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Schafft endlich die Champions League ab!

Simon Zimmerli am Freitag den 21. März 2014
Die Fetten werden immer fetter: Bayern Münchens Arjen Robben mit der Champions-League-Trophäe nach dem Sieg gegen Dortmund am 25. Mai 2013. (Foto: Andreas Gebert, Keystone)

Die Fetten werden immer fetter: Bayern Münchens Arjen Robben mit der Champions-League-Trophäe nach dem Sieg gegen Dortmund am 25. Mai 2013. (Foto: Andreas Gebert, Keystone)

Champions League schauen ist wie jeden Tag Uncle-Ben’s-Fertigreis essen: Es ist todlangweilig. Sämtliche Spiele in den Achtelfinals waren, mal abgesehen von der Partie zwischen Olympiakos Piräus und Manchester United, bereits nach dem Hinspiel entschieden. Es sind immer die gleichen Mannschaften, die wie Hyänen über den Champions-League-Pokal, der nicht nur mit teurem Champagner, sondern ab der Gruppenphase auch mit über einer Milliarde Schweizer Franken an Prämien gefüllt ist, herfallen.

Den Brei der europäischen Clubwettbewerbe haben aber nicht mehrere Köche verdorben, sondern nur einer. Der belgische Schulkantinenkoch Jean-Marc Bosman, der mit seiner aufmüpfigen Art vor einem belgischen Gericht seinen Wechsel zum französischen Zweitligisten USL Dünkirchen erzwang. Daraufhin forderte das Gericht den Europäischen Gerichtshof auf, eine einheitliche Regelung zur freien Wahl des Arbeitsplatzes innerhalb Europas zu schaffen. Die Konsequenzen sind bekannt, und zudem dürfen seither beliebig viele Ausländer aus aller Welt in den europäischen Fussballligen eingesetzt werden.

Ich bin Nostalgiker. Die Partien zwischen Real Madrid und Neuchâtel-Xamax oder zwischen Wettingen und Napoli bleiben unvergessen. Der kleine David aus der Schweiz durfte den grossen Goliath aus Spanien oder Italien fordern. Exoten fehlen nun gänzlich in der Champions-League-Gruppenphase. Warum qualifiziert sich der Drittplatzierte der deutschen Bundesliga direkt für die Champions League, St. Patrick’s Athletic geht aber leer aus? Die Chance, wenigstens an den Brosamen der Europa League zu riechen, ist für diesen Verein sehr gering, und trotzdem könnte der irische Landesmeister – wie einst der FCZ, Wettingen oder Neuchâtel-Xamax – die ganz Grossen in zwei Spielen fordern. Nur würde dann die Uefa nicht so viel Geld verdienen.

Die Europa League wurde angeblich aufgewertet. Das ist völlig lächerlich. Die Europa League ist ein über Jahre verdorbenes Stück Fleisch, das jetzt mit einer rassigen Sauce und etwas Kräutern vergeblich aufzupimpen versucht wird. Auch mit der erhöhten Prämienausschüttung, die immer noch lediglich ein Fünftel des Champions-League-Fleischtopfes beträgt, mag in der Europa League einfach keine Stimmung aufkommen.

Auch die Meisterschaften werden von den internationalen Wettbewerben beeinträchtigt. Sie verkommen zur Farce. Basel führt mit ungenügenden 5 Punkten Vorsprung, PSG führt in der französischen Meisterschaft mit 8 Punkten, der FC Bayern München bringt es auf stattliche 23 und Juventus Turin auf 14 Zähler Vorsprung. Eine Zumutung ist mittlerweile auch der früher prestigeträchtige Cup oder Pokal, der in England, Deutschland, Spanien oder Italien nur noch zu Testspielzwecken mit Rotationsversuchen dient.

Die Fetten werden immer fetter. Die Schweiz, die dieses Jahr einen direkten Champions-League-Platz geschenkt bekommt, ist ein Paradebeispiel dafür. Wir dürfen davon ausgehen, dass der Schweizer Meister leider auch diese Saison FC Basel heisst und allein mit der Qualifikation zur Champions League zusätzlich ein Jahresbudget eines Super-League-Spitzenvereins einstreicht und der Konkurrenz in noch grösseren Schritten enteilt.

Jeder Landesmeister, auch die Düdelinger, die per Zufall in der letztjährigen Champions-League-Kampagne die Millionärstruppe von Red Bull Salzburg rausbugsierten, sollte eine Chance erhalten. Und warum sollte es dem FC Lusitanos aus Andorra nicht in zwei perfekten Spielen gelingen, den FC Basel zu überfordern? Ich würde mich jedenfalls freuen.

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85 Kommentare zu “Schafft endlich die Champions League ab!”

  1. marius sagt:

    Sensationeller Artikel, vielen Dank!

  2. DK sagt:

    Stimmt völlig. Spiele zwischen europäischen Spitzenclubs waren mal Highlight, an die man sich noch lange erinnerte. Heutzutage langweilt das nur noch. ManU gegen Bayern, Real gegen Juve, Barca gegen Chelsea, alles super, aber wer will das zum 37. Mal sehen? Ich nicht.

    Konsequenterweise müssten die Top-Vereine die Landesligen verlassen und könnten dann in ihrere europäischen Superliga spielen. Ansonsten gäbe es nur eins, zurück zum ursprünglichen Meistercup, 1 Teilnehmer pro Land, knockout ab der ersten Runde. Aber darauf können wir lange warten. Das business geht vor …

    • C sagt:

      Die Wahrheit ist dass dann niemand mehr die nationalen Ligen mehr anschauen würde, find dich damit ab.

      • Diego sagt:

        Stimmt so nicht.
        Im Fussball spielt Lokalkolorit eine grosse Rolle. Das Zürcher Stadtderby z.B. interessiert mich tausendmal mehr als Spiele gegen Basel, Europäische Mannschaften oder den CL Final im Fernsehen.

  3. Stevens sagt:

    Bravo! Da kann ich mich nur anschliessen. Es ist einfach nur todlangweilig, diese Champions League. Gerade jetzt: Jeden Dienstag, jeden Mittwoch zwei Partien zwischen angeblich grossen Teams. Ist es jetzt Achtelsfinal, Viertelfinal, Halbfinal? Ist es Hin- oder Rückspiel? Hauptsache die UEFA kann am TV ein langweiliges Fussballspiel zeigen.
    Mein TV bleibt in letzter Zeit aus. Es interessiert mich einfach nicht.
    Zum Glück gibt’s Eishockey; das ist wirklich spannend

    • Mike sagt:

      Eishockey? Die gefühlte tausendste Playoff-Begegnung zwischen Davos und Kloten? Und das ganze nach einer überlangen Saison, die man sich ohnehin sparen könnte. Ich bitte dich. Und das soll dann spannend sein?

      • E. Schönbächler sagt:

        Du bringst es auf den Punkt Mike.

      • Stevens sagt:

        Na klar sind die Playoffs spannend. Hier geht es wenigstens um etwas. Und das Spielen dich immer wieder echte Dramen und Überraschungen (Lausanne gegen ZSC) ab. Klar, wenn man nicht so Hockeyfan ist sieht das andes aus.
        Klar ist die Hockeysaison lang und öd. Aber das ist sie doch im Fussball auch. Daneben eine öde Champions League, öde Achtel-, Viertel und Halbfinals

    • Jeanclaude sagt:

      Gibts eigentlich TV-Apparate, die so gross sind, dass man bei dem wilden Eishockey-Gestocher die Scheibe überhaupt sieht und weiss, ob’s ein Tor gegeben hat, bevor der Schiedsrichter dies mit dem Arm anzeigt?
      A propos Champions-League: wieso nicht nur 1 Spiel nach Cupsystem, mit Verlängerung und Penaltyschiessen? Das würde wesentlich spannender!

  4. Martin sagt:

    WORD! Was für tolle Zeiten, Europacup der Meister oder Cupsieger, FCZ im Halbfinal! Und jetzt? LANGEWEILE, zum X-ten Mal Barcelona gegen was weiss ich und Teams aus lauter Söldnern. Für mich ist deshalb die WM das einzig wirkliche Fussball-Fest! Freu mich auf den Sommer (oder Winter in Brasilien)!

  5. h.w. ryser sagt:

    Bildet endlich eine Champions League!
    Die acht bis zwölf Überflieger-Clubs sollen eine richtige Meisterschaft spielen (Liga), alle anderen einen Europacup.
    Der Europacup-Sieger steigt in die Champions League auf und ersetzt dort einen Absteiger.

    • Johnson sagt:

      Eine Sehr gute Idee!!!

      • Markus sagt:

        Dann kommts so wie im Eishockey; dort können (dürfen) die Deutschen auch nicht aus der A-Gruppe absteigen, da von dort die grössten Werbeeinnahmen kommen. Hier wären es dann die Deutschen und die Russen.

    • marak sagt:

      Darum gibt es die CL. Es stand lange die Drohung der Spitzenklubs im Raum, dass man eine eigene Liga gründen will. Darauf musste die UEFA reagieren. Nun ja, es ist halt wie es ist. Ein KO-Cup mit den richtigen Landesmeistern war besser. Aber leider unrealistisch heute.
      Interessant ist aber, dass es offenbar immer noch rentiert. Sonst ist ja Verknappung des Angebots kostentreibende Variante. Also weniger Spiele. OK, man hat mal die zweite Gruppenrunde abgeschafft. Aber echt, es sind brutal viele Spiele und immer in etwas Dasselbe.

    • Remo sagt:

      Gute Idee!

  6. Markus sagt:

    Am Blog ist einiges dran, aber dann der typische FCZ-Antibaselreflex. Wem verdanken wir, dass die Schweiz die nächsten 2 Jahre einen Fixplatz in der Qhampinsleague Gruppenphase hat? Etwa den “überragenden” internationalen Auftritten des FCZ?

    • Markus sagt:

      p.s.: wir tun uns auch keinen CL-Fussball an.

    • manu sagt:

      Ich glaube die erwähnte “Anti-Basel”-Haltung hat in diesem Kontext viel mit der Tatsache zu tun, dass die Reichen immer reicher werden. Somit ist der Fixplatz dann vermutlich eh wieder für Basel selbst, was dem Club wieder mehr Millionen reinspült etc etc etc (und ich hab eher einen implantierten Anti-FCZ-Reflex…)

      • Zimmerli sagt:

        Danke manu, genau so war das gemeint.

        • Dave Blumer sagt:

          Nur hat sich der FCB das mit hervorragenden Internationalen Leistungen in den letzten 10 Jahren auch verdient, was der Autor praktischerweise vergessen hat.

          Sonst kann ich dem Artikel nur zustimmen

          • Oli sagt:

            Korrekt, Basel hat sich dies erarbeitet, aber das ist ja genau der Punkt. Wenn sich ein Verein dies einmal “verdient” hat, ist es extrem schwierig noch etwas an der Hierarchie zu ändern. Der Artikel darf man nicht auf Anti-Basel reduzieren. Ich verstehe dies lediglich als ein Beispiel, was die These untermauern soll.

          • Andi Meier sagt:

            @ Oli: Ja, es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Nur hat leider kein Schweizer Verein die nötige Konstanz um sich hochzuarbeiten. In dieser Saison waren nicht YB, GC oder der FCZ in der Gruppenphase der Europa League sondern St. Gallen und Thun. Wenn nur ein Verein es schaffen könnte, regelmässig zumindest eine Gruppenphase zu erreichen hätte er die Chance an der Hierarchie zu rütteln. Die Prämien sind nicht der einzige Vorteil regelmässiger Teilnahmen, bei Einkäufen und Vertragsverhandlungen kann die Aussicht auf internationale Spiele ein wichtiges Argument sein und der Marktwert der Spieler steigt.

          • michael sagt:

            den namen fcb zu tragen, war immer schon eine bürde, hier wie in deutschland…..

          • Bruno Menzi sagt:

            Mit -zig Pharma-Millionen (oder sind es unterdessen schon Milliarden?) alles aus Zürich aufzukaufen um an die nationale Spitze zu kommen halte ich nicht für eine “hervorragende, Internationale Leistung”. Und schon gar nicht für eine “sportliche” Leistung.

          • zerberus08 sagt:

            @Bruno Menzi – Die Pharma – Mio. bewegen sich im tiefen einstelligen Mio. Bereich – und alles aus Zürich aufzukaufen ? Wieso verkaufen – seid doch froh wenn diese verkauft werden können da ihr ja doch nichts mit diesen Spielern anfangen könnt. Oder reisst ihr international mal was? Die wirklich guten Transfers kamen bis auf wenige Ausnahmen aus dem eigenen Nachwuchs oder aus dem Ausland.

  7. manu sagt:

    Danke! Dein Wort in Michel’s Ohren.
    Sowohl die ewig gleichen Multi-Millionen-Paarungen wie auch die Campions League Schere (die auch in unserer NLA immer weiter aufgeht und den FC nahezu unantastbar macht) sind Dinge, die mir den Sport durchaus zu verderben wissen.

  8. Leo Schmidli sagt:

    Und wenn die Grossen die Kleinen souverän besiegen stehen ab dem Viertelfinal auch die selben Mannschaften dort und es wird gejammert über die Langeweile!

    • Oli sagt:

      Kurzfristig ja, mittelfristig haben aber auch die kleineren Vereine die Möglichkeit an den Honigtöpfen zu laben und somit mehr Geld zur Verfügung um sich zu verstärken und das Machtgefüge zumindest ein bisschen zu beeinflussen.

  9. Martin Zwei sagt:

    Wo Kindergärtler früher die Namen der lokalen Spieler kannten, rattern sie nun die Spieler von Barca herunter. Identifikationsfiguren kann sich niemand endlos merken. So gesehen ist die Beschränkung auf die Achtelsfinalisten der CL positiv, weil einfacher – uns es entspricht Marketingstrategien, dass Brands nicht verändert werden. Es ist der Lauf der Zeit. Dafür sitzt niemand mehr voller Spannung vor der Glotze, das Spiel läuft im Hintergrund, während man twittert. Ist positiv für die Beziehungen. Das Interesse ist längst abgeflaut, die Einschaltquoten nicht. Letzteres wäre der einzige Weg, Veränderungen zu bewirken, Blogbeiträge sind im Vergleich dazu nutzlos.

  10. Wanja Aloe sagt:

    herr zimmerli, wer sich langweilt ist selber schuld. vielleicht wechseln sie einfach mal die sportart.

    • Zimmerli sagt:

      Herr Aloe, es gibt ja noch die nationale Meisterschaft, die englische Liga, den Abstiegskampf in Deutschland, den Schweizer Cup und… die grossen Turniere wie WM und EM!

      • bulivo sagt:

        Und wenn an einem grossen Turnier immer wieder Deutschland und Spanien in den Halbfinals stehen, ist das nicht langweilig?! Wenn die Konsequent sind, sollten Sie doch den Ausschluss dieser Länder fordern…

        • Zimmerli sagt:

          bin ich nicht ihrer meinung bulivo. es sind die besten spieler des landes. das ist ehrlich und hat keinen finanziellen ursprung.

          • Jaeggi sagt:

            Seien wir ehrlich, bei CL und anderen sportlichen Ereignissen steht nur Profit im Vordergrund. “Sposoren und Einschaltquoten der Fernsehanstalten”. Für solchen Schrott der in der Letzten Zeit geboten wird muss der Zuschauer noch zahlen “BILAG”!!

          • tigercat sagt:

            Also ich bezahle die “BILAG” nicht dafür, dass ich solchen Schrott anschauen muss, sondern für ARTE, 3Sat etc. Dieser Schrott ist im Preis inbegriffen. Vielleicht verwechseln Sie die Bilag mit TC etc

    • Wanja Aloe sagt:

      na gut, herr zimmerli, sie können ja ganz für sich alleine so tun, als wäre die CL abgeschafft worden und einfach nicht mehr gucken.

  11. Mike Schmid sagt:

    Es hat ja jeder Klub die Möglichkeit sich zu Qualifizieren… und z.B. ein Champions League fähiger Klub wie Tottenham spielte in der Europa League, währenddessen eine Underdog wie die Wiener Champions League spielen! Ich verstehe die Kritik nicht… Überraschungen, wie die von Basel oder anderen Mannschaften sehen wir ja immer wieder! Ich mag micht nicht aufregen, ich geniesse lieber den Fussball! Wer es nicht geniessen, kann versteht halt Fussball nicht! Das Spiel von Basel gestern, das Manchester-Spiel…oder erinnert ihr euch an das Chelsea Final Spiel gegen FCB? Einfach Genial!

    • Severin Hueter sagt:

      Bin gleicher Meinung, ich glaube vor einiger Zeit war mal ein Artikel auch hier in der BAZ von wegen nur noch die Landesmeister sollten in der CL spielen weil die kleinen eh keine Chance hätten etc.
      Zudem ist die Aussage von Herr Zimmerli sehr schwar, alles auf die Millionen der Clubs zu schieben ist zu einfach, Basel hat sich diese Position in der Schweiz erarbeitet! Auch die direkte CL-Quali hat sich Basel erarbeitet und nicht sein FCZ, daher ist das geheule voll daneben, der FCB hat sich diesen Platz über Jahre erarbeitet nur weil Herr Zimmerli gerne mal wieder seinen Verein in der CL spiele sehen würde können wir ja denen denn Platz ja nicht schenken!

      • Bucher sagt:

        Von wegen der FCB hat sich diesen Platz erarbeitet: Ohne die jahrelange finanzielle Unterstützung druch Gigi Oeri wäre das Ganze wohl niemals möglich gewesen. Erinnere mich an die frühen 0er Jahre, wo der FCB so ziemlich die ganze Liga zusammengekauft hat, dadurch andere Clubs geschwächt und sich selber gestärkt hat (denke da z.B. an Zuberbühler, M. Yaking, Zellweger, Zwyssig, Gimenez).

        Seit Jahren hat der FCB dadurch eine 2,3 mal grössere Kriegskasse als seine Konkurrenz. Ein weieteres Müsterchen: 2009 Alex Frei kommt im besten Fussballer Alter für über 4 Mio CHF von BVB zu Basel. Kein anderer Verein in der CH hat diese (finanzielle) Möglichkeit auch nur annähernd.

        Der Erfolg das FCB hat also in erster Linie mit seinen finanziellen Mitteln zu tun, er hat sich wenig selbst “erarbeitet”. Das Ganze ist mittlerweile ein selbstläufer, der FCB qualifiziert sich jedes Jahr für die CL, wird mit den eingenommenen Mio. Meister usw. Und hier kommt genau die Kritik des Artikels und meine Kritik am heutigen Fussballgeschäft. Das Ganze verkommt zur Farce, weil die Einkommensschere zwischen den Clubs immer weiter aufgeht.

        • Markus sagt:

          Nicht ganz richtig BUCHER; das mit den finanziellen Mitteln mag ja stimmen, dies aber auch richtig einzusetzen wissen ist die Kunst. Hier ist vor allem auch z.B. die Konstanz auf den Trainerposten zu erwähnen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Klubs erfolgreich sind, die einen Trainer auch ini einer Krise die Stange halten und nicht gleich zum Teufel jagen. Aber auch die Durchmischung der Mannschaft muss stimmen. Und hier leistet der FCB hervorragende Arbeit (sage ich als FCZler), vor allem auch im Nachwuchsbereich. Denen wird jedes Jahr die halbe Mannschaft abgekauft und trotzdem erreicht kein anderer Klub das Niveau des FCB. Wann hat z.B. bei YB (ausser dem Torhüter) oder dem FCZ zum letzten Mal ein 17-Jähriger aus dem eigenen Nachwuch depütiert? Beim FCB sitzt gleich eine halbe Mannschaft in diesem Alter auf der Ersatzbank!

          • Michi sagt:

            man sagt ja “die erste Million ist die schwierigste”. Und die wurde dem FCB geschenkt. Danach hat er zwar zweifellos gut gewirtschaftet, es wurde aber dank den absurden CL-Prämien schnell zum Selbtsläufer und in der CH kann niemand mehr mithalten.

        • Jean-Claude Meier sagt:

          “Erinnere mich an die frühen 0er Jahre, wo der FCB so ziemlich die ganze Liga zusammengekauft hat, dadurch andere Clubs geschwächt und sich selber gestärkt hat (denke da z.B. an Zuberbühler, M. Yaking, Zellweger, Zwyssig, Gimenez).”
          Na ja, so gut erinnern Sie sich wohl doch nicht: Zellweger spielt nie in Basel, Zwyssig kam aus dem Tirol zum FCB und Yakin schrieb sich schon damals ohne G am Schluss. Aber Hauptsache gemötzelet, gell?

          • Arthur sagt:

            Die erste Million ist die schwierigste – mag stimmen. GC, FCZ und Thun waren auch in der CL und haben die Millionengewinne gemacht, nur ist davon nichts nachhaltig investiert worden und nichts mehr übrig geblieben. Vielleicht wurde beim FCB doch etwas überlegter gewirtschaftet und ist nicht alles nur Zufall.

          • zerberus08 sagt:

            Auch die Yakin-Brothers wurden nicht den Zürchern abgekauft – beide kommen von Concordia Basel – Murat Yakin kam von Fenerbace zu Basel – Hakan Yakin kam von Basel zu den Grasshoppers!

        • Ruedi Meyer sagt:

          Gigi Oeri hat die Millionen für den Nachwuchs aufgewendet und nicht für teure Transfers. Der FCB kann immer wieder Rohdiamenten an sich binden, leiht sie aus, damit sie Spielpraxis bekommen und lässt sie dann gut ausgebildet für viel Geld ziehen. Yann Sommer ist das letze Beispiel.

          Hier herrscht keine Bayern-Praxis, der dem Hauptkonkurrenten BVB immer die besten Spieler abjagd.

      • Wanja Aloe sagt:

        herr bucher, “erarbeitet” schliesst die finanziellen möglichkeiten mit ein. oder warum denken sie hat der fcb wirtschaftlich so viel erfolg? sicher nicht, weil es ein kleiner provinzclub ist, für den sich niemand interessiert. das grosse zuschauerpotenzial in basel war auch in zeiten zu spüren, als der club in der nationalliga B verschwunden war. gigi oeri hat nie geld in den club gebuttert, sondern nur die lücken gestopft und in die jugendarbeit investiert. der fcb ist ein grosser club, weil er in der schweiz mit abstand die meisten fans hat und durch eine kluge sportliche und wirtschaftliche vereinsführung dieses potenzial seit nunmehr über 10 jahren ausschöpft. der internationale erfolg eines clubs ist auf dauer von der grösse und der stärke der liga abhängig. von daher hat der fcb gar kein interesse, seine liga-konkurrenten nachhaltig zu schwächen. das ist quatsch. die konkurrenz ist selber schuld, wenn sie nicht voran kommt.

  12. Patrick Althaus sagt:

    Die Uefa hat vor zwei Jahren die Teilnahme von kleineren Nationen an der CL erleichtert. Diese spielen in der Quali die sogenannte Meister-Quali, in der die Landesmeister gegeneinander spielen und so den Nr. 3 und 4 der grossen Ligen aus dem Weg gehen. Ebenso wurde vor Jahren die langweilige Zwischenrunde nach der normalen Gruppenphase zugunsten von K.O.-Achtelfinals abgeschafft. Auch das war in meinen Augen positiv. Ein Schmarren ist jedoch, dass der 3. aus der CL-Gruppenphase dann als Trostpflaster in die Europa League wandert (Basel hin oder her). Das schadet der Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs und ist eine Demütigung für die Klubs, die die unzähligen Quali-Runden und Gruppenspiele absolvieren mussten.

    • Max Bader sagt:

      Ich finde es insgesamt gut, dass die Europa League stark aufgewertet wurde gegenüber dem früheren UEFA-Cup. Das hat mit dem veränderten Qualifikationsmodus zu tun. Die Regel mit der Qualifikation über die CL in die EL finde ich ebenfalls gut, da so weiter die Qualität hochgehalten wird in der EL und ein 3. Platz in der CL ist mindestens so schwierig, wie ein 2. Platz in der EL-Gruppenphase.
      Somit ist guter Fussball garantiert in der EL. Um die Diskussion über das Thema wieder aufzunehmen: Werden nun mehr Gelder von der CL in die EL umgeleitet, holen diese Clubs auch wieder auf und guter Fussball ist garantiert.

  13. Arien Müller sagt:

    Was soll den das kuturpessimistische Geplärre? Ich für meinen Teil freue mich auf den Versuch der Verteidung des Cl-Pokals. Ehrlich gesagt bin ich froh, nicht noch mehr mit dem stümperhaften Herumgekicke von YB, FCZ oder GC konfrontiert zu werden.

  14. Oliver sagt:

    Unerträglich nostalgischer Artikel, vermischt mit Kapitalismuskritik und regionaler Heimatliebe.
    Ausserdem inhaltlich auf schwachen Füssen stehend wenn nicht sorgar falsch wenn man sich die VF Teilnehmer der letzten fünf Jahre anschaut.

    • Remo sagt:

      Wieso ist er inhaltich auf schwachen Füssen? Nostalgie ja. Kapitalismuskritik kann man entdecken. Aber fehlende inhaltichle Argumentation?

  15. cyan jaeger sagt:

    Leider wahr – ich wünsche mir die Zeiten das Pokals der Landesmeister, UEFA Pokal und Pokal der Pokalsieger zurück…da ware noch interessante Paarungen dabei.

    Oder wie wäre es den Pokalsieger und die Landesmeister in der Champions-League spielen zu lassen (Landesmeister und Pokalsieger sind ja Champions) und die weiteren Teams in dem “neuen” UEFA Cup. Die Gelder müssten natürlich so verteilt werden, dass auch der UEFA Cup finanziell interessant ist. Mit einer solchen Änderung hätten wir wieder echte Champions auf dem Feld und es könnte ein paar ganz interessante Paarungen geben (wer will schon jede Saison gefühlte 50x FC Barcelona gegen FC Bayern München sehen)…leider zielt diese Idee auf die Wünsche der Fans ab und hat nichts mit den Zielen der grossen 20 Vereine gemein….schade eigentlich.

  16. Roberto sagt:

    Ich finde die Champions League zwar nach wie vor spannend, aber am Artikel ist einiges dran.
    Die ewig gleichen Clubs, teilweise sogar die ewig gleichen Starfussballerm mal in dem Team, mal im anderen.

    Könnte man aber nicht wieder bei der 3 Punkte – Regel ansetzen?
    Ich spreche von den nationalen Ligen. Neben der schweizerischen (Basel) tendieren ja auch zum Beispiel die deutsche und die spanische Liga schon länger zur Einseitigkeit.
    Könnte man mit 2 Punkten statt 3 pro Sieg nicht etwas Bewegung ins ganze bringen, und somit auch in die Europa League und Champions League?
    Eine andere Möglichkeit wäre, dass man in diesen Wettbewerben nicht 2 Jahre hintereinander teilnehmen darf – völlig an den Haaren herbeigezogen, ich weiss… Aber es wäre etwas abwechslungsreicher..

  17. Philibuster sagt:

    Dieser Artikel kann entweder sachlich oder sarkastisch interpretiert werden: da er aber etwa so lustig und einfallsreich ist wie Fondue Chinoise zu Weihnachten, nehme ich an, dass es dem Autor tatsächlich ernst damit ist. In diesem Fall rate ich dem Schreiber: schalten Sie den Fernseher aus, gehen Sie raus an die frische Luft und lassen Sie uns, die ca. 8 Milliarden Interessierten weiterhin unsere geliebte Champions League geniessen! Kleiner Zusatztipp: eventuell könnten Sie sich in der Redaktion nach einer Sparte umschauen, wo Kreativität und Einfallsreichtum keine Rolle spielen, Wohnungsanzeigen wäre eine Möglichkeit!

    • Zimmerli sagt:

      vielen dank für diesen gelungenen kommentar philibuster. ich nehme den ernst, obwohl er auch einen gewissen sarkasmus enthält. hoffe ich doch – angesichts der weltbevölkerung – zumindest.

  18. David sagt:

    Eigentlich stimme ich dem Artikel zu. Ich muss aber sagen, dass mir die letztjährige CL seit vielen Jahren wieder einmal richtig viel Spass bereitet hat. Allein schon die Gruppe D mit dem BVB, Real, ManCity und Ajax bot schon in der Gruppenphase das, was man vermutlich wollte, als man die CL entwickelte. Auch das Halbinfale BVB-Real… Leckerbissen! Leider eine seltene Ausnahme und auch die diesjährige Ausgabe scheint wieder die Belanglosigkeit (und Langeweile) der vorherigen Jahre anzunehmen. Der klassische Meistercup muss zurück, auch wenn die UEFA dann auf überteuerte TV-Gelder verzichten muss (weil CR7 wenns blöd kommt nur einmal zu sehen ist). Das System Meister- und Europa-Cup reichte völlig aus und wertete beide Wettbewerbe massiv auf. EC war die Torte, MC die Kirsche. Heute ist die CL das Brot und die EL die ranzige Butter.

  19. georgios sagt:

    Irgendwie, sehr geehrter Herr Zimmerli, wird man beim Lesen den Verdacht nicht los, dass der Vater Ihres Blogg Ihre FCZ-Affinität ist (und das schreibe ich als nicht FCB-Fan). Die Jungs vom Rheinknie standen nicht immer dort, wo sie sich gerade befinden – kann mich bestens an ihre Nationalliga B Zeiten erinnern. Dann haben sie sich zusammengerauft, ein Konzept, eine Strategie, einen Plan erstellt und die richtigen Leute an Bord geholt. Unterdessen stellt sich der Erfolg ein und man ist der Konkurrenz überlegen. Soll man sie deswegen zurückbinden? ICH finde man sollte nicht die erfolgreichen “stutzen”, sondern die anderen sollen sich überlegen, wie sie die Lücke schliessen und überholen können (Konzept, Strategie, Plan, die richtigen Leute).

  20. Markus sagt:

    Darum hat ja Thun in der Champions-League gespielt und nicht YB 🙂

  21. Ben sagt:

    Genau so ist es. Ich persönlich bin zwar noch nicht auf derselben Frustrationsstufe wie Herr Zimmerli, aber es geht in diese Richtung. Es gibt aus meiner Sicht 2 Möglichkeiten: entweder die Spitzenvereine gründen eine Art Europaliga oder die UEFA vergibt Wildcards per Zufallsprinzip an alle Vereine die in der jeweiligen Topliga eines Landes spielen (ggf an bestimmte Bedingungen geknüpft, oder nur Vereine die auf den ersten 8 Plätzen, wie auch immer).

  22. Urs Huber sagt:

    Ich teile die Meinung des Autors, dass die CL abgeschafft werden sollte. Noch schöner wäre natürlich die Wiedereinrichtung der Ausländerquoten in allen Ligen. Leider wird wohl beides nicht geschehen.

    Es gibt aber eine einfache Lösung: einfach kein oder weniger Fussball schauen. Je weniger Interesse, desto weniger Business… Es gibt auch andere schöne Sportarten.

  23. Linus Luchs sagt:

    Vor 16 Jahren hielt der FCB-Goalie Stefan Huber einen Penalty gegen Kriens. Hätte er ihn nicht gehalten, wäre der FCB in die Nati B abgestiegen. Das zur Erinnerung, dass der FC Basel keinesfalls immer dort war, wo er jetzt ist. Es steht jedem Verein offen, mit einer professionellen Führung den Erfolg nachhaltig aufzubauen. Aber zugegeben, für eine Stadt, in welcher bereits der Bau eines Fussballstadions scheitert, gilt das sehr wahrscheinlich nicht.

  24. Roberts sagt:

    Konsequenterweise sollten Sie als nächstes fordern, die freie Marktwirtschaft abzuschaffen. Auch dort werden die Guten in der Regel immer besser, die schlechten scheiden aus. Ist doch total unsozial!

    • sepp zuercher sagt:

      Roberts, das stimmt so nicht. Nicht die Guten werden besser, sondern die Mächtigen grösser. Und laufen die Grossen mal Gefahr, Konkurs zu gehen, werden sie subventioniert (Beispiele aus der USA: Erdölindustrie bis zu jenen in der Schweiz: Banken und Deutschland: Autoindustrie und England: Starbucks sind zu hunderten da. Würde ja keiner behaupten, Starbucks mache den besten Kaffee, tsts)
      Sorry für Offtopic, aber ein bisschen denken darf man auch als Fussballfan.

  25. Michi sagt:

    Wer hat, dem wird gegeben. Ist nichts Neues. Und die CL-Prämien sind, grad auch im Vergleich zur EL, absurd.
    CL interessiert mich schon lange nicht mehr.

  26. bernhard sagt:

    Die klassischen Cups wurden doch damals genau deshalb abgeschafft, weil das lukrative TV-Publikum eben nicht SP La Fiorita gegen FK Aqtöbe sehen möchte, sondern lieber Real gegen ManU! Logisch ist es für den Meister aus Andorra ein mega Event, wenn er gegen Juventus spielen darf. Aber dem neutralen Zuschauer bringt ein solches Spiel keinen Mehrwert. Kommt noch dazu, dass es vor 30, 40, 50 Jahren noch nicht 53 Länder gab, deren Meister in der CL und die dahinter platzierten in der EL spielen wollten. Und es ging noch nicht ums grosse Geld, sondern um Ruhm und Ehre. Diese Saison waren es 194 (!!) Vereine, die sich für die EL qualifizierten wollten. Wäre es ein reiner Cup mit totaler Chancengleichheit, so müsste man nach einer Vorqualifikation mit dem 1/64-Final beginnen und KEINE Mannschaften setzen. Dann kann es aber sehr wohl passieren, dass La Fiorita auf Aqtöbe trifft. Wie auch Real gegen ManU. Ob das dann besser ist, wage ich zu bezweifeln. Übrigens werden wir schon bald sehen, wie es wird, wenn (fast) jeder eine Chance kriegt: Durch die Aufstockung der EM-Teilnehmer werden mit Sicherheit mehr “Exoten” die Quali schaffen als früher! 🙂

    • Stevens sagt:

      Durch die Aufstockung der EM-Teilnehmer wird vor allem die EM-Quali ein Witz und todlangweilig. Es geht da noch darum, ob jetzt Litauen oder Mazedonien noch die Quali schafft. Spannend..

  27. Bernhard sagt:

    Vergesst bitte ob der ganzen Nostalgie nicht, wer im Endeffekt dafür verantwortlich ist, dass der CL-Geldtopf so gut gefüllt ist! Es ist nichts als verständlich, dass diejenigen Mannschaften, die den Topf füllen (sprich: durch ihren Fussball den Zuschauer an den Bildschirm holen und dadurch die Werbegelder generieren), auch an der Verteilung beteiligt sein wollen. Warum also sollen Mannschaften vom Geldsegen profitieren, ohne ihren Beitrag dazu geleistet zu haben? Die Gelder wären niemals so hoch, wenn in der CL regelmässig Mannschaften aus Island, Ungarn, Wales, Georgien und Zypern spielen würden – dafür zugkräftige Vereine aus DE, ITA, ESP und ENG nicht! So funktioniert das Prinzip nämlich nicht. Nostalgie hin oder her!

  28. Chris Chelios sagt:

    Das Problem ist nun mal nicht wegzudikutieren, dass Vereine welche die CL erreichen, mit sehr hohen Einnahmen rechnen dürfen und damit die Schere im Fussball immer weiter auseinandergeht. Nur muss man daraus auch Kapital schlagen können, auch Thun oder der FCZ waren in der CL. Jetzt ist der FCB aber mit seinen CL Einahmen allen anderen derart weit voraus, dass die Meisterschaft jeweils vor Beginn schon entschieden ist. Auch in Deutschland, Frankreich oder Spanien können nur ganz wenige Vereine noch Meister werden. Darum bin ich auch sehr dafür, dass die europäischen Wettbewerbe in Sachen Preisgeld angeglichen werden oder noch besser, dass ein Teil der Gelder in einen Pool fliesst und unter allen verteilt wird. Sonst wird rgendwann eine Euro Liga der Crème de la Crème kommen und die nationalen Meisterschaften sind dann nur noch zweitrangig.

  29. Frank Baum sagt:

    Der Author vergisst zwei Dinge. Erstens: Die Spitze wurde mit der CL sicherlich enger. Sie wurde aber auch höher. Der FC Bayern lässt die Konkurrenz in der Bundesliga um >20 Punkte stehen, weil der FC Bayern viel besser geworden ist. Die anderen sind nicht schlechter geworden. Sie sind nur stehen geblieben. Dank der CL sehen wir einen Fussball auf einem Niveau, wie wir es sonst nicht erleben würden. Zweitens: Die Einschaltquoten sprechen für sich. Es gibt immer Nörgler und Zwängler, denen das gezeigte nicht gefällt und die in falscher Nostalgie in der Vergangenheit leben. Die Zuschauerquoten zeigen aber eindrücklich, wieviele Menschen eben doch die CL sehen wollen, weil es eben der beste Fussball überhaupt ist. Die Quoten sind derart explodiert, dass sie alles in den Schatten stellen, was es vor der CL in Summe gegeben hat.

  30. Bernhard sagt:

    Noch etwas betreffend dem Argument, kleinere Klubs könnten durch ihre CL-Teilnahme den Abstand zu den Grossen aufholen. Betriebswirtschaftlich geht das nicht auf. Wer die erhaltenen Millionen in neue Spieler (und entsprechende Gehälter) investiert, muss bereits im Folgejahr wieder an die Millionen kommen, um wirtschaftlich überleben zu können, da das Geld eigentlich nicht vorhanden ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein “Kleiner” mehrere Male hintereinander die Quali schafft, ist sehr klein. Und somit ist der Klub nicht näher an den Grossen, sondern weiter weg denn je zuvor! Zum Glück liess sich Thun damals nicht auf dieses Vabanque-Spielchen ein. Sie wären heute vermutlich in der 2. Liga…

  31. Heiri Hingischwiler sagt:

    Ein par Regeländerungen wie in der Formel 1 immer wieder, das wärs

  32. shuegi sagt:

    Klar hat man dem FCB international viel zu verdanken, aber trotzdem darf man nie vergessen, dass der FCZ zweimal im Halbfinale des Cup der Landesmeister war und zwar noch zu Zeiten des KO-Systems, wo man schon in der ersten Runde rausfliegen konnte… zudem konnte man noch Geographie lernen, wie zum Beispiel mit Klubs wie den Sliema Wanderers oder Hibernian La Valetta aus Malta oder FC Brügge oder Anderlecht waren auch noch wer…

  33. Chris M. sagt:

    Ich als Chelsea FC-Fan freue mich jedes Jahr riesig auf die CL.. Bestimmt beßer als eine EM oder WM.. Ihr seid doch alles nur Neider.. Oder Fan vom falschen Team..

  34. René Baron sagt:

    Wäre die Schweizer Bevölkerung so fussballaffin wie z.B. Costa Rica, wären eventuell auch ihre Clubs in der CL prominenter vertreten. Potential wäre da. Finanziell vor allem.
    Aber leider spielen unsere Clubs vor leerem Haus und Zürich hat nicht mal ein FussballStadion, welches seinem Namen gerecht würde.
    So hat wohl jedes Land die Anzahl CL und EC-Plätze, die es verdient, resp. macht es keinen Sinn über die CL und EC zu motzen, wenn es uns nicht einmal gelingt, die hierfür benötigten Zuschauer zu mobilisieren. Es wäre einfach nur peinlich, der Welt zu zeigen, dass sich in der Schweiz viel zu Wenige für Fussball interessieren, als dass Helvetia ihre Liebe und Leidenschaft für diesen völkerverbindenden Sport glaubhaft vertreten könnte.

  35. Jean-Luc Haas sagt:

    Mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels bin ich absolut einverstanden. Der Passus über den FC Basel und seine Dominanz in der Schweizer Liga und dass nur Basel an die CL-Geldtöpfe rankommen kann, kann ich aber nicht so stehen lassen: die anderen Vereine sind entweder zu dumm oder schlicht und einfach zu schlecht, um die Basler Schwächen auszunutzen (nur so zur Erinnerung: der FC Basel hatte in den letzten 8 Jahren noch nie einen solchen tiefen Punkteschnitt. Und trotzdem schaffen es die anderen Teams nicht die Basler echt unter Druck zu setzen). Es ist ja nicht so, dass Basel die Liga und die jeweiligen direkten Gegner dominiert.

  36. rob s. sagt:

    gefällt mir sehrr gut, dieser steilpass! und es stimmt, die cl verkommt leider völlig zur farce, da meldet sich der gähnreiz, schon wenn ich nur dran denke… früher, beim europapokal der landesmeister oder beim cup der cupsieger, da war noch jedes spiel etwas einzigartiges, so z.b. knaller wie liverpool f.c. gegen fc bümpliz (wenn es diesen denn jemals gegeben haben sollte…). da gab’s dann halt auch ab und an mal chübelrunden, stümperspiele, grümpelturnier mannschaften, gefährlich geneigte spielfelder, krumme seitenlinien, strassenlärm und weitere unvollkommenheiten. jaja, schwelg, schwelg… und im übrigen geht es in diesem artikel wohl überhaupt nicht um basel, und ob sie sich nun alles erarbeitet haben oder nicht, oder ob sie es verdient hätten oder auch nicht. die cl würde in dieser form genau so wenig sinn (und spass) machen, wenn der fcz bei uns ganz vorne an der spitze kicken würde!

  37. René Grossenbacher sagt:

    Wäre dieser Artikel wohl auch mit so viel Herzblut geschrieben und erschienen, wäre statt dem FCB der FCZ die erfolgreichste Mannschaft der letzten Jahre?

  38. Remo sagt:

    Gratulation Herr Zimmerli! Alles richtig gesagt!

    Ich schnalle die Abwehrhaltung der Basler-Fans nicht wirklich. Es geht ja nicht darum, dass der FCB dies nicht verdient hätte. Er hat es absolut. Der FCB wird ja auch nicht kritisiert?! Die Bebbis haben alles richtig gemacht. Also kommt runter und versucht objektiv mit zu diskutieren. Es geht um das System/Konstrukt CL.

    Es ist einfach so, dass im jetzigen CL-System (vorallem die kleineren Ligen wie die SL) alle CL-Mannschaften einen so grossen finanziellen Bonus haben, dass die anderen Mannschaften eigentlich keine Chance mehr auf die Meisterschaft/Cup haben. Es sind ja auch zunehmend immer die selben Mannschaften in der CL. Neue Teilnehmer werden immer seltener. Weiter holen CL-Mannschaften sich zusätzlich noch alle potenten Sponsoren, TV-Gelder, usw. was die Lage noch zusätzlich verstärkt. Also kurz gesagt, es macht die nationalen Meisterschaften langweilig… Das CL-System kann angepasst werden und es wurde auch immer wieder angepasst. Ich finde auch, dass die nationalen Ligen wieder gestärkt werden sollten. Denn eigentlich finde ich die nationalen Ligen viel geschichtsträchtiger, spannender, emotionaler (denkt an all die Derby’s, usw.) und einfach besser.

  39. Daniel C. sagt:

    An alle die übe die heutige CL motzen: Kennt ihr den roten Knopf auf der Fernbedieungen (auch bekannt als Aus-Ein-Knopf)? Einfach gedrückt halten und schon ist alles für euch erledigt.
    Aber dieses “früher war alles besser”- Gerede kann ich nicht mehr hören. Als ob euch jemand den Fussbal aufzwingt. Schaut Hockey (allem Anschein nach auch sehr interessant) oder Tennis (der Roger ist wieder am kommen). Aber bitte bitte, hört auf zu heulen. Merci !

  40. Raffi sagt:

    Die Championsleague abschaffen? Wohl kaum. Umstrukturieren? Ja gerne!
    Was ich nicht verstehe, ist der Fakt, dass es Championsleague heisst, aber u.U. sogar der Viertklassierte der Liga noch mitspielt. Wieso dürfen Cupsieger nicht in der Championsleague mitspielen? Sind sie etwa keine Champions, die Viertklassierten jedoch schon?

    Ganz ehrlich. Eine bestimmte Umverteilung würde dem Fussball gut tun. Wieso bezahlt die UEFA nicht z.B. exakt die gleichen Prämien aus in der EL und CL? Sprich den CL-Teilnehmern weniger, den EL-Teilnehmern dafür beträchtlich mehr? So würde auch die zunehmende Tendenz, dass sich “Schottische/Spanische/Schweizerische” Verhältnisse einstellen etwas gestoppt. Denn 5. wird man schnell mal noch in einer guten Saison, Meister jedoch eher nicht. Das Geld würde wieder breiter verteilt und jeder Verein hätte die Chance, auch mal an den Honigtöpfen zu lecken und sich etwas zu entwickeln. Ja vielleicht auch einfach nur die besten Junioren zu halten und diese nicht nach Basel oder ins Ausland ziehen zu lassen.

    Eine ausgeglichenere Meisterschaft dient allen. Auch Basel, Bayern, Barcelona oder Celtic Glasgow. Ich will noch festhalten, dass ich nichts gegen den FCB habe, nein ich habe einen heiden Respekt vor der Arbeit und dem Umfeld dort im Nordwesten. Aber selbst basler Fans (Allesfahrer) haben mir schon vorgejammert, wie langweilig der ewige Erfolg doch mittlerweile sei.
    Bestes Beispiel war doch gestern wieder: Cuphalbfinale und im Stadion befinden sich knapp 12’000 Fans, wovon mehr als ein Zehntel Luzerner waren.

  41. michael sagt:

    das gegenteil ist der fall – jetzt kommt noch eine superliga dazu…. geld machen, das ist die dievise !