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Das Leid der Basler Ersatzbank

Mämä Sykora am Montag den 26. März 2012

11 Punkte Vorsprung hat der FC Basel bereits auf das zweitplatzierte Luzern, 17 gar nach Verlustpunkten. Zudem steht er im Cup-Halbfinal, wo er auf das unterklassige Winterthur trifft, die europäische Kampagne ist beendet. Und dennoch tritt der FCB jedes Wochenende so an, als ob eine Finalissima anstehen würde. Nicht nur vom Einsatz und vom Auftreten her, denn das ist natürlich löblich und auch essentiell, wenn man den anvisierten Meistertitel einfahren will, sondern auch die Aufstellung unterscheidet sich kaum je von denjenigen der gloriosen Champions-League-Auftritte, egal gegen wen es geht.

24 Spiele absolvierte der FCB bislang in der Meisterschaft, 23 Mal stand Marco Streller in der Startelf. Nur unwesentlich weniger sind es bei Alex Frei, Xherdan Shaqiri, Markus Steinhöfer, Fabian Frei oder Aleksandar Dragovic. Obwohl in jeder Partie ohnehin schon haushoch favorisiert, läuft bei Basel stets die beste mögliche Elf auf. Das Rotationsprinzip wird auch unter Heiko Vogel kaum angewendet.

Ergänzungsspieler beim designierten Meister zu sein muss ziemlich ernüchternd sein. Besonders hart ist es für die Konkurrenz von Frei und Streller im Sturm. Der Nordkoreaner Kwang-ryong Pak etwa darf regelmässig noch für den Schlusspfiff auf den Rasen, seit letztem August spielte er nie mehr länger als 10 Minuten. Roman Buess, immerhin U-20-Nationalspieler, durfte sogar nur im Cup gegen Eschenbach ran.

Auch andere viel versprechende Talente bekommen beim FCB keine Möglichkeit, sich zu beweisen. Génseric Kusunga, ein U-21-Internationaler, durfte lediglich eine einzige Partie von Anfang an spielen und kam drei Mal rein. Stephan Andrist, der Senkrechtstarter der Saison, spielt nach seinem Wechsel von Thun beim FCB überhaupt keine Rolle mehr und hatte in diesem Jahr erst sieben Minuten Einsatzzeit. Andere Spieler sahen angesichts der ewig gleichen Aufstellung keine Zukunft mehr und verliessen den Verein. Sandro Wieser ging ohne einen Super-League-Einsatz in dieser Saison zu Hoffenheim, wo er bereits zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Und Taulant Xhaka liess sich zu GC ausleihen.

Es gibt bestimmt gute Gründe, warum man so wenige Veränderungen an der Aufstellung vornimmt. Man will die Eingespieltheit beibehalten, Nachlässigkeiten verhindern oder dem Heimpublikum jene Spieler in Aktion bieten, die es gerne sehen will. Gleichzeitig hat aber der FCB bereits einen derart grossen Vorsprung und die Qualität im Kader ist so viel grösser als bei der Konkurrenz, dass er selbst bei intensiver Rotation noch deutlich überlegen wäre. Zudem würde es diejenigen, die nicht zur Stammelf gehören, bei Laune halten und wäre eine Möglichkeit, für die langsam in die Jahre kommenden FCB-Stars Nachfolger aufzubauen.

Der FCB ist schweizweit führend in der Nachwuchsarbeit. Die U-21 spielt in der 1. Liga vorne mit, U-18, U-17, U-16 und U-15 führen alle überlegen ihre Gruppe an. Darüber hinaus sind gleich mehrere Stammkräfte der ersten Mannschaft noch sehr jung. Da zeichnet sich jetzt bereits ein Engpass ab. Natürlich schaffen es längst nicht alle Basler Junioren in den Profifussball, geschweige denn in die erste Mannschaft, aber dennoch wird der Verein längst nicht allen Spieler das bieten können, was diese wünschen, nämlich die Aussicht auf regelmässige Einsätze im «Eins».

Am Samstag zerlegte der FCB ein inferiores Servette mit 5:0. Streller und Frei spielten durch, Shaqiri ging erst eine Viertelstunde vor Schluss. Obwohl die Partie derart einseitig und auch noch früh entschieden war, wurden ausschliesslich zum Stamm gehörende Spieler eingewechselt. Kusunga musste wieder einmal 90 Minuten zuschauen, Pak und Andrist suchte man ebenso vergebens im Aufgebot wie eines der vielen Talente aus dem Nachwuchs wie etwa U-17-Weltmeister Kofi Nimeley. Selbst das grosse FC Barcelona, das die meisten Meisterschaftsspiele ebenso dominiert wie der FC Basel, setzt trotz des breiteren Kaders immer wieder Nachwuchsspieler ein. Alleine in dieser Spielzeit kamen 9 Spieler aus dem Nachwuchs in der ersten Mannschaft zum Handkuss, und jeder aus dem A-Kader spielte schon mindestens 670 Minuten.

Selbst hartnäckige Pessimisten werden nun zugeben, dass dem FCB in dieser Saison nichts mehr passieren kann. Sorglos könnte man nun – gerade den etwa älteren – Teamstützen dann und wann eine Pause gönnen und den Versprechen für die Zukunft Einsatzmöglichkeiten bieten. Oder natürlich diejenigen im A-Kader, die das ganze Jahr fleissig mitraineren, ab und zu mit einem Einsatz belohnen. Es wäre für die Moral dieser Profis – und ebenso für ihren Marktwert – sicher hilfreich.

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54 Kommentare zu “Das Leid der Basler Ersatzbank”

  1. paddy sagt:

    Ich denke gerade im Mittelfeld und in der Verteidung werden junge Spieler wie etwa Andrist und Kusunga nächste Saison mehr zum Zug kommen, da damit zu rechnen ist, dass neben Shaqiri auch Teamstützen wie Xhaka und Abraham den Club verlassen werden. Auch bei Spielern wie F.Frei, Dragovic und Sommer man nach guten Leistungen nicht zwingend erwarten, dass sie den Baslern erhalten bleiben. Deshalb gehe ich davon aus das die Ersatzspieler bald zum Zug kommen.
    Einzig im Sturm könnte es etwas schiwieriger werden: Solange die beiden “älteren” Herren Streller und Frei weiterhin so regelmässig treffen und verletzungsfrei bleiben werden mindestens noch nächste Saison unangefochten Stammspieler bleiben.

    • josé bütler sagt:

      @paddy: ich denke, es wäre in der aktuellen phase der meisterschaft ideal, wenn die basler jetzt schon dem einen oder anderen nachwuchsspieler mehr einsatzzeit gewähren könnten. in dieser saison kann ja nichts mehr schief gehen, meisterschaft ist praktisch entschieden und in der cl ist man ausgeschieden. da wäre es doch ideal für nächste saison schon mal ein paar automatismen unter wettkampfbedingungen zu testen. aber der vogel wird schon wissen, was zu tun ist ;o)

      • Laurent Jäggi sagt:

        Genau, Herr Bütler: Der Heiko Vogel weiss genau, was er tut – also Kommentar überflüssig!

  2. Mägge sagt:

    Wer will es Heiko Vogel verübeln, und ist für mich auch nachvollziehbar, dass er die Felle, sprich den Meistertitel, zuerst sicher im Trockenen haben will. Dies könnte beim jetzigen Punktestand auch schon bald der Fall sein. Danach haben die angesprochenen Jungen/Spieler noch genügend Möglichkeiten/Spiele sich zu profilieren. Hier muss man das Mannschaftsziel vor das Individualziel stellen, auch wenn es für manche Spieler sicher nicht gerade angenehm ist.

  3. Mäsi sagt:

    Danke Mämä! Ein kritischer Blog zum FCB ist doch ein wenig Balsam auf die Wunden fuer die Fans jeglicher anderer Vereine.
    Irgendwie beruhigend zu sehen, dass auch beim FCB nicht alles nur perfekt laeuft – auch wenn die geschidlerte Situation nur ein Luxusproblem darstellt.

    Der FCB wird wohl noch meinen FCL wegputzen und danach kommt die zweite Garde zum Zug.
    Drehen wir den Spiess doch mal um. Rotiert der FCB und schont er seine Kraefte (und gibt in der Folge Punkte ab), koennen sehr schnell Vorwuerfe kommen, man nehme die Meisterschaft auf die leichte Schulter und im Worst Case veryoungoyst man noch den Titel im Endspurt (wenn auch bei dieser Konkurrenz sehr viel passieren muesste, dass dies der Fall sein wird) mangels Eingespieltheit.

  4. Hans Heiri sagt:

    Sehe ich auch so. Der Aderlass im Sommer könnte grösser ausfallen als den Baslern lieb ist und somit die Türe für die jungen Talente öffnen. Abraham ist sicher weg, ebenso Shaq, Xhaka so gut wie. Weitere Kanditaten wären in meinen Augen ebenfalls Dragovic(wird höchstens noch eine Saison zu halten sein), Sommer, FF aber auch der wieder genesene Stocker evtl. Steinhöfer sollte er nochmals die Möglichkeit erhalten in die BuLi zu wechseln.

    • Auguste sagt:

      hmm…, “an einem guten tag passte er da wohl rein…” – würde vogel wohl zu steinhöferschen bundesliga-aspirationen meinen.

  5. Auguste sagt:

    hmm…, der lange schatten der cl verhindert erschwert die blüte des nachwuchses? so könnte man es wohl bezeichnen. bei aller sonstigen qualität hat heiko vogel seinen job nur erfüllt, wenn er meister wird und die überlebenswichtige cl-teilnahme damit sicherstellt für den fcb. nachwuchsförderung hat auf seiner stufe nur untergeordnete priorität. das ist nicht nur in basel so.

    die unerbittlichkeit, dass es nur elf startplätze gibt, führt aber auch dazu, dass der nachwuchs gezwungen ist, immer bis ans limit zu gehen, um überhaupt aussicht aufs scheinwerferlicht zu haben. hochgradig darwinistisch zwar, aber weit erfolgreicher als das “modell niederhasli”.

    diese saison blieben die reifen basler leistungsträger im sturm von verletzungen verschont – das könnte sich aber an jedem spieltag ändern, und die bankdrücker bekämen ihre chance. alles in allem gesehen läuft es bei basel so wie bei allen andern spitzenvereinen, aber jetzt, wo der vorsprung so komfortabel und die konkurrenz so mit sich selbst beschäftigt ist, könnte man tatsächlich etwas vorausschauender agieren und mal etwas ausprobieren mit denen aus der zweiten reihe. mit einem absturz des vogels ist ja in basel auf absehbare zeit nicht zu rechnen.

  6. Markus sagt:

    Umso wichtiger wäre es für die jungen Spieler, Spielpraxis in Punktespielen zu erhalten, was angesichts des Vorsprungs problemlos möglich wäre.

  7. René sagt:

    Die Aussagen stimmen so nicht ganz. Zumindest im Mittelfeld wird doch ab und zu rotiert. Gerade am Samstag durfte wieder einmal Jacques Zoua anstelle von V. Stocker/F. Frei beginnen, zudem durften im zentralen Mittelfeld Yapi und Xhaka spielen. Leider wird vor allem in diesem Mannschaftsteil häufig vergessen, dass Granit Xhaka zu Beginn der Saison noch einer der angesprochenen Jungen war, sich nun aber, auf Kosten von Huggel/Yapi, zur Stammkraft hinaufgespielt hat. Im Sturm ist es jedoch auch meines Erachtens so, dass man nun langsam aber sicher einen Jungen nachziehen können müsste, ob dies effektiv Pak sein kann, ist für mich im Moment noch ein wenig fraglich.

  8. Kahn sagt:

    Denke da hat der FC Basel ein Luxusproblem. Gegen Servette haben in der Anfangsaufstellung ein Chipperfield, Fabian Frei, Dragovic, Huggel, Cabral, Stocker gefehlt. Wie soll es da noch Platz haben für den einen oder anderen Jungen / Neuen? Ich denke dass mit Abgängen im Sommer zu rechnen ist und dann Basel sich nur sehr punktuell verstärken wird und somit dann die Spieler, welche a) eine Rolle beim FC Basel spielen sollen b) noch jüngere Spieler vermehrt die Chance kriegen. Kein Spieler motzt (extern) denke, alle wissen genau voran Sie sind und ob resp. wann Sie dann die Chance erhalten. Trotz 3-fach Belastung hat es bis jetzt hervorragend funktioniert.

  9. Lukas Engler sagt:

    Ohne grösseres Verletzungspech die ganze Saison mehr oder weniger mit der gleichen Mannschaft durchspielen zu können und in der Liga überhaupt keine Konkurrenz zu haben, mag ich als Zürcher den Baslern gönnen. Der Erfolg gibt dem Trainer bei der Mannschaftsaufstellung recht. Die Besten sollen spielen.

  10. Martin Meier sagt:

    Ich vermute Heiko Vogel will eine bestmoegliche Visitenkarte abgeben. Er ist noch Jung in der Rolle des Cheftrainers.Naechste Saison wird alles neu verteilt, wenn klar ist wer geht/bleibt/kommt. Allerdings kann ich mich erinnern, dass Vogel seinem Spieler Shaqiri auch schon Pausen gegoennt hatte. Ich glaube auch fuer verdiente Spieler wie Beni Huggel ist es hart, nur noch zuzuschauen. Aber ehrlich ich freue mich, dass der FCB so einen Lauf hat und hoffe selbstverstaendlich, dass der Schwung auch in die naechste Saison mitgenommen werden kann. Der zweite Stern auf der Brust ist dann nicht mehr weit.

  11. Mäk sagt:

    Ich bin nicht dieser Meinung. Wie war das doch noch mit dem Rotationsprinzip letzte Saison und der peinlichen Niederlage im Cup gegen Biel? Never change a winning Team. Von den Reservisten drängt sich wirklich niemand für die Startformation auf. Und ausserdem sind die z.T. noch so jung, deren Chance wird sicher kommen. Streller/Frei werden nicht ewig so weiter spielen können, früher oder später wird sich einer verletzen und dann ist die Chance da. Beispiel Kovac. Und dem Vogel trau ich zu, dass wenn der Meistertitel unter Dach und Fach ist auch die Jungs auf der Bank zum Einsatz kommen werden. Alle schreiben vom sicheren Meistertitel, die Vergangenheit hat aber mehrfach das brutale Gegenteil bewiesen. Fragt mal YB Fans. Oder denkt an den unsäglichen 13. Mai 2006 zurück. Nein nein, der Heiko macht das schon richtig.

  12. meier hans sagt:

    Man sollte nicht vergessen, dass Shaqiri, Xhake, F. Frei und Sommer alles noch junge (Super-)Talente sind, welchen man das Vertrauen gab und die es schafften. Bei Basel ist wohl allen in der “zweiten Reihe” klar, dass man in einer Saison nicht viel Einsatzzeit bekommen wird. Jeder weiss das, wenn er den Schritt ins A-Kader macht oder zum FCB wechselt. Kovac und Pak kennen und akzeptieren ihre Rollen angesichts Abraham/Dragovic und Frei/Streller. Die Aussenverteidiger rotieren immer wieder. Zoua und Fabian Frei kommen regelmässig zum Zug.
    Da war es unter Gross noch ganz anders: Siehe denn auch bei den Young Boys,:Da stellt man gestandennen Spielern und Talenten wen vor die Nase: Man holt Nuzzolo, hat Costanzo und Degen und dann holt man Simpson und Vitkievez. Und was ist mit Ben Kalifa? Dann war da noch Scott Sutter …
    Im Grunde ist es bei Teams mit Ambitionen relativ normal, dass die zweite Garde Qualität hat und Geduld braucht.. GC ist halt was anderes als Basel/YB. Bei Basel bekommen seit Fink/Vogel viele junge eine Chance und es wird durchaus auch rotiert.

  13. Mark Moser sagt:

    Das können sie ja dann machen wenn sie schon Meister sind.

  14. Franz sagt:

    Das hat mit dem arroganten Gehabe aller Grossklubs zu tun: Man kauft einfach mal ein paar Talente ein, schliesslich kann man es sich ja leisten. Schlägt einer von fünf ein, ist man bereits zufrieden. Als schöner Nebeneffekt wird die Konkurrenz geschwächt, Beispiel Andrist. Dass sich Kusunga würde durchsetzen können, glaubte wohl nicht mal er selber. Immerhin gabs etwas Kohle für den klammen Club. Je länger sie die Bank polieren, umso geringer ist die Chance, dass sie nächste Saison eine Rolle spielen. Also ab zu GC, LS oder Aarau. Man wird neues Personal rekrutieren.

    • Yendis sagt:

      Klare Analyse vom Fachmann – welcher wahrscheinlich Anhänger eines Kleinklubs ist. Dumm nur, dass diese genau dasselbe Spiel ein oder zwei Stufen tiefer treiben. Das hat gute Gründe: Leider ist nicht jeder Kauf eines Spielers als Erfolg zu werten. Manchmal funkts einfach nicht. Manchmal entspricht der Spieler den Erwartungen nicht. Manchmal ist es aber einfach nur Pech. Etwa, wenn der Spieler sich im falschen Moment verletzt. Mit Arroganz hat das allerdings nichts zu tun.

      • Franz sagt:

        Macht es Sinn, Spieler von anderen SL-Clubs zu holen, um sie auf die Bank zu setzen? Ein solches Gebaren nenne ich arrogant bis zynisch. Dies im Wissen, dass die eigene Nachwuchsförderung sehr gut ist und 15-16-jährige Talente aus dem ganzen Land gefischt werden (Stocker kam als 16-Jähriger von Kriens). Und angesichts dessen, dass gleichzeitig laufend ausländische Spieler verpflichtet werden.

        • Mäsi sagt:

          Ok, angenommen Basel verzichtet auf eine starke Ersatzbank, auf einen guten Konkurrenzkampf. Es folgen einige Verletzte (oder Formtiefs) und Zack! wird die Championsleague ‘vermasselt’, im Cup an einem Unterklassigen gescheitert und in der Meisterschaft waere man nicht so ueberlegen Leader.
          Dann kaemen sofort Stimmen auf, dass man ein zu schmales Kader hatte und Adjektive wie kurzsichtig, leichtsinnig lesen wir in jedem Beitrag ueber den FCB.

          Klar, das Szenario mag ueberspitzt sein, aber es braucht einiges mehr als 11 solide Spieler – wie es mit einem schmalen Kader ergehen kann, davon kann der FCL (letzte Saison) ein Liedlein singen.

          Weiter kennen wir ja die Gruende fuer deren Nicht-Nomination nicht. Ein Andrist hat sein Lebenziel erreicht und chillt’s nun bei Basel. Ein weiterer packt’s einfach nicht etc. etc…

  15. Martin sagt:

    “Never change a winning team” heisst ein bekanntes Schlagwort. Leider sind Kusunga und Pak noch recht jung und benötigen noch Spielpraxis. Einige Spieler wurden an andere Vereine ausgeliehen (T. Xhaka/GC, Schürpf/Aarau etc.) Kusunga, Pak, Buess, Andrist etc. werden ihre Einsätze schon noch erhalten. Spätestens wenn der FCB den 15. Meistertitel auf Sicher hat, werden diese ihre Chancen bekommen. Es ist aber auch von den Spielern zu erwarten, dass sie die nötige Geduld mitbringen, denn es werden vermutlich einige Spieler zurück treten oder den FCB Richtung Ausland verlassen. Zudem erhalten sie beim FCB auch ein Umfeld geboten, welches sie bei keinem anderen CH-Klub, zumindest momentan, nicht erwarten können. Also legt euch ins Zeugs und zeigt euch in den Trainings! Ohne Fleiss kein Preis!

  16. Yendis sagt:

    Leistung zählt. Wer letztes Wochenende auf die Ersatzbank geschaut hat, konnte dort Huggel, Stocker, Fabian Frei und Philipp Degen finden. Jeder dieser Spieler wäre in jedem anderen CH Verein gesetzt … Insgesamt hat der FCB 2011/12 sehr viel Glück mit Verletzungen gehabt. Bei den Herren Streller und Frei ist das mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit. Glück für den Trainer, Pech für die Nachwuchskräfte, welche es so natürlich viel schwerer haben.

    Allerdings ist nicht vergessen, dass im vergangenen Jahr dank des Rotationsprinzips der Cup frühzeitig verloren ging, als die Jungen es dann eben doch nicht richten konnten…

    • Das mit dem Cup letztes Jahr war kein Fehler aus dem Rotationsprinzip, das war schlicht die Arroganz der Unterschätzung des Gegeners von Herrn Fink. Beim Cup erträgt es nämlich wenig Risiken betr. unnötigen Schonens der Stammlicker. Aber in der Meisterschaft sollte bei desem Stand der Dinge eben mehr auf die Bank Rücksicht genommen werden. Und das verträgt es ohne Zweifel, denn Spielpraxis der Ersatzleute kann ggf. Gold wert sein!

    • Viktor Hägler sagt:

      Letztes Sison hatte der FCB mehr Verletzte und die dreifach-Belastung mit MS, CL und Cup, dazu spielten Streller und Frei auch noch in der Nati. Deshalb rotierte Fink im Cup und flog raus. Dafür behielt der FCB im MS-Endspurt gegnüber dem FCZ das bessere Ende für sich.

      Bei der jetzigen Ausgangslage in der MS, mit 17 Verlustpunkten Vorsprung auf die Konkurrenz, wäre es sicher problemlos möglich, einigen Talenten in der MS mehr Einsatzzeit zu geben damit diese mehr Erfahrung sammeln können. Gerade im Hinblick auf nächste Saison, wenn einige Leistungsträger den Verein verlassen sollten.

      Allerdings ist es schwieriger Stars auf die Bank zu setzen als Nachwuchstalente, weil die dann eher meckern. Wenn man sich auch einem absoluten Leistungsprinzip verschworen hat, ist es auch nicht so einfach plötzlich davon abzurücken. Der Trainer wird schon wissen was er macht, der Erfolg spricht ja für sich.

    • Urs sagt:

      Ein Steilpass der schwächeren Sorte.Gute Beobachtung von Yendis mit der Ersatzbank vom letzten Wochenende. Im übrigen ist Pak oft mit der NK Nationalmannschaft unterwegs und leidet permanent an jet lag. A.Frei hat Ambitionen auf den Torschützenkönig-Titel und Streller als Runner-up, also klar dass die beiden nicht pausieren wollen/sollen. Kusunga ist oft verletzt. Die einzige Position wo Vogel rotieren sollte ist bei Steinhöfer. Obwohl er viele Assists notiert – die negativen Assists nicht eingerechnet wo er ständig überlaufen wird – ist seine Ballbehandlung sehr schwach und nicht vergleichbar mit Degen. Guter Kumpel hin oder her. Leistung sollte zählen.

  17. Hans vom Hübel sagt:

    Fussball ist nur bedingt planbar. Unter dieser Prämisse ist es nichts als logisch und konsequent, dass der Trainer das Augenmerk auf die Gegenwart richtet und wenn immer möglich die besten Spieler aufstellt. Die Meisterschaft hat Priorität, man ist fokussiert auf dieses Ziel. Und das nenne ich professionell und nicht etwa fahrlässig oder zu wenig vorausschauend. Davon geht ein starkes Signal aus und es zeugt von Respekt. Das Signal richtet sich sowohl gegen aussen wie gegen innen. Unsere Gegner sollen wissen, dass wir kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen, dass wir gewillt sind, diese Meisterschaft wenn immer möglich vorzeitig zu unseren Gunsten zu enscheiden, dass wir unsere Gegner aber keinesfalls geringschätzen, sondern sie respektieren. Auf der anderen Seite sehe ich es als Reminiszenz an uns Fans; der FCB könnte sich nicht überzeugender und ehrlicher für den Rückhalt bedankan. Indem den Wünschen und Ansprüchen der Fans entsprochen wird, indem der FCB immer in Bestbesetzung antritt, indem die Mannschaft keinen Gegner unterschätzt, konzentriert und einsatzfreudig auftritt, in alldem zeigt sich der Respekt gegenüber uns Fans.

    Klar, der FCB vereint in seiner Mannschaft mit Abstand am meisten fussballerische Qualität. Das war aber auch schon letzte Saison so, und dennoch blieb das Meisterrennen bis zum Schluss spannend, bedingt durch eigene Fehler und Unkonzentriertheiten und durch einen Lauf gepaart mit dem nötigen Glück beim Gegner. In der vergangenen Saison schied der FCB auch mit einer auf wenigen Positionen veränderten Mannschaft in Biel aus dem Cup aus. Derlei Beispiele gäbe es zuhauf, um einem die Gefahren des Rotierens schlag- und beweiskräftig vor Augen zu führen. Rotation sollte bei aller Qualität im Kader ein aus der Notwendigkeit entspringendes Mittel sein. Ich halte gar nichts von Rotation um der Rotation Willen, beispielsweise um Spieler aufzubauen oder bei Laune zu halten.

    • Mämä Sykora sagt:

      Biel ist eigentlich ein gutes Beispiel. Frei, Streller, Shaqiri und Stocker wurden geschont, ersetzt wurden sie durch Spieler, die sozusagen ohne Spielpraxis waren. Matthias Baron hatte zu diesem Zeitpunkt 2 Minuten Super-League-Erfahrung, Taulant Xhaka 7 Minuten, Daniel Unal 11 Minuten, Kusunga immerhin 350 Minuten. Wenig erstaunlich, dass die Eingespieltheit und die Wettkampferfahrung fehlte. Ist natürlich reine Spekulation, aber vielleicht wäre dieser Ausrutscher zu verhindern gewesen, hätte man die Spieler zuvor schon regelmässiger eingesetzt. Denn auch mit diesen Ergänzungsspieler hatte Basel noch mehr Klasse als Biel in Bestbesetzung. Damals war die Meisterschaft noch enger, es wäre ein grösseres Risiko gewesen als jetzt, wo es wirklich nichts mehr zu verlieren gibt.

  18. Stefan Keller sagt:

    Schon lustig, wie irgendwelche Grümpi- oder Alternativ-Liga-Kicker (angeblich) alles besser wissen als ehemalige Bundesliga-Profis usw. Höchst amüsant. Die betreffenden Herren sollten dringend das Trainer-Patent machen, die Champions-League wartet…

    • Manuel nygaard sagt:

      Ganz richtig Herr Keller

      Man versucht den FCB zu kritisieren, aber vergleicht ihn gleichzeitig mit dem fc Barcelona.
      Der Neid ist einfach zu gross. Den vorsprung, den sich der fc Basel in der Tabelle und auch sonst allgemein sportlich gesehen erarbeitet hat, scheinen noch nicht alle verkraftet haben.
      Aber wieso befasst man sich mit “scheinbaren” Problemen beim fc Basel, anstatt einmal das fussballerische Niveau gewisser ehemals guten Super League Vereine wie zb gc oder den fcz anzuprangern.

      • Fritz sagt:

        Ach hört doch auf bei diesem Blog von Neid zu fasseln. Wir dürfen auch mal fundierte Kritik akzeptieren, auch wenn wir diese Meinung vielleicht gar nicht oder nur teilweise teilen. Ganz falsch ist die Kritik nämlich auch nicht, auch wenn sie wie ebenfalls erwähnt ein absolutes Luxusproblem darstellt. Vogel/Heusler sind deshalb so gut weil sie solche kritische Voten (vielleicht nicht gerade hier im Blog) aufnehmen und nicht bloss abkanzeln. Wenn man im Tagesgeschäft ist und Erfolg hat kann es nur allzu leicht passieren die durchaus vorhandenen Probleme nicht wahrzunehmen…

  19. M.R. sagt:

    Zahlen lügen bekanntlich nicht, so gesehen ist der Artikel nachzuvollziehen, ABER: wie viele Talente sind in den letzten Jahren von anderen Schweizer Clubs in’s grosse Ausland und haben den Sprung geschafft? Sehr, sehr wenige… Vom FCB gehen praktisch jede Saison junge, selbst ausgebildete Talente in eine grosse Liga.
    F. Frei, Sommer, Shaqiri, Xhaka, Derdiyok, Rakitic, Kuzmanovic, Beg Ferati, Stocker, usw. usw.

    Sogar jetzt stehen fast 50% Nachwuchsspieler in der 1. Mannschaft. Ein Kusunga, ein Pak, ein Wieser – dies sind junge, aufstrebende Talente, sie haben sich aber halt noch nicht so etabliert wie ein F. Frei oder ein Ferati. Es sind halt auch beim FCB nicht nur Shaqiris, die bereits in der 1. Saison alles wegbomben und somit gleich in der Startformation stehen….

    Aber man ist es sich ja von den Medien gewohnt: läuft alles perfekt und wird es langweilig, bringen die Journalisten gerne mal unnötig kritische Berichte.

    Bevor man die Nachwuchsarbeit beim FCB infrage stellt, sollte man zuerst beachten, wie viele junge Talente den weg über Basel ins Ausland finden.

    • Marcel Meier sagt:

      M.R
      wie lange hat der fc basel z.b. valentin stocker selbst ausgebildet?
      ich will ihnen ja nicht zu nahe treten, aber wenn man die besten fünfzehn oder sechzehnjärigen talente zusammenkauft ist es nicht ganz ehrlich zu sagen, die haben wir alle selbst ausgebildet.
      also nur z.b.
      shaqiri glaub pratteln
      stocker kriens
      kuzmanovic glaub irgendwo bei bern
      etc etc

      sportliche grüsse

      • Max sagt:

        Shaqiri spielte beim SV Augst und wechselte als 10 jähriger zum FCB. Stocker kam als 17 jähriger zum FCB, aber ich glaube kaum, dass er bei Kriens die gleiche Karierre gemacht hätte! Und wenn der FC Luzern nicht sieht, was vor seiner Haustüre heranwächst ist das nicht das Problem vom FCB! Kuzmanovic kam mit 18 Jahren von YB, die suchen sich eben die Talente in der Elfenbeinküste oder in Südamerika- auch nicht das Problem vom FCB! Soviel zum Thema Talente zusammenkaufen. Ich sage dem hervorragendes Scouting.

        • Mark M. sagt:

          Versteh nicht ganz, was daran Ausbildung sein soll, 17- oder 18-Jährige zusammenzukaufen. Sind Karriereaussichten in Basel Trainingseinheiten?

          • Max sagt:

            Zusammenkaufen ist sicher keine Ausbildung. Aber gezielt fördern schon. Und in Sachen Karrierenaussichten bietet kaum jemand soviel wie der FCB. Darüber hinaus hat Basel immer wieder junge Spieler an andere Verein ausgeliehen. Auch andere SL Klubs haben gute 1. Liga Vereine vor ihrer Haustüre. Warum bedienen sie sich nicht bei denen und fördern die jungen Spieler? YB II und Breitenrain sind z.B. gute Vereine, aber die Berner kaufen lieber in Afrika und in Ostoropa ein. Und holt dann der FCB bei der Konkurenz junge Spieler dann heisst es, der FCB kaufe in der ganzen Schweiz Talente zusammen.

          • Pat sagt:

            nicht jedes 17,18-Jährige Talent wird Profifussballer. Da darf die Zeit von 17 bis zum gestandenen Profi durchaus noch zur Ausbildung gezählt werden.

      • Dominik Bücheler sagt:

        Lieber Marcel Meier

        … ich glaub man sollte zuerst genau recherchieren bevor man irgend einen Unsinn schreibt !

        … und ich weiss , unser FC Basel macht das mit dem Nachwuchs sehr gut !

        • Marcel Meier sagt:

          lieber dominik
          und alle wissen, euer fcb macht das sehr gut. ich muss nicht genau recherieren, darum hab ich ja glaub geschrieben.

          lieber max
          ich finde bei einem 18 jährigen kann man nicht von einem selbst ausgebildeten talent sprechen.
          “Und wenn der FC Luzern nicht sieht, was vor seiner Haustüre heranwächst ist das nicht das Problem vom FCB! ”
          dein wort in die ohren der luzern verantwortlichen. ärgerlich kann ich da nur sagen.

  20. Janine Steiner sagt:

    Ich bin davon überzeugt, dass die momentane zweite Garde noch diese Saison, spätestens nächste Saison ihre Chance bekommen wird. Es wäre alles andere als Logisch, wenn man jetzt in den vor entscheidenden Spielen tendenziell schwächere Spieler aufs Feld schickt.
    Vogel macht in meinen Augen eine sehr Gute arbeit hier in Basel und es ist Schwachsinn zu sagen, dass er keine jungen Spieler einsetzen tut. Denken wir da an Yann Sommer, Fabian Frei, Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri usw., diese Spieler sind alle nicht wesentlich älter als 20 Jahre und GESETZTE Stammspieler.

    • Martin Meier sagt:

      Der Lieblingsspruch von Vogel in Interviews: Wenn es rechnerisch noch machbar ist…. Ich bin überzeugt, das Rotationsprinzip wird nach dem definitiven Meistertitel wieder eingeführt, und bei dem Vorsprung müssen wir nicht bis zum letzten Spieltag warten.

  21. Peter sagt:

    Ich seh’s ähnlich wie Mäsi. Letztlich ist es doch der Erfolg, der zählt. Verfügt ein Team über eine starke Ersatzbank, dann kritisieren die einen, der Club kaufe der Konkurrenz die besten Spieler weg, um diese dann auf der Bank versauern zu lassen; oder er horte Talente, die eben nur auf der Bank sässen und sich dadurch nicht weiterentwickeln können. Verfügt aber ein Team über eine eher schwache Ersatzbank, dann werden sofort Stimmen laut, es könne doch nicht sein, dass man über keine veritablen Alternativen verfüge; elf starke Spieler reichten doch niemals für eine ganz Saison und so weiter und so fort. Kurz gesagt: wie man’s macht ist’s nicht recht.

    Aber eben: wie sagte Otto Rehhagel so schön: “Modern ist, wer gewinnt.”

  22. Buschbrenner Rudi sagt:

    Wenn man lange genug sucht, findet man überall etwas zu kritisieren. Lustig ist ,wenn es umgekehrt wäre und der FCB würde noch mehr rotieren, dann würde es heissen…… Gerade im angesprochenen Spiel vom Samstag standen mit Kovac, Zoua und Yapi drei “neue” Spieler in der Startformation. Reicht das nicht? Müssen es 8 “neue” sein? Dass dafür z.B. ein Huggel, ein Fabian Frei, ein Stocker und ein Dragovic nicht gespielt haben wird grosszügig übergangen. Schade.

  23. Die Kritik. dass die Ersatzspieler selbst bei diesem eklatanten Vorsprung des FCB nicht oder nur für ganz wenige Minuten aufs Feld dürfen ist mehr als berechtigt! Wenn Herr Vogel das nicht merkt dann müsste ihm doch einer der Kaderleute mal zuflüstern.Es könnte sonst bald zu einem Exodus von guten Ersatzleuten kommen, die vor lauter Frust auf der Bank verschimmeln. Denn die Qualitäten der Ersatzleute sind durchaus über dem Ligaschnitt.

  24. Matt sagt:

    Y. Sommer = 23
    A. Dragovic = 21
    V. Stocker = 23
    X. Shaqiri = 21
    F. Frei = 23
    J. Zoua = 20
    G. Xhaxa = 20

    Das sind 7 Spieler welche sehr regelmässige Einsätze beim FCB haben. Das Durchschnittsalter dieser Spieler beträgt 21.5 Jahre. Wenn ich dabei bedenke, dass dabei ein Torwart, ein Innenverteidiger und ein zentraler Mittelfeldspieler dabei sind, welche in der Regel nicht in so jungen Jahren einen Stammplatz bei einem Topclub ergattern, kann ich die Aussage, dass junge Spieler in Basel keine Chance erhalten nicht ganz verstehen.

    Klar spielen auch einige ältere Spieler regelmässig durch, aber die Jungen in Basel machen einfach einen solch souveränen Eindruck, dass man oft vergisst, dass es sich hier nicht um alte Hasen handelt. Und wenn es nicht in die erste Mannschaft in Basel reicht wird einem ermöglicht bei anderen passenden Clubs als Leihgabe zu Spielpraxis zu gelangen. Dies ist auch kein Abstellgeleis, wie man an den Beispielen F. Frei oder Y. Sommer sieht.

    Also bitte keine Panik. In Basel stimmt es sehr wohl mit der Nachwuchsarbeit.

    • Mägge sagt:

      Hallo Matt kann Dir voll und ganz beipflichten. Es ist auch gut das Vogel weiterhin auch die routinierten Spieler (Frei, Streller, Huggel etc.) auflaufen lässt, denn daraus entsteht ein guter Mix mit den Jungen, wie der FCB beweist. Überspitzt geschrieben, dann werden „Die Jungen“ nicht zu übermütig, bzw. können sich eben von dieser Routine eine Scheibe abschneiden, bzw. etwas dazu lernen.

    • Max sagt:

      Bravo Matt! Dem sage ich Fachwissen! Plauderi hat es hier leider genug!

    • Mämä Sykora sagt:

      Ich glaube, da wurde etwas falsch verstanden. Niemand behauptet, dass Basel zu wenig auf die Jungen setze, das wäre angesichts der vielen Jungen auch wahrlich vermessen. Aber eben WEIL so viele Junge auch schon zum Stamm gehören, bleibt kein Platz für weitere Junge oder Ergänzungsspieler wie die erwähnten Andrist und Pak etwa. Und weil diese von Ihnen erwähnten Spieler noch so jung sind, wird es für die kommende Generation der Jungen extrem schwer, in Basel Einsatzmöglichkeiten zu bekommen. Denn selbst wenn einige davon wechseln werden, wird der FCB mit dem Transfererlös bestimmt einige Stammplätze neu besetzen.

      • Matt sagt:

        Ist mir schon klar, dass im Beitrag nicht explizit die Einsatzchancen von jungen Spielern angesprochen werden. Das ist eher eine Reaktion meinerseits auf einige der Komentare, welche eben dies so hingestellt haben. Für die kommenden Talente in Basel ist es immer schwierig, Einsatzminuten in der ersten Mannschafft zu erhalten. Ziel in Basel ist es, jedes Jahr ein bis zwei eigene Talente in die Mannschafft einzubauen, was ich bereits ein ambitioniertes Ziel finde, da die Notwendigkeit nicht zwingend gegeben ist, wie z.B. beim GC. Dieses Jahr sind das der Verteidiger Ajeti und der Mittelfeldspieler Buess. Ihnen hat es nur zu wenigen Einsatzminuten im ersten Team gereicht. Hauptsächlich werden sie aber noch im U21 Team eingesetzt. So werden sie langsam an den Profifussball herangeführt und nicht verheitzt. Sind die jungen nicht zu ungeduldig, können sie sich so innerhalb von 2-3 Jahren perfekt in die erste Mannschaft des FCB vorarbeiten und nach 2-3 weiteren Jahren allenfalls den grossen Schritt ins Ausland wagen. Aber eben dafür müssen sie etwas Geduld mitbringen. Und reicht es nicht innerhalb dieser 2-3 Jahre gibt der FCB den Spielern wie T. Xhaka ja die Möglichkeit Spielpraxis auf hohem Niveau bei einem anderen Club (meist ASL oder ChL) zu sammeln.

        Spieler wie Andrist oder Voser zähle ich nicht mehr zu den Jungen. Vielmehr sind das wie du auch sagst Ergänzungsspieler. Diese haben sicherlich das Potential um mit den gestandenen Spielern um einen Stammplatz zu konkurrieren. Ihnen ist aber vor einem Wechsel zum FCB auch klar, dass es viel braucht, um nicht auf der Ersatzbank platz nehmen zu müssen. Von dem her stellen sich diese Spieler bewusst dem Konkurrenzkampf und sollten auch nicht allzu frustriert sein, wenn es eben eher Bank als Startelf heisst.

        Pak wäre für mich dann noch die dritte Art von Spielern, welche nicht regelmässig zum Zug kommen. Dazu zählt auch ein J. Zoua oder A. Dragovic. Und zwar sind das die jungen äusländischen Spieler, welche zum FCB geholt werden. Von ihnen wird halt einfach noch einmal mehr erwartet, da sie i.d.R. auch Investitionen in finanzieller hinsicht sind. Auch ihnen sollte bei einem Wechsel klar sein, dass sie einiges leisten müssen, um bei einem qualitativ starken Team wie Basel zu bestehen. Dragovic und Zoua erhalten ja bereits viel Einsatzzeit. Pak hat halt für ihn das Pech, dass das Sturmduo eins in diesem Jahr so ziemlich zum ersten Mal verletzungsfrei durch die Saison gekommen ist.

  25. rodolfo sagt:

    Heiko Vogel, weiss schon bescheid: man soll das Kaninchen nicht essen bevor es erlegt ist:
    Die Ersatzspieler kommen schon noch zu ihrem Einsatz, sobald der Hase erlegt ist bin ich sicher
    dass H.Vogel eine andere Aufstellung bringt, im übrigen hat er ja ab und zu auch rotiert, die
    meisten vergessen das: (Er hat sicher nicht vergessen dass Fink gegen Biel rotiert hat und
    dann noch eins auf die Deckel erhalten hat) nein, nein meine Herren so geht es nicht denkt er sicher.

  26. David Vonlanthen sagt:

    Leider bietet die SL im Moment nicht gerade viel Zündstoff……..daher ein unnötiger Blogbeitrag. Klar wird der FCB im Sommer 2-4 gewichtige Abgänge haben. Klar werden die Stürmer älter usw. Andere werden wohl eine Chance erhalten sich etwas mehr einzubringen, denke aber das in Basel für die nächste Saison kräftig eingekauft werden kann und zur Situation im Nachwuchs hat Mämä bereits die entsprechenden Fakten geliefert. Trotzdem hoffe ich das YB, Sion und vielleicht Luzern sich den Allerwertesten aufreissen werden damit etwas länger mitgefiebert werden kann. Finde es übrigens schade das S.Andrist nach Basel wechselte statt im ambitionierten Thuner Team eine tragende Rolle zu spielen……das liebe Geld halt.

    • Martin sagt:

      Ob es bei Andrist nur das liebe Geld war oder halt doch die sportlichen Anreize, welche bei einem Klub wie dem FCBasel, doch eher zu erreichen sind, lassen wir mal offen. Klar ist, dass der FCB auf gutem Wege ist, den jungen Talenten ein sehr förderliches Umfeld zu bieten. Leider ist dies bei GC wegen der Misswirtschaft gescheitert und andere Vereine haben es anscheinend noch nicht realisiert, welches Potential hier brach liegt. Die CH-Klubs müssen sich einfach im Klaren sein, dass sie nicht mit Barca, Real, Bayern, ManU etc. mithalten können. Sie können einzig in der Talentförderung aktiv werden und so ihre Kassen “füllen”, obwohl die Ausbildung auch seinen Preis hat und nicht jedes Talent auch wirklich reüsiert. Im Moment ist es halt “nur” der FCB, welcher dies realisiert hat, es ist aber zu hoffen und zu wünschen, auch für den gesamten CH-Sport, dass dies in Kürze auch die anderen Klubs schnallen und sich entsprechend engagieren.

      • Mark M. sagt:

        Aua, glauben Sie wirklich, dass es in der Schweiz soviele Talente gibt, dass sämtliche Super und Challenge League-Mannschaften ihre Fanionteams und Nachwuchsmannschaften mit ihnen füllen und so auf dem gleichen Niveau wie der Chemie&CL-Geld-Verein Basel spielen können. Das ist pures Wunschdenken. Wenn es ginge, würde es gemacht und dann würden auch keine Youngsters in Afrika, Südamerika oder Asien gesucht, die sich im Erfolgsfall übrigens ebenso profitabel verkaufen lassen. Nein, die besten Talente sind dort, wo das meiste Geld ist (funktionierende Strukturen setze ich mal voraus).

        Ausserdem: Schaut mal, was aus den meisten unserer ach so tollen Talente wird: Sie gehen von sportlichen Aussichten und Geld gelockt viel zu früh ins Ausland, wo sie dann im Nachwuchs oder auf der Bank versauern. Durchsetzen können sich die tollen Schweizer Talente allenfalls in zweit- oder drittklassigen Klubs. Dies ist in der Regel das Resultat der Ausbildungs- und Verkaufspoltik nach Zürcher Muster. Vielleicht ist es da doch besser beim FCB auf der Payroll zu stehen – jedenfalls falls man es schafft ausgeliehen zu werden 😉

  27. josé bütler sagt:

    vorschlag für das unwort des jahres 2012 im steilpass: eingespieltheit ;o)