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Die Liga braucht unbedingt ein starkes YB

Fabian Ruch am Mittwoch den 8. Mai 2013


4050! So wenig Menschen wollten am Samstagabend das Heimspiel der Grasshoppers gegen Servette (2:0) live im Letzigrund anschauen. 4050! Das ist sehr bitter für den Fussballstandort Zürich. Da kann GC dank guter Arbeit, ausgezeichneter Transfers und begabten Spielern endlich, endlich wieder mal Meister werden (zumindest theoretisch), und dann erscheinen nicht mehr Zuschauer zu einer der letzten Begegnungen der Saison.

Die Erkenntnis ist gewiss nicht neu, dass der Fussball im Vergnügungsparadies Zürich einen schwierigen Stand hat. Sein Stellenwert ist gering. Es ist beinahe wie in der Westschweiz, wo stolze Vereine wie Lausanne, das letzte Saison Konkurs gegangene Xamax und Servette leider eher wenig Begeisterung in der Bevölkerung wecken – und auch finanziell darben müssen. Anderswo – in Sion, Luzern und St. Gallen beispielsweise – herrscht zwar Fussballeuphorie, doch die Klubs sind letztlich nicht gross genug, um den in allen Belangen überragenden FC Basel konstant zu attackieren.

Es gibt in der Schweiz nur einen Verein, der ähnlich stark, erfolgreich, mächtig wie der FCB sein könnte. Die Young Boys verfügen über ein wunderschönes Stadion, sie haben eine riesige Fanbasis und dank vermögender Besitzer die wirtschaftlichen Möglichkeiten, um Basel zu gefährden. Die YB-Verantwortlichen jedoch arbeiteten seit Sommer 2010 miserabel und leiteten mit Missmanagement eine gewaltige sportliche und finanzielle Talfahrt ein – obwohl die Brüder Rihs als Investoren ansehnliche Beträge zur Verfügung stellten, um ein Meisterteam hinzustellen. Allein im Jahr 2012 betrug das Minus im Betrieb deshalb 15 Millionen Franken!

Die Jahre zwischen 2006 und 2010 jedoch hatten bewiesen, dass in Bern mit vernünftiger, kluger Arbeit ein Fussballgigant aufgebaut werden könnte. Da machte YB glücklich. Da erschienen regelmässig über 25’000 Zuschauer zu wichtigen Partien der Young Boys im Stade de Suisse. Da spielte YB um mehrere Titel in Liga und Cup, zelebrierte aber auch den Status als Verlierermannschaft und veryoungboyste einen Pokal nach dem anderen. Immerhin aber qualifizierte sich das Team in den letzten Jahren zweimal für die Europa League – und hat sich insgesamt trotz aktueller fussballerischer Baisse als zweite Spitzenkraft in der Super League etabliert. Eigentlich. Und auf dem Papier.

Die Liga jedenfalls braucht zur Steigerung der Attraktivität unbedingt ein starkes YB als Gegenpart des dominanten FC Basel.

In dieser fürchterlich miesen Spielzeit der Young Boys jedoch läuft der Berner Riese mal wieder den hohen Erwartungen hinterher. Von einer weiteren Finalissima gegen den Rivalen Basel ist YB derzeit so weit entfernt wie die Grasshoppers von hohen Sympathiewerten in der Südkurve. Es wird die grosse Herausforderung für Sportchef Fredy Bickel sein, das bemerkenswerte Potenzial in Bern auszuschöpfen – und vor allem das ungenügend zusammengestellte Team auszumisten und sinnvoll zu verstärken. Damit die Titelsehnsucht im YB-Umfeld bald gestillt werden kann. Die Ungeduld in der treuen Fangemeinde wächst.

Und es ist ja so: Wenn der SC Bern Eishockeymeister wird, freuen sich die Leute in der Hauptstadt und feiern routiniert ein bisschen. Werden aber die Young Boys (irgendwann) erstmals seit 1986 nationaler Champion, wird in Bern ein gigantisches, vermutlich einmaliges Fest steigen. Würde dagegen in ein paar Wochen in Zürich eine GC-Meisterparty stattfinden, dürfte man das wohl nicht einmal richtig bemerken.

Wer anders als YB also kann diesen souveränen FC Basel langfristig herausfordern?

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36 Kommentare zu “Die Liga braucht unbedingt ein starkes YB”

  1. Mike Kaufmann sagt:

    Klar, Sachlich, was wir in Bern immer gesagt / geschrieben haben, Super Kommentar !

    • Kraft sagt:

      “Würde dagegen in ein paar Wochen in Zürich eine GC-Meisterparty stattfinden, dürfte man das wohl nicht einmal richtig bemerken.” Sehr sachlich, in der Tat. Etwa so wie Alice im Wunderland.

  2. Mike Kaufmann sagt:

    Als Niedermaier gehen musste und Grossmaul Kaenzig ans Ruder kahm, ging es mit YB immer weiter Berg ab ! Die damalige YB Mannschaft war sehr nahe dem F.C.Basel. Nach dem Doumbia verkauf, hätte man nur 1-2 neue richtige Verstärkungen einkaufen müssen, den das kollektiv der Mannschaft stimmte. Kaenzig hatte in grandios in Hannover und Wolfsburg versagt und es war nur eine Frage der zeit, was und wie gross das Chaos sein würde,das er nach seiner Amtszeit bei YB hinterlassen würde. Was bei YB dringend benötigt wird, ist ein Professionelles Umfeld und Vorstand wie es der F.C.Basel besitzt. Nicht zu vergessen aber, das Basel ausser Fussball im Breitensport, Bern das Wasser nicht reichen kann. Denoch müssen die YB verantwortlichen DRINGEND über die Bücher und das Kader richtig ausmisten und mit geziehlten Spieler, die auch Charakterlich in die Mannschaft passen verstärken ! Dann werden wir wieder ein starkes YB erleben können, das mit dem F.C.B auf Augenhöhe sein könnte !

    • zerberus08 sagt:

      Alles in Ordnung lieber Mike, was mich stört ist deine Aussage dass Basel nur Fussball hat, das kann man sehen wie man will aber bedenke dass die
      Fläche von Bern ca. 6000km2 und 1’000’000 Einwohner, Basel 37m2 und knapp 200’000 mit BL zusammen 550km2 und keine 500’000 Einwohner hat. Der Ausländerantein in Basel ist auch mehr als doppelt so hoch. Dass da der Breitensport im Kanton Bern uns überlegen ist erstaunt nur wenig.

      • Esteban sagt:

        Was hat dies jetzt mit dem Ausländeranteil zu tun? Uns was sind dies für Argumente?

  3. Martin sagt:

    Das ist doch genau das Problem in Bern: ihr denkt viel zu kurzfristig! Schau Dir doch mal die letzten 10 Jahre an, oder die von mir aus die letzten 40 Jahre: wieviele Titel gingen nach Zürich, nach Basel und nach Bern? So gesehen ist deine Behauptung reines Wunschdenken!

  4. Markus sagt:

    FCZ!

    • John Schnyder sagt:

      Du sagst es – der FCZ ist im Artikel nicht einmal erwähnt – Arroganz, Ignoranz oder absichtliche Provokation ?

  5. W. Ritschard sagt:

    Man sollte YB nicht grösser machen als es ist. Die Zuschauerzahlen zwischen 2006-2010 waren nicht regelmässig 25K sondern bewegten sich im Schnitt bei 22K. Und nur eine gute 1. Mannschaft zu haben hat keine Nachhaltigkeit. Die ganze Struktur des Nachwuchses müsste bis nach ganz unten besser strukturiert sein. Auch die ganze Infrastruktur sollte optimiert werden etc. Ansonsten wird es wie auch schon 06-10 nur Saisons geben die gut sind und auch wieder weniger gut. Es war auch ein auf und ab aber auf einem höheren Niveau. Es ist schon etwas zu euphorisch von Herr Ruch beschrieben als es wirklich war.

  6. E. Schönbächler sagt:

    Die diversen YB-Verantwortlichen schossen in den letzten 25 Jahre zuviele Böcke um erfolgreich zu sein. Nur mit Schönwetterspielern sind keine Titel zu holen. Wenn die Young Boys kurzfristig (das Wort langfristig ist im Fussball leider meistens fehl am Platz) wieder Erfolg haben wollen müssen sie sich von einem Grossteil des jetzigen Kaders trennen. Solange zum Beispiel Zappelphilipp Wölfli im Tor steht werden die YB-Fans nichts zu feiern haben. Wölfli ist zwar ein guter Goalie aber mit seinem ewigen Händeverwerfen und Reklamieren verunsichert er seine Abwehr und sich selber und kassiert so oft faule Eier. In der Nationalmannschaft spielt er viel ruhiger und abgeklärter…

    Fazit: Mit Christian Gross waren die Young Boys auf gutem Wege. Doch mit der nicht nachvollziehbaren Entlassung des erfolgreichsten Trainers der Neuzeit ist sich die Berner Führung treu geblieben.

  7. Pascal Disler sagt:

    Solche Bern verherrlichende Beiträge verursachen bei mir Brechreize. Ein triftiger Grund, andere News-Portale aufzusuchen. Wie kann eine Zürcher Zeitung Ihre städtischen Clubs derart verachtend behandeln und dessen Bevölkerung als Fussball desinteressiert abstempeln und Ihr gleichzeitig so einen Quatsch einreden? Wenn Sie wenigstens Recht hätten!! YB hat gerade erst Fredy Bickel verpflichtet, der beim FCZ seine dürftigen diplomatischen Fähigkeiten zu Spielern (mit Abganggelüsten) zur Genüge bewiesen hat. Und YB ist schlecht gewappnet mit ihrer stetigen Ungeduld, und seinem daraus resultierendem Trainerverschleiss und dem jeweils folgenden Verkauf Ihres Starspielers. Das Kader von YB wird noch über längere Zeit mittelmässig sein und die Berner Finanzen werden noch viel ärger strapaziert werden… In Zürich gab es ein paar schöne Meisterfeiern während den letzten zehn Jahren. Und diese sind aufgefallen.

    • Fritz sagt:

      “Wie kann eine Zürcher Zeitung Ihre städtischen Clubs derart verachtend behandeln und dessen Bevölkerung als Fussball desinteressiert abstempeln und Ihr gleichzeitig so einen Quatsch einreden?” Wenn sie über ihren zürcherischen Horizont hinaus sehen würden hätten sie vielleicht Bemerkt, dass dieser Blog auch in Bern (Bund) und Basel (BaZ) erscheint. Zumal es sich um einen Fussballblog und nicht um einen FCZ/GC-Blog handelt. Daher soll es bekanntlich vorkommen, dass auch zu den Mannschaften anderer Städte gelegentlich ein Eintrag geschrieben wird (vorallem wenn diese jeweils einzeln schon den Zuschauerschnitt der Summe der Zürcher Clubs haben). Selbst wenn man in Down Town wohnt sollte man soweit sehen können …

    • Anton sagt:

      Zum Newsnetz gehört ja die halbe Schweizer Medienlandschaft, der Steilpass ist also nicht eine Zürcher Angelegenheit.

      und wenn GC in einer derart wichtigen Phase so wenig Zuschauer hat, dann ist das in der Tat einfach nur jämmerlich.

    • Mike Kaufmann sagt:

      GCZ hat aber auch die miesesten Fans in der Schweiz ! War auch in der gloreichen Zeiten von GC so. 4-6000 Zuschauer ist ein Hohn !!

    • Andy D sagt:

      @Disler: Wissen sie, das ist eigentlich nichts neues hier. Vor ein paar Jahren hat der Chef-Blogger regelmässig GC auseinandergenommen. Er war eben FCZ Fan. Auch damals habe ich mich gefragt wie es diese Zeitung zulassen kann, dass regelmässig immer nur der selbe Zürcher Club durch den Kakao gezogen wurde. Immerhin sind es jetzt beide Clubs, schon mal ein Fortschritt.

    • Pbb sagt:

      Wo findet man schon Bern verherrlichende Beiträge? In den letzten paar Jahren wurde permanent auf Bern rumgetrampelt und sobald mal jemand etwas positives über YB schreibt heult ihr alle rum… lächerlich

  8. Fritz sagt:

    Nach diesem Beitrag stellt sich natürlich wieder einmal die obligate Frage um welche Phase es sich bei YB denn diesmal handeln würde. Ich tippe mal um Phase 1893… 😉

  9. Jürg Erb-Tanner sagt:

    Ein Meisterteam soll und kann man nicht “hinstellen”. Das muss über Jahre aufgebaut werden. Für eine Prognose würde ich nicht die Geldgeber, sondern das Fanpotenzial und die U-Mannschaften heranziehen. Wo steht die U21 von YB? Sind da Meisterspieler sichtbar? Ich bezweifle dies. Deshalb bin ich für YB nicht so optimistisch, auch wenn ich als FCB-Fan dies bedaure. Die U21 des FCZ und auch des FC Sions sind wesentlich besser klassiert als YB. Dass Sion dieses Potenzial nicht nutzt, ist unverständlich. Als grösste Konkurrenz zum FCB sehe ich daher den FCZ.

  10. Bruno sagt:

    Abgesehen davon, dass YB sicherlich nicht die zweite Macht im Schweizer Fussball ist, finde ich diesen Blog völlig übertrieben. YB war durch glückliche Transfers und noch glücklichere super Jahrgang ihrer Jugend knapp am Titel, vor ein paar Jahren. All ihre eigengewächse sind nun alt oder schlicht nicht mehr so gut wie vor einigen Jahren. Zweimal hatte die YB spitzen Trainer, beide haben sie davon gejagt. Der eine sucht noch immer einen Job, der andere spielt in der Spitze mit in der Serie A. Herr Ruch sie sind Berner, seien sie froh um den SCB, denn eine MANNschaft, die YoungBoys heisst hat ehrlich gesagt nicht mal den Namen um Meister zu werden. Oder was denken sie wie sie an ihrem nächsten Thai-Urlaub den Einheimischen sagen wollen wer schweizer Meister wurde?
    Zu GCs eventuellem Meisterparty, auch hier haben wir viel mehr Übung als der YB und auch in jüngerer Vergangenheit, sie wird klein, aber fein sein und nicht von solchen vollidioten gesäumt sein, wie es bei einer FCZ oder YB Party sein wird.
    In diesem Sinne: Das Runde muss ins Eck, YB kommt dennoch nicht vom Fleck

    • Pbb sagt:

      Klein aber fein.. die reichen am Cüpli saufen. hahaha na dann, viel spass 🙂 da würde ich lieber verzichten.

  11. Auguste sagt:

    hmm…, es wäre in der tat schön, wenn es in der schweiz mehrere stadien gäbe, wo man mit einem flauen gefühl im magen hinfahren würde – als gegner, nicht nur als fan. yb ist der verein, der es in der jüngeren vergangenheit fertigbrachte, in den entscheidenden phasen der meisterschaft seine schlüsselspieler zur unzeit zu verkaufen bzw. nicht halten zu können. diese titel fehlen heute schmerzlich – materiell und psychologisch.

    dass die lernkurve allerdings immer noch nicht merklich angestiegen ist, zeigte der verkauf von bürki an die grasshoppers. um solche goalie-talente baut man ganze defensiven, was man von wölfli nicht behaupten kann. gestern gelang der erste befreiungsschlag unter dem neuen trainer. das müsste eigentlich mumm geben im kampf um platz 4 und 5.

    yb, thun, sion und der fcz ist nach gestern definitiv das spannendste rennen innerhalb der super league geworden. die berner könnten eine verkorkste saison noch einigermassen in trockene tücher packen. man darf gespannt sein.

  12. Deschain sagt:

    1. Warum wird von der ursprünglichen Spanne 12-15 Mio immer 15 Mio genommen?
    2. Wurde die ominöse “zuverlässige Quelle” gegengeprüft oder hat man ihr blind-naiv aus der Hand gefressen?

  13. Olaf sagt:

    Das Zauberwort im Schweizer Fussball ist ‘Missmanagement’. Und und genau hier macht Basel (warum bzw. wie auch immer) es einfach besser als die restliche Fussballschweiz. Deren Führung wirkt auf mich glaubwürdig und kompetent und das mit einer für Schweizer Verhältnisse grossen Konstanz. Auch umfasst diese Umsichtigkeit nicht nur die erste Mannschaft sondern, alle Bereiche des Vereisn (die U16 wurde z.B. diese Woche zum 10. mal in Folge Schweizer Meister…).

    Klar, am Anfang stand auch in Basel (externes) Geld, welches aber eben umsichtig und wirtschaftlich verwendet wurde. Auch anderen Schweizer Clubs, wie z.B. YB, GC, verfügen (bzw. verfügten) über potente Geldgeber, aber hier schliesst sich der Kreis mit dem Eingangs erwähnten Zauberwort ‘Missmanagement’.

  14. Ben sagt:

    Da ist wohl mehr der Wunsch Vater des Gedanken. Wie dem auch sei, zu einem Top Club (und ja, ich bin YB Supporter) gehört mehr als nur eine einigermassen konkurrenzfähige erste Mannschaft (auch hier mehr Wunschgedanke..). Es gehört mindestens eine anständige Juniorenarbeit/Talentförderung sowie, gopf endlich, eine längerfristig aufgebaute Strategie dazu.

  15. Pat Znuk sagt:

    Das YB der einzige Club, welcher auf Stufe FCB kommen könnte, sehe ich nicht so. Das gibt es mindestens Sion, welche
    ich vom Potential her auf die selbe Stufe wie YB stelle. Klar, da müsste noch einiges mehr gemacht werden als aktuell bei YB.
    Stichwort neues Stadion. Der Präsident ist zwar Architekt, aber das scheint ihn nicht zu interessieren..
    Ich bin mir sicher, wenn Sion eine vernüftige Mannschaft hätte, welche um den Titel mitspielen würde und ein neues Stadion für ca. 25000 – 30000 hätte Sion ein Zuschauerschnitt von 22000.
    Dazu kommen GC und FCZ, welchen ich durchaus zutraue den einen oder anderen Titel einzufahren.
    Auch St.Gallen und Luzern haben das Potential immer wieder mal zwischendurch oben mitzuspielen. Wenn bei all diesen Clubs entsprechend gearbeitet wird (d.h. NACHHALTIG: Juniorenförderung, 1.Mannschaft, Sponsoren) wird sich der Erfolg einstellen und man regelmässig international vertreten sein, was weitere Gelder bringt. Die Schweizer Liga wäre unter den Top 10 Europas und hätte einen festen CL-Platz. Ev. gar mal einen 2. Club in CL-Gruppenphase. Und 2 weitere CH-Teams spielen jeweils EL-Gruppenphase, von welcher die Prämien für ein CH-Club-Jahresbudget nicht unbedeutend ist.

    Zu guter letzt sehe ich auch die Westschweizer Team nicht abgeschrieben. Insbesondere Servette, bei welchem ich das Potential sehe unter den ersten 5 zu spielen bei einem Zuschauerschnitt von 10000-15000. Am Ende kommt man auf 7-8 Team, welche in der Schweiz das Potential haben mehr oder weniger regelmässig mal Europacup zu spielen, Titel zu holen und Meister zu werden

  16. Adriano Granello sagt:

    “….dank vermögender Besitzer die wirtschaftlichen Möglichkeiten, um Basel zu gefährden”. Nun, diese vermögenden Besitzer sind eben keine Berner Fussballbegeisterte, sondern INVESTOREN mit Geschäftssitz am schönen Zürisee, und wer weiss, wann denen der Kragen endgültig platzt und sie YB zum Liquidationswert vor die Säue werfen. Sollte dieses keineswegs unrealistische Szenario eintreten, gehen im Berner Stade de Suisse ganz schnell die Lichter aus (im eher bäuerlich orientierten Bern gibt’s keine reichen Mäzene und ausser Post, Swisscom und SBB auch keine Wirtschaft, die ein Sponsoren-Potenzial hätte) und man wird sich auf einen Schlag in den finanziell untersten Niederungen der Schweizer Super League wiederfinden. Aber die Zuschauer, ja die Zuschauer werden YB auch dann treu bleiben, anders als in Zürich, Lausanne und Genf, und diese Tatsache ist dann wohl auch die einzige wirkliche Gemeinsamkeit von YB und dem FC Basel…

  17. Remy sagt:

    Das Fazit am Schluss mit GC und den Meisterpartys stimmt allerdings: das habe ich mal erlebt, 98 oder 99…da haben alle gejohlt im Tram bis Escher-Wyss Platz, bis der Tramchauffeur gedroht hat nicht weiter zu fahren, und fertig war die Meisterfeier…sollte mal ein Tramchauffeur in Basel eine Meisterfeier unterbrechen wollen, sein Tram würde wohl im Rhein landen! (fahren eh keine Trams bei den FCB-Meisterfeiern, wäre gar nicht möglich)

  18. Soweit okay ihr Bericht , Herr Ruch. Aber nach meiner Meinung muss der Schweizer Fussball noch viel weiter und breiter abgestuetzt werden als nur der FCB und YB. Das Klumpenrisiko (FCZ,Sion,etc.) muss unbedingt reduziert werden. Eine breite Basis gesamtschweizerisch muss angestrebt werden. Nur so hat der Schweizer Fussball eine Chance. Die Fun’s im Stadion macht die Faszination aus ! Die leeren Stadion ist Gift fuer die Fussballbegeisterung ! Ist die Stimmung im Stadion vorhanden, so gehen nicht nur Normal-buergerliche ins Stadion sondern auch wieder solche, welche dann unverhofft auch wieder mehr Geld bei den Clubs liegen lassen. Siehe Deutschland und GB. Da gehen 70 % Leute ins Stadion, welche die ganze Woche sparen fuer ihr Ticket und fuer Getraenke und Essen !! Ich glaube – hoere und staune – sogar im Tessin hat man verstanden, dass man eine Fusion aller Tessiner Clubs machen muss – zu einem grossen Verein mit einem grossen Stadion: hier macht man sich daran einen FC Tessin (AC Ticino) zu gruenden. Die Westschweizer Vereine Lausanne und Servette sollten sich auch Gedanken machen – was machen wir am Besten am Genfersee. Der Vorteil ist, dass Genf bereits ein grosses Stadion hat. Platz Zuerich: da hilft die Zeit – bald sind keine Finanzen mehr da und GC und FCZ muessen zwangslaeufig fusionieren ! Ich glaube hier sollte die Swiss Fussball League Chefs sich mehr darueber Gedanken machen, wie kann man mit Gespraechen und Lizenzvergaben im Interesse des Schweizer Fussballs darauf langfristig hinsteuern. Ich glaube gerade wir Schweizer koennten dies wirklich verwirklichen.

  19. Mike Glarner sagt:

    Fazit des Blogs: GC braucht es nicht. Kann ich unterschreiben.

  20. Chris sagt:

    Ach was, die jungen Jungen sind der absolute Loser-Club. Das wirtschaftliche Potential ist aufgrund der Zuschauerzahlen sicher grösser, aber trotzdem schaut alles auf Basel und Zürich, weil dort die Musik gemacht wird. End of Story.

  21. Mäse sagt:

    Dann sei dem Herrn Ruch gesagt, dass GC die 80er und 90er dominiert hat. Nach belieben auf und neben dem Platz, vorallem finanziell. Auch damals hatte GC einen lausigen Zuschauerschnitt, der sich wenn ich mich richtig erinnern kann, nur in den CL Zeiten und anfangs 2000 nach oben verschob. Ist also nichts Neues. Was soll das Gschwätz um YB? Die haben seit 25 Jahren keinen Blumentopf gewonnen und so wird das noch einige Jährchen gehen. Wenn den Nimbus des Verlierer hast, wirds schwierig. Man erinnere an Leverkusen. Jetzt kommt mal wieder das hätte, wäre, wenn. Und dazu gehören Luzern, Sion und ST. Gallen, die könnten schon was reissen, aber die Kontinuität fehlt. Da traue GC noch am ehesten zu, sich als Nr. 2 zu etablieren und ab und an die Basler zu ärgern. Genau so beim FCZ.

  22. Christian sagt:

    Wenn GC vor 18’000 Zuschauer spielt wird es ignoriert oder es heisst “Modefans”.
    Wenn GC vor 4’000 Zuschauer spielt wird es eine Woche land medial ausgeschlachtet.

    Wenn das Tram wegen anderen Fans angehalten wird ist es wegen der Begeisterung. Wenn das Tram wegen GC-Fans anhalten muss ist es scheisse.

    Wenn Bürki einen Stürmer trifft, sollte er für 200 Spiele gesperrt werden. Wenn YB ein Offside-Tor erzielt wird es als regulär bezeichnet und eine Analyse ist nicht nötig.

    Diesen Hass ist nicht mehr gesund, aber mit den alltäglichen tendenziösen Berichten, schweisst ihr die Hoppers nur noch enger zusammen.

  23. Andy D sagt:

    Sicher hat YB das Potenzial, aber das Management ist halt mies, und das schon seit vielen Jahren. Dass es mit sportlichen Erfolgen durchaus klappen könnte in Bern demonstriert ja eigentlich der SCB. YB müsste sich da mal eine Scheibe davon abschneiden. Ich glaube aber auch, dass der FCZ viel Potenzial hat, vorausgesetzt er spielt endlich mal in einem richtigen Fussballstadion. Und Servette sollte man auch nicht abschreiben, auch da machts das Eishockey vor.