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Die Kleinen sind noch immer klein

Mämä Sykora am Dienstag den 16. Oktober 2012


Es gibt keine Kleinen mehr im Fussball? Zumindest behaupten das Vertreter grösserer Fussballnationen jeweils vor (Trainer), während (Kommentatoren) und nach (Experten) Spielen gegen Mannschaften aus den Tiefen der Fifa-Weltrangliste. Und weil es von so vielen und so oft gesagt und geschrieben wird, wird es auch irgendwann zur Wahrheit. Es gibt keine Kleinen mehr im Fussball. Ein Unsinn bleibt es dennoch.

Selbst nach fürchterlich peinlichen Ausrutschern wie jener der Hitzfeld-Schweiz gegen Luxemburg wird diese Phrase bemüht. Luxemburg, ein Land mit 500’000 Einwohnern, wovon fast die Hälfte Ausländer sind. Ein Land mit gerade mal zwei Profifussballern, das noch nie auch nur in die Nähe einer WM- oder EM-Qualifikation gekommen ist. Luxemburg, das seit der Jahrtausendwende in 105 Spielen ganze fünf Siege, dafür 88 Niederlagen eingefahren hat. Es gibt keine Kleinen mehr?

Freundschaftsspiel: Der Schweizer Shaqiri beim Zweikampf mit Luxemburgs Payal im November 2011. (Bild: Keystone)

Freundschaftsspiel: Der Schweizer Shaqiri beim Zweikampf mit Luxemburgs Payal im November 2011. (Bild: Keystone)

Der nächste Gegner der Schweiz heisst Island. Im ganzen Land leben weniger Menschen als in Zürich, davon spielen gut 20’000 Fussball – Männer und Frauen. Starke Konkurrenz um die Gunst der überschaubaren Anzahl an talentierten Sportlern erlebt der Fussball derweil vom Handball, denn darin gehört Island zu den Top-Nationen. Die Schweiz kann bei der Selektion für ihre Fussball-Nationalmannschaften auf 240’000 Lizenzspieler aus 13’000 Mannschaften zurückgreifen. Ihre Titulare spielen bei Bayern München, Napoli, Schalke, Juventus oder Gladbach, ihre Kontrahenten heute Dienstag bei Hønefoss, Rotherham, Kayserispor oder Fimleikafélag Hafnarfjarðar. Zwar gesellten sich in jüngster Zeit auch einige Vereine mit grösserer Reputation dazu, dort sind die Isländer aber nie mehr als Ergänzungsspieler. Die Schweiz kann nicht nur aus einem ungleich grösseren Fundus an Spielern auswählen, diese wurden allesamt auch schon bereits in Teenager-Jahren zu Profis und profitierten stets von idealen Trainingsbedingungen und hervorragend ausgebildeten Übungsleitern.

Klar, wer selber einmal Fussball gespielt hat, der weiss, das man durchaus mal gegen eine deutlich schwächere Mannschaft Punkte liegen lassen oder gar verlieren kann. Das beweist auch der Cup Jahr für Jahr. Zudem haben selbst die kleinsten Fussballnationen in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht, verbesserten die Nachwuchsförderung und entwickelten Konzepte, wie man die Grossen ärgern kann. Das täuscht aber alles nicht über die Tatsache hinweg, dass sie immer noch Kleine sind. Und deshalb ganz einfach sicher besiegt werden müssen. Wenn wie in dieser Qualifikationskampagne Portugal beinahe über Luxemburg stolpert und Schweden um ein Haar Punkte auf den Färöern verliert, ist das schon peinlich genug. Die ganz grossen Blamagen werden bestimmt auch noch folgen.

Eigentlich dürfte es diese gar nicht geben. Selbst wenn die «Kleinen» noch so tief stehen, selbst wenn sie nur auf die Spielzerstörung aus sind, selbst wenn sie hart einsteigen, müsste der Qualitätsunterschied noch gross genug sein, dass der Favorit einen bequemen Sieg einfahren sollte. Entschuldigungen für ein Versagen gibt es schlicht und einfach keine. Vorgestern erst schied Kamerun in der Qualifikation für die Afrikameisterschaft gegen die Kapverden aus. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Mannschaften sind in etwa vergleichbar wie jene zwischen der Schweiz und Island. Die Erklärungsversuche aufseiten der Favoriten wären ebenfalls identisch. «Es gibt keine Kleinen mehr», klar.

Es gibt sie sehr wohl noch, die Kleinen. Sie sind vielleicht nicht mehr ganz so klein wie früher, aber das darf kein Grund dafür sein, in einer solchen Partie mit einer Mischung aus mässiger Motivation und Angst vor einer Blamage kaum etwas auf die Reihe zu kriegen. Die Einstellung ist der Schlüssel zum Erfolg, darum wäre eine Rückkehr zu Arroganz vergangener Tage durchaus wünschenswert. Also genau der gegenteilige Weg, den Hitzfeld geht, indem er den Gegner stark redet, um eine mögliche Schlappe schon im Vornherein zu relativieren. An der gestrigen Medienkonferenz bezeichnete er die Partie gegen Island als «noch schwieriger als jene gegen Norwegen» und den Gegner als eine Mannschaft, «die ein hohes Tempo spielt, die schnell nach vorne spielt». Das kann nicht das Island sein, das ich kenne. Und mit solchen Aussagen nimmt man die Spieler nur aus der Pflicht. Sagen wir doch besser: Ja, Island ist noch immer ein Fussballzwerg. Und ja, die putzen wir problemlos weg. Das kann man erwarten und sollte ganz einfach auch der Normalfall sein.

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27 Kommentare zu “Die Kleinen sind noch immer klein”

  1. E. Schönbächler sagt:

    In Deutschland gibt es ja besonders viele Cupüberraschungen. Und die Bundesliga-Stars sind ja bekanntlich mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet. Es bringt nichts den Gegner zu über- oder unterschätzen. Ein Trainer und sein Staff haben die Aufgabe ihr Team so gut und umfassend auf einen Gegner einzustellen wie möglich. Und auch die Spieler haben die Pflicht sich über die gegnerische Mannschaft und deren Spielweise zu orientieren. Grosse Sprüche bringen nichts.

  2. micha sagt:

    Sehr guter Kommentar, halte die Aussagen von Hitzfeld auch für unangemessen und kontraproduktiv. Das einzige, was in solchen Situationen effektiv erschwerend sein kann, sind miserable Platzverhältnisse und / oder Witterungsbedingungen wie etwa starker böiger Wind. Dann wird es effektiv schwierig, einen gepflegten Spielaufbau gegen einen Gegner aufzuziehen, der sich nur hinten reinstellt. Nach allem, was man weiss, sollte dies heute nicht der Fall sein.

  3. dres sagt:

    Lieber Mämä, Ihre Worte in Hitzfelds Ohren oder Fingern… 😉 Putzen wir die Wikinger also weg heute – ich freue mich schon! 😉

  4. josé bütler sagt:

    genau so ist es, mämä! etwas mehr selbstbewusstsein wäre angebracht und nicht schon im vorfeld ausreden suchen! ein sieg in island ist ein muss, ohne wenn und aber.
    im spiel gegen norwegen hat hitzfeld meiner meinung nach, taktik falsch aufgestellt. es war klar, dass die langen kerle aus dem wikingerland mit standards versuchen zum erfolg zu kommen. hitzfeld stellt von bergen mit seinen 181 cm natürlich trotzdem auf und wer erziehlt den ausgleich, genau, der 2.02 hühne. klose mit seinen 193 cm wäre da prädestiniert gewesen. auch derdiyok bringt in der bl keinen fuss vor den anderen, aber spielt immer. zum glück ist er jetzt gegen island gesperrt.
    und wenn ich schon am motzen bin: für mich ist xhaka einfach keine 10, er gehört neben inler auf die doppelsechs oder dann, wenn behrami so gut spielt wie jetzt, auf die bank. im offensiven mittelfeld würde ich stocker, shaqiri als 10er und barnetta aufstellen. heute gibts nen tollen fussballabend, zuerst nach luzern die u21 anfeuern, dann nach hause heizen und das spiel der nati gucken ;o) hopp schwiiz!!!

    • Franz sagt:

      Lieber José, beim Gegentor sah für mich eher Benaglio schlecht aus. Der Norweger läuft aus der Lauerstellung an, da ists für den Verteidiger immer schwierig. Grundsätzlich macht aber die verteidigende Mannschaft beim Corner sehr häufig den Fehler, sich auf den Gegner statt auf den Ball zu konzentrieren. Benaglio muss ihn runterholen. Sonst war er natürlich top.
      Einig sind wir uns wohl darin, dass Hitzfeld ganz auf Golf setzen sollte.

      • josé bütler sagt:

        lieber franz, ja ich denke, deine bemerkung bezüglich golfspielen hat schon was. ich erwarte von der schweiz, dass sie sich in dieser schon fast lächerlich leichten gruppe, souverän qualifiziert! wir haben weder portugal, spanien, italien, frankreich, england, deutschland, holland, russland, kroatien oder tschechien in unserer gruppe, so viel losglück wird die schweiz in 100 jahren nicht mehr haben! der einzige der die quali jetzt noch versauen kann ist hitzfeld himself! bezüglich gegentor der norweger, ich kann die situation nicht beurteilen, da ich in de in den ferien war und leider kein sf empfangen konnte, musste auf drs 3 ausweichen. ich habe es grundsätzlich gemeint, wenn ein gegner mit lauter grossen typen aufläuft, so sollte ich doch mit den gleichen mitteln versuchen dagegenzuhalten und 12 cm können beim kopfball halt schon was ausmachen, zumal klose in der bl jetzt regelmässig sehr gute leistungen bringt.

        • Franz sagt:

          Bin völlig einverstanden, José. Die Qualifikation ist ein Muss bei dieser Konkurrenz. Hoffe für dich, dass H. nicht eines unschönen Tages bei deinem FCL anheuert! Nie? Wer hätte gedacht, dass Koko (nochmals) kommt?

          • samy sagt:

            erstens: so einen schlechten artikel mit unnötig vielen wiederholungen habe ich schon selten gelesen.
            zweitens: ist die qualigruppe der schweiz überhaupt nicht so einfach wie alle behaupten. mir wäre ein überhebliches kroatien, welches man erst gerade 4:2 geputzt hat lieber als all diese nordländer. es ist eine wahnsinnig unbequeme gruppe mit keinen einfachen gegnern. wenn man die anderen gruppen anschaut merkt man, dass es noch einfachere gibt.
            drittens: haben wir mit hitzfeld der erfolgreichste deutschsprachige clubtrainer. respekt wäre angebracht und nicht überheblichkeit. ich verfolge seine laufbahn schon seit aarau. die schweizer mannschaft wird überschätzt. er holt das maximum aus der mannschaft raus. man sollte wieder ein bisschen bodenständiger analysieren. ausserdem ist es ein völliger blödsin was da immer gesagt wird, dass er nur defensiv spielen lässt… desweiteren gewann er mit bayern die championsleague, obwohl er nicht die besten spieler hatte. auch an der wm hätte ich dem schweizer team nach dem wahnsinns sieg gegen spanien, einem der geilsten spiele einer schweizernati jeher einiges zugetraut. aber der fehlentscheid des schiedsrichters war für die schweiz, welche immer ans limit gehen muss um etwas zu erreichen, turnierentscheidend. die schweiz hat nicht die qualität gegen ein chile welches in der südamerika gruppe 2.! geworden ist zu zehnt zu bestehen. in einer meisterschaft können sich fehlentscheide ausgleichen, nicht aber in einer vorrunde von nur drei spielen. da ist jedes einzelne spiel turnierentscheidend. und an einer wm kann man gegen keine mannschaft einen hohen sieg erwarten. denn hier gibts definitiv keine kleinen mehr!

          • josé bütler sagt:

            lieber samy, da muss ich dir wiedersprechen. die schweiz hatte definitiv losglück und eine leichte gruppe erwischt. wir haben keinen grossen in der gruppe, mit den norwegern aus topf eins, hatten wir riesen “schwein” wenn man bedenkt, wen man alles hätte kriegen können. die kroaten würden in einem quali-spiel nicht so überheblich agieren wie in erwähntem freundschaftsspiel. die schweiz war in topf drei und hätte aus den beiden töpfen 1 und 2 ganz andere kaliber zugelost bekommen können, als norwegen und slowenien. nur zur erinnerung:

            Topf 1: Spanien, Niederlande, Deutschland, England, Portugal, Italien, Kroatien, Norwegen, Griechenland.
            Topf 2: Frankreich, Montenegro, Russland, Schweden, Dänemark, Slowenien, Türkei, Serbien, Slowakei.

            wir haben mit hitzfeld den erfolgreichsten deutschsprachigen clubtrainer, da stimme ich dir zu. diese erfolge sind nicht genug hoch einzuschätzen. ich war selber in dortmund und habe meisterfeiern live miterlebt. und ich war derjenige, der bei der bekanntgabe, dass hitzfeld nati-trainer wird, am lautesten “yesss” gerufen hat. aber leider hat er mich bisher ziemlich enttäuscht. ich verfolge seine karriere schon seit er in luzern spieler war, ich erinnere mich sogar noch an ein spiel gegen bulle, als hitzfeld zum 8:0 heimsieg, vier tore beisteuerte. ich denke nicht, dass die schweizer mannschaft überschätzt wird. wir sollten vielmehr selbstbewusster auftreten! unsere nachwuchsteams sind erfolgreich und diese spieler stossen nun in die a-nati nach. ich erwarte, dass wir diese wm-quali auf dem ersten rang abschliessen, dies hat nichts mit einer unbodenständigen analyse “zu tun”. wenn ich mir die aufstellungen in der vergangenheit und die taktik mit vielen quer- und rückpässen anschaue, dann komme ich zum schluss, dass hitzfeld sehr wohl defensiv spielen lässt, bzw. liess. ich denke hier hat ein umdenken stattgefunden.
            du erwähnst die wm, die ist für mich längst abgehakt. es waren auch nicht die spiele gegen spanien oder chile, dass zur kritik anlass gaben, mich hat das spiel gegen honduras genervt. da war die ausgangslage glasklar, ein sieg mit zwei toren differenz hätte für das achtelfinale gereicht, aber hitzfeld beginnt mit einer defensiven aufstellung …
            was mir viel mehr auf dem magen liegt, ist immer noch die em-quali für polen/ukraine, dort hat die schweiz, bzw. hitzfeld total versagt. dort hat er sicher nicht das maximum aus der mannschaft herausgeholt! jetzt ist er, was man aber auch erwarten kann, mit der nati auf dem richtigen weg. hopp schwiiz!

  5. Geoges Meier sagt:

    Danke Mämä, endlich sagt das wieder mal einer!

  6. Daniel sagt:

    Nun ich denke dass die Schweiz immer noch eine Durchschnittsmannschaft ist. Das heisst: an einem guten Tag kann man jeden schlagen. Aber an einem schlechten Tag kann man ebenso gegen jeden verlieren.

  7. Tom sagt:

    Grundsätzlich gebe ich Dir recht, nur, dass die Schweiz halt auch nicht zu den wirklich Grossen zählt und wohl nicht mit Portugal verglichen werden kann. Auch stimmt nicht, dass die Isländer bei grossen Clubs nur Ergänzungsspieler sind, Gylfi Sigurdsson hat bei Tottenham im Mittelfeld diese Saison soviele Einsätze wie Gareth Bale.

  8. hans sagt:

    Der Schweiz, die selbst ein ausgewiesener Fussballzwerg ist, steht es besser an, sich nicht aufzublähen. Zu oft schon hat sie im Vorfeld das Maul aufgerissen und dann kläglich versagt.

    • Hanspeter Tschann sagt:

      nanana, ganz so übel sind wir inzwischen auch nicht mehr. die weltrangliste lügt nicht. aber, und das ist richtig, wir schaffen es immer noch nicht – und das praktisch überall im sport – eine ausgewogene mischung zwischen selbstsicherheit und vorsicht hinzubringen. mag sein, dass uns hier der charakter im weg steht. aber ein bisschen mehr vertrauen in die eigenen stärken wäre nicht schlecht. wir haben – für ein kleines land – schon viele erfolge im juniorenbereich eingefahren. aber irgendwie bringen wir das bei den “grossen” nie wirklich hin. vielleicht ist es auch die unbekümmertheit, die uns am erfolg hindert. so oder so, hopp schwiiz, glauben wir an unser team, denn dort fängt alles an!

    • Nino sagt:

      Die Schweiz ein Zwerg der gewachsen ist. Die Vorurteile gegen ein Team kommen aus der Vergangenheit. Wir spielen aber im Heute! In den letzten 15 Jahren hat sich der Schweizer Fussball dank Nachwuchsarbeit gewaltig entwickelt. Die Schweiz kann heute jeden schlagen. Die Weltrangliste ist mit Vorsicht zu lesen, aber da sind wir eigentlich auch weit vorne und die EM- und WM Qualifikationen wurden auch meistens erreicht. Die Schweiz wird sich weiter vorwärts entwickeln, die Schulung der jungen und der Trainer ist hervorragend, darauf lässt sich aufbauen.

  9. Jonathan Ammann sagt:

    na ja. unsere spieler sind bei vereinen mit «grösserer reputation» ja auch nie mehr als ergänzungsspieler

    • Hanspeter Tschann sagt:

      seh ich definintiv nicht so. das mag bei einigen so sein, bei vielen anderen (lichtsteiner, benaglio, xhaka, inler, behrami, von bergen) aber auch wieder nicht. das sich licht und schatten abwechseln, d.h. mal eine pause eingelegt werden muss, ist bei den grossen vereinen europas mit den breiten kadern als durchaus normal zu werten. zu gross sind die belastungen für die besten spieler mit meisterschaft, cup, nationalmannschaft, europäischen wettbewerben und freundschaftsspielen, als dass alle die ganze saison immer 100 % gehen können. jeder hat i-wann mal ein loch und sitzt dann halt draussen. das trifft nicht nur schweizer sondern auch viele andere in grossen vereinen, sogar bei bayern münchen, wo fleissig rotiert wird. hört mal auf mit dem ewiggestrigen understatement und gejammer, mimimi…

  10. Thorsten Legat sagt:

    Also bei den Fehl-und Alibipässen im letzten Spiel von Djourou, der Ideenlosigkeit von Xhaka ahne ich Böses..
    Aber Mämä hat Recht, alles ausser ein Sieg wäre ein Skandal)

    • Claude sagt:

      Skandal hin oder her. Go Wikings, Island schlägt heute Abend die Schweiz. Die Möchtegernstars wie Xhaka und Co. werden ihr Wunder erleben. Die Schweiz ist genauso ein Fussballzwerg wie Island, Luxemburg etc. Zur Erinnerung Zürich 2008 Schweiz – Luxemburg 1 : 2.

  11. geri brugger sagt:

    Warum ist die schreibende Kunst so absolut unkritisch gegen über Herr Hitzfeld? Bei den Ringier Blättern kann man das ja noch verstehen, wer beisst schon die Hand die einem mit Infos füttert……., aber der Säulenheilige kann tun und lassen was er will, kritiklos.
    Wer das Grottengekicke der letzten Ausscheidungsspiele hochjubelt, hat keinen Fussballsachverstand, wer wie Hitzfeld, Spieler
    wie Schwegler, Salatic. Eggmann nicht aufbietet, nur des Friedens willens hat für mich als Natitrainer abgedankt. Diese Mannschaft mit einer guten Perspektive hat sich unter Hitzfeld nicht weiterentwickelt, zeigt keine Spielfreude.
    Warum spielen nicht Eggimann, Klose, Schär, Ziegler, Dzemaili, Salatic, Buff, Schwegler an Stelle von Edelreservisten wie Djourou, van Bergen überschätzen Spielern wie Xhaka, Rodriguez und Behrami? Der wahre Kapitän dieser Mannschaft ist Lichtsteiner, aber auch hier hat der Coach, einmal mehr sein fehlendes Gespür fehlen lassen.
    Mir ist Bange vor der Zukunft des Schweizer Fussballs mit Hitzfeld.

    • Nino sagt:

      @brugger: Klar über Hitzfeld`s Sicherheitsfussball lässt sich streiten. Hitzfeld ist der Trainer und er weiss wen er warum aufbietet, er trägt auch die Verantwortung. Jeder Fernsehzuschauer glaubt sich auch als Trainer und weiss im Nachhinein immer alles besser. Primär der Erfolg zählt, bin aber auch der Meinung dass die Schweizer Nati genügend Klasse besitzt offensiver zu spielen und dem Gegner ein Spiel aufzuzwingen. Zum Glück hat die Schweiz eine eher ‘leichte’ Gruppe, da kann sich Hitzfeld auch durchwursteln. Klose, Dzemaili, Salatic, Schwegler sind sicher auch auf dem Radar von Hitzfeld, Klasse haben alle, diese werden noch ihre Chance erhalten, aber zum richtigen Zeitpunkt.

  12. E. Schönbächler sagt:

    Die Deutschen haben die Schweden weggeputzt. Und zwar so gründlich dass sie schon nach einer Stunde fertig waren…

    • Geni Meier sagt:

      was nachher folgt war eher eine Schmach, oder haben Sie nach dem 4:0 ausgeschaltet?

      • E. Schönbächler sagt:

        Ihre Mentalität ist den Deutschen diesmal zum Verhängnis geworden. Mit ihrer “Mia san mia”-Einstellung haben sie nach einer Stunde das Fussballspielen eingestellt und sind (Entschuldigung für den Ausdruck) voll auf die Schnauze gefallen.
        Man schlägt den Gegner nur auf dem Platz und nicht mit markigen Sprüchen in den Medien. Doch beim Team (inkl. Staff) von Jogi Löw habe ich in letzter Zeit den Eindruck dass die Verkaufszahlen der diversen Bücher von Lahm, Bierhoff und Co. mehr interessieren als konzentrierte Arbeit auf dem Fussballplatz.

  13. Geni Meier sagt:

    Diese Gruppe ist fussballerisch sehr ausgeglichen. Sie könnte den Namen Grottengruppe tragen. Die Mannschaft, die schlussendlich nach Brasilien reisen wird, kann sich immerhin rühmen, einen Beitrag zum Humor im Fussball zu leisten, nach dem Motto “mitmachen ist wichtiger als siegen”.

  14. Nino sagt:

    Es gibt keine Kleinen, ist eine Motivationsspritze auf ein Spiel gegen einen Gegner mit wenig Erfolgsnachweis aus der Vergangenheit! Ich denke nicht dass dieser Spruch bei einer Niederlage zu hohes Gewicht geniesst! Klar muss die Schweiz von der Klasse her Island besiegen! Es gibt aber auch Gegner die einem nicht liegen, die in Sibirischer Kälte oder stürmischen Winden und gefrorenen oder Kunstrasenplätzen Fussball spielen. Es zählt die Gegenwart, nicht die Einwohnerzahl eines Landes! Hat heute eine Nation plötzlich einen guten Jahrgang, dann kann der Kleine zum Riesentöter werden (Bosnien, Montenegro).Auch Länder wie Holland haben eher wenig Einwohner, sind aber seit Jahrzehnten Weltklasse. Klar je grösser die Auswahl, je grösser die Chancen auf gute Spieler. Der Fussball unterliegt vielen Einflüssen, wenn er kalkuliert werden könnte wäre der Sieger in jedem Spiel bereits vorher klar. Die Unkalkulierbarkeit ist doch das Spannende an einem Fussballmatch und es sind immer noch Menschen die ein Spiel bestreiben, zum Glück noch keine Roboter.