aber weit entfernt.

    • Mike Glarner sagt:

      Lieber Mäse. Bitte schaffen sie hier keinen Mythos. Die Schweizer Nati 1994 war gut, aber so überragend auch wieder nicht. Schon im letzten Gruppenspiel gegen Kolumbien (0:2) wurde ihr klar die Grenzen aufgezeigt. Und gegen Spanien im Achtelsfinal (0:3) war man chancenlos. Der heutigen Ausgabe der CH-Nati traue ich indes einiges mehr zu.

      • Mäse sagt:

        Ich will hier sicherlich keinen Mythos schaffen. Die 94er Mannschaft hätte das Talent und Können gehabt. Die 13er Mannschaft ist jedoch mental weitaus stabiler was ich übrigens hoch einstufe. Die mentale Stärke kann manchmal das spielerische Defizit übertünchen. Wir sollten nicht vergessen, wer unsere Gegner in dieser Gruppe sind. Alles andere als Platz 1 wäre enttäuschend.

        • bernhard moser sagt:

          Das 94’er TEAM war sicher besser als die 70-iger und 80-iger Jahre Teams (ehrenvolle Niederlagen), aber daraus zu schliessen, dass das Potenzial grösser war als heute, ist doch sehr gewagt (ich würde sagen falsch). Und nur weil damals alle schweizerische Namen hatten macht dies das 94’TEAM nicht besser, ausserdem glaube ich das das TEAM von 2006 eigentlich das grösste Potenzial gehabt hätte, aber leider jämmerlich gegen die Ukraine ausgeschieden ist.

    • Eric Cerf sagt:

      Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Nati viel mehr erreichen könnte, als sie bisher im der WM-Kampagne zeigte. Othmar Hitzfeld hat nach meiner Einschätzung den Zenith seines schaffens überschritten. Stellt oft zu ängstlich die Mannschaft zusammen, kein erkennbares Spielsystem. Der Spielmacher Inler ziegte bisher in den vielen machtes für dei Nati nicht eine einzige überragende Partie. Warum Hitzfeld trotzdem an seiner Aufstellung festhält, bleibt sein Geheimnis. Inler sitzt bei Napoli seit längerem nur noch auf der Bank, kein Wunder!

      Alles Flickwerk, bringt nicht viel. Es ist noch nicht lange her, als Hitzfeld in den Medien rumposaunte, dass Bankdrücker bei nicht spielen würden. Und heute? Eben doch. Dieser Widerspruch macht Hitzfeld nicht glaubwürdiger. Ausserdem stellt er gute Spieler immer wieder an Positionen auf, die ihnen nicht zusagen. Sieht er denn das nicht? Es scheint so.

      • Sehr geehrter Herr Cerf, ich bin gelernter Koch, Küchenchef und nebenbei Geschäftsführer. Eventuell haben Sie auch schon eine Dose Ravioli erwärmt oder in stundenlanger Arbeit für Ihre Geliebste ein voller aromen-strotzendes, fantasievolles und durchaus mundendes 6-Gang-Menü kreiert, Hut ab, Liebe geht doch noch immer durch den Magen. 🙂
        Haben Sie auch schon ein 1000er-Bankett geschickt? 7 versch. Bankette/ Caterings an einem Tag an versch. Locations? 70 à-la-Carte zu zweit, der Rest krank? Herzlich Willkommen, gerne nehme ich Ihre Bewerbung entgegen.

        Herr Hitzfeld wurde als Spieler mehrfach Meister, wurde Torschützenkönig, hält in der deutschen Liga einen 6-Tore-Rekord, gewann als Trainer ca. 9 Meister-, 11 Pokal- und 3 Cup-Siege/Titel. Ach ja , so nebenbei, 2x die CL+den Weltpokal auch noch dazu.

        Habe keine Ahnung, welchen Beruf Sie ausführen, Herr Cerf, aber ich würde mir nicht anmassen, in Ihre Arbeit drein-zureden, ausser Sie wären Koch.
        Die Quintessenz: Widersprüche müssen nicht zwingend unglaubwürdig erscheinen sondern die Erkenntnis aufzeigen: Nur weil jemand A gesagt hat, bedeutet dies nicht, dass B besser gewesen wäre.

  2. Samuel sagt:

    Eine Silber Medaille bleibt eine Silber Medaille, man sollte die grossartige, überragende Leistung der Eishockey Nationalmannschaft nicht unnötig klein reden. Klar wird ein Achtelfinal an einer Fussball WM mehr beachtet und die Konkurrenz ist grösser, trotzdem stufe ich den Finalsturm im Eishockey höher ein, als ein Fussball WM Achtelfinale.

    • Paulo Mino sagt:

      dem kann ich nur zustimmen !
      Für mich persönlich ist nur das Erreichen eines WM-Viertelfinals oder eines EM-Achtelfinals vergleichbar mit der Silbernen im Eishockey, nicht aber eines WM-Achtelfinals….das hatten wir ja schon 2 Mal (USA & DE)
      Und es wäre auch endlich mal eine Steigerung und keine Stagnation.
      Denn unsere Fussball-Nati ist längst nicht mehr nur froh, dabei zu sein, sondern um was zu reissen.

  3. Ueli Pfändler sagt:

    Ein Vergleich Eishockey/Fussball hinkt. Wenn man das Engagement der Hockey-Spieler (angefangen mit dem Mitsingen der Nationalhymne) sieht, dann merkt man sofort, dass in der Fussball-Nati noch einiges fehlt. Der Erfolg des Könnens liegt im Wollen. Fussballerisch sind die Schweizer sicher nicht schlecht, aber man hat nicht das Geühl,dass sich jeder für den anderen verreist.

    • Edgar Wibeau sagt:

      Also wenn schon das Mitsingen der Nationalhymne für die Bedeutung herhalten muss, dann wird’s nur noch peinlich. Auf der Seite der bedeutendsten Eishockeyliga NHL.com war über die WM in Schweden kein Wort zu lesen. Das sagt wohl alles. Das gleiche Theater jedes Jahr beim Spenglercup, einem gut bezahlten Grümpelturnier. Nur eine WM- oder Olympiamedaille bei gleichzeitigem Unterbruch der NHL hätte es verdient, als grosser Erfolg eines Schweizer Teams erwähnt zu werden…

      • Bruno Menzi sagt:

        Erwarten sie von den US-Amerikanern etwas anderes? Auch wenn im konkreten Fall auch noch Kanadier mit im Boot sind, die können doch nur ihre eigene Show die beste finden! Und wenn die NHL das nächste mal für Olympia unterbrochen wird, erhält die Schweizer Mannschaft ja auch noch ein paar zusätzliche Verstärkungen…Fussball findet weltweit sicher noch mehr Beachtung als Eishockey, laut FIFA sowieso. Aber, liebe Fussballfans, hört doch auf mit dem WM-Silbermedaillenneid auf die Eishockeyaner, gratuliert ihnen ein letztes Mal und erfreut euch weiter an mittelmässigen Mannschaftsleistungen was den internationalen Vergleich angeht…

        • stiller Beobachter sagt:

          Ein hallo aus dem nördlichen Kanada an Euch:-) also Ihr beide seid mir Experten? klar kriegen die Kanadier (und es sind betreffend Hockey die Kanadier und noch Detroit, Boston und Chicago) das mit. Die Hockeyinterressierten gratulieren auch, sind faire Sportsleute hier. Klar nehmen sie Dich auch hoch und fragen dann nach Olympia aber da haben wir les Canadiens auch schon mal geschlagen (soviel zur Historie). Noch schnell zum Spengler-Cup: Der wird hier tatsächlich wahrgenommen, aber eben Canada nicht USA.

          Denke wir können uns nur freuen über die Leistung unserer. Und hoffen wir dass die Fussballer bei der nächsten Chance durchziehen, was ich denke. Und welches dann der “grössere” Erfolg ist? Weiss nicht wären beides Erfolge und einfach nur Freude wert. Hoffe Ihr könnt dies nachvollziehen? wahrscheinlich nicht

    • Th. Meier sagt:

      Eishockey- oder Fussballspiele gewinnt man nicht mit singen, Herr Pfändler…………….
      Sind sie sicher, das sie diesen Blog nicht mit dem Eurovision de la Chansons verwechseln?

  4. DK sagt:

    Jaja, der ganz grosse Coup. Also Weltmeister müssten wir mindestens werden, nicht wahr ….??

    Die Realität sieht halt ein bisschen anders aus. In den letzten 10 Jahren haben die Schweizer auf Junioren-Stufe immer wieder hervorragende Resultate gezeigt. Entsprechende Hoffnungen tauchen in schöner Regelmässigkeit auf. Einige der Spieler können sich dann wirklich durchsetzen, etwa Inler/Behrami/Dzemaili in Napoli als Beispiel, und von den im Artikel erwähnten jüngeren darf man eine ähnliche Entwicklung durchaus erwarten. Aber: Shaqiri mag ein ausserordentliches Talent sein, doch von der Klasse eines Xhaka, Rodriguez, Drmic gibt es europa-/weltweit Dutzende Spieler im selben Alter …

    Dass die Schweiz mit Teams wie Norwegen, Island etc. mithält oder diese gar (mehr oder weniger deutlich) distanziert, darf man ohne Überheblichkeit erwarten – wobei ähnliche Gedankengänge wahrscheinlich auch bei unseren Gruppengegnern gemacht werden … hingegen ist zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und den Nationalmannschaften der “ersten Garde” ein recht grosser Unterschied. Wenn man an den Länderspiel-Terminen jeweils ein bisschen switcht zwischen Schweiz-… und Deutschland-…, Italien-…, etc., hat man manchmal das Gefühl, es würden da zwei grundsätzlich verschiedene Sportarten gespielt.

    Ich würde mich sicher auch freuen, wenn es die Schweizer nach Brasilien schaffen. Es ist dann zu hoffen, dass sie zu mehr fähig sind als zu so Peinlichkeiten wie Honduras-Schweiz … (jaja ich weiss, der heroische Sieg gegen Spanien. Das war aber mehr so eine Art Morgarten-Ereignis wie es alle paar Hundert Jahre vorkommt).

  5. Gaetan Zürcher sagt:

    Erwähnen Sie bitte Neymar nicht im gleichen Satz wie Ronaldo und Ibrahimovic. Der Junge hat noch gar nichts bewiesen. DIe brasilianische Liga hat eine der im Durchschnitt schlechtesten Verteidigungen der Welt. Messi ist bei den Albicelestes auch nicht allzu gefährlich, denn ohne seine Batterien Iniesta und Xavi, geht bei ihm mal gar nichts. Schreiben Sie lieber von Spielern welche eine Mannschaft mitreissen können wie zum Beispiel Cabaye, David Luiz, Marchisio, oder natürlich auch den König unter den Legenden, Francesco Totti!

  6. Fabian sagt:

    Der grösste Unterschied zwischen Eishockey und Fussball ist der, dass sie sich im Eishockey nicht ausruhen oder verstecken können weil sie sonst durch die Luft gewirbelt werden und verletzt am Boden liegen bleiben. Selten sind 11 Fussballer mental bereit ein Spiel zu gewinnen und zu sehr behelfen sie sich mit Fouls und Showeinlagen um das Spiel zu beeinflussen. Fussballfelder sind mittlerweile zu gross und attraktive Spiele finden eher zufällig statt weil sie zu sehr von Taktik bestimmt werden. So gesehen ist eine Silbermedaille um einiges höher zu werten als eine WM 8tel Final Quali. Ich bin Fussballanhänger, aber aus erwähnten Gründen nicht mehr so konsequent.

  7. Daniel Känel sagt:

    Schlussendlich geht es wieder nur darum, die Leistung der Hockeyaner zu schmälern und die der Fussballer in der “Hammergruppe” in den Himmel zu loben….
    “starche” Leistung des bloggers!

  8. Stefan Beyeler sagt:

    Lasst doch endlich mal diese Eishockey Silbermedaille in Ruhe. Das war ein super Turnier von einer super Mannschaft und es hat unglaublich viel Spass gemacht. Und ja, die Silbermedaille ist ein grösserer Erfolg als die Quali für den Achtelfinal bei der Fussball-WM. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, doch ich höre auf mein Gefühl. Und der Eishockey-Erfolg fühlt sich grossartig an, während eine Achtelfinalqualifikation beim Fussball mich irgendwie noch nicht gleich aus den Socken haut. Auch der Ländervergleich hinkt. Da jedes Land auf dem Planeten Fussball spielt und es überall Quali-Turniere gibt, spielen eben auch oft nicht nur die besten Nationen mit. Schaut euch nur mal die Ozeanien Gruppe an wo sich neben Australien der Oman, Jordanien und der Irak um Platz zwei buhlen. Wenn man schon Fisch und Vogel vergleichen will, das Niveau an der Hockey WM war sicher besser im Vergleich, als es an der letzten Fussball-WM war. Und zum Thema mit den abwesenden Spielern, was haben denn (vorallem) Messi und C. Ronaldo an einer WM schon gross geleistet bisher? Eben, nichts!

  9. mike sagt:

    Finde es nicht richtig die WM Silbermedaille nun so schlecht zu reden mit der Begründung Eishockey sei weniger verbreitet als Fussball. Würden die Schweizer Fussballer nicht bei erst bester Gelegenheit ins Ausland dem Geld nach eilen wäre unsere Nati vieleicht auch einmal in der Lage einen wirklichen Exploit zu schaffen.

    • Th. Meier sagt:

      Natürlich war die Silbermedaille der Eishockey-Nati etwas grossartiges. Es ist jedoch einen Unterschied, ob sie sich gegen 20 Länder oder eben (fast) sämtliche Länder dieser Erde durchsetzen müssen. Es ist ein grosser Unterschied, ob die Kanadier, Russen, Schweden mit ihren NHL-Profis oder mit jungen Talenten antreten. Ohne die Leistung der Schweizer kleinzureden, an einer Eishockey-WM fehlen oft die 50 besten Spieler der Welt. Wenn die Schweizer ihre Leistung an den Olympischen Spielen, die bekanntlich mit NHL-Stars stattfindet, wiederholen können, nehme ich meine Worte sofort zurück!

  10. bruno sagt:

    …können nur noch besser, reifer, zielstrebiger werden… Da stimme ich zu. Schlechter können sie teilweise nicht mehr werden. Und das mit dem Trainer sehe ich auch etwas kritischer. Genauso, wie ein führende Hand an der Linie fehlt, fehlt diese auch auf dem Platz. Diese ziellose Kickerei in der letzten Zeit war nun wirklich mehr als dürftig.

  11. Caratt sagt:

    Aehm, wir haben ja 2006 gesehen, wie es den Schweizern läuft, wenn es mal wirklich um die Wurst geht – ich glaube, das Achtelfinale gegen die Ukraine (mit den am Schluss jämmerlichen Elfmetern, insbesondere von Strelller) wurde von der Sportwelt als eines der miesesten Playout-WM- Spiele ever angesehen, und dies wohl zu Recht. 1994 wars ähnlich – keine, aber auch wirklich null Chancen gegen Spanien. Für mich ist die Leistung der Eishockey-Nati klar die grössere Leistung, aber unser Hockey gehört schon lange zu den Top Ten der Welt, während man davon im Fussball wohl noch lange träumen wird. Aber stimmt, wenn wir uns in dieser Gruppe nicht qualifizieren, dann wärs bedenklich.

    • Matthias Steiner sagt:

      Ich hasse diese jämmerliche Tendenz, Streller für das damalige Penaltydebakel verantwortlich zu machen. Ja, er war sehr nervös, musste aber auf Befehl Kuhns trotz schlechtem Gefühl Verantwortung übernehmen, weil sich Spieler wie Vogel gedrückt hatten. DAS ist in Frage zu stellen. Überhaupt die Rolle von Trainer Kuhn, der den besten Penaltyschützen 5 Minuten vor Ende ausgewechselt hatte. Dümmer gehts nimmer. Übrigens haben noch zwei Andere verschossen. Aber Diese und der taktische Versager bleiben ungeschoren, weil sie eben keine Basler sind. Im weiteren hat man eben verpasst, während den 120 Minuten vorher ein Tor zu erzielen. Hat mit der Mentalität zu tun. Die Schweiz wird nie an einer WM eine wichtige Rolle spielen. Auch die Jetzige nicht.

      • Paulo Mino sagt:

        Ja Matthias Steiner, bez. “eben keine Basler.
        Die Basler reissen das Maul in Sachen Fussball auch besonders weit auf und da müssen sie halt auch einstecken können, denn sooooo gut wie sie meinen sind sie dann doch auch wieder nicht, um dies tun zu können.
        Bez. Kuhn’s Entscheid gebe ich ihnen aber Recht, das verstand nun wirklich niemand, weswegen man Alex Frei 5 Min. vor Schluss aus dem Spiel genommen hat.

        • Matthias Steiner sagt:

          Tja, lieber Mino. Sie können wie 99 % des pfeifenden Nati “Fan” Plebs, der pünktlich zu den Länderspielen mit abngemalten Backen aus den Hochtälern gekrochen kommt, nicht unterscheiden zwischen einer Meisterschaft mit seiner angestammten Rivalität, und einer Nationalmannschaft, wo es um das Wohl des ganzen Landes geht.

          Deshalb, und genau deshalb wird die Schweiz, gespalten in seinen grossen rotblauen Anhang und dem Rest, nie irgendetwas Positives an einer WM erreichen. Meine Rede! Wenn ich nach dem Spiel in Genf daran denke, dass grosse Fussballnationen als Gruppenzweite zuhause bleiben müssen, während diese Stümper wahrscheinlich die Welt langweilen dürfen, bevor sie sang- und klanglos rausfliegen, dann wird mir schlecht.

          Naja, was solls. Wer Serienmeister und Stammgast im europäischen Klubfussball ist,, der braucht nicht zusammen mit Leuten wie Ihresgleichen “das Maul aufzureissen”.

  12. Urs Berner sagt:

    Tja, lest mal die Namen der beiden Nationalmanschaften…..( Fussball/ Eishockey).
    Wie wollen sich Fussballspieler, die sich zuerst noch hin und zurück überlegen in welcher Nati sie spielen wollen, für unsere Schweiz zerreissen???? Bei den Hockeyaner ist dies kein Thema. Die Jungs, die in Schweden spielten, gaben alle Vollgas!
    Für unsere Schweiz! Da waren echte Eidgenossen am Werk. Diese Silbermedaile ist nicht hoch genug zu bewerten.
    Da können die Secondos-Fussballer nur schnuppern. Und von wegen fehlen wegen Champions-League…… Wie mancher Schweizer spielt den in dieser Champions-League? Unsere Hockeyaner aber sind zum Teil Leistungsträger in Übersee!!!!!

    • Andy D sagt:

      @Berner: Ziemlich mies, ihr Kommentar, und dann auch noch falsch. Frankreich wurde 1998 mit einer multikulti Truppe Weltmeister und 2 Jahre danach Europameister. Bei Spanien spielen einige Katalanen und Basken mit, die sich wohl auch nicht alle als Vollblutspanier bezeichnen. Die Holländer und Engländer haben schon immer Immigranten in ihren Teams gehabt. Es gibt hunderte Beispiele in Süd- und Nordamerika von Spielern die einen Migrationshintergrund haben und sich für ihre neue “Heimat” zerreissen. Nur weil sie keine echten Eidgenossen sind, unterstellen sie unseren Secondos hier etwas das schlicht nicht wahr ist, Die Spieler sind Profis und wissen doch ganz genau, dass die Nati und eine WM oder EM beste Werbung in eigener Sache sind für eine erfolgreiche Karriere. Glauben sie wirklich die wollen nicht an eine WM fahren nur weil die Schweiz nicht die Heimat ihrer Eltern oder Grosseltern ist? Das ist doch Blösdsinn!

      • Paulo Mino sagt:

        @Andy D,
        wird jetzt hier über die CH-Nati oder über irgend eine andere Nationalelf diskutiert, wollte sie mit ihrem Kommentar nur von der Problematik welche Urs Berner aufführte ablenken ?
        Tatsache ist nun einfach, dass die Eishockeyaner mit viel mehr Herzblut “rüberkommen” als es unsere Fussballer tun.
        Und da stellt sich doch wirklich die Frage, ob unsere Fussballer mit genau so grossem Engagement an die Sache gehen, wie es eben die Eishockeyaner tun.
        Und ich bin ein Linker mit vielen ausländischen Freunden, bevor man mich etwa als Ausländerfeindlich beschuldigen möchte.

    • DAM sagt:

      Es lebe der Alltags-Rassismus!

      Aber im Ernst: Ich finde es echt bedenklich, was manche hier verbereiten dürfen.

      • Paulo Mino sagt:

        @DAM
        Bedenklich finde ich ihr Kommentar hier.
        Kaum sagt jemand etwas gegen Secondos, ist man ihrer Ansicht nach ein Rassist.
        Ich bin politisch klar links, aber einen solch beschränkten Kommentar ohne jegliche Ausführung, kann man so einfach nicht stehen lassen.
        Was ist es denn, wenn ein Ausländer oder Secondo einem Schweizer “Sauschweizer” sagt, ja es ist auch Rassismus, nur wird das von niemandem so dargestellt.
        Ihrer Ansicht nach, sind sämtliche Äusserungen im Zusammenhang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturenm welche in irgend einer Form negativ sind, immer klar rassistisch.
        Tja, wenn die Welt soooooooo einfach gestrickt wäre

        • DAM sagt:

          @Paulo Mino
          Ich war der Meinung, dass mein Beitrag keiner weiteren Ausführungen bedarf. Offenbar habe ich mich geirrt.

          Zunächst einmal wollte ich zu bedenken geben, dass es im Alltag der heutigen Gesellschaft, die sich im Normalfall selbst als überaus tolerant und weltoffen sieht, nur so wimmelt von rassistischen Äusserungen und Anspielungen (“die Rechung ist wohl getürkt” oder “das kommt mir spanisch vor”).

          “Kaum sagt jemand etwas gegen Secondos, ist man ihrer Ansicht nach ein Rassist.”
          Dazu stehe ich, wenn es, wie im Eintrag von Urs Berner, um eine Pauschalisierung aller Secondos geht. Rassismus beginnt für mich dort, wo ein Einzelner aufgrund seiner Herkunft, seiner Abstammung, seines Aussehens, seines Namens, etc. vorverurteilt und “abgestempelt” wird.

      • Thx @ Andi D und DAM.

  13. Rüdiger sagt:

    Die härteste Prüfung für diese Nati kommt, wenn der Kosovo Mitglied der Fifa wird und selber eine Nationalmannschaft aufstellen will. Dann werden die Nati-Fans sehen, woran sie sind.

  14. Pat Geering sagt:

    Was soll das ganze: hat hier jemand den Boden der Realität verloren? Unprofessionell und von Fehlbewertungen nur so strotzend! Die Qualifikation für den Achtelfinal ist ein grösserer Erfolg als die WM Silbermedaille der Eidgenossen? So was von Schwachsinn! Was hat mediale Resonanz mit sportlichem Erfolg zu tun? Ist doch sch..-egal in wieviele Länder etwas gesendet wird, davon ist der sportliche Erfolg nicht abhängig. Und wenn man schon auf sportlicher Ebene einen Vergleich ziehen will, dann richtig, und nicht so unprofessionell: die Schweiz fungiert auf der FIFA Weltrangliste aktuell auf Platz 14. Im EIshockey fungiert die Schweiz auf Platz 7. die Weltrangliste im Eishockey basiert auf olympische Turniere und Weltmeisterschaften. Wenn da also die Stars fehlen, dann ist dies auch in der Rangliste wiederspiegelt. Fehlen also bei den Kanadiern oder Schweden oder US Boys die Topstars weil sie andersweitig beschäftigt sind, dann ist es höchstens so, dass diese Teams mit den Stars noch stärker wären. Da dies aber grösstenteils eher die Länder betrifft welche vor der Schweiz rangiert sind, sollte dies keinen Einfluss auf die Rangierung der Schweiz haben.
    Und nun zur Mathematik:
    Ein Team das 7. in der Weltrangliste ist, sollte gemäss der Stärkeverhältnisse mindestens den Viertelfinal erreichen, die Runde der besten 8. Unabhängig davon, wieviele Teams hinten anstehen. Bei den Fusbballern käme dies mit Rang 14 einer 1/8 Final Teilnahme gleich. Nun die Eishockeyaner erreichen den Viertelfinal des öfteren, die Fussballer den 1/8 Final erst 2 mal. Gemäss der Rangliste müssten sie sich für jede Weltmeisterschaft und Europameisterschaft qualifizieren (sie sind schliesslich die 9. beste europäische Mannschaft). Passiert das?
    Und nun die Abschliessende Bewertung: wenn die Eishockeyaner einen 2. Platz erreichen (den Final), dann käme dies im Fussball einer Halbfinalteilnahme und mindestens einem 4. Platz gleich. Ist das schon mal passiert? Oder wenigstens eine 1/4 Finalteilnahme?
    Ehre wem Ehre gebührt: Die Vizeweltmeisterschaft der Eishockeyaner ist unbestritten die beste schweizerische Mannschaftssportleistung auf ‘Aktiver’ Ebene. Overall gesehen, zusammen mit der Weltmeisterschaft der U-17, und dem Vizeeuropameistertitel der U21, der Topact im Mannschaftssport! Die schweizer Nati hat Talent, muss aber zuerst mal liefern, nicht nur lafern!

    • Marcel sagt:

      Hallo Pat: Besser kann man nicht argumentieren!

    • DAM sagt:

      Vorsicht Pat Geering bei der Argumentation mit der FIFA-Weltrangliste!
      Die Kriterien zur Ermittlung dieses Rankings sind doch ziemlich diffus und die Aussagekraft hält sich bezgl. der tatsächlichen Mannschaftsstärken doch in Grenzen.

      So liegt Brasilien derzeit auf dem 19.Platz, aufgrund der fehlenden Punkte aus den nicht vorhandenen WM-Quali-Spiele. Andererseits liegt Kolumbien, das sich zuletzt 1998 für eine WM qualifizieren konnte, auf Rang 6.

      • Pat Geering sagt:

        @DAM: Nun ja, kein System ist perfekt, sicherlich auch nicht jenes der FIFA (was ist schon perfekt das von denen kommt?). Aber es ist eine offizielle Rangliste, und solange nichts anderes, zuverlässigeres besteht, ist das der Messgrad …
        Wie bereits erwähnt spiegelt sicherlich auch die IIHF Rangliste nicht die wahren Stärkeverhältnisse dar: so liegen doch Schweden (1.), Finnland (2.) und Tschechien (4) vor Kanada (5.) und USA (6.). Die Schweiz als 7. betrifft’s nicht direkt, aber Kanda und USA liegen sicherlich vor Finnland und Tschechien, wenn nicht gar noch vor USSR und Schweden (wenn denn mal alle Stars antreten würden, wie z.Bsp and der letzten Olympiade: 1. Kanda, 2.USA).

      • Paulo Mino sagt:

        @DAM
        ja klar liegt Brasilen nur auf Rang 19, weil sie ja jetzt auch keine Quali-Spiel für die WM im eigenen Land machen müssen.
        Ich glaube Pat Geering ist mir seiner Ansicht auf dem richtige Weg.
        Ich weiss einfach nicht, weswegen man jetzt mit allen Mitteln versucht, die Fussballer in ein besseres Licht zu rücken, als dass sie es wirklich sind !`

        • DAM sagt:

          @Pat Geering
          Ich wollte mit meinem Beitrag ausdrücken, dass die FIFA-Weltrangliste für mich eben kein Messgrad für die Stärke einer Nationalmannschaft darstellt. Dass es nichts Besseres gibt, heisst noch lange nicht, dass das Bestehende gut und sinnvoll ist.

          @Paulo Mino
          “ja klar liegt Brasilen nur auf Rang 19, weil sie ja jetzt auch keine Quali-Spiel für die WM im eigenen Land machen müssen.”
          Genau das habe ich auch geschrieben und genau darin liegt ja auch der Witz der Sache.
          Die Mannschaft von Brasilien ist nicht plötzlich viel schwächer weil sie keine Quali-Spiele bestreiten muss und dennoch rutscht sie in der Weltrangliste immer weiter ab.

    • Paulo Mino sagt:

      Top geschrieben, dazu muss man nichts mehr sagen !!

    • Thomy B. sagt:

      Der Vergleich der Leistungen an Weltmeisterschaften hinkt noch ein bisschen, wenn man berücksichtigt, dass eine Fussball-WM alle 4 Jahre stattfindet, eine Eishockey-WM hingegen jährlich. Die Fussball-Nati hat sich seit 1994 2mal für die 8tel Finals qualifiziert, die Hockey-Nati im gleichen Zeitraum 10 mal für die 4tel Finals. Teilt man die 10 Teilnahmen durch 4, um einen vergleichbaren Wert zu erhalten, ist man bei 2,5 und somit im gleichen Rahmen wie bei den Fussballern … (sorry für die spitzfindige Rechnerei, aber ich konnte es nicht lassen …)

  15. Kick it sagt:

    “Ist eine Silbermedaille im Eishockey die grössere Leistung als eine Qualifikation der Fussballer für einen WM-Achtelfinal?” Ja, ganz klar. Die Hockeyaner haben hier wirklich eine geschlossene Teamarbeit und eine Winner-Einstellung gezeigt, wie sie unserer Tschütteler noch nie hatten. Eine Qualifikation der Nati für den WM Achtel-Final würde wohl eher ‘zufällig’ zustande kommen. Ich stimme dem Artikel grundsätzlich zu: Das Potential wäre vorhanden, jedoch vertraue ich der Nati überhaupt nicht mehr. Zu oft hat sie ‘einfache’ Spiele sang- und klanglos verloren und danach in Interviews immer von ‘guten Spielen’ und Pech gesprochen. Soviel zu Winner-Mentalität. Am Samstag muss gegen Zypern ein klarer Sieg her. In dieser Gruppe ist der 1. Rang ein MUSS und nicht etwa eine ‘Superleistung’. Die CH-Medien müssten auch mal aufhören, jeden Pflichtsieg als Wahnsinnsleistung der Nati zu deklarieren. Sonst haben die Buben ja das Gefühl, dass sie schon zur Weltklasse gehören, und als Mannschaft sind sie davon Lichtjahre entfernt.

  16. Michael Pfisterer sagt:

    Diese Argumentation ist ja haarsträubend: Nur weil Fussball eine so grosse Resonanz weltweit erzeugt soll die Qualifikation für den WM-Achtelfinal die grössere Leistung sein als eine WM-Silbermedallie im Eishockey. Sie messen also die Leistung daran, welche Resonanz diese (Sportart) auslöst – sagen demnach, dass alle Sportler, die Randsportarten betreiben, nie dieselbe Leistung erbringen wie Fussballer. Ich muss schon sagen, Ahnung von der Materie haben hoffentlich andere auf ihrer Redaktion.

  17. Thomas Saxer sagt:

    Die Frage ist einigermassen absurd. Auf jeden Fall ist die Silbermedallie der Eishockeyaner höher zu werten als einen 1/8 Finaleinzug der Fussballer. Oder gibts für den neuerdings auch Medallien? Nichts desto Trotz werden sich die Fussballer für die WM qualifizieren und hoffentlich schafft sie es dann auch über die Gruppenphase. In diesem Sinne: HOPP SCHWIIZ!

  18. peter e. kramer sagt:

    Hitzfeld wird alles daran setzen, die nati an die wm zu lotsen. Vielleicht sind wir dann fuer eine ueberraschung gut.

  19. Christoph Bögli sagt:

    Der Vergleich ist ziemlich haltlos, solange die Kehrseite der grösseren Verbreitung des Fussballs und der WM übersehen wird: Durch diese globale Verwässerung ergibt sich halt auch eine geringere Leistungsdichte, was sich u.a. auch im lockeren Modus niederschlägt. Wie Fabian Ruch selber schreibt, die Qualifikation läuft über Monate in einer Gruppe mit bestenfalls mittelmässigen Gegnern ab und die Gruppenspiele an der WM selbst sind mit etwas Glück nicht viel anders. Zur Erinnerung: 2006 reichten der Schweiz zwei Siege gegen Korea und Togo (!) (im Eishockey entspräche das ca. Lettland und Japan) für den Gruppensieg und das Achtelfinal! Das mag zwar schön und beachtlich sein. Aber eine grössere Leistung als mit erspielten Siegen gegen die Topnationen eine Silbermedaille zu holen? Wohl kaum, die Behauptung ist unter dem Blickwinkel schlicht lächerlich.

    • Raymond Allaman sagt:

      Die zwei Siege gegen Südkorea und Togo allein reichten nicht für den Gruppensieg. Es brauchte noch ein Unentschieden gegen die Franzosen, die anschliessend den Final erreichten. Die Südkoreaner sind übrigens nicht so schlecht. Standen 2002 im WM-Halbfinal und 2010 qualifizierten sie sich vor Griechenland und Nigeria für den Achtelfinal. Das einzige mit einer Fussball-WM vergleichbare Ereignis im Eishockey ist das Olympia-Turnier. Seit 1998 unterbricht die NHL dafür ihren Betrieb. Schweizer Bilanz: 1998 in der vorolympischen Quali an Österreich (!) gescheitert; 2002 in der Vorrunde an Weissrussland und der Ukraine gescheitert; 2006 Viertelfinal-Aus gegen Schweden; 2010 Viertelfinal-Aus gegen die USA. Fazit: Weder im Fussball noch im Eishockey gelang den Schweizern in der Neuzeit an einem Grossanlass ein Exploit. Hoffen wir, dass sich daran 2014 in Sotschi bzw. Brasilien etwas ändert.

  20. André Aenishänslin sagt:

    Mit Hitzfeld hat die Schweiz – so lange er u.a. an einem Quer-/Rückpassspieler Inler oder an Solchen die nur auf der Bank sitzen, festhält – keine grosse Chance, vielleicht noch die WM-Qualifikation aber dann ist Endstation!

    • Rios sagt:

      Genau die, die am meisten motzen sind dann die ersten, die als erste auf der Strasse feiern, wenn die Schweiz an der WM eine Runde weiter kommt.

  21. Luca Zuppinger sagt:

    Fussball / Eishockey: Vor allem gilt eines: Der Schweizer Sportfan ist verwöhnt. Die WM82 in Spanien war die erste, die ich bewusst wahrgenommen habe. Danach dauerte es geschlagene 12 Jahre (für ein Kind eine Ewigkeit), bis sich die Schweizer Fussballnati endlich für ein Turnier qualifizieren konnte. In den letzten 10 Jahren waren wir 4 von 5 Mal dabei (wovon wir uns 3 mal qualifizieren mussten). Dies zeigt, dass die Schweizer Nati mit einem völlig anderen Selbstwertgefühl auftritt. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich glaube nicht, dass ich jemals wieder 12 Jahre auf die nächste Endrundenqualifikation warten muss. Vom Titel zu sprechen finde ich absolut vermessen. Da gibts noch ein paar deutlich stärkere Nationen welche schon lange drauf warten (Niederlande, Portugal,…).
    Eishockey: Vielen Dank für dieses tolle Turnier. Will ich dies mit Fussball vergleichen? Nö!

  22. Daniel sagt:

    Naja, ohne die Eishockeysilbermedailie nicht zu würdigigen, ist und bleibt Eishockey weltweit gesehen eine Randsportart. Im Hornussen wird die Schweiz ja auch immer wieder Weltmeister 😉

    • Paulo Mino sagt:

      @Daniel
      und, haben sie jetzt etwa das Gefühl, hier ein intelligentes Statement abgegeben zu haben ?

  23. de Philippe sagt:

    Hört doch mal auf hier über Eishockey zu dozieren. Es gibt schlicht zu vieles, was sich nicht vergleichen lässt. Und das Eidgenossen/Secondos-Gelaber geht mir auf den Sack!

    Zum Fussball: Shaqiri in die Mitte? Oh yesss! Wir könnten nur stärker sein, wenn er mehr Einfluss aufs Spiel nähme. Es sei denn er verlangt und erhält am Flügel jeden zweiten Ball. In der Mitte darf er das, weil ein Shaqiri mit dem Ball am Fuss im Drittel des Gegners immer eine Gefahr darstellt. Auf dem rechten Flügel wären wir mit Lichtsteiner immer noch überdurchschnittlich und hinter ihm fände sich sicher jemand, solange er natürlich nicht Degen heisst.

    • Auguste sagt:

      hmm…, shaqiri in die mitte? auch “oh yesss!” von hier. und ohne degen ins duell? nochmal “oh yesss!”. sie sind nicht zufällig mit dem us-natispieler damarcus beasley entfernt verwandt?

      • de Philippe sagt:

        😉 nein, leider nicht. Das Alter stimmt zwar fast genau aber wie kommen Sie darauf?

        • Auguste sagt:

          hmm…, wegen der vokale…

          – de philippe
          – damarcus
          – drmic (der kann sich noch nicht zwischen i,o,u oder basel entscheiden)

          • de Philippe sagt:

            de Philippe gibts seit dem legendären Weltwoche-Blog und -Talk im El Lokal von W. de Gregorio und ist eher Schweizerdeutsch als ein französischer Adliger. Er könnte aber tatsächlich auch mal blau-weiss karierte Mäntelkragen getragen haben. (Auch wenn ichs ihm nicht wünsche und schon gar nicht deswegen Fan von ihm war.)

            Tum Thema: Für morgen befürchte ich Stocker in der Mitte, Shaq rechts, Barnetta (autsch…) und im schlimmsten Fall Dzemailii auf der Bank. Sehr mutig war OH leider noch nie.

  24. Rios sagt:

    Dass die Hockey WM weniger attraktiv ist als eine Fussball WM ist nicht nur so weil die ganz grossen Stars fehlen, sondern auch weil sie jedes Jahr statt findet. Es ist zwar WM doch es ist wie irgendein Turnier. Fussball-WM ist alle 4 Jahre. Alle 4 Jahre Ausnahmezustand. Public Viewings bis ins hinterste Bergdorf alles wird auf die WM fokussiert und trotz all den Wettskandalen etc freuen sich fast alle Menschen darauf. Sogar solche die sonst nie Fussball gucken. Hockey ist immernoch ein Sport entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Mit dem jungsten Erfolg der Hockeynati hat sich das ein bisschen geändert. Ab dem Halbfinale hat ziemlich jeder Hockey geschaut. Ob das eine nachaltige Wirkung haben wird bleibt ab zu warten. Wohl eher nicht. Und klar gemessen an der Weltresonanz sind die Achtelsfinalqualis höher einzustufen als die Silber der Hockeyaner. Aber eine Medaille bleibt eine Medaille und da hat die die Schweiz im Fussball auf höchster Ebene (noch) keine. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vieleicht nicht an der WM aber an einer EM. (siehe Dänemark, Griechenland)

    In diesem Sinne Hopp Schwiz…

  25. Stefan Beyeler sagt:

    Beim Eishockey sind an der WM aber ausschliesslich die besten 16 Nationen der Welt mit dabei, d-h jeweils die Nummer 1 – 16 der Weltrangliste und nichts anderes! Das ist sehr wohl ein Unterschied und macht die WM nicht zwingend schlechter als wenn die Megastars aus der NHL mit dabei wären. Im Fussball können sich theoretisch weltweit alle Nationen die im Verband sind für die WM qualifizieren. Dass somit immer die weltbesten dabei sind an einer WM ist reiner Humbug. Ich möchte da nur einige wenige Beispiele von potentiellen Hochkarätern nennen, welche in der Vergangenheit für ein hohes Niveau an der Fussball-WM besorgt waren: El Salvador 1970, Zaire und Haiti 1974, Kuwait (1:10 Schlappe im Gruppenspiel gegen Ungarn), Neuseeland, El Salvador und Honduras 1982, Canada und Irak 1986, UAE 1990, Saudi-Arabien 1994, Jamaika 1998, China 2002,Togo und Trinidad / Tobago 2006, Nordkorea 2010… Oman, Jordanien 2014?? Dies nur einige Beispiele und ich bleibe dabei, das Niveau ist, wenn wir Äpfel und Birnen vergleichen, an der Hockey WM besser oder zumindest nicht schlechter als beim Fussball.

    • DAM sagt:

      Richtig, solange die FIFA den Kontinentalverbänden feste Quotenplätze an der WM zuspricht, wird es nie so sein, dass an einer Fussball-WM tatsächlich die derzeit besten 32 Teams der Welt teilnehmen. Hier eine Lösung zu finden ist wohl unmöglich, evtl. eine weltumspannende Qualifikation ohne Rücksicht auf die Kontinentalverbände?

      Das war beim Eishockey vor nicht allzu langer Zeit übrigens nicht anders mit dem Quotenplatz an der WM, der für eine asiatische Mannschaft (i.d.R. Japan) reserviert war. Damals durfte Japan Jahr für Jahr in der A-Gruppe verbleiben, obwohl sie sportlich jeweils sang- und klanglos abgestiegen wären.

  26. xyxyxy sagt:

    unbelehrbar – nicht zu glauben
    da wurde doch von breiter Seite aufgezeigt und widerlegt warum so ein Vergleich zwischen und Fussball und Eishockey nicht funktioniert
    …. und jetzt wird einfach mit demselben Unsinn (plus der Popularität von Fussball) nachgedoppelt.

    Also Herr Ruch, nocheinmal für sie:
    der ZSC, der nicht damals schon ziemlich früh aus der CH-Liga Flog schlug den NHL -Meister (mit all seinen NHL Stars)
    an Olympia, wo bedeutend mehr NHL Stars teilnehmen – sieht die Sache etwa gleich aus wie bei der WM
    ALLE Manschaften mussten auf den einen oder anderen Topcrack verzichten
    CH hat auch auf einige Playoff-Finalisten verzichtet (das müssten nach ihrer Logik ja dann die Besten sein) – aber ein guter Couch weiss eben, dass nicht ein Star-Ensemble ein Turnier gewinnt, sondern eine kompakte Mannschaft. Das gilt im Eishockey noch viel mehr als im Fussball. Aber selbst im Fussball ist es so: siehe Real Madrid, das vor einigen Jahren meinte, man könne mit einem Dream-Team so auftrumpfen wie die Basketballer… funktionierte nicht. Noch 10mal weniger funktioniert das im Eishockey.

  27. Wishaw Thomas sagt:

    Einmal mehr wird das schweizer Eishockey (in)direkt schlecht geschrieben!

    Mal schauen was die Medien, Spieler und OH von sich geben, wenn sie in der “Hammergruppe” nur 2ter werden und auch die 2te Chance zur Qualifikation vergeben. ….aufjedenfall nur Ausreden!
    Was die super-heros-mega-geilo-wahnsinns Fussballer Shaqiri und Co. inkl. OH beim letzten Quali-Spiel geleistet haben ist wirklich Top! -weiter so……gäähn!

  28. andy stutz sagt:

    Meine Meinung
    “Das Potenzial der Schweizer ist gross…..” ohje, wieviele jahre höre ich das schon
    meiner meinung nach ist der trainer zu defensiv, zu konserviv und schlicht zu alt um offen gegenüber (dem im moment besonders von den deutschen gespielten) frischen offensiven fussball zu sein! ich meine damit nicht, dass sie auf dem niveau der deutschen spielen sollen, man kann auch auf niedrigerem niveau gut und erfolgreich. spritzig und offensiv spielen! ich habe das gefühl, dass man sich immer denkt: mensch wir sind ja schon soooo weit gekommen, das ist ja schon klasse, wenn wir rausfliegen macht das dann nix mehr!!! habe das gefühl, dass die stars zu satt sind! eine bekannte von mir arbeitet in einem schweizer nobelhotel in dem viele fussballmannschaften absteigen unter anderem: liverpool, die griechen und viele andere inkl. der nati! Ihre aussage: die “schweizer” sind die arrogantesten!
    die meisten spiele der nati sind gähnend langweilig und grottenschlecht! kein kampfgeist, keine ideen, kene spritzigkeit! wenn die deutschen 0:1 zurückliegen, dann weiss ich: jetzt gehts erst richtig los! bei der nati hab ich dann einfach nur angst! sry, das ist meine meinung!

    • Andi Maier sagt:

      ….. nur liegen die deutschen selten 0:1 zurück 😉 und ich denke, wir sollten auch nicht die deutsche nati als unser masstab nehmen. da liegen welten dazwischen. schaun wir, dass wir uns für 2014 qualifizieren ! das wäre schon ein grosser erfolg. mit den grossen fullballnationen werden und können wir nicht mithalten .

  29. de Philippe sagt:

    Herr Ruch, posten Sie doch die Frage nach der taktischen Aufstellung der Nati separat. Sonst wird in diesem Fussball-Blog noch länger Halbwissen über eine andere Sportart breitgeschlagen. Danke vorab… 😉

  30. Stefan Beyeler sagt:

    Nun, das war effektiv nur mit Asien bzw. eben Japan so. Und das nur für eine kurze Zeit und man hat gemerkt, dass es keinen Sinn macht. Zum Glück. Japan war nicht nur zu schlecht, es führte auch zu einem absolut unfairen Modus für den zweitletzten, welcher dann Aufgrund eben dieses Fixplatzes absteigen musste. Der sportliche Abstieg im Eishockey verhindert dann halt eben doch eine Verwässerung der Spiele, das kann man sicher sagen. Die Quotenplätze im Fussball ermöglichen es vielen Nationen, einmal wenigstens am grössten Sportevent mit dabei zu sein. Das ist völlig ok. Und im Eishockey wäre das gar nicht möglich, ein quasi Fixplatz für z. Bsp Südafrika wäre absoluter Unsinn. Um das geht es hier aber auch nicht, es geht ja eigentlich darum, die Silbermedaille der Schweizer als grössten Erfolg aller Zeiten einer Mannschaft unseres Landes zu würdigen. Und das ist so, ich bleibe dabei. Oder stellen wir uns vor, dass die Schweizer Fussballer 2014 in den Halbfinal vorstossen. Im Viertelfinale gewinnt man gegen Argentinien bei welchen Messi aufgrund einer Verletzung fehlt. Was tun wir dann? Sagen wir dann, wow, die Schweiz ist im Halbfinale! Jahrhunderterfolg. Oder sagen wir dann, halt, das ist nicht wirklich ein Erfolg, denn Messi fehlte. Ja?

  31. bernhard moser sagt:

    Ausnahmsweise ist die “kleine” Schweiz bevölkerungsmässig der grösste Staat in dieser WM-Quali-Gruppe, schon alleine deswegen sollte man die Qualifikation nach Brasilien schaffen und es ist deshalb keine Sensation wenn man die Quali als Gruppenerster schafft. Und wenn die Schweiz 2014 die Gruppenphase übersteht ist auch dies keine Sensation, denn die Chance ist 50%. das aber die Eisgenossen an der WM eine Medaille schaffen ist ca. 19% (auch wenn die WM jedes Jahr stattfindet und die besten Cracks nicht da sind (auch bei der CH nicht)). Ich bin deshalb der Meinung, dass die Medaille an der letzten Eishockey-WM, (aus meiner Sicht) die grösste Leistung im CH-Mannschaftssport war seit dem 2 Weltkrieg. Sorry Fussballfans.

  32. DK sagt:

    Die Limiten der Schweizer Fussballer wurden gegen Zypern wieder mal gnadenlos aufgezeigt. 15 Eckbälle ohne jegliche Torgefahr. Ungefähr dieselbe Anzahl Flanken von Lichtsteiner mit demselben Resultat. Bei Rodriguez waren’s weniger, aber Ergebnis dasselbe. Aus dem zentralen Mittelfeld (dort hätte heute Shaqiri hingehört, auf dem Flügel ging er unter) keine Impulse nach vorne.

    Und frage mich wirklich, wie ernsthaft da ein Vergleich mit der Eishockey-Nati sein kann …