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So ein GC braucht die Liga!

Mämä Sykora am Montag den 3. Dezember 2012
(Keystone)

Spielt ein Club wie GC gut, profitieren alle: GC-Fankurve, 2. Dezember 2012. (Keystone)

18’400 Zuschauer waren gestern Nachmittag im Letzigrund, obwohl die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen und der eine am Spiel beteiligte Verein in einer tiefen Krise und bedrohlich nahe am Strich feststeckt. Über einen solchen Aufmarsch kann man in Basel und Bern nur lächeln und auch in St. Gallen oder Luzern kann das niemand erstaunlich finden, in Zürich aber gibt es in einem solchen Fall Applaus von den Rängen, wenn der Stadionspeaker die Zuschauerzahl bekannt gibt.

Dass Zürich keine Sport- und schon gar keine Fussballstadt ist, ist hinlänglich bekannt. Der Stellenwert unseres Lieblingssports ist verniedlichend gesagt bescheiden in der grössten Schweizer Stadt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Ein Drittel der 390’000 Einwohner sind Ausländer, vom Rest ist über die Hälfte aus einem anderen Kanton zugewandert und hat eher dort den Herzensverein. Damit verbleiben gerade mal 130’000 Personen, von denen sich die Sportinteressierten nicht nur auf zwei Fussballvereine aufteilen, sondern die auch noch vom ZSC und den EHC Kloten umworben sind. Dies ist zumindest eine Erklärung für das Missverhältnis zwischen Einwohnerzahlen und Stadiongängern in Zürich.

Hinzu kommt, dass es längst nicht nur ein Segen ist, dass die Stadt gleich zwei Vereine in der Super League stellt. Während Stadtpräsidenten, Theaterhausdirektoren, Stadtoriginale, Wirtschaftsvertreter und andere Aushängeschilder der Stadt sich anderswo bedenkenlos als Fans ihres Vereins outen können, weil die ganze Stadt hinter dem gleichen Klub steht, ist die Hemmschwelle bei Zürchern gross, weil man damit Anhänger des Rivalen brüskieren würde. Und gerade solche Aushängeschilder tragen ihren Teil dazu bei, dass der Fussball zum Thema wird, sei es in Alltagsgesprächen oder in den Medien.

FCZ-Spieler Raphael Koch wird von GC-Spieler Amir Abrashi gestoppt. (Keystone)

FCZ-Spieler Raphael Koch wird von GC-Spieler Amir Abrashi (l.) gestoppt. (Keystone)

In Zürich braucht es etwas Anderes, damit der Fussball zumindest einigermassen wahrgenommen wird in der Stadt. Nämlich ein erfolgreiches GC. Trotz der dürren letzten Jahre ist der Mythos nicht verblasst. GC-Fans (oder zumindest Sympathisanten) gibt es noch immer viele, nur waren sie lange Zeit zu erfolgsverwöhnt, wie die spärlich besuchten Meisterfeiern etwa in den Neunzigern bewiesen. Nach der Ablösung als Branchenprimus durch den FCB und vor allem der sportlichen Talfahrt namentlich in der letzten Saison, dürstet man in diesem Lager nach Erfolgen. Und plötzlich können sich einige doch wieder zu einem Stadionbesuch aufraffen.

Der FCZ hingegen wurde in den letzten Jahren zum «Selbstläufer». Selbst im Tabellenkeller und bei wenig glamourösen Affichen ist zumindest die Südkurve gut gefüllt. Das Sportliche hat hier nur bedingt einen Einfluss auf die Besucherzahlen, noch immer steht der FCZ deutlich besser da als der Stadtrivale. Die leidgeprüften Fans werden auch weiterhin in den Letzi pilgern und darauf hoffen, dass diese kurze Phase, in der man die Nummer Eins in der Stadt war, bald eine Fortsetzung findet.

Das wieder erstarkte GC sorgt derzeit dafür, dass Fussball endlich wieder einmal ein Thema ist in der Stadt. Das hilft nicht nur in Sachen Zuschauerzahlen, sondern kann auch anderweitig den Vereinen zugute kommen. Ist Fussball ein Thema, interessiert das auch Sponsoren und Geldgeber, die einen der beiden Stadtvereine unterstützen wollen. Und dies nicht nur in Zürich: Wenn sich das renommierte GC wieder zum ernsthaften Titelkandidaten entwickeln sollte, hat das auch auf den FCB, YB, Luzern & Co. einigen Einfluss. Niemand hat die Zeit vergessen, in der GC die Liga beinahe nach Belieben dominierte und damit für alle Vereine zum Erzrivalen wurde. Und Rivalität belebt das Geschäft enorm.

Je mehr Gegner mit einem solchen Renommee wie GC in der Liga spielen, desto attraktiver ist die Liga. Natürlich nur, wenn die aktuellen sportlichen Leistungen einigermassen mit dem Renommee mithalten können. Bei GC ist dies nun endlich wieder der Fall. Für die Super League ist dies ein Segen.

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72 Kommentare zu “So ein GC braucht die Liga!”

  1. John G. sagt:

    Nun,wenn man weiss wie die Zuschauerzahlen beim fcz zustandekommen,dann verwundert es nicht dass diese leicht höher liegen.
    Da werden konsequent 10’000 angegeben auch wenn jeder Anwesende sieht,dass es höchstens 6000 sind…
    Wenn man bedenkt,dass immer noch viele GCZ Anhänger den verhassten Letzigrund meiden,sind die Zahlen diese Saison gar nicht mal schlecht.
    Auf lange Sicht wird in Zürich nur ein Fussballverein überleben können,im Moment sieht es ganz danach aus,dass dies der Grasshopper-Club sein wird.

    • Kalkbreite sagt:

      “…im Moment sieht es ganz danach aus,dass dies der Grasshopper-Club sein wird.” Kaum… das Zwischenhoch wird bald Vergangenheit sein… Zudem: wenn der Letzi so verhasst ist, dann spricht mehr dafür, dass der FCZ überleben wird, ist ja unsere Heimstätte. Und von den anderen Stadien haben wir keine Angst, war beispielsweise ein enorm gutes Gefühl: CH-Meister im Hardturm…:-)
      Das einzige was GCN retten kann, ist der Verband; letztes Jahr schon um den Abstieg gekommen, gestern ein mehr als fragwürdiger Penalty und keiner spricht von einer Sperre gegen Hajrovic, der nach dem Tor von der SK aus beginnend mit dem A-Zeichen durchs Stadion sprang? Ach ja, ich habs ja vergessen. Wie sagte Cabanas:”Was meinsch eigentlich wer du bisch – Rekordmeischter, Rekordmeischter…” Genau. Willkommen in der FCB-GC-Liga.

      • Kraft sagt:

        Sehr schön, in Altstetten spinnen sie wieder Verschwörungstheorien. Ein klares Zeichen, dass der GCZ zurück an der Spitze ist. Hat Spass gemacht gestern, vor allem weil beide Mannschaften in ihren originalen Clubfarben angetreten sind.

      • Thomas Meier sagt:

        Ach, ihr seid nur peinlich mit eurem GCN… Und Stolz scheint ein Fremdwort zu sein, habe auf alle Fälle während den letzten Jahren als der FCZ oben mitspielte von GC-Seite keine solchen unreflektierten, kindischen Aussagen gehört… Ich kann dir irgendwie nicht ganz glauben, dass du es schön findest, Fussball in einer Leichtathletik-Arena zu schauen. Aber dein Kommentar klingt ohnehin nicht so, als würdest du von Fussball was verstehen, darum nachvollziehbar 😉

        • Mäse sagt:

          Als kindisch bezeichne ich persönlich solche Zeitgenossen, die freudig lächeln wenn Sie das Kürzel GCN schreiben.

        • Markus Kammermann sagt:

          Finde nicht, dass man sich als GC-Anhänger auf ein solches Niveau herablassen muss. GC ist älter als der FCZ und auch länger Stadtklub, ob es den FCZlern nun passt oder nicht. Und Rekordmeister. Ist so, war so, bleibt so. Der FCZ war mal ein Verein mit einem gewissen sportlichen Geist (Ära Nägeli), heute leider sehr stillos geworden und mit Fans die von Sportsgeist & Respekt offenbar noch nie etwas gehört haben. Kompliment für den Artikel von Hr. Sykora.

      • Gümper sagt:

        Also erstens, den Penalty kann man pfeifen, natürlich ist er unglücklich zustande gekommen.

        Zweitens erinnere ich dich gerne daran, wie ihr nach dem Vorletzten Derby mit eurem uhuren saublöden getuhe gekommen seid, obwohl GC ein wunderschönes Tor nicht zugesprochen erhielt, damals interessierte sich auch niemand, besonders die vom FCZ Lager, überhaupt nicht dafür.

        Von dem her kann ich deinen Protest nicht ganz nachvollziehen…

      • Daniel sagt:

        @Kalkbreite
        Bist vermutlich noch eingenebelt von Eurem Südkurvenfeuerwerk! Ihr habts wirklich noch nicht begriffen. Und ich befürchte Ihr werdet es nie. Ihr schadet dem FCZ und allen friedlichen Matchbesuchern. Ihr könnt nur Petardenwerfen und Euch über den Schiedsrichter beklagen. Achja GC Trikots stehlen könnt Ihr auch noch.

        • Kalkbreite sagt:

          @Daniel: na na na…. den Ball schön Flach halten: Immerhin ist es Cabanas der dem Schiri nachspringt und nachschreit, es sind auch GC-Fans, die Leuchtpedarden, bspw. im März 12 aufs Feld werfen, danach mehrere Scheiben zertrümmern. Oder sag mal, wie war das in Lausanne vor einem Jahr als der Gästesektor nicht mehr zu sehen war, vor lauter brennender Pyro, oder nach einem Cupspiel im Neuenburgischen, das man gewonnen hatte und es dennoch super fand, Bierflaschen aus dem Zug zu werfen… Oder ist das dann was anderes? Achja FCZ-Fahnen bei einem Einbruch stehlen, könnt ihr auch noch. Achja zum 2., bevor ich es vergesse: Anstelle von Pyro fackelt man lieber die besagten Fahnen am Derby ab… Aber das ist ja dann so was von cool… aber hey, ist schon gut, ihr seid ja “Rekordmeischter”…

          • Daniel sagt:

            @Kalkbreite
            Naja, lassen wir den Ricci Cabanas wo er ist. Nur das wir uns richtig verstehen: Die von Dir genannten GC Fanaktionen finde ich genauso daneben wie die Südkurvenknallerei und die Sihlcityaktion. Und ja ob es Euch passt oder nicht die Heugümper sind Rekordmeischter. Und dem FCZ wünsche ich baldige sportliche Genesung und ein verbessertes Vermarkten des Vereins.

    • Mäge F. sagt:

      Was haben die Zuschauerzahlen von gestern mit dem FCZ zu tun?

      • Antonio Gilipollas sagt:

        Am besten hat mir der Blauweisse Schal von Ur-Hopper Urs Meier gefallen. Wahrscheinlich stand er in seiner Jugend wie ein gewisser Fredy Bickel im Hardturm und hat auch laut Hopp GC gerufen! Da ist mehr GC im «Äff» als es dem A.C. lieb wär.
        Dirty Härry lässt grüssen!

  2. K.Saiti sagt:

    ???Ein Drittel der 390’000 Einwohner sind Ausländer??? Na und? Schauen Ausländer keinen Fussball? oder spielen in den zürcher Vereinen nur CH? ich bin mir nicht sicher, dass diese argumentation stand hält. wenn ein ausländer in ZH geboren, aufgewachsen und vieleicht sogar selbt in einem zürcher verein gespielt hat, dann wird er sich eher für den zürcher fussball interessieren als für einen provinz-club in seiner heimat. zumindest ist das bei mir so und ich empfinde mich als relativ “normal”.

    • johnny sagt:

      @K.Saiti:
      Sie haben natürlich teilweise Recht.
      Allerdings betrifft das dann erst die zweite oder gar dritte Generation (die eben in der Schweiz bzw. in diesem Beispiel in Zürich geboren und aufgewachsen ist) – und diese ist häufig bereits eingebürgert oder zumindest auf dem Weg dazu.
      Der grosse Teil der Ausländer erster und teilw. zweiter Generation interessiert sich wohl selten stark genug für den lokalen Fussball, dass sie sich ins Stadion verirren…

      Mein Vater (mit 12 eingewandert) interessiert sich beispielsweise nicht die Bohne für den Schweizer Fussball und seine Eltern taten dies schon gar nicht.

      • Pedro sagt:

        meiner schon, ist mit 20 in die Schweiz gekommen (aus der Naehe von Stuttgart) und hat mich zu einigen FCZ Matches mitgenommen, so bin ich zum FCZ gekommen.
        Und … nein, als FCZ-Fan brauche ich “ein solches GCN” nicht 😛

  3. Auguste sagt:

    hmm…, wenn ich vor ein paar jahren durch niederhasli fuhr, dachte ich manchmal: hier hat es auch keine disco – wie in aarau – dafür ein flüchtlingslager für rekordmeister. heute erwische ich mich bei dem gedanken, dass hier der tabellenführer trainiert, um in absehbarer zeit sein pressing so zu perfektionieren wie die dortmunder, hernach die gegner nach schnellem umschalten über die flinken flügel auseinander zu nehmen und am ende im sturmzentrum leider keinen ganz passenden abnehmer zu finden, weil ben-khalifa eben mehr zehner als neuner ist. dafür aber ein sehr talentierter zehner.

    dass zürcher promis sich bei leidenschaftlichen bekenntnissen zu einem der örtlichen fussballclubs zurückhalten, ist auch nicht unbedingt schlecht und dem persönlich-emotionalen teil des sonntalks schadet es auch nichts, wenn nicht jeder studiogast seine unverbrüchliche liebe zu weiss-blau mit insekt oder weiss-blau mit leu etwas zu dick aufgetragen runterbetet. was ist eigentlich aus mario fehr geworden – regiert der schon, oder “fänt” der noch?

    übrigens, schön sind sie zurück mämä – so einen blogger braucht der steilpass! einen, dem die freischaltung nicht gänzlich fremd ist, und der begriffen hat, dass ein blog der ausgangspunkt einer diskussion ist, und nicht wie manche clowns glauben, ein ort für stilistisch ansprechende, selbstreferentielle ergüsse.

    • John G. sagt:

      Diese Niederhaslisprüche,werden die nicht auch sogar den provinziellen fcz Kleingeister langsam langweilig?

    • Daniel sagt:

      Naja, das mit dem Dortmund-Pressing kommt hoffentlich. Dein Wort in Gottes Ohren Auguste. Jetzt muss noch ein Torjäger her und der GC kann vom Meistertitel (zumindest) träumen, sofern man von Verletzungen verschont bleibt.

  4. Richard N. sagt:

    Welcher andere Club mobilisiert 18’400 Zuschuer für ein Auswärtsspiel? GC spielt seit dem 01.09.2007 auschliesslich auswärts.

    • Pedro sagt:

      Gröl, du denkst doch wohl nicht, dass all die Leute wegen den Insekten gekommen sind??? Vergiss es!
      Als FCZ Fan hat man endlich den Masochismus wieder. Das Leiden beginnt erneut! Ach wie schön, und frieren kann man auch. Richtiges altes ZSC Feeling. 😉

  5. LucDeLux sagt:

    Zürich ist DIE Sportstadt der Schweiz. Der ZSC hat den 2. höchsten Zuschauerschnitt. Weltklasse Zürich ist immer ausverkauft. Der Marathon wie auch der Ironman bewegt die Massen. Freestyle.ch wird Jahr für Jahr grösser. Und Und Und ! Nur weil, selbst grosse Fussballfans, selten in das unsägliche Letzigrund “Stadion” pilgern kann man doch nicht die Zürcher als uninteressiert betiteln. Wir werden wohl nie den Schnitt von Basel und Bern erreichen. Hätten wir aber ein Fussballstadion, dass uns seit 10 Jahren versprochen wird und an der Urne angenommen wurde, hätten wohl beide Vereine ein Zuschauerschnitt von 15’000 bis 18’000 !

  6. C. Basler sagt:

    Interessanter Bericht, als Aussenstehender ist es schwierig zu begreifen, wieso ZH an zwei Vereinen festhält. Ein “entweder FCZ oder GCZ” scheint mir unwahrscheinlich, da wären zuviele Fans tupiert. Ist eine Fusion überhaupt noch ein Thema, gibt es da neue realistische Vorschläge?
    Am liebsten würde ich wieder an die Auswärtsspiele im Hardturm (baut ihn endlich!), das Letzi ist das Letzte, vorallem im Winter wenns wieder schön eisig durch die Tribünen windet.
    Mit der ewigen Rivalität in der eigenen Stadt (siehe wie zuletzt der Trickot-Klau) kann nichts entstehen – eine Stadt – ein Verein – das verbindet die Leute! Bei uns in Basel gibts nur einen Club in der RSL und alle stehen hinter ihm. Das bringt Zusammenhalt von oben bis unten. Das muss ZH auch hinkriegen, wie ist Sache der Zürcher.
    Potential zur Fussballstadt ist IMHO vorhanden, die Südkurve ist auch in schlechten Zeiten da – Respekt!!

    • DAM sagt:

      @C.Basler
      “als Aussenstehender ist es schwierig zu begreifen, wieso ZH an zwei Vereinen festhält”
      Sollte doch eigentlich recht einfach nachvollziehbar sein. Es gibt wohl keinen Fan, der möchte, dass “sein” Club die eigene Identität aufgibt.
      Oder was würden Sie zu einer Fusion des FCB mit Concordia meinen?

      • Martin Gebauer sagt:

        Ach was, die Fusion ist längst überfällig. Oder erinnert sich noch einer von euch an die Rivalität zwischen den beiden besten Eishockeyclubs der Schweiz 1966? Eben niemand. Heute sind der GC und der ZSC friedlich unter einem Dach vereint und sportlich äusserst erfolgreich.

        Eine Stadt, ein Verein!

        • Duncan Hawke sagt:

          Absolut…das ist lediglich eine Frage der Zeit. Im Management wird leider viel zu oft kurzzeitig geplant und gelebt. Eine solche Fusion vereint die Fussball-Fans der Stadt früher oder später unter einem Banner (Wie im Hockey geschehen).
          So ermöglicht man diesem neuen Club finanziell wie auch sportlich eine erfolgreiche Zukunft.
          Ich mag GC den aktuellen Erfolg gönnen (möchte aber auf die Saison 2009/10 verweisen in welcher GC 3er wurde und auch kurzzeitig vor dem FCZ, damals als amtierender Meister nur auf Platz 7, lag), doch sehe ich hier auch die Gefahr eines kurzfristigen Aufschwunges, erbaut auf dem Fundament der Euphorie. Es müssen ganz andere Anreize geschaffen werden, dass Spieler mit Potential wie auch erfahrene dem Club treu bleiben. Die Gefahr eines “Ausverkaufes” zum Ende der Saison hin ist meines Erachtens viel zu gross.
          Die kurzsichtige Denkweise erkennt man auch an den kürzlich zu lesenden Meldungen. Es ertönen Kampfansagen, das Wort Meisterschaft wird in den Mund genommen. Dabei ist noch nicht mal die Hälfte der Saison durch!!! Plötzlich drehen wieder alle druch, unglaublich! Das schürt nur unnötige Erwartungen, baut Druck auf, welchen es gar nicht braucht. Man redet schon wieder von neuen Spielern! Dass man einfach konzentriert an seinen Saisonzielen arbeitet, das kommt wohl nicht in Frage. (Gutes Beispiel wie man es auch machen kann ist der BVB. Ziel für diese Saison, dirkete Quali für die Championsleague)
          Generell gesprochen; um Gefahren eines kurzfristigen Erfolges zu minimieren, müssen andere Rahmenbedingungen her, wie sie z.B. in Basel vorhanden sind.
          Sonst wird dies wieder nur ein kurzes Aufbäumen von GC.
          Und wie erwähnt wäre eine ander Bedingung ein grosser Fussball-Club in Zürich, welcher dann auch finanziell mehr Möglichkeiten hätte. Mit dem Erfolg kommen auch die Fans und ohne bleiben sie aus. Dies sollte man bei GC nun wirklich wissen.

          • E. Schönbächler sagt:

            Man kann Eishockey und Fussball nicht vergleichen. In vielen Ländern gibt es zwei oder mehrere Teams (z. B. London) aus der gleichen Stadt in der höchsten nationalen Spielklasse.

            Der FCZ und vor allem GC haben den Schweizer Fussball seit Anbeginn mitgeprägt und auch im Europacup schöne Erfolge erzielt. Auch Basel und YB hatten sportliche und teilweise sehr massive finanzielle Probleme. An die NLB-Zeiten dieser Vereine werden sich wohl die meisten Fussballfans noch erinnern können.

            Eine Fusion der Fussballsektion der Grasshoppers mit dem FC Zürich wäre nicht nur für den Stadtzürcher Fussball ein schwerer Schlag. Der Schweizer Fussball würde zwei Traditionsclubs mit Anhängern weit über die Zürcher Stadtgrenzen hinaus verlieren.

            Ich stimme M. Sykora zu: So ein GC braucht die Liga!

  7. Paulo sagt:

    Der Ausländeranteil der Stadt Basel dürfte noch höher als der von Zürich sein. Vor allem dort wo der FCB seine Wurzeln hat (Kleinbasel) steht er in manchen Quartieren (Klybeck, Matthäus) auf über 50%. Am hohen Ausländeranteil kann es also nicht liegen. Ich bin selbst Secondo, in Basel aufgewachsen, und für mich gab es von Anfang an nur der FCB. Lebe seit einiger Zeit der Arbeit wegen in Zürich und ich vermisse hier ganz einfach dass man über den Fussball spricht. Auch auf der Arbeit ist das Thema eher Eishockey oder die Party am Tag zuvor. In Basel wird Fussball geatmet, wobei der FCB natürlich auch den Vorteil hat keine Konkurrenz innerhalb der Stadt zu haben.

    • Levin sagt:

      Man muss gar keinen einzelnen Club daraus machen. Ich meine schaut nach England. In England sind bis 3 bis 4 Clubs aus der gleichen Stadt und dort ist das auch kein Problem. Natürlich ist das Verhältnis anders, als bei uns, aber 2 Clubs sind ja nun wirklich viel. Und bei der Rechnung im Artikel oben fehlt die Agglomeration und auch das mit Ausländeranteil ist für mich nicht nachvollziehbar, ich würde sogar sagen, dass diese den grössten Teil des FCZ Publikums ausmacht.
      Ich musste auch schon feststellen, dass in Zürich die Fussballbegeisterung effektiv nicht sehr hoch ist, bei der Arbeit jedenfalls nicht.

  8. Franz sagt:

    Ein grosser Teil der Zuschauer kommt nicht aus den Städten, das ist im grossen Kt. ZH nicht anders: FC Wallis, FC Ostschweiz, FC Innerschweiz. Die Zuschauerzahlen für GC und FCZ sind umso kläglicher. Gründe gibts viele: Stadion, mangelnde Identifikation, Konkurrenz durch Veranstaltungsüberangebot. Der Hauptgrund für mich: schlechtes Niveau der SL (wie gestern im Derby), schlechtes Image von Klubs und Spielern (Trainerwechsel, überbezahlte, ungenügende Spieler, Fehlen von ausländischen Topspielern, Söldnertum, Hooliganismus). Welche Spieler von FCZ bzw. GC lassen Kinder träumen gegenwärtig? Eben, höchstens Alpträume.

  9. Bruno sagt:

    Die Liga braucht GC noch aus einem anderen Grund. Die GC-Fans sind die maniertesten und die hoeflichsten der Liga! und auf Feuerwerk wird konsequent verzichtet.
    Fazit: Sportlich wie menschlich braucht diese Liga einen starken GC, damit die GC Kultur auch in die anderen Clubs fliessen kann

  10. Dave sagt:

    mal abgesehen davon, dass gc einen absoluten höhenflug geniesset, welchen nicht mal sie selbst erklären können, waren die zuschauerzahlen bei gc-heimspielen immer sehr tief. auch in den glorreichen zeiten vermag man den hardturm sehr selten zu füllen. als der fcz scheinbar wie aus dem nichts im 2006 nach der unglaublichen aufholjagd in der rückrunde plötzlich meister wurde, erwachten die im tiefschlaf verfallenen, alten fcz-fans wieder. man löste wieder die saisonkarte und es entstand ein richtiger hype um den fcz. der arbeiterklub war wieder plötzlich in! wenn jetzt gc es hinbringt, eine basis zu schaffen, die regelmässig wieder die saisonkarte kauft und man sich sportlich wieder auf einem anständigen niveau etablieren kann, könnte es im neuen stadion (sofern es dann jemals kommt) plötzlich eng werden, zumindest bei den derbys und topspielen…

  11. René Baron sagt:

    Es kommen mehr Leute ins Stadion weil GC oben steht, und GC steht oben, weil immer mehr Leute kommen.
    Das ist Rückkopplung.
    Diese passiert aber nicht einfach so, sondern braucht mindestens einen Impulsgeber. Bei GC heisst dieser unermüdliche Treiber Adrian Fetscherin, seines Zeichens Kommunikationschef. Dieser Profi hat es mit viel Herzblut, Energie, Initiative und viel Mut für Neues geschafft, GC wieder in die Stadt zu bringen.
    Mit Fetscherin ist GC wieder ein GC zum Anfassen geworden: Trainingseinheiten in der Stadt, Modeschauen, Diskothekenparty, ExklusivNachtessen und anderen Spezialaktionen in City und Quartieren mit gut gelaunten, offenen Spielern und Staff ohne Allüren und Dünkel, schaffen nicht nur bei Fans Sympathien, sondern gehen, nicht zuletzt dank dem wackeren Mitschreiben der Medien, bei weit grösseren Kreisen immer mehr unter die Haut.
    GC war schon immer viel mehr als „nur“ Fussball. Aber erst jetzt, 2012, wird uns das endlich mal wieder bewusst. GC ist Kult, nicht nur weil GC die kultigsten Fanartikel hat, sondern weil diese Fanartikel für eine Kultur und Taten stehen, die zwar mit dem Fanionteam ihre Krone haben, aber mit dem Breitensport und Öffentlichkeitsarbeit beginnt und begonnen hat.
    Gerade die sogenannten „Ausländer“ bekommen, spätestens dann, wenn ihre Kinder selber kicken, mit dem Fussballsport, und damit auch mit den Topclubs einen gemeinsamen Nenner, der Integration nicht nur predigt, sondern lebt. Und das erst noch zu einem unglaublich tiefen Preis.
    GC tut viel für die Jugend und den Breitensport. Breitensport entlastet nicht nur die Krankenkasse (allein mit diesem Geld könnte man schon ein Stadion finanzieren), sondern holt auch die Kids von der Strasse und der Glotze in (Partner-)Vereine, die plötzlich auch für deren Eltern durchaus zum Ansporn und zur Richtungsgeber gelebter Integration und sozialen Aufstiegs werden können.
    Im Stadion sind alle gleich. GC Fans sind alle gleich. Alle teilen die gleiche GC Kultur. Diese Kultur ist gut, spart und gibt Richtung und Halt weit über den Sport hinaus. Wer da drin ist, und diese Kultur und WIR Gefühl gelebter Identifikation mit GC Werten lebt, wird auf keinen Match mehr verzichten wollen. Denn wer einmal verstanden hat, worum es bei GC wirklich geht, weniger um Resultate nämlich, als um gesunden Sport und Werte für eine gesunde Stadt, wird mithelfen, auch seine Kollegen, Freunde und Familien für diesen „Lifestyle“ zu begeistern. Nicht für GC per se, sondern ganz allgemein als vorzeigbares Engagement für eine gute Sache: für ein besseres, gemeinsames Leben in einer Stadt, die wieder mehr zusammenwachsen muss wenn sie die Zukunft meistern will.
    Ein Besuch im Stadion ist darum weit mehr als „nur“ GC oder FCZ. Es ist Kommittment für Stadtentwicklung, Kommittment für Integration, genauso wie mutig und vertrauensvoll gelebtes Wir, Akzeptanz und Gleichberechtigung in der kosmopolitischsten Stadt der Schweiz die wir sind.
    GC braucht die Stadt, und die Stadt braucht den König Fussball, der, mindestens was Werte, integrativer Charakter, Vergangenheit und gelebte Kultur betrifft, klar und eindeutig, GC heisst!
    Let’s build on this !

    • Dave sagt:

      Fetscherin hat eben ganz gut hingeschaut, wie man das macht – beim FCZ

      • Thomas Meier sagt:

        Klar, der FCZ hat da eine gute Vorreiterrolle eingenommen und die Mode-Fans abgeworben, welche GC ohnehin nicht haben will… Und auf spätpubertierende Prolos können wir auch gerne verzichten…

        • Bernd S. sagt:

          Trotz der zweiten kläglichen Saison des FCZ hintereinander sind die Zuschauerzahlen nicht eingebrochen. Dagegen hat GC nur gute Zuschauerzahlen wenn sie erfolgreich sind. Soviel zum Thema Modefans.

  12. Chris sagt:

    Guter Artikel. Als einer, der seit über 40 Jahren Hoppers-Fan ist, freut es mich natürlich mächtig, was in dieser Hinrunde abgegangen ist. Grosses Kompliment an André Dosé, hatte ehrlich gesagt meint Zweifel, aber man merkt deutlich, dass sich beim GC auf allen Ebenen etwas getan hat. Jetzt muss auch der FCZ schauen, dass es wieder nach oben geht, ich denke zwei Spitzenklubs in der Stadt wäre der Hammer, dann zeigen wir den Baslern endlich wieder, wo in der Schweiz der (Fussball) Hammer hängt!

    • Auguste sagt:

      hmm…, chris, dosé mag materiell hilfreich gewesen sein, aber die erfolgreiche vorrunde des gc gründet meiner meinung nach eher auf den faktoren sforza, zeit und forte.

      sforza, wenn auch erfolglos, war ein guter ausbildner für die jungen, die gc in seiner not einfach ins “stahlbad” werfen musste. die, die durchkamen sind mittlerweile garanten des erfolgs. forte übernahm sofort das ruder – das negativbeispiel wurde letzte woche hier in zürich entlassen – stellte stärken und mängel fest, behob sie mit der obersten führung glücklich(‘?) und erfolgreich, indem er streben wie grichting, salatic und ben-khalifa einzog und darüber hinaus noch geschickt am richtigen ort abschaute, wie man mit so einem jungen team spielen könnte.

      alles ist natürlich längst nicht in trockenen tüchern bei gc. der kader ist noch zu dünn für eine ganze saison an der spitze, und ein mittelstürmer fehlt, um das beste mittelfeld der liga zu schaffen (ben-khalifa zurück auf die zehn, wo er “oooziiil!!!”-ähnliche qualitäten hat, wenn das terrain nicht so tief wie gestern ist). im weiteren müsste man auch bürki unbedingt halten können, der sich von einem risiko zu beginn der saison – nach selbstauferlegtem denkprozess – zu einem fantastischen rückhalt entwickelt hat.

      und jetzt käme der “material man” und “vogelfreund”, dosé, wieder in spiel, um für die nötigen millionen zu sorgen und ein paar schlaue inputs abzuholen. schaun’ mer mal, was denen noch alles einfällt.

    • Buschbrenner Rudi sagt:

      Genau, zeigt uns wo er hängt! Der Unterschied ist jedoch; bei uns in Basel steht er! Und mit ihm die ganze Region hinter dem Club. Deshalb wüsche ich Ihnen auch in den nächsten 40 Jahren viel Spass beim träumen….

      • Karl Eigenmann sagt:

        so wie er steht, so fällt er auch…

      • Mäse sagt:

        Auch einer der schon vergessen hat aus welchem Sumpf der FCB gekommen ist? Oder einer der erst seit 2000 dem FCB frönt und die glorreichen Zeiten des FCB in den 80er und 90er nicht mitbekommen hat?

        • Buschbrenner Rudi sagt:

          Einer der während der NLB-Zeit dabei war! Und in dieser NLB Spiele im alten Joggeli mit 45’000 Zuschauern miterlebt hat….! Sumpf? Wir hatten bei einem Spiel in der Nati B mehr Zuschauer als der FCZ, GC, ZSC und Kloten an einer durchschnittlichen M-Runde zusammen….

    • rodolfo sagt:

      Chris: Du wirst schon noch erleben: wo der Hammer hängt: warte mal ab!!!!

  13. Dave sagt:

    Samstag, 24. November 19:45: im Letzigrund FCZ – Servette, im Hallenstadion ZSC – HCD. Das hilft nicht wirklich, bessere Zuschauerzahlen hinzubringen…

    • Bernd S. sagt:

      Diese Konstellation kommt aber nicht so oft vor. Und bei den Leistungen die der FCZ und ZSC an diesem Abend gezeigt haben war ich froh konnte ich nur eins der beiden Spiele schauen… 😉

  14. Berliner2 sagt:

    Die meisten GC-Fans kommen aus dem Aargau. Nur so zur Erinnerung.

  15. Henry sagt:

    Wie schnell geht es doch im Fussball. Vor 6 Monaten noch belächelt und bemitleidet, darf man sich heute wieder über die neidvollen Sprüche betreffend Niederhasli und Insekten freuen. Zürich braucht wirklich ein starkes GC und auch einen FCZ, der wieder seine gewohnte Rolle als leidgeprüfter, von den Schiedsrichtern benachteiligter Verein zurück findet. Nur so wird wenigstens einige Male pro Saison auch in der Limmatstadt über Fussball diskutiert. Ein Fusion wäre der grösste Unsinn.

  16. Stefan sagt:

    gc fans sind immer no zu erfolgsverwöhnt, wenn man bedenkt dass die südkurve trotz niederlage wieder einmal lauter als die hoppers war:-)

  17. Olaf sagt:

    Zum Thema Zuschauerzahlen: Diese sind in der Scheiz eigentlich gar nicht vergleichbar, da die Clubs ganz untschiedliche ‘Methoden’ anwenden diese zu ermitteln. Am auffäligsten war das als der FC Basel vor ein paar Jahren dazu überging nicht mehr die verkauften Tickets, sondern die tatsächlich anwesenden Besucher auszuweisen. Da war dann der Zuschauerschnitt Ende Jahr auf einmal 200-3000 weniger (aber immer noch der höchste der Schweiz).

    Ich weiss, dass (wie im obigen Beispiel) oft ökonomische Überlegeungen dahinter stecken (z.B. Beteiligung an den Polizeikosten pro Zuschauer), würde aber von der Liga erwarten, dass die mal einen Standard festlegen (der kann ja unabhängig vom Club kommuniziert werden, damit diesen keine Mehrkosten entstehen).

  18. Peter O. sagt:

    Hat nicht Basel den grössten Ausländeranteil aller (Deutsch-) Schweizer Städte? Ich weiss, nicht ob es wirklich daran liegt. Ich denke es ist eher das (Über-) Angebot an professionellem Mannschaftssport. Wie im Artikel angeführt buhlen vier Teams um Zuschauer und fft läuft deren Ligabetrieb parallel.

    Zugegebenermasen gibt es auch Bern als Gegenbeispiel. Die Stadt ist weniger als halb so gross und hat dennoch zwei grosse Profi-Vereine, wobei beide sehr gute Zuschauerzahlen haben.

    Basel (und z.T. auch St. Gallen) ist wohl ein Sonderfall. Dort gibt es seit Jahrzehnten nur einen grossen Verein, der eine ganze Region (nicht nur BS/BL, auch Teile von AG/SO/JU) bindet. Selbst in der Nati B hatte der FCB mehr Zuschauer als z.B. das im Artikel thematiserte GC.

  19. Andy Dreyer sagt:

    Man sieht wieder mal, 18,400 kommen schnell mal. Das neue Stadion ist viel zu klein geplant.

  20. Alfred Meier sagt:

    Die GC-Fans kommen mir vor wie die YB-Fans in lezter Zeit. Da spielt man mal eine gute Rückrunde und sofort ist alles wieder rosarot…. Ich kann euch nur das selbe sagen wie den Berner. Gewinnte jetzt ersmak ein paar Titel in Serie und dann könnt ihr auch wieder mitreden. pro ZURICHunited

  21. kurt abächerli sagt:

    obwohl ich eigentlich arbeiten müsste, habe ich gerade ein paar “steilpass” kolumnen, der jahre 2010, 2011 gelesen. ehrlich gesat knietiefe sch…… wenn kolumnisten und kommentatoren entscheiden könnten, dann gute nacht schweizer fussball. (niederhasli ist das verderben, fcz resp. fcl resp yb sollten als vorbilder genommen werden… ). natürlich.
    und jetzt noch ein persönliches anliegen an die südkurve (es ist die letzte warnung, sonst komme ich während dem spiel mal persönlich rüber): ihr meint pyro muss sein, dann macht’s halt, ihr seht zwar im rauch die hälfte des spiels nicht – ist vielleicht absicht, aber extrem kuuuuuuuultig. jetzt beginnt ihr aber im minuten takt böller zu zünden, dass ist nur noch bescheuert. ich bin fast sicher, das gestern beide mannschaften massiv dadurch gestört wurden. aber egal: wir kommen ins stadion und feiern uns selbst…

    • Fabiano S. sagt:

      Diese Pyros dienen dazu, das traurige Schauspiel ihrer Fussballgötter zu vernebeln. Je schlechter die Leistung, desto dichter der Rauch und desto lauter die Böller. Man darf nicht daran denken, was die aufführen beim Abstieg Ende Saison. Vermutlich räuchern sie ganz Altstetten ein, mit Hilfe des schwarzen Blocks.

    • DAM sagt:

      @kurt abächerli
      “wenn kolumnisten und kommentatoren entscheiden könnten, dann gute nacht schweizer fussball”
      Einfach vor lauter Schadenfreude nicht vergessen, dass der GC letzte Saison nur dank grosser Mithilfe der Präsidenten von Sion und Xamax dem Abstieg entgangen ist.

      • kurt abächerli sagt:

        wer lesen kann, ist eindeutig im vorteil (jetzt konnte ich diesen abgefriffenen spruch auch mal loswerden). ich habe überhaupt nicht gc als non-plus ultra des schweizer fussballs dargestellt. ich glaube, dass die mannschaft über ihre verhältnisse lebt. aber trotzdem freue ich mich. es gäbe nichts langweiligeres, als wenn immer die mannschaft, die die dicksten portemonnaies hätten und die besten spieler und trainer kaufen kann, oben an der tabelle wäre. ich habe mich nur über die vielen (falchen) tipps und häme von heute gebeutelten anhängern gefreut. darunter auch immer wieder ein gewisser DAM (für was das auch immer stehen mag).

  22. Karl Eigenmann sagt:

    Zürich keine Sportstadt? Hä?!? Dass es verhältnismässig wenige Stadionbesucher gibt, liegt doch hauptsächlich daran, dass das Letzi für Fussball NULL Erlebnis bietet und die Zürcher im allgemeinen eben zu wenig enthusiastische Fans sind, um für ein “NULL-Erlebnis” auch noch Geld zu bezahlen, wenn es gleichzeitig X andere gute Möglichkeiten gibt, sich bestens unterhalten zu lassen… Ein Stadion kann und soll doch auch Identifikations-Stätte sein, weshalb die Devise gelten müsste: Ein Club, ein Stadion und nicht eine Stadt, (k)ein Stadion… wie auch immer… wird endlich ein richtiges Stadion gebaut sein, werden die Karten betr. den Zuschauerzahlen neu gemischt – obschon: die 20’000 werden wohl wegen mangelnder Voraussicht zu einem “Provisorium” resp. gefühltem Dauerzustand, worüber man sich dann gerne mind. 30 Jahr lang aufregen kann, weil eigentlich 50’000 die Spiele sehen wollen – das ist Zürich!

  23. Rene R. Meier sagt:

    Sie, Journalist, wie kommen Sie dazu, zu sagen, Zürich sei keine Sportstadt ? Noch nie am Zürich Marathon mitgemacht ? Am Silvesterlauf ? Am Kondi in der ETH ? In Zürich gibt es über 50 Fussballclubs; konsultieren Sie mal das Angebot des ASVZ; Sie können jederzeit Ihre Runden drehen auf der Leichtathletikbahn im Utogrund, Sihlhölzli, Fronwald. Wo gibt es das sonst ? Was wollen Sie noch ?

  24. Anton sagt:

    Die Argumentation mit dem Ausländeranteil geht nicht auf. Ich schätze diesen in der Südkurve in etwa gleich hoch ein wie bei der Stadtbevölkerung, bei den Hartgesottenen sogar eher höher. Der K4 besteht/stand ja praktisch ausschliesslich aus Ausländern.

  25. Bernd S. sagt:

    Die Zürcher Klubs haben nicht die höchsten Zuschauerzahlen. Andererseits, Zürich ist ideal für Sportverrückte wie mich. Viele Derbys wie FCZ-GCN, ZSC-Kloten, Seederby Rappi-ZSC, Z-Derby EVZ-ZSC. Dazu viele Topspiele wie Kloten – SCB, ZSC – Davos, FCZ – Basel, GC – Sion. Manchmal ein Abstecher zum FC Winterthur oder FC Aarau. Das meiste innerhalb einer halben Stunde erreichbar. Im Raum Basel wo es nur den FCB gibt und ich mich mit 18 Heimspielen pro Saison zufrieden geben müsste, also so alle 2-3 Wochen ein Spiel, da würde meine Sportgeist definitiv verhungern.

  26. Hans Meier sagt:

    130’000 nur?
    Und in die Walliseller sind alle FC Wallisellen Fan?
    So wie die heissblütigen Muttenzer ihren FC Muttenz unterstützen?