Logo

Viel zu früh für Super League!

Mämä Sykora am Mittwoch den 11. Juli 2012

Kein Stress für die Stars europäischer Ligen. Lionel Messi und Freundin Antonella Roccuzzo geniessen das Strandleben. (Foto: AFP)

Es gibt viele Dinge, die ein Fussballer in der Sommerferienzeit tun kann. Verreisen zum Beispiel. Irgendwo mit einem Schiff um kleine Inseln tuckern. Oder sich mit der Familie in die Berge zurückziehen, fernab vom Drill des Konditionstrainers und den Paparazzi. Er kann quer durch Europa tingeln, um bei diversen Klubs für Probetrainings vorstellig zu werden, sollte er gerade auf Vereinssuche sein. Oder man kann es sich auch einfach gut gehen lassen wie Mario Balotelli. Der Fussballer kann sich auf Olympia als Saisonvorbereitung freuen. Oder aber tatsächlich bereits in einem richtigen Meisterschaftsspiel auf Punktejagd gehen. Letzteres ist allerdings praktisch nur in der Schweiz möglich.

Während in ganz Europa noch der Schlusspfiff des EM-Finales nachhallt, legt die Super League in vollem Ernst bereits los. Erst vor sieben Wochen triumphierte Chelsea in der Champions League, vor wenigen Tagen ging die EM zu Ende, und schon packen die Schweizer Profis wieder ihre Matchausrüstung ein, während sich ihre Kollegen europaweit momentan lediglich um Badehose und Flip-Flops kümmern müssen. Exakt zum Auftakt der Schulferien erfolgt der Anstoss zur neuen Saison, obwohl die Sommerferien stets als Argument dafür angeführt werden, weshalb eine Sommermeisterschaft hierzulande nicht funktionieren würde. Denn wer soll dann bitteschön schon ins Stadion gehen?

War das nicht gerade vor kurzem? Der FC Basel feiert den Meistertitel. (Keystone)

War das nicht gerade vor Kurzem? Der FC Basel feiert den Meistertitel. (Keystone)

36 Spiele stehen für hiesige Mannschaften an, ähnlich viele wie in den übrigen Ligen, die fast alle erst über einen Monat später beginnen, und dennoch gleich wie die Super League Ende Mai enden. Und dies, obwohl dort oft deutlich mehr Mannschaften im Europacup vertreten sind und teilweise gar mehrere nationale Pokale ausgespielt werden, was die Spielplanung erschwert. Da muss man sich doch wirklich fragen, weshalb um alles in der Welt die Schweizer schon derart unangenehm früh mit ihrer Meisterschaft beginnen müssen.

Nicht nur für jene, die nach so viel Fussball erst Mal die Nase voll haben, ist dies ein Ärgernis. Jeder, der schon einmal auf dem Computer als Fussball-Manager ein Schweizer Team geführt hat, kennt die weiteren Nachteile: Die Vorbereitung ist kurz, das Transferfenster noch lange offen. Potenzielle Neuzuzüge lassen sich da noch lange Zeit mit ihrer Entscheidung und stossen dadurch oft erst kurz vor Meisterschaftsstart zum Team – untrainiert und nicht eingelebt. Und weil die grösseren Vereine keine Eile haben, ihr Team zusammenzustellen, wird dann nach acht Runden der einzige Stürmer von Format doch noch von Paderborn oder so weggelockt, Ersatz zu finden, ist fast unmöglich, weil alle aussichtsreichen Kandidaten schon längst irgendwo untergekommen sind. In diesen Momenten verflucht man nicht Paderborn – obwohl: das sicher auch – aber in erster Linie fragt man sich dann umso mehr, warum zur Hölle die kleine Schweiz mit ihrer winzigen Liga ums Verrecken schon dann beginnen muss, wenn Mario Balotelli noch mit drei adretten Damen im Arm an der Wasserpfeife ziehen kann.

Nicht mal für Testspiele lassen sich so früh ernsthafte Gegner finden. Die Neuzuzüge dürfen ihr Können lediglich gegen Kracher wie Buochs, Wohlen und Unterhaching beweisen, bevor es ab Freitag schon ernst gilt. Das ist ganz einfach zu früh. Für mich jedenfalls. Ich halte mich da ganz an das Programm der Profis aus den grösseren Ligen, packe Badehose und Flip-Flops ein und verreise erst mal in die Ferien. Und wer weiss, vielleicht nehme ich die Wasserpfeife mit.

« Zur Übersicht

53 Kommentare zu “Viel zu früh für Super League!”

  1. Michel Zenger sagt:

    Einverstanden… trotzdem gehe ich lieber im ende Juli bei 30 Grad und Sonnenschein ins Stadion als im anfangs Dezember bei Schneefall und Nebel.

    • Hans vom Hübel sagt:

      Dito!

      Freue mich, wieder ins Stadion zu pilgern. Freue mich auf die neuen, viel versprechenden Spieler. Es kann losgehen!

  2. Lorenzo sagt:

    Das ganze hat einen grossen Vorteil: Die Schweizer Clubs habe so – voll im Spielbetrieb – eine bessere Chance, sich gegen sonst übermächtige Gegner in der Qualifikation zur Euro- und Championsleague durchzusetzen. Sonst ist es wirklich ein Unsinn.

  3. r. clerc sagt:

    Grundsätzlich kann man das als Laie so kommentieren. Aber hat der Verfasser auch schon etwas von einer CL-Quali gehört die dann ebenfalls Mitte Juli beginnt. Das nennt man dann wohl Fussballexperte? Und ehrlich Messi und Co. kämen unabhängig vom Beginn nicht in diese Liga oder……..

  4. Dustin Peters sagt:

    Aber so was von Einverstanden. Das hat mir ebenfalls noch nie eingeleutet, weshalb die CH immer schon 1 Monat vor dem Rest Europas anfangen muss. Und wenn man die übersichtlichen Erfolge im EC ansieht, ist nicht mal das Argument der Matchpraxis bei den Qualispielen ein zwingendes.
    Was ebenfalls nervt: Früher konnte man als Fan vor jeder Saison ein Poster vom aktuellen Kader seiner Lieblingsmannschaft aufhängen, was dann zu 99 % auch Bestand hatte bis Ende Saison, und bei dem 1 % handelte es sich meist um den Trainer, der wegen Erfolglosigkeit zum Teufel gejagt wurde. Nun werden bei Mannschaften (Paderborn lässt grüssen) mitte September kauf wieder zu erkennen sein…
    Nebenbei: Bei HT reicht mir die Vorbereitungszeit aber sehr gut… 🙂

  5. off.side sagt:

    zur hölle mit paderborn! die sollen ihre wasserpfeifen selber rauchen!!

    (schuld ist übrigens nicht der SFV, sondern die UEFA. die setzt schliesslich die erste qualirunde der champions league gerade mal 10 tage nach dem final der euro an… und damit der FCB für sein spiel gegen tallinn schon im meisterschaftsrhythmus ist, darf halt die ganze liga mitten in den schulferien antanzen. päckli-alarm?!?)

    • Biba Hernandez sagt:

      Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich erst seit ca. 2006 für den hiesigen Fussball interessieren. Sonst wüssten Sie bestimmt, dass “unsere” Meisterschaft schon immer so früh begonnen hat. Auch schon vor 15 Jahren und damals war der FCB noch weit entfernt von einer CL-Quali!

  6. Luca Zuppinger sagt:

    Genau! Spielen wir doch lieber im Winter auf gefrorenen Plätzen und immer wieder mit dem schönen roten Ball.
    Bei Minus 5 Grad auf der Tribüne geh ich auch viel lieber ins Stadion, als wenn diese unverschämte Sonne versucht mein Bleichgesicht zu bräunen!

  7. Stefan Schmid sagt:

    Natürlich ist es absurd, dass in CH gespielt wird, während in allen anderen Ligen der Betrieb noch wochenlang ruht.
    Allerdings ist es meiner Ansicht nach genau so absurd, dass in fast allen Ligen z.B. im Februar bei -10 Grad oder so gespielt wird und man im Stadion fast erfriert.
    Was gibt es schöneres, als an einem schönen Abend im Juli oder August ein Fussballspiel anzuschauen ? Auch der Bierverkäufer hätte da mehr Freude 🙂
    Vielleicht wäre eine Sommermeisterschaft vom März bis November mit einer kurzen Sommerpause doch zu prüfen.
    EM und WM wäre dann halt zwischen Vorrunde und Rückrunde, aber so schlimm wäre das auch nicht.

  8. Frédéric sagt:

    Besser jetzt als auf Schnee und Eis. In England, Italien und Spanien etwa spielt man im Winter praktisch durch, deshalb der späte Beginn. Die BuLi und die Ligue 1 haben eine kürzere Winterpause als unsere SL. Das hätte Mämä, der sonst sehr genau ist, durchaus erwähnen können. Schöne, hoffentlich fussballfreie Ferien!

  9. bulivo sagt:

    Zu früh ist es NIE für Fussball! Winterpause ist halt einfach länger, was auch verständlich ist, wenn man die Wetterbedingungen der Schweiz mit denjenigen in Spanien/Italien vergleicht…

  10. Heimat sagt:

    Dem gibts eigentlich nichts hinzuzufügen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ach hätte die heimatverbundene francine jordi das doch auch berücksichtigt, als sie den ast kürzlich absägte.

  11. Reto sagt:

    Wieso die SuperLeague schon einen Monat früher beginnt? Ganz einfach: Die Winterpause ist in der SuperLeague ein Monat länger als in fast allen anderen Ligen. Und wenn man jeweils das geheule der Zuschauer im Winter hört, sollten wir doch froh sein, dass es ein paar Spiele mehr im Sommer sind…

  12. marsupilami sagt:

    Also für mich ist der frühe Beginn viel lieber! Ich geh lieber bei +25°C ins Stadion als bei -10°C!!
    Und da ich sowieso nicht im Sommer in die Ferien gehe wo alle gehen juckts mich nicht, dass es jetzt schon anfängt. Und ich denke es sind selbst trotz Ferien mehr Leute bei 25°C in Stadion als im Winter ohne Ferienzeit bei -10°C.

    Meiner Meinung nach könnte man dafür aber die Winterpause ruhig länger machen.
    Und sehen wir es mal positiv: die CH-Vertreter in Europa sind schon im Wettkamprhythmus während die Gegner noch kein Ernstkampf bestritten haben. Vielleicht reicht es dann auch für die übrigen CH-Vertreter dazu, irgendwas in Europa zu bewegen. 😉 Denn im Moment ist nur unser FCB Europa-tauglich.

  13. Urs Scherrer sagt:

    Und hier die Argumente FÜR den frühen Saisonbeginn:
    – besser im juli 2 spiele mehr, dafür im dezember 2 weniger, bei temperaturen unter null kommt auch niemand gern ins stadion.
    – die spieler der super league waren mit ganz wenigen ausnahmen weder an der em noch am CL-final vertreten, sie hatten also eine gewisse spielfreie zeit. Im winter dauert die pause dannnetwas länger.
    – in den ersten UEFA-Cup-Runden spiele die schweizer oft mit einem monat routine in den beinen gegen teams, die ihren ersten ernstkampf betreiben. Ein vorteil, den man ihnen ruhig lassen darf.
    – die klubs leben ja davon, dass ihnen das pöse pöse Paderborn dann und wann ein talent abkauft. Daher eigentlich optimal können sich die super league teams einige zeit den kunden präsentieren. Handkehrum könnten schweizer klubs länger reagieren, wenn sie in der krise stecken, weil die neuzugänge enttäuschen, zumindest die klubs die geld haben.

    Meine Fussballfreunde und ich freuen uns jedenfalls, dass es endlich weitergeht. Allerdings sehe ich auch, dass dies den sportjournalisten die ferien versaut, insbesondere, wenn diese wie im kanton zürich erst am 15. Juli beginnen. Vielleicht sollten einfach die schulferien in den juni verlegt werden?

  14. Schweiz U21 Fan sagt:

    Es ist das einzig richtige, dass in der Schweiz im Sommer gespielt wird. Erstens ist es viel schöner bei 25° im Stadion zu sitzen, als bei 5° im November. Zweitens ist es für die europäisch tätigen Teams ein Vorteil schon eingespielt zu sein, wenn die Quali beginnt. Und drittens gibt es für einen echten Fussballfan nichts schlimmeres als eine fussballlose Zeit.

  15. Rene Meier sagt:

    Bei diesem Thema wird immer nach dem Wetter geschrieben: wenn im November/Dezember/Februar Spiele wegen Schnee ausfallen, sagen die Experten: “man müsste im Sommer durchspielen, wie in Skandinavien”. Wenn im Dezember/Februar bei guten Witterungsverhältnissen keine Spiele stattfinden, sagen die Experten: “die Klimaerwärmung würde es erlauben, bis Mitte Dezember zu spielen und früher im Jahr wieder zu beginnen”. Das ist Bubizüüx.

  16. Ruedi von Steiger sagt:

    “Da muss man sich doch wirklich fragen, weshalb um alles in der Welt die Schweizer schon derart unangenehm früh mit ihrer Meisterschaft beginnen müssen.” Und wenn dann im Dezember bzw. Februar bei Schneefall und Eiseskälte gespielt wird, muss man sich doch wirklich fragen, weshalb um alles in der Welt die Schweizer angesichts der klimatischen Verhältnisse in ihrem Land ihre Fussballspiele nicht in der warmen Jahreszeit austragen.

  17. als Sportreporter würde ich auf solch blödsinnige Schlussätze verzichten!
    http://www.gesundheit.de/krankheiten/psyche-und-sucht/rauchen-und-nikotinsucht/jugendtrend-wasserpfeife-gefaehrlicher-als-zigaretten …bitte lesen und sich orientieren!

  18. Felix Jongleur sagt:

    Also in SG kommen die Leute auch trotz Schulferien ins Stadion, der Fämilycorner wird sicher auch gut gefüllt sein. Wies bspw. in ZH ist weiss ich nicht, glaube aber das es während wie auch nach den Ferien abgesehen von der Südkurve/Hopperkurve gleich wenige hat die sich ins Stadion verirren, von dem her..

  19. Auguste sagt:

    hmm…, der frühe start ist evolutionsbedingt. eine liga, die ernsthaft befürchten muss, dass nicht alle wettbewerber die saison überstehen, muss früh anfangen, wenn die gefahr besteht, dass ab herbst bereits die ersten das handtuch werfen könnten. finge man hier, wie andernorts üblich, erst gegen ende august an – man wäre ja möglicherweise kaum zum kicken gekommen.

    immer wieder faszinierend, wie sich die natur auf besondere umstände einrichtet. wobei, diese kaltfront-abhärtungsübungen im juli für die letzigrund-zuschauer hätte sie sich von mir aus ja schenken können. das ist dann definitiv zu früh.

  20. Rene Botteron sagt:

    ganz genau und keiner kann uns/mir erklären, warum wir 4 bis 6 Wochen vor allen anderen West-Europa-Ligen beginnen – die Schweizer Fussball-Liga ist und bleibt eine Muppet Show – aber nur mal den SFV anschauen, dann versteht man, weshalb wir x Niveaus unprofessioneller sind wie z.Bsp. ein DFB!

    • joe sagt:

      jap genau, kann ja nicht sein dass der niveauunterschied auch aufgrund der grösse des landes und der damit verbundenen logischen anzahl eigener talente zusammenhängt und den grösseren Städten und dem damit potentiell schon grösseren Fanaufkommen was wiederum mit mehr einnahmen etc. verbunden ist. wenn wir 4 wochen später beginnen wrüden wäre unsere liga sicherlich gleich stark 🙂

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Die Dänen und die Ukrainer beginnen ebenfalls kommendes Wochenende. In Österreich, Rumänien und Russland geht’s eine Woche später los. Dass Länder mit einem “richtigen” Winter und entsprechende langer Winterpause gezwungenermassen früher anfangen müssen, dürfte eigentlich jedem einleuchten. Die genannten Länder finden sich übrigens mit Ausnahme von Rumänien alle unter den ersten 15 der UEFA-Rangliste, sind also keine vernachlässigbare Mickey-Maus-Ligen.

    • Buschbrenner Rudi sagt:

      Der hochprofessionelle DFB organisert dafür schon mal die EM-Feier bevor das Halbfinale gespielt ist.

  21. Hans Füglistaller sagt:

    Jetzt heul nicht so rum, Champions League und Europa League haben auch bereits wieder begonnen. Ich bin froh, gibt es endlich wieder richtigen Fussball! Die wenigen Tage nach dem EM-Finale ohne Fussball waren schier unerträglich (mit Ausnahme der Testspielbesuche).

    • Lisa Fäh sagt:

      genau, zum Glück gibt es noch Testspiele oder Blitzturniere (St.Gallen) – da dauert die Fussballabstinenz etwas weniger lang!

    • Auguste sagt:

      hmm…, sie haben vollkommen recht, hans füglistaller. der sportteil ohne die wunderbare welt des kickens ist wie blick und schweizer illustrierte ohne fran & flo. aber damit wir nicht ganz ohne kurioses aus unserer super super-league auskommen müssen, hat der fcz diese schlimmen tage des “cold turkey” nach der euro gleich mit etwas farbe bereichert.

      das neue rote auswärts-leibchen mit dem rotkreuz-emblem ist eine taktische meisterleistung: gilt doch – ausser in absoluten schurkenstaaten – dass derart markiertes nicht angegriffen werden darf. oder war es eine kleine hommage an den ewigverletzten chikhaoui in der hoffnung, dass er das lazarett nach gefühlten zwanzig jahren doch noch einmal wieder verlassen könnte? die gerüchte, dass es den saldo der erfolgsrechnung und die kassenlage widerspiegeln soll, halte ich ja für besonders üble nachrede. fringer rolf findet auch, dass er so die spieler von der tribüne aus besser sehen könne – soigné le détail.

  22. Wilco Flach-Lahm sagt:

    Nicht wenige Profiligen die hier als Vergleich herangezogen werden haben als Bedingung zum Mitmachen für die Vereine ein Rasenheizungsobligatorium (oder es ist klimatisch mindestens wärmer als in der Schweiz). Vom Spielplan her ist es dann “egal”, ob sie bei Minustemperaturen spielen müssen – die Matches können meist stattfinden.
    Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Saison und werde gerne zur “Unzeit” in den Sommerferien (auch mal mit dem Sohnemann).

  23. Lisa Fäh sagt:

    eigentlich ist es doch eh egal, wann die Saison wieder beginnt – von mir aus könnte man durchspielen, die Sommerpause war viel zu lang. Die eingefleischten Fans und “Alles-Fahrer” gehen auch schon Mitte Juli ins Stadion und wenn’s sein muss auch Mitte Dezember bei Minus-Temperaturen. Warm anziehen, Glühwein / Punsch wärmt auch noch – aber für den Support der eigenen Mannschaft und wenn man wirklich mit Leidenschaft dabei ist, dann ist das Wetter wohl nur noch zweitrangig!

  24. Peter Hauser sagt:

    Es ist doch einiges sinnvoller im Juli mit der Meisterschaft zu starten, als im tiefen Winter (und Schneetreiben) Spiele anzusetzen. Das macht auch für den Zuschauer keinen Spass – da bleibe ich auf jeden Fall zu Hause und setze mich vor den Fernseher, trotz Saisonkarte!

  25. Karl Eigenmann sagt:

    Herr Sykora haben Sie nicht letztes Jahr an dieser Stelle dafür plädiert, dass die für den Fussball angenehmste Jahreszeit besser genutzt werden sollte? Bringt den Fussball in den Sommer zurück! (9. Juli 2011) Was denn nun?

    • Mämä Sykora sagt:

      Plädiere ich auch weiterhin. Denn was heute gemacht wird, ist ein Mischmasch. Eine Sommermeisterschaft läuft ja den ganzen Sommer, mit einer Pause für die grossen Turniere. Die beste Fussballzeit – Mai und Juni – kann so genutzt werden, und im Winter ist Ruh’. Mit dem aktuellen Modus ist weder im Sommer noch im Winter Ruh’. So früh kann man nach einer Sommerpause wieder beginnen, aber nicht eine neue Saison, wenn alle Teams wieder bei Null beginnen müssen und den erwähnten Widrigkeiten begegnen. Deshalb sieht für mich die ideale Schweizer Meisterschaft nach wie vor so aus, dass im März begonnen und im Oktober/November fertig ist – alle 2 Jahre mit einer Pause für die grossen Turniere.

      • Hans Zoss sagt:

        …sehe ich auch so. Beginn der Meisterschaft Anfangs März, Ende der Meisterschaft ca. Ende November.mit einer kurzen Pause ca. Ende Juli anfangs August. Ab Dezember interessiert sich in der CH eh niemand mehr für Fussball, da ist Eishockey angesagt.

      • Karl Eigenmann sagt:

        … ok… vielleicht werden die grossen Turniere (mind. die WM) in Zukunft auch auf der nördlichen Hemisphäre im Winter gespielt – dann wäre das Winterloch wenigstens nicht jedes Jahr gegen vier Monate lang… So kann ich Ihr Plädoyer wiederum unterstützen – hoffen wir auf ein Einsehen beim SFV… viel mehr als Hoffnung gibt es leider aber nicht…

  26. de Philippe sagt:

    Bin nicht mit der Mehrheit hier einverstanden, dass Matchbesuche im Sommer ein sooo viel bessere Sache seien. Bei 25 Grad habe ich auch ohne Fussball genug Alternativen draussen etwas zu unternehmen. Im Winter hingegen bin ich froh, wenigestens EINE Motivation zu haben, einen Fuss vor die Türe zu setzen. Sogar für den grössten Windkanal der Schweiz kann man sich entsprechend anziehen und entsprechende Getränke konsumieren.

  27. StanleyZH sagt:

    Also mich stört vielmehr, dass es so einen auf die Tage verteilten Spielplan gibt, also immer SA und SO aber teilweise auch vereinzelt dann Spiele an einem Freitag oder Mittwoch. Bei 18 oder 20 Mannschaften ist das ja noch i.o, aber bei unserer kleinen Liga finde ich das sinnlos. Was ich vermisse und gerne hätte, wäre dass allle Spiele z.B am SO stattfinden, und dass das Schweizer Fernsehen dann endlich mal eine anständige Fussball Sportschau zustande bringen würde, die dann am Abend von allen Spielen ausführlich berichtet.
    Für mich ist das unter anderem auch ein Grund, dass ich die Liga kaum verfolge am TV, weil z.B das Sportpanorama ein paar Minuten Zeit für den Fussball opfert und die Berichterstattung gleich dann vielmehr einem Bericht von einem Grümpelturnier.
    In Österreich funktioniert das ja auch und es macht die Liga gleich attraktiver, weil dann mehr Leute zuschauen und die Sache verfolgen.

    • de Philippe sagt:

      Hätte ich nicht besser sagen können. Diese Aufsplittung mindert die Attraktivtität und kann auch nicht im Interesse des Fernsehens sein. Offenbar schauen aber wegen 10-15 Minuten Fussballberichterstattung immer noch zu viele diese Sendungen, die representativ für die Gesamtbevölkerung von Seilziehen bis Radball alles abdecken müssen.

      • StanleyZH sagt:

        Naja ich habe mal bei SF eine Anfrage gemacht, ob es nicht möglich sei jeweils am SO eine ca 30minütige Fussballsendung zu lancieren. Im Sportpanorama ist ja z.B der Witz dass nur die Spiele wirklich thematisiert werden bzw Bilder gezeigt, welche auch am SO gespielt wurden, von den SA Spielen ist nichts zu sehen, ausser das Resultat.
        Man muss sich also wenn man komplett bildlich informiert sein möchte, am SA Abend ca 22:00 Sportaktuell anschauen und am SO dann um ca 18:00 noch Sportpanorama. Es sollte doch möglich sein, dass man z.B am Sonntag von mir aus im Anschluss oder zu Beginn vom Sportpanorama, eine eigenständige Fussballberichterstattung zeigt, mit allen Spielen die stattfanden, inkl Interviews und was sonst noch dazugehört….
        Es wäre ja dann auch den Sportpanorama Fans geholfen, welche sich eh nur fürs Schwingen, Handball und Sackhüfen interessieren……Beim Eishockey klappt dies ja auch besser, bzw sind die Berichte einfach viel ausführlicher und auch teilweise sogar sehr spannend gemacht. Nur schon deshalb weil alle Spiele mit wenigen Ausnahmen am SA stattfinden.

        • de Philippe sagt:

          Das SF beschäftigt keine Fussballfachleute. Nicht einen! Das lässt sich in einer gemischten Sendung eben leichter kaschieren.

          Noch etwas: Handball ist leider noch weit von der coolnessmässigen Renaissance des Schwingens entfernt, ihn in einem Satz mit Sackhüpfen zu erwähnen, finde ich jetzt aber doch despektierlich.

          • StanleyZH sagt:

            Ja das ist leider schon so, dass SF keine Fussballfachleute beschäftigt, welche die Spiele kommentieren.
            Das merkt man ja leider immer wieder bei CL, WM und EM Übertragungen (abgesehen in der Pause). Ich möchte ja die Leute von SF auch nicht gleich überfordern indem sie sofort Fachleute a la ARD einstellen müssen für eine Fussball Berichterstattung.
            Aber es wäre ja nicht viel verlangt, wenn sie wenigstens als Anfang eine Fussball Sportsendung kompakt anbieten, also wie erwähnt sagen wir 30 Minuten, mit allen Spielen zusammengefasst, ein paar Interviews etc
            Als nächsten Schritt kann man ja dann ein paar Leute mit Sachverstand holen, die das eine oder andere analysieren.
            Wie gesagt in Österreich klappt das auch und die haben weissgott auch nicht die grossen Fussballexperten, welche die Spiele kommentieren….Nichts desto trotz gibt es auch hier einige Arbeitslose Trainer, ex Spieler etc, die würden den Job sicherlich übernehmen;-) Und die paar Kröten für eine Sendung und Moderatoren kostet ja auch nicht die Welt und dazu kommt ja auch der Umstand, dass SF viel Geld durch z.B Bilag erhält…..

  28. Pippo sagt:

    Wir Schweizer beginnen halt lieber etwas vor den anderen mit der Arbeit, das liegt in unserer Mentalität. Dafür läuft bei uns auch einiges besser als in anderen Ländern ;-D

  29. Chris Chelios sagt:

    Solange ein Hr. Leutert Sportchef ist, hat das lustige SF leider keine Zeit für eine Fussballsendung. Rudern und Co. ist da wichtiger. Immerhin müssen sie jetzt jeden Sonntag ein Spiel live zeigen. Ich hoffe inständig es gibt da die Option “Stadionton” ohne Kommentator sonst ist das wieder nichts.

    • StanleyZH sagt:

      hmmm also die Option Stadionton ohne Kommentator bei SF ist glaube ich genauso undenkbar, wie ein schweizer Fussballverein, welcher die Championsleague gewinnen würde 🙂

  30. Richard N. sagt:

    Faktisch findet die CH-Fussballmeisterschaft mit 18 Mannschaften statt (36 Runden). Dies ist für ein kleines Fussball-Land wie die Schweiz überdimensioniert. Oestereich, welches den gleichen Modus spielt, hat ja das selbe Problem. Als Folge muss man halt bei einem Monat Winterpause einen Monat früher starten. Eine Variante wäre, dass man die Super League auf 16 Mannschaften aufstockt und ganz normal mit Hin- und Rückrunde spielt. So würde man 4 Runden sparen. Das Ganze scheitert wohl daran, dass vier Runden weniger auch weniger Zuschauer-Einnahmen und wohl auch weniger TV-Gelder bedeuten. Ich denke aber, dass die Attraktivität der Liga steigen würde, da es zu mehr Derbys kommen würde.

    • StanleyZH sagt:

      Ja da gebe ich Ihnen Recht, ich wäre auch dafür, dass man zusätzliche Teams nach oben holt. Wäre ich schon lange dafür.
      16 Mannschaften würde ich auch eine gute Zahl finden und genau wie sie sagen dann mit normaler Hin und Rückrunde.
      Um sich finanziell abzusichern, würde ich sogar soweit gehen, dass es höchstens 1 Auf und Absteiger geben kann und das dann erst noch nur mit einem Barrage Spiel. Es kam in den vergangenen Jahren immerwieder mal zu diesem Thema und oftmals hiess es, finanziell wäre das für die meisten (jetzt noch Challenge League)Clubs nicht tragbar und viele würden sich die Super League und allfälligen Abstieg kaum leisten können.
      Aber so könnte z.B eine 16er Liga aussehen:
      FC Basel, GCZ, FC Zürich, St Gallen, YB, Luzern, Lausanne, Thun, Sion und Servette
      Dazu folgende 6 Teams: Aarau, Lugano, Bellinzona, Vaduz, Winterthur und ev wieder Xamax.

      Ach es wäre soooo schön, aber irgendein Verantwortlicher vom SFV findet wohl immer einen Grund der dagegen sprechen würde. Herr Sykora und Kuhn, das wäre doch mal ein Thema für den tagi!!¨ev könnte man so sogar den SFV zum nachdenke bewegen….

      • Franz sagt:

        Sorry, diese Diskussion ist doch längst passé. Es ist nicht der SFV, der das entscheidet, sondern die SFL, das sind die Klubs, und die wollen nun mal die Zehnerliga. Also so viele Spiele wie nur möglich. 16 Mannschaften sind für die Schweiz sowieso zu viel. Gerade die Tessiner sind finanziell zu wenig stabil, da von Italienern abhängig, die jederzeit aussteigen können. Auch das Budget von Winterthur reicht nicht aus, weil ein Mäzen alles finanziert. Dann doch noch lieber die Rückkehr zum Strich mit 12 Mannschaften, wobei auch das unrealistisch ist, nachdem man gerade die Challenge League reformiert hat. Also bleibt es in den nächsten Jahren bei der Zehnerliga.
        Was wirklich schlecht ist: die Sonntagsspiele um 13.45 Uhr. Das wird Zuschauerschwund zur Folge haben.

  31. Kummerbube sagt:

    Zeit wirds, dass es endlich wieder losgeht. Sykora kann sich ja dann “seine” Spiele wieder auf Pay TV anschauen, aus den Gähnligen von Spanien, England und Italien. Da lob ich mir Reisli nach St.Gallen und Luzern – los geht’s Buebe!

  32. Bruno Meier sagt:

    Und ich dachte bei dem Blogtitel schon, es sei die unsägliche Anspielzeit Sonntags um 13:45 Uhr gemeint….

    DAS ist zu früh für die NLA!

  33. Roger Kneubuehl sagt:

    Ich finds super, da kann ich in meinen Ferien in der Schweiz wenigstens ein, zwei Spiele mir ansehen. Wenn ich um Weihnachten meine Leute besuche, ist der Spielbetrieb schon eingestellt und die Temperatur ebenfalls nicht gerade das, was mich ins Stadion treibt, besonders nicht in die Tiefkuehltruhe der Nation, das Sibirien Zuerichs. 😀

    Aber mal ernsthaft: in vielen Ligen wird im Winter keine Pause eingelegt, darum beginnen die einen Monat spaeter. Eigentlich logisch, nicht?