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GC-Höhenflug als Sinnbild für diese bescheidene Saison

Fabian Ruch am Donnerstag den 16. Mai 2013
YB's Samuel Afum rechts, im Kampf um den Ball gegen GC's Veroljub Salatic links, waehrend dem Raiffeisen Super League Spiel zwischen den BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zuerich, am Dienstag 7. Mai 2013 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Vielleicht waren einfach alle anderen Teams dieses Jahr schlecht: GC-Spieler Veroljub Salatic (l.) und der Berner Samuel Afum kämpfen um den Ball, 7. Mai 2013. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Ich muss und möchte dem geschätzten Kollegen Thomas Kobler vehement widersprechen. Er kritisierte vor drei Tagen an dieser Stelle Uli Forte heftig und warf dem GC-Trainer sogar vor, dieser sei mit seinen personellen Massnahmen verantwortlich dafür, dass der Grasshopper Club nicht Meister werden würde.

Diese Behauptung ist natürlich völlig falsch. In Wahrheit lebte GC in dieser Saison weit über seine Verhältnisse und absolvierte – gemessen an den Erwartungen – eine überragende Spielzeit. So viel falsch kann da der Trainer nicht gemacht haben. Im Gegenteil. GC präsentierte sich auch dank kluger Transfers vor der Saison in der Regel gut organisiert. Unter Uli Forte, daran besteht kein Zweifel, hat GC eine äusserst positive Entwicklung genommen. Schliesslich wäre der Rekordmeister letzte Saison abgestiegen, hätten bei Xamax und Sion nicht zwei Fussball-Wahnsinnige gewütet. Aber das ist eine andere unschöne Geschichte aus dieser Liga.

Dass GC aber bis Mitte Mai vom Meistertitel träumen durfte, beweist, wie schwach das Niveau in dieser Super-League-Spielzeit insgesamt ist. Denn die Zürcher profitierten von den krassen Schwächen bei der wirtschaftlich und sportlich eigentlich besser aufgestellten Konkurrenz. Jene Vereine, die Basel von der Substanz her am ehesten gefährden könnten, begingen auf vielen Ebenen zahlreiche Fehler. Bei YB und Sion, Zürich und Luzern herrschte Kontinuität in den letzten Monaten und Jahren einzig in Sachen Unruhe.

Jetzt sind bei den vier Vereinen mal wieder neue Verantwortliche am Werk. Sie geloben Besserung, präsentieren Konzepte, schüren Hoffnungen. Am Ende aber jubelt in 12 Monaten wohl wieder der FC Basel. Sions rücksichtslosem Präsidenten Christian Constantin jedenfalls ist es leider nicht mehr zuzutrauen, zur Besinnung zu kommen und zu realisieren, dass er trotz beachtlicher Investitionen kaum Erfolg haben wird, wenn er Halbjahr für Halbjahr die halbe Mannschaft rausschmeisst und Trainer im Zwei-Monate-Rhythmus entlässt. Um am von Constantin so oft zitierten Totomat bestehen zu können, benötigt es: Geduld, Ruhe, Kompetenz. Zu finden sind diese Tugenden vorbildhaft in Basel. Die Entscheidungsträger der meisten Vereine in dieser Liga sollten beim FCB in die Lehre gehen müssen.

Und nicht nur bei Sion sind Zweifel angebracht, ob die nahe Zukunft deutlich besser werden wird. Zürich muss sparen, Luzern sortiert sich neu, YB plant den nächsten Umbruch. Die unzähligen Skandale, Schlagzeilen und Sensationen bei diesen Vereinen bieten zwar beste Unterhaltung für uns, sind der Klasse der fussballerischen Darbietungen auf dem Rasen aber abträglich. Und so bot diese Super-League-Spielzeit letztlich bestenfalls bescheidenen Sport. Zu oft standen Rochaden auf den Trainerbänken oder in Sportchefbüros im Mittelpunkt. Zu hektisch agierten die meisten Klubs. Zu unbeständig spielten viele Mannschaften. Auch deshalb durfte sich der tapfere, aber keinesfalls unwiderstehliche Aufsteiger St. Gallen im Spitzentrio etablieren. Und darum spielte GC ein bisschen um den Titel mit.

Die Frage aber ist: Was wird am Ende von dieser Saison in Erinnerung bleiben?

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52 Kommentare zu “GC-Höhenflug als Sinnbild für diese bescheidene Saison”

  1. Mäse sagt:

    Die Liga ist nicht auf dem Fussballplatz schwach, sondern in den Teppichetagen. Dies scheint der Autor nicht festgestellt zu haben…..Sein Beitrag hätte als auf den obligaten 400 Zeichen Platz gehabt.

  2. Gerber André sagt:

    Das Wiedererstarken des FCZ wird in Erinnerung bleiben. Und sicherlich: GC hat eine sehr gute Meisterschaft gespielt!

  3. Pat Znuk sagt:

    Für mich ist seit einiger Zeit klar, dass gewisse Teams in der SL nur Spitzenplätze einnehmen (so wie GC dieses Jahr oder Luzern letzes Jahr), weil in den letzten 2-3 Jahren 2-3 Spitzenteams weggebrochen sind. Die da wären: FCZ, YB und auch Sion.
    Dies ist nicht gut; nicht zuletzt auch wegen dem Europacup, wo man direkt und indirekt Gelder generieren kann. Sei es über Prämien oder über Transfereinnahmen, da sich Spieler internationalen Schaufenster präsentieren können.

    • Thomas Meier sagt:

      FCZ Spitzenteam? Seit wann interessierst du dich für Fussball? Wohl weniger als 10 Jahre… Luzern gehörte letztes Jahr verdient dazu, dieses Jahr sind es GC und St. Gallen. So läufts im Fussball…

      • zerberus08 sagt:

        Ich sehe eigentlich nur ein Spitzenteam – der FC. Basel, in jeder Hinsicht. Das Mittelfeld beginnt gleich dahinter!

  4. Kick it sagt:

    guter artikel, nur müsste man wohl den titel leicht anpassen: “GC-Höhenflug als Sinnbild für EINE ÄUSSERST BESCHEIDENE LIGA”. was hierzulande in der höchsten liga von sogenannten ‘profis’ zusammengekickt wird, spottet oft jeglicher beschreibung. es ist aber irgendwie auch die logische konsequenz davon, dass die clubleitungen, präsidenten (CC hat sich z. b. inzwischen selbst zu einer totalen lachnummer degradiert) , funktionäre und vor allem der schweizerische fussballverband an und für sich auf sehr dürftigem niveau ihr geschäft betreiben. solange sich dort nicht viel tut (und beim verband immer nur irgendwelche alte männer als präsidenten gewählt werden) ist hierzulande nicht so schnell mit einer besserung der situation zu rechnen.

    • M. Hutter sagt:

      Nana, so schlecht ist die schweizer Liga bestimmt nicht. Halt gemenssen an den Möglichkeiten hier. Bei uns gibt es – zum Glück – keine Grossinvestoren aus Russland oder Katar (gut, einen Tschetschenen hatten wir ja mal, aber ebä). Die Werbeeinnahmen sind minim und der Markt klein. Trotzdem haben wir sehr gute (und steigende) Zuschauerzahlen und eigentlich fast Jahr MannschaftEN in der europäischen Liga, die sich sehen lassen. Da sind wir zB weit vor Nachbar Österreich. Aber auch wer zB die BuLi mal ohne Bayern oder Dortmund anschaut wird merken, dass dort das Niveau schnell einmal einem YB-Sion gleichkommt. Wenn nicht sogar eine Schublade tiefer.

      Das einzige, was hierzulande einfach fehlt, ist ein angemessene Berichterstattung über unseren Fussball. HIER sind uns andere Länder Lichtjahre voraus.

    • Raymond Allaman sagt:

      Wer die NLA als “äusserst bescheiden” qualifziert, tut dem Schweizer Fussball mehr als Unrecht. Ganz im Gegenteil finde ich, man kann fast von einem Boom sprechen. Mehr Zuschauer strömen europaweit nur noch in den Top 5 sowie in Holland in die Stadien und die Tedenz ist immer noch steigend. Auch sportlich hat man im europäischen Vergleich aufgeholt. In der laufenden und den drei vorhergehenden Saisons konnten Schweizer Mannschaften folgende Gegner besiegen: Milan, Bilbao, Roma (2x), Lokomotive Moskau, Fenerbahce, Tottenham, Stuttgart, Getafe, Zenit St. Petersburg (2x), Manchester Utd., Bayern München, Celtic Glasgow, Udinese (2x), Anzhi Machatschkala, Sporting Lissabon und Dnipro Dnipropetrovsk. Man darf wohl davon ausgehen, dass sich die Schweiz in der 5-Jahreswertung der UEFA unter den besten zwölf etablieren kann; zumal in einigen Ländern aufgrund der Wirtschaftskrise nicht mehr so viel Geld in den Fussball fliesst (z.B. Griechenland). Dies hätte dauerhaft einen direkten CL-Platz, einen CL-Qualiplatz sowie drei EL-Plätze zur Folge. Mithin wird jeweils die halbe Liga europäisch spielen können. Ich für meinen Teil schaue jedenfalls zuversichtlich in die Zukunft des Schweizer Clubfussballs.

  5. Manu sagt:

    Starker zusammenhang mit der Grösse der Liga, es fehlt das Mittelfeld aus welchem z.B. in der Bundesliga vereine die nicht den anspruch haben um den Titel zu spielen kontinuierlich etwas aufbauen zu können.

    In der SL befindet man sich doch auf dem 5. Rang bereits im Spitzenkampf und auf dem 6. in Abstiegsgefahr.
    Das es dabei schwierig wird auf ruhe und kontinuität zu setzen liegt leider nahe.

    Soll keinesfalls heissen die Liga solle vergrössert werden, dazu bietet die Schweiz nicht genügend SL-Taugliche vereine.

    • Fussball Funktionär sagt:

      Ja Manu da gebe ich Dir Recht, das Problem ist nun mal die zu kleine Liga, wenn man ein bisschen im hinteren Teil der Tabelle ist, hat man schon das Abstiegsgespenst im Nacken und dann werden im Verein halt einige Nervös weil halt logischerweise viel auf dem Spiel steht, und wenn man glücklich ein paar unerwartete Siege einfährt ist man bereits in der Spitzengruppe und spielt um den Titel…und da werden natürlicherweise halt dann Erwartungen geschürt.
      Desshalb denke ich, auch wenn es vom wirtschaftlichen Standpunkt her sehr schwierig ist, dass wir halt nicht drum rum kommen wieder eine 12-er Liga anzustreben.

  6. E. Schönbächler sagt:

    Der FC Sion erinnert mich an das Theaterstück “Warten auf Godot” von Samuel Beckett. Es ist absurd, hat keinen erkennbaren Sinn. Was Christian Constantin bezweckt wird auch immer unklarer. Jahr für Jahr stellt er ein sehr gutes Kader zusammen (meiner Meinung nach das zweit- oder drittbeste nach Basel und eventuell Zürich), holt einen neuen Übungsleiter und weckt so im Wallis Hoffnungen für eine erfolgreiche Saison. Doch kaum bleiben zwei oder drei Spiele die Resultate aus sorgt CC für Unruhe löst so meist selber die sportliche Talfahrt aus. Momentan kritisiert er ja sein Team nach der Klatsche in St. Gallen hart und macht wiedermal Tabula Rasa (Staff-Auswechslung, Spielerverbannung in die U21 und Drohung mit Lohnkürzungen). So kann praktisch kein Sportteam auf der Welt Erfolg haben wenn es nicht einmal ein paar Wochen Zeit hat sich einzuspielen und eine Taktik (Handschrift des Trainers) festzulegen.

    Nachdem CC mit seinem Streit mit den internationalen Verbänden die letzte Spielzeit sportlich ruiniert und die Schweizer Teams an den Rand des Ausschlusses von den internationalen Wettbewerben gebracht hat macht er unseren Fussball nun mit seinen absurden Trainerwechseln auch noch lächerlich. Dem SFV sind wohl leider die Hände gebunden. Aber wieso im Wallis niemand wagt Constantin Einhalt zu gebieten und den Traditionsverein Sitten auf den richtigen Weg zurückzuführen weiss ich nicht.

  7. Chris sagt:

    Was in Erinnerung bleibt ist das der Aufsteiger FCSG die ganze Saison durch ganz vorne mitmachen konnte, einen Europa-Platz ergattern wird und mit Scarione den Torschützenkönig in seinen Reihen hat. Gratulation an GC und FCSG!

  8. Reto B. sagt:

    In Erinnerung wird bleiben, dass Basel europäisch viel geleistet hat – erst vom späteren Sieger Chelsea gestoppt.

    Und im Palmares von Basels Meisterschaften kommt eine weitere Zahl hinzu.

    Ansonsten – nüx

  9. Andy sagt:

    Bravo Herr Ruch, Top-Analyse! Tatsächlich ist es so, dass es wohl nie einfacher gewesen wäre, Basel den Meistertitel wegzuschnappen als in dieser Saison. Den von Ihnen genannten Vereinen fehlt es aber ganz einfach an Führungs-Kompetenz. GC ist kein Vorwurf zu machen. Die Hoppers haben wie übrigens auch St. Gallen alles aus Ihren Möglichkeiten herausgeholt. Leider sind wohl beide Vereine nicht in der Lage, diese Saison so zu wiederholen. YB dürfte mit Bickel einen Schritt vorwärtsmachen, nötig wären aber drei. Wo es endet? Spätestens im Mai 2014 auf dem Barfüsserplatz!

  10. Fredi Fisch sagt:

    Typische Tagi Anti-GC Hetze, wie immer halt.

  11. Matthias sagt:

    Eine sehr gewagte These, der eigentlich widersprochen werden kann, allein durch die Tatsache, dass GC und auch St. Gallen die ganze bisherige Saison auf Augenhöhe mit dem Europaleague Halbfinalisten gespielt hatten. Wäre dies so, wie Fabian Ruch schreibt, wäre Basel vor mindestens 5 Runden vorzeitig Meister geworden.

    • Der FC Basel wäre sicherlich diese Saison schon 6 Runden vor Schluss Schweizer Meister geworden, wären sie internatioal nicht so weit gekommen. Somit wird dieser These von Herrn Ruch nicht widersprochen.

    • Fritz sagt:

      Wären sie wohl auch wenn sie besser in die Saison gestartet wären und nachher nicht in der EL noch gespielt hätten 😉

    • Paul sagt:

      Ohne die vielen englischen Wochen wären sie das auch mindestens geworden.

      • kurt abächerli sagt:

        hätte, hätte, fahrradkette. dan müssen die bebbis vielleicht forfait geben für europa. wenn das teure kader das nicht aushält. sowieso hätte luzern besser gespielt in der ersten hälfte, hätte fringer nicht so falsche aufstellungen gewählt etc. etc. die tabelle ist die realität, sonst nichts. ausser das vielleicht gewisse spiele unverdient verloren gingen, fcsg vs. fcb aber, zuletzt gc gegen fcz. aber gerade gc zeigt, dass sich das glück über die saison ausgleicht.

        • Gewinnt der FC Basel heute gegen Lausanne und GC und St. Gallen verlieren, sind die Basler mit ihrem guten Torverhältnis bereits am Freitag wieder Schweizer Meister . Somit war der schlechte Start und die vielen englischen Wochen kein Hindernis für den FCB. Also doch Gurken-Liga und bescheiden Saison gemäss Hr. Ruch.

          • kurt abächerli sagt:

            dann wäre die grösste gurken liga die buli gefolgt von pl. das steht der meister schon lange fest. alles riesen-gurken.

        • Thomas Meier sagt:

          muss ich dir recht geben. bei basel ist es so, dass sie ein derart grosses budget haben, um auch europäisch mithalten zu können (sagen sie ja selber). dass das nun als argument gebraucht wird, warum sie noch nicht meister sind, zeigt die Unkenntnis von bebbi-fans und smpathisanten über ihren eigenen club…

  12. Peter W. sagt:

    Was in Erinnerung bleiben wird ist der sensationelle Europa League Halbfinal Einzug vom FC Basel. Und vielleicht das Basel als erst zweiter Verein überhaupt vier mal hinter einander Meister wurde.

    • Thomas Meier sagt:

      ich persönlich werde die el-saison von basel bereits vor der nächsten Saison vergessen haben… die schweiz besteht nicht aus basel-fans, sorry. und… hochmut kommt vor dem fall 😉 ich persönlich würde es euch hochnäsigen bebbis so was von gönnen, wenn ihr diese saison weder cup noch meisterschaft gewinnt.

      • Peter W. sagt:

        @Meier: Ich glaube wir FCB Fans könnten besser damit leben nicht Meister zu werden als sie damit wenn wir schon weider Meister werden.. Und was hat das mit hochnäsig zu tun wenn man sich über die Erfolge seiner Mannschaft freut? Es werden auch wieder andere Zeiten kommen, als geniessen wir es umso mehr..

      • Meier sagt:

        Neid fressen Seele auf. In diesem Sinne Keep cool !

  13. Marc Leber sagt:

    Am Ende dieser Saison werden unvergessliche Europa-Abende in Erinnerung bleiben. Dem leidgeplagten Ruch Fabian kann von meiner Seite her nur zugestimmt werden. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass mit der Wahl von Dose, auch ein Nordwestschweizer btw, dies am Rande, in die Führung der Grasshoppers ein wichtiger Schritt hin zu einem ernsthaften Gegner zum FCB gemacht wurde. Es ist noch nichts entschieden, zum Zeitpunkt, in welchem wir diese Buchstaben in die Tastaturen knallen. Die Analyse, an was aber die Super League krankt, der kann vollumfänglich gefolgt werden. Jedoch ist dies auch ein Teufelskreis: Die Erfolge Basels bewirken in unserem von Neid zerfressenem Land Begehrlichkeiten der föderalen Regionen. Man will den Erfolg der Anderen ebenfalls, unbedingt. Schön zu beobachten jeweils an den Huldigungen der einzelnen Stadtpräsidenten, wenn es denn so wäre würde man sich dann usw…. Dabei braucht es eben v.a. eines: Geduld, Ruhe, Überlegtheit und Kompetenz… und meines Erachtens noch etwas viel wichtigeres: Den Glauben daran, zu Grösserem fähig zu sein. Dieses Attribut vermisse ich etwas in der bescheidenen Schweiz ausserhalb der Nordwestschweiz. Darum wird in meinen Erinnerungen immer der Glaube an das Grosse bleiben.

  14. Friedel sagt:

    Das ist generell das Niveau unserer Liga, genau gleich tönte es letztes Jahr betreffend FC Luzern. Und wie immer gilt der FC Basel als Mass aller Dinge!

  15. Erich sagt:

    Eine gewisse Zeit wird nachwirken, dass Basel als erst zweiter Verein viermal hintereinander Meister geworden und GC als Cupsieger überraschend aus der Versenkung aufgetaucht ist… Wahrscheinlich wird aber etwas länger der Europacup-Halbfinaleinzug des FCB in Erinnerung bleiben. Der Rest ist spätestens Anfang nächster Saison bereits wieder überholt und vergessen.

  16. Fritz sagt:

    Man muss Herrn Ruch leider recht geben. “Leider”, nicht wegen des Autors, sondern “leider” wegen der bedenklichen organisatorischen Aufstellung der meisten Vereine. Kommt hinzu, dass Basel wie üblich schwach in die Saison startete, ebenfalls den Trainer wechselte (was sich in diesem Fall allerdings auch als richtig herausstellte), nur um dann dem aufkommenden Erfolg in Form einer tollen EL Tribut zollen zu müssen. Wenigstens blieb/ist es deshalb für den neutralen Zuschauer auch spannend geblieben. Am Ende der Saison darf man getrost GCZ und St.Gallen ein grosses Kompliment machen, Thun dazu gratulieren, dass man dort mit den vorhandenen Mitteln vernünftig umgeht (man hat aus Fehlern um die CL gelernt). Dem FCZ zur gelungenen Rückrunde gratulieren (vielleicht hat das Kanapee doch noch etwas gelernt). Hoffen dass wenigsten ein Romandclub sich mal etwas stabilisiert und den Verantwortlichen (nicht den Fans) bei Sion, YB und Luzern in den Arsch treten für die Misswirtschaft mit den Millionen welche in den Verein flossen… und dann hoffe ich natürlich noch, dass ich am Ende der Saison meinem Club zum einen oder anderen Titel gratulieren kann 😛

  17. Auguste sagt:

    hmm…, bescheidene saison? der blick auf die tabelle sagt etwas anderes – das war sogar eine überaus ansprechende und recht repräsentative sl-saison. der beste club scheint sich am ende durchzusetzen (wenn auch knapper als von vielen vermutet), die clubs, die die grössten fortschritte machten (gc und st. gallen) blieben als verfolger lange auf tuchfühlung. die vereine mit schweren führungsproblemen (sion, luzern, bern, zürich) bekamen allesamt die quittung für ihr zwischenzeitliches bzw. anhaltendes versagen. und mit servette bleibt der schwächste und ärmste wettbewerber – frei nach darwin – auf der sl-strecke.

    lausanne kann ich nicht richtig einstufen, weil mir detailierte kenntnisse fehlen, aber der tabellenplatz scheint den leistungen der waadtländer durchaus angemessen zu sein. eine prima saison liefert der fc thun ab. gemessen an ihren möglichkeiten, übertreffen die berner oberländer seit fischers amtsantritt die erwartungen und können sogar noch von europa träumen.

    ich finde, da nähert sich ein recht spannende und unterhaltsame saison ihrem ende, und wer weiss, vielleicht will uli forte ja den cup gewinnen, wenn er schon nicht die meisterschaft erringen wollte.

  18. Heinz Stalder sagt:

    Übrigens gilt gleiches für den FC Luzern und letztes Jahr. Das war nicht die grandiose Leistung von M. Yakin, sondern schlicht das Unvermögen der anderen Teams. Zur Erinnerung: Der FCL hat damals in der Rückrunde noch ganze 5 Spiele gewonnen.

  19. Bismarque sagt:

    Basel überragend und der Rest schwach? Warum ist dann der Punkteabstand so gering. Bei einem Blick zur Bundesliga fällt auf, Bayern steht seit Wochen als Meister fest, die erspielten Punkte ein neuer Rekord und der erste gegen den zweiten im CL Finale. Hatte Basel in der Europaligue einfach nur Glück oder sind die anderen Vereine doch nicht sooo schlecht?

  20. Andreas Fehr sagt:

    Die “Fussballexperten” hier sollten mal auf das UEFA-Ranking schauen. Besser platziert war die Schweiz zuletzt 1982. Von wegen schwache Liga.

  21. Päsc sagt:

    Hey jz aber mol langsam.
    St.Gallen spielt ä riesä saison und hetät mir chli meh glück gha i dä Rückrundi wär au Basel ohni Pünkt wieder us St.Gallä hei, und St.Gallä würd um dä Titel spielä,
    Was wird blibä isch das eifach nu ä Manschaft cha gwünnä und nöd einzelni Spieler, Trainer oder Presidentä und da machät die erschtä 3 richtig,

  22. TK sagt:

    Mein lieber Blog-Kollege Fabian Ruch, natürlich besteht die Möglichkeit, dass in meiner Ansicht zur Leistung Uli Fortes dessen unbestrittene Verdienste aus der GC-Schiessbude der letzten Saison mit die beste Defensive dieser Saison zu formen, dieses Verdienst etwas zu kurz kam. Das war sauberes Handwerk, auch wenn natürlich die Verstärkungen recht hilfreich waren.

    Ich weigere mich allerdings, die Leistung des GC-Trainers im Offensivbereich besser einzustufen, nur weil die Erwartungen vor der Saison an Verein und Mannschaft gering gewesen sein sollen. Innerhalb des Clubs und seinem geldgebenden Umfeld war das gewiss nicht so. Fakt ist, ein durchaus möglicher – wenn auch höchst überraschender – Meistertitel wurde in der Rückrunde verspielt, obwohl man sogar einen neuen und ganz ordentlichen Mittelstürmer dazugekauft hatte in der Winterpause. Dieser “Tolggen” im Reinheft schmälert einen anstonsten ordentlichen Eindruck nicht unerheblich.

    Noch bleibt der Cup-Final, um einer überraschend guten GC-Saison ein Krönchen aufzusetzen. Ich wünsche Forte und der jungen Mannschaft von Herzen, dass ihr ein Exploit gelingen möge, weil sie wesentlich mit dazu beitrugen, uns Zuschauern eine interessante und recht spannende Spielzeit zu bieten. Und wenn der FCB obenaufschwänge, dann wäre das natürlich auch absolut nicht unverdient.

  23. Michi sagt:

    bla bla bla
    St. Gallen steht da oben, weil
    – endlich mit Konzept und Professionalität gearbeitet wird
    – weil der Staff kein Haufen von sich selbst überschätzenden Selbstdarstellern ist
    – weil mit den vorhandenen Mitteln vernünftig gewirtschaftet wird
    – weil der Sportchef statt grosse Sprüche umsichtige Transfers macht
    – weil wir den besten Spieler haben
    – weil wir den besten Goalie haben
    – weil das Team diesen Namen auch verdient

    Hopp Sangalle!

    • Tom Turbo sagt:

      Genau! Zudem empfinde ich das Niveau der Liga nicht als tief. Sondern als ausgeglichen, lassen wir mal den Krösus Basel ausser acht. Bei St.Gallen ist es in einem kleineren Rahmen auch die Kontinuität, welche zum jetztigen Erfolg beiträgt. Natürlich kommen noch weitere Faktoren hinzu wie bei jedem anderen Sportteam auch.

    • Baltasar sagt:

      richtig!
      und GCZ steht da oben, weil
      – weil sie den besten Innenverteidiger der Liga haben, Danke für diese Saison Milan “the Wall” Vilotic
      – weil sie das beste Defensivdreieck besitzen: Salatic, Grichting und the Wall
      – weil bei ihnen das momentan hoffnungsvollste Talent als Aussenverteidiger spielt, Danke Michael Lang und danke FCSG, dass ihr den uns überlassen habt

      Übrigens Herr Ruch, es ist falsch, dass GC abgestiegen wäre! Die Barrage gegen FC Aarau hätte zuerst gespielt werden müssen! Es wäre wie ein Cupfight geworden und die sind unberechenbar! Sprich es ist reine Spekulation und eines Sportjournalisten nicht würdig!

      Forza Grasshoppers

  24. Cil Pen sagt:

    Ich empfinde den Artikel als eine Beleidigung für GC und den FC St. Gallen. Basel mit einem 10fachen Budget eines FCSG steht nur ein paar Punkte weiter oben und dies ist ein verdientes NUR! Ein reguläres Tor von FCSG aberkannt gegen Basel, mindestens eine Schwalbe zu viel für den FCB gepfiffen und nur ein paar Punkte Differenz?

    FCSG und GC haben beide eine blendende Saison gezeigt. Beide spielen keine Meistersaison und haben Schwächephasen gehabt (bei GC wohl noch immer), aber ihr Erfolg ist verdient. Verglichen zu den letzten Jahren haben sich die beiden Mannschaften defensiv excellent verstärkt. Grichting, Salatic oder Nater, Besle! Im Vergleich zu den Vorsaisons ist vor allem dies der Unterschied und der Grund für den Erfolg.

    Warum auch immer FCL, YB, Sion oder FCZ (?) hinter den Erwartungen zurück liegen ist unbedeutend. Sie wären näher an der Spitze, würden FCSG und GC nicht so souverän auftreten. Die genannten Klubs hatten meist Probleme in der Führungsetage oder der Teamleitung (FCL mit Hermann und Komornicki; FCZ mit Bickel und Fringer plus Finanzproblemen; Sion mit dem ganzen Clowntheater; YB mit Gross und vor allem Känzig und einem viel zu grossen Kader), aber ohne ein starkes GC oder einen starken FCSG wären diese Klubs nahe an Basel dran und die Tabelle wäre jedes Jahr. Bereits früher war nur Basel international wettbewerbsfähig, da hat sich auch dieses Jahr nichts verändert! Geben wir neuen Teams eine Chance und sehen, was sie international taugen. Aber diese Teams als schlecht abzustempfeln ist unfair und inkompetent. Beide Teams haben sich schlicht verbessert: mannschaftlich (wie erwähnt) und in der Kontinuität der Führung mit zwei Trainern denen eine Chance gegeben wird. Also was deutet hier auf eine schlechte Liga hin? Es war nie besser, nur dass die Namen der Klubs nun anders sind.

    Falls es etwas gibt, was diese Saison schlichtweg schlecht ist, dann sind es die Schiedsrichterleistungen. So schlecht, dass sie sich fast schon wieder ausgleichen. Aber trotzdem bleiben diese schlecht!

    • Meier sagt:

      Schiedsrichterleistungen anzuführen und aufzuzählen machen Verlierer Herr Pen. Bei Siegern wie dem FCB nörgelt man nie über deren Leistung. Weil diese gleichen sich während einer Saison aus. Die Entscheide zu ungunsten des FCB werden selten zum Thema der Medien erhoben, weil sie nicht ins Bild, Grösus wird immer bevorteilt, passen.

  25. E. Schönbächler sagt:

    Christian Constantin hat mit seinem Privatkrieg mit den internationalen Verbänden die letzte Saison (zusammen mit Tschagejew) sportlich ruiniert. Und jetzt verfälscht er mit seinen Eskapaden (unsinnige Trainerwechsel, absichtliche Schwächung der 1. Mannschaft, Verweigerung der Lohnzahlungen) auch diese Spielzeit. Dem SFV sind wohl reglementarisch die Hände gebunden etwas gegen diese Missstände zu unternehmen. Aber dass im Umfeld des FC Sion niemand wagt Constantin entgegenzutreten ist genauso bedenklich.

  26. Christian Bolfing sagt:

    Mich würde mal interessieren wie die Tabelle aussehen würde, wenn Basel nicht in jedem Spiel einen umstrittenen Elfmeter erhielte, deren Gegner Tore aberkannt würden oder auch mal Penaltys gegen den FCB gepfiffen würden. Das wäre mal eine investigative Aufgabe für einen Journalisten. Nicht, dass der Basel das nötig hätte, aber die Bevorteilung der Schiris ist doch sehr auffällig. Vielleicht wäre die Liga dann auch etwas ausgeglichener.

    • Dieter Cacile sagt:

      Ja genau!¨Sie haben absolut recht!! Würde man nähmlich etwa 7-8 Jahre zurückschauen hätte der der FCB eigentlich 2 Meistertitel mehr..

  27. CR1893 sagt:

    An Bolfing:
    Sie würden staunen was bei dieser investigativen Aufgabe herauskäme. Am besten die laufende, die letzten 5 und dann noch die letzten 10 Saisons analysieren.

    Man würde feststellen wie der FCB ständig benachteiligt wurde. Wie ihm reguläre Tore aberkannt und Meisterschaften gestohlen wurden.

    Es ist absolut falsch, dass der FCB bevorteilt wird. Die Zürcher Medien unterschlagen reguläre Offside-Tore, nicht gegebene Penalties usw. Nur merken sie das nicht, denn sie stehen wohl nicht 90 Minuten an jedem FCB Spiel. Wenn man sich nur auf den BLICK, die Zürcher Hausblätter oder dem SRF als Informationsquelle verlässt, ist man schlicht und einfach nicht umfassend informiert.

    Eure Teams sollten sich mehr ihre Stärken konzentrieren und nicht ständig die Niederlagen beim Schiri oder sonst wem suchen. Diese Einstellung ist die Einstellung von Verlierer.

  28. Very informative article post.Really thank you! Will read on…