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Überholt von den Kirchenmäusen

Mämä Sykora am Montag den 26. November 2012
Le joueur vaudois Gabriel Garcia de la Torre "Gabri", 2eme gauche, laisse eclater sa joie apres avoir marque le premier but avec le joueur vaudois Salim Khelifi, 2eme droite, a cote de la deception des joueurs bernois Matias Vitkieviez, gauche, et Alexander Gonzalez, droite, lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Lausanne-Sport, LS, et le BSC Young Boys ce dimanche 25 novembre 2012 au stade Olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Teams mit bescheidenem Budget ziehen an den reicheren Clubs vorbei: Der Lausanner Gabriel Garcia de la Torre (2. v. l.) feiert seinen Treffer gegen YB, 25. November 2012. (Keystone)

Lausanne steht auf Platz 5 der Super League. Zwar mit beträchtlichen 14 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, aber schon mit doppelt so vielen Punkten wie Schlusslicht Servette. Lausanne operiert mit einem Budget von ca. 6 Millionen Franken, kann fast nur ablösefreie Spieler holen oder Leihgeschäfte tätigen und hat den zweittiefsten Zuschauerschnitt der Liga. Und doch stehen die Waadtländer in der Tabelle vor YB, dem FCZ und Luzern. Das darf es eigentlich nicht geben.

Die genannten Vereine geben pro Jahr ein Vielfaches für ihr Fanionteam aus und schaffen es dennoch nicht einmal, besser dazustehen als ein zusammengewürfelter Haufen von fussballerischen Restposten, wenn man es etwas böse formulieren würde. Dass viele Schweizer Vereine Jahr für Jahr ihre Ziele nicht erreichen, ist nichts Neues und gehört auch zum nun mal nicht kalkulierbaren Fussballgeschäft. Aber was die Tabelle uns derzeit präsentiert, ist dann doch noch ein ganzes Stück weiter als nur «die Ziele nicht erreicht». Da sind Mannschaften, die sich mit dem FCB um den Titel duellieren oder zumindest europäisch spielen wollten, noch hinter den Kirchenmäusen vom Lac Léman platziert, mit bereits absurdem Rückstand auf die Spitzenplätze.

Die ambitionierten Schweizer Vereine machen es den Underdogs aber auch wirklich besonders leicht. Der FCZ etwa wartet weiterhin verzweifelt auf einen Aufschwung wie damals unter Lucien Favre. So ratlos wie sich die Zürcher am Wochenende beim 0:2 gegen den Tabellenletzten aus Genf präsentierten, so wirkt mittlerweile auch Rolf Fringer. In fast jedem Spiel versucht er eine neue Taktik – einmal fast nur weite Bälle, dann wieder versuchtes Kurzpassspiel wie zu Zeiten Favres –, der Erfolg bleibt stets derselbe. Ob er seinen Job angesichts der Leistungen in Gefahr sehe, wurde Fringer von SF gefragt. Er habe andere Dinge zum Überlegen, es sei ihm eigentlich egal, entgegnete der Österreicher. Zuversicht sieht anders aus.

Egal ob Fischer, Fringer oder schon wieder jemand anders, die Probleme werden die gleichen bleiben. Nämlich dass Ambitionen und Realität weit auseinander klaffen. Beim FCZ gibt es derzeit keine «Goldene Generation» wie jene um Inler, Dzemaili und Abdi. Nach dem Exodus geblieben sind diejenigen, die es nicht weggeschafft haben, ergänzt mit Neuzuzügen, die man sich leisten konnte, und die dennoch gleich vom Fleck weg eine Schlüsselposition einnehmen hätten sollen. Und natürlich auch gleich noch die Mannschaft in den Europacup schiessen. Dass das nicht gehen kann, müsste eigentlich jedem klar sein. Der FCZ hätte nach den vielen Abgängen die Chance auf einen richtigen Neuanfang gehabt, er ist aber in der Hälfte stecken geblieben und steckt deshalb nun in der totalen Krise.

Ähnlich sieht es bei YB aus. Für die Berner, so scheint es, ist die Super League unter ihrer Würde und lediglich ein lästiges Pflichtprogramm. Nicht Lausanne und Thun sollten die Gegner heissen, sondern Udinese und Liverpool. Raúl Bobadilla sprach nach dem Europa-League-Triumph über die Italiener davon, dass der Europacup nun mal eine andere Motivation sei und man da mehr gebe. Das wäre ja schön und gut, wenn man denn mit normalem Einsatz in der Super League gut abscheiden wurde. Nur verlor man eben erst gestern selbst gegen den Zwerg Lausanne und wurde auch gleich von ihm überholt. Fast schon grotesk angesichts der unterschiedlichen Ambitionen dieser beiden Vereine.

Mit dem aktuellen Super-League-Format wären alle Voraussetzungen gegeben, um einigermassen langfristig zu planen und auch einige dürftigere Saisons zu überleben. Es gibt keine Abstiegsrunde mehr, ja nicht einmal mehr ein Relegationsspiel. Nur der Letzte steigt ab, ein paar wenige schaffen es in den Europacup und der Rest spielt im Niemandsland. Und dennoch trauen sich die finanzkräftigsten «Herausforderer» von Basel nicht, konsequent einen Weg zu gehen. Weder die riskante Version «Totalangriff», die mit grossen finanziellen Risiken verbunden ist, noch die Variante «Neuaufbau», mit der man eine Dürreperiode in Kauf nehmen muss. Alle wählen etwas irgendwo zwischendrin und wundern sich dann, wenn man die Ziele bei Weitem nicht erreicht. Während Vereine wie Lausanne, GC oder St. Gallen mit bescheidenen Budgets und Ambitionen in der Tabelle vorbeiziehen…

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59 Kommentare zu “Überholt von den Kirchenmäusen”

  1. Sam Müller sagt:

    Die “Kirchenmäuse” haben keine grossen Namen in ihrer Elf – dennoch verfügen sie scheinbar über eine Truppe, die (dank Malonga, Khelifi und Tafer) über eine gewisse Portion Talent verfügt. Ob diese AM ENDE ausreicht, den Ligaerhalt zu erreichen, wird sich zeigen. Grosse Namen hat Lausanne keine – aber die Mannschaft macht einen stabilen Eindruck – etwas, was weder YB noch der FCZ in dieser Saison erreicht haben. Apropos Namen: Niemand redet von Gabri, aber Gattuso ist überall.

    Zweifelhaft finde ich, dass man diese Momentaufnahme (Tabelle nach 17 Spieltagen – YB mit einem Spiel weniger!!!) dazu verwendet, YB schlecht zu schreiben und Lausanne zu “loben”. Meines Wissens werden Ziele terminiert ausgegeben – mit dem “Ablaufdatum” des 36. Spieltages.

    Übrigens: Sind wir nicht unter anderem darum Fussballfans, weil man sich nicht jeden Erfolg kaufen kann? Chelsea brauchte 10 Jahre, bis man die CL gewinnen konnte. Liverpool spielt seit Jahren nicht um die Meisterschaft.

  2. StanleyZH sagt:

    Ja das zeigt halt wieder einmal mehr, dass Geld alleine noch keinen Erfolg bringt.
    Wenn die Chemie nicht stimmt im Team und sich sogenannte “Stars” gegenseitig im Wege stehen und nur auf das eigene Ego schauen, ja dann kommt sowas bei raus wie zurzeit bei YB oder dem FCZ. Also bei YB macht man seit Jahren irgendetwas falsch, der Meistertitel soll es sein hiess es damals kurz vor Neueröffnung des Stadions. Ja und wo ist man bisher? YB hat seit dem in keiner einzigen Saison auch nur annähernd um den Meistertitel gespielt. Klar ist erst die Hälfte der Saison gespielt,a ber die bisherigen Leistungen sprechen nicht gerade davon, dieses Jahr doch noch ein Anwärter zu werden.
    Ja und was beim FCZ abgeht, ist auch unter aller Sau. Dafür glänzen jetzt die vermeintlichen Schwachen der Liga mit den Rängen 1 und 2, das hätte vor der Saison auch niemand gedacht. Auch wenn z.B bei GC die Spielerdecke klein ist und kaum ein Ausfall kompensiert werden kann. Jedoch wenn die Saison alle Leistungsträger Fit und Gesund bleiben, leigt ein Platz unter den ersten drei drin!! bin gespannt wie es weiter geht, was Sion noch zu leisten vermag und wie Basel wieder spielen wird

    • DAM sagt:

      @StanleyZH
      “YB hat seit dem in keiner einzigen Saison auch nur annähernd um den Meistertitel gespielt.”
      Dies ist schlicht falsch. Das neue Wankdorf wurde 2005 fertiggestellt. 2008, 2009 und 2010 wurde YB dreimal hintereinander Vizemeister. Und vor allem 2010 hatte sie den Meistertitel schon beinahe sicher, bevor sie es im Endspurt dann doch noch “veryoungboysten” mit einer 1:5-Klatsche bei meinem FC Luzern am zweitletzten Spieltag und der Niederlage in der Finalissima gegen Basel.

  3. Mensen sagt:

    tja was soll man als FCZ fan sagen….die haben jetz alles falsch gemacht was man falsch machen konnte…den neuen Trainer (fringer) wie lange war das noch mal 2.Monate auf der Tribüne,anstatt gleich los zu legen! Tunesier am fliesband gekauft di enix bringen,hätten gard so gut nachwuchspieler kommen können,sicher genug talente,und voralem kann man sich wider identivizieren mit dem Club,und der ZH nachwuchs würde sich zerreissen auf dem feld…auch wen sie dan verlieren..aber das was da gegen servette gleistet wurde geht garnicht,schon in den lezten partien,wie es herr sykora schon sagt…kein system,kein plan,nix und das nach 2.monaten zu schauen von der tribüne? hab mir echt mehr erhoft von herrn fringer. aber auch von spielern,alle wollen sich doch beweissen o die kariere neu lancieren,jetz wo nix mehr geht scheinen einpaar spieler die saison schon abgehakt zu haben,weill man nicht intenational mitspielen kann,ja genau dort wo spieler wie Bobadilla,chermeiti…etc. mehr geben würden…wieso? weil scouts von gross clubs sie sehen,dan gibts einen guten transver mehr gehalt etc. ICH WILL SPIELER BEIM FCZ DIE SICH FÜR DEN CLUB AUFOPFERN,KÄMPFEN,ZERREISSEN AUF DEM PLATZ EGAL OB DER GEGNER FCB O. SEVETTE HEIST ! der rest darf gehen !

    • Wishaw Thomas sagt:

      Die Karriere neu lancieren!….. ja auch ich möchte auch daran glauben.
      Nur ein kleines Beispiel:
      “Unser Herrn superstar Schönbächler” mit dem Künstlernamen “Schönbi” und seiner eigenen Website (gestylte Frisur, Auto, Ausgang und Kleider)! spielte letztes Jahr, bevor sein Vertrag auslief ziemlich gut. Der FCZ knallte diesem Herrn einen 4- Jahresvertrag vor die Füsse! Kaum unterschrieben, kamen wieder die äusserst schlechten Leistungen des Herrn Schönbi – bis heute übernimmt er keine Verantwortung usw. Wieso Canepa, Bickel und seine Trainer nicht merken, dass solche “Charkterlumpen” keinen Vertag erhalten sollen, ist mir ein Rätsel! Ich kapiers einfach nicht.
      Einen freundlichen Gruss

      • Michel Zenger sagt:

        Besten Dank für den Tipp mit der Schön-Bi (soll jede/r selber denken was ich damit meine) Homepage!
        Einfach nur peinlich der Typ! Hat der eigentlich schon einmal einen “Strick zerissen”?
        Dem gestylten Bübchen mit seinen Designerklamotten würde mal ein Jahr auf dem Bau gut tun, so richtig arbeiten für ein paar wenige Tausender Lohn, oder bei einem Bergbauern.

        Kein Wunder läuft es dem FCZ nicht, nur noch mehr solche eingebildeten Schnösel einstellen

    • Mensen sagt:

      @wisha,ja auch danke für den tip mit schön bi,meine vresse war grade auf seiner website….eigentlich sollte genau der ein leader typ sein,aus urdorf zum FCZ nachwuchs, mit floskel “hätte ich mir nie gedacht” und “hinten anstellen” so jetz ist er in der 1.manschaft einer von uns,sollte also jeden ausländischen zuzug (positiv) zusammen stauchen wenn dem sein ego zu gross wirt. Aber eben ein paar hübsche metro Fotos machen halt noch keinen Typen. Tihinen war so einer,mit dem ÖV ins trainig,wie fiele hirnerschüterungen hate Tihinen? der war sich nicht zu schade…eben auch kein büchen.

      • Wishaw Thomas sagt:

        @Mensen + Zenger:
        Und wisst ihr was der Hammer ist?
        Weil ich auf die Website von superstar Schönbi aufmeksam machte und diese heute wahrscheinlich ein bisschen mehr besucht wurde als sonst, meint superstar Schönbi heute Abend: “Ich bin än geilä Siäch” …so viele Besucher auf meiner geilen Website!! ….hehehehe……
        Cheers an euch!

        • Michel Zenger sagt:

          Schick ihm doch den Link zu unserer unterhaltung hiier…
          😉

          • Daniel sagt:

            Wer ist dieser Schönbächler? Ein Spieler vom FCZ? Muss man den kennen oder sich mit ihm beschäftigen? Kenne den Mann nicht. Und habe wohl nicht viel verpasst. Ein GC-Anhänger.

      • John sagt:

        cheers Wishaw+Zenger schickt ihm doch den link,fileicht hilfst bei der image Findung…schde um schön bi…wider ein cr (auf tieferem Niveau) mehr auf den fussball platzen dieser Welt.

        • E. Schönbächler sagt:

          Wenn jemand Schönbächler heisst ist es gang und gäbe dass er in der Schule und im Sportclub “Schönbi” gerufen wird. Dass Marco Schönbächler nun aus seinem Spitznamen und aus seiner Vorliebe für schöne Kleider ein Strick gedreht wird finde ich völlig daneben.

          • bulivo sagt:

            Vor allem finde ich es noch gewagt, mit so vielen Rechtschreibfehlern auf jemandem rumzuhacken, welcher seine Website halt ein wenig anderst gestaltet als viele andere…

          • John sagt:

            ..was wie bitte bulivo? seine Website halt ein wenig anderst gestaltet als viele andere??? anders?? genau so verweichlicht wie die meisten fussballer heut zu tage,und ä übrigens sorry für die legasthenie…

          • Wishaw Thomas sagt:

            Herr Schönbächler, es ist überhaupt nichts falsches dabei, wenn man eine Vorliebe für Kleider, Autos usw. hat!
            Falsch ist hingegen sein “Spiel”! Er ist gesegnet mit sehr viel Talent, dass er definitiv nicht ausnützt!
            Verwerflich ist alleine, dass er ein halbes Jahr bevor sein Vertrag ausläuft endlich wieder anfängt Fussball zu spielen.
            Kaum unterschrieben – geht gar nichts mehr…. und dass Herr E. Schönbächler ist schwach – sackschwach!!! Der junge Mann ist seit 6 Jahren im Kader der 1. Mannschaft und ist keinen Schritt weiter! (sorry-eine Unterschrift weiter)? Ein bisschen Kritik an seiner Person ist wohl erlaubt!
            Gruss

    • DAM sagt:

      Das ist beim FCZ doch aber schon fast zur Tradition geworden in den letzten Jahren. Das Kader ist eine Ansammlung von technisch genialen Schönspielern, aber (fast) keiner kann sich auch mal in einem Kampfspiel zereissen und den Sieg über den Kampf erzwingen. Wenns der Mannschaft gut läuft ist sie durchaus in der Lage sich in einen Rausch zu spielen, dann wirds für jeden Gegener sehr schwierig. Wenns aber nicht läuft, dann scheinen sich die Spieler oft beinahe wiederstandslos zu ergeben.

      PS. Jetzt hats den Fringer ja erwischt. Bin gespannt wer es als nächstes probieren darf. Schönredner Sforza würde doch eigentlich passen…

  4. Auguste sagt:

    hmm…, also ich habe dem fringer rolf ja auch am samstag auf der tribüne wieder gesagt: “Sie, das isch en fertige Seich, was ihr da une wieder zämegurked.” ich sage ihm das schon seit er das erste mal im letzen frühjahr in der gleichen reihe wie wir platz nahm. leider förderte der umbruch beim fcz bislang nur “bauschutt” zu tage und darauf lässt sich nichts aufbauen. dass fringer, bickel und canepa das im sommer nicht wahrhaben wollten, werde ich nie begreifen. was haben sich die drei bloss eingeredet damals?

    yb ist ein charakterloser haufen in gelb. klar, europäisch will jeder spielen, aber die hirnis in bern scheinen nicht begriffen zu haben, dass man sich dafür in einer nationalen meisterschaft erst qualifizieren muss. legen die blödmänner erst den gang ein, wenn sie aus der europa league rausgeflogen sind? der fcz ist ein trauerspiel, aber die können es einfach nicht besser – yb ist ein noch grösseres trauerspiel, weil sie es viel besser könnten. gratis am fernsehen, sind sie noch sowas wie ein geschenkter gaul, aber ein billet fürs stade de suisse kaufen – die pfeifen auf dem rasen haben sich ihre fans nicht wirklich verdient. gschämiger geits nümme.

    zu den kirchenmäusen liesse sich vielleicht anmerken: wenn die fcb-katze indisponiert ist, tanzen die mäuse.

    • Daniel sagt:

      So wie es den Anschein macht, ist es dem Tribünen-Rolf Fringer egal. Der freut sich schon auf die nächsten langen (vom FCZ bezahlten) Gofferien an der Wärme. Nun wirklich verübeln kann man es ihm ja nicht. So eine zusammengewürfelte talentfreie Loosertruppe mit fehlendem Ehrgeiz und noch weniger Charakter zu trainieren ist schon eine Zumutung.

    • DAM sagt:

      Es gibt doch das bekannte Phänomen, dass Amateurvereine, die im Schweizer Cup die eine oder andere Runde überstehen in der Meisterschaft oftmals eher schwach abschneiden. Viele Spieler in diesen Mannschaften geben, bewusst oder unbewusst, in den Meisterschaftsspielen nicht 100%-Einsatz, denn keiner will sich verletzten und so das nächste grosse Cup-Spiel verpassen. Bei YB scheint mir in diesem Herbst genau das selbe mit Europa League und Super League der Fall zu sein. Mit dem Unterschied dass dieses Verhalten für mich bei Amateuren durchaus verständlich ist, bei den hochbezahlten Profis aber völlig daneben.

  5. Remo Nydegger sagt:

    Das es beim FCZ diese Saison nichts wird, war schon bei der Präsentation von Fringer klar, als er anmerkte, dass er das Team um einen Dauerinvaliden aufbauen will.

    • Thomas Kuster sagt:

      Die beiden Tunesier verdienen zusammen über 1,5 Millionen Jahreslohn. Der eine (900’000!) dafür, dass er seit nun ca. 3 Jahren auf dem Ergometer sitzt. Nicht gerade ein Kompetenz-Zeugnis für Sportchef und Präsident.

  6. Roli Meier sagt:

    So bescheiden ist das Budget von GC nun aber wohl auch wieder nicht, oder? Ich glaube, nur Basel, YB und mit Abstrichen der FCZ haben mehr Geld zur Verfügung.

    • Kraft sagt:

      Bescheiden nicht, aber durchschnittlich. Basel, YB, Sion (!) haben mehr deutlich mehr Geld zur Verfügung. Der FCZ eigentlich auch, nur muss man dort fairerweise auch schwarze Löcher wie Chikhaoui und Beda (eigentlich auch Chermiti) berücksichtigen, sprich, die Mannschaft, die auf dem Feld steht ist wahrscheinlich nur unwesentlich teurer als die des GCZ. Luzern dürfte ein ähnliches Budget wie der GCZ haben.

    • Simon sagt:

      Woher haben sie diese Information? Soviel ich weiss, haben mindestens Luzern und Sion auch ein höheres Budget wie GC….

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Ich würde mal behaupten, nur Thun, Lausanne und Servette haben weniger Geld zur Verfügung. Luzern und Sion sicher mehr; St. Gallen wohl in etwa gleich viel.

  7. Oli Tutto sagt:

    Unglaublich wie arrogant FCZ-Fans nach ein paar Jahren von ihrem Verein sprechen… man ist auch nach 2 Jahren absoluter Magerkost noch ein Titelanwärter… Ich hoffe, dass vor allem bei den Fans mal wieder Demut und etwas Realismus einzieht.
    Kein Wunder hat da GC DOPPELT so viele Punkte auf dem Konto, die FCZ-Mannschaft verhält sich genau wie der Vorstand und die Fans (oder ebenhier die Journalisten)

    • Mensen sagt:

      Hall o arrogant..was die spieler abliefer ist arrogant nicht mal richtig gekämpft wirt. Ich steh immer hinter dem FCZ egal ob sieg oder niederlage…kommt nur drauf an wie so eine niederlage zustande kommt.wie vergifftet muss das klima im team vorstand etc. sein,sorry an einem dauerverlezten hält man fest,andere die kämpfen,knochen hinhalten,auch wenn nicht die ultimativen techniker (aegerter) schmeisst man raus o will sie mit einem minimum vertrag abspeisen. Insachen arrogant kann man ja was von Fringer lehrnen…ist mir doch egal !!!!!!

    • M. Hutter sagt:

      Häja, und jetzt sind halt die GC-Fans dran mit dem Titelanwärter. So schnell geht das. Tutto; das ist Fussball hier. Fan-sein.

  8. Chris Chelios sagt:

    Es gibt noch den einen FC St.Gallen der als Aufsteiger mit ebenfalls relativ bescheidenem Budget auf Platz 2 steht. Diese Leistung steht für mich noch höher als das was Lausanne zeigt. Ausserdem findet das in der Ostschweiz auch auf den Rängen Anklang, während die Leistungen von Lausanne im Waadtland niemanden zu interessieren scheinen.

    • Kraft sagt:

      Fairerweise sollte man aber auch bedenken, dass die Pontaise nicht gerade ein Zuschauermagnet ist, vor allem nicht im Vergleich mit dem Espenmoos (sorry, werde nicht warm mit Kommerznamen).

    • hris helios sagt:

      Der FCSG spielt eine starke Saison – das selbe gilt für GC. Dass diese beiden Teams eine solch gute Hinrunde spielen, hat kaum jemand erwartet. Nur war Lausanne Topfavorit auf Rang 10 – daher bin ich klar der Meinung, dass man diese Leistung (auf welchem Rang auch immer die Hinrunde beendet wird) auch in einem Blog wie diesem mal erwähnen darf.

      Der Anklang auf den Rängen tut in diesem Thema wohl wenig zur Sache. Schön für St. Gallen – nur kann man sich davon keine Punkte kaufen.

      • Chris Chelios sagt:

        War ja klar, dass der mit GC noch kommt. GC gehört für mich aber eindeutig nicht zu den Teams der Kategorie “aus wenig viel machen”. Spieler der Kategorie Salatic, Grichting, Ben Klaifa usw. spielen nicht für einen Appel und Ei. Und dass Lausanne Fans, der Hinweis auf die Zuschauer weh tut, ist zu verstehen, es ist wirklich zum schämen.

  9. Armando sagt:

    Guter Bericht, hingegen in jeder Liga gibt`s Teams die überraschen und andere die die Erwartungen nicht erfüllen können. Übrigens schaffen nicht wenige sich für den Europacup zu qualifizieren, es werden diese Saison deren 5 sein, also die Hälfte der SL.

  10. Thomas Kuster sagt:

    Man sollte Blogs dieser Art nicht allzu ernst nehmen. Vor nicht allzu langer Zeit tönte es noch so:
    http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/3877/gratulation-zum-dankbarsten-job-der-super-league/
    oder so:
    http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/4345/endlich-hat-yb-einen-vernunftigen-trainer/
    Ein Kommentar erübrigt sich…

    • Mämä Sykora sagt:

      Blogs vertreten die Meinung der Autoren. Und in den verlinkten Artikeln war es ein anderer Autor.

    • Kraft sagt:

      Man sollte Mamäs Artikel nicht an denen anderer Blog-Autoren messen.

      Witzig in Kühns Artikel übrigens auch folgender Satz:
      “Dass der FCZ seinen neuen Trainer just einen Tag nach der Bekanntgabe von André Dosés Präsidentschaft bei GC bekannt gegeben hat, darf man übrigens getrost als ersten Derbysieg der neuen Saison werten.”

      Wie man sich täuschen kann….

      • Thomas Kuster sagt:

        Es ging mir gar nicht um die Person Mämä Sykora. Sondern, dass man – generell – die Momentaufnahme-Artikel gewisser “Experten” von der Presse nicht überbewerten sollte. Ohne jemanden persönlich beleidigen zu wollen: Falls diese wirklich so kompetent wären in ihren Einschätzungen, könnten sie sich ja als Trainer oder Sportchefs betätigen. Man kann z.Bsp. auch nur die zahlreichen “Experten”-Meinungen der Medien nachlesen bei Amtsantritt von Dosé und Forte bei GC und vergleichen mit dem was in den letzten Wochen geschrieben wird… Und in ein paar Monaten kann es schon wieder ganz anders tönen, alles wird so zurechtgebogen dass man es ja schon immer wusste und schon immer richtig lag. Auch Medienschaffende müssen sich an ihren Voraussagen bzw. Einschätzungen messen lassen. Und die lagen eben – nachträglich betrachtet – oft daneben.

  11. Homer sagt:

    @ Roli Meier: das Budget ist zwar nicht bescheiden aber mit ca. 16mio immer noch deutlich geringer als die Budgets von Basel, YB, Sion, FCZ und Luzern 😉
    GC und St. Gallen machen es in dieser Saison vor, wie man auch mit etwas geringeren Budgets erfolgreichen Fussball spielen kann. Was man braucht ist ein klares Konzept, eine Philosophie, die der ganze Verein mitträgt. Damit das dann auf dem Platz funktioniert braucht eine Mannschaft ein funktionierendes Gerüst, eine Achse. Bei GC z.B. Bürki, Grichting, Vilotic, Salatic und Ben Khalifa, beim FCSG z.B. Lopar, Montandon, Janjatovic und Scarione. Es fällt auf, dass eine solche Achse bei den genannten Sorgenkindern fehlt oder unvollständig ist. Beim FCZ z.B. erwartete man sich viel von David Da Costa, der diese Saison aber bis jetzt unter Niveau spielt. Oder bei YB hat man einen teuren Starstürmer geholt, der in dieser Hinrunde sage und schreibe 9 Spiele wegen Sperren verpassen wird! So wird es schwierig, stabilität in diese Teams zu bringen… Dennoch, auch wenn ich kein FCZ oder YB-Fan bin, plädiere ich für mehr Zeit für die beiden Trainer Rueda und Fringer. Man sollte sie mit dem Team die Vorbereitung auf die Rückrunde in Ruhe machen lassen. Die Reissleine kann man ja auch im Frühling noch ziehen…

    • DAM sagt:

      Für Fringer ist ihr Plädoyer offenbar zu spät gekommen.
      Nun kann der FCZ erneut einen Trainer verpflichten, der auf die Rückrunde übernimmt, die Mannschaft aber zunächst 2 Monate (!?) aus der Ferne beobachtet.

  12. Henry sagt:

    So klein ist das Budget von GC auch nicht. Sie hatten ausserdem bisher Glück mit wenig Verletzten und zudem den Fehler des FCZ nicht gemacht. Statt mt Schönspielern und Pseudo-Stars wurde die Mannschaft mit Kämpfern und Leadertypen verstärkt. Lausanne hat zudem mir Roussey einen Trainer verpflichtet, welcher schon bei Sion gute Arbeit leistete. Der FCZ ist zurzeit ein Trauerspiel, aber wer einen Trainer verpflichtet, der zuerst 2 Monate Ferien abfeiert und schon bei früheren Vereinen als Faulpelz bekannt war, muss sich nicht wundern, wenn dieser mit dieser schwierigen Truppe keine Resultate erreicht werden.

    • Thomas Kuster sagt:

      Ich würde Ihnen nicht völlig unrecht geben bezüglich Fringer. Nur: die “schwierige Truppe” wird eine Herausforderung für jeden Trainer… da hätte sich noch mancher die Zähne ausgebissen. Man wird ja nun sehen, wie und ob ein Neuer die zahlreichen Baustellen und schwierigen Charakteren in den Griff bekommt. Das Grundübel sind die Charaktere und die Mischung im Kader die überhaupt nicht stimmt (meiner Ansicht nach).

  13. Sebastian Traurig sagt:

    Die Präsidenten der Fussballclubs und ihre gut bezahlten Sportchefs sind da, um einen ausgewogenen Kader zusammen zu stellen und den richtigen Trainer zu finden. Das ist beim FCZ ganz sicher gründlich daneben gegangen. Dann wäre aber auch ein wenig Demut angesagt. Spieler, die mit Edelkarossen herumbrausen, eigene Websites führen und sonst auch im ziemlich offensichtlichen Luxus schwelgen, sind von ihren Wolken herab zu holen.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass eine authentische und leidenschaftliche Vereinsführung viel besser ankommt wie abgehobenes und wichtiges Gehaben. Hotz und Nägeli haben es vorgemacht.
    Der aktuelle Präsident und seine Gattin mit ihren notorischen paffenden Fernsehauftritten auf der Tribüne und dem Wunsch, Hoeness und Ferguson gleich, Europa zu erobern, haben es da eher schwierig beim Publikum.
    Zu guter letzt hat man es zugelassen, dass die Fans in der Südkurve einen ziemlich unerzogenen Eindruck hinterlassen. Ein millionenteures Stadion für diese Gruppen und den schwachen Sport, der auf dem Feld geboten wird, ist unnötig.

  14. Franz sagt:

    Sorry, Mämä, aber da gibts ein paar Einwände meinerseits: LS hat zwar ein kleines Budget, aber mit Gabri (lange Jahre bei Barça), Malonga (Ligue 1), Moussilou (Ligue 1) sehr erfahrene Offensivleute, die den Unterschied ausmachen. Zudem spielte Sion unter Roussey vor einem Jahr den attraktivsten Fussball der SL, bevor sein Boss allles zerstörte. Von daher ist es überhaupt keine Überraschung, dass sie vor Mannschaften mit grösseren Budgets liegen. Aber der Haupteinwand: Das ist eine Momentaufnahme, da kann sich noch viel ändern. Dass mit Thun und Servette zwei finanzschwache Vereine am Schluss stehen, widerlegt die Kirchenmaus-These. Nur gerade LS ist ebenso bedürftig wie diese beiden. Mit dem Schlussabschnitt bin ich ebenfalls gar nicht einverstanden: Gerade die 10er-Liga macht den ruhigen Neuaufbau schwierig bis unmöglich, weil es eben kein gesichertes Mittelfeld mehr gibt. Anfang Saison kann niemand darauf vertrauen, keine Abstiegssorgen zu kennen. Das wäre schon bei einer 12er-Liga anders. Nehmen wir an, Servette schlägt Thun im nächsten Spiel, und der FCZ verliert das Derby, dann haben wir mind. drei Mannschaften, die unruhige Festtage erwarten. Auch Luzern könnte wieder in den Strudel gerissen werden. Und YB darf nicht mehr weiterpatzen, sonst wirds auch für sie ungemütlich. Der Abstieg ist für alle eine Katastrophe, denn erstens weiss niemand, wie lange man unten bleibt bei nur einem Aufsteiger, und zweitens ist die Challenge League entgegen den vollmundigen Versprechen der SFL wirtschaftlich total unattraktiv bis konkursgefährlich.

    • Mämä Sykora sagt:

      Natürlich sind die LS-Spieler nicht schlecht, es sind sogar – z.B. die von dir erwähnten – richtig gute dabei. Genau darum müssen sich die anderen Vereine die Frage gefallen lassen, warum die in Lausanne landeten und nicht bei YB, dem FCZ, Luzern etc. Moussilou beispielsweise war ein halbes Jahr arbeitslos, Malonga war in der Ligue 2 bei Monaco nur Ergänzung, und Gabri war nach seinem Sion-Abenteuer ebenfalls arbeitslos.
      Klar wird die Tabellenlage nicht bis zum Schluss so sein, aber ich wage mal die Prognose, dass LS nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird und dass sich YB kaum mehr gross von LS distanzieren wird. Ebensowenig der FCZ und Luzern. Und darum geht es ja. Nicht die gute Saison von Lausanne ist für mich das Beachtliche – sowas kommt immer mal wieder vor –, sondern dass keiner der genannten Vereine es schafft, vor Lausanne zu stehen. Selbst wenn Thun derzeit Zweitletzter ist: Sie haben gleich viele Punkte wie der FCZ und Luzern und nur einen weniger als YB. Natürlich ist nicht jede Mannschaft top, die klamm ist.
      Das ein gemächlicher Neuaufbau einfacher ist mit dem aktuellen Modus, finde ich hingegen schon. Früher gab’s diese Strichpanik, du kannst dich sicher dran erinnern: Kaum lief es kurzzeitig nicht, blieben alle Jungen auf der Bank, weil der Fall in die Abstiegsrunde drohte. Und dieser Fall drohte jeweils vielen Mannschaften. Ein Drittel fiel runter, über die Hälfte musste Panik davor haben. Das ist bei einem einzigen Abstiegsplatz nicht der Fall.

      • Sam Müller sagt:

        Das sehe ich auch so. Der aktuelle Modus ist für einen Neuaufbau jeder Stufe (von “gegen den Abstieg” bis “Meisterschaftsaspirant”) geeignet. Lausanne hätte selbst im katastrophalen Vorjahr am Ende sportlich den Ligaerhalt geschafft.

        Moussilou wäre kein Spieler für die “starken” Teams unserer Liga. Es gibt wohl kaum einen grösseren Chancentod in der Liga. Sein Laufaufwand ist riesig – physisch ist er auch top. Er ist ein wichtiger Faktor, dass man immer wieder Punkte gewinnen konnte. Malonga hatte zu Saisonbeginn auch sehr viele schwachen Spiele. Inzwischen hat er sich glücklicherweise gefangen. Wie du schreibst: Gabri war auch vertragslos und folgte wohl dem Ruf von Roussey.

        Das “grosse Geld” wird keiner von denen kosten. Leider dürfte Malonga LS auch bald wieder verlassen – sein Leihvertrag läuft im kommenden Sommer aus. Dann brauchts halt wieder einen neuen Malonga. Und wer weiss, vielleicht gelingt bis dahin Khelifi und Tafer ein Schritt nach vorne.

        Ich bezweifle, dass Lausanne mittelfristig vom Kampf gegen den Abstieg wegkommen kann. Selbst in dieser Saison könnte es noch eng werden. Bisher hat man viele Direktbegegnungen (teils sehr glücklich) gewinnen können. Wenn das mal dreht, wirds eng…

        • Franz sagt:

          @Sam Müller: Also LS wäre normalerweise in der Barrage gegen Aarau gewesen und hätte damit absteigen können. GC wäre direkt abgestiegen. LS war unter Rueda bedenklich schwach, Moussilou ein Ausfall. Das Beste was ihnen passierte, war, dass Roussey in Sion die Nase voll hatte und nicht nach Frankreich zurück wollte.

      • Remo sagt:

        Wieso sind Sie sich so sicher, dass Luzern Ende Saison so schlecht abschliessen wird? Klar war der Start sehr enttäuschend. Dazu kam, dass das Umfeld wieder in die “Alten Zeiten” der Unprofessiinalität (Auftritt Alpstäg usw.) Zurück viel. Die letzten Spiele war jedoch eine klare Stabilisierung erkennbar und von den letzten 5 Spielen wurden 3 gewonnen, 1 verloren und 2 Spiele endeten unentschieden. Der Zuzug von Andrist bringt eindeutig Verstärkung. Und Winter, Stahel, Pulic, Lezcano, Sarr, Zibung und Wiss zeigen wieder starke Leistungen. Ich denke daher eher, dass Luzern einfach einen hundsmiesen Start erwischt hart und sich langsam wieder stabilisiert.

      • Franz sagt:

        Ich habe diese Panik nie wirklich verstanden. Es gab ja keinen direkten Absteiger, dazu konnte man sich in der Winterpause verstärken und hatte Anrecht auf mehr Ausländer als die NLB-Clubs. Die Schwächsten wären ohnehin abgestiegen wie immer. Der Wiederaufstieg war auch einfacher als heute. Der wichtigste Unterschied sind aber die Budgets, die in den letzten Jahren völlig explodiert sind durch höhere Löhne, grössere Staffs, teure Stadien, teure Sicherheit. Deshalb auch die Panik, bereits 6 Clubs haben den Trainer gewechselt, der 7. (YB) dürfte im Winter folgen. Vom Budget her müssten ausser Servette, Thun und LS (die machen aus der Not eine Tugend) praktisch alle Mannschaften mindestens in der Europa League sein, damit die Finanzen einigermassen im Lot sind. Oder man müsste das Geld mit Spielerverkäufen beschaffen. Oder einen Canepa haben. Ich sehe keinen Club, der einen ruhigen Neuaufbau riskieren kann.

        • Mämä Sykora sagt:

          Die Panik war wohl deswegen, weil man die Hälfte der Saison gegen Malley, Baden und Etoile Carouge spielen musste statt gegen GC, Servette und Basel. Das bedeutete grosse Einbussen bei den Zuschauereinnahmen und einen Motivationseinbruch der Spieler. Genau mit Letzterem konnte ein Fall in die NLB immer mal passieren (siehe FCB und FCZ), und deshalb rüsteten die Vereine im Winter trotzdem noch auf. Diese Panikkäufe waren kostspielig und man hatte sie für einige Zeit auf der Payroll.
          Für den FCZ wäre es hingegen wahrlich kein Drama gewesen, sich von der Ambition «Meister werden» zu verabschieden und während des kompletten Neuaufbaus lediglich das Ziel «Nicht-Abstieg» gesetzt hätte. Aber im Fussball muss immer erst die Tragödie eintreten, bevor man das gezwungenermassen in Kauf nimmt. GC ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Erst als auch dem Hinterletzen klar war, dass man in absehbarer Zeit nicht Titelkandidat sein wird und der Realität (=Abstiegskampf) ins Auge sah, konnte man einigermassen in Ruhe arbeiten. Der Lohn dafür wird jetzt eingefahren.

  15. Hans-Peter Stäheli sagt:

    Ich habe GC soweit vorne erwartet ! Denn immer wenn “Fachkommentator” Kubilay Türkilmaz anfangs Saison seine Tipps abgibt, weiss man, dass die Abstiegskandidaten vorne mitspielen werden, und GC war Abstiegskandidat… Jetzt ist GC die klare Nummer 1 in Zürich und wird es auch für die nächsten Jahre bleiben ! Wenn jetzt noch 2-3 gute Verstärkungen (Top-Stürmer !!) in der Winterpause geholt werden, dann spielt GC im Frühling um den Titel, und der Meister ist ja bekanntlich diesmal direkt in der Champions League ! Dann wäre das grosse Geld auch bei GC wieder da und der FC Basel muss sich warm anziehen…

    • Daniel sagt:

      Ja vielleicht spielt GC im Frühling um den Titel. Aber deswegen sollte man nicht gleich abheben und sich in Sachen finanziellen Dimensionen mit dem Branchenführer vergleichen. Die ganz grossen Geldgeber lockt man mit den paar Zuschauern im Letzigrund nicht hinter dem Ofen hervor.

      • Thomas Kuster sagt:

        Bezüglich Geldgeber bzw. zukünftigen Investoren bin ich mir da nicht so sicher, wenn dann in Zukunft ein neues bzw. richtiges Fussballstadion zur Verfügung stünde und die Aussicht in der Champions League mitzutun. Investoren dieses Kalibers ziehen gerade solche Aussichten eben an. Alles noch in weiterer Ferne, doch komplett unmöglich würde ich nicht sagen. GC hat durchaus Leute im erweiterten Umfeld, die in Frage kämen und auch Dosé hat ein breites (hochkarätiges) Beziehungsnetz. Durchaus möglich, dass die Meisterschaft in den nächsten Jahren wieder spannender wird. Wobei man sich bei Sion fragt, wie lange es Constantin noch macht, wenn soviel investiert wird und nie ein Meistertitel rausschaut. Und YB bleibt wohl eine Wundertüte, mal hü mal hott.

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Sie müssen nicht alles glauben, was in den Medien (i.c. 20 Minuten) steht. Der Schweizer Meister der laufenden Saison ist NICHT direkt in der Gruppenphase der CL, sondern muss durch die Qualifikation.

    • Samuel sagt:

      Der FCZ war auch mal in der Champions League, seit dem sind sie meistens nicht all zu weit oben in der Tabelle.

  16. E. Schönbächler sagt:

    Ich habe Rolf Fringer in seiner bisherigen Karriere als ruhigen sachlichen Trainer gesehen der auch im grössten Wirbel cool blieb. Doch bei seinem Engagement beim FC Zürich war von Anfang an der Wurm drin. Zuerst die überschwängliche Präsentation als neuer Trainer (Zitat Fringer: “Ich war schon als Kind FCZ-Fan.”) und dann die lange Angewöhnungsphase auf der Tribüne. Kaum hatte die neue Saison begonnen begann Fringer mit der öffentlichen Kritik an seinem Kader und an einzelnen Spielern. Als langjähriger Akteur im Fussballgeschäft hätte er wissen müssen dass man nicht praktisch alle Stammspieler verkaufen kann und dann mit einem frisch zusammengestellten Team sofort wieder an der Spitze mitmischen kann. Auch andere Mannschaften mussten dies schon schmerzlich erfahren. Spätestens nach seinem unglücklichen Fernsehinterview nach dem Servette-Match war klar dass seine Stunden als FCZ-Trainer gezählt sind.

  17. Auguste sagt:

    hmm…, nach dem märchen von kürzlich, versuchen wir es mal mit einem kinderreim…

    zehn kleine trainerlein hatten grosse träum’
    unter yakin ging der ball nicht rein
    da waren’s nur noch neun

    neun kleine trainerlein suchten spieler in der nacht
    fournier fluchte viel zu laut
    da waren’s nur noch acht

    acht kleine trainerlein sind nun noch verblieben
    alves spielte senf in genf
    da waren’s nur noch sieben

    sieben kleinen trainerlein wurd’ es beinah schlecht
    den vogel schoss der heusler ab
    da waren’s nur noch sechs

    sechs kleine trainerlein hatten grosse wünsch
    decastel traf constantin
    da waren’s nur noch fünf

    fünf kleine trainerlein kamen ins visier
    challendes schrie und fragte zuviel
    da waren’s nur noch vier

    vier kleine trainerlein träumten von alex frei
    fringer war das schnurzegal
    da waren’s nur noch drei

    (fortsetzung folgt…)

    • Daniel sagt:

      Weltklasse!!! Und jetzt noch den Abgesang auf den glorreichen FCZ, der von einem pfeifenrauchenden Rumpelstilzen an die Wand gefahren wird.

  18. Auguste sagt:

    hmm…, kein neuer steilpass zur zünipause? s’wird am schneechaos in der region zürich liegen.

    in sachen abgesang auf den fcz gibt es die definitiven werke bereits, daniel: den film “titantic” mit der bittersüssen sehnsuchts-melodie zu einer wunderbaren herzensangelegenheit. die südkürvler, die es weniger mit der romantik haben, könnten sich alternativ nochmal die news-clips über die “costa concordia” reinziehen und dazu pinks grossartiges “dear mr. president” anhören. besser als das krieg ich’s auch nicht hin und schlauer als den grasshoppers ihre pink unterwäsche auf der strasse zu stehlen, wäre es allemal.

    in sachen canepa bin ich etwas im zwiespalt. der mann ist mit ganzem herzen bei der sache – was zwar manchmal seinen blick etwas trübt – aber dennoch, sein grosser einsatz ist vorbildlicher als der seiner kicker. im fussball-himmel wird er mal einen ehrenplatz am tisch von berti vogts bei den “unlucky ones” erhalten. im moment muss man ihm wohl eher die daumen drücken, dass der fcz in einem jahr an dieser stelle nicht auch zu den kirchenmäusen gezählt werden muss. wie heisst es dort, wo fussball noch maloche ist, so schön: “glückauf, herr canepa!”