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Das spannendste Derby des Jahres

Annette Fetscherin am Freitag den 5. April 2013

Der Steilpass begrüsst heute Annette Fetscherin. Willkommen zurück!


Beim Zürcher Derby herrschen eigene Gesetze. Aber nicht nur deshalb ist es vor dem dritten Derby der Saison fast unmöglich, einen Favoriten zu bestimmen. So spannend wie jetzt war die Ausgangslage schon lange nicht mehr!

230 Derbys wurden bislang in der Stadt Zürich ausgetragen. Der Grasshopper Club hat mit 113 Siegen in der Statistik deutlich die Nase vorn. Der FC Zürich steht bei 79. Blickt man auf die aktuelle Tabelle, sind die Verhältnisse ähnlich. Und trotzdem waren die Vorzeichen in diesem Jahr vor keinem Derby so unklar, wie vor diesem.

Das spricht für den FCZ

  1. Der FC Zürich ist bislang die zweiterfolgreichste Rückrundenmannschaft nach dem FC Basel. Von sieben Spielen wurden fünf Siege eingefahren und dabei 17 (!) Tore erzielt, das sind fast gleich viele Treffer, wie dem FC Zürich in der gesamten Hinrunde gelangen.
  2. Die Zürcher Offensive ist brandgefährlich. Die 17 Treffer, die der FCZ bisher landete, sind fast drei Mal so viele wie bei GC. Mit Gavranovic, Drmic und Chiumiento hat man drei (aktuelle oder ehemalige) Schweizer Nationalspieler im Kader. Dank der geballten Offensivkraft kann man auch Ausfälle verkraften (Chermiti verletzt, Jahovic gesperrt).
  3. Josip Drmic ist zurück: Frisch, hungrig und in Topform! Der beste Torschütze des FC Zürich war gegen den FC St. Gallen noch gesperrt, hat jedoch mit der Schweizer U-21 vergangene Woche einmal mehr seine Klasse bewiesen. Gegen Deutschland gelang ihm der zwischenzeitliche Führungstreffer zum 2:1.
  4. Der FCZ hat sich gegen St. Gallen nicht aufgegeben. Dabei wird das Team von Urs Meier gerne als Stimmungsmannschaft abgetan. Die Zürcher kämpften sich nach dem ersten Dämpfer zurück und erzielten beinahe noch den Ausgleich. Am Schluss verlor man die Partie zwar dennoch deutlich, dies scheint dem FCZ aber nicht aufs Gemüt zu schlagen. Die Stimmung im Training war zum Wochenauftakt schon wieder ausgelassen und die Vorfreude aufs Derby ungebrochen.

Das spricht für GC

  1. GC hat bisher beide Derbys der Saison gewonnen und zwar beide zu Null. Auch wenn es zuletzt nicht optimal lief, bleibt das Gefühl, die Nummer 1 der Stadt zu sein, in den Köpfen der Spieler haften. Und wird, wenn nötig, bis auf die Zähne verteidigt. Im September gelang den Hoppers zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder ein Auswärts-Derbysieg. Auch dieser Fluch ist also gebrochen.
  2. Die Defensive ist die Beste der Liga. Die Hintermannschaft der Grasshoppers ist kaum zu knacken, kassiert durchschnittlich weniger als ein Gegentor pro Spiel. Wenn man davon spricht, dass es in der Rückrunde etwas harzt, stimmt das nicht für die Defensive. Erst zwei Gegentore hat man im Jahr 2013 eingefangen. Was auch am Goalie liegt.
  3. Roman Bürki ist der perfekte Rückhalt. Er lässt sich selbst in Thun von der Fehlerorgie seiner Vorderleute nicht aus dem Tritt bringen und zeigt eine überragende Leistung. Kein Goalie musste bisher in dieser Saison seltener hinter sich greifen, Roman Bürki ist in Topform und immer wieder der Retter in Not.
  4. Die Mannschaft brennt auf Wiedergutmachung. Mit dem Auftritt der Basler in Luzern sollte auch die Frage nach dem Meisterschaftsfavorit ein für alle Mal geklärt – und damit aus den Köpfen der GC-Spielern sein. Die Hoppers haben keinen Druck, den Titel zu holen. Aber sie wissen nach der souveränen Hinrunde, dass sie mehr können, als sie bisher in der Rückrunde zeigen konnten.

So steht es 4:4 nach Argumenten. Das spannendste Derby des Jahres kann angepfiffen werden!

Die Partie FCZ-GC wird am Samstag, 6. April 2013 um 19:45 im Letzigrund angepfiffen.

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16 Kommentare zu “Das spannendste Derby des Jahres”

  1. Gaetan Zürcher sagt:

    Wir holen uns den Derysieg!
    Allez FC Züri !

    • Patric Hurschler sagt:

      Gibt nicht viel mehr zu sagen. Als das wir immer wieder feststellen müssen dass die Heugümper schon zu Mose zeiten eine Plage waren.

      • Peter Heil sagt:

        @ Hurscheler ….gäääääääähn. So was von abgelutscht und wird auch beim 100.mal wiederholen nicht besser.

  2. E. Schönbächler sagt:

    Der FC Zürich ist im anstehenden Zürcher Derby der Favorit. Unter Urs Meier hat der FCZ den miserablen Saisonstart beinahe vergessen gemacht. Die Art und Weise wie Zürich auftritt erinnert an die erfolgreichen Zeiten unter Favre und Challandes.

    Bei GC ist in der Winterpause das offensive Potential unter den Schneemassen begraben worden. Klar lässt die Verteidigung vor dem starken Roman Bürki nur wenig zu. Doch eine Mannschaft, die etwas (sprich Titel respektive einen Platz im Europacup) erreichen will, muss auch Tore erzielen. Und das ist das momentane Hauptproblem der Hoppers. Entweder haben die guten Kritiken im Herbst gewisse Spieler ein bisschen abheben lassen oder allfällige Transfergerüchte bringen Unruhe in die Kabine. Vielleicht fällt auch das Glück dass die Mannschaft in der Vorrunde noch hatte.

    Wenn ich als GC-Fan einen Sieg gegen Zürich wünschen könnte würde ich den Cupmatch wählen. Die Meisterschaft wird dem FC Basel in dieser Form nur noch schwerlich zu entreissen sein. Selbst der vorzeitige Abgang von Alex Frei scheint für den FC Luzern das grössere Problem als für die Basler zu sein.

    In einem allfälligen Cupfinal hätte GC die grösseren Chancen seine Titelsammlung zu vergrössern. Klar sind Sion und Basel in Cupendspielen nur sehr schwer zu bezwingen. Doch einmal endet bekanntlich ja jede Serie. Und egal welche Mannschaften am Pfingstmontag um den Cup kämpfen, sie werden auf Augenhöhe gegeneinander antreten.

    • E. Schönbächler sagt:

      Hoffentlich verletzt sich das Glück nicht wenn es “fällt”… Richtig ist natürlich “fehlt”. Sorry!

  3. Fabien sagt:

    Da dürfen sich die Züris wieder mal als Mittelpunkt der Fussballwelt fühlen für 90 Min. Wen interessierts ausserhalb der Grosssprecher?

    • Wishaw Thomas sagt:

      …dich interessiert es anscheinend – sonst hättest du nicht solchen Bödsinn geschrieben.
      Wer ist hier der “Grosssprecher”?

    • Daniel sagt:

      Es ist eine willkommene Abweschlung für uns Zürcher. Ansonsten ist Zürich immer Mittelpunkt der Schweiz und dieses Wochenende auch noch der Mittelpunkt der Fussballwelt für 90 min. Was will man mehr?

    • FCZ-Andy sagt:

      Hast Du Fabien noch keine Initiative lanciert, damit Basel die Schweiz (endlich) verlassen, sich Deutschland anschliessen und bei der Buli mitspielen kann?

  4. Fabian sagt:

    Niemals…

    Nume GC holt dä Derbysieg!!!

    Vorwärts GC ZÜRI!!!

  5. Markus Hutter sagt:

    Falsch, Frau Fetscherin,

    das spannendste Derby des Jahres – eigentlich DAS Spiel schlechthin seit Jahren hier in Zürich – wird das Cup-Derby.
    Das Derby am Samstag ist zwar sehr wichtig, und Ihre Analyse auch zutreffend. Aber im Vergleich zum Cup, ist das trotz Allem nur das Aufwärmen für den grossen, grossen Mittwoch.

  6. Auguste sagt:

    hmm…, das überraschungsteam der vorrunde gegen das überraschungsteam der rückrunde. das hätte auch seinen reiz, wenn die mannschaften nicht stadtrivalen wären. die aufgaben der trainer sind nicht einfach: der gc-offensive fehlt trotz guten stürmern immer noch die durchschlagskraft, und der fcz ist zwar wieder gefährlich – aber ist er auch schon wieder stabil genug?

    beide teams haben gute gründe an einen sieg zu glauben, was eigentlich ein abwechslungsreiches spiel ergeben müsste, auch weil ein unentschieden keinem team weiterhelfen würde. tatsächlich, für spannung ist im vorfeld gesorgt.

  7. Hans Saurenmann sagt:

    Die Begegnungen zwischen FCZ und GC haben es in sich, es ist schwer eine Prognose zu stellen, sollte guten Fussball geboten werden ist es fuer die Zuercher kein Problem, das Station Domizil schon. Lasst die Bagger auffahren und den Letzi flachlegen. und ein Fussballstadion mit Unterflurgarage erstellen wie es sich fuer eine Stadt Zuerich gehoert. Die Zuercher sollten sich einmal das Juve Stadion in Turin ansehen, das Konzept macht Sinn und kann kopiert werden, wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden!! HOPP FCZ!!

  8. Diego S. sagt:

    Das Zürcher Derby wird erst wieder ein richtiges Derby sein wenn es in einem RICHTIGEN Stadion ausgetragen wird.

    • Daniele Glauf sagt:

      Ach hört doch auf damit. Ich kann’s nicht mehr hören. GC benutzt die Stadion-Ausrede seit Jahren um ihre Stimmungsflaute zu rechtfertigen. Dann ist man als Zuschauer halt 10m weiter weg vom Geschehen als in einerm reinen Fussballstadion. Na und? Uns FCZler hält das ja auch nicht davon ab richtig was zu bringen. Die GC-“Kurve” hat sich mit der Fahnen-, Choreo- und Pyroverweigerung im Letzi ungemein selbst ins Fleisch geschnitten. Stimmungsboykott für ein paar Spiele mag ja Sinnvoll sein, nachdem man sein Stadion verloren hat, aber schlussendlich unterstützt man ja sein Team! Und wenn man seine Prinzipien wichtiger nimmt als seinen Verein, dann ist man kein Fan seines Vereines, sondern nur ein Fan seiner Gruppierung.

  9. Jürg Scheurer sagt:

    Wow. Nicht schlecht Frau Fetscherin – Sie haben 4 Tore für GC geschätzt. … und der FCZ? Die Nr.2 in Zürich.