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Ramos spielte den Ball, das war kein Penalty

Hakan Yakin am Dienstag den 19. Juni 2012
Foul oder nicht Foul: Ramos' Einsatz gegen Mandzukic gibt zu reden. (Bild: Keystone)

Foul oder nicht Foul: Ramos' Einsatz gegen Mandzukic gibt zu reden. (Bild: Keystone)

Hochmut kommt vor dem Fall. Das haben beim grossen Favoritensterben an dieser EM bereits die Holländer und die Russen erfahren müssen. Beide Teams sind mit einer gewissen Arroganz und Überheblicheit ins Turnier gegangen und wurden dafür bitter bestraft.

Die Holländer verliessen sich auf ihre Solisten und vergassen dabei das Kollektiv gänzlich. Die Russen glaubten nach dem 4:1-Startsieg gegen Tschechien, die Qualifiktaion für die Viertelfinals sei nur noch eine reine Formsache und waren sich deshalb viel zu sicher. Auch sie erhielten postwendend die Quittung dafür.

Was mich bei den Holländern und den Russen ebenfalls wunderte, war ihre schlechte physische Verfassung. Wenn man bei einer Welt- oder Europameisterschaft physisch und psychisch nicht topfit ist, hat man keine Chance. Die meisten Spiele wurden in Polen und der Ukraine oft bei einer Glutofenhitze ausgetragen. Physisch schlecht vorbereitete Teams stossen bei über 30 Grad körperlich schnell an ihre Grenzen. Dann kommt es zu einer Übersäuerung der Muskeln, der Sauerstoff fehlt im System, was die Kreativität extrem einschränkt.

Viele Experten behaupten, die Polen seien am enormen Druck ihres Heimturniers gescheitert. Ich sage, die Polen haben einfach zu wenig Qualität und Erfahrung, um gegen die ganz Grossen bestehen zu können. Dieses Manko konnten auch die drei Meisterspieler von Dortmund, Lewandowski, Blaszczykowski und Piszczek, nicht kaschieren. Die Polen spielen wie übrigens auch die Ukrainer einen biederen Fussball.

Ich weiss, dass sich viele Fans über die Spielweise der Spanier gegen die Kroaten fürchterlich aufgeregt haben. Für mich war das allerdings hohe Fussballkunst. Langweilig anzusehen war das spanische Spiel höchstens nur deshalb, weil die anderen nicht mitspielten, sich vorwiegend hinten hinein stellten und auf Konter lauerten. Die Spanier haben das einzig richtige gemacht, ihr Spiel konsequent durchgezogen sind nicht in Hektik verfallen. Beim herausgespielten Tor durch Joker Jesus Nava kombinierten sich die Spanier praktisch ins kroatische Tor. Ihre Spielweise hat sich durchgesetzt, sie stehen zurecht im Viertelfinal.

Helles Entsetzen rief die Aktion hervor, in der Ramos im Strafraum den Kroaten Mandzukic gefoult haben soll (siehe Video). Ich sage, Ramos hat den Ball gespielt, der deutsche Ref Wolfgang Stark deshalb richtig entschieden und keinen Elfmeter gepfiffen. Der 5. Schiedsrichter stand übrigens drei Meter neben dem Tatort und hat richtigerweise auch nicht reagiert.

Dem ehemaligen Basler Ivan Rakitic hätte ich bei seiner Grosschance, bei der er an Spaniens Keeper Casillas gescheitert ist, eigentlich ein Tor gewünscht. Doch es war wirklich nicht einfach für ihn. Bei einer solchen Aktion gehen dir tausend Sachen durch den Kopf und du musst dich innerhalb von einer Sekunde für das Richtige entscheiden. Leider hat er auch noch wenig Glück gehabt.

Hakan Yakin, 35, schoss in 87 Länderspielen für die Schweiz 20 Tore. Bei der AC Bellinzona lässt der Ex-Internationale seine Karriere ausklingen.

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129 Kommentare zu “Ramos spielte den Ball, das war kein Penalty”

  1. Rolf sagt:

    Ramos spielte den Fuss des Kroaten was dem Ball ebenfalls eine andere Richtung gab. Wieso das ein 5. Schiedsrichter aus 4m Entefernung ebenfalls nicht sieht, ist mir ein Rätsel. Ich bin übrigens Spanien Anhänger, aber Objektivität muss sein.

    • Martin sagt:

      Quatsch mit Sauce: Ramos hat den Ball gespielt wie Hakan Yakin korrekt bemerkte. Die Kroaten sind den Spaniern während des ganzen Spiels auf den Füssen rumgetreten und haben wirklich keinen Anlass sich zu beschweren.

      • Raphael Correcher sagt:

        Ich bin ganz deiner Meinung Martin. Die Kroaten haben – in der Tradition der Balkanländer leider – viele versteckte Niedlichkeiten ausgeteilt, die der Schiri nicht gesehen hat.
        Die Spanier haben aus taktischer Sicht das einzig Richtige gemacht und ruhig ihr Passspiel durchgezogen. Fakt ist, dass die Kroaten anfangs ultradefensiv agiert haben.

        • Mäse sagt:

          Und wir haben mit unserer ultradefensiven Taktiv die Spanier geschlagen. Das jetzt den Kroaten vorzuwerfen und nur immer die Schönwetterfussballer zu unstützen ist unfair. Was denken sie, die Spanier sind alles Klosterschüler? Dann kennen sie die spanische Mentalität aber ganz schlecht. Der Penalty war glasklar, ein bisschen das Regelwerk studieren wäre von Nöten. @Martin – wenn die einen Treten, soll es dann den anderen erlaubt werden? Was für eine krude Logik ist das?

        • Andi Meier sagt:

          Ich denke, das ist die beste Variante gegen die Spanier, besonders, wenn sie so passiv auftreten. Klar, sie hatten meistens den Ball, aber keinen Zug zum Tor. Die Kroaten haben es richtig gemacht, stören und halt auch mal auf die Füsse treten. In der zweiten Halbzeit haben sie dann tollen Fussball gezeigt und Spanien hätte sich über eine Niederlage nicht beklagen können.

          • Pat sagt:

            Bravo, ihr habt alle Recht, und Sorry ihr seid alles Nilpen.
            Ja, die Kroaten haben viele Versteckte Fouls begangen obwohl der Ball schon weg war, im Eishockey würde man dazu sagen ‘den Check vollenden’. Was daran Toll oder Richtig sein soll … Na ja. Aber auch die Spanier sind keine Kinder von Traurigkeit: sie spielen super schönen Fussball wenn man sie lässt, aber auch bei ihnen wird immer da und dort gehalten und gestossen. Was im Endeffekt auch nichts anderes als ein Foul ist. Unterdessen gehört dies leider schon zum täglichen Fussball. Dass allerdings dies Spieler, wenn sie denn ertappt werden, so tun als seien sie alle Unschuldsengel, das ist das eigentlich schlimme daran. Die Spieler (auf dem Niveau) wissen genau was erlaubt ist und was nicht. Wenn dann gepfiffen wird sollen sie wenigstens die Klappe halten und das Verdikt entgegennehmen.
            Und was den Einsatz von Ramos angeht: ja, er hat den Ball gepielt. Er war ein Augenblinzeln früher am Ball als der Kroate. Das ist jedoch nicht das einzige Kriterium welches für eine Foul/Nicht-Foul Entscheidung zählt. Ramos’ Einsatz war überhart, er hat bei diesem Einsatz eine Verletzung des Gegners in Kauf genommen. Und aus dem Grund müsste es eigentlich als Foul und mit einer Disziplinarstrafe geahndet werden. Als SR haben wir ganz klare Anweisungen, zumindest in den Amateurligen: die Gesundheit der Spieler zu schützen. Und wenn jemand mit Stollen voran in einen Zweikampf geht so wie Ramos, dann sind wir SR angewiesen im Minimum eine Verwarnung, wenn nicht gar einen Ausschluss des Spielers zu verhängen. Und als SR mache ich Woche für Woche auch dies, denn ich hab es 30 Jahre lang als Spieler gehasst wenn einer mit den Stollen voran in ein Tackling gegangen ist.
            Ich bin ein Fan des spanischen Fussballs, weil das für mich noch Fussball ist und Technik und Können an erster Stelle stehen. Aber in aller Objektivität wäre bei dem Tackling von Ramos ein Penalty plus minimum Gelb fällig gewesen. Über die Leistung des GL-SR müssen wir nicht diskutieren, die sind im Moment eh nur Staffage solange die sich nicht aktiv im SR Team beteiligen und Verstösse dem SR melden.
            So, nun heisst’s ‘Manege frei’ für alle Kritiker meines Kommentars. Tobt Euch aus! 🙂

        • ben dega sagt:

          Was für eine rassistische Aussage, Sie kennen die Fussballtradition der Balkanländer? dann sollten Sie wissen, dass man dort immer einen sehr technischen Fussballspiel gepflegt hat und bullsshit schreiben. Wenn Toni Brunner über Bildungswesen redet kommentieren Sie das auch?

      • gordana.starcevic sagt:

        ach hören Sie doch auf, namhafte Experten haben hier einen Penalty gesehen
        und Sie alle hier im Blog haben das Gefühl, sie müssten auf der Kroatischen Nationalmannschaft herumtrampeln.
        Dies ist eine kleine Nation, die sich durch viel Willen und Freude und kämpferischen Geist auszeichnet.
        Und man soll nicht die kroatischen Fans hier in die gleiche Schüssel werfen, für ihr unflätiges Benehmen werden Sie auch zu Recht zur Kasse gebeten.
        Wir reden hier von Spanien als Gegner und das Spiel war absoulut sehenswert und die Kroaten haben mit ihren Mitteln versucht gegen Spanien vorzugehen.
        Und der Schiedsrichter und noch mehr der Linienrichter haben kläglich versagt.
        Und dass Sie Ihnen auf den Füssen getreten sind, so ein Mist, die Spanier sind wohl Balletttänzer,
        hören auf solch einen Schwachsinn zu erzählen!

        • Thomas Kuner sagt:

          Es war nie ein Elfer. Wer die Kroaten an diesem Turnier beobachtet hat, dem ist auch klar, dass Schauspielerei, kleine fiese Fouls und Beleidigungen zentrale Elemente ihrer “Spielweise” sind. Mal schauen wieviele Punkte die Kroaten für das Verhalten ihrer “Fans” abgezogen bekommen….

          • gordana.starcevic sagt:

            genau, Herr Kunert
            Und alle andren Nationen sind Heilige!

          • Sunner Karl sagt:

            Endlich haben wir einen richtigen Experten gefunden! Schliesslich hat Ramos überhaupt nicht den Fuss Mandzukic’s getroffen und dieser hat nur übel simuliert. Herr Kunder, es ist nicht so schwierig: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…

    • Eisenring Theo sagt:

      Darf der 5. Schiedsrichter hier überhaupt etwas feststellen, melden oder entscheiden? Er ist doch nur für Torsituationen zuständig, hingegen Linienrichter zur Meldung Toren (durch “Sprint” zur Höhe der 16m Linie), von Abseits, Tor- und Seitenaus, sowie Fouls, aber nur in ihrer unmittelbaren Nähe? Letztlich darf/muss nur der Schiri im Endeffekt über alles enscheiden.
      Theo

      • Jea Reno sagt:

        Ja, die Schiedsrichterassistenten sind zur Unterstützung des Schiris da und stehen alle jedezeit mit ihm im Funkkontakt. Zudem besitzen die Torrichter alle eine “Offside”-Fahne ohne Fahne, dafür mit Knopf, der dem Schiri meldet, dass der Assistent etwas gesehen hat. Somit wäre es ein leichtes gewesen das Stark zu melden.

        Ansonsten muss ich mit Marco überrein. Gestrecktes Bein = Foul. Also folglich Penalty.
        Und wem das nicht reicht, dem sei gesagt, dass gefährliches Spiel, also eine Inkaufnahme einer Verletzung des Gegners auch ein Foul ist.

        • Pat sagt:

          Na ja, die GL (Grundlinien) SR Assistenten sind eigentlich für den Torraumbreich verantwortlich, jedoch spricht nichts’ dagegen wenn sie Fouls (oder solche die sie als das taxiren) dem SR melden. Und korrekt. die SR Assistenten melden dem SR was sie gesehen haben. Aber es ist nach wie vor in der Verantwortung des SR zu entscheiden, wie er fortfahren möchte.
          Und nein: gestrecktes Bein nicht gleich Foul. wenn er nach unten gewandten Stollen den Ball spielt ohne dass er ein Verletzung des Gegners in Kauf nimmt, dann ist das absolut korrekt und kein Foul. Wenn er jedoch gefährliches Spiel betreibt (z.b. Stollen voran, Fuss über Ballhöhe etc.) dann muss dies gepfiffen werden, selbst wenn kein Kontakt stattgefunden hat. Das wird dann aber mit indirektem Freistoss geahndet. Jedoch wenn dann noch ein Kontakt stattfindet, dann wird dies als normaler direkter Freistoss geahndet. Und je nachdem kommen dann noch zusätzliche Disziplinarmassnahmen dazu (Verwarnung, Ausschluss). Dies ist abhängig davon wie sich die Situation zugetragen hat (Art des Fouls, Dynamik des Tacklings, Vorsätzlichkleit etc.)

    • Stefan Gisler sagt:

      Gestrecktes Bein, Fuss getroffen, den Ball vielleicht auch noch – vor allem aber war es dumm und unnötig, da im Strafraum kein anderer Kroate war, der die Flanke hätte entgegen nehmen könne. Wie ein Klassespieler überhaupt auf die Idee kommt im Strafraum so einzusteigen und einen Penalty zu riskieren, der müsste mit einem solchen bestraft werden. Ich unterstütze Spanien, doch zum Weiterkommen braucht es keine Geschenke.

    • Marco sagt:

      Eigentlich spielt es absolut keine Rolle ob Ramos den Ball spielt oder nicht. Ein gestrecktes Bein ist in jedem Fall mit einem Foul zu ahnden und die Bilder sind ja eindeutig. Das Bein ist gestreckt und die Sohle offen. Gerade ein offensiver Spieler wie Yakin weiss genau was mit dem Fuss/Schien-/Wadenbein passiert wenn er ihn voll erwischt hätte. Gemäss Regelwerk ganz klar Foul. Ob im Strafraum oder nicht ist eine andere Diskussion.

    • Marc sagt:

      Da gibts doch nun wirklich keine diskussion, ganz klarer elfmeter. Er spielt eben nicht den ball, der geht in der laufrichtung von manzukic weiter die er vorgibt. Schade das waer ne hochklassige zweite haelfte geworden…p.s ich bin spanien fan und wenn rakitic den kopfball indirekt auf den boden richtung tor setzt dan haben die kroaten verdient gewonnen. Hab nur zweite haelfte gesehen

    • Thomas sagt:

      Wenn ein Spieler mit soviel Speed und einem gestrecktem Bein in einen Zweikampf springt(!!!), nihmt er automatisch eine Verletzung beim Gegenspieler in Kauf. Darüber muss wohl kaum diskutiert werden. Also folglich Foul, ob 11er oder Freistoss ist sehr schwer zu beurteilen. Ob die Kroaten im vorhinein gefoult haben oder nicht tut gar nichts zur Sache.

  2. Ivan Ratkovic sagt:

    “Ramos hat den Ball gespielt “, genau!! UND er tat dies AUSSERHALB der Strafraums!
    Penalty? ALLES wohl nur ein STRAFTRAUM

  3. Thömi sagt:

    Lieber Hakan

    Zum Penaltyentscheid. Ich glaube du wärst der erste der nach einer solchen Aktion gegen dich Penaltyforder würdest (zu Recht) . Wenn Ramos wie Stier jemandem von “hinten” in die Beine springt, spielt es keine Rolle ob der Ball gespielt wird oder nicht. Tacklings von hinten sind Fouls. Und Ramos nimmt eine Verletzung des Gegners bewusst in Kauf. Ich habe schon rote Karten bei solchen Aktionen gesehen und du behauptest, dass sei kein Foul…. Lieber Hakan ich kann gerne die Situiation mit dir Nachspielen und möchte sehen ob du dann immernoch auf deiner Meinung beharst.

    • blackball sagt:

      Thömi, bitte schauen Sie sich das Tuben-Video genau an, insbesondere ab 0:16. Das ist weder ein Tackling noch springt Ramos dem Mandžukić von hinten in die Beine.

      Die Aktion von Ramos mag auf den ersten Blick grenzwertig sein, auf den zweiten jedoch sieht man deutlich, dass Ramos den Ball spielt (s. Video ab 0:16).

      Auch aus meiner Sicht deshalb: alles korrekt.

    • Fremdgucker sagt:

      Ramos kommt von der Seite. Und er springt nicht “in die Beine”, sondern orientiert sich klar am Ball. Dass er dabei auch noch den Fuss des Kroaten berührt, ist irrelevant.

      Lineker & Co. sprachen auf BBC übrigens von einem “superb tackle”.

    • P. Rolet sagt:

      süss…

      • Zico sagt:

        ….ich fand das war ein Penalty. Und übrigens, was war denn mit dem Ringer-Einsatz gegen Corluca in der 2. Halbzeit? Da waren die zitierten Lineker und Co. klar der Meinung, dass es klarer Penaltypfiff hätte sein sollen…….

  4. jose bütler sagt:

    rakitic hat sich gegen die schweiz entschieden und darum klebt ihm in den entscheidenden situationen das pech am fuss ;o)

    • Paulo sagt:

      In der Schweizer Nati wäre er sowieso nicht willkommen gewesen, genauso wie zuvor Kubi Türkylmaz, Alex Frei oder Marco Streller. Da würde wohl jeder viel lieber für San Marino spielen wollen als für so einen undankbaren Haufen.

    • Franz sagt:

      Genau, José. Andere haben sich für die Schweiz entschieden und sind dafür nicht an der EM. 🙂

    • rolando sagt:

      Ich würde eher sagen, Rakitic ist mehr Schweizer als man meint 🙂 In entscheidenden Momenten versagt er (wie übrigens auch am EM-Penatlyschiessen 2008: Die beiden Schweizer in kroatischen Diensten, haben ihre Penalties verschossen).

    • Hans Meier sagt:

      genau – strafe muss sein 😉

  5. Jens Werner sagt:

    Auf dem Bild sieht man deutlich, dass der Verteidiger mit gestrecktem Bein Sohle voran den Gegner umtritt. Da ist die Frage “Ball gespielt” oder “Ball nicht gespielt” komplett irrelevant. Intressant, dass sogar Profi-Fussballer solche Regeldefizite haben. Ich möchte Hakan ja sehen, wenn er mal so umgesäbelt wird und keinen Freistoss erhält…

    • Oli S. sagt:

      Absolut korrekt. Das Argument “Ball gespielt” wird leider oft in einen völlig falschen Zusammenhang gestellt. Ramos nimmt einige Meter Anlauf, springt ab und streckt das Bein voll durch. Ob er den Ball trifft oder nicht, ist reiner Zufall, und genau darum geht es: Was steht bei einer solchen Aktion im Vordergrund, oder anders gesagt, was ist wahrscheinlicher? Trifft der Spieler gezielt den Ball mit der Möglichkeit, den Gegenspieler zu treffen, oder aber zielt er einfach in dessen Richtung, mit der Möglichkeit, den Ball zu treffen?

      • Denis F. sagt:

        Der Mann ist mit beiden Füssen vom Boden und tritt mit dem rechten nach dem Ball, eigendlich müsste er sich folglich in der Luft im Gegenuhrzeigersinn um die eigene Achse drehen. Er dreht aber im Uhrzeigersinn. Wenn keine externe Krafteinwirkung vorhanden wäre, würde sich der Drehmoment niemals auf diese Weise verändern. Die Berührung ist zwar nicht lange, aber der Impuls der dabei Übertragen wird ist nicht ohne.

        Ball war beim Treffer zwar bereits gespielt und das ganze war ausserhalb des Strafraumes, ABER die Absicht und vor allem das gestreckte Bein gehört bestraft!
        Getroffen ist getroffen

    • Peter sagt:

      Auf dem Bild oben sehe ich eigentlich eher deutlich, dass (a) der Verteidiger gleichzeitig mit dem Stürmer den Ball berührt, (b) der Verteidiger den Stürmer dabei (noch) nicht berührt, und (c) dass sich die Aktion vor der Strafraumgrenze abspielt.
      Aufgrund der jeweiligen Laufrichtung von Stürmer und Verteidiger fällt der Stürmer anschliessend über den Verteidiger, in den/im Strafraum, aber solange der Verteidiger den Ball vor dem Stürmer berührt hat, ist das irrelevant.
      Das es für den Stürmer nicht sehr angenehm ist, in die Sohle des Verteidigers zu treten, ist ebenfalls nachvollziehbar, passiert aber beim Fussball öfter.

      • Peter Rietsch sagt:

        Dann schau vielleicht das nächste Mal noch ein paar Bilder mehr an, bevor du irgendetwas unqualifiziert kommentierst. Das ganze war auf der Linie = im Strafraum. Sieht man gut, denn der Ball schlägt vor der Szene noch auf der Linie auf und springt von dort weg. Wenn also der Ball berührt wird bei dieser Szene, dann garantiert im Strafraum.

    • sepp z. sagt:

      genau, jens werner.
      mit der Fusssohle voraus…
      wird sowieso abgepfiffen.

  6. Martin Kallmann sagt:

    Ihr Lob auf Spanien in Ehren, aber ich fand dieses Rumgeschiebe des Balles im Mittelfeld gelinde gesagt zum Einschlafen. Ich hoffe nicht, dass dies die Zukunft des Fussballs ist, sonst sage ich schon “gute Nacht” vor Anpfiff des Spiels.

    • Müslüm sagt:

      Zumauern, 4er und 5er Kette und warten auf Konter…. das ist Abstauberfussball, destruktiv und unattraktiv zum Zusehen. Das möchte ICH nicht sehen.

    • Jürgen Kohler sagt:

      An dem langweiligen Gekicke waren in erster Linie die Kroaten schuld. Sie verbarrikadierten sich, obwohl sie zwingend ein Tor schiessen mussten, um weiterzukommen. Aber solange solche Teams oftmals erfolgreich sind (siehe Chelsea, Griechenland, …), werden wir wohl immer solche Schlafwagen-Spiele zu sehen bekommen.

    • Ivo sagt:

      Zu einem attraktiven Spiel braucht es immer zwei Mannschaften. Die Kroaten haben hinten gemauert und auf Konter gehofft – das ist keine Vorraussetzung für eine gutes Fussballspiel. Die Italiener haben gezeigt dass man gegen Spanien auch angreifen kann.

      Und immerhin ist das Ballgeschiebe der Spanier auf sehr hohem technischen Niveau. Ich hoffe schwer dass wir in Zukunft mehr Mannschaften von diesem Format sehen werden.

    • Salomon Friedrich sagt:

      Das Problem ist nicht das “Rumgeschiebe” der Spanier (oder von Barça), sondern, dass sie den Gegnern in technischer Hinsicht dermassen haushoch überlegen sind, dass diese in den meisten Fällen nur noch zum Mittel der Destruktion greifen. Die gezielte Destruktion des Spiels, nicht das “Rumgeschiebe”, lässt die Partien für manchen Zuschauer als langweilig erscheinen. Wobei meiner Ansicht nach es auch so ein Genuss ist, dem Kombinationsfussbal à la Barça zuzuschauen – dass das ständige frühe Attackieren des Gegners und schnelle Kombinieren und Rotieren des Balles in den eigenen Reihen nicht gerade einfach ist, dürfte eigentlich jedem Zuschauer einleuchten. Auf der anderen Seite ist das, was Herr Di Mateo als “Taktik” bezeichnet an und für sich “primitiv” – 10 Mann + Torhüter hinten, die Räume durch gemeinsames Verschieben ständig eng halten, schnelle Aktionen duch tatktische Fouls unterbinden, wenn dies einmal nicht gelingt. Wenn das die Zukunft des Fussballs sein soll, dann sage ich “gute Nacht”. Stellen Sie sich vor, beide Mannschaften spielten sollte.

      Die Schiedsrichter sollten entsprechend “taktische Fouls” ahnden. Das hätte viel mehr gelbe und gelb-rote Karten für die (unfair agierenden) Gegner und damit eine “Öffnung” des Spiels zur Folge. Oder sie müssten anfangen, selber kreativ zu spielen – und das sollte eigentlich das Ziel sein.

      Dass Spanien gestern in der Schlussphase auf ein 4-6-0 zurückgriff, war nur konsequent – noch sichereres Ballhalten und damit Verhindern von Konterchancen bei ansonsten ausschliesslich destruktiv agierenden Gegnern.

      Ich bin gespannt, wie Barça seine Spielweise in der kommenden Saison anpassen wird. Vermutlich werden sie ab und an auch auf dieses Mittel zurückgreifen – v. a. wenn D. Villa nicht verfügbar sein sollte und/oder das Spiel mit A. Sanchez keinen Erfolg bringen sollte.

      • Jan Frei sagt:

        Werter Herr Friedrich. Als Barca od. Spanien Fan würde ich auch so argumentieren. Wissen Sie eigentlich wer mit diesem Tikitaka angefangen hat bzw. es nach Spanien brachte? Ich denke nicht, sage aber nur, dass es vor ca 15-20 Jahren nach Barcelona gebracht wurde. Nun können Sie rechnen wie lange die berühmte “Cantera” gebraucht hat eine Generation Spieler herauszubringen bis das System funktionierte.
        Sie meinen Chelsea sei eine destruktive Mannschadft? Ich meine Chelsea ist eine gut organiserte Mannschaft die sehr diszipliniert spielt. Ich sah egiegentlich nie das 10 Mann + Goalie hinten rein standen. Die Raumaufteilung sowie die Taktik hervorragend. Für einen Schönwettermodefussballer sicherlich nicht attraktiv!
        Drehen wir den Spiess mal um nennen wir Barcelona od. Spanien als Teams die defensiv Spielen indem sie nur noch den Ball halten, hin-und-her schieben und sich in der Gegenerischen Zone verankern. Das mag am Anfnag noch attraktiv wirken aber wie Sie es nennen, kann es mit der Zeit als primitve Taktik verschrien werden. Und genau an diesem Punkt ist dieser Fussball nun angekommen. Langweiliger Ping-Pong Fussball wo sehr berechnend und langweilig geoworden ist.

        • Mäse sagt:

          Super Antwort Jan – genau so seh ich den spanischen Fussball auch. Wer nur Schönwetterfussball sehen will, der kann sich das Ballgeschiebe noch lange anschauen. Wer Mannschaften wie Chelsea oder Kroatien als primitive HauDenMann Teams bezeichnet, der sollte sich wirklich mal um Taktik kümmern und die verschiedenen Facetten des Fussbalss kennen lernen.

    • Raphael Correcher sagt:

      Kallmann: Das Problem sind nicht die Spanier, sondern ultradefensive Mannschaft, die in einem 9:1 spielen. Am Ende geht die Puste doch aus, die Konzentration lässt nach und Mann kriegt am Ende ein Tor.
      Man sollte die mentale Stärke Spaniens hervorheben. Dies macht eine überdurschschnittlich gute Mannschaft aus, die einer solchen Herausforderung mit grosser Geduld standhalten kann. Aus taktischer Sicht ein extrem interessanter Match. Aus Gourmetsicht völlig langweilig.

      • Raphael Correcher sagt:

        sorry, es sollte heissen “man kriegt ein Tor” und nicht “Mann”…Hitze des Gefechts eben…

    • Alex sagt:

      Gute Nacht wenn alle so spielen wie Chelsea und Kroatien…

  7. Heinz Köhli sagt:

    Dies war mindestens ein 65%-Penalty und derjenige in der zweiten Halbzeit (Gorluka wird nach einer Ecke im Fünfer vor dem (Ein)köpfeln am Leibchen (sehr) stark weg- und niedergezogen war ein 85%-Penalty, was zusammen 150% macht. Wenn man bedenkt, dass mindestens zwei von drei Penaltys verwertet werden, ergibt das dann ein 1:0 für Kroatien, weil die Spanier im Rückstand den Riegel niemals überwunden hätten….die Kroaten wurden also fast wie die Russen gegen Polen (denen wurden mindestens zwei Elfer unterschlagen, wobei die Regie diese Strafraumfouls nicht mehr zeigen wollte….weshalb ist schon klar) (klar) benachteiligt….und übrigens hat man auch den Dänen vorgestern gegen Deutschland einen glasklaren Penalty nicht gegeben…..kommt mir vor wie beim Boxen. Da müssen die Herausforderer auch fast dreimal mehr zuhauen, damit der Titelverteidiger vom Sockel stürzt.

    • Unparteiisch sagt:

      Schon mal was von der Wahrscheinlichkeitsrechnung gehört?… Bevor sie falsche Berechnungen anstellen, sollten Sie vielleicht nochmals die Schule besuchen.

      • WSK Rechner sagt:

        Bevor Sie eine Aussage durch Ungenauigkeit diffamieren, sollten Sie die korrekte Rechnung liefern:
        WSK für keinen Penalty: 0.35*0.15=0.053;
        WSK für einen Penaltys: 1-die beiden anderen Werte=0.395;
        WSK für zwei Penaltys: 0.65*0.85=0.553;
        WSK Tor/kein Tor aus keinem Penalty: 0 / 0.053
        WSK Tor/kein Tor aus einem Penaltys: 0.263/0.132;
        WSK 2 Tore/1 Tor/kein Tor aus zwei Penaltys: 0.246 / 0.246 /0.061;
        Sprich: in 24.6 % 2 Tore / 50.9 % 1 Tor/ 24.6 % kein Tor
        –> Da scheint mir die Annahme von 1 Tor doch ganz legitim zu sein.

        PS: Für die Prozent-Zahlen stehe ich natürlich nicht gerade… Die kann man diskutieren.

        • DAM sagt:

          Das Problem bei der ganzen Rechnerei ist doch, dass es entweder Penalty gibt oder eben nicht. Also sozusagen 100% oder 0%. Alles dazwischen ist schlicht nicht möglich, weswegen auch die (durchaus schöne) Mathematik in diesem Fall vergebens angewendet wird.

    • xyxyxy sagt:

      zu ihrem 85% Penalty – warum hat den niemand, nicht einmal der Heruntergezogene reklamiert. Warum hat nur Casillas reklamiert? Evt. weil sich der Heruntergezogene zuerst nicht regelkonform aufgestützt hat.
      Haben sie den ganzen Zweikampf von A bis Z gesehen?

      Klar ich kann jeden Kroaten verstehen, der sich ungerecht behandelt fühlt. Aber im Fussball gilt: wenn man gewinnen will, muss man Tore schiessen, im Notfall eines mehr, wenn der Schiri mal verkehrt pfeift. Das gilt für jede Mannschaft. Maulen ist fehl am Platz. Man muss einfach so gut sein, dass man sich auch gegen widrige Umstände durchsetzen kann. Ist man das nicht, fliegt man halt früher oder später raus.

  8. Stolperi sagt:

    Kroaten fünf gelbe Karten, Spanien null gelbe Karten. Neben den beiden Penalty-Szenen gegen Spanien hat auch Pique einen Ellbogencheck bei einer Ecke bekommen – ebenso diskutable Penalty-Szene, diesmal für Spanien. Dass Srna das Spiel beendet passt zum Massstab, den der Schiedsrichter angewandt hat. Für mich hätte er wegen Akkumulation von gelben Karten mindestens nach 60 Minuten duschen gehen müssen. Dann wäre die Strategie der Kroaten von alleine zusammen gebrochen. Spanien hat schlecht ausgesehen und auch gespielt, aber sie haben Glück gehabt und sind Ihrem Spiel treu geblieben. Und der heisst Fussball SPIELEN und ANGREIFEN. Bei den Kroaten konnte ich zwar eine starke Defensivleistung ausmachen(trotz der vielen Fouls), aber mehr nicht. Dieser Spielstil war schon vor 50 Jahren Scheisse und ist es auch heute noch…

  9. Walter Herrmann sagt:

    Hakan hat völlig recht. Wenn man die Zeitlupe genau verfolgt, sieht man wie Ramos das linke Bein streckt um den Ball zu berühren. Das rechte Bein des Kroaten bewegt sich ebenfalls nach dem Ball. Dabei kommt es zur gemeinsamen Berührung und bei solchen intensiven Zweikämpfen kann es dann den einen unabsichtlich treffen. Klar ist (auch wenn das Schiri-TV-Kommentator Bertolini anders sieht). Ramos spielte zu 100 % den Ball ohne die geringste Absicht den Gegner zu treffen. Absolut richtiger Entscheid der Referee-Crew.

  10. micha sagt:

    Der Titel ist irreführend, aber sonst ein interessanter Beitrag. Mir fällt auch auf, dass die Mannschaften sehr unterschiedlich mit den extremen Bedingungen zurechtkommen. Wie immer sind die Deutschen topfit, und haben dadurch einen Vorteil. Bezüglich Spanien bin ich nicht einverstanden. Der Unterschied zur Equipe 2010 in Südafrika ist, dass die Aussenverteidiger-Positionen schwach besetzt sind. Beide Aussenverteidiger bringen gar nichts nach vorne, während beispielsweise Ramos 2010 rechts eine stete Gefahr war und wie ein Flügelstürmer gewirkt hat. Dadurch ist das spanische Spiel viel zu sehr auf die Mitte konzentriert. Dies erlaubt es einer massierten, gut stehenden Verteidigung, dass die Spanier praktisch zu keinen Chancen kommen. Von der Seite her müssten sie eine solche Deckung aufknacken. Ausserdem sind die Spanier bei stehenden Bällen schwach. Xavi hat gestern viele Eckbälle ohne jegliche Gefahr geschlagen. Schliesslich ist Torres bisher nicht so stark, wie es Villa 2010 und Torres 2008 waren. Wenn sie das nicht ändern, werden mE. die Spanier nicht mal ins Finale kommen. Gegen Deutschland hätten sie so wenig Chancen. Die Aktion von Ramos ist ohne weiteres als Foul zu bezeichnen. Er geht mit gestrecktem Bein und Schuhsohle voran, trifft zwar zuerst den Ball, aber auch voll den Fuss des Stürmers, und nimmt mit dieser Aktion sehr wohl eine schwere Verletzung des Stürmers in Kauf. Meines Erachtens ein klarer Penalty plus gelbe Karte.

  11. Dustin Peters sagt:

    Ein schönes Beispiel, dass der Video-Beweis auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist: Bei der ersten Zeitlupeneinstellung sieht’s nach Penalty aus, bei der zweiten eher nicht und in der 3 scheints eindeutig keiner zu sein. Welcher Einstellung glaubt man jetzt? Grundsätzlich dürfte sich Ramos aber nicht beklagen, wenn der Schiri gepfiffen hätte: Wer im Strafraum so in einen Zweikampf geht, bettelt ja schon fast um einen Elfer…

  12. Ben sagt:

    Das war ein glasklarer Penalty! Wenn ein Spieler mit gestrecktem Bein so reingeht spielt es keine grosse Rolle ob er den Ball trifft oder nicht. Dafür gabs auch schon mal rot. Bin übrigens auf der Seite der Spanier.

  13. Die Spanier werden mit dieser Handball-Spielweise letztlich scheitern. Völlig einfaltsloses Ballgeschiebe rund um den Strafraum, kein Flügelspiel; die haben aus dem Misserfolg von Barcelona in der CL nichts gelernt. Diesmal sind sie mithilfe des Schiri noch weitergekommen (eindeutiger Elfemeter; das Tor war offside).

    • Rolf sagt:

      Das Tor war nicht offside da sich Iniesta nicht im Offside befand sondern Navas, aber der griff (noch) nicht ins Spielgeschehen ein. Dass der Schiri nicht auf Penalty entschied passte zu seiner Grundhaltung obwohl ich mit Ihnen einig gehe, dass es Penalty war. Zum Trost: Den Dänen wurde ebenfalls ein Penalty gegen Deutschland verwehrt und bei einer Verwertung desselben wäre Deutschland ausgeschieden. Dem Tüchtigen gehört das Glück – nicht dem Mutlosen.

    • giuri sagt:

      Das Tor war nicht offside. Simple fact. Replay anschauen und Regelwerk studieren; Navas’ Offside bei Fàbregas’ Pass ist irrelevant, da Iniesta (nicht im Offside) den Ball bekommt und mit seinem Pass eine neue Situation schafft, die ebenfalls kein Offside ist.

    • DAM sagt:

      Die Regel mit dem passiven Abseits und der neu entstehenden Spielsituation ist zwar Schwachsinn, wurde aber hier korrekt angewendet. Es war ein korrektes Tor.

  14. sydney sagt:

    sehr schwierige entscheidung, für mich steht der kroate ausserhalb des strafraumes und deshalb würde es vielleicht freistoss aber sicher nicht elfmeter geben. je nach betrachtungsweise sieht es nach “ball gespielt” oder “fuss getroffen” aus. wirklich sehr schwierig auch nach den fernsehbilder – der schiri hat 1 sekunde zeit… uebrigens, hakan: bin positiv überrascht über die qualität deiner beiträge – vorallem im vergleich zum gestrigen, unsachlichen und von vorurteilen strotzenden beitrag über männer und fussball.

  15. Rocco sagt:

    Und wieso war das Ziehen am Leibchen von Bentner kein Penalty? Dann wäre Deutscheland evt. auch ausgeschieden. Kein Mensch hat das gesehen ausser der Blick.

  16. Mario Monaro sagt:

    Erfrischend klare Worte von Hakan Yakin – man muss nicht seiner Meinung sein um das zu geniessen.

  17. Buschbrenner Rudi sagt:

    Gratulation zu diesem Blog. Die Szene mit Ramos ist zumindest strittig (ich würde auch keinen Penalty geben) alles andere ist extrem treffend analysiert! Speziell die Spielart der Spanier war wiederum fantastisch! Einfach wunderbar anzusehen! Und wenn die anderen 15 Mannschaften Anti-Fussball spielen, können die Spanier ganz sicher nichts dafür!
    PS: Wenn schon ein allfälliger Penalty-Entscheid oder eben nicht Elfmeter diskutiert werden muss, dann bitteschön am Tag zuvor als Dänemark 15min. vor Schluss gegen Deutschland krass benachteiligt wurde…

  18. Peter Rietsch sagt:

    Wirklich erstaunt bin ich, dass niemand (beispielsweise diese Zeitung) die Schiedsrichter-Diskussion im grösseren Stil lostritt. Immerhin ist die Hälfte der bislang qualifizierten Mannschaften fälschlicherweise noch dabei. Zum Beispiel die grossen “Favoriten”: Deutschland wäre gegen Dänemark nach Penalty+roter Karte garantiert nicht mehr zum Ausgleich gekommen. Und Spanien gestern auch nicht. Beide wären draussen gewesen.

  19. andy stutz sagt:

    “hochmut kommt vor dem fall”
    die deutschen, denen wir immer arroganz vorwerfen und die sich in unseren augen mmer schon selbst als EM sehen, sind die, die hier am turnier am bescheidensten auftreten. unsere wahrnehmung hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass wie eher in der “bild” danach suchen als uns durch kroatische oder russische gazetten durchzuschlagen!

  20. Was wäre wenn die gleich Situation in der Nähe des kroatischen Strafraum stattfinden würde und Ramos anstatt den Ball weg vom Goal in Richtung Goal zu lenken versuchte??? Beide Spieler gehen doch auf den Ball. Hat ein angreifender Spieler immer Anrecht auf den Ball? Sehe da keinen Einsatz von Ramos gegen Mandzukic, Ramos geht direkt auf den Ball so wie es Mandzukic auch tut. Gemäss dem Bild sind beide gleichzeitig am Ball.

  21. Patrick sagt:

    Solange also ein Spieler beim Tackling den Ball trifft, darf er mit gestrecktem Bein reingrätschen und dem Gegner notfalls auch den Fuss brechen, ohne dass auf Foul entschieden wird? Trifft ja schliesslich den Ball? Schöne neue Fussballwelt!

    • Raphael Correcher sagt:

      Siehe englische Liga….das wird das eine oder andere Bein gebrochen ohne Konsequenzen für den Übeltäter. Diese Aktion war hart an der Grenze, aber Ramos ging nicht von hinten rein, und auch nicht auf den Mann. Von daher: Kein Foul. Entscheid korrekt.

  22. Maratonna sagt:

    Es zeigt sich einmal mehr, dass die Schiedsrichter in heiklen Situationen gegen die “kleinen” Nationen entscheiden. Sie fürchten wohl die Reaktionen der grossen Verbände. Dänemark und Kroatien wurden ein sehr wichtiger und vor allem klarer Penalty verweigert. Zudem scheint mir das Tor der Spanier etwas fragwürdig. Der Torschütze hat aus einer klaren Offsideposition ins Spiel eingegriffen. Früher wurde so etwas abgepfiffen.

    • Rene Botteron sagt:

      ja klar, früher war alles besser. Denn dann konnte ein gewisser Maradona sogar das zweite Tor gegen England mit der Hand erzielen und diverse Elfmeter wurden durch 200%-ige Schwalber erschlichen – aber Hauptsache mal etwas behaupten, dass definitiv nicht stimmt ….

      • Maratonna sagt:

        Sie sind ja ein ganz Kluger 🙂
        Früher wurden diese Szenen wegen Offside abgepfiffen – ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht.
        Denn da gab es keine Toleranz bezüglich passiven Offsides.
        Im übrigen hatte Maradona das erste Tor mit der Hand erzielt und nicht das zweite. Aber wir sind ja tolerant gegenüber Frauen.
        Und: zeigen Sie mit doch mal nur eine Szene, wo Maradona einen ungerechtfertigten Elfmeter zugesprochen bekam.

        • DAM sagt:

          Das Problem ist nicht das passive Abseits an sich, sondern dass nach dem ersten Pass eine neue Spielsituation entstehen soll. Der Stürmer der sich ürsprünglich im passiven Abseits befand hat anschliessend einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Verteidiger, darf aber dennoch ungestraft wieder ins Spielgeschehen eingreifen, weil es eben als neue Spielsituation gewertet wird.

  23. bolliger heinz sagt:

    Mit gestrecktem Bein auf den Fuss des Gegners = ganz klarer Penalty. Dies geschah, gemäss TV-Aufnahme von oben, auf der Linie des Sechszehners und die Linie gehört zum Strafraum = Penalty. Das war schon vor fünfzig Jahren so und ist auch heute noch gültig.
    Auch der Deutsche macht ganz klar Foul im Sechszehner gegen Dänemark.

    Offenbar vermögen die neu eingefürten Torrichter die Fehlerquote der Schiedsrichter nicht wesentlich zu senken.

  24. DK sagt:

    Ich glaube, es ist allen klar, dass sofort Penalty gepfiffen worden wäre, wenn die Sache umgekehrt gewesen wäre, also statt Mandzukic z.B. Torres der Angreifer, und statt Ramos ein kroatischer Verteidiger …

    Was ich mich auch frage: jetzt stehen da also rund ums Spielfeld 4 Schiris rum, aber was tun die eigentlich? Nur ein bisschen Fähnchen schwingen? Ich verstehe nicht, wieso die nicht auch Entscheide fällen können bei strittigen Strafraumszenen, vor allem wen der Haupt-Schiri wie gestern 40m vom Geschehen weg ist.

  25. Mat sagt:

    Ich gebe Hakan Yakin Recht, in Bezug auf die spanische Spielweise. Das ist hohe Fussballkunst und langweilig wird das vor allem dann, wenn der Gegner nichts, aber gar nichts fürs Spiel tut. Aber das die Kroaten so spielten ist auch nachvollziehbar. Die Schweiz hat mit dieser Spielweise Spanien an der WM besiegt. Wenn Schweizer oder Kroaten versuchen mit den Spaniern mitzuspielen, dann gehen sie wohl 3:0 unter.
    Nicht Recht gebe ich Hakan Yakin allerdings in Bezug auf den nicht gegebenen Penalty. Klar wurde der Ball gespielt, in der Zeitlupe war klar zu erkennen, dass klar zuerst der Ball gespielt wurde, aber fast gleichzeitig auch der Fuss des Gegners. Mit gestrecktem Bein, Stollen voran so auf den Ball zu gehen, ist so oder so Sanktionswürdig. Auch wenn der Angriff seitlich kam. Da waren sich sogar die Spanischen Kommentatoren und Experten einig.

  26. Geni Meier sagt:

    Was die Penalty-Entscheide anbetrifft, gibt es Pros und Kontras. Im internationalen Fussball werden eher ein anderer Massstab angesetzt als in der Schweiz, wo Bertolini diesen vorgibt. Daher haben die in der Schweiz spielenden Fussballer international auch selten Erfolg. Was die Leistung der Spanier anbetrifft, liegt Yakin meiner Ansicht nach falsch. Für ihre Verhältnisse hat die Mannschaft schlecht gespielt. Casillas, Xavi und Iniesta waren in Normalform, der Rest schwach, die Abwehr sogar bedenklich schwach. Ein Führungstor der Kroaten hätte Spanien nicht mehr ausgeglichen. Aber dazu haben die Kroaten zu spät auf Angriff geschaltet.

  27. Mike Keller sagt:

    Es wären sogar zwei Penalties gewesen. Und ja, Spanien hat bisher überhaupt nicht überzeugt und ist nur Dank dieser Schiedsrichterpleite weiter. Es ist mir zudem auch neu, dass man mit gestrecktem Bein derart in einen Ball stürzt und schwere Verletzungen seines Gegenspieler riskiert. Diese Angelegenheit stinkt nach Korruption – vor allem wenn’s sogar den Uefa-Präsidenten freut.

  28. Andrea sagt:

    Lieber Haki
    Alles richtig geschrieben, bis auf die Penaltyszene: Die ist glaskar und nicht mal zu diskutieren. Ramos gefährdet den Gegenspielr mit gestrecktem Bein und Sohle voran (wie so oft übrigens). Keine Ahnung was der 5. Mann da denkt!?

  29. Clina sagt:

    “…weil die anderen nicht mitspielten.”
    Welch zutreffende Aussage!
    Danke.

  30. Jürg Indermaur sagt:

    Zwei Dinge: 1) Richtig, Hakan. Obwohl der Kroate berührt wurde, spielte Ramos auch den Ball. Darum liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, Penalty zu pfeifen oder eben nicht. Es wurde an dieser EURO übrigens bislang genau EIN Penalty gepfiffen. Im Eröffnungsspiel für Griechenland. 2) An alle Spanien-Bashers: schaltet doch einfach um, wenn euch diese Art Fussball nicht gefällt! Ihr nervt langsam…

  31. A. Kaufmann sagt:

    Richtig, das Spiel war lange Zeit sehr langweilig, weil alle Kroaten am Verteidigen waren und nur auf Konter warteten. Doch wie haben damals an der WM 2006 die Schweizer gegen Spanien gespielt? Da waren ebenfalls alle Schweizer am Verteidigen, nachdem ihnen dieses Dusel-Goal gelungen ist! Es war einzig nicht langweilig, weil die Spanier die vielen Chancen nicht nutzten. Ich glaube, dass alle Schweizer damals wie auf Nadeln sassen, bis die Zeit um war.

  32. A. Kaufmann sagt:

    Richtig, das Spiel war lange Zeit sehr langweilig, weil alle Kroaten am Verteidigen waren und nur auf Konter warteten. Doch wie haben damals an der WM 2006 die Schweizer gegen Spanien gespielt? Auch nicht viel besser! Da waren ebenfalls alle Schweizer am Verteidigen, nachdem ihnen dieses Dusel-Goal gelungen ist. Es war einzig nicht langweilig, weil die Spanier die vielen Chancen nicht nutzten. Ich glaube, dass alle Schweizer damals wie auf Nadeln sassen, bis die Zeit um war.

  33. Hans-Peter Gerber sagt:

    An dieser EM häufig beobachtet: Der Verteidiger kann noch so oft den Ball treffen wenn er in den Gegenspieler hineingrätscht, wenn dieser dabei zu Fall kommt wird meistens auf Foul entschieden. Wenn aber einer (Ramos) an der Strafraumgrenze mit gestrecktem Bein nicht mal den Ball sondern den Knöchel des Gegenspielers trifft (Mandzukic) dann soll das kein Foul gewesen sein? Und das mit dem Positionsabseits wurde auch schon anders entschieden oder wurden da die Regeln geändert? Alles in allem können die Spanier froh sein, nicht das Schicksal erlitten zu haben wie die russische Mannschaft…

    • Raphael Correcher sagt:

      Das angebliche Offside war klar keines. Siehe auch Erklärung von Bertolini oder lies Regelwerk betreffend Positionsabseits. Ein Abseits wird erst aktiv, wenn ein Spieler sich aktiv in den Spielablauf eingreift, sei es durch Ballberührung oder durch Obstruktion eines Gegenspielers (z.B. wenn ich dem Goalie die Sicht versperre).

  34. Tobias sagt:

    Für mich ist der Fall klar:

    ROT und Freistoss!

    • Rene Botteron sagt:

      ROT? Hallo? Gleiches Spiel gesehen? Und kennen Sie die Regeln tatsächlich?
      selten so was Absurdes gelesen…., aber Hauptsache etwas geschrieben….

  35. JD sagt:

    Für mich sieht das so aus als wäre es gefährliches Spiel (gestrecktes Bein) -> indirekter Freistoss im Strafraum

  36. Martin sagt:

    Ich bin mir auch nach zig Wiederholungen nicht sicher, ob es ein Penalty, ein Freistoss oder gar kein Foul war. Ich würde am ehesten auf kein Foul entscheiden, aber es gibt auch gute Gründe dagegen. Ich finde auch deshalb, dass man dem Schiedsrichter (weder Wolfgang Stark, noch dem Torrichter Florian Meyer) einen Fehlentscheid vorwerfen kann. Es ist letzlich einfach eine Ermessenssache, das sieht man auch daran, dass in hier in den Kommentaren die verschiedensten Meinungen gibt.

    Ergo: Keinen Vorwurf an den Schiri

    • giuri sagt:

      Gebe Ihnen Recht. Dreissig verschiedene Meinungen von Dreitausend Leuten, von denen aber Zweitausend sicher sind, dass die Referees das ganzganzglasklar hätten sehen müssen, ohne jegliche Zeitlupe und Hilfsmittel. Geht irgendwie nicht auf.

  37. Andreas sagt:

    Wenn das kein Foul sein soll dann gute Nacht liebe Stürmer. In jedem Spiel 1 Schien- und Wadenbeinbruch..!

  38. Marco Affolter sagt:

    Keine Ahnung obs Foul war oder nicht. Gottseidank wurde jedenfalls kein Penalty gepfiffen! Hin- und Hergeschiebe? He, dieses Hin- und Hergeschiebe war die perfekte Antwort auf die taktische Einstellung der Kroaten! Und es hat funktioniert. Gut für den Fussball, dass das Konzept der Kroaten nicht aufging! Ich jedenfalls wünsche mir an dieser EM-Endrunde keine Wiederholung der Gesichte von 2004! Teams welche an einer Endrunde mit 11 Mann hinten reinstehen (gilt übrigens auch für die Schweiz an der WM gegen Spanien) gehören nicht an eine Endrunde! Die Tatsache, dass die Kroaten nämlich 75 Minuten lang hinten rein gestanden sind zeigt deutlich, dass sie sehr wohl wissen wie unterlegen sie sind. Und bei «normaler» Taktik hätten sie, gleich wie Irland, eine riesige Schlappe einfahren müssen. Der spanische Fussball hat sich totgelaufen?;-). Erich, lass uns das besprechen, wenn Spanien ausscheidet. Momentan sind die Spanier immernoch dabei und diese Aussage dementsprechend warme Luft und unbrauchbar!!!;-))))

  39. Urs Gubser sagt:

    für mich eher penalty. er grätscht ziemlich gefährlich rein und trifft klar den fuss. den ball berührt er kaum. das ganze 10-15 cm innerhalb der strafraumgrenze. sorry schiri, fehlentscheid!

  40. Belic sagt:

    Egal ob Ball oder nicht . Gestrecktes Bein gibt Foul wegen grosser Verletzungsgefahr.

  41. Uwe sagt:

    Hakan Yakins Meinung ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Ramos geht mit gestrecktem Bein und voller Geschwindigkeit in den Mann und nimmt eine Gefährdung/Verletzung billigend in Kauf. Nach Regel 12 muss schon der Versuch eines Fouls geahndet werden. Dabei ist völlig unerheblich ob er den Ball spielt oder nicht. Die Fernsehbilder zeigen klar, dass die Attacke auf der Linie erfolgte, die zum Strafraum gehört. Ergo kann es bei korrekter Regelauslegung nur Strafstoss und (mindestens) eine gelbe Karte geben. Sämtlich dazu befragten Schiedsrichterexperten (Bertolini, Meier, Krug) beurteilen die Szene gleich. Stark konnte das Foul nicht zweifelsfrei erkennen, da ihm die Sicht verdeckt war. Der 5. Mann hatte freie Sicht aus drei Metern Entfernung und hat in diesem Fall versagt.
    Schade für Kroatien und das Spiel. Wie wäre Spanien mit einem Rückstand wohl umgegangen? Hohe Fussballkunst habe ich gestern bei Spanien nicht gesehen – wenn schon, dann haben die Kroaten vorgemacht, wie man das mittlerweile recht langweilige Tiki-Taka-“Spektakel” wirkungsvoll unterbindet. Jogi Löw war aufmerksamer Beobachter im Stadion…

  42. Magoo1212 sagt:

    Spannende Diskussion: Für mich ist es ein klares Foul, weil erstes bei dem Tackling von Ramos eine Verletzungsgefahr mitspielt und das gestrecktes Bein im Spiel immer als Foulspiel taxiert wird. Lieber Hakan, Sie hätten als gefoulter Spieler kein Verständnis für Ramos gehabt und sicherlich dies dem Schiedsrichter mitgeteilt. :-))))

  43. Salvatore sagt:

    Nicht zu glauben, dass ein so begnadeter Fussballer wie Hakin so wenig Regelkenntnisse hat. Wenn jemand so direkt auf den Körper tackelt, ist es auch ein Foul, wenn der Ball gespielt wird. Sonst könnte man ja immer mit zwei gestreckten Beinen in den Gegner tackeln, wenn er den Ball führt…

  44. Ich bin 100% mit Haken Yakin einverstanden und muss feststellen, dass sich sowohl Sascha Rufer als auch der Fernsehschiedsrichter klar geirrt haben. Der Angriff von Ramos ging deutlich am Spieler vorbei und galt – mit Erfolg – dem Ball. Der Kroate hämmert seitlich in die Schuhsohle von Ramos – das tut weh – aber ist sicher kein Foul von Ramos. Diskutabel wäre, wenn der verteidigende Spieler in Richtung des Spielers hineingleitet und zwar zuerst den Ball, dann aber das Bein hat. Das war hier ganz klar nicht der Fall. Ich bin enttäuscht von der halb professionellen Fernsehequipe, dass diese trotz x Wiederholungen nicht in der Lage ist, von ihrer naiven Erstbeurteilung abzurücken. Zum Glück pfeifen diese nicht oder nicht mehr. Dass der Tessiner Fernsehschiedsrichter noch einen weiteren nicht gepfiffenen Pseudopenalty gegen Spanien für ein Dutzendfoul anfügt und ein viel deutlicheres Penaltyfoul eines Kroaten (Aufstützen auf dem vor ihm laufenden einschussbereiten Spanier zwecks Befreiung durch Kopfball) nicht mal zur Diskussion stellt, wirft unangenehme Fragen auf. Über die Naivität der SF-Reporter braucht es keine weiteren Worte.

    • Martin sagt:

      Wenn Sie mit dem Dutzendfoul das Trikotzerren von Busquets meinen, dann mag es sein dass dies ein Dutzendfoul war, aber eben; es war ein Foul. Gemäss Regelbuch gibt ein Foul im Strafraum einen Penalty, egal ob ein Klammern oder eine Kung-Fu-attacke vorliegt. Die Schwere des Fouls kann zusätzlich mit einer Karte bestraft werden. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Foul von Busquets hätte definitiv einen Penalty nach sich ziehen müssen, genauso aber auch das Foul an Pique. Und ich denke diese Diskussion hat gezeigt, dass es bei der Beurteilung der Ramos-Mandzukic-Situation zwei Lager gibt, welche beide von ihrer Meinung überzeugt sind.

      PS: Die Aussage über die SF-Reporter unterstütze ich rüchhaltlos…

  45. Miker sagt:

    Also für mich ist das ein klarer Penalty! Wer mit gestrecktem Bein und Sohle voraus so in den Zweikampf geht und nicht ausschliesslich den Ball trifft hat den Pfiff gegen sich verdient!
    Und zum deutschen Foul an Bendtner: Den kann man auch pfeifen allerdings auf Grund dessen dass Bendtner noch zum Abschluss kam auch auf Vorteil entscheiden.

    Ach je Fussball ist doch so toll weil man so herrlich darüber diskutieren kann!

    Hopp Deutschland, noch 3 Siege!!!

  46. Markus Schürch sagt:

    Wenn man die bisherigen Spiele genau auf entscheidende Fehlentscheide analysiert, ,kommt man zum Schluss dass Willkür nicht ausgeschlossen werden kann.
    Es ist anzunehmen das Grichenland gegen Polen ohne den lächerlichen Platzverweis gewonnen hätte….
    Es ist anzunehmen das Russland gegen Polen durch glasklare Penaltys gewonnen hätte….
    Somit wären die Russen und Griechen in dieser Gruppe weiter….
    Hätte Holland im Startspiel gegen Dänemark einen Glasklaren Elfer erhalten,hätten sie dieses Spiel wohl nicht verloren….
    Hätte der Schiri bei Deutschland gegen Portugal auf Penalty entschieden wäre Deutschland jetzt sicher nicht Gruppensieger…
    Wäre alles Regelkonform abgelaufen hätte Deutschland das Spiel gegen Dänemark mit 2.1 verloren….
    Somit wären folglich Portugal und Dänemark weiter….
    Wäre Kroatien in den Spielen gegen Italien und Spanien von den Schiris nicht so konsequent benachteiligt worden,sähe die Tabelle in dieser Gruppe wohl etwas anders aus….
    Es ist ersichtlich das vorallem nicht favoritisierte/unbeliebte Teams einen (un)bewussten Nachteil in der Regelauslegung “geniessen”….
    Das Wort Willkür oder auch Manipulation von höchster Stelle angeordnet, kann leider nicht geläugnet werden….!!!!!
    Wenn man sich vorstellt,Viertelfinale an einer EM ohne Deutschland,Holland,Spanien oder Italien und vielleicht noch Frankreich und England….. undenkbar!!!!
    Aber nach klarer Regelauslegung wäre genau dies der Fall…!!!!
    Die UEFA müsste durch Verluste bei Sponsoring und TV enorme Einbussen in Kauf nehmen was für sie vernichtend wäre.
    Aus diesem Grund wird der Willkür im Fussball auf ewig eine Plattform geschaffen damit auch weiterhin nur Siegen darf wer
    auch zwingend Siegen muss….

    • Ernst Meier sagt:

      So ein Seich. Finden Sie nicht, dass Sie ein bisschen viele Annahmen ihren Schlussfolgerungen zugrunde legen?

    • spinotti sagt:

      Dein Fazit lautet also:
      1. Trotz hartnäckigen Bemühens gelang es der UEFA nicht, die nie aufgebenden Griechen samt ihres desolaten Konsumpotentials in der Vorrunde aufzuhalten und den russischen Markt auszuschöpfen.
      2. Versehentlich wurden die Holländer rausgekickt. Immerhin schaffte es die UEFA, die Dänen nach Hause zu schicken.
      3. Auch Kroatien wurde erfolgreich elimiert; auf den fälligen Strafstoss für Piqué konnte man grosszügig verzichten.
      Damit muss man Herrn Platini ein allenfallls mässiges Zwischenzeugnis ausstellen. Aber vielleicht wird der grosse Masterplan erst nach dem Finale ersichtlich.

  47. WEGmitPepe sagt:

    Sehe auch eher ein Foul von Ramos…alle englischen Sender hingegen sprechen von “superb tackling”…tja…
    Generell finde ich:
    Spanien hat das clever gemacht, wenn auch nicht mit der letzten Vehemenz (zumind optisch hat das so ausgehen). Aber es ist halt auch unglaublich schwierig, gegen solche Defensivität, wie sie K gestern gezeigt hat, was schlaues zu machen. Zudem waren da mE viele fiese, taktische Fouls mit daran schuld, dass bspw Xavi sich so weit zurückziehen musste. Jedesmal bekam er noch einen Tritt, Stoss oder sonst was…halt Chelsea Style, die hatten ja Erfolg mit dem Shit. Und sowas lässt die Gegner zweifellos vorsichtig werden, die wollen ja nicht jedesmal eins abbekommen.
    Für das weitere Turnier sehe ich einzig Portugal als möglicher Gegner (rein fussballerisch, wohlgemerkt). Deutschland spielt gut, aber sind nie u nimmer auf Spaniens Niveau, Italien war im Auftaktspiel überraschend gut u frech, denke aber, dass sie das nicht nochmal so hinbekommen.
    Aber: Die Erfahrung der CL lehrt, dass Fussball tückisch sein kann…möglicherweise wird also Griechenland EMeister. Mit 3 Torschüssen und 2 Corner…über das ganze Turnier…brutal…

  48. blindfisch sagt:

    Ball eher gespielt oder nicht ist hier wohl nicht die Frage, sondern war es gestrecktes Bein? Ich meine ja, daher Penalty.

  49. Peter sagt:

    Grundregel im Fussball: Elfer gibts wenn der Schiri pfeifft! Hat er nicht getan, also kein Elfer!! Aber man kann vortrefflich drüber diskutieren, was den Fussballsport ja ausmacht!! In England gilt das übrigens als very good tackling! In Deutschland geht man auch dazu über, nicht jeden Susi-scheiss abzupfeiffen. Und man sieht das auch bei jedem grossen Turnier: es kommt drauf an, woher der Schiri kommt. Ein Howard Webb aus England hätte das auch niemals gepfiffen!!

  50. Marius sagt:

    Also wenn zwei Schiedsrichter wie Carlo Bertolini und Urs Meyer die Szene als klares Foul im Strafraum qualifizieren, dann bezweifle ich, dass es Hakan Yakin besser wissen kann.

  51. Markus Schürch sagt:

    Wäre dieses Einsteigen irgendwo sonst auf dem Platz passiert hätte es zu 100% Freistoss und mindestens Gelb gegeben.
    Hätte Srna die gleiche Attacke gegen Iniesta geritten…. Penalty und Rote Karte !!!
    Hätte Corluka dem Torres das Shirt fast ausgezogen wäre es ein klarer Penalty gewesen!!!
    Das sind die unschönen Fakten zu solchen Szenen welche leider immer wieder passieren werden….
    Der kleine muss immer gegen 12 Mann spielen,das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
    Aber klar ist auch,hätte Rakitic das 1:0 gemacht wäre Spanien jetzt auf der Heimreise und die Diskussionen total überflüssig.

  52. Mitch sagt:

    Kommentar:
    Kommentar von Hakan Yakin ist so wie es da steht gut brauchbar. Ist seine Ansicht der Sache und so lassen wir es stehen und auch respektieren.

    Ramos “der mit dem gestreckten Bein”:
    Ramos hätte sein Bein auch vor dem Ball strecken können, aber da viele Fussballer nie die grössten Denker waren, sollten wir einfach nicht zuviel erwarten. Ist ‘ne weltbekannte Tatsache und es sollte keinen stören. Gewisse Dinge sind nun Mal so wie sie sind. Ramos wollte ihn verhindern und das hat er auch gemacht so wie er das gelernt hat: Immer auf den Ball reagieren… Dass er die Laufrichtung des Balles auch anders ändern kann, ist ihm sicherlich fremd da ihm das nie beigebracht worden ist. Und in diesen Sekunden daran zu denken, dass man mit dem vorgehen jemanden was brechen kann, oder dass er ein Penalty hätte verursachen können, wäre von ihm zuviel verlangt. Also was bleibt: reagieren, nicht denken und das hat Ramos auch gemacht, was auch einen guten Fussballer ausmacht. Ansonsten wäre er sonstwo Berufstätig.

    Hakan Yakin nennt das “…hohe Fussballkunst”, es hat was, wirklich ‘ne schöne Formulierung.

    Fussball allgemein:
    Das ganze Zeug ist so oder so manipuliert um den grösstmöglichen Profit herauszuschlagen. Die Spanier hätten auch nur mit 2 Spieler gewonnen, denn man hat schon sicherlich vor Monaten gewusst, dass die gewinnen werden. Wenn UEFA mit Milliarden hantiert will man schon kontrolliert steuern wohin das Geld geht. Das wissen wir alle, aber trotzdem sind wir direkt oder indirekt bei dem Zirkus dabei… Ich übrigens auch mit dem neuen Fernseher, Literweise Bier und usw… hehe…

    Fazit:
    Bei all diesen Manipulationen ist es doch egal wer gewinnt, denn verdient gewonnen hat noch kein Gewinner bei den Fussball-Meisterschafften, sondern weil es so geplannt war…

    Welcome to the show!

    • John sagt:

      ich hab langsam das gefühl das sie recht haben Mitch. emotionen der fans für nix…und die normalen fussball fans haben angst dei kurven und ihre treuen club anhänger machen den fussball kaput…fast wie beim Ami Wrestling…nur noch SHOW
      und hoch bezahlte akteure mit styling berater.

  53. Marco sagt:

    Das ein Haken Yakin dies anders sieht ist nicht weiter verwunderlich. Weshalb hier ein ansonsten gut arbitrierender Stark, inklusive des Torrichters die Augen verschliesst, versteht niemand. Eine solch klare, harte und nicht auf den Ball gerichtete Aktion muss einfach geahndet werden. Ich bin weder Kroate noch Spanier sondern “neutraler” Schweizer und kann zu einem solch krassen Fehlentscheid nur sagen: FIELMANN.

  54. rolf wittwer sagt:

    …wollte eben das Video anclicken, da kommt der Hinweis auf das UEFA-Uebertragungs-Verbot!
    Dieser Verband – wäre er ein Land – könnte man gewissermassen als Diktatur vom Feinsten bezeichnen. Nordkorea lässt grüssen.
    Auf Grund des gestochen scharfen Bildes muss auch ich feststellen, dass die Priorität des Unparteiischen ZUERST dem Ball gilt.
    Daher KEIN Penalty.

  55. Bender sagt:

    Und hat eigentlich irgendjemand gesehen, dass Iniesta den Ball klar unterhalb der Schulter annahm? In der Wiederholung ist auch zu sehen, dass der Grundlinienassistent klare Sicht darauf hatte und trotzdem nicht handelte. Erinnert etwas an die Barcelonaspiele der vergangenen Championsleague Kampagne

  56. Bender sagt:

    Beim klaren Foul von Ramos hat dieser übrigens eine potenziell hohe Verletzungsgefahr des Gegenspielers in kauf genommen, daher sicher Elfmeter.

  57. Zuerst einmal zu Herrn Wittwer: Sie können das Video beruhigt anklicken und das Verbot der UEFA kann Ihnen gestohlen bleiben: In der Schweiz gilt noch immer: Download zum Eigenbedarf ist erlaubt und nicht einklagbar! Hingegen machen sich natürlich derjenige, der das Video ins Netz stellt und der Provider allenfalls strafbar, wenn sie nicht über die entsprechenden Rechte verfügen, nur ist das nicht das Problem des Downloaders! Dann zur Frage, warum es kein Penalty war? Ganz einfach, weil der Schiedrichter keinen Penalty gepfiffen hat. Hätte er einen gepfiffen, dann wär’s auch dann einer gewesen, wenn das Foul ausserhalb des Strafraums geschehen und nur der Ball getroffen worden wäre … Eine andere Frage ist die, ob der Schiedsrichterentscheid korrekt war …, darüber kann man sich streiten. Fakt ist hingegen, es war halt eben kein Penalty und darum sind die Italiener jetzt weiter und die Kroaten draussen … Spanien hätte ja auch ein 1:1 gereicht … Doch sehen wir es einmal positiv: Wenn die Griechen, Italiener und Spanier an der Euro feiern können, dann vergessen sie vielleicht ihre Krise und wenn die Krise vergessen wird, dann hört sie ja bekanntlich auf zu existieren oder wie ist jetzt das …

  58. Hans Klemm sagt:

    Ein richtig guter Beitrag von H.Yakin!

    Interessant sind immer unterschiedlichen Kommentare der echten Experten vor den Fernsehgeräten, die (aus jeweils ihrer Sicht) als Schiedsrichter und Trainer natürlich immer eine richtige Meinung haben…..

    Was mich allerdings doch ein wenig stört, sind folgende Punkte:

    – Warum wird in der Schweiz nicht endlich der internationale Ausdruck für Elfmeter akzeptiert und stattdessen nur von
    Penalty geschrieben , der im Eishockey eine völlig andere Bedeutung hat?

    – Weshalb werden nicht geschätzte 40 % falsche Einwürfe zurückgepfiffen?

    – Da mittlerweile sieben (7) Schiedsrichter, also fast eine komplette Fußballmannschaft, die auch untereinander vernetzt sind,
    in einem Spiel unterschiedliche Verrantwortung haben, sollte eigentlich auch sehr kniffliche Entscheidungen möglich sein,
    wobei sogar noch die Videowiederholung an der Anzeigetafel zur Verfügung steht. Diese unmittelbare Wiederholung
    zeigte, wie soeben im Spiel Ukraine-England geschehen, dass es trotz dieser Ansammlung von Schiedsrichtern zu glatten
    Fehlentscheidungen kommen kann,weil der Ball der Gastgeber – für jederman klar sichtbar – klar sichtbar, hinter der Linie
    im Tor der Engländer landete!

    – Zum Spiel der Spanier liegt u.a. natürlich der Leser A. Kauffmann richtig, indem er auf das damalige Schweizer 1:0 gegen
    die (auch von mir sofort danach getippten) späteren Weltmeister aus Spanien bis zuletzt durchhielten. Vor Freude meldete
    er sich gleich 2 Minuten später nochmal!

    – Warum werden markierte Verletzungen, nicht dann sofort bestraft, wenn die jeweiligen Spieler anschließend sich wieder
    quicklebendig vom vermeintlichen “Tatort” wieder fortbewegen?

    Es steht fest, das System dieser Spanier wird weiterhin so durchgezogen. Es macht den Zuschauern aber keine große Freude, die eigentlich prikelnde Strafraumszenen, Flanken und harte Fernschüsse (möglichst von den jeweils beiden Mannschaften) sehen wollen. Allerdings haben das “Rumgeschiebe”, die “Destruktion” des Spieles oder der völlig übertriebene “Kombinationsfußball” des letzten Europa- und Weltmeisters nur ein Ziel, nämlich den Gegner zu zermürben, was außer der Schweiz in den letzten Jahren meist auch gelang, um am Ende ganz oben zu stehen.

  59. John sagt:

    Glas klar ein elfer….wer im strafraum so aggressiv…mit gestrcktem bein rein grätscht ist nichtmer zu helfen…dei schirris sind eh ein bischen blind an dieser em. und für was steht die pfeiffe hinterm tor ? glaub die haben noch nie in garkeinem spiel ob em,cl,etc. was bewirkt o eingeschalten….pseudo refs. als alibi für den haubt ref. ????

  60. von Tobel sagt:

    Die Regel ist ganz einfach: Elfmeter ist…wenn der Schirri pfeifft! Er hat nicht gepfiffen also kein Elfmeter so einfach ist das!! Wenn man halt eine 1000% Torchance wie “Rakitschwiz” dermassen fahrlässig verhaut sollte man von der eigenen Türe wischen! Und ja ein bisschen weniger Alt Italienischer 80er Beton Fussball wäre halt auch noch zu empfehlen gewesen die Paellias Kicker wären an diesem Abend zu packen gewesen;-)