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Deutsche, kämpft mehr und zaubert weniger!

Steilpass-Redaktion am Donnerstag den 7. Februar 2013

Unter dem Motto «Was ich zum Thema Fussball schon lange loswerden wollte» schreiben verschiedene Autorinnen und Autoren über das, was sie an der populärsten Sportart der Welt stört – oder fasziniert. Blogger heute ist Anatol Heib*.

In Schönheit sterben: Die deutschen Spieler verlassen nach der Halbfinalniederlage an der Euro 2012 mit hängenden Köpfen das Spielfeld. (Bild: Keystone)

In Schönheit sterben: Die deutschen Spieler verlassen nach der Halbfinalniederlage an der Euro 2012 mit hängenden Köpfen das Spielfeld. (Bild: Keystone)

Ich bin kein Fan eines Fussballclubs, für mich gibt es nur ein Team: die deutsche Nationalmannschaft. Seit der WM 1986 habe ich keine Turnierpartie der Deutschen verpasst, sass immer in der ersten Reihe. Erst habe ich mit Briegel, Littbarski und Völler gefiebert, dann mit Sammer, Kirsten und Kahn. Mit Klose, Müller und Lahm will es aber nicht mehr so richtig klappen.

Ich bleibe nicht mehr 90 Minuten am Ball und surfe während eines Spiels schon einmal mit dem iPad. Zum Beispiel nach dem 0:2 von Italiens Mario Balotelli im EM-Halbfinal. Es hat mich abgelenkt und vom Sprung an die Decke bewahrt. Zerstreuung brauchte ich auch, als die Schweden gegen die DFB-Elf aus einem 0:4 noch ein 4:4 machten. Auf dem Rasen sah ich keine deutschen Kämpfer mehr, sondern paralysierte, ratlose Ballkünstler, die sich ihrem Schicksal ergaben. Das ist neu für eine deutsche Elf.

Eigentlich sind Deutschlands Voraussetzungen für einen grossen Titel so gut wie schon lange nicht mehr: Der dreifache Weltmeister spielt seit Jogi Löws Amtsantritt vor knapp fünf Jahren gepflegter denn je und verfügt über ein riesiges Reservoir an Talenten. Ich bin noch immer hingerissen von den Siegen an der WM 2010 in Südafrika gegen England (4:1) und Argentinien (4:0). Doch auf die Fussball-Party folgte regelmässig der Kater. EM 2008: Final verloren. WM 2010: Halbfinal verloren. EM 2012: Halbfinal verloren. Die Gegner waren schlicht und einfach abgezockter.

Es sind kleine Dinge, die nicht mehr stimmen. Deutschland schiesst viele Tore, fängt sich aber auch regelmässig ein paar Stück. Gegen die Grossen herrscht vorne Knorz und hinten Naivität. Die Abwehr, früher ein Bollwerk, ist das grosse Sorgenkind. Das liegt auch an der taktischen Marschroute – Verteidiger mutieren zu oft zu Mittelfeldspielern. Oder weshalb sonst wird die deutsche Elf regelmässig mit einem Pass in den freien Raum übertöpelt und keiner aus der Viererkette steht beim Mann?

Deutschland bog in der Vergangenheit verloren geglaubte Spiele um. Heute ist es umgekehrt. Löws Equipe führt 4:0 gegen Schweden und kann froh sein, dass es am Ende 4:4 steht. Gary Lineker spottete nach dem Spiel: „Fussball ist ein einfaches Spiel, bei dem 22 Männer 90 Minuten lang einem Ball hinterherjagen, und am Ende geben die Deutschen einen Vier-Tore-Vorsprung preis.“ Noch vor ein paar Jahren sagte er ehrfürchtig: „Fussball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.“

Immerhin kann ich auf dem Sofa mit dem iPad Videos von erfolgreicheren Zeiten abspielen: Zum Beispiel jene der Euro 96 in England, als Deutschland zum letzten Mal einen Titel gewann – mit dem ersten Golden Goal der Fussball-Geschichte, erzielt von Oliver Bierhoff. Es war kein Zaubertor, Bierhoff hat den Ball mit gütiger Hilfe des Torwarts irgendwie reingewürgt. Aber es war ein Tor, das den Titel brachte.

Heute fehlt letztlich das Gift, ein Spielertyp, der mal ein Zeichen setzt, die glattgebügelten Kollegen wachrüttelt. Deutschland verlor früher auch wichtige Spiele, doch ergab es sich nicht seinem Schicksal. Man denken nur an den WM-Final von 1986: Argentinien führte 2:0, keiner setzte mehr einen Pfifferling auf Beckernbauers Mannschaft, die mit viel Kampf ins Endspiel gekommen war. Doch Rudi Völler und Kalle Rummenigge glichen nach Eckbällen in sengender Hitze noch zum 2:2 aus. Klar, am Ende gewannen die Argentinier noch 3:2. Doch sie wussten: Mit einer deutschen Elf muss man bis zur letzten Sekunde rechnen.

Deshalb: Kämpft wieder mehr und zaubert weniger, liebe deutsche Fussballer. Holt endlich wieder einen Titel. Der bleibt im Gedächtnis haften, alles andere vergisst man.

*Anatol Heib ist Digital-Redaktor und Crossmedia-Verantwortlicher bei Tagesanzeiger.ch.

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39 Kommentare zu “Deutsche, kämpft mehr und zaubert weniger!”

  1. Fab sagt:

    Ausser der Gegner heisst Italien… Da hat sich nichts geändert…die Niederlage ist vorprogrammiert… Seit den 70ern…. 😉

    • Tom Müller sagt:

      Ja, denn die Italiener können halt einfach besser schmieren und betrügen als die Deutschen, als die korrekten Deutschen ;-P

  2. Caratt sagt:

    Seh ich überhaupt nicht so, seit einiger Zeit ist die Deutsche Mannschaft sogar sympathisch – das war früher nie so, genau aus den von Heib genannten Gründen (Kampf Kampf Kampf)…

  3. Dario Nielsen sagt:

    So ein Quatsch! Nachdem wir uns 25 Jahre lang (1980-2005) über unansehliches, aber lange (bis 1996) erfolgreiches Kampf- und Krampfgekicke geärgert haben, dürfen wir jetzt attraktiven und sympathischen Fussball sehen. Die neuen Ideen und Konzepte, seit der Jahrtausendwende im Nachwuchs implementiert, tragen in der Bundesliga und den Auswahlmannschaften Früchte, die Breite an guten und jungen Spielern auf Weltklasse-Niveau ist vielversprechend, die Trainer lassen einen modernen Fussball spielen. Es fehlen nur die ganz grossen Titel (WM, EM, CL), die aber unter normalen Umständen zwangsläufig kommen werden. Bitte nicht vergessen – andere Nationen können auch Fussball spielen! Was soll also das Gejammer um die alten Zeiten?

  4. Dave sagt:

    Musste schmunzeln als ich den Text gelesen habe, bin zwar schon seit 1994 Fan der Spanier und Engländer, habe aber genau das selbe meinen deutschen Kumpels gesagt: Die Deutschen haben heute das Problem, welches die Spanier bis 2008 hatten: Sie sterben in Schönheit. Bevor bei Spanien Jungs wie Puyol, Pique oder Alonso kamen (Jungs die ebenfalls eine ausgezeichnete Technik haben, aber auch mal dorthin gehen wos weh tut) wars bei Spanien wie bei Deutschland jetzt. Die Spanier konnten damals auch schon hoch favorisierte Gegner schlagen um dann spätestens im Viertelfinal gegen ein anderes Topteam zu versagen. Nur dürfen die Deutschen eines nicht vergessen: Spanien hatte schon immer das Potenzial und ohne dieses gehts auch nicht, dass sehe ich leider immer schmerzhaft bei meinen geliebten Engländern. Die haben seit 2008 einfach ein zu unausgewogenes Kader (Topleute auf einigen Positionen wie Gerrard, Terry, Rooney kombiniert mit Durchschnitt wie Millner). Und auch darf nicht vergessen werden: Spanien ist momentan einfach das Mass aller Dinge, dass kann sich aber auch wieder ändern.

  5. Florian Mahler sagt:

    Im Titel kann man eigentlich schon lesen, woran der Artikel scheitern wird: an der Realität. Eine deutsche Mannschaft, die “weniger zaubern” soll muss wohl erst noch geboren werden. Im Gegenteil würde es diesem Team gut tun, mehr Fussball zu spielen und weniger “auf dem Feld zu arbeiten”, wie die Meisten das Spiel der Deutschen wohl charakterisieren würden. Gegen die echten Topmannschaften wie Italien oder Spanien, welche nicht nur Taktik und Fitness beweisen, sondern auch Ballgefühl, Raffinesse und Leidenschaft, wird ein deutsches Team ansonsten immer unterliegen.
    Philipp Lahm hat einmal gesagt: “Wenn wir keinen TItel holen, wird man sich später nicht daran erinnern, dass hier eine spezielle Generation gespielt hat.” Vielleicht, nur vielleicht, bedeutet das im Umkehrschluss, falls die Mannschaft keinen Titel holt, dass eben keine spezielle Generation am Werke war..

    • Andi Maier sagt:

      selten so einen dämlichen kommentar gelesen !!! du hast jeine ahnung von fussball florian !!!

    • Hermann sagt:

      Habe gestern sowohl das deutsche Spiel gesehen als auch das der Italiener. Die D. haben mehr gezaubert und auch “Ballgefühl, Raffinesse und Leidenschaft” gezeigt. Dass Italien ein Angstgegner ist, liegt sicher nicht an der mangelnden Klasse. Deutschland ist ein echte Topmannschaft!

  6. Seppe Hügi sagt:

    Seit 2006 muss ich der deutschen Nationalmannschaft attestieren, dass sie richtig schönen Fussball spielt (zum Glück haben ihnen damals die Italiener im Halbfinal mit spielerischen Mitteln den Meister gezeigt). Einen Titel gönne ich ihnen trotzdem nicht…in dem Sinne alles in bester Ordnung! Übrigens: wie wär’s mit einem Spezial-Steilpass für die Züricher?

    • Kraft sagt:

      Sehr subtil, Seppe. Ich unterstütze auch eine Spezialausgabe für die armen, rückständigen Eingeborenen (mich eingeschlossen).

    • LeUrmel sagt:

      Da stellt sich einfach die Frage, warum gönnen Sie den Deutschen nicht einen Titel. Das Argument mit minimalisten Fussball Titel zu gewinnen und nur Rumpelfussball zu spielen und damit alle Titel abzuräumen zieht ja zur Zeit nicht. Nach gestern wo eine B-Elf des DFB den in Bestbesetzung angetretenen wiedererstarkten (sieg in Italien Unentschieden in Spanien) Franzosen spielerisch überlegen war, kann es sich nicht um eine fussballerische Angelegenheit handeln, sondern eher um eine Ablehnung gegen den grossen Kanton allgemein handeln. Nur diese können Sie im Politik- oder Kulturteil bitte ausleben

      • Hermann Bucher sagt:

        @LeUrmel: Ist doch klar, den Deutschen gönnt man keine Erfolge. Einfach aus Prinzip!

        • Hans-Peter Meier sagt:

          Wir goennen den Deutschen Erfolge. Sehr sogar. Nur nicht im Fussball. Da sind wir immer fuer die Anderen.
          Weil… die Deutschen einfach zu gut sind. Die sind einfach zu stark. Absolute Top Top Mannschaft. Das meine ich ohne
          Ironie.
          Deshalb: Immer fuer die Anderen, niemals fuer die Deutschen! ( im Fussball )

    • Reto Müller sagt:

      Herr Hügi, ich gebe ihnen Recht. Bisher haben die Italienern, mit dem von der Strafverfolgung freigestellten, Balotelli gezeigt wie man gewinnt. Die Spanier sind momentan und berechtigter weise eh das Mass der Dinge. Das Grundproblem ist dieser unsägliche verbeamtete Herr Löw. Kaum zeigt ein Spieler Charakter wird er aus dem Kader der Ducker genommen. Vergleichen sie mal die Spitzenspieler in ihren Vereinen und bei der Nationalmannschaft. Die Resourcen die dieser Herr Löw links liegen lässt. Das würde in der Schweiz nie passieren, zum Glück.

  7. Tony Binder sagt:

    Mein lieber Herr Gesangsverein. Da scheint jemand aufm komplett falschen Dampfer zu sein. Deutschland spielt so gut und erfolreich wie noch nie und da regt sich einer auf weil es nicht zum kämpferischen “Endsieg” reicht. Wo liegt das Problem Mann? Finals oder Halbfinals können immer verloren gehen, da spielen Tagesform und Taktik eine grosse Rolle. Oder soll Deutschland wieder mit Betrug (Schwalben) gewinnen (München 1974 Hölzenbein, Rom 90 Völler) oder Krampf und Destruktivität mit Typen wie Förster, Augenthaler, Jakobs, Buchwald oder unsympathischen Berserkern à la Kahn und Jeremies. In Zeiten wo sogar die Brasilianer “deutsch” spielen bringen ausgerechnet die Deutschen das Schöne im FussballSPIEL zurück. Und dann sieht der Schreiber noch Tendenzen wie beim 4:4 gegen Schweden. Mein lieber Mann: solche Spiele gibt es einmal alle 50 Jahre! Heib bleib beim Wrestling oder Boxen und überlass den Fussball anderen Leuten. Bravo Deutschland weiter so!

  8. Beat sagt:

    Das ist doch meckern auf hohem Niveau. Deutschland gehört sicher zu den 5 bestgen Mannschaften dieser Welt. Sie spielen schnellen und gefährlichen Fussball, zeigen sogar in vielen Spielen dass Sie auch spanisch spielen können. Dazu haben Sie einen guten Torwart, ein gefährliches Mittelfeld, und gute Stürmer. Früher haben die Deutschen hässlich gespielt, und sind in Turnieren immer weit gekommen. Inzwischen spielen sie schön, und kmmen auch weiter.

    Warum es dann an der letzten Konsequenz fehlt um einen Titel zu holen? Nun, es gibt eben noch andere Mannschaften die gut sind, und dann ist da noch der Faktor Glück. Ich bin sicher die Deutschen werden an der nächsten WM oder dann eben an der nächsten EM mind. im Halbfinal stehen. Der Titel kommt schon noch…..das Potenzial ist da!

    • Peer Meier sagt:

      Ich gehörte bis zur aktuellen Nationalmannschaft jeweils ebenfalls zu denen, die gegen die Deutschen waren. Heute finde ich, spielen sie den schönsten und interessantesten Fussball überhaupt. Im Gegensatz zum Spanischen Fussball ist der Deutsche schnörkelloser, schneller und zielstrebiger.
      Ich glaube aber, dass sich die aktuelle Nationalmannschaft an den letzten grossen Turnieren immer selber geschlagen hat. Man war bereits vor dem Turnier wichtigster Favorit, höchstens vielleicht durch die Spanier schlagbar. Und nach dem ersten Kantersieg war man unsbesiegbar.
      Bis dann der erste taktisch hervorragend eingestellte Gegner kam, der durch individuelle Klasse den Deutschen ein Bein stellen konnte.
      Das selbe hat sich auch schon öfters in der Champions League beim FC Bayern ereignet.
      Ich glaube, die Deutschen schlagen sich jeweils aufgrund der eigenen Überheblichkeit. Nicht zu verwechseln mit der alten Deutschen Tugend der Selbstsicherheit, dass man jeden Gegner schlagen kann, wenn man alles dafüt tut.

  9. André Aenishänslin sagt:

    Ganz einfach auf den Nenner gebracht, solange der Trainer J. Löw – mit seinen skurrilen Meinungen/Ideen – heisst, werden die keinen Blumentopf gewinnen, auch wenn ein zweiter-dritter- oder auch ein vierter Platz nicht schlecht ist!

  10. Kraft sagt:

    Die Deutschen spielen momentan wahrscheinlich den attraktivsten, weil intelligenten, vertikalen Fussball. Solange sie gegen die Schweiz und Italien verlieren, dürfen sie damit auch Spiele gewinnen. So grosszügig bin ich dann schon.

  11. Larsito sagt:

    Stimme teilweise zu. Kämpfen tun sie schon, aber in den entscheidenden Spielen halt bislang unglücklich (siehe Halbfinale gg Italien). Mit den alten Zeiten muss mir auch niemand mehr kommen; keiner will diesen Fussball noch sehen. Was allerdings stimmt: es fehlten bislang ein oder zwei “Reisser” im Team, eben jenes Gift, welches der Autor meint. Typen, die andere mitreissen können, wenn es mal brenzlig wird und dann über sich hinauswachsen können. Schweini ist leider nicht der Typ dafür; ich sehe eher einen Khedira, mit Abstrichen einen Thomas Müller oder Badstuber. Lars Bender könnte sich da auch entwickeln. Es fehlen am Ende Nuancen für einen Titel und da können 1,2 Schlüsselspieler den Unterschied machen.
    Gestern war es ja schon mal nicht so schlecht….

  12. Edgar Wibeau sagt:

    Dumm gelaufen Herr Heib… gestern toll gespielt und seit mehr als 70 Jahren zum ersten Mal wieder in Frankreich gewonnen und dies erst noch nach einem Rückstand.
    Aber mal ganz ehrlich: Einer der nur Augen für ein Nationalteam hat, ist mir mehr als suspekt. Alle zwei Jahre ein Turnier und dazwischen ein paar Fussballspiele… ne, das kann’s nicht sein.
    Übrigens: Die deutschen Klopfer von früher würden bei der heutigen Regelauslegung eh nie mehr 90 Minuten spielen, sondern vorher vom Platz fliegen.

  13. Max sagt:

    Die Deutschen zaubern?? Ja, wo zaubern sie sich denn hin??? Ach ja, richtig. Sie haben sich selbst so sehr verzaubert, dass sie seit Menschengedenken nichts mehr gewonnen haben.

    Und deshalb haben die Deutschen von diesen “Zauberfussball” die Schnauze gestrichen voll. Sie wünschen sich wieder eine Nationalmannschaft wo echte Kerle zu Spielerpersönlichkeiiten reifen. Die legen dann den Hebel um, wenn es notwendig ist, um dann noch Spiele aus dem Feuer zu reissen, die man eigentlich gar nicht mehr gewinnen kann.

    Aber genauso war es früher und deshalb haben die Deutschen dieses aktuelle Ball-Hinundher-Geschiebe satt. Sie wollen wieder einen Fussball sehen, wo man über den Kampf zum Spiel findet und damit nicht nur die Schlachten, sondern auch die Kriege gewinnt.

    Und sie wünschen sich auch wieder einen Trainer der Marke Herberger, wo der “Ball rund” ist, und ein “Spiel 90 Minuten” dauert.

    Nostalgische Gefühle also, an glorreiche längst vergangene Zeiten. Aber genauso ticken die Deutschen

  14. Roland Schramm sagt:

    Schweiz spielt den schönsten Fussball der Welt siehe Gestern 6.2.2013 Mann hält es keine 3 Minuten aus zuzuschauen.Mir ist es lieber ,Deutschland spielt weiter so einen tollen Fussball wie die letzten 10 Jahre und verliert auch mal ,als so ein blindes Gestochere wie die Schweiz.Also wenn schon kritisieren,dann die RICHTIGEN.Schöne Grüsse an euren Startrainer Hitzfeld und viiiiiiiiiiiil Glück für die WM Quali.

  15. Rene Gwerder sagt:

    Es ist wie überall auf der Welt: In der Nationalmannschaft sind halt immer mehr ausländische Gene vorhanden. Das fördert die Kreativität, dafür fehlt immer mehr Disziplin, was eigentlich eine deutsche Tugend ist. Der Schweizer Nati tun die ausländischen Gene offenbar gut, sie sind erfolgreicher als früher…..

  16. Paulo sagt:

    Vielleicht würde es ja schon mal helfen wenn man vor den Spielen die Klappe nicht so weit aufreissen würde. Sprüche wie Pizza Arriverderci, Finale Endstazioni oder die Nudeln wir weg ziehen schon längst nicht mehr und heizen den Gegner nur noch zusätzlich auf, zumal der mittlerweile auch Deutsch versteht (siehe Montolivo bei Italien). Kämpfen ist ja schön und gut, solange man es nicht übertreibt. Für Brutalo Fouls im Stile eine Toni Schuhmacher 1982 gegen Frankreich gäbe es heute die direkte rote Karte und eine mehrwöchige Sperre dazu. Damals gabs nicht einmal gelb. Mir sind die Deutschen heute etwas symphatischer. Wenn jetzt noch ihre Boulevard Zeitungen auch vom hohen Ross kommen würden könnte man sie fast lieben.

    • @Paulo: Lesen Sie doch einfach mal englische, spanische oder auch italienische Klatschblätter (falls Sie es können). Die sind kein bisschen besser! Die schweizerischen übrigens auch nicht.

      • Paulo sagt:

        @Bucher. Was die englischen Kampfblätter angehen gebe ich ihnen recht. In Italien habe ich aber noch nie was von auf Wiedersehen Sauerkraut vor einem Spiel gelesen, und schon gar keine Bemerkungen zum Krieg, schliesslich sass man ja im gleichen (falschen) Boot. Wer so eine hundsmiserable Bilanz gegen Italien aufweist sollte lieber auf Bescheiden machen.

  17. Buschbrenner Rudi sagt:

    Ich verstehe nicht wie man noch immer hingerissen von dem Sieg an der WM 2010 in Südafrika gegen England (4:1) sein kann! So zu gewinnen ist einfach nur traurig!

  18. Gerhard Tubandt sagt:

    Naja, gegen Spanien zu verlieren ist keine Schande. Aber an der EM war ganz klar die Abwehr das Problem. Und die wackelte auch schon vorher immer wieder mal. Das Problem ist nicht der fehlende Kampfgeist, das Problem ist die Abwehr…

  19. Rene sagt:

    Wir sind jetzt wie Holland, spielen schönen Fussball – aber gewinnen keine Titel mehr. Wo ist die Alternative, wieder Rumpelfussball spielen wie früher und gewinnen?