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Das Kollektiv-Prinzip

Simon Zimmerli am Freitag den 24. Mai 2013
Fans der Schweizer Eishockeynationalmannschaft erwarten die Mannschaft am Flughafen in Zürich. (Keystone)

Die Weltmeisterschaft im Eishockey wird von der NHL verfälscht: Fans der Eishockeynati erwarten die Mannschaft am Flughafen in Zürich, 20. Mai 2013. (Keystone/Patrick Krämer)

Das Wort Modefan gehört für mich eigentlich als Unwort des Jahres 2013 nominiert. Verpasse ich mal zwei  FCZ-Heimspiele in Folge, gelte ich als Modefan, äussere ich mich positiv über die gelungene Basler Europa-League-Kampagne bin ich ein Modefan und selbst wenn ich Armin Alesevic, 19-jähriger FCZ-Jungspund, bei seinem Super League-Debut nicht auf Anhieb identifizieren kann, sehe ich mich schon wieder mit Modefan-Vorwürfen konfrontiert. Allerdings gibt es noch eine tiefere Fankaste: der Trittbrettfahrer. Die Spezies, welche in den letzten Wochen – anlässlich der Eishockey-WM – aus ihrer Höhle kroch, um mit Schweizer Fähnchen und Kantonslampions einen würdigen Rahmen für einen Public-Viewing-Abend inklusive Grillplausch mit anderen akquirierten Trittbrettfahrern zu schaffen.

Aber war dieser Erfolg denn wirklich eine derartige Sensation, um die Tageszeitungen auch heute noch mit Homestorys über unsere WM-Helden zu füllen? Ich will die Leistung der Schweizer an dieser Weltmeisterschaft nicht klein reden, suche aber nach dem Grund, warum die Schweiz jetzt plötzlich eine beinahe unschlagbare Hockeymacht sein soll.

Der Schweizer Auftritt an der Eishockey-WM war beachtlich. Ich wartete stets darauf, dass die Eisgenossen, nachdem sie den drei grossen Eishockeynationen Schweden, Kanada und Tschechien mehr als nur ein Bein stellten, gegen einen Kleinen verlieren. Aber weder in der Vorrunde noch im Viertelfinal, geschweige denn im Halbfinal, wo sie die hochkarätigen Amerikaner in beeindruckender Manier aus dem Turnier warfen, waren Schwächen zu erkennen.

Mich erstaunt dies allerdings nicht, da die vermeintlich stärkeren Mannschaften wie die USA, Russland, Kanada, Tschechien, Finnland und Schweden sich stets anhand der NHL-Playoffs orientieren müssen, wie sie ihr Team zusammen basteln. Dies kann dann andererseits aber auch zu einem Vorteil werden, wenn man kurzfristig die Sedin-Zwillinge und Edler nachnominiert und so beinahe einen ganzen Vancouver-Canucks-Block aus dem Hut zaubert. Die Weltmeisterschaft verkommt zur Farce und ist abhängig von den Playoff-Teilnehmern der nordamerikanischen Profiliga NHL. Und ohnehin muss es ja wohl der Anspruch der Eisgenossen sein, an der Weltmeisterschaft in die Halbfinals vorzurücken, schmückt man sich doch hierzulande mit dem Titel der stärksten Liga ausserhalb Nordamerikas.

Die Schweizer Fussballmannschaft hat ein ähnliches Problem wie die grossen Eishockey-Nationen an Weltmeisterschaften. Sie hat derzeit lediglich vier oder fünf Stammspieler. Die Mannschaft hat keinen eigentlichen Kern und somit kein gesundes Kollektiv. International erfahrene Spieler wie Senderos, Barnetta oder Derdiyok sitzen in ihren Clubs vornehmlich auf der Bank und spielen auch in der Nationalmannschaft keine grosse Rolle mehr. Andere wie Schwegler, Ziegler oder Dzemaili spielen in ihren Clubs gross auf, kommen aber im Nationalteam kaum zum Zug.

Die beste Nationalmannschaft hatten wir unter Roy Hodgson, als sich die Schweiz 1994 erstmals nach 28 Jahren für ein grosses Turnier qualifizieren konnte. Mit Pascolo, Quentin, Herr, Geiger, Hottiger, Ohrel, Sutter, Sforza, Bregy, Knup und Chapuisat. Und vor allem mit Ergänzungsspielern, die sich in den Dienst der Mannschaft stellten. Das Kollektiv war auch das Erfolgsrezept von Jakob Kuhn, der die Mannschaft über lange Zeit zusammenhielt und keine grossen Änderungen in der Aufstellung vornahm. Hitzfeld ist gut beraten, wenn er auf Kontinuität und Vertrauen setzt, wie dies seine Vorgänger sehr erfolgreich getan haben. Er muss jetzt eine Stammelf formen, die er auch in Brasilien auf den Platz schicken würde.

Es würde Sinn machen die Eishockey Weltmeisterschaft ebenfalls nur alle vier Jahre und unter fairen Bedingungen durchzuführen. Sollte die Schweiz dann ebenfalls im Final spielen, würde ich vielleicht auch auf das Trittbrett aufspringen und mich mitfreuen.

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78 Kommentare zu “Das Kollektiv-Prinzip”

  1. DustinPeters sagt:

    Na ja, mal wieder was geschrieben, damit was geschrieben ist:
    Zum Eishockey: Natürlich fehlten vor allem den grossen Nationen etliche Spieler aus der NHL. ABER: das war schon immer so und trotzdem hat die CH nie eine Medaille geholt. Man kann also wirklich von einem tollen Exploit sprechen, vor allem auch, weil nicht “nur” die Grossen besiegt wurden, sondern auch die “Kleinen” souverän weggeputzt wurden. Das Wort Modefan nervt mich aber auch: Ist doch toll wenn ein CH-Team (Fussball oder Hockey) eine Euphorie auslösen kann, und aus jeder temporären Euphorie werden ein paar neue “echte ” Fans bleiben.
    Zum 94er-Team: Ich gebe Ihnen recht, das war wohl das Beste Team der letzten 40 Jahre, aber von welchen Ergänzungspielern reden sie? Ausser Türkilmaz hatte auf der Ersatzbank praktisch keiner das Niveau der Stammelf und das war das grosse Problem damals

    • Eric Cerf sagt:

      Immer schön den Ball flach halten und nicht überborden, Sportsfreunde! Die heutige Nati ist weder mies, noch spielt sie überragend. Warum das so ist, rätseln wir schon länger. Im Prinzip, meine Radio Eriwan, müsste die CH mit bald einmal 24 Legionären, die alle im Ausland gutes Geld verdienen, zu den besseren Fussballnationen gehören. Da spielt die Tagesform einzelner Akteure eine grosse Rolle, die CH hat keinen schnellen, guten Konterstürmer wie der damalige Kubillai einer war. Leider hatte ihn der Trainer Hodgson in der Nase, schade, immerhin konnte Hodgson grosse Erfolge vorweisen.

      Dem heutigen Übungsleiter Hitzfeld fehlten bisher grosse Erfolge, seine eher biedere Strategie fällt auf. Wer weiss, kommt Zeit, kommt Rat. Wir spielten Jahrzehntelang keine grosse Rolle im Weltfussball, stille Mitläufer einer miesen Truppe, die meistens nur Erbarmen beim zusehen erzeugen konnte. Mehr nicht.Das geflügelte Wort der Romands machte damals die Runde: honorablement perdu, comme toujours. Immerhin is dieses Jahr die Chance gut, dass die CH-Nati zu den Sambatänzern an die WM nach Brasilien reisen könnte.Die Ösis etwa im Vergleich: der Trainer Koller soll es dort auch richten. Die müssen aber sehr aufpassen, dass sie nicht zlatanisiert werden, wie die Engländer in Stockholm letztes Jahr, mit dem Jahrhundert-Fallrückziehertor von Ibrahimovic. Insgesamt legte er den Limies vier herzige Eier (!) ins Nest. Die verloren gar zu null, geteert und gefedert, von Häme und Spott übergossen.

  2. Mäse sagt:

    ‘Die beste Nationalmannschaft hatten wir unter Roy Hodgson’ – was hat denn diese Mannschaft mehr erreicht als jene unter Kuhn? Nichts, sie ist wie geschlagene Hunde vom Felde gezogen und dies nach dürftigen Darbietungen. Lieber Autor, wenn Sie Hockey nicht begreifen, versuchen Sie es auch nicht. Bleiben Sie beim Fussball und geniessen Sie die Tips über die neuesten Deos und Stylingwaxes. Da sind Sie gut aufgehoben. In Ländern wie Kanada, Russland, Schweden, Finnland oder den USA wird die Leistung der Schweizer Hockeyauswahl wohlwollend registriert, ja man freut sich darüber. Die Schweiz könnte Weltmeister sein, es gäbe noch erbärmliche Typen die ein Haar in der Suppe finden würden. Dazu zähle ich auch Sie, lieber Autor. Keine Ahnung von nichts, dummerweise kriegen Sie eine Plattform gratis.

    • Chris sagt:

      sehr guter Kommentar!!!!

    • Turi sagt:

      ..hehe, recht hat er..!!

    • Sebastian sagt:

      Ja klar, in anderen Ländern freut man sich über den Exploit der Schweizer. Etwa so sehr wie man hier bereit gewesen ist, die Leistung der Schweden anzuerkennen? Zum 9. Mal sind die jetzt schon Eishockey-Weltmeister bei auch nur 9 Mio. Einwohnern. In den ganzen (!) Leserkommentaren der letzten Tage hier habe ich nicht eine einzige Würdigung zu den Leistungen der Schweden gelesen. Anstatt dem hiess es immer nur “Historischer Auftritt der Schweizer”, oder “Die Schweiz schreibt Geschichte”. Doch was war daran historisch, Vizemeister bei einem jährlich stattfindenden Tunier zu werden in einer nur in den nordischen Ländern populären Sportart? Zumal wie in Schweden Eishockey auch in der Schweiz eine grosse Nummer ist … Aber egal, jedenfalls verbieten sich hier alle Vergleiche mit Fussball-Weltmeisterschaften, in nur alle 4 Jahre stattfinden und wo eine ganz andere Konkurrenz herrscht. Zahlen und Fakten zu nennen, spare ich mir hier, lieber Mäse. Bleib Du ruhig beim Eishockey. Der nächste Winter mit zugefrorenen Seen kommt bestimmt.

      • DAM sagt:

        @Sebastian
        “Doch was war daran historisch, Vizemeister bei einem jährlich stattfindenden Tunier zu werden in einer nur in den nordischen Ländern populären Sportart?”
        Zählen Sie mir doch kurz alle Jahre auf in denen einer Schweizer Eishockeynati der Einzug in ein WM-Finale geglückt ist. Vielleicht verstehen Sie dann was historisch daran ist.

        Gerade die Seltenheit des Erreichten macht es zu einem historischen Ereignis!

        • Vona sagt:

          @DAM
          Ja, sie haben Recht, Silber zu holen ist historisch, da es mehr oder weniger zum ersten Mal passierte. Jaja die anderen Medaillen vor zig Jahern.. die kann man ruhig ausblenden, die waren nicht sonderlich aussagekräftig.
          Nun falls der Medaillengewinn eine Seltenheit bleibt, dann ist die Schweiz Eishockey-technisch doch noch nicht eine so grosse Nation, wie sie angepriesen wird. Denn für eine grosse Nation ist erstens ein Medaillengewinn eine Selbstverständlichkeit und schon gar nicht eine Sensation, zweitens Silber gilt als Trostpreis und nur Gold ist gut genug.
          So oder so es ist zu noch früh über die Qualität der Mannschaft zu urteilen; wir werden es erst an den Olympischen Spielen erfahren, wozu die Nati wirklich fähig ist. Die sind nämlich eher mit einer Fussball-WM zu vergleichen, besonders was die Qualität der Teilnehmer und das Publikumsinteresse angeht.
          Was die überschäumenden und den Rest der Welt ausblendenden Schweizer-Medien angeht, die das Wort Sensation inflationär gebrauchen, hier ist das Rezept ziemlich einfach: um eine wirklich sachliche und präzise Analyse zu den Fussball- und Sportereignissen generell zu bekommen muss man sich der deutschen Medien bedienen, da die CH-Medien oft provinziell, voreilig und teilweise befangen argumentieren, was die Leistungen der Vertreter der eigenen Nation angeht: Paradebeispiel hierzu ist Shakiri. Fairweise muss man anmerken, dass die Berichterstattungen der NZZ eine erfreuliche Ausnahme bilden.

    • Henry sagt:

      Mäse das mit der Fussball-Nati ist kompleter Unsinn. Unter Hodgson hat die Nati die Gruppenspiele überstanden (z.B. 4:1 gegen Rumänien und 1:1 gegen USA) und ist erst in der Direktausscheidung gegen Spanien gescheitert.

      • Michel sagt:

        Jaja, Hockey-Mäse: Das 4:1 gegen die Rumänen schaffte es gar unter die besten 3 Spiele der gesamten WM! Die spielten schon sehr gut damals…..verglichen mit dem schrecklichen Sieg von Hitzfeld gegen die Spanier hatten wir da ein echt gutes Team, das in allen Mannschaftsteilen überzeugte…..

  3. Philipp Rittermann sagt:

    stimmt schon. eishockey ist schnell und attraktiv. dagegen ist fussball tod-langweilig. ausserdem sind die eishockey-fans nur halb so dämlich die die fussballfans, (ausgenommen sind natürlich die fcz-südkürvler – ich war ja auch mal einer….). 🙂

  4. xyxyxy sagt:

    Hallo? Dass die Eishockey-WM nicht mit der Fussball WM zu vergleichen ist, ist wohl jedem klar. Wäre sie das, wäre Ausnahmezustand in der Schweiz gewesen. Das mediale Echo für unsere Eishockeyaner war mehr als angemessen. Denn diese WM war so, wie alle anderen WMs, und trotzdem kam die Schweiz viel weiter, schaffte mehr, als seit laaangem. Also was soll das?

    Sie meinen, dass mehr NHL Stars unbedingt den Unterschied machen? Bei Olympia (mit mehr NHL-Stars) sind die Kräfteverhältnisse nicht so anders, und äh, schon vergessen: der ZSC schlug den NHL Gewinner (bei dem 100% der NHL Stars dabei waren).
    Eishockey kann man eben nicht mit Fussball-Logik verstehen. Das ist eine andere Dynamik. Also springen sie besser nicht aufs Trittbrett.

    • Max Müller sagt:

      Ein Spiel reicht nicht um das Gefühl zu haben!
      Bei Olympia hatten wir keine Chancen und es standen jene Mannschaften im Finale welche aus nahezu 100% NHL Spielern besteht.
      Jene die glauben unsere Liga wäre nahe an der NHL die waren nie dort. Ganz ehrlich ich habe ein Jahr lang jedes Spiel der Florida Panthers (wahrlich kein starkes Team) gesehen und die wären in unserer Liga unangefochten an der Spitze.

  5. Robert Lee sagt:

    was mir am meisten aufgefallen ist, sind die namen der spieler. die fussballnati beherbergt vorallem spieler mit wurzeln aus dem balkan und weiteren nationen. spielen sie gegen die mannschaft ihres herkunftslandes und erzielen dann noch ein tor, getrauen sie sich nicht mal darüber zu freuen. viele sehen sich auch mit der frage konfrontiert, wo soll ich künftig spielen. in der schweiz, wo ich aufgewachsen bin, oder für mein eigentliches heimatland, mit dem ich durch die familie sehr verbunden bin und für das mein herz schlägt? die hockeynati ist keine kunterbunt durchmischte truppe, sondern sämtliche spieler haben ihre wurzeln in der schweiz. das macht den entscheid für die schweiz zu spielen einfach. dann kommt noch die verbundenheit zur schweiz. während die fussballspieler kaum unsere hymnde kennen, sangen die hockeyaner an der wm in schweden teils inbrünstig mit. der stolz stand ihnen ins gesicht geschrieben. ich persönlich kann mich nicht mehr mit der ch-fussballnati identifizieren. sie wiederspiegelt die ch-gesellschaft und mit der habe ich eh je länger denn mehr mühe.

    • bulivo sagt:

      Vielen Dank für diesen Kommentar!

      • Stefan Beyeler sagt:

        Kann ich eins zu eins so unterschreiben. Mit der Eishockey-Nati kann ich mich voll und ganz identifizieren. Habe aktuell jedes WM-Spiel im TV gesehen und mitgelitten (wie übrigens jedes Jahr seit 1987!). Mit der Fussball-Nati kann ich schon seit längerem absolut nichts mehr anfangen, sie lässt mich völlig kalt… Mode Fan? Keine Ahnung, aber ich kann mich einfach nicht mehr mit ihr identifizieren. Die angesprochenen Punkte von Robert Lee spielen dabei eine sehr grosse Rolle, ja.

      • Mario Bernasconi sagt:

        @Robert Lee. Klarer Kommentar! Ich sehe es genau so und das IST das Problem der Fussballnationalmannschaft. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

      • Cyrill Hausammann sagt:

        Es geht doch je länger je mehr vielen anderen Schweizer Sportfreunden genau gleich. Muss ich mir die gegelten Köpfe in der Fussball-Nati anschauen, von welchen die meisten (selbst die ohne Migrationshintergrund) kaum einen fehlerfreien Satz zum besten geben können, geschweige auch nur eine Zeile unserer Nationalhymne kennen, kann ich mich ebenfalls nicht mit dieser identifizieren. Ein Fussballspiel zwischen der Schweiz und Frankreich hat in etwa soviel nationale Charakteristik, wie eines zwischen Inter Mailand und dem Chelsea FC, nämlich gar keinen mehr. Und hat auch in etwa den selben Durchschnitts-IQ. Da wird eher “Traumauto-Quatett”, als Schach oder Musik gespielt.
        (Ich bin ehrlich, ich vermisse die Zeiten, als die Nati noch aus Typen wie Herr, Quentin, Sutter oder Knup bestand)

        Die Leistung der Schweizer Eishockey-Nati ist da umso erfreulicher, da sie zeigt, was mit Zusammenhalt, absolutem Einsatz eines jeden Einzelnens, aufopferndem Willen und Kampf zu holen ist. Und sie zeigt auch, wie die in den letzten 20 Jahren auf nationaler Ebene eingeführten Programme immer mehr Früchte tragen.

    • Raymond Allaman sagt:

      Ja genau, sämtliche Spieler haben ihre Wurzeln in der Schweiz. Ryan Gardners Vorfahren kommen sicher aus St. Antönien und jene von Raphael Diaz vermutlich aus dem Muotathal.

      • Cyrill Hausammann sagt:

        Au weh, Herr Allamann. Gerade mal 2 von (insgesamt) 26 Spielern, welche in Stockholm für die Nati vor Ort waren. Bein den Fussballern ist es so ziemlich genau umgekehrt.
        Dazu versteht sich ein Diaz zu 100% als Scvhweizer und wartet nicht heimlich auf eine Aufgebot der spanischen Nati, bloss weil sein Grossvater mal von dort kam.

        Meinetwegen dürfen Shakiri, Xhaka und Mehmedi gerne für Albanien spielen. Sie würden ersetzt.

    • Black Rock sagt:

      Sämtliche Spieler? Ryan Gardner hat zwar seine erste Spielerlizenz gemäss Wikipedia in der Schweiz gelöst ist aber in Kanada aufgewachsen. Weiss nicht wie es um den Röthlisberger Ben steht, aber wenn er die Möglichkeit auf einen Schweizer Pass hat, wäre es schön wenn er für die Nationalmanschaft spielen würde. Unter Roy Hodgson hatten wir bei den «Tschüttelern» vielleicht nicht die beste, aber die legendärste Mannschaft. Der Freistoss von Bregy, die langen wehenden Haaren von «Susi» Sutter, der Fussball Gewerkschafter Egli, der Walliser Block in der Abwehr mit Quentin dem Beisser. Die hupenden Autos am Limmatquai nach dem Sieg gegen Rumänien, so eine Feier wird es leider nie mehr geben ausser vielleicht auf dem Trittbrett eines Trams. Das Limmatquai ist ja jetzt Autofrei! Muss man den Armin Alesevic kennen?

    • hekabu sagt:

      Sehe ich genauso. Stimmt 100 % mit meiner Meinung überein.

  6. Dino sagt:

    Klingt wie der verzweifelte Hilferuf eines Fussballfans der einfach sauer ist, dass wir nicht besser sind in dieser Sportart obwohl so viel Geld rein gepumpt wird und jedes Kaff drei und mehr Fussballplätze hat.
    Hier wird versucht den Erfolg der Schweizer Hockey Mannschaft zu schmälern indem man mit der selben alten Leier ankommt wie man sie von vielen hört: “Ja aber die grossen Teams haben ihre NHL Stars nicht!“ – dazu gehören wir ebenfalls, oder wurde; Sbisa, Hiller, Brunner und Streit kürzlich der Schweizer Pass aberkannt?
    Was dieses Team geleistet hat, davon können die Tschutter nur träumen, weil der Ehrgeiz fehlt, der Stolz und Wille. Dieses Team ist stolz darauf das Schweizer Kreuz auf der Brust zu tragen – es hat eine Bedeutung, genau gleich wie das Ahornblatt für die Kanadier, die Tre Kronor für Schweden oder die simplen drei Buchstaben USA für Amerika. Nur wenn auch die Fussballer diesen symbolischen Wert verstehen und stolz sind ein Team zu sein, dann wird der Erfolg kommen – potential wäre schliesslich vorhanden.

    • Stefan Beyeler sagt:

      Vergessen wir dabei nicht, dass die Schweiz im Eishockey schon an der Olympiade in Turin 2006 grosse Nationen mit Bestbesetzung bezwungen hat. Andrerseits um auf die Fussball-WM zu sprechen zu kommen und das Thema, dass dort alle Stars am Start sind, was haben denn Messi und C. Ronaldo an diesem Turnier jeweils gezeigt bisher? Genau, nichts!!

  7. cyrus der virus sagt:

    einige anmerkungen zum text:
    – sedins sind stürmer (w/c), edler ist verteidiger, somit ist “…ein fast kompletter block (…) aus Vancouver” etwas übertrieben, zumal elder ja für den halbfinal und den final gesperrt war
    – die nla ist wohl nicht die beste liga ausserhalb der nhl. dies dürft, trotz grossem gefälle, immer noch die KHL sein. die nla kann sich wohl mit den lige aus SWE/FIN/CZ messen bzw. gehört hierbei sicher zur besseren hälfte
    – dass andere nationen nicht auf die “besten” spieler zählen konnten, ist nichts neues, man darf aber nicht vergessen, dass auch der CH einige spieler fehlten (Streit, Hiller, Bärtschi, Brunner) die noch etwas ausmachen können. dass aber die summe der “besten” spieler nicht immer das beste ergebnis zur folge hat, ist ja auch bewiesen (vgl. eishockey wm 2000 in russland, olympia in turin, olympia in VAN)

    ich denke, man sollte sich am fantastischen teamgeist dieser truppe und des daraus resultierenden erfolgs, einfach mal freuen

  8. B. Tertre sagt:

    Wie kommen Sie darauf, dass es ein Problem ist, dass Schwegler, Ziegler, Dzemaili nicht zum Zug kommen? Schwegler müsste an Captain Inler oder Behrami vorbei, sorry geht nicht. Was Inler für eine Wichtigkeit auf und neben dem Platz hat ist wohl unbestritten, und Behrami spielt seit Jahren auf hohem Niveau, bin versucht zu sagen, dass er diese Saison sogar Weltklasseformat erreicht hat. Und warum sollte Ziegler spielen? Wer Lichtsteiner auf seiner Position als Konkurrent hat hats schwer, ob bei Juve oder in der Nati, sorry da ist kein vorbeikommen, aber Ziegler ist zweifellos eine tolle Alternative falls Lichtsteiner ausfallen sollte. Bei Dzemaili das selbe wie bei Schwegler, aber ebenfalls unbestritten eine grossartige Alternative falls die gesetzten ausfallen. Dies sind keine Probleme, sondern eine Situation, die sich Roy Hodgson zu seiner Zeit als Trainer wohl gewünscht hat. Was wäre wohl passiert wenn dazumal Sforza ausgefallen wäre? Oder der Abwehrturm Herr? Oder Dauerläufer Hottiger? Ich kann mich an keine Spieler erinnern, welche diese Lücken hätten schliessen können. Zweifelsohne war es genial, mit dieser Mannschaft zu jubeln, aber sprechen Sie bitte nicht von der besten Nati aller Zeiten. Wenn sie die beste gewesen sein sollte, dann wäre sie nicht zwei Jahre später auseinander gefallen wie sonst was.
    Und was das alles mit den tollen Leistungen der Eishockey-Nati zu tun haben sollte… Ihrem Unterton zu vernehmen sollte man diese besser ignorieren als sich darüber freuen…? Also bitte, lieber Autor, ich habe schon einige Blogs gelesen, auch einige die das gleich tiefe Niveau haben. Aber dazu noch so humorlos geschrieben? Naja…

    • bulivo sagt:

      Schon mal daran gedacht, dass Lichtsteiner auf der rechten Seite spielt, während Ziegler linker Aussenverteidiger ist?

      Inler ist mittlerweile nicht mal mehr bei Napoli stark, geschweige denn Stammspieler. In der Nati hat der noch nie was gezeigt!

      • B. Tertre sagt:

        Stimmt, bei Ziegler/Lichtsteiner war bei mir was falsch programmiert. Aber an Inler kommt man trotzdem nicht vorbei. Wohl ist er zur Zeit 2. Wahl bei Napoli, ich glaub aber nicht, dass dies ein Dauerzustand a la Barnetta oder Derdiyok sein wird.

    • Max Bader sagt:

      Ziegler ist Linksverteidiger und sicher nicht schlechter als Rodriguez. Inler mag seine Qualitäten haben, hat aber kaum ein gutes Nati-Spiel gezeigt, deshalb wäre Schwegler eine zu prüfende Alternative.

      • B. Tertre sagt:

        Schwegler ist ebenfalls ein guter Spieler, keine Frage. Ist doch super, dass wir im zentralen Mittelfeld diese Möglichkeiten haben, meine Favoriten für die Startaufstellung sind trotzdem Inler/Behrami. Dzemaili gehört auf jeden Fall auf die Bank als Einwechselspieler wenn Akzente nach vorne gefragt sind und Schwegler kann man auf Abruf bereithalten.

  9. Maik Schärer sagt:

    Es ist schade, dass der Autor auf die gleichen alten (und falschen) Klischees zurückgreift, wie dies gerne von Fans der grossen Nationen gemacht wird, wenn sie verlieren. Gute Spieler alleine reichen nicht, um gut zu spielen. Wie der Autor im zweitletzten Abschnitt selber sehr schön erklärt, ist das Kollektiv mindestens ebenso entscheidend. Wenn man die Berichte in ausländischen Medien liest, wird genau das an der Schweizer Nationalmannschaft so bewundert, dass jeder Spieler jederzeit gekämpft hat und sich für keine “Drecksarbeit” auf dem Eis zu schade war.

    Ausserdem, wieviele bessere Spieler können denn die anderen Nationen noch aufbieten? Als die WM begann, waren bereits 14 von 30 NHL-Teams im Urlaub. Als die Viertelfinals begannen, waren weitere 8 Teams frei. Team USA konnte also im Halbfinal bereits Spieler aus 22 von 30 NHL-Teams auswählen. Darunter war zum Beispiel mit den Anaheim Ducks das drittbeste Team der regular Season, das bereits in der ersten Playoff-Runde rausfiel. Zu behaupten, dass Team USA aus den restlichen 8 Teams so viel gute Spieler aufbieten können, dass die Schweiz (die gegen die USA die klar bessere Mannschaft war) nur noch eine kleine Chance gehabt hätten, ist realitätsfremd.

    Die Schweiz hat an dieser WM so gut gespielt wie noch nie in den letzten 15 oder 20 Jahren. Sie haben (im Gegensatz zu früheren Siegen gegen die grossen Nationen) offensiv gespielt, haben versucht, das Heft selber in die Hand zu nehmen. Genau deswegen hatten sie auch keine Probleme mit den kleinen Nationen und haben dort teilweise mit der angezogenen Handbremse gesiegt.

    Nunja, freuen wir uns auf die nächste Olympiade. Die NHL wird (hoffentlich) wieder Pause machen, und alle Nationen können mit den besten Teams auftrumpfen. So wie die Schweiz dieses Jahr gespielt hat, ist aber auch an der Olympiade wieder eine Medallie möglich.

  10. han sagt:

    Wann, wo und wie auch immer die beste Mannschaft aufgelaufen ist, ist doch eigentlich völlig irrelevant. Die Schweizer Fussballnati hat auf dem Papier meiner Meinung nach seit Jahren ein gewaltige Qualität, mittlerweile auch in der Breite. Hat jedoch an wichtigen Anlässen (WM/EM) noch nie wirklich einen Blumentopf gewinnen können (ok, eine kleine Ausnahme, USA ’94).

    Was mich an der vergangenen Hockey-WM derart begeistert und ehrlich gesagt mitgerissen hat war diese für mich bislang mehr oder weniger unbekannte Winner-Mentalität. Die Jungs waren enttäuscht über die verpasste Goldmedaille. Hmm. Einige Skifahrer waren bisher schon zufrieden, wenn sie heil unten angekommen waren. Aber nein, diese Jungs wollten und wollen mehr. Herrlich! Dass da der Eine oder Andere aus dem Busch kommt und auch zum begeisterten Supporter verkommt hat für mich eigentlich nichts mit einer Modeerscheinung zu tun. Und wenn doch, dann bekenne ich mich aufrichtig und stolz schuldig.

    Aber eigentlich gibt es bei mir noch einen anderen Grund, derart begeistert zu sein. Nämlich die Berichterstattung des Staatsfernsehens. Kompetente, intelligente, integre, bodenständige und begeisternde Typen, die auch einem Laien in einfachen Worten erklären können, um was es im Hockeysport geht. Dies ganz im Gegensatz zu den Diven und Selbstdarstellern (Moderatoren wie “Experten”) beim Tschutti-Sport. DAS ist für mich das Hauptargument, warum es wohl derart viele (Neo-)Modefans gegeben hat, die aus ihren Löchern gekrochen sind. Seit langem hat es sich wieder einmal gelohnt unsere hochsubventionierten Leutschenbacher zu schauen, weil es von A-Z gestimmt hat. Weiter so!

  11. Pascal sagt:

    Die Eishockey-Weltmeisterschaft, die es alle vier Jahre gibt nennt sich Olympische Spiele.
    Und der Grund warum die Fussball-Nati nicht erfolgreich ist, ist auch ganz einfach. Die sind einfach Geldgeil!

  12. Kaspar sagt:

    @Mäse: den Nagel auf den Kopf getroffen ganz im Gegensatz zum Autor. War seit sehr langem der sinnloseste und schlechtest geschriebene Artikel den ich gelesen habe.
    Herr Zimmerli bleiben sie, wo sie sind und kehren sie dem Eishockey den Rücken. Werden sie bitte niemals – wenn auch nur Trittbrettfahrer – Modefan unserer grossartigen Eishockeynati. Die Playoffs waren schon im Gange während der WM und es wäre übertrieben zu behaupten, dass Kanada, Russland, USA und Schweden vollkommen ohne jegliche NHL Spieler antraten (, auch die Schweiz musste auf Brunner und Streit verzichten). Ausserdem vergleichen Sie mal die Anzahl lizenzierter Eishockeyspieler in den verschiedenen Topnationen und der SChweiz (unabhängig der NHL), da sollte Ihnen ein Licht aufgehen und der Exploit des schweizer Teams etwas verständlicher werden.
    Die Eishockeynati bleibt schlichtweg die einzige schweizer Sportmannschaft die auf Spitzenniveau mitmischen kann und die Silbermedaille war ganz sicher nicht gestohlen, sondern hart, unterhaltsam und attraktiv erspielt. Dieses Team hat mit seiner bescheidenen Art und einer nie dagewesenen qualtitativ starken Leistung die Fans gewonnen, welche Sie als Trittbrettfahrer und Modefans bezeichnen. Es könnt ja sein, dass durch diesen erstmaligen Exploit diese Modefans zu “richtigen” Fans werden und somit würde Ihre Schwarzmalerei und Kritik überflüssig werden.
    Über die starke Leistung und die unterhaltsamen Spiele darf man sich hierzulande freuen, ob als hartgesottener Eishockeyfan oder Modefan, die Jungs von Simpson haben diese Unterstützung auf jeden Fall redlich verdient! “Nörgeler” wie Sie einer sind, haben einem Vizeweltmeister nichts anzuhaben, bleiben Sie daher getrost bei Ihrem FCZ!

  13. Franco sagt:

    Das ist eine typische Schweizer Mentalität statt sich zu freuen das wir VizeWeltmeister geworden sind in einer Art und Weise wie es niemand für möglich gehalten hätte, versucht man zu erklären warum die Umstände gerade günstig waren. Selbst wenn es so wäre muss man es auch ausnützen können. Die Fussballer haben gegen die Ukraine im Achtelfinal gezeigt wie man eine günstige Situation in den Sand setzt. Ich nehme an der Champions League Sieg der ZSC Lions war auch Glück oder Zufall oder was weiss ich? Nein der Schweizer macht sich gerne selber klein und sollte der Roger Federer zuviele Turniere gewinnen und dann doch wieder mal eines Verlieren ist der Schweizer nicht traurig und sagt: Der hat jetzt schon soooo viel gewonnen, das ist schon ok wenn mal ein anderer darf….

  14. Thomas Hablüzel sagt:

    Treffend geschrieben, Mäse.
    Ich halte es so, wie es Anders Eldebrink auf den Punkt gebracht hat:
    “Eishockey ist kein Fussball. Eishockey ist ein Kampfsport; ein Gladiatorenkampf mit ein wenig Technik.”

    Es stört mich, wie die CH-Fussballfans und die Presse unsere Fussballnati jeweils in den Himmel loben, wenn man mal zufällig Spanien schlägt oder gegen andere grosse Fussballnationen mit nur einem Törchen verliert. Unsere Fussballnati hat bisher noch keinen Besenstiel gewinnen können (!), leistet sich aber regelmässig Aussetzer gegen Zwerge wie die Faröer, Azerbaidschan und Konsorten.

    Und, entgegen den Aussagen des Autors, die Eishockeynati ist dieses Jahr nicht in den Final vorgedrungen, weil ein paar gegnerische Hochkaräter noch in den NHL-Playoffs beschäftigt waren. Diese Mannschaft ist als ausgezeichnet eingestelltes Team (i.e.S) angetreten und hat mit ihrer Taktik und ihrem Kampfgeist ein Eishockey gespielt, welches bei jedem Eishockeykenner die (Freuden-)Tränen in die Augen trieb.
    Dementsprechend empfehle ich dem Autor, doch einmal über jenen Unterschied zu schreiben, welcher beim Vergleich Fussball vs. Eishockey doch am eklatantesten auffällt: das Verständnis für den Begriff “Team”. Wie beim Eishockey jeder für den anderen rackert, ohne Schauspiel Zähne und Blut verliert und trotz Blessur beim nächsten Einsatz wieder für seinen Kollegen aufs Eis geht. Und im Gegensatz dazu wie beim Fussball ein Team (?!?) von schön frisierten und manikürierten Individualisten bzw. Primadonnas nach einer (wenn überhaupt) leichten Touche sich jeweils per dreifacher Kampfrolle und schmerzverzogener (Hack-)Fresse auf dem Rasen wälzen, per Bahre vom Platz getragen werden und gefühlte 10 Sekunden später aufstehen, sich die Haare zurechtmachen und dem Schiri winken um wieder mitspielen zu können. Ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich solche Szenen sehe.

    • René sagt:

      hihi, tiptop herr hablüzel.
      ich kann manchmal fast nicht mehr, wenn ich die fussballer nach dem pausentee, offensichtlich frisch frisiert, wieder auf den platz tänzeln sehe (c. ronaldo soll sogar jeweils duschen…).
      eines der wohl schönsten bilder, die den geist hinter einer sportart aufzeigen können: m. seeger mit dem pokal im tram
      (bin nicht mal ZSC fan).

      • Kaspar sagt:

        Stimme überein, absolut treffend formuliert. Das Bild von Seger im Tram mit dem Pokal sagt mehr als tausend Worte und ist schlicht grandios (ich bin Gotteron Fan und nicht ZSC Fan, doch in diesem Falle ist man einfach Eishockeyfan und freut sich darüber)

    • Hans vom Hübel sagt:

      Als Fussballfan, den Eishokey nur am Rande interessiert, stimme ich Dir 100% zu.

      Es tut mir in der Seele weh, zu sehen dass mein Lieblingssport ein Tummelplatz für metrosexuelle Selbstdarsteller, Schauspieler und Weicheier geworden ist. Den Teamgeist des Eishokeys, die Fairness und Sportlichkeit des Rugbys, die Technik des Fussballs – so sähe die ideale Welt aus. 🙂

    • Hans vom Hübel sagt:

      Als Fussballfan, den Eishokey nur am Rande interessiert, stimme ich Dir 100% zu.

      Es tut mir in der Seele weh, zu sehen dass mein Lieblingssport ein Tummelplatz für metro§exuelle Selbstdarsteller, Schauspieler und Weich€ier geworden ist. Den Teamgeist des Eishokeys, die Fairness und Sportlichkeit des Rugbys, die Technik des Fussballs – so sähe die ideale Welt aus. 🙂

  15. Arthur Steiger sagt:

    Die Schweizer haben gegen die Schweden, Tschechien und Kanada gewonnen und es danach durchgezogen, obwohl das Ausscheiden gegen Tschechien und die USA erwartet wurde. Sie hatten ein Team, ein Konzept und ein Wille – genau das ist der Unterschied zur Fussball-Nati. Da gewinnen sie an der WM sensationell gegen Spanien und danach ist die Luft bereits draussen, sprich sie scheiden in der Vorrunde aus. Aus Schweizersicht hat im Fussbal lediglich der FC-Basel in der CL und der EL Leistungen erbracht, die von der Art (Team, ein Konzept und ein Wille) mit dem Eishockey vergleichbar sind.

    • DAM sagt:

      @Arthur Steiger
      Es ist alle korrekt was Sie schreiben. ABER: Gerade die Eishockey-Nati war doch vor der diesjährigen WM jahrelang dafür bekannt immer mal wieder einen Grossen zu besiegen um dann im entscheidenden Moment doch nichts zu erreichen.
      Einige Beispiele:
      – WM 2010: Siege gegen Kanada und Tschechien, dann Out im Viertelfinale gegen Deutschland
      – WM 2008: Sieg gegen Schweden, out im Viertelfinale
      – Olympia 2006: Siege gegen Kanada und Tschechien, out im Viertelfinale

      Ich bin überzeugt, dass auch die Fussballer bald einmal über ein gesamtes Turnier glänzen werden.

      • Arthur Steiger sagt:

        @dam Richtig. Aber wenigstens die Viertelfinals erreicht und nicht schon in der Vorrunde ausgeschieden, was bei den Fussballern leider häufiger der Fall war (u.a. WM, Heim-EM)
        Jede schweizer Mannschaft die Erfolg hat weckt Emotionen. Die Hockeyaner haben das jetzt geschafft und die Fussballer letztmals 2006 in Deutschland.

  16. Stefan Schneider sagt:

    Wie viel Ahnung Hr. Zimmerli vom Fussball hat, kann ich nicht beurteilen; vom Eishockey versteht er aber definitiv wenig. Die grossen sechs Nationen im Eishockey haben genügend Spieler, um auch, wenn noch die halbe NHL in den Play-Offs steckt, absolute Weltklasse-Teams zusammen zu stellen. Die Stärken der kompletten Olympia-Teams dieser Nationen weichen daher nur um Nuancen von denjenigen der WM-Teams ab, auch wenn sie für die Schweiz, die mittlerweile auch ein halbes Dutzend NHL-Spieler hat, dann halt noch ein kleines bisschen schwieriger zu bezwingen sein werden. Dass die WM wegen der Play-Off-Verstärkungen während des Turniers nun geradezu völlig verzerrt würde, ist absurd. Und dass eine jährliche WM ein deutlich geringeres Gewicht hat als eine, die nur alle vier Jahre stattfindet, ist halt nun mal so.

    • Arthur Steiger sagt:

      Ich kann Herrn Schneider zur zustimmen:
      – die Schweizer haben auch schon an olympischen Spielen, bei Teilnahme aller NHL-Cracks gegen grosse Nationen gewonnen, u.a. Vancouver und Turin
      – CH-Spieler der Extraklasse waren in Stockholm nicht mit dabei, weil sie noch in der NHL beschäftigt waren
      – das USA-Team setzte sich bis auf zwei Ausnahmen ausschliesslich aus NHL-Spielern zusammen. Natürlich waren das nicht Spieler der Top-Teams dieser Saison, doch waren ein Gros der Schweizerspieler auch auch Langnau und Kloten, die beide in den Playouts waren.

  17. Daniel T. sagt:

    Der grosse Unterschied ist, dass Ryan Gardner auch bei einem Score oder sogar Sieg gegen Kanada mitjubelt und sich sichtlich/ehrlich freut…

  18. Tim Meyer sagt:

    Ein Artikel, der beweist, dass der Schreiberling leider aus diversen Gründen nicht auf der Höhe des Themas ist. Zum einen hat mittlerweile auch die Schweiz ihre besten Spieler in der NHL, welche wie bei den anderen “grossen” Nationen meist nicht an der WM sind. Somit herrscht sozusagen “Gleichstand”. Dazu beweisen auch die Olympia-Turniere, welche jeweils mit allen NHL-Stars stattfinden, dass dann die Kräfteverhältnisse auch nicht anders sind. Die Schweiz kann dort genau so gut mithalten wie an einer WM. Der Vorwurf der “Verfälschung” / “Farce” ist somit haltlos und naiv. Zudem ist ein Team voller Stars nicht notgedrungen das bessere Team, welches die “richtigen” Leute zusammenbringt (siehe gerade die CH-Nati in diesem Jahr).
    Somit kann dies definitiv nicht als “Entschuldigung” für die uninspirierte Fussball-Nati gelten. Und was hat denn die Tatsache, dass bei der Fussball-Nati die Nationalspieler im Ausland auf der Bank sitzen, mit den NHL Stars der grossen Nationen zu tun? Rein gar nichts! Das zeigt lediglich, dass die Schweizer im Fussball leider ganz klar nicht in der Nähe der grossen Nationen sind, wenn man in deren Ligen nur auf der Bank sitzt. Ein völliger Apfel-und-Birnen Vergleich …
    Last but not least, der Vergleich der CH Eishockey-Liga und der ausgesprochene “Anspruch” auf einen WM-Halbfinal … was hat denn die Stärke der Nati mit der Stärke der Liga zu tun? Nun gut, ganz unabhängig ist das sicherlich nicht, aber die Liga widerspiegelt eher die Breite und die Nati die Spitze, zudem spielen in der Liga auch die Ausländer eine wichtige Rolle. Nicht nur in der Schweiz, auch in der NHL … und da wären wir wieder am Anfang der Diskussion …
    Kurz gesagt: Die Eishockey Nati hat sich ihren Status durch viel Herz, Freude, Stolz und Einsatz verdient, zusammen mit einer vorbildlichen Juniorenförderung in den letzten 20 Jahren. Gerade vom ersten Teil könnte die Fussball-Nati noch viel lernen.

  19. Mäse 2 sagt:

    Man merkt schon, dass Simon Zimmerli nicht viel mit Eishockey am Hut hat. Die Behauptung, dass die “grossen” Nationen nur mit einem B-Kader antreten, weil in der NHL noch die Playoffs laufen, ist schlichtweg falsch und stimmt schon lange nicht mehr…
    Die Kanadische Auswahl hatte z.B. mit Stamkos die Nr. 2 der Scorerliste (die nr. 1, Martin St. Louis wollte aus Familiären Gründen nicht teilnehmen), und mit E. Staal und Hall zwei weitere Spieler aus den Top 10 (die Sedins waren auf den Rängen 20 und 31). Auch die anderen Spieler gehören zu den absoluten Leistungsträger ihrer NHL-Teams. Die Schweiz gewann gegen dieses Team…
    Auch die Tschechen (in der CH Gruppe) hatten mit Voracek, Tlusty, Fleischmann, Plekanec vier der besten 5 NHL-Tschechen in der NHL am Start. Diese Teams sollen also die WM zu einer Farce verkommen lassen? naja… eine ganz schwache Argumentation…

    Die Schweiz hat ihre Position in den Top 8 Nationen auf überzeugende Art gefestigt und das darf man würdigen. Dass hier krampfhaft nach Argumenten gesucht wird, die belegen sollen, dass der Erfolg nicht dem Können der Schweizer zu verdanken, ist richtig hässlich…

    und wer ist dieses “man” in der Aussage “schmückt man sich doch hierzulande mit dem Titel der stärksten Liga ausserhalb Nordamerikas”? Können neuerdings Aussagen aus dem Bekanntenkreis als Expertenmeinung zitiert werden?

    Der Schreiber sollte lieber bei dem Thema bleiben, von dem er Ahnung hat und seine “Expertenanalysen” zu anderen Sportarten bleiben lassen, das ist dem Blog nicht würdig….

  20. Bernd S. sagt:

    1. In der NHL gibt 30 Teams, 14 davon schaffen den Sprung in die Playoffs nicht. Diese 14 Teams stellen die Spieler für das kanadische Nationalteam. In jedem dieser Teams hat es genug Topstars die z.B. für Kanda an der WM gespielt spielen.

    2. Es gab im übrigen viele Schweizer Topspieler die nicht an der WM waren. Und trotzdem hat die Schweizer Nati eine sensationelle WM gespielt.

    3. Genau dies ist eines der Unterschiede. Wenn im Hockey Nationalteam Spieler ausfallen, weil sie verletzt sind, auf der Ersatzank sitzen oder in der NHL engagiert sind, dann gibt es genug andere Spieler die der Nati zur Verfügung stellen. Für die Fussballnati gibt es Momentan einfach zu viele Spieler, für die es kaum einen valablen Ersatz gibt.

  21. Fritz sagt:

    Also ich finde man sollte neben dem Lob für die Leitungen der Schaumstoffgepolsterten-2-Minuten-Eiszeit Spieler auch jene unserer Faustball Nationalmannschaft würdigen! Im Gegensatz zu den “Versagern” im Eishockey haben die ihren Final wenigstens gewonnen und sind amtierender Europameister! Nicht zu vergessen die Erfolge unserer Tauzieh Nati! Die sind bei den Herren und in fast allen Gewichtsklaase geradezu Serienweltmeister!!! Da können sich unsere Fussballer und Eishockeyaner mal eine Scheibe abschneiden… Fazit wir sind keine Eishockey- und schon gar keine Fussballnation sondern Weltklasse im Tauziehen und Faustball.
    Selbst im Curling, Radball und Unihockey sind wir noch besser als in Fussball und Eishockey… 😉

    P.S.: Nicht ganz ernst gemeinter Beitrag eines leidenschaftlichen Fussballfans, der von Eishockey nichts hält und trotzdem beim Halbfinal und Final mitfieberte (so Trittbrettfahrer mässig) und sich riesig für die schweizer Eishockeywelt und deren Fans freute…

  22. Auguste sagt:

    hmm…, ich glaube, ich bin noch eine stufe unter dem “trittbrettfahrer-fan” – ich bin ein “kopfdreher”. den versierten eishockey-fan erkennt man auch daran, dass bei ihm vor der glotze nur die pupillen dem geschehen folgen, die ungeübten daran, dass sie das mit vollem genick-einsatz tun (notiz an mich: hätte ich doch den kleineren fernseher nehmen sollen?). dennoch, auch wenn ich die feinheiten dieses spiels zu wenig kenne, um mich vertieft darüber auslassen zu können, da waren schon ein paar grosse siege drunter an diesem turnier – nhl-an- bzw. abwesende hin oder her. und für die wie mich, musste man nur jan billeters enthusiasmuskurven folgen und man wusste in etwa, wann man aus dem häuschen sein musste. rottaris und waibel waren auch interessant und steffi buchli heiss.

  23. Kick it sagt:

    ganz einfach: der durchschnittstschütteler in unserer nati verbringt mehr zeit damit, seine haare zu stylen, gerade angesagte mode und gadgets einzukaufen, idiotische banalitäten in interviews von sich zu geben und mit irgendeiner tusse für ein schundblatt abgelichtet zu werden. in dieser zeit gehen unsere hockeybuben halt lieber trainieren. sorry Zimmerli, aber dieser artikel ist einfach nur peinlich und passt eigentlich zum notorisch tiefen fussballniveau in diesem land.

    • Fabien sagt:

      Hast völlig recht. Deshalb gilt mein Interesse dem Halb- oder Ganz-Amateurfussball. Die “Super” League kann ich schon lange nicht mehr ernst nehmen: lamentables Niveau, peinliche Typen, völlig unkritische Medien, die diesem Zirkus ein Gewicht geben, das er niemals verdient.

  24. tststs sagt:

    Oje, Herr Zimmerli, ich würde mich nicht wundern, wenn das Trittbrett sich weigert, sie mitzunehmen… selten so einen Müll gelesen…

  25. Peter Haller sagt:

    1. Die Eishockey WM findet jedes Jahr statt. Ein Eishockey WM Titel ist im Vergleich zu einem Olympiasieg alle 4 Jahre oder einer Fussball WM alle 4 Jahre kaum etwas wert.

    2. Sehen sie sich die Zuschauerzahlen an. Wieso haben Spiele an der Eishockey WM nur 2-3 Tausend Zuschauer? Das Interesse an Eishockey scheint sehr gering zu sein. Schauen sie sich dazu im Verlgeich Fussballspiele an einer WM an. Die Stadien sind ausverkauft. Selbiges gilt wohl für die weltweiten TV Zuschauerzahlen.

    3. Eishockey kann keine Weltsportart sein, da es ganz einfach eine Wintersportart ist und in Afrikanischen oder Südamerikanischen Ländern sicher nie auf diesem Level gespielt werden wird.

    4. Fussball WM, wieso keine vergleichbaren Resultate? Fussball ist eine Weltsportart. Es gibt Talente in der Türkei, in Argentinien, in Kamerun… usw. Das Niveau ist viel Höher, da unvergleichbar viel mehr Menschen auf diesem Planeten diesen Sport ausüben. sprich es braucht noch viel mehr Talent um ein Spitzenspieler zu werden, um sich auf Topniveau gegen die Weltweite Konkurrenz durchzusetzen.

    5. Eishockey wird eine Nischensportart bleiben, weil sich damit einfach nicht soviele Menschen identifizieren können. Beim Fussball kann ich weltweit einen Ball nehmen und im nächsten Park sofort spielen. Beim Eishockey müsste ich zuerst eine ganze Ausrüstung kaufen und die nächste Eisbahn aufsuchen, die es weltweit nur an wenigen Orten gibt. Somit kann Eishockey keine Breitensportart sein und werden.

    • Jörg sagt:

      Nun, dann sein Sie doch froh, dass Sie sich nicht auch noch mit Hockey beschäftigen müssen.
      … sparen Sie sich dann aber auch hier Ihren Ballast abzuladen.

      Was ist der Sinn Ihrer Aussage, was genau wollen Sie sagen?
      Jede andere Sportart neben Fussball hat keine Daseinsberechtigung, oder wie?

      übrigens:

      1. ist per Definition in der westlichen Welt Eishockey längstens ein Breitensport.
      2. sogar Südafrika hat eine Eishockey-Nationalmannschaft.

      Ich bin diese grosskotzige Geringschätzung von Fussballfans so leid.
      Das ist die Einstellung des Bauern: Was er nicht kennt, ist auch nichts.

    • Tim Meyer sagt:

      Eishockey eine “Nischensportart”?
      So etwas lustiges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Da wirkt ja der Schulaufsatz von Herrn Zimmerli schon fast wieder fundiert. Nach Fussball ist Eishockey zusammen mit Basketball und Handball weltweit wohl der bedeutendste Mannschaftssport.
      Daran ändert auch nichts, dass es auf der Südhalbkugel aus nachvollziehbaren Gründen wenig Interesse gibt (teure Infrastruktur, Klima). Die Zuschauerzahlen in Schweden waren tatsächlich enttäuschend. Liegt aber in erster Linie daran, dass man die WM zwei Jahre hintereinander am selben Ort ausgetragen hat. War wohl in der Tat keine allzu clevere Idee. In der Schweiz werden übrigens in der obersten Liga pro Saison insgesamt mehr Tickets für Eishockeyspiele verkauft als für Fussballspiele.
      Und wer behauptet, ein Eishockey-WM Titel wäre kaum was wert, nun dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Keine Ahnung aber Hauptsache mitgeredet, was? Oder meinen sie, Topstars wie die Sedin Zwillinge, die in der NHL Millionen verdienen, würden nach einer NHL Saison noch die Strapazen eines Übersee-Flugs und weitere Spiele innerhalb weniger Tage auf nicht nehmen, wenn der Eishockey-WM Titel auch für Top-Stars nicht trotzdem jedes Jahr eine grosse Bedeutung hätte?
      Wer sich nicht für Eishockey interessiert, solls bleiben lassen. Aber bitte keinen haltlosen Schrott in die Welt pusten …

  26. Res Hirschi sagt:

    Tja Herr Zimmerli wenn man nicht gerade viel Ahnung von einer Sportart wie Eishockey hat, sollte man sich besser erst gar nicht dazu äussern und auch keine Vergleiche mit seinem eigenen Steckenpferd anstellen. Jeder der sich ein wenig für Eishockey interessiert und etwas Objektivität an den Tag legt weiss, dass aktuell nach der NHL die KHL den stärksen Spielbetrieb stellt und auch die schweizer Salärverhaltnisse topt. Keine Ahnung wie sie zur Aussage kommen, dass man hierzulande der Ueberzeugung sein soll, die stärkste Liga ausserhalb Nordamerikas zu betreiben. Solche Aussagen kommen höchstens von Leuten wie ihnen die Eishockey nur so ein wenig nebenbei verfolgen.
    Die Meinung die Eishockey WM auch nur alle 4 Jahre auszutragen wie im Fussball wird vielerseits oft geäussert. Diese Leute vergessen jedoch, dass im Fussball nebst der WM auch eine EM (bzw. Nationale Wettwerbe der anderen Kontinentalverbände) inklusive den jeweiligen Qualifikationen sowie jährlich zahlreiche internationale Ligawettbewerbe ausgetragen werden. Das gibts im Eishockey nicht bzw. steckt die neu lancierte European Trophy für Ligateams noch in den Kinderschuhen und wird womöglich nie daraus herauswachsen. Nun bezüglich Stellenwert innderhalb der entsprechenden Sportart gibts ja bereits einen Wettbewerb im Eishockey der mit der Fussball WM bereits vergleichbar ist und auch nur alle 4 Jahre stattfindet. Olympische Winterspiele nennt sich das.
    Also Herr Zimmerli hören sie auf Fussball mit Eishockey zu vergleichen und daraus sinnvolle Aenderungen für den Eishockeysport ableiten zu wollen. Die Voraussetzungen und Strukturen sind für Vergleiche zu unterschiedlich!

  27. Jürg Reinhard sagt:

    Wenn Sie Eishockey nicht mögen, dann lassen sie einen solchen Blog doch weg….oder sagen Sie es direkt.

    Zu sagen gibt es eigentlich nur folgendes: Fussballer täuschen 2 Halbzeiten vor sie seien verletzt / Hockeyaner täuschen 3 Drittel vor sie seien fit…

    Diese heulenden Susis in der CH Süperlig will doch niemand mehr sehen…Ausser dem FC Basel erreicht kein Team auch nur annähernd europäisches Niveau…aber trotzdem führen sie sich auf als würde die Welt ohne sie, ohne Tattos und ohne Haargel untergehen.

  28. Thomas Saxer sagt:

    Auch wenn Sie noch auf der Suche nach möglichen Entschuldigungen für das TOP-ERGEBNIS unserer Eisgenossen sind, so verzichten Sie doch bitte darauf, das auch noch zum Thema in Ihrem Tschütteler-Blog zu machen! Es war ein grossartiges Turnier, grossartige Leistungen und ein Riesen-Team-Spirit! Nächstes Jahr haben unsere Jungs die Möglichkeit wieder Grosses zu leisten, an Olympia (da war die Tschutti-Nati ja auch schon mal…) und an der WM. Ziel ist wie immer der Viertelfinal und wir Hockey-Fans sind guter Dinge, dass dieser auch erreicht werden kann. Wir nehmen Spiel um Spiel und sehen von Tag zu Tag. Im Gegensatz zur Fussball-Nati zählt die Hockey-Nati als ernstzunehmender Gegner…auch bei den “Grossen”. Sobald die Fusball-Nati regelmässig Deutschland schlägt, können Sie wieder weiterschreiben!

  29. Sascha sagt:

    Ich habe nun einige Kommentare gelesen und öfters gesehen, dass die Schweizer Eishockey Nationalmannschaft nur gewonnen hat, da sie ein Kollektiv seien und ein unzertrennliches Team darstellen. Genau an diesem Punkt sollte vielleicht die ganze Schweizer Bevölkerung ansetzen, es ist irrelevant ob Fussball oder Eishockey. Wir sind eine Nation und egal ob man Eishockey-Fan oder ein Fussballfanatiker ist, das sollte man in Einklang bringen können. Diese WM hat einem wirklich Freude bereitet und man kann auch wahrlich stolz darauf sein. Jedoch genau so wie man auf den U17- Fussballnationalmannschaft stolz sein kann, die 2009 das Turnier ihres Lebens gespielt haben und bei ihrer ersten WM-Teilnahme auch sogleich Weltmeister wurden.
    Ich denke man sollte sich in jedes sportliche Märchen, das geschrieben wird, hineinversetzten können und diese wundervollen Momente geniessen können.

    • Mäse 2 sagt:

      danke. genau so. und die momente geniessen, ohne die grossartige Leistung zu vermiesepetern, wie das Herr Z. mit seiner Aussage “wegen der NHL wird die WM verfälscht” macht (sogar in der Bildunterschrift, die überhaupt nicht zusammenpasst)

  30. Caratt sagt:

    Also, mir ist völlig unklar, was uns Zimmerli sagen will – ausser vielleicht indirekt, dass er von Hockey keinen blassen Schimmer hat. Aber dann soll er es doch gescheiter sein lassen

  31. kurt abächerli sagt:

    und wann kommt der vergleich mit alinghi / fussball, federer / fussball, ol-luder / fussball. sorry diese sportarten interessieren mich nicht (inkl. eishockey) global sind das auch alles randsportarten, wenn man südamerika, afrika und asien mit einbezieht. ich konnten den ganzen hype um eishockey nicht verstehen. da sprangen viele chauvinisten mit auf den zug, die immer fans sind, wenn die eidgenossen irgendwo siegen (auch bekannt als blick-follower). erinnerte mich an die zeit , als lötzlich jeder schweizer ein kugelstoss-experte war. fussball ist meine welt. und dass die schweiz zeitweise unter den besten 20 der welt spielt, ist aus meiner sicht, rein mathematisch sportlich die grössere leistung als vizewelteister im hockey. mea culpa: ich habe keine ahnung von eishockey.

  32. Der Autor beantwortet seine Fragen eigentlich gleich selbst: Was das “einfache” Publikum intuitiv spürt, ist der Zusammenhalt eines Teams (gleich in welcher Sportart). Das macht Freude. Das ist uns ehrlicherweise im Fussball schon lange nicht mehr gelungen. Woran erkennt man das?
    1. Was die Spieler in Interviews herausstreichen (Seger: “Stolz auf die Jungs…”)
    2. Wie jeder in der Verteidigung rackert und die Kollegen unterstützt.
    3. Wir die Flügel entlang der Bande auch durch die kleinste Lücke preschen.
    4. Wie sie den Puck hinter dem gegnerischen Tor mit letztem Einsatz abdecken.
    5. …und wenn AUS DEM KNÄUEL VOR DEM GEGNERISCHEN TOR AM SCHLUSS NIEDERREITER HERVORGEZOGEN WIRD.

    Keine Sorge: In Sotschi wird es schwerer. Man ist gewarnt.

  33. Marco Affolter sagt:

    Nun, ich sehe keine wesentliche Differenz zwischen CH-Fussball- und Eishockey-Nati. Beide sind je nach aktuellem Jahrgang zwischen knappem und leicht überdurchschnittlichem Mittelmass einzuordnen. Das soll nicht abwertend sein. Wenn schon einen Vergleich wagen dann den mit dem Europmeisterschaftstitel der Griechen 2004. Also mit einem Team das knapp überdurschnittlich war und sich dank mehreren Faktoren wie z.B. dem Turniermodus, dem Abwehrverhalten und Heimvorteil durchmausern konnte. Die einzige deutliche Differenz die ich zwischen Fussball- und Hockey-Nati feststellen konnte ist, dass offensichtlich in der Nachwuchsarbeit anders vorgegangen wird. Während im Fussball bloss Shaquiri, dank wirklich überragender Technik, dem auf Leistung, Ausdauer, Kampf, und Grätschen ausgerichteten CH-Nachwuchsphilosophie entrinnen konnte dürfen bei der Hockey-Nati auch weniger talentierte Spieler kreative Elemente miteinbringen. Damit bin ich bei der wesentlichen Differenz zwischen CH-Hockey- und Fussball-Nati angelant: die Hockey-Nati hat in Sachen Nachwuchsarbeit den richtigen Weg eingeschlagen. Bei der Fussball-Nati wird dies in absehbarer Zeit kaum passierern. Solange dort die alten Herren in grauen Anzügen alte deutsche Tugenden vermitteln gibts kein Licht am Horizont! Lustigerweise haben die deutschen ihre eigenen Tugenden früher abgelegt als ihre Nachahmer ;-). Die deutsche Fussball-Nati erinnert mich nämlich etwas an die Schweizer Hockey-Nati. Beide sind stark überbewertet. Begeistern aber dank dynamischer Spielweise das Publikum.

    • bulivo sagt:

      Klar, die deutsche Fussball-Nati ist auch nicht 2006 bei jedem grossen Turnier mindestens im Halbfinale gestanden…massivst überbewert…

      Eigentlich grundsätzlich überflüssig, auf so einen Kommentar einzugehen…

    • Tim Meyer sagt:

      Sorry, absolut falsch und leider nichts begriffen.
      Im Gegensatz zu den Griechen im 2004, bei denen jeder gesagt hat, die sind bei weitem nicht das beste Team sondern haben sich einfach mit Glück zum Titel “gemauert”, war das bei der CH Eishockey Nati ganz anders. Die Experten in den Top Eishockey Ländern haben unisono klar attestiert, dass die Schweiz die BESTE Mannschaft des ganzen Turniers war und spielerisch geglänzt hat. Man hat sich nicht mit Glück in einen Zufallsfinal gemauert. Die Leistung war über das ganze Turnier hinweg absolut top und finalwürdig.
      Die Eishockey Nati als “Mittelmass” einzustufen zeugt von kompletter Inkompetenz. Die Eishockey-Nati ist seit ca. 15 Jahren konstant in den Top 10 der Weltrangliste. Die Fussballer haben selten mal ein Glücksmoment in der WM-Quali und sind ansonsten wirklich nur knapp biederes Mittelmass.

  34. Trueblue sagt:

    Freue mich schon auf den Jubelblog des Autors, wenn sich die Fussball-Nati trotz dieser unglaublich schwierigen Hammergruppe souverän für die WM qualifziert hat! Hauptsache ein bisschen gegen den Mainstream bloggen. Ist ja schliesslich cool und man kann sich erst noch freuen über die vielen erbosten Eishockeyfans!

  35. Jörg sagt:

    Jetzt aber hopp hopp, dass Sie nicht noch ein FCZ Match verpassen. Hockey scheint ja auch bei Ihnen nur eine Randerscheinung zu sein. Zwei drei recherchierte Infos machen aus einem Trittbrettfahrer noch keinen Fachmann.
    Schauen Sie Fussball und werden Sie glücklich damit, aber diffamieren Sie nicht Fans, nur weil Sie deren Passion nicht verstehen.
    Ist doch alles andere als unnormal, dass die Medien berichten, wenn es mal wieder etwas positives, identitätsstiftendes zu berichten gibt. Was man von Ihrer Randsportart und Ihrem Verein in letzter Zeit wohl kaum sagen kann.

  36. E. Schönbächler sagt:

    Die Eishockey-Nationalmannschaft hat ein tolles WM-Turnier gespielt. Aber dennoch kann man Fussball und Eishockey nicht miteinander vergleichen.

    Ich sehe mir gerne in der Altjahreswoche den Spenglercup an. Aber an der NLA habe ich kein so grosses Interesse. Mich stört die Qualifikation mit 50 sportlich beinahe wertlosen Spielen. Und der Playoff-Modus (der für die grossen Vereine unliebsame Überraschungen praktisch ausschliesst) war auch noch nie mein Fall. Auch das Gestocher und Gewürge vor dem Tor (ohne dass man den Puck erkennen kann) ist nicht so attraktiv.

    Der Eishockeysport ist aber bisher von vielen Auswüchsen die im Fussball leider gang und gäbe sind verschont geblieben.

  37. Cyrill Hausammann sagt:

    Fand Ihren Artikel nun auch nicht sonderlich gelungen, Herr Zimmerli. Ich muss Ihnen jedoch mindestens zugute halten, dass Sie ganz offenbar kein Problem damit haben, auch Ihre Arbeit kritisierende Kommentare zuzulassen.
    Sie beweisen damit wesentlich mehr Grösse, als Ihre Kollegen Kühn, Fetscherin oder v.a. Turnherr. Vielen Dank für Ihre Fairness.

  38. Marc Reto Wirth sagt:

    Selbstverständlich kann man Eishockey-Leistungen mit Fussball-Leistungen auf Nationalmannschaftsniveau faktisch vergleichen: Die Schweizer Eishockey ist VIZEWELTMEISTER und hat dafür nur rund 20’000 CHF Prämie pro Spieler erhalten. Die Fussball-Nationalmannschaft hat es bis anhin im besten Fall für die Endrunde qualifiziert und dafür pro Spieler rund 180’000 CHF Prämie erhalten.
    Inbezug auf das Verhalten sind die Hockeynati-Spieler sind auch in der Aussendarstellung (Medien/Interviews, privater Lebensstil) bescheiden und wirken gut erzogen.
    Die Fussballnati-Spieler – die meisten sind Schweizer mit Migrationshintergrund – verhalten sich in der Regel in der Mediendarstellung und im Lebensstil wie “Showstars”: Frisuren/Mode/”Bling Bling”. Das Boulevardmedium “Blick” erkennt darin “Selbstbewusstsein” (Salärforderungen/Transfersummen).
    Was die Fankultur betrifft, sind ebenfalls grosse Unterschiede (Hooligandominanz) feststellbar.

  39. maurizio sagt:

    klar kann man Vergleiche zwischen Eishockey und Fussball anstellen, aber hier wird die Sache zu sehr nur vom Standpunkt Fussball ausgesehen. Zuerst einmal muss man berücksichtigen dass im Fussball die FIFA das sagen hat, im Eishockey die NHL, und dies erklärt schon einiges. Was die Eishockey Nationalmannschaft in Stockholm geleistet hat, war ganz einfach sensationell, man hat ein Superturnier gespielt und ist nicht zufällig in den Final gekommen sondern in überzeugender Manier, nach tollen Spielen uns wenn ich dies mit vielen Auftritten der Fussball-Nati vergleiche die mich nicht gerade vom Sessel hauten, spielt die Eishockey-Nati viel attraktiver. Auch die Geschichte mit den Absenzen der NHL ist nicht so wichtig wie man meint, denn von den Absenzen sind alle Teams betroffen und das Niveau war sehr ausgeglichen. Die FIFA kann sich erlauben die WM alle 4 Jahre anzusetzen, die IIHF ist aus finanziellen Gründen gezwungen die WM jedes Jahr durchzuführen. Dass die WM nicht für die Katz gespielt wurde zeigt schon allein die Tatsache dass sich für diverse Schweizer Spieler für die NHL empfohlen haben. Im Fussball kann man sich im Europacup in den Vordergrund spielen im Eishockey in der WM, ganz einfach.

  40. Bruno Menzi sagt:

    Warum wertet ein WM-Finalturnier nur alle vier Jahre einen WM-Titel auf? Werden da nicht sogar die drei weltbesten Nationalmannschaften in den drei Jahren dazwischen um ihren Titel betrogen? Unsäglich lange Qualifikationsphasen mit Gruppenspielen von den Fidschi- bis zu den Färöer-Inseln blieben uns erspart, wenn man ein ähnliche Gruppeneinteilung wie im Eishockey mit A-, B- etc. Stärkeklassen, mit Auf- und Abstiegspielen zwischen den Finalturnieren, machen würde. So bekäme die fussballerische Schweiz vermutlich etwa den Platz der ihr gebührt: Irgendwo im weltweiten, eher bedeutungslosen Mittelfeld…und der FIFA-Sepp könnte die ganze Sache noch etwas mehr kommerzialisieren, weil er dann die Superstars kontinuierlicher verwursten äh…sorry…vermarkten könnte. Was ihm im Moment die Champions League abnimmt, aber liebe Herren der UEFA: Jede Woche mindestens zwei Spiele des Jahrzehnts und etwa jeden Monat ein Spiel des Jahrhunderts nervt irgendwann nur noch, jedenfalls meine Wenigkeit.

    Und wenigstens werden mit den regelmässigen Eishockey-Weltmeisterschaften nicht alle vier Jahre anständige Steuerzahler um ihr Geld betrogen: Von den immer wieder mit falschen Versprechungen geschaffenen Riesen-Super-Fussballstadien (von Olympia ganz zu schweigen), welche nach Finalturnieren meist ziemlich peinlich, will sagen überdimensioniert, in der Gegend rumstehen, könnte man wie im Eishockey dazu übergehen, auch bei nationalen Meisterschaften genutzte Infrastruktur etwas kontinuierlicher anzupassen und zu modernisieren. Mailand lässt grüssen, wo ein ex-WM-Stadion zur Ruine verkommt, nur weil das Stadion irgendwelchen halbmafiösen Gaunern nicht in den Kram passte und sie deshalb ein eigenes bauen mussten. Während z.B. in Stockolm Infrastruktur genutzt wurde, welche in der gleichen Zeit gebaut aber zeitgemäss angepasst und moderniseirt wurde.