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Warum mir die Freude am Fussball verging

Steilpass-Redaktion am Donnerstag den 14. Februar 2013

Unter dem Motto «Was ich zum Thema Fussball schon lange loswerden wollte» schreiben verschiedene Autorinnen und Autoren über das, was sie an der populärsten Sportart der Welt stört – oder fasziniert. Heute: Nina Merli*


Mein Sommer 1982 war legendär: Ich war knapp sieben Jahre alt, durfte bis spät am Abend wach bleiben und erst noch laut schreiend auf dem Sofa rumhüpfen – einen ganzen Monat lang. Denn es war WM und als Tochter eines Italieners hatte ich gar keine andere Wahl als jedes Mal mitzufiebern, wenn die Azzurri den Rasen betraten. Ich sah meinen Vater und seine Freunde weinen vor Freude und Paolo Rossi heilig sprechen.

Und auch nach diesem magischen 1982 – als Italien Deutschland im Finale mit 3:1 besiegte (tut mir leid, aber das muss ich an dieser Stelle einfach mal kurz in diesen Blogbeitrag einfliessen lassen) –, schlug mein Herz noch einige Jahre für die Italiener weiter, obwohl es ganze 24 Jahre dauerte, bis sie endlich wieder die begehrte Coppa nach Hause brachten. So fieberte auch ich 2006 noch mit und freute mich über den Sieg der Squadra Azzurra. Doch meine Freude am Fussball, die sich inzwischen komplett in Luft aufgelöst hat, hatte zu jenem Zeitpunkt schon arg nachgelassen. Aus verschiedenen Gründen. Ich werde versuchen zu erklären, wieso mich die Fussballwelt – leider – mittlerweile nur noch zutiefst deprimiert.

Mein erster Fussball-Dämpfer kam schon früh. 1985. Um genauer zu sein am 29. Mai 1985, als der FC Liverpool in Brüssel auf Juventus Turin traf. Was mehrere Stunden vor dem Spiel mit gegenseitigen Pöbeleien der Fans anfing, endete kurz vor Spielbeginn in der Katastrophe von Heysel – 39 Menschen, darunter auch Kinder, starben, mehrere Hundert wurden verletzt. Knapp zehn Jahre alt, sass ich ungläubig vor dem Fernseher und konnte nicht glauben, was ich da sah. Genau so wenig wie die Gewalt verstand ich, weshalb das Spiel am Ende doch noch angepfiffen wurde. Wieso weigerten sich die Fussballer nicht? Und wieso wollten die Fans dieses Spiel überhaupt noch sehen?

Mir kommt keine andere Sportart in den Sinn, die dermassen gewaltbereite Fans wie der Fussball hat. Sogar wenn sie einen Grund zum Feiern haben, kommen sie nicht darum herum, auf irgendeine Art und Weise andere fertig zu machen – sei es verbal oder körperlich. Warum, liebe Fussballfans, ist das so? Ich denke da zum Beispiel an die Meisterfeier des FC Zürich, als dieser 2009 zum zwölften Mal Schweizermeister wurde und die Fans bis früh in den Morgen im Zürcher Langstrassenquartier «feierten» – so freute sich ein ganz einfallsreicher Fan derart über den Sieg seines Clubs, dass er mein auf der Strasse parkiertes Velo mit Fusstritten traktierte, um am Ende noch genüsslich – entschuldigen Sie die Wortwahl – darüber zu pissen. Wow, it’s party time! Aufgehört hat er übrigens erst, als ich ihm aus meiner Wohnung aus dem 2. Stock aus ein dickes Buch auf seinen Hohlkopf knallte. Gewalt erzeugt nun mal Gewalt.

Doch den randalierenden Fans allein die Schuld an meiner Anti-Fussball-Haltung zu geben, wäre unfair. Denn auch Figuren wie Luciano Moggi haben dazu beigetragen, dass ich den sportlichen Gedanken beim Fussball nicht mehr erkennen kann. Ausgerechnet Moggi, der in Italien als der Fussballkenner und als Ziehvater einiger der grössten Kickertalente Italiens galt, wurde 2006 dank der «Gazzetta dello Sport» als Hauptakteuer des grössten Fussballskandals in der Geschichte Italiens entlarvt. Gekaufte Schieds- und Linienrichter, Mafia-Verstrickungen und Unsummen von Geld. Wo wir schon beim Thema Geld sind: Ist es gerechtfertigt, dass Top-Fussballer über zehn Millionen Euro im Jahr verdienen und dass sie bis zu 100 Millionen Euro Marktwert haben? Und auch die Fifa-Vergabe der WM 2018 und 2022 an Russland und Katar bestätigt, dass die Welt des Fussballs vor allem noch eins ist: käuflich.

Dieser Blog-Beitrag wird sehr vielen Fussballfans mit Sicherheit sauer aufstossen. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren und bitte an dieser Stelle um einen Blog, der mir die Freude an diesem Sport wieder gibt. Der mich überzeugt, dass es sich immer noch lohnt mitzuleiden, über grandiose Pässe zu staunen, magische Tore immer und immer wieder auf Youtube anzuschauen und sich im freudigen Jubel zu umarmen, wenn der Schlusspfiff fällt. Denn darum geht es doch im Fussball.

*Nina Merli ist Reporterin bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet und leitet den Mamablog.

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114 Kommentare zu “Warum mir die Freude am Fussball verging”

  1. Giulio sagt:

    Fussball ist mit vielen Emotionen verbunden und für viele Leute überspitzt gesagt eine Religion. Fussball ist aber auch eine Weltbühne und es geht oft um viel Geld und Ansehen. Dies wird leider auch von Minderheiten in diesem Zirkus gnadenlos ausgenutzt.

    Nun kann man sich diesen Problemen stellen oder flüchten. Wenn man dieses Spektakel leidenschaftlich verfolgt wird man sich diesen Problemen stellen.

    Du scheinst die Variante Flucht zu nehmen und diesen Sport nicht wirklich zu mögen!
    😉

    Um dich nicht mit den genannten Problemen auseinanderzusetzen empfehle ich dir neu, Sportwelten wie Reitsport oder Golf zu betreten. Dort SCHEINT die Welt noch wie ein Märchen zu sein.

    Viel Spass

    • Siegfrid sagt:

      Wenn man die letzten Blogs liest,könnte man meinen nur Zombies und Asoziale besuchen Fussballspiele…
      Interessanterweise gehen jedes Jahr mehr Menschen zu Fussballspielen in der Schweiz,trotz der ganzen Hysterie.Irgendwas stimmt da nicht.

      • Mäsi sagt:

        Es gibt nur einen logischen Schluss: Die Schweiz wird immer Asozialer und/oder wird vermehrt durch Zombies bevölkert…

  2. Markus Rotkopf sagt:

    Wenn die Autorin sich tatsächlich als knapp 10-jährige darüber Gedanken machte, ob ein Fussballspiel trotz Randalen angepfiffen werden soll, war sie entweder extrem frühreif oder aber sie interpretiert einfach vieles im Nachhinein so, dass sie ihr Desinteresse an Fussball begründen kann.

    Ich vermute zweiteres ist der Fall. Darauf deutet auch der Rest des Artikels hin – warum soll mir der Korruptionsskandal in Italien oder das Salär der Spieler auf dem Platz die Freude nehmen an einem guten Spiel wie z.B. Real-ManU gestern Abend?

    • maddie sagt:

      Gutes Spiel? Spannend, ja. Aber alles andere als hochklassig.

    • hans sagt:

      Ich war damals zwölf und diskutierte noch Tage danach mit meinen Freunden ob es nun richtig war, das Spiel durchzuführen. Ich denke also scho, dass man in dem Alter sich bewusst ist, was da gerade passiert ist…

    • Ike Conix sagt:

      Immerhin gab es – wie beschrieben – Dutzende Tote. Da müsste man tatsächlich schon extrem frühreif sein, um das so einfach wegstecken zu können.

  3. reto berger sagt:

    Yep, seit dem letzten Titel des FCZ im Letzigrund, wo sich die eigenen Fans bei der Meisterfeier die Birne einschlugen war es um mich auch geschehen. Zudem habe ich die Übersicht langsam verloren wer wo spielt. Beispiel Ibrahimović zuerst Turin, dann Mailand, dann Barcelona, fünf Minuten später wieder Mailand etc.

    Zum Glück gibt es einen Ersatz für diesen Memmenfussball. Rugby. Das 6 Nationen Turnier ist voll im Gange.

    Mehr gibt es nichts zu sagen.

    Gruss

    • Rui Bosei sagt:

      Genau! Bei den Six Nations kann man natürlich auch die Italiener unterstützen! Auch wenn die Euphorie nach dem Sieg gegen die Franzosen nach der dummen Niederlage gegen die Schotten etwas verklungen ist.

      Macht jedenfalls viel Spass. Man kann auch bedenkenlos im Pub voll von Briten für die kontinetalen Mannschaften Partei ergreifen.

    • Schon Clode van Breukelen sagt:

      Egal, ob Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien

      • Ike Conix sagt:

        Sorry, aber Ibrahimović spielt aktuell bei Paris St. Germain (zusammen mit Beckham), und das ist schon seit Jahrhunderten nicht mehr römisch.

  4. Hector Camacho sagt:

    Ich konnte kaum laufen, da hab ich schon an Bälle getreten. Selbstverständlich habe ich alle Juniorenstufen durchlaufen und durfte auch in der einen oder anderen Auswahl mitmachen. Am Samstag schaute ich mir die ARD-Sportschau an in der Hoffnung auf ein paar magische Momente. 4 Jahre bis zur nächsten Fussball-WM waren für mich ein langer, dornenvoller Weg. Fussball war damals mein Leben.

    Die Ereignisse, die im Artikel genannt werden hatten auch für mich einen stark negativen Charakter. Hinzufügen möchte ich das unsägliche Bosman-Urteil, welches Fussballspieler zu Fussballgeschäftsleuten machte und deren Wert in Höhen schraubte, die sonst nur ausgesuchte Gemälde auf Auktionen erzielten. Ausserdem hielt der Nationalismus verstärkt Einzug in die Stadien – bei uns wie auch im restlichen Europa. MIt ein Grund dafür ist wohl der Umstand, dass nur noch wenig Lokalkolorit in den Klubmannschaften vorhanden ist, so dass man seinen Chauvinismus bei Länderspielen ausleben muss. Die starke Medialsierung hat schliesslich bei mir zu einer Übersättigung geführt…für die grosse Anzahl TV-Stunden gibts definitiv zu wenig gute Spiele.

    • Michi B sagt:

      Übersättigung…für die grosse Anzahl TV-Stunden gibts definitiv zu wenig gute Spiele.

      Sehr richtig, zum Glück MUSS man nicht alle schauen.

  5. Thomas M. sagt:

    WM 1982, das war diese WM, wo die Italiener nach superschwacher Vorrunde das göttliche Brasilien von 82, die beste Mannschaft, die es je gegeben hat, dank Glück, vielen Fouls und der eigenen Dummheit der Brasilianer aus dem Turnier warfen. Im Final trafen sie auf die Deutschen, welche die Franzosen in einem legendären Halbfinal niedergestreckt haben. Im Falle von Schumacher gegen Battiston sogar wörtlich. Es sind Spiele, die ich auch nach über 30 Jahren NIE vergesse. Von 2010 habe ich schon fast alle vergessen.

    • Dani sagt:

      Du bringst es auf den Punkt: Es läuft mir jetzt noch kalt den Rücken runter, wenn ich an Klaus Fischers Fallrückzieher denke und ans anschliessende Penaltyschiessen. Und auch ich weiss von 2010 fast nichts mehr 😉

      • Paulo sagt:

        Italien mit Glück gegen Brasilien? Nun ich kann mich sehr gut daran erinern dass Italien damals sogar ein viertes reguläres Tor durch Antognoni erzielte welches der damals beste Schiri der Welt Abraham Klein nicht gab. Warum auch immer, jedenfalls war der Sieg verdient. Die beste Brasilianische Elf die es jemals gab war diejenige von 1970. Die von 1982 war gut aber kein Vergleich zu 1970. Vor dem Turnier 1982 spielten sowohl Brasilien als auch Italien gegen die Schweiz. Die Brasilianer sogar zu Hause und es kam nur ein 1:1 heraus. Dann im ersten Spiel der WM gegen die UDSSR retteten sie nur zwei Weitschüsse in der Schlussphase. Da hätten schon die Alarmglocken läuten sollen. Wer die WM 1982 nennt muss auch das Skandalspiel Deutschland-Österreich erwähnen. Dieses Nichtspiel wäre schon alleine ein Grund gewesen dem Fussball den Rücken zu kehren.

      • Mister sagt:

        Sorry, aber dieses Brasilien war “nur” mit einem überragenden Mittelfeld ausgestattet – das reicht ab und zu nicht. Sturm und Verteidigung inkl. Clown im Tor waren abartig unterbesetzt. Da war das Brasilien der 70er WM Lichtjahre stärker. Aber auf jeden Fall memorabel.

    • Robben sagt:

      Es gibt Spiele z.B. WM-Spiele, EM-Spiele oder Champions-League-Spiele, wenn ich diese zelebriere und mit meinem Kollegenkreis oder in einer bestimmten Konstellation und an einem bestimmten Ort anschaue, diese auch nach Jahren und Jahrzehnten nicht mehr vergessen werde z.B. das WM-Viertelfinal-Spiel 1986 in Mexiko, wo Frankreich mit Michel Platini gegen Brasilien im Penaltyschiessen 4 zu 3 gewonnen hat. Solche speziellen Erinnerungen und Erlebnisse habe ich viele und ich möchte diese auf keinen Fall missen. Es gibt keine Sportart wie Fussball, welche überall auf der Welt so ausführlich verfolgt wird. Deshalb empfehle ich jedem, sich dafür zu interessieren, es lohnt sich. Vor allem auch, wenn ich von einem bestimmten Spieler seine ganze Karriere verfolge, kann ich mich sogleich mit ihm freuen, wenn er nach Jahren zum ersten Mal einen Pokal in die Luft halten kann.

  6. Roberto Baggio sagt:

    1. Blatter und die FIFA sollte man einfach mal vom Fussbal ‘erloesen’. Wann wird der ‘Verein’ endlich in eine AG gezwungen?? Braucht es da eine Volksabstimmung?
    2. Absolut einverstanden: Gewaltbereite Hooligans sollen sich einen anderen Ort suchen, um sich auszutoben.
    3. Fahrrad im Kreis 4 draussen ueber Nacht abstellen?? Nun mal wirklich keine gute Idee.
    4. Frueher war nicht alles besser – auch wenn die Azurri-Bilder aus 1982 wirklich suess daherkommen.
    5. Einzelne Katastrophen / Tragoedien wird es immer geben da wo viele Menschen auf einem Haufen sind.
    6. Offensivfussball hat gluecklicherweise eine Renaissance – weg vom Italienischen Catenaggio! Deshalb ab ins Stadion!

  7. Simon Moser sagt:

    Liebe Frau Merli

    Danke für ihren Beitrag.

    Man könnte auch schreiben, warum mir die Freude am Leben verging. Wie das Leben hat auch der Fussball unzählige schöne, tragische und auch hässliche Facetten. Ich kann mir ein Dasein ohne Fussball nur schwer vorstellen und bin froh, dass es ihn gibt. Klar gibt es Entwicklungen, die mich negativ stimmen. Diese hängen vor allem mit der Überkommerzialiserung meines geliebten Sport zusammen.

    Und Iditen gibt es auch dies- und jenseits der Fussballszene.

  8. marcos sagt:

    danke nina. als spanier muss ich sagen dass du voellig recht hast.und es kommt von einer halbitalierenerin.super.
    und in deinem blog nicht wie deine blogger-kollegen aus dem norden patriotisch schreibst,noch besser.
    aber schoen dass du erwaeht hast , dass sie deutschland 3-1 besiegten……..uauauauauauuaua

    vamos espana………….vamos futbol.-……………..

    • ohje sagt:

      ohje, sogar die Spanier die hier leben sind schon vom Deutschhasser Virus angesteckt. Die Dame hier hat doch patriotisch pro Italien geschrieben (weil dieses Spiel mit dem Artikel nichts zu tun hat und keinen Mehrwert liefert). Was haben die Deutschen hier jetzt wieder verbrochen (ausser dass es sie gibt)

  9. Lars sagt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Höchstens, dass es beim Eishockey genau so ist.

  10. Dübi Walter sagt:

    Liebe Nina Merli, habe selber über 40 Jahre Fussball gespielt und bin in allen Punkten mit Ihnen einverstanden. Was da Heute in und um die Fussball-Stadien so alles abgeht, ist nur noch widerlich. Schlägereien, Pöbeleien und Randale sind an der Tagesordnung. Sachbeschädigungen, verletzte Menschen und leider auch mal Tote sind Heute bei solchen Anlässen schon fast Normalität. Auch die schamlosen Saläre dieser Spieler-Bubis kann ich nicht nachvollziehen. Aus diesem Grund sehe ich mir schon lange keine Spiele mehr an in den Stadien.

    • Lars Wietlisbacher sagt:

      “Aus diesem Grund sehe ich mir schon lange keine Spiele mehr an in den Stadien.” schon mit dieser Aussage, fast im gleichem Satz wie “Was da Heute in und um die Fussball-Stadien so alles abgeht, ist nur noch widerlich. Schlägereien, Pöbeleien und Randale sind an der Tagesordnung. Sachbeschädigungen, verletzte Menschen und leider auch mal Tote sind Heute bei solchen Anlässen schon fast Normalität.” disqualifizieren Sie sich selber und genau das ist das Problem der heutigen Gesellschaft, alles glauben was in den Medien völlig übertrieben erzählt wird ohne sich selber ein Bild im Stadion zu machen. Lieber Herr Dübi, trauen Sie sich wiedereinmal an einen Fussballmatch, nehmen Sie Ihre Kinder/Enkel mit, Sie werden einen schönen Fussballnachmittag/abend erleben ohne Angst zu haben.

  11. Michael Brun sagt:

    Danke für diesen Beitrag, Frau Merli! Genau aus den von Ihnen genannten Gründen werde ich nie Fussballfan werden, obwohl ich in (sehr) jungen Jahren selber gespielt hatte. Leider werden diese gewaltbereiten “Fans” Ihren Artikel wohl kaum lesen, und falls doch, sicher nicht verstehen. Und dass wir als Steuerzahler dann noch das enorme Polizeiaufgebot für die Sicherheit bei Risikospielen berappen dürfen ist sowieso ein Thema für sich.

  12. Tom sagt:

    Gewalt erzeugt nicht nur Gewalt. Sie kann beispielsweise auch Resignation oder Nachdenken auslösen. Je nachdem, was für ein Mensch man ist.
    Bzgl. Fussball möchte ich noch hinzufügen, dass der Sport mir noch am meisten Spass macht, wenn kein Geld im Spiel ist. Z.B. bei einem Match in der Badi.

  13. Noel Dragotta sagt:

    Liebe Frau Merli

    Leider geht es mir genau so wie Ihnen. Solange Fussball Kommerziell bleibt, wird sich auch nichts daran ändern. Und was die gewalttätigen Fans angeht…ist mir bis heute keine Lösung eingefallen.

  14. Daniel Gut sagt:

    Die Geschichte mit deinem Fahrrad tut mir leid, aber es wiedereinmal auf den Fussball zu schieben ist nicht sehr intelligent, genauso wenig intelligent wie einem Mann vom 2.Stock (!) ein schweres Buch (!) auf den Kopf zu knallen! Bin kein Arzt, aber das könnte richtig gefährlich werden.. Es war ein Mann der betrunken (nehme ich an) dein Velo demoliert hat, kommt in der Stadt wohl noch oft vor auch wenn kein Fussball gespielt wird… Zum ersten Teil Ihres Blogs: Gewalt ist zu verurteilen, aber so schlimm wie dauernd dargestellt ist es nicht, jedes Jahr pilgern mehr Zuschauer in die Stadien obwohl gemäss Blick etc dort kriegische Zustände herrschen und Ultras wahrscheinlich kleine Kinder essen. Zum zweiten Teil: Meine Meinung, danke!

    • Jack Stoffel sagt:

      @ Gut: Im Gegensatz zu Ihnen kann ich Frau Merli nur gratulieren. Hohlköpfe mit Büchern zu konfrontieren, ist im 21. Jahrhundert eine Tat mit enormem Symbolgehalt, sozusagen eine absolute Notwendigkeit, und hat schlicht und einfach Notwehrcharakter… Der Kerl war offenbar nie zuvor so nahe an geistigen Inhalten dran. Vielleicht hat er ja etwas daraus gelernt.
      Und: Selbst wenn ich sturzbetrunken bin, kommt es mir niemals in den Sinn, fremde Velos zu demolieren bzw. zu bepissen. Ich bin nicht mehr bereit, Die Präsenz irgendwelcher Lümmel mit schlechter Erziehung und/oder schlechtem Charakter als notwendige Begleiterscheinung irgendwelcher Veranstaltungen zu akzeptieren. Obs nun politische Demonstrationen, Fussballmatches oder andere Massenaufläufe sind: Ich geh da einfach nicht mehr hin.

      • Philipp sagt:

        Mir kommt es nüchtern nicht in den Sinn, jemandem etwas an den Kopf zu werfen, was ihn im dümmsten Fall töten könnte.

  15. schämpu sagt:

    Ach Frau Merli,
    wetten sie doch einfach mit…

  16. mäxu sagt:

    fussball ist ein abbild unserer gesellschaft. wieso sollte der fussball schöner, sauberer, “gewaltfreier” und weniger von idioten durchwässert sein als unsere gesellschaft? früher war sowieso alles besser, da durfte der lehrer noch schüler schlagen und die frauen hatten kein stimmrecht…….meinen sie das frau merli?

  17. Tom Müller sagt:

    Das mag jetzt etwas chauvinistisch klingen, aber das die meisten Frauen Fussball generell nicht mögen, dürfte ja nichts Neues sein. Und das dürfte wohl kaum an randalierenden Fans liegen. Wenn Frauen Fussball gucken, dann meistens primär mit dem Ziel, Männern beim Sport zuzugucken. Aus dem gleichen Grund braucht man auch nicht zu fragen, weshalb – zumindest heterosexuelle – Männer bei Sendungen wie etwa “Sex in the City, Bachelor und wie sie alle heissen” lieber ab- als einschalten. Man braucht eigentlich nicht für alles eine Erklärung abzugeben. Es ist einfach so und das ist gut so. So einfach ist das.

    • hans fallada sagt:

      mit welchem ziel schauen denn heterosexuelle männer fussball? wieso schreiben sie, man müsse nicht alles erklären, und tun es dann selber trotzdem (männer mögen fussball weil sie (heterosexuelle) männer sind, frauen schauen bachelor weil sie frauen sind)?

  18. Als Fussballfan kann ich Ihnen nur 100% recht geben, Frau Merli. Wegen der vielen Vollidioten im Stadion gehe ich nicht mehr an die Spiele.

    • FCZ-Fan sagt:

      Fussball-Zürich dankt, dass Sie – der einfach zu jedem Thema seinen undifferenzierten Senf beigeben muss – dem Letzigrund fernbleiben. Spätestens nach ihrem unüberlegten Statement zum friedlichen, vorangekündigten Besuch der Südkurve beim Samstagmorgen-Training vor dem Derby kann man ihre Meinung leider nur noch bedingt ernst nehmen.

  19. Yumiko Bern sagt:

    Wer akzeptiert, dass Fussball keine Oase der Glückseligkeit ausserhalb der Gesellschaft ist sondern Teil davon, wird trotz den von Ihnen genannten Negativbeispielen beim Siegestor seiner Mannschaft in der 91. Minute für einen Moment glauben, er wäre noch nie in seinem Leben so glücklich gewesen.
    Übrigens können Sie ja froh sein, dass Sie keine Leidenschaft für Fussball haben, sonst müssten Sie sich wie ich über diese tolle „Die Frau“-Kategorie Ihres Kollegen im Blogbeitrag von gestern ärgern.

  20. TomTom sagt:

    Als absoluter Fussballfanatiker muss ich dir leider und mir blutet das Herz zu 100% recht geben.
    Der beste Blog seit langem.

  21. angi74 sagt:

    ….einfach immer wieder oder auch hin und wieder Fabio Grossos 1:0 gegen Deutschland im WM-Halbfinale auf Youtube in den verschiedensten Sprachen anschauen….so kehrt die Freude an Fussball immer wieder ein bitzeli zurück…….

    • Jeffrey sagt:

      Sie sagen es Angi. Für mich der allerschönste Augenblick in der Fussballgeschichte. Ich denke, ich spreche für die meisten passionieren Fans des italienischen Calcio. Dieses legendäre Spiel gegen Deutschland, hat sogar das Finale und die Siegerehrung in den Schatten gestellt.

      • Ibracadabra sagt:

        Bravo, Angi und Jeffrey!
        Das sind die besten Beiträge auf dieser Kommentar-Seite. Das letzte Mal vor dem Fernseher geweint habe ich nämlich beim “Gol di Grosso”!! Unvergessen, als Deutschland plötzlich nicht mehr Fussball war und das Sommermärchen abrupt zu Ende ging!
        Dieser Moment war noch schöner und ergreifender als die Doppietta von SuperMario in Warschau…
        Solche Momente, liebe Nina, sind es, die es lohnen, den Fussball weiterhin zu verfolgen, gerade als (Halb-)Italiener(-in)! Das wiegt das Getrickse von Luciano Moggi und seiner unheiligen Fiat-Allianz allemal auf!

  22. Leonie Schwarz sagt:

    Die Gewalt der randalierenden Fussballfans ist in erster Linie ein Männerproblem. Verhaltensbiologisch nachgewiesen: Fussball weckt wie keine andere Mannschaftssportart das “Wir-Gefühl”, das “Rudelverhalten. In den Fangruppierungen werden Instinkte ausgelebt, die in der heutigen Zivilisation kaum mehr Platz haben: Männerfreundschaft, Jagdtrieb, das “Wir gegen Sie”-Gefühl, die Bandenloyalität. Im Gegensatz zu Krieg oder Verbrecherbanden, wo diese Dynamik auch spielt, ist es aber gesellschaftlich anerkannt und akzeptiert, Fussballfan zu sein – daher leben so viele, meist jüngere Männer ihre “Männlichkeit”, Kampfeslust und “Bruderschaft” in Fangruppierungen aus. Weil Fussball so eng mit männlicher Identität verzahnt ist, wird auch gerne und oft über Frauenfussball gelästert. Dabei ist es ebenfalls erwiesen, dass Frauenfussball nicht das gleiche Gewaltpotential hat bei seinen Fans, und dass Sportarten, wo mehr Frauen unter den Fans im Stadion sind (Baseball, übrigens auch American Football/Rugby!) kaum Gewaltprobleme haben. Mich würde nur wunder nehmen, weshalb gerade Fussball (und eben nicht Rugby…) das männliche Hirn derart “abschalten” lässt…

    • Andi Meier sagt:

      Interessanter wäre die Frage, woher die vielen Aggressionen kommen, denn Gewaltausbrüche sind nicht nur ein Problem des Fussballs. Man beobachtet sie an Demonstrationen, jedes Wochenende in den Städten oder auch bei anderen Sportarten. Ich vermute, dass die Motivation immer die selbe ist, egal wo es zu Gewalt kommt: grosse Unzufriedenheit mit sich selbst und der Welt. Der Anlass, sei es ein Fussballspiel oder eine Demonstration etc., wird nur als “Legitimation” missbraucht.

  23. Ich schaue noch immer sehr gerne Fussball! Aber nur zu Hause vor dem Fernseher. Wirkliche Gewalt habe ich im Stadion noch nie selber erlebt, aber diese Aggressionen gegen Gästefans und gegen Schiedsrichter widern mich einfach an. Wenn ein glasklares Foul gepfiffen wird, aber das ganze Stadion flucht und wettert, geht mir das gegen den Strich. Diese Massenbewegung brauche ich nicht. Mit all den Leuten, die sich wahrscheinlich während der Woche beherrschen müssen und im Stadion ihren ganzen Frust rauslassen, mit dieser Mentalität, kann ich nichts anfangen. Also heisst es zu Hause bleiben und das Spiel in den eigenen vier Wänden geniessen.

  24. Stephen Bywater sagt:

    Sie haben recht. Jedoch ein dickes Aber:

    Ich lebe in der Altstadt von Luzern und pissende, pöbelnde Leute erlebt man da regelmässig am Wochenende. Auch Sachbeschädigungen gehören leider dazu. Ich werde mich jetzt nicht darüber beschweren, da es mich nur sehr selten direkt betrifft. Da ich (mich selbst) noch zu den jüngeren zähle kann ich auch nicht sagen ob es früher besser war. Was ich sagen kann ist: Luzerns Fussballfans hatten das letzte mal 2006 etwas zu feiern, damals lebte ich noch nicht in der Altstadt.

    Die Gewalt rund um Fussballspiele ist frustrierend. Ebenfalls frustrierend ist der Umgang der Öffentlichkeit/Medien/Politik mit dem Problem. Pauschalisierung, Sinnloser Gesetzesaktionismus (oder Schikanierung der friedlichen Fans) um vorzuheucheln das etwas unternommen wird. Auf der anderen Seite der Polizeisperre nicht wenige Leute die eben genau diese Gewalt oder die Personen von denen sie ausgeht in ihren Reihen akzeptieren. Meine Erfahrung ist: Wer am Freitag in der Altstadt auf der Suche nach Problemen ist trifft man häufig am Samstag am Fussballspiel. Konsequenzen hat sowohl das eine wie das andere eigentlich nie.

    Dann zur Korruption und den zu hohen Gehältern. Einverstanden. Von mir aus dürfte das maximale Personalbudget eines Fussballklubs gerne 10 Millionen nicht überschreiten. Würde nur schon viele gute Spieler von den Ersatzbänken und Tribünen der Grossklubs auf die Plätze bringen. Und ja: Ich hätte die WM liebend gerne in England gesehen. Aber wissen sie was? Es ist das selbe Spiel das wir täglich in der Wirtschaft oder der Politik erleben. Warum sollte es mich genau beim Fussball mehr frustrieren als anderswo?

    Ich mag Fussball. Das Spiel. Und meinen Klub.

  25. dä Walter sagt:

    Haben Sie das Läderfreundschaftsspiel zwischen Frankreich und Deutschland vor einigen Wochen in Paris gesehen?
    Obwohl ich die beiden Nationalmanschaften als Halbitaliener hasse, war das ein sehr sehr sehr guter Match.
    Vorallem da das nicht so erwartet wurde weil es ”nur” ein Freundschaftsspiel war.

    • Patrick Meyer sagt:

      Wie kann man jemanden hassen, den man gar nicht kennt? Zeugt nicht von Intelligenz, nur von gesellschaftlicher Schubladisierung.

    • Jack Stoffel sagt:

      @ dä Walter: “Obwohl ich die beiden Nationalmanschaften als Halbitaliener hasse, war das ein sehr sehr sehr guter Match.”
      Superkluger Satz, der mich einigermassen orientierungslos zurücklässt: Ich bin Viertelsösterreicher; wen soll/muss/darf ich nun hassen?

  26. de Philippe sagt:

    Herr Schwarzenbach, Ihnen antworte ich stellvertretend auch für alle anderen Voten à la “im Stadion herrscht Krieg, da geh ich nicht mehr hin”. Wenn man sich die Welt tatsächlich so einfach zurechtbiegt, dann herrscht wohl überall ausserhalb der eigenen vier Wände Krieg. Gewalt bei Sportanlässen ist leider ein Problem der Gesellschaft, wie auch der erwähnte Vandalismus an der Langstrasse. Die Ursache ist aber weder der Sport noch die Langstrasse. Leider ist das nicht im Sinn des Boulevards und von populistischen Polikern, aber tiefgründige Probleme lassen sich nun mal nie mit plakativen Massnahmen lösen. Falls Sie wieder mal hingehen, zum Fussball oder an die Langstrasse, gesellen Sie sich doch einfach zur grossen Mehrheit der friedfertigen und suchen Sie nicht das Negative. Sie werden staunen.

  27. Di Stefano sagt:

    Spielen Sie selbst – Frau Merli.
    In einer gemischten Plauschmannschaft.
    Da sind die Fans viel, viel – friedlicher ….

  28. Lukas sagt:

    Sie haben schon Recht… Aber 1: Als ich 7 war, war auch meine Welt noch in Ordnung. Das in Ordnung sein nimmt proportional dazu ab, wie genau man hinschaut. 2: Wird desto mehr beschissen, je mehr Geld im Spiel ist. Wenn sie von Wettbetrug und so weiter frustriert sind, googeln sie mal den Totonero-Skandal und wer da noch involviert war. Oder den Nichtanfriffspakt von Gijón… Auch 1982 hats schon zum Himmel gestunken.

    • Carmine sagt:

      Richtig Lukas! 1980 gabs den “calcio scommesse Betrug” und eben die Schande von Gijón, für mich das skandalträchtigste Spiel bei einer WM. So was von unsportlich was die Deutschen und Österreicher sich da geleistet haben! Die leidtragenden waren die armen Algerier. Gott sei Dank hat dann Italien die WM gewonnen und nicht die Deutschen. Stellt Euch vor die BRD hätte diese WM gewonnen nach Gijon und das Gemetzel gegen Frankreich (Torhüter Schumacher verwechselte Fussball mit Karate) BRD WM Sieger 1982 wäre eine Niederlage für den Fussball gewesen! Italien hat nach schwacher Vorrunde Giganten wie Argentinien und Brasilien ausgeschaltet (auch Polen mit Boniek) und wurde würdiger Weltmeister. Habe Fertig 😉

  29. Franz sagt:

    Nein, Signora, Sie haben den Fussball nie erlebt und verstanden. Sie haben ihn nur am TV konsumiert. Ihre ganz Aversion basiert darauf. Und Ihr Velo würden Sie wohl am 1. Mai im Kreis 4 kaum draussen lassen. Der Fussball spielt sich nämlich nicht nur am TV, in der Champions League oder der sog. Super League ab. Waren Sie jemals im Utogrund, im Juchhof, im Heerenschüürli, auf der Allmend Brunau? Ich nehme an, diese Sportanlagen sagen Ihnen nichts. Der Fussball hat viel mehr Facetten, als Sie glauben (ich sage “glauben”, nicht “wissen”).

    • LLPR sagt:

      Wunderbar formuliert, 100% einverstanden!

    • LLPR sagt:

      Was ist nur aus diesem vormals lesenswerten Blog geworden?!

      Seit Mämäs Abgang und dem interessanten Ausflug in die italienische Fussballwelt (Fr. Schönau) ist das Niveau absolut unterirdisch! Die Autoren und Autorinnen haben 0 (NULL!) Bezug zur grossartigsten Sportart der Welt und so erstaunt es denn auch nicht, dass die Beiträge kurz zusammengefasst auch einfach “Warum Fussball Kacke ist”, “Warum Fussballfans Kacke sind” heissen könnten. Wenn ihr Fussball nicht versteht, nicht so liebt wie wir, dann ist schön für Euch, euer Problem. Aber warum man das Thema dann einem Fussballblog (!!!!) xmal debatieren muss ist mir schleierhaft. Geht zurück in eure Welt, wir brauchen euch nicht und ihr werdet uns nie verstehen!

      Es wäre schön, wenn die Provokationen von Seiten der Autoren hier und heute nun ein Ende hätten, denn mit solchen Beiträgen verstärkt sich nur der Ärger der Fussballbegeisterten Matchbesucher über die Journalistengilde… Und der Ärger ist bereits gross dank der schlechten, schlecht oder gar nicht recherchierten und oft auch falschen Berichterstattung über Fussballfans. Dass man sich heutzutage bei der breiten Bevölkerung als friedfertiger Matchbesucher dafür entschuldigen muss, ein Fussballfan (aka ein Krawallbruder/Chaot/Hooligan/etc.) zu sein habt ihr und nur ihr zu verantworten!

      AUFWACHEN! Die Saison hat auch in der Schweiz wieder begonnen und es würde genug interessante Themen geben! Ich bin es echt leid, sogar in einem Fussballblog mich noch als Fussballfan rechtfertigen zu müssen. Bringt wieder fähige Autoren oder schliesst den Blog, weil so wird sein Sinn ad absurdum geführt! Und hoffentlich verschwinden auch bald wieder die Kommentatoren, denen schon nur beim Posten in einem Fussballblog der kalte Angst-Schweiss kommt und die deshalb seit Jahren kein Spiel mehr im Stadion gesehen haben, sich aber trotzdem die Freiheit nehmen die Zustände dort genau zu kennen und anzuprangern…

      • Adrian sagt:

        Merci,

        genau meine Worte. Nur hätte ich es nicht so gut schreiben können 😉

      • Roman Bucher sagt:

        Meine Worte!! Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!

        • Jack Stoffel sagt:

          Wer so reagiert wie LLPR u.v.a., macht es sich allzu einfach. Niemand muss sich rechtfertigen, weil er den Fussball liebt. Mich nerven nicht in erster Linie notorisch gewalttätige Hooligans (denen kann ich gut ausweichen), sondern ganz allgemein schreiende uniformierte Menschenmassen ohne Manieren. Auch ich muss mich dafür nicht rechtfertigen. Und ganz sicher muss ich mir deswegen nicht sagen lassen, ich verstünde den Fussball nicht… Und sorry, der Alkoholpegel an Fussballspielen ist nicht nur bei den ach so seltenen Hooligan-Einzelmasken hoch, sondern leider auch bei, sagen wir mal, zahlenmässig sehr relevanten grossen Fangruppen bei fast jedem Fussballspiel.

  30. michael klein sagt:

    so einfach wie es ist, diesen sport aufgrund seiner randerscheinungen in frage zu stellen, so schwer ist es zu erklären, was die faszination dieser sportart ausmacht.
    an erste stelle sehe ich die einfachheit in zu spielen. zwei menschen, irgendetwas was kullert und schon ist fussball geboren. das geht in jedem noch so armen oder reichen land. die reglen sind einfach, das runde muss in’s eckige und das darf über rd. 90min versucht werden. der rest ist patriotismus. den gibt es aber überall, nicht nur im fussball. nur das eigen land bzw. der eigene verein zählt. frankreich mag england nicht, in der schweiz haben die aargauer ein schweren stand, in amerika mögen die weissen die farbigen nicht – und deswegen haut man mal aufeinander ein, macht krieg im grossen und krieg im kleinen.

  31. Niggi sagt:

    Es ist ein sehr komplexes Thema, welches sich nicht in ein paar Sätze fassen lässt. Ich finde es aber schade, dass man einige positive Entwicklungen zu schnell verdrängt: Wenn man schon von den “unverbesserlichen Fans” spricht, welche demolieren und beleidigen, ob gefrustet oder aus Freude, muss man doch erwähnen, dass sich die Situation in der Schweiz, England und Deutschland verbessert hat. Im Vergleich zu den 80ern und 90ern gibt es weniger gewaltbereite Fans im und ums Stadion (prozentual gesehen).
    Ohne die Gewalt jetzt zu beschwören, würde ich mir sogar wünschen, dass die Fans wieder etwas kritischer und dementsprechend agieren würden. Den letzten Endes sind es die Fans, welche die heutigen Vorzeigevereine und deren Verbänden, aufgrund von überteuerten Tickets, Fanartikeln und Mitgliederbeiträgen finanzieren.

  32. Remy sagt:

    Mir ist nach all den Skandalen die Freude am Fussball auch ein bischen vergangen…bis ich gestern einen spannenden, umkämpften, torreichen, emotionalen match gesehen habe…deutschland-frankreich…die besonderheit daran war dass es nicht Männer waren die spielten, sondern Frauen…Also für neue Freude am Fussball ein Stichwort: Frauenfussball!

  33. Pasquale sagt:

    Fussball ist ein Abbild unserer Gesellschaft, mit allen positiven wie negativen Eigenheiten.
    Trommeln sie eine bunt gemischte Truppe Fussballfans zusammen und nehmen sie einen Ball mit. Sie werden leiden, sich freuen, umfallen, aufstehen, grätschen, abklatschen, motzen, Tore schiessen. Questo è il calcio, questa è la vita!

  34. Patrick sagt:

    Der Sport kann nichts für seine Fans. Eishockeyfans sind da nicht wesentlich anders.
    Die geschobenen Spiele sind da störender (ich habe immer noch die These, dass die halbe WM in Japan/Süd-Korea geschoben war…), aber auch da kann der Sport wenig dafür.
    Der Mensch ist wie üblich das Problem und nicht der Sport.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das trifft den Nagel wohl auf den Kopf. Dem Fussball wird halt letztlich sein globaler Erfolg zum Verhängnis. Je populärer eine Sportart, desto mehr Zuschauer und damit halt auch mehr Idioten, ebenso geht es um mehr Geld mit allen Folgeerscheinungen. Dass das in anderen Sportarten, wo vergleichbare Massstäbe herrschen, nicht viel anders ist, zeigt ja die Erfahrung auf anderen Kontinenten. Ebenso findet sich auch ohne Fussball immer eine Bühne zur Zelebrierung fragwürdigen Verhaltens. Es knallt ja auch gerne mal beim Eishockey und selbst im Handball oder gar Tennis gabs schon wüste Randale.

  35. Mike Glarner sagt:

    Liebe Nina Merli

    Solche Diskussionen führte ich schon oft, besonders mit Frauen. Das persönliche Desinteresse mit der Heysel-Katastrophe zu begründen, finde ich allerdings ein wenig arg weit hergeholt. Wobei ich gestehen muss, dass mir der Tod von Ayrton Senna auch die Freude an F1-Rennen genommen hat.
    Was sie an Fussball nicht verstehen: es geht nicht nur um Leiden, Staunen und Jubeln. Ich beispielsweise als FC Winterthur Fan, leide zwar oft, zu Jubeln gibts jedoch nur all Monate etwas und die Tore kann ich weder auf Youtube geschweige im Fernseher bestaunen. Weil die Challenge League eben noch weit weg vom Mainstream ist und die Spieler z.T. nur die Hälfte meines Gehalts verdienen. Um was geht es denn hier? Um Freunde zu treffen, um seinen Lokalpatriotismus zu leben, um mit einem Club älter zu werden. Tiefen und Höhen zu erleben, Spieler kommen und gehen zu sehen. Vielleicht, um es anhand weiblicher Interessen zu erklären, kann man Fussball mit einer TV-Serie vergleichen: auch dort wird gelitten, gejubelt und betrogen. Und auch dort sind es genau solche Geschichten, die einen immer wieder mitreissen, so dass man immer up-to-date sein will, mit Gleichgesinnten diskutieren und sich auf die nächste Folge bzw. das nächste Spiel freuen kann. Und übrigens: falls Sie “nur” mit der Nationalmannschaft mitgefiebert haben, waren Sie nie ein richtiger Fussball-Fan.

    Gruss, Mike

  36. bundestrainer sagt:

    Manchmal nehmen einem auch die Blogs die Freude am Fussball

    • awaydays sagt:

      Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu Herr Bundestrainer! Es wäre zu begrüsse, wenn sich an dieser Stelle wieder Fussballkenner zu Wort melden würden, anstelle der grösstenteils unüberlegten und hanebüchenen Analysen der Tagi-Autorenschaft? Es ist als Leser und Fussballfan ziemlich mühsam, wenn man täglich mit stumpfen Kategorisierungen und populistischer Hauruck-Kritik konfrontiert wird, welche zudem aus der Feder von absoluten Fussballlaien stammen. Rainer Maria Salzgeber und co. beurteilen schliesslich auch nicht die neuste Inszenierung von Verdis Rigoletto, weil darüber das Opernpublikum wohl zu Recht die Nase rümpfen würde…

  37. Gerry66 sagt:

    Ich denke das wichtiste im Fussball ist es das man sich mit seinem Verein identifizieren kann um Freude zu haben.
    Mein Verein hat keinen Investor sonder finanziert sich durch jahrelange gute Arbeit selber.
    Mein Verein hat Fans wo es seltenst Ausschreitungen gibt.
    Mein Verein hat viele eigene Jugendspieler die von Real,Barca,Manu und anderen gelockt werden und dennoch da bleiben.
    Mein Verein hat einen Vorstand der sich absolut identifiziert.
    Meine Verein macht tolle Spiele-wenn man Glück hat Fan dieses Vereins zu sein dann macht auch Fussball viel viel Freude.
    Ach ja,mein Verein ist Bayern München

    • Matze sagt:

      Leider versuchen sie auch selber alle guten Nachwuchstalente, anderer Bundesligavereine, zu locken, sobald ihnen der Verein gefährlich wird. Einerlei, ob sie diesen Spieler überhaupt brauchen. Nur um den Gegner zu schwächen…
      Bin kein Freund Bayern Münchens, bewundere aber doch ihre Organisation und Loyalität ihren Mitarbeitern gegnüber. Findet man nur noch selten!

    • Jürg Scheurer sagt:

      Dein Verein hat es nicht geschafft im eigenen Stadion das Finale der Champions League zu gewinnen.
      Dein Verein hat in der 89. Minute noch den Ausgleich hinnehmen müssen.
      Dein Verein hat in der Verlängerung einen Penalty verschossen.
      Dein Verein hat es auch geschaftt das Elfmeterschiessen trotz Führung zu vergeigen.
      Dein Verein hat uns an diesem abend viel viel Freude und viel viel Vergnügen bereitet.
      Danke, wir haben uns an diesem abend sehr sehr amüsiert.

  38. Patrick Meyer sagt:

    Liebe Frau Merli

    Danke für Ihren Bericht. Dass Sie einigen vor den Kopf stossen ist beim heutigen Stellenwert des Fussballs doch normal. Leider sind viele Menschen heute nicht mehr kritik- und lernfähig. Fussball verkommt immer mehr zu einem assozialen Vehikel. Überbezahlte Profis, die FIFA-Mafia, der Respekt vor Gegner und Schiri sinkt ständig und viele Fans, die Saufen und Randalieren, zeugen auch nicht gerade von mittlerer und grösserer Intelligenz.

    Ich war ein unglaublich grosser Fussballfan bis vor einigen Jahren, aber was sich in dieser Sportart und drumherum abspielt ist einfach nur armselig. Auf der grossen Bühne wird ein denkbar schlechtes Vorbild abgegeben.

  39. Reto Burgener sagt:

    Super Artikel, Frau Meerli ! Finde ihn sehr treffend und wahr geschrieben ! ! !

  40. Petter sagt:

    Der Beitrag ist einfach lächerlich.
    1. Wie kann sich eine 10-jährige solche Gedanken machen? Eine 10-jährige ist, falls sie die Katastrophe in dem Ausmass überhaupt begreift, einfach schockiert.
    2. Das Velo könnte auch am 1. Mai oder der Fasnacht zerstört werden. Zusammenhänge wie Vorhänge.
    3. Anscheinend zählt bei Frau Merli die Show mehr als der Sport an sich. Ansonsten müsste man ihr ja die Faszination nicht erneut erklären. Wie wärs, wenn Sie statt der verkommerzialisierten Spiele mal 1. Liga schauen würden? Ah nein, zuwenig Spektakel?
    4. Dass sich Frau Merli dermassen vor den Karren “Fanhetze” spannen lässt…

  41. Jürg Scheurer sagt:

    Danke Nina Merli. Ein grossartiger Beitrag. … hüstel, hüstel.

  42. Sam sagt:

    Bitte nicht über Luciano Moggi schreiben…wenn man nicht richtig BESCHEID weiss…und sich von einer Mailänder Zeitung beeinflussen lässt….gehen Sie bitte die Prozessunterlagen nachschauen,informieren Sie sich richtig.NIRGENDS STEHT VON MANIPULATIONEN,NIRGENDS VON GELDZUFLUSSEN ….er telefonierte und beklagte sich über die Schiedsrichter,ja das schon.ABER DAS MACHTEN ALLE und TUN ES IMMERNOCH.Es wurde einen Sündebock gesucht und ein Verein gejagt dass auf dem Feld das Mass der Dinge war…da brauchte es keine Hilfe von Schiedsrichter.Nur Schutz!!!Aber eben,….informieren Sie sich bitte genauer wie das GAnze abgelaufen ist.

  43. Rolf sagt:

    Ich mag Fussball nicht und schaue es mir auch nicht an. Da laufen mir zu viele tätowierte und jammernde Ballerina‘s herum.

  44. Jürg Scheurer sagt:

    … aber Nina Merli, Sie schmeissen tatsächlich aus ihrer Wohnung im 2. Stock dicke Bücher auf Veloschänder. «Gewalt erzeugt nun mal Gewalt.» … tststs

  45. Dominic sagt:

    Komplett unnötiger Blog…Fussball ist Sport, und lebt von Emotionen. Was Sie aber beschreiben hat nichts mit dem eigentlichen Sport zu tun. Klar, bei einem Minigolf-Tournier gibt es diese Chaoten nicht, aber auch das hat mit dem Sport direkt nichts zu tun.
    Liebe Frau Merli…schauen Sie doch die Kichelsberger-Sendungen auf SF, oder was auch immer. Und lassen Sie den Leuten die Sport lieben Ihren Sport. Denn 98% dieser Leute nerven sich über die Chaoten beim Fussball oder Eishockey…und gerade darum schauen wir wirer die Spiele und überlassen den Chaoten nicht das Stadion…
    In dem Sinne…viel Spass bei Kichelsberger und Co

  46. Loris Frei sagt:

    Frau Merli. Im Fall Moggi lehnen Sie sich ziemlich stark aus dem Fenster. Schon nur die Tatsache das der Fall immer noch nicht beedet ist zeigt das Sie nicht wirklich eine grosse Ahnung haben. Die Rosa Zeitung (notabene ein Mailänder Blatt) hat nie und wird nie einen seriösen Journalismus betreiben. Das hat der Fall Moggi/Juventus seit 2006 gezeigt. Wenn Sie schohn Persönlichkeiten und Korruption ins Spiel bringen wollen, wäre sicher der Blatter Seppi ein besseres Beisrpiel.

    • Marlon sagt:

      100% mit Ihnen einverstanden. Danke

      • Manuel Bauer sagt:

        uff, dachte schon das schreibt niemand mehr! Die anscheinend 3 geschobenen Spiele von der Juve kann jeder im Internet ansehen – und ja, dabei kommt nichts heraus was diesen Zwangsabstieg nur annährend gerechtfertigt hätte.

        Ansonsten verweisen Sie bitte auf korrekte Quellen und nicht auf die einer inhaltlich höchst fraglichen GDS.

        Frau Merli: Beschäftigen Sie sich doch in Ihrer Freizeit mal mit den anderen Fussballmächten in Italien…dann sehen Sie, dass diese ganze Geschichte sehr komplex und interessant ist. Aber: nicht wie Sie denken.

  47. Kritiker sagt:

    Ultraschwacher Blog. Vermutlich der schwaechste, den ich an dieser Stelle je gelesen habe.

    Die Autorin versucht nicht nur mit wild zusammengesuchten Tragoedien einer Zeitspanne von 30 Jahren voellig zusammenhangslos den Fussball zu diskreditieren, sondern gibt gleichzeitig noch oeffentlich zu, Koepfe anderer Menschen aus dem 2. Stock mit schweren Buechern zu bewerfen. Und das nachdem sie zwei Saetze vorher ueber die Tragoedie von Heysel und die zahlreichen Toten und Verletzten geschrieben hatte.

    Man kann ueber Sinn und Unsinn im Fussball diskutieren und sicher ist laengst nicht alles gut. Sachbeschaedigung ist verwerflich und gehoert bestraft. Statt zur Selbstjustiz zu greifen oder schwache Blogs zu schreiben, sollte man sich vielleicht eher fragen, ob der Grund fuer solche Aktionen nicht doch im Alkohol (oder anderen Drogen) statt in der Tatsache, dass es sich um einen Fussballfan handelte, zu suchen ist. Die hier gefundenen “Schlussfolgerungen” aus den genannten Ereignissen ist einzg und allein an den Haaren herbeigezogen. Im Namen aller Fussballfans bedanke ich mich fuer die Beldeidigung und die undifferenzierte Auseinandersetzung mit diesem gesellschaftlichen Thema. Ich habe keinerlei Interesse daran, Ihnen die Vorzuege des Fussballs zu erklaeren. Ich hoffe, Sie bleiben dem Fussball fern und schreiben inskuenftig wieder ueber andere Themen. Danke!

  48. stephan sagt:

    Einer der besten Beiträge zum Thema Fussball seit langem! Gerade heraus, auf den Punkt gebracht!
    Gerade die enttäuschte Liebe zum Fussball macht nachdenklich.
    Offensichtlich sind wir in einer sehr dekadenten Phase, wo Brot und Spiele alles andere, insbesondere soziales Miteinander in den Schatten stellen.

    • Petter sagt:

      Das soziale MIteinander erlebe ich jedes zweite Wochenende im Wankdorf oder auf dem Spitz.
      Das asoziale Verhalten finde ich in Artikeln und Kommentaren von Leuten welche null (0!) Ahnung haben…

  49. Walter G. sagt:

    Es geht ums öffentliche Image, das unterdessen komplett – ich kann es nicht schöner formulieren – versaut ist. Unsere Firma ist jahrelang als Sponsor an Fussball- und Eishockeyspielen aufgetreten, bis es einfach nicht mehr ging. In diesem Umfeld von grölenden, kotzenden und prügelnden Fans und Spielern, die für jedes Spucken auf den Boden mehrere Tausender einstreichen, will man doch einfach nicht mehr gesehen werden. So ist es eben, ich weine den paar Gratiskarten keine Träne nach.

    • Jürg Scheurer sagt:

      Sehr gut. Ich hoffe Ihre Firma sponsert jetzt die Formel 1. Das Umfeld passt sicher besser zu Ihnen und Sie müssen sich nicht mehr um Ihr Image sorge machen. Sie können sich wieder sehen lassen … und ein paar Gratis-Cüpli springen sicher auch jeweils heraus. Wir, die Fussball lieben sind aber einfach nur dankbar, Leute wie sie nicht im Stadion antreffen zu müssen. So ist es eben.

  50. Marco sagt:

    hmmm.. also würde mich schon interessieren welche die “gekauften Schieds- und Linienrichter, Mafia-Verstrickungen und Unsummen von Geld”… sind die da im Zusammenhang mit Moggi gebracht werden… vielleicht sollte man sich vorher besser informieren bevor man solche sachen schreibt..

  51. hans fallada sagt:

    die kommentare hier bedienen wirklich jedes negative cliché des tumben fussballfans. ich hoffe einfach das ist nicht repräsentativ…

  52. Christian Duerig sagt:

    ERINNERUNGEN
    Als Kind nahm mich mein Vater immer mit zum Fussballmatch ins Wankdorfstadion. Ich war begeistert, denn: Im Stadionturm Ost war eine Gruppe für Modellflieger eingemietet. Hier verbrachte ich den Match beim Zuschneiden, Schleifen, Kleben und Bespannen. Was die da draussen mit dem Ball taten, war mir schlicht zu langweilig !
    Mit dem Verschwinden der Modelbaugruppe blieb ich auch den Spielen fern.

  53. DAvid sagt:

    Und dann gäbe es noch den Aspekt, der beim Fussball gerne totgeschwiegen wird: Doping.

    Wurden da nicht ganze Listen spanischer Spitzenvereine (ja, Real Madrid und Barcelona) bei Dr. Fuentes gefunden? Die hat er sich bestimmt nicht für die Zusammenstellung seiner Fantasy Football Mannschaft ausgedruckt. Ich finde es unglaublich, wie die FIFA Doping im Fussball, der Sportart mit höchstem Umsatz, negiert. Das sollte mal ein ehrgeiziger Journalist aufdecken.

    • Jürg Scheurer sagt:

      … nur der Name FC Barcelona ist auf der Liste aufgetaucht. Die französische Zeitung «Equipe» hatte dies publiziert und wurde umgehend vom FC Barcelona verklagt.

    • Loris Frei sagt:

      …und wenn man bedenkt und für viele mag es merkwürdig klingen, Italien ist bis jetzt das einzige Land wo versucht der Korruption und dem Doping ein wenig Herr zu werden!

  54. peter schmid sagt:

    uneingestandene homoerotik in abgestandenen synthetikshirts braucht halt ihre kompensation in form von chauvinismus, superkapitalismus und gewalt.
    frauen an die bälle!

  55. guido lima sagt:

    da muss ich dir leider recht geben, der fussball im allgemeinen wird immer schlimmer. ob das nun gewalttaetige fans sind, korrupte funktionaere oder schwachsinnige gehaelter es ist wirklich nicht mehr wie frueher.aber ich kann da auch nichts aendern und so picke ich mir halt meine fussball rosinen heraus und versuche nicht das negative sondern das positive zu sehen und von dem gibt es immer noch sehr viel. ob ein messi, cr7, balotteli oder die italiener im ganzen die wunderschoene stadien oder auch die fans in dortmund , england, madrid oder barcelona. versuchs einmal damit, bei mir hat es jedefalls funktioniert.viel spass …))))

  56. pichichi sagt:

    Geld & und die pösen Hooligans haben Ihnen also den Fussball versaut? Na dann, hoffentlich versaut Ihnen die Menschheit nicht das (restliche) Leben.

    Mit all dieser Gewalt & Korruption die tagtäglich auf der Welt zu finden ist, sollten sie doch lange die Freude an ihrem Leben & der Menschheit verloren haben. Aber ich nehme an sie konzentrieren sich hier hauptsächlich auf die positiven Dinge, warum nicht auch beim Fussball?

    Grenzenlose Vorfreude auf einen Match am Wochenende, wildfremde Menschen die sich in den armen liegen & weinen, Jugendliche die ihre ganze Leidenschaft für ihren Verein aufopfern DASS ist für mich Fussball.

    Gerechtigkeit der Löhne von Fussballern? Jeder Künstler ob Musiker oder Maler besitzt die Recht an seinen eigenen Produktionen. Mal angenommen, Messi oder Iniesta könnten das Recht an ihren Toren auch verkaufen, dann wird es klar ersichltich, dass die Fussballstars verhältnismässig wenig verdienen. Eine kleine Rechnung: Messi verlangt pro Tor 5 Franken. Letzte Saison gelangen Messi 86 Tore. Sagen wir mal jedes Tor wird weltweit 500 Tausend mal ausgestrahlt, so ergibt sich ein Betrag von 215 Franken 😉

  57. Der Teutone sagt:

    Gehe mit NM mehrheitlichstens einig!

    Insbesondere, was die exorbitanten “Löhne” der Tschüttelistars betrifft.

    DAS frag ich mich ja schon längst, weshalb bei denen vom Sport und bei denen aus dem Schoubiz NIEMAND aufschreit, wenn die MillionenMillioarden pro Jahr “verdienen”!

    Oder haben die denn das wirklich VERDIENT?

    • Nino sagt:

      Warum sollen Fussballer nicht grosse Löhne haben?

      Fussball ist heute ein Business mit höchster Nachfrage, das ist was zählt und das kann vermarktet und verkauft werden.
      Je grösser die Länder, je grösser der Markt, je grösser die Einnahmen, je grösser die Löhne – die Schweiz als kleines Land hat da einen Nachteil, aber trotzdem ist die Schweiz Welt Nr. 14, das ist doch eine grosse Leistung!

      Die Fussballer als Hauptakeure sollen ihren Teil vom (grossen) Kuchen erhalten, das ist doch legitim.

      PS Es ist aber ein Irrglaube, dass alle Fussballer hohe Saläre beziehen. Schau mal in der Schweiz, es sind wenige Clubs die sich teure Spieler leisten können, geschweige denn hohe Löhne bezahlen können. Spieler beim FC Thun spielen für ein Butterbrot!

  58. Röbi sagt:

    Wie kann man ein Fussballspiel schauen, und nicht dabei einschlafen… *Kopfschütteln*…

  59. seenia sagt:

    ein vollpfosten pisst an dein velo, 30 vollidioten verprügeln sich in der nacht, in der der fcz zum zwölften mal schweizermeister wurde.

    und alle anderen?

    stimmt. die interessiert hier keine sau. wieso auch. die sind nicht interessant und nicht spannend. über die gibt es nichts zu schreiben.

    die zuschauerzahlen in den schweizer fussballstadien ist seit jahren stetig am wachsen. liegt wohl auch nur an den gewaltbereiten vollidioten dort.

    menschen wie ihnen muss ich die liebe zum fussball nicht näher bringen, nein, wieso auch? jeder wie er will, jede wie sie will. wenn möglich immer im rahmen des legalen, hier gebe ich ihnen recht.
    ich habe nur einen wunsch: betrachten sie doch bitte das gesamtpacket und vor allem eines: in der relation.

  60. Mauro sagt:

    Weshalb dieses Theater ? Schon mal das Buch ”Die Fifa Mafia” gelesen ? Ich empfehle jedem Fussballfan dieses Buch einmal gruendlich durchzulesen und sich einmal im Leben Gedanken zu machen ob sich diese verlogene Sportart wirklich lohnt weiterzuverfolgen. Weshalb denn nicht einfach fuer ein paar Jahre abschaffen und danach wieder neu anfangen ? Erst dann wird aus Geld richtige Leidenschaft zum Sport!

  61. Nino sagt:

    Liebe Nina, der Fussball wiederspiegelt doch das Leben sowohl die Hochs als auch die Tiefs oder das Gute und das Böse.
    Es zeigt dass der Mensch nicht perfekt ist, aber dass man aus Fehlern lernen kann. Fussball ist einfach und billig, jeder kann Fussballer werden, Fussball verbindet die ganze Welt.
    Das Volk will die unsrigen Siegen sehen, eine wirtschaftliche Organisation ist doch gerechtfertigt.

    In erster Linie geht es aber immer noch um das Fussballspiel selber welches die Massen fasziniert und sich bei Erfolgen zu freuen und bei Niederlagen zu leiden.

    **das wegen deinem Fahrrad tut mir wirklich leid -:), aber da stand dein Rad zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, daraus hast auch du was gelernt.

  62. Franz Schneeberger sagt:

    In meiner Jugend fand ich Fussball geil. Da gab es halt nur Zusammenfassungen und ganz wenige “grosse” Spiele live am Fernsehen (80er Jahre). Auch war da der Kern der Mannschaften aus der entsprechenden Stadt oder Region. Es war unvorstellbar, für Geld den Klub zu wechseln. Heute fehlt auch hier meistens die Identifikation. Wenn einer mehr Kohle bietet, ist ein Spieler weg. Leidenschaft und Passion ist zum grossen kommerziellen Geschäft geworden (logo, ich wär ja als Spieler heute nicht anderst).

    Viel schlimmer noch aber die Überflut. Inzwischen wird man von mittelmässigen Spielen zugekleistert. Die Anzahl der Spiele hat sich ver-x-facht, währenddem gleichzeitig Qualität stark nachgelassen hat, langweilige und armselige Spiele sind vielfach an der Tagesordnung.

    Nachdem wir inzwischen auch wissen dass im Fussball nicht nur bestochen, manipuliert und geschmiert wird, sondern auch flächendeckend gedopt (wie auch in allen anderen Sportarten, die diesbezüglich nicht besser sind) wird, ist mir die Lust vergangen.

    Als Krönung noch die hochkorrupte Abzocker-FIFA mit dem Couvert-Seppli. Nein Danke. Fussball is for pussies and losers.

  63. Frank Pfau sagt:

    Mir verging die Freude…als ich realisierte, dass…
    a) Geld eben doch meistens Tore schiesst;
    b) Platini, Beckenbauer und andere Ex-Fussballer etc am System Blatter nichts ändern werden;
    c) dieser Sport viel zu Ernst genommen wird;
    d) Fussball als Ersatz für alles was das Leben einem zustossen lässt, herhalten muss;
    e) die Magie erst mal weg ist, wenn mal älter, als der älteste aktive Fussballer ist;
    f) ich Roberto Baggio nie mehr spielen sehe;
    g) das Internet das Diskutieren über Fussball nicht gerade erleichtert;
    h) Youtube Fussball nur auf den Torschützen reduziert und dabei die Mannschaftsleistung einfach weglässt;
    I) ich dieser Sportart trotz allem bis zum meinem Tod verfallen sein werde 😉

  64. Lars Peters sagt:

    Um Himmelswillen, Frau Merli,
    Sie machen sich etwas, was einem beim Fussball so ziemlich alles verderben kann, was Freude und Spass macht: Gedanken!
    Sie denken zu viel. Damit rauben Sie diesem wunderbaren Sport seine unergründliche Faszination.
    Es ist klar, dass Sie viel Wissen. Sie vergleichen, beurteilen, analysieren. Okay. Das darf man, und es ist für eine moderne Frau, die mitreden will, wohl ein Muss. Ob es tatsächlich hilft, darf bezweifelt werden.
    Und beim Fussball, bitte, Frau Merli, lassen Sie das Denken draussen. Es ist der metale Hooligan, quasi das geistige Pyro. Es schaden dem Fussball.

  65. Elias sagt:

    Liebe Frau Merli

    Sie selbst haben auf Ihre Anforderung, Sie umzustimmen, geantwortet. Für Paolo Rossi hat Ihr Vater vor Freude geweint, und um solche Spieler geht es ja im Fussball. Die anderen Akteure (in Ihrem Fall die Fans und Moggi etc.) können sich ja nur als schädlich für den Sport erweisen, da ehrgeizige Nebendarsteller.

    Denken Sie lieber an Balotelli, wie geil er bei zweiten Tor Lahm entwischt und das Tor durchbohrt. Oder an den Fallrückzieher von Zlatan bei der Aufholjagd gegen England. Oder an Nedveds Tor gegen Madrid im 2002 in Turin. Oder an das Tor von Aguero am letzten Spieltag diesen Sommer. Oder an die Zunge von Streller, den Kopfstoss von Zidane, den Heber von Pirlo etc. Denken Sie aber ja nicht an Barcelona und Messi hehe.

    Und das mit Moggi lassen Sie lieber sein. Sie sind falsch informiert. Lesen Sie dazu die Akten und nicht die rosa Zeitung.